Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
83
4,4 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. März 2012
Zum Inhalt

Camille ist eine alleinstehende Frau Mitte 30. Gerade ist ihre Mutter gestorben und sie fühlt sich ziemlich allein. Zwischen den ganzen Beileidskarten flattert ihr dann aber eines Tages ungewöhnliche Post ins Haus. Zuerst hält sie die offensichtliche Beschreibung eines Liebesgeschichte vor Beginn des Zweiten Weltkriegs für ein unverlangt eingesendetes Manuskript, denn sie ist ja Lektorin. Obwohl sie zuerst gar nicht angetan von dieser Herangehensweise ist, wird sie doch immer neugieriger und wartet bald förmlich auf die Dienstage, an denen sie den nächsten Teil der Geschichte erhält und erfährt wie es mit Louis und Annie damals weitergegangen ist.

Meine Meinung:

Ein wunderbares Buch. Eine gelungene Mischung aus Liebestragödie, Kriminalroman und Familiengeschichte. Ganz am Anfang hatte ich etwas Probleme, die verschiedenen Perspektiven zuzuordnen, aber nachdem das einmal klar war, las sich das Buch wie von selbst. Zu Beginn denkt man relativ bald, man hätte die Lösung des Rätsel bereits herausgefunden, aber das ist mitnichten so. Der Leser wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt und dann die ganze Geschichte doch wieder völlig herumgedreht.

Menschliche Abgründe tun sich hier auf, persönliches Drama vor dem Hintergrund der aufziehenden geschichtlichen Katastrophe des Zweiten Weltkrieges.

Das alles in einer sehr schönen Sprache, einerseits französisch-poetisch, an vielen Stellen aber auch sehr direkt und klar.

Für mich ein absolut bemerkenswertes Debut - diese Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten!
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Februar 2012
Es ist schwierig, über den Inhalt des Buches zu schreiben, ohne zu viel zu verraten - was das Lesevergnügen deutlich einschränken würde, da der Roman sehr von überraschenden Wendungen, neuen Blickwinkeln und nach und nach gestreuten Details lebt.

SO VIEL SEI ZUM INHALT VERRATEN:
Insgesamt kommen vier verschiedene Ich-Erzähler zu Wort, was zunächst verwirren mag, aber so kunstvoll verwoben ist, dass man den Überblick nicht verliert. Über die Geschichte, die erzählt wird, muss man nur wissen, was der Verlag bereits in seiner Kurzbeschreibung verrät: Es geht um zwei Frauen, deren Freundschaft in Hass umschlägt, als die eine sich bereit erklärt, für die andere ein Kind auszutragen. Wer sich für dieses Thema interessiert, wird mit diesem Buch auf seine Kosten kommen. Und wer Geschichten mag, bei denen man im Verlauf immer wieder die eigenen Theorien zum Ausgang überdenken und umwerfen muss, wird dieses Buch lieben.
Einen Stern Abzug erhält "Das geheime Prinzip der Liebe", weil mir die Figur, mit der das Buch beginnt, am Ende zu wenig in die Geschichte involviert ist und kaum mehr als ein Rahmen für das Erzählte bleibt. Vielleicht hätte es die Geschichte gesprengt, sozusagen ein neues Fass für diese Figur zu öffnen, so aber hatte ich das Gefühl, schönes Potential verschenkt zu sehen. Der eigentlichen Geschichte tut das allerdings keinen Abbruch.

FORMAL:
"Das geheime Prinzip der Liebe" ist fabelhaft komponiert und sprachlich so wunderschön erzählt, dass man nie und nimmer auf die Idee kommen würde, es handle sich um ein Debüt. Man darf sich auf kommende Titel von Hélène Grémillon freuen.

FAZIT:
Ein lesenswertes Buch von einer vielversprechenden Autorin, die man im Auge behalten sollte.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2012
"Die psychologische Manipulation ist eine Waffe wie jede andere, nicht mehr und nicht weniger zuverlässig, aber die einzige, die das perfekte Verbrechen ermöglicht"

Die französische Schriftstellerin Hélène Grémillon hat einen grandiosen Roman geschrieben, der zu meinen Highlights, nicht nur in diesem Jahr, zählt: "Das geheime Prinzip der Liebe" (französischer Originaltitel "Le confident").

