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5.0 von 5 Sternen Märchen? Sozialsatire? Beides!
Das Buch hat viele, viele bezaubernde Momente.

Bisweilen ging mir allerdings alles ein bisschen zu Hopplahopp (womit natürlich nicht das allgegenwärtige Kaninchen gemeint ist), sodass ich zunächst ein wenig gezögert habe alle fünf Sterne zu vergeben.

Aber das Buch ist trotzdem großartig. Manches erschließt sich...
Vor 11 Monaten von oaty veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine Art rumänischer Forrest Gump, für meinen Geschmack etwas zu bemüht
Wenn ein Buch ganz oben in irgendwelchen Bestsellerlisten steht, bin ich grundsätzlich neugierig - aber auch oft ein wenig skeptisch, denn was einem Schwung professioneller Literaturkritiker gefällt, kann, aber muss nicht unbedingt auch jedem einzelnen "normalen" Leser gefallen.
Der Autor Tuomas Kyrö, der mir trotz diverser Auszeichnungen zuvor nicht...
Vor 12 Monaten von Berlinoise veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine Art rumänischer Forrest Gump, für meinen Geschmack etwas zu bemüht, 10. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Wenn ein Buch ganz oben in irgendwelchen Bestsellerlisten steht, bin ich grundsätzlich neugierig - aber auch oft ein wenig skeptisch, denn was einem Schwung professioneller Literaturkritiker gefällt, kann, aber muss nicht unbedingt auch jedem einzelnen "normalen" Leser gefallen.
Der Autor Tuomas Kyrö, der mir trotz diverser Auszeichnungen zuvor nicht bekannt war, hat für seinen Roman "Bettler und Hase" eine auf den ersten Blick recht originelle Ausgangssituation ersonnen:
Um seinem Sohn endlich die heißersehnten Stollenschuhe kaufen zu können, lässt sich der rumänische Bettler Vatanescu zusammen mit seiner Schwester Klara illegal nach Finnland schleusen, wo Klara ihren Körper verkaufen und Vatanescu als professioneller Bettler arbeiten soll.
Da sein Chef 75% seiner Einnahmen fordert, flieht Vatanescu und macht sich zusammen mit einem Hasen, dem er das Leben gerettet hat, auf eine bizarre Reise durch das ihm fremde Land, auf der er den unterschiedlichsten Menschen begegnet und sogar zu einer Art Internetstar wird.
Als eine "Mischung aus Roadmovie, Sozialsatire und modernem Märchen" wird "Bettler und Hase" beworben und tatsächlich kann man auch all diese Ansätze erkennen.
Mir jedoch ist die Sozialkritik dieses Buches, dessen Absicht, den westeuropäischen Ländern einen Spiegel vorzuhalten, leider eher holzhammerartig als subtil vorgetragen wird, allzu bemüht.
Wie einst Forrest Gump, so irrt auch hier eine Art weiser Narr durch Zeit und Raum, ohne recht zu wissen, wie ihm geschieht, begegnet den unterschiedlichsten Menschen, erlangt ohne sein Zutun eine gewisse Bekanntheit und denkt dabei doch immer nur an Jennie, äh, an Sohnemanns Stollenschuhe.
Obwohl die bemühte politische Korrektheit und fingerzeigende Sozialkritik mir schon auf den ersten Seiten nicht wirklich zugesagt haben, genauso wie der vollkommen emotionslose Schreibstil des Autors, hat mich die originelle Grundidee des Buches zunächst dennoch bei der Stange gehalten, aber nach etwa 100 Seiten vermag diese Idee alleine die Geschichte einfach nicht mehr über die restlichen zwei Drittel zu tragen, die sich für mich dann leider ziemlich gezogen haben, so daß ich trotz der interessanten Idee und der guten Absicht nicht mehr als drei Sternchen vergeben kann.
Dennoch gilt natürlich wie immer, daß Rezensionen letztendlich nur eine recht persönliche Meinungsäußerung sein können und die Geschmäcker nun mal (zum Glück!) verschieden sind.
Wenn das Buch Sie also interessieren sollte, schauen Sie am besten mal in die Leseprobe und ein paar weitere Rezensionen, machen sich dann ein Bild und geben dem Roman eventuell selber eine Chance.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchen? Sozialsatire? Beides!, 14. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hat viele, viele bezaubernde Momente.

