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Kundenrezensionen

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am 24. Februar 2010
Germain sagt das, was er denkt, mit den Wörtern, die ihm zur Verfügung stehen. Und das sind nicht so viele, da er nicht der Schlauste ist. Germain, ein Hüne und etwas einfältig, lernt beim Tauben zählen im Park die kultivierte und feinsinnige alte Dame Margueritte kennen. Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, freunden sie sich an. Bisher stand Germain nicht auf der Sonnenseite des Lebens, doch Margueritte bringt ihm die Anerkennung entgegen, die Germain noch nie erfahren durfte, sie begeistert ihn für die Welt der Bücher und verändert dadurch sein Leben.

Wenn man glaubt, das Buch ist lediglich eine nette Erzählung mit einem ungebildeten, einfachen Kerl als Hauptperson, der nicht einmal in der Lage ist, einen anständigen Satz zu bilden, ohne daß ein Haufen schmutziger Wörter darinsteckt, dann irrt man sich gewaltig. >Das Labyrinth der Wörter< hat viel mehr Tiefgang, als es vermuten läßt.

Es ist eine zarte Geschichte voller Menschlichkeit, Zuneigung und Gefühl erfrischend humorvoll erzählt. Eine Prise Nachdenkliches ist eingewebt, um die Lebensumstände von Germain zu erklären. Doch dieses ist niemals schwer, sondern erzeugt sprachliche Bilder vom Platz in der Gesellschaft und schließlich davon, dass man nur mit dem Herzen richtig sieht.

Der bodenständige Germain mit seinen frechen Aussagen, seiner nachvollziehbar klaren Denke und seiner sensiblen Seele wirkt ansteckend lebendig und liebenswert.
(Eine meiner Lieblingsaussagen von ihm: "Überlegen hilft mir beim Denken.")

Fesselnd ist dieses Buch, das mit seiner herrlich direkten Sprache und den knappen, aussagekräftigen Kapiteln den Zeitgeist trifft. Und man stellt fest, dass es so oft im Leben ums Zuhören und die Wertschätzung geht.

>Das Labyrinth der Wörter< ist eine Geschichte, die zu Herzen geht. Aus meiner Sicht uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die an die Macht der Worte glauben.
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Wunderbar, dass es auf dem Buchmarkt immer mal wieder diese unverhofften literarischen Entdeckungen gibt. Von der in Südfrankreich lebenden Autorin war bisher in Deutschland noch nichts zu lesen. Schon bei ihrem ersten Junior Roman "Rigolo, Dakil le Magnifique" den die Grundschullehrerin Rocher Anfang 2000 geschrieben hat, hatte sie Spaß im Umgang mit der Sprache, ja dem Erstellen einer neuen Sprache durch einen Gnom. "Das Labyrinth der Worte" erschien unter dem Originaltitel "La tête en friche" im Jahr 2008 und erhielt 2009 den Prix Inter. Der Roman wurde aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer kongenial übersetzt.

Zum Plot: Der etwas ungewöhnliche Romanheld und Ich-Erzähler dieser märchenhaften und unkonventionellen Liebesgeschichte heißt Germain. Er ist kein Wunschkind, wurde von seiner Mutter streng erzogen, hat seinen Vater nie kennengelernt und sich mit "Ach und Krach" durch die Schule gequält. Ohne Schulabschluss führt er seither ein tristes Leben, verdient sich mit Gelegenheitsjobs gerade so viel wie er zum Leben benötigt. Er ist ungebildet bis an die Grenze zur Debilität, so dass ihn seine Freunde neckend den "Trottel" nennen. Dieser schrullige, kontaktarme 45 jährige Quartalstrinker Germain, 1,89 cm groß und 110 Kilogramm schwer, ist zwar ein Dummkopf, aber doch schlau genug um zu wissen wie beschränkt er ist. Er lebt in einem Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter, baut Gemüse an und schnitzt kleine Tiere aus Holz, vornehmlich Katzen und Hunde.

Wie kommt nun so ein Mensch zum Lesen? Davon erzählt Marie-Sabine Roger in diesem wunderbaren, einfühlsamen Buch. Es geht um eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen diesem schrulligen Germain und der kultivierten 86 jährigen Dame Margueritte. Die promovierte Biologin und passionierte Leserin lebt seit Jahren im Altersheim "Les Peupliers". Die beiden treffen sich beim Tauben füttern in einem Park, wo Margueritte wie ein zerbrechlicher kleiner Zwerg auf einer Bank sitzt und scheinbar "Löcher in die Luft schaut" oder Brieftauben zählt.