Was veranlasst zwei Frauen, eine Entscheidung entgegen aller Vernunft zu treffen, die ihr Leben komplett verändert? Eine Entscheidung, die sogar Leben zerstören kann... und zwar das Leben von mehreren Menschen...
Das Erste was zerstört wird, ist die Freundschaft dieser zwei Frauen, gerade die Freundschaft, die so stark zu sein schien, dass sie diese Entscheidung möglich machte.

Anonyme Briefe, die Camille regelmäßig bekommt, erzählen diese seltene Geschichte über eine außergewöhnliche und selbst zerstörerische Beziehung zwischen zwei Frauen in den schwierigen 40er Jahren im vom Zweiten Weltkrieg gepeinigten Frankreich.
Camille lebt im Paris der 70er Jahre. Sie ist Verlegerin. Während sie die Briefe liest, fragt sie sich die ganze Zeit, ob sie selber etwas mit der Geschichte dieser Frauen zu tun hat, oder ob diese Briefe nur die geschickte Methode eines Schriftstellers sind, um sie auf sein Manuskript aufmerksam zu machen.

Von der ersten Seite an schafft es Hélène Grémillon, den Leser in ihren Bann zu ziehen, bindet ihn an die Geschichte und an die Figuren und deren Empfindungen, lässt ihn für diese Figuren Partei ergreifen, um dann diese Geschichte mit einem großen Aufprall zu beenden.
Hélène Grémillon bedient sich von einer spannenden und gefühlvollen Handlung, die unter die Haut geht, und von einer feinen, glänzenden und gewaltigen Sprache. Die ganze Spannung, die die Autorin während des Fortgangs der Geschichte aufbaut gleicht fast einem Psychothriller.
Die Hauptdarsteller in diesem Grémillonschen Drama melden sich nach und nach zu Wort, erzählen das Erlebte in einer Art Beichte, bei der der Leser die Rolle eines Beichtvaters spielt. Ein Urteil ist schwer zu fällen. Denn die Hauptfiguren selber wechseln sich in ihren Rollen als Opferlamm und Opferpriester ab.
Und da liegt in meinen Augen die Genialität von Hélène Grémillon. Mit großer literarischer Kraft manipuliert sie die Perzeption und Sichtweise des Lesers, indem sie ihn in die Irre führt. Der Leser beschäftigt sich so mit den Gefühlen, dass er die Fährte ignoriert, die die Autorin entlang der Geschichte legt, und dadurch immer wieder von den Wendungen überrascht wird.

"Das geheime Prinzip der Liebe" ist das Erstlingswerk von Hélène Grémillon und ein fantastischer Roman, der bewegt, der berührt. Literatur auf hohem Niveau.

Ich werde diese Autorin im Auge behalten, und hoffe, dass ihre Bücher weiterhin ins Deutsche übersetzt werden.

"Das geheime Prinzip der Liebe" ist eine absolut empfehlenswerte Lektüre und ein Buch, dem ich unendlich viele Leser wünsche.
Einfach großartig!
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der Roman erzählt die Geschichte von Camille, einer Verlegerin in Paris im Jahre 1975. Gerade ist ihre Mutter bei einem Autounfall gestorben, was sie sehr traurig macht, denn sie hatte ein sehr inniges Verhältnis zu ihr. Außerdem ist Camille schwanger und diese Zeit hätte sie natürlich gerne mit ihrer geliebten Maman geteilt.

Zwischen den vielen Kondolenzschreiben, die Camille erhält ' und grösstenteils nicht einmal durchliest ' findet sich ein Brief, der sich von den anderen direkt abhebt. Es ist ein langer Brief, ohne Anrede und unterzeichnet von einem gewissen Louis, einem Mann den Camille überhaupt nicht kennt.