Bisweilen ging mir allerdings alles ein bisschen zu Hopplahopp (womit natürlich nicht das allgegenwärtige Kaninchen gemeint ist), sodass ich zunächst ein wenig gezögert habe alle fünf Sterne zu vergeben.

Aber das Buch ist trotzdem großartig. Manches erschließt sich erst auf den zweiten oder dritten Blick. Aber natürlich nur, wenn man die eingebauten doppelten Böden erkennt.

Es ist dem Autor gelungen die uralte Form des Märchens geschickt mit der recht modernen Form der Satire zu verknüpfen. Und diese beiden Textsorten zeichnen sich ja beide dadurch aus, dass sie neben der vordergründigen Handlung noch andere Botschaften transportieren.

Hervorstechendstes Märchenmotiv in diesem Buch ist natürlich der Aufbruch einer einzelnen Person von zu Hause auf der Suche nach dem Glück. Aber wer sich jemals ein wenig mit Märchenmerkmalen auseinandergesetzt hat, wird viele weitere Motive finden. Typisch für Märchen ist dass vieles nicht nur eine offenkundige, sondern auch eine symbolische Bedeutung hat. In dem vorliegenden Roman geht es u.a. um Hoffnung und um Liebe.

Gleichzeit gibt es aber mit der immer mal wieder aufblitzenden Ironie, mit dem Spiel mit der Sprache und mit den Lesererwartungen Merkmale der Satire. Und da die Intention von Satire die Kritik ist, bekommt der Roman so eine interessante Färbung.
Wo durch das Märchenhafte vieles vielleicht zu naiv und zu rosarot wirken könnte, bringt das Satrische den Leser dazu sich in einen gewissen inneren Abstand zum Geschehen zu begeben und den gesellschaftlichen Hintergrund der Handlung kritisch zu betrachten.

Die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Mini-Einführungen erinnern an Kinderbücher.
Als Lesehilfe sind sie für erwachsene Romanleser natürlich nicht notwendig. Aber für mich waren sie bei der Lektüre immer wieder eine Erinnerung daran, dass in diesem tollen Buch vieles längst nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick wirkt. Es ist, als ob der Autor sagen würde. „Schau, so wäre es schön, nicht wahr? Aber, bitte, lieber Leser, mach dir deine eigenen Gedanken.“
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sozialsatire mit dem Holzhammer funtioniert leider nicht, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Als Sozialkritik, Roadmovie, modernes Märchen wird der Roman beworben. Lustig soll er sein. So was würde mir gefallen, dachte ich.
Vatanescu ist ein Wirtschaftsflüchtling aus Rumänien, der sich der Bettlermafia anschließt, um seinem Sohn Miklos Stollenschuhe kaufen zu können, damit dieser mal ein großer Fußballstar wird. So weit so tränendrüsenreich. In Finnland erwartet ihn ein hartes Los, betteln bei jedem Wetter, nie darf er lächeln, sondern muss immer möglichst abgerissen und mitleidheischend aussehen. Dazu muss er noch 75% seines Verdienstes an den Schleuser abgeben, der ihn ins gelobte Land gebracht hat. Als Vatanescu sich gegen diesen auflehnt, beginnt eine abenteuerliche Flucht quer durchs Land. Bald sind ihm Polizei, Fernsehen und natürlich der Schleuser auf den Fersen. Ein Kaninchen, das er vor einem jugendlichen Mob gerettet hat, ist sein einziger Begleiter.
Der Stil, in dem der Roman geschrieben ist, gefällt mir durchaus, knallhart und trocken präsentiert Tuomas Kyrö einen Streifzug durch Vatanescus Leben. Allerdings reissen seine kurzen Abschnitte die Personen, denen Vatanescu auf seiner Reise begegnet, nur an, obwohl sie eingehend mit Vorgeschichte vorgestellt werden. Das geht so weit, dass ich ein Paar, das am Ende eine große Rolle spielt, total vergessen habe, obwohl ich den Roman innerhalb weniger Tage gelesen hatte. Das mag eine Eigenschaft des Roadmovie sein, aber ich fragte mich beim Lesen schon, warum dann alle Personen so eingehend, und zwar nicht im Dialog mit Vatanescu, vorgestellt wurden.
Sozialkritisch ist der Roman, sicher insbesondere für Finnland, aber auch dem Rest Europas gegenüber. Dies geschieht aber so holzhammermäßig und holzschnittartig, dass es sein Ziel weit verfehlt. Da fehlt nix, Raubbau an der Natur, Ausbeutung von Menschen, Medienhype, auch Naturschützer kriegen ihr Fett weg. Anstatt zum Nachdenken anzuregen, schüttelte ich nur den Kopf angesichts dieser geballten Schwarz-Weiß-Malerei. Dazu kommt noch, dass vieles Finnlandspezifisch ist und die Finnen vermutlich alle Anspielungen verstehen (ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass in der Beschreibung der Politiker einiges Potenzial steckt), aber für mich als durchschnittlichen Europäer, der mit Finnland hauptsächlich die Sauna und übermäßigen Alkohholgenuß verbindet, war nichts davon Lustig.
Modernes Märchen? Ja, das letzte Viertel des Buches muss man unbedingt unter diesem Aspekt sehen, sonst ist es nur abstrus.
Ich kann mir schon vorstellen, warum das Buch in Finnland auf den Bestsellerlisten gelandet ist, für mich war es aber einfach nur klischeebeladen und mühsam konstruiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schräge Satire, 29. Juli 2013
Von 
S. U. A. GbR "Horrorfan" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Kaum dem Tod entronnen, trifft das Kaninchen, dass lieber ein Hase sein wollte, auf den aus Rumänien stammenden Vatanescu. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise durch Finnland, auf der Suche nach dem Glück. Dabei erleben diese eine ganze Reihe von skurrilen Abenteuern und treffen auf noch skurrilere Menschen.