Sie lernen sich näher kennen und schon bald hat ihn ihre freundliche Art "zu Tränen gerührt". Das Treffen hat für ihn, der bisher keinerlei familiäre Bande kannte, sein Leben grundlegend verändert. Zärtlichkeit, Zuneigung und Vertrauen, diese reinen Gefühle" hat er für diese Margueritte empfunden, die ihrerseits entdeckt sehr schnell den aufgeweckten Geist des sensiblen Germain und kann ihn in seiner ungebremsten Reflexionslust festigen. In der schwarzen Tasche die immer neben ihr steht steckt stets ein Buch und so fängt Margueritte bald damit an ihm Romane vorzulesen und ihm somit die Tür in eine völlig neue Welt zu öffnen, die Tür zur Wörter- Welt. So findet Germain schließlich in Margueritte nicht nur eine Führerin durch "Das Labyrinth der Wörter", sondern die Großmutter die er im Leben nie gehabt hat.

Das Buch beschreibt nicht nur Germains spät einsetzenden unerwarteten Bildungsprozess, sondern es zeigt auch wie ihm Lebensmut und Lebensfreude zu teil werden und welche dringende Hilfe er eines Tages Margueritte zuteilwerden lässt.

Marie-Sabine Rogers erzählt uns diese rührende Geschichte über dieses sehnsuchtsvolle neu gefundene Miteinander mit großer Anmut und federleicht ausbalancierter poetischer Sprachschönheit, ganz dieser zauberhaften Lebens- Liebes- und Leidensgeschichte verpflichtet.