Er erzählt ihr seine Lebensgeschichte, beginnend in frühester Kindheit, wie er im kleinen Ort N. das Mädchen Annie kennenlernt, die ihn in seinem Herzen sein gesamtes weiteres Leben begleiten soll. Camille ist gleichzeitig gefesselt, verwirrt und sehr neugierig was es mit dem Schreiben auf sich hat. Hat dies einer ihrer Autoren geschrieben um sich einen Scherz zu erlauben? Oder ist es die Anfrage für einen neuen Roman von jemandem, der sich nur durch eine ausgefallene Art und Weise, sein Manuskript einzureichen, Erfolg verspricht?

Im Abstand von eingen Wochen kommen immer neue Briefe von Louis und erzählen seine Lebens- und Liebesgeschichte zu Annie weiter. Schreibt wie Annie sich entschieden hat, für ihre Gönnerin Madame M. ein Kind für sie auszutragen, da sie selber unfruchtbar ist. Soviel hat Madame M. für Annie getan, ihre Malerei unterstützt und Annie selber will sowieso nie eigene Kinder. Er erzählt, wie Annie mit ihr nach Paris geht, seine grosse Liebe im Laufe der folgenden Kriegsjahre aus den Augen verliert und plötzlich wiederfindet.

Camille ertappt sich dabei, dass sie mittlerweile auf die Briefe des geheimnisvollen Louis wartet, weil sie wissen muss wie die Geschichte um Annie und ihn weitergeht. Ausserdem beschleicht sie eine Ahnung, dass sie selbst vielleicht ein Teil dieser vielen beschriebenen Seiten ist '.

***

Ich lese ja generell Romane quer durch alle Genres und daher auch immer mal wieder gerne eine schöne Liebesgeschichte, wenn sie denn nicht trieft vor lauter gespielter Emotionen '

Bei diesem Roman hat mich zuallererst das Cover angesprochen, daher kann ich dann gleich mit dem Erscheinungsbild des Buches anfangen. Das Cover ist schwarz-weiss und nur durch den dunkelroten Regenschirm farbig aufgelockert. Das Kopfsteinpflaster, die Schuhe der alten Zeit und die nicht erkennbaren Personen unter dem Schirm: das hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und mich die Inhaltsangabe lesen lassen.
Die hat mich dann letztendlich überzeugt und meine Neugier war komplett geweckt, sodass ich das Buch bestellt habe.

Die Autorin hat eine ruhige, schöne Stimmung geschaffen, auch wenn die Umstände der Handlung oft auch sehr dramatisch waren. Der Schreibstil ist sehr angenehm und hat mich überzeugt. Sie hat die Gefühle ihrer Protagonisten erstaunlich gut in Worte fassen können. Hier meine ich nicht nur die Liebe, die natürlich auch eine grosse Rolle spielt, auch schlechte Gefühle und Eigenschaften wie Hass, Rachsucht, Wahnvorstellungen und extreme Verlustängste hat sie in ihrer Figur Madame M. fantastisch ausgearbeitet. Die Hintergründe für deren teilweise hinterlistiges, bösartiges Handeln und Lügen waren so verständlich und überzeugend, dass der Leser all dies sehr gut nachvollziehen konnte.

Die Handlung beginnt im Jahre 1975 nach dem Tod von Camilles Mutter. Die Passagen der Briefe von Louis bilden eigene Kapitel, die uns zurück in die Vergangenheit bringen. Hier spielt sich viel in dem kleinen malerischen Ort N. ab und da diese Kapitel sich wie Louis' eigene Berichte lesen, hatte ich das Gefühl in einem Tagebuch zu stöbern und fühlte mich in die damalige Zeit zurückversetzt.

Im letzten Drittel des Romans wird die Geschichte noch einmal erzählt, aber aus der Sicht einer anderen Person. Eigentlich ein einfaches Prinzip: Jede Geschichte hat zwei Seiten und das war absolut interessant umgesetzt.