Eine Art modernes Märchen, welches typische Klischees und Angewohnheiten der Finnen und deren Ansichten über Ausländer aufgreift und mit einem ziemlich satirisch-humorigen Hieb wiedergibt.

Für einen Finnen muss das Buch wohl besonders gut geeignet sein, für mich als deutschen Leser ist es ab und an etwas schwierig zu verfolgen, was vor allem an den vielen ungewohnten Namen liegt, die man schnell einmal durcheinander wirbelt.

Aber alles in allem für mich ein recht unterhaltsamer Lesespaß, auch wenn ab und zu bei den Beschreibungen die Lust am Lesen nachlässt. Der gesamte Stoff ich recht lustig gehalten, stimmt aber auch teilweise nachdenklich. Von mir daher 75 von 100 möglichen Punkten - oder gute vier Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sozialsatire aus Finnland, 9. Juli 2013
Von 
MH (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Der rumänische Bettler Vatanescu, ein Roma, ist eine ehrliche Haut. Eigentlich will er gar nicht viel vom Leben: arbeiten, ein normales Auskommen haben und seinem Sohn Miklos die begehrten Stollenschuhe zum Fußballspielen kaufen. Aber "Gott (hat) die ganze Welt verlassen", was dieses Unterfangen schwierig macht. Vatanescu lässt sich schließlich zusammen mit seiner Schwester von einem Menschenhändler namens Jegor Kugar in das reiche Finnland schleusen. Sie wird Prostituierte, er wird betteln und so versuchen, sein Glück zu machen. Allerdings ist das Gras dort auch nicht grüner, wie der Antiheld feststellen muss: Er gerät in die Hände der russischen Mafia, wird um 75 % seines Erbettelten erleichtert und immer weiter gedemütigt. Als sich die Situation zuspitzt, überwältigt Vatanescu seinen Boss und ein schräges Roadmovie durch Finnland beginnt...