Ich empfehle dieses Buch mit Leidenschaft und Nachdruck, vielleicht wird dieser besonders wertvolle Roman ihr Buch dieses Sommers.
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am 28. September 2010
Eine wunderbare Geschichte über einen beinahe analphabetischen Mann mitte vierzig, der mithilfe einer kleinen alten Frau nicht nur die Freude am Lesen entdeckt, sondern auch viel über seine Kindheit lernt. Der Ich-Erzähler Germain erzählt mit herrlicher Ironie und Naivität von seinem Leben. Dabei kommt man nicht nur ins Schmunzeln, sondern verliebt sich auch in die direkte Art von Germain.
Leider ist die deutsche Übersetzung nicht besonders gelungen, der Witz des französischen Originals geht teilweise verloren. Für jeden, der das Original nicht kennt ein herrliches Buch, für all jene, die sich in das französische Werk verliebt haben eine herbe Enttäuschung.
Trotz der mittelmäßigen Übersetzung ein schönes, abwechslungsreiches Buch, mit einem nicht ganz alltäglichen Thema.
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am 4. März 2010
Was für eine charmante Geschichte! Im Mittelpunkt steht der etwas unterbelichtete Germain, der im Wohnwagen haust und im Garten Gemüse züchtet. Seine Zeit verbringt dieser Hüne am liebsten im Park, wo er die Tauben zählt und seinen Namen auf das Gefallenendenkmal schreibt. Eines Tages lernt er im Park eine zierliche alte Dame kennen, die seine Faszination für die Tauben teilt. Überraschenderweise freunden sich die beiden an, und die kultivierte alte Dame nimmt sich das scheinbar Unmögliche vor: den ungebildeten Mann für die Welt der Bücher zu gewinnen ... Mehr will ich hier nicht verraten, denn der Roman wartet mit einigen Überraschungen auf. Eine zu Herzen gehende Geschichte, die von einer ungewöhnlichen Freundschaft und der Liebe zur Literatur handelt. Die Figuren gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.
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am 1. Februar 2016
Recht nett geschriebene Zwischendurchlektüre ohne wirkliches Potential. Stellenweise schafft es der Roman schon den Leser in seinen Bann zu ziehen, aber diese Seiten kommen eindeutig zu kurz. Vieles wird oberflächlich und in Kurzform abgehandelt. Es handelt sich um einen Kurzroman. Die Stärke des Buches täuscht ! Viele Seiten sind nur teilweise bedruckt und ein Absatz folgt dem nächsten. Auch sei zu erwähnen das dieses Buch keinen im eigenen Sinne dramaturgischen Schluss hat. Es hört unvermittelt im Schreibverlauf ohne erkennbare Schlussphase einfach auf !
Was mich jedoch richtig genervt hat waren die vielen ordinären und vulgären Bezeichnungen für bestimmte Dinge und Tätigkeiten, welche so von Seiten der Autorin, und, oder, der Übersetzerin nicht nötig gewesen wären. Dies passte überhaupt nicht zum Stil und Sinn dieses Romans !Dieses Mal von mir nur eine Leseempfehlung mit Einschränkungen.
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am 26. März 2013
Welch schönes Buch über die Macht von Worten und die Liebe zum Lesen!
In seiner Naivität bringt Germain die Dinge oft unbewusst auf den Punkt - im Laufe des Buches wandelt sich seine Sprache (die Grammatik leider nicht "wegen meinem Messer" *schüttel) und er fängt an tiefgründiger über sich und sein Leben nachzudenken und es tatsächlich noch zu wandeln.
Nicht zu einem besseren Menschen, denn das war er schon vorher, sondern einfach zu einem Menschen, der geliebt und geachtet wird und den man einfach in sein Herz lassen muss.
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am 25. April 2010
Das Labyrinth der Wörter - der Titel hat mich angelockt und die Geschichte von Germain mich schnell in den Bann gezogen. Viele Vorrezendenten sprechen von einer zarten, ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die in diesem Buch erzählt wird. Ich lese die Geschichte Germains eher als eine Art Bildungsroman. Germain, der vermeintlich dummgebliebene Hüne von 45 Jahren, entdeckt in der Begegnung mit Margueritte, dass er durch die Zuwendung, Aufmerksamkeit und Respekt Margueritts, zu großen Gedanken fähig ist. Durch sie überdenkt er seine eigene Entwicklung und kann sehr genau beschreiben, was ihn zu dem gemacht hat, was er zu sein scheint, nämlich der Dorftrottel. Und nun beginnt für Germain eine rasante Entwicklung. Er beginnt zu spüren, was es heißt Nähe und Zugewandheit zu Menschen zu fühlen. Ein Gefühl, das für ihm bis dahin vollkommen fremd war. Und gleichzeitg beginnt der Analphabeth sich die Welt der Buchstaben, Wörter und Geschichten zu erorbern...
Eine wunderschön geschriebene, moderne Geschichte mit Tiefgang und Witz.
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am 1. Mai 2014
Eine sehr schöne Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft. Es ist eine schlichte, sehr schöne Erzählung, die einem berührt. Es ist toll zu erleben, wie sich das Band einer Zufallsbekanntschaft knüpft. Die alte Dame Margueritte bringt Germain so viel Herzenswärme entgegen. Er wirkt am Anfang recht einfältig, aber immer bemüht das richtige zu tun. Es ist wundervoll, Germain auf seiner Reise zu begleiten, wie er anfängt die Welt mit anderen Augen zu sehen. Wie er die Welt der Bücher und der Sprache entdeckt. Von der "Kurzsichtigkeit" zur Weitsicht. Selbst seine Beziehung zu Annette überdenkt er neu und sieht sie plötzlich in einem neuen Licht. Sowie auch das Verhältnis zu seiner Mutter.
Ich finde es mehr als lesenswert. Mit Sicherheit eine Geschichte, die man öfters lesen kann.
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am 16. August 2011
Eine sehr schöne Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft die sich übers Vorlesen entwickelt. Es ist eine relativ kurze Geschichte, über einen Fast-Analphabeten, der durch die Begegnung mit einer alten Frau die Kraft findet zu lernen und zu lesen. Die Gefühlswelt wird mit wenigen Worten relativ plump beschrieben. Allerdings ändert sich der Schreibstil auch mit den Lernfortschritten des Protagonisten. ich fand es war eine sehr schöne Geschichte, aber leider auch nicht mehr als das.
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am 26. November 2014
Es gibt Bücher, die liest man, genießt man und gibt sie dann weiter. Verkauft/verschenkt sie.
Die Bücher von Marie-Sabine Roger behalte ich. "Das Labyrinth der Wörter" ist eine Geschichte für die Seele, ohne falschen Pathos, voller Poesie, Güte, Einfühlung! Eine Geschichte, die die grauen Herbsttage zu richtig kuschlig-gemütlichen Schmökertagen macht.

Man sollte unbedingt auch Marie-Sabine Rogers "Das Leben ist ein listiger Kater" lesen - und behalten!
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