Natürlich war das Ende oder die Lösung von Anfang an absehbar, doch die Autorin hat zum Schluß noch eine kleines Highligt eingebaut, das ihr gelungen war. Ich hatte es vermutet und es gefiel mir gut.

Was noch erwähnenswert ist: Die Haupthandlung der Jetztzeit um Camille ist komplett kursiv und die Passagen von Louis' Briefen und Berichten dann in normaler Schrift gedruckt. Anfangs fand es etwas gewöhnungsbedürftig, sind doch sonst eher die Rückblenden dann schriftbildlich vom restlichen Text abgehoben, doch nachher ging es gut.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für eine ruhige Liebesgeschichte, die sich nicht auf eine Handlungszeit bezieht und Einblicke in das Gute und Böse der Menschen gibt. Eine angenehme Leseatmosphäre und eine Handlung in die man sich fallenlassen kann. Mir hat das Buch gefallen und ich werde gewiß weiteres von der Autorin lesen, wenn mir nach ruhiger Stimmung ist.

© Buchwelten 2012
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2014
Camille Werner lebt in Paris der 70er Jahre. Nach dem Tod ihrer Mutter, erhält sie neben zahlreichen Kondolenzschreiben, einen seltsamen Brief ohne Absender und Unterschrift. Der Brief ist an sie adressiert, allerdings scheint der Inhalt so garnichts mit ihr und ihrem Leben zu tun zu haben. Der Verfasser, Louis, erzählt in diesem Brief von seiner Freundschaft zu Annie, die 1933 im selben Dorf wie er aufgewachsen ist, bis sich ihre Wege trennten und die Welt sich veränderte.
Als das wohlhabende Paar, Monsieur und Madame M. in Louis Dorf ziehen, ist die junge Annie, 10 Jahre alt. Annie ist häufig zu Gast bei Madame M., die das talentierte Mädchen für die Malerei ermutigt und sie unter ihre Fittiche nimmt. Zwischen den zwei Frauen entwickelt sich eine innige Freundschaft und als Annie 15 Jahre alt ist, beschließt sie mit dem Paar nach Paris zu gehen um ihre Möglichkeiten als Künstlerin besser wahrnehmen zu können. Madame Ms sehnlichster Wunsch ist es, ein Kind zu bekommen und als sie immer trauriger wird, da ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt, macht Annie ihr das außergewöhnliche Angebot, ein Kind für sie auszutragen. Zu dem Zeitpunkt weiß sie noch nicht, dass sie eine Entscheidung trifft, die ihr weiteres Leben komplett verändern wird. Monsieur M. willigt nur wiederwillig in den Plan ein, doch im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen Annie und Paul eine leidenschaftliche Liebesbeziehung. Annie wird schwanger und Madame M. entdeckt die geheime Affäre zwischen der jungen Frau und ihrem Mann. Eifersüchtig und wütend, möchte sie Rache nehmen aber gleichzeitig freut sie sich inständig auf „ihr“ Kind. Als schließlich der Krieg in Frankreich beginnt und Monsieur M. an die Front geschickt wird, sind die beiden Frauen auf sich alleine gestellt und die einstige Frauenfreundschaft schlägt in Hass um.
Camille erhält weitere Briefe, in denen Louis, Stück für Stück, Annies Geschichte erzählt. Er berichtet in seinen Briefen von seinem Treffen mit Annie 1943 und enthüllt eine unglaubliche Wahrheit. Schließlich erreicht Camille ein Paket, in dem sich Madam Ms Tagebuch befindet und sie hat nun die Möglichkeit die Geschichte aus der anderen Perspektive mitzuerleben, allerdings mit einigen entscheidenden Unterschieden.
Die Autorin erzählt ihren Roman in zwei Zeitperioden. Die aktuelle Handlung spielt 1975 und dient als Rahmen für die eigentliche Erzählung. Der Fokus liegt auf der Vergangenheit und wir lesen zusammen mit Camille, über Annies und Madam Ms Leben, in den Jahren vor und während dem Krieg. Wir erleben sozusagen, eine