Vatanescu, selbst nichts als "Tigerfutter", rettet einen Hasen - eigentlich ein Kaninchen - das ihn fortan auf seinem Weg begleitet. Die Gefährten begegnen den unterschiedlichsten Zeitgenossen, guten und weniger guten, es wird Sozialkritik geübt und mit dem Holzhammer diverse Rundumschläge auf bekannte "Feinde" in unserer globalisierten Welt verteilt. Auch die modernen Medien spielen eine Rolle, denn Vatanescu wird berühmt und macht eine abenteuerlich anmutende Karriere. Bestrebt, irgendwie das benötigte Geld für die Stollenschuhe zusammen zu bekommen, nimmt er jeden Job an - und steigt auf. Dabei macht er eher aus der Not eine Tugend:

"Man muss einer von ihnen sein. Aber ich kann ihre Sprache nicht, wie soll ich also Teil der Gruppe werden? Sie mögen keine Musik, apathisches Kauen mögen sie auch nicht. Was dann? Arbeit. Arbeit mögen sie. Der Finne mag Leute, die arbeiten."

So lebt der fleißige Vatanescu gewissermaßen den "American Dream", wird vom Bettler über diverse Zwischenstationen zum Politiker. „Mal wurde Vatanescu als bulgarischer Armier­eisen-Iwan, mal als polnischer Miroslaw, Sohn von Bronislaw oder als albanischer Fuchs be­zeichnet.“ Auf seinem Weg wird er so immer wieder zur Projektionsfläche anderer; er wird ab- oder aufgewertet, wie es anderen beliebt.

In dem Maße, wie sich das Leben des Roma verbessert, verschlechtert sich das des Menschenhändlers Jegor Kugars, der auch als zweiter Erzähler in Erscheinung tritt... Irgendwo unterwegs hat der Autor mich verloren. Das Ende jedenfalls überzeugt mich nicht.

"Bettler und Hase" erzählt letztendlich eine mit viel Sozialkritik durchsetzte, schräge Satire. In Finnland eroberte der Roman des 1974 geborenen Autors Tuomas Kyrö die Bestsellerliste. Bei mir wird die nicht gerade subtil erzählte Geschichte über die Schattenseiten der Globalisierung, Armut, Kapitalismus, internationale Kriminalität, Menschenhandel, Identität usw, eher ihren Platz weiter hinten im Regal finden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bemüht Sozialkritisch und teils einfach nur hahnebüchen., 7. Juli 2013
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Der Rumäne Vatanescu will Geld verdienen, um seinem Sohn Stollenschuhe zu kaufen. So machen er und seine Schwester sich mit einem illegalen Schlepperring auf nach Schweden. Vatanescus Schwester wird ihren Körper verkaufen, Vatanescu selber wird als professioneller Bettler arbeiten. Letztendlich kommt Vatanescu aber nicht mit seinem Chef Jegor Kugar klar und entmachtet ihn eher unfreiwillig, indem er sich gegen ihn auflehnt und wegläuft. Für Vatanescu beginnt eine Flucht durch Schweden vor Jegor auf der Suche nach Arbeit, damit er endlich Stollenschuhe für Miklos kaufen kann. Begleitet wird er dabei von einem Wildkaninchen, dem er das Leben gerettet hat und Fans im Internet, für die er zu einer Ikone (für was auch immer) wird.

Bizarr. Einerseits ein Roadmovie, eine klassische Flucht durch ein unbekanntes Land, andererseits Sozialkritik der plumpen Art. Vatanescu ist das, was man auch in Deutschland als Wirtschaftsflüchtling ansieht und nicht gerne sieht. Keiner will, dass einem die billigen rumänischen Arbeiter die Arbeit wegnehmen, auch wenn diese nur auf brutalste Art ausgenutzt werden und keinerlei Möglichkeite haben, sich zu wehren. So in Deutschland z. Bsp. in der Schlachtindustrie, wo sie kaserniert zu Dumpinglöhnen arbeiten müssen und man ihn von diesem Lohn auch noch Teile vorenthält. Die widerfährt auch Vatanescu. Arbeiten für nichts, schwarz, auf der Flucht vor Jegor und den Behörden. Falls dem Leser nicht aufgefallen sein sollte, das es das wirklich gibt, dafür gibt es dann solche Einschübe:

„Die Arbeit wird nicht nach China verlagert, weil unanständige Kapitalisten sie dort haben wollen, sondern weil der Verbraucher preiswert einkaufen möchte. Der Kunde will Billig haben, dann gibt es auch Billig, dann wird eben Billig verkauft. Heute hat jeder die Möglichkeit oder die Mittel oder die Solvenz oder wenigstens den Schnellkredit für alles. In dem Bereich funktioniert die Demokratie wahrscheinlich am unumstrittensten: im Billighandel.“

„Etwas sehr Wesentliches ist die Aufteilung der Erträge. Fünfundzwanzig Prozent sind zu wenig. Wer den schwereren physischen Einsatz leistet, der muss auch mehr bekommen, als Entschädigung dafür, dass er der Firma seine Körperkräfte zur Verfügung stellt. Alle Welt ist gegen Prostitution und Menschenhandel, aber niemand beschwert sich darüber, dass Bauarbeiter ihre Körper verkaufen. Die Geschäftsführung bescheißt ihre Untergebenen, wirtschaftet in die eigene Tasche und erpresst die Arbeiter mit Pinkelpausen. Denkt darüber mal nach!“

Das stimmt alles, aber es ist einfach nur plump das so in den Text zu schreiben, das sollte der Leser durch die Augen des Helden lernen, nicht, indem man es ihm Mundgerecht vorformuliert.
Zudem ist der Autor ein Fan von Arto Paasilinna. Er eifert seinem Vorbild in diesem Buch nach, kommt dem Stilistisch zwar nahe, aber nicht inhaltlich. Der wirklich böse, schwarze Humor ist nicht mal ansatzweise vorhanden und so rasant und unterhaltsam wie das Original ist er auch nicht. Da hilft es nicht, dass man mehrfach auf die Bücher des Vorbildes im Text hinweist und ihn auch mehrfach explizit nennt, dadurch wird die Geschichte den Vorbildern nicht ähnlicher, sondern nur ein Abklatsch und ein peinliches Anbiedern.
Für deutsche Leser kommen erschwerend Schwedisch endemische Begriffe und Dinge hinzu, die nicht erklärt werden und die als Vergleich bei deutschen Lesern ohnehin verpuffen. Hier kennt kaum einer Trine Hattestad, Sinikka Sokka, Bandy-Match und auch „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ dürfte kaum einer gelesen haben.
Das Kaninchen wäre hätte bei Arto Paasilinna wohl zumindest zu Vatanescu geredet. Hier ist es nur ein Tier, das nicht artgerecht gefüttert und gehalten wird und bei dem es wundert, dass es nicht schon vorher wegen falscher Ernährung stirbt. Ja Kaninchen fressen alles, auch mal Schokolade und ein Schlückchen Sekt hinterher, wenn man nicht aufpasst, aber mit Pizza kann man es nicht ernähren.
Der Schluss ist nur noch abstrus, unglaubwürdig, an den Haaren herbeigezogen und dümmlich.

Fazit: Bis zur Mitte ganz unterhaltsam und teils gewollt sozialkritisch, dann fängt es an, sich wie Kaugummi zu ziehen und das Ende ist eine komplett unglaubwürdige Katastrophe.

Das ändert nichts daran, dass das Buch auf der Shortlist des Finnlandia Preises war. Die Finnen haben wohl einen anderen Buchgeschmack als ich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Witzig - grotesk und am Ende erschreckend real, 14. Mai 2013
Von 
Verena Kraft (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
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"Bettler und Hase" ist ein sehr eigenartiges und persönliches Buch, das viel Charme aus der besonderen Schreibweise des Autors gewinnt. Den Inhalt möchte ich hier nicht wirklich darlegen - dazu hatte ich schon genug Vorredner und der Klappentext kann in diesem Falle auch recht gut für sich sprechen. Dieses Buch lebt für mich nicht durch den geschichtlichen Inhalt, sondern eher durch die Präsentationsweise von dem was die Protagonisten ausmachen.

Die Besonderheit der handelnden Personen besteht darin, das es ganz normale Menschen sind, Menschen die uns jeden Tag in der Stadt, in der Einkaufshalle oder im Wald über den Weg laufen könnten. Der einzige Unterschied ist - die Menschen in diesem Buch sind erschreckend ehrlich und sprechen Gedanken der heutigen Gesellschaft einfach aus.

<Was lebt, das überfährt man nicht, dem hilft man auf die Sprünge.>
<Lächeln ist fürn Arsch und gehört nicht ins Gesicht.>
<Schuhe haben nicht nur einen Verkaufspreis sondern auch ein Kaufgesicht - wie komme ich an so ein Gesicht?>

Die generelle Besonderheit dieses Buches besteht aus der unaufdringlichen und charmanten Gesellschaftskritik die totz ihrer Wahrhaftigkeit für ein Lächeln auf dem Gesicht des Lesers sorgt.
Die Situationen in denen eben diese Zitate zum tragen kommen sind eigentlich so grotesk, man fragt sich sofort warum der Protagonist nicht einfach den Mund hält...ein paar Gedankengänge später entsteht dann die Frage: Wieso sollte er denn?
Warum still sein? Warum nicht sagen was man denkt? Warum Missstände nicht ansprechen nur weil alle anderen sie stillscheigend zu akzeptieren scheinen? Grotesk erscheint durch weiteres Nachdenken dann nur eins...das Schweigen.

Sicherlich ist dieses Buch auch ein bisschen überspitzt, die Geschichte hebt zum Ende hin etwas ab und verliert an Realität. Dennoch lebt das Buch von dem Stil - der auch hin und wieder schwierig ist.
Er ist locker und teils wirklich unsystematisch. Gedankengänge werden oftmals nur lose aneinander gereiht, aber dennoch erzeugt dieser Stil die angestrebte Wirkung wenn sich der Leser darauf einlässt und nach den ersten Verwirrungen die auch leserliche Kraft kosten, nicht gleich aufgibt. Doch hin und wieder war mir das auch etwas viel - daher der Stern Abzug.
Also ein gutes Buch für Nachdenkliche und Liebhaber etwas dunkleren Humors.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dankbar sein, dass man Fenster zum Putzen hat!, 28. April 2013
Von 
R.E.R. "R.E.R." - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
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Im aktuellen Werbeslogan der Raiffeisenbank heißt es: "Jeder hat etwas, das ihn antreibt". Im Fall von Vatenescu, einem jungen Mann aus Rumänien, ist es sein Sohn Miklos. "Du wirst deine Stollenschuhe bekommen. Papa wird dir welche besorgen." So lautet das Credo, dass den Helden aus seiner Heimat nach Finnland verschlägt. Hineingeschleust in einem "rostfleckigen Lieferwagen" den der kriminelle Russe Jegor Kugar steuert. Für ihn soll Vatanescu in Helsinki als Bettler arbeiten.

Vatanescu dem die Redlichkeit aus den Augen strahlt , hat die Armut und Perspektivlosigkeit in seiner Heimat in die Fremde getrieben. Nachdem er sich aus den Fängen der Bettlerzunft befreit hat, führt in sein Weg zielsicher ins nächste Krankenhaus. Er will das Kaninchen verarzten lassen, dass der fiese Russe beinahe überfahren hätte. Und so beginnt die Odyssee "des sympathisch wirkenden Zerlumpten" durch Finnlands Weiten.

Das Kaninchen unter die Axel geklemmt folgt Vatanescu seinem Schicksal, nicht ahnend das ein Handyfoto eines eifrigen Journalisten ihn zum Internet Star macht. Vom Bettler wird er durch einen freundlichen chinesischen Restaurantbesitzer zum Beerenpflücker. Das Beerenpflücken endet, als er von einem Lastwagenfahrer kurzerhand als Bauarbeiter rekrutiert wird. Die Betonmischmaschine muss er verlassen, als sich Umweltaktivisten an diese fesseln um gegen das Bauvorhaben zu protestieren. Auf seiner Flucht vor den Behörden landet er schließlich wieder in einem Zug nach Helsinki.

"Thomas Kyrös tragikomischer Roman bewegt sich zwischen Sozialsatire, Märchen und harter Milieustudie und hält den Ländern Westeuropas auf denkbar amüsante, aber unerbittliche Weise den Spiegel vor". So steht es im Klappentext zu "Hase und Bettler" und dieses Urteil kann man so stehen lassen. Interessant ist der Stil des Autors, ein fast sachlicher Ausdruck. Die Denkanstöße sind sehr dazu angetan, ins Grübeln zu kommen.

Harry Pykström, ein übergewichtiger, herzkranke Möchtegernaussteiger bewundert Vatanescu für sein freies Leben:" Du willst eine ursprünglichere Daseinsform erreichen, in der die Gedanken sich auflösen und man sich aufs Überleben konzentriert." Vatanescu antwortet darauf: "Ich habe nirgendwo hingewollt, überall bin ich nur hingeraten. Ich tausche gern mit dir. Ich sammle Beeren in einem fremden Land, denk mal darüber nach! Das ist keine Demonstration, das ist mein Leben."

An dieser Stelle musste ich an die Worte unseres alten Stadtpfarrers denken, die er einmal in einer Sonntagspredigt zur Frühjahrsputzzeit an die "Hausfrauen" der Gemeinde richtete. Wer sich über das Fensterputzen beklage, so meinte er sinngemäß, solle einmal darüber nachdenken wie dankbar er doch eigentlich sein könne, dass er überhaupt Fenster zum Putzen habe! Das saß und hat sich mir bis heute eingeprägt.

"Bettler und Hase" wird mir sicher nicht so nachdrücklich in Erinnerung bleiben. Es ist ein guter Roman, aber wirklich beeindruckt, amüsiert oder gar berührt hat er mich nicht. Vielleicht wegen der distanzierten, fast unterkühlten Sprache. Vielleicht aber auch, weil ich mir selber oft genug den "Spiegel vorhalte" und dazu kein finnisches Roadmovie brauche.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kälte des Lebens in der Gegenwart, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
Schon nach den ersten Seiten wird deutlich, dass dieser neue Roman von Tuomas Kyrö völlig zu Recht zunächst in Finnland ein Bestseller war und ist. In einer ganz eigenen Sprache, die von den ersten Zeilen an eine ganz eigene, präzise Atmosphäre schafft, führt Kyrö den Leser an der Seite seiner Hauptfigur Vatanescu durch eine moderne Welt, die einander eher kühl gegenübersteht, wo „alte Werte“ der Solidarität, des Mitleids, der Menschlichkeit nur mehr vereinzelt (und selbst da auch brüchig) anzutreffen sind. Wo das Gros der Menschen in (durchaus zutreffende und treffend auf den Punkt gebrachte) Stereotype einzuordnen ist.

Eine Welt, die zunächst gemildert scheint durch die teils ironischen Wendungen und Umschreibungen, die Kyrö oft benutzt, bis der Leser feststellt, dass hinter manch ironischer, teils fast surrealer Wendung doch Zynismus zum Vorschein gelangt und das, was da passiert, auch durch weitschweifige Stilmittel nichts von seiner bedrückenden Realität verliert.

Gut, dass als Gegenpol jener Bettler Vatanescu, keine Aussichten, nichts, das er wirklich sein eigen nennen könnte, zu Beginn stumpf ertragend, Schritt für Schritt wie „aus dem Nichts heraus“, Mut fasst, sich wehrt, einen eigenen Weg mühsam sucht. Auf einer Durchstreifung Finnlands. Mit Erlebnissen und Beobachtungen, die in dieser Form aber nicht auf das konkrete Land festgelegt sind, sondern überall im „westlich zivilisierten Europa“ so oder ähnlich geschehen würden.

„Während der Fahrt hielt Vatanescu die Hand seiner schlafenden Schwester. „wenn ich könnte, würde ich dich beschützen. Aber zuerst muss man auf sich selbst aufpassen“.
Seine Schwester, die „saß auf ihrer der einzigen Handelsware“.

Eine russische Bettler- und Schlepperbande ist es, der sich der Rumäne Vatenscu mit seiner Schwester anschließt. Die Schwester, die weiter gereicht wird, um reichere Männer mit ihrer „Handelsware“ zu beglücken und Vatanescu, der als „professioneller Bettler“ in Finnland mit seinem Becher auf dem Marktplatz kniet. Einmal am Tag ein Toilettengang, Kost und Logis frei (alte Konserven und verranzte Wohnwagen), keine Sozialleistungen, natürlich.
Der sich freimachen wird mit aller Restenergie, die er noch hat. Und der auf seiner Reise durch Finnland mit einem Hasen auf alle möglichen Menschen in allen möglichen Lebensumständen trifft. Menschen, deren Geschichte Kyrö je komprimiert erzählt, Menschen, von denen die wenigsten (und dann eher die Ärmeren) ihn als Menschen betrachten. Aus Geschäften zumindest wird er direkt entfernt, trotz des Geldes, das er vorzeigen kann.

„Wir suchen uns unsere Kunden aus!“. Bekommt er zu hören.

Ob das übrigens wirklich so ist? Das man sich erst einmal um sich selbst kümmern muss? Oder ob Vatanescu, inspiriert durch einen Hasen, nicht doch lernt, dass innere Freiheit auch mit der Zuwendung und Sorge für andere zu tun hat? Das wird nämlich passieren, die „Pflegschaft eines Hasen“. Wobei Vatanescu an sich bereits auf seinen Weg gebracht wird durch seinen Wunsch der Sorge. Seinem Sohn gegenüber.

„Denn die Aufgabe eines Vaters besteht darin, seinem Kind ein besseres Leben zu garantieren, als er selber es hat“.

In teils urkomischen Wendungen, mit harten, aber auch wunderbaren Begegnungen macht sich nun Kyrö durch seinen Vatanescu auf, die Welt aus seinen ganz eigenen, schlichten Augen zu betrachten und teils schmerzlich treffende Schlüsse vor Augen zu führen. Ebenso, wie, oft und oft, von Seiten Hilfe ihm zukommt, die er vorher nicht im Blick gehabt hätte (wie das kleine Mädchen, dass seinen Eisstiel und ein Schuhband zur Verfügung stellt, damit dem Hasen geholfen werden kann, was die Ambulanzschwester bei aller Menschenfreude völlig verweht ob ihrer Tierphobie).

In Duktus und Stil, in der ironisch verdrehten Erzählweise, aber auch im Motiv der Reise und den klaren Blick auf Menschen erinnert der Roman durchaus in bester Weise an den „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, auch wenn Vatanescu eine ganz andere „Lebensreise“ im Roman absolviert.

Alles in allem eine verdrehte, wunderbare Geschichte, sprachlich ganz hervorragend umgesetzt, mit vielen, nachdenkenswerten Begegnungen und teils wie ein Spiegel einer Gesellschaft, in der die Mitmenschlichkeit nur mehr ganz am Rande anzutreffen ist. Aber doch gefunden werden kann.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hase, Igel und Kaninchen, 2. Mai 2013
Von 
LucyWeston (Deekelsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) (Gebundene Ausgabe)
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Gerade vor einer halben Stunde habe ich das Buch ausgelesen. Der Eindruck ist also noch ganz frisch...

Ganz frisch ist auch der Schreibstil des finnischen Autors - er lässt seine Protagonisten, allen voran Vatanescu, frisch von der Leber weg erzählen - in Vatanescus Fall ist man sich allerdings nie so ganz sicher, ob er wirklich spricht oder ob wir seiner sprachbarrierlichen Gedankenwelt folgen. Das Kaninchen (keineswegs weiß) hat auch was zu sagen, "Gegenspieler" Jergo schreibt gleich seine Memoiren und gelegentlich hat auch der Erzähler selbst ein Wörtchen mitzureden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich nicht so richtig in Worte fasssen kann, warum. Es wurde in einer Rezension mit dem "Hundertjährigen" verglichen; ein weiterer Vergleich (zur "Pilgerreise") drängt sich auf. Ähnlichkeiten mit einem dieser Bücher hat diese Geschichte, oberflächlich betrachtet schon - man könnte es zusammenfassen unter "Protagnoisten unterwegs" - wohin auch immer. Durch die Welt, die Geschichte, zu sich selbst? Das trifft ein Stück weit auch auf dieses Buch zu - aber eben nur ein Stück.

Ich fand es einfach ziemlich großartig - sicher keine Lacher-Orgie, aber mit einem Tonfall, der leicht Eingang in mein Herz findet.

Und dann ist da ja auch noch das Kaninchen, das immer genau das tut, was in dem Moment richtig und notwendig ist.

In welchem Stadtpark findet man so ein Tier?
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Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane)
Bettler und Hase: Roman (Gesellschaftsromane) von Tuomas Kyrö (Gebundene Ausgabe - 14. März 2013)
EUR 19,99
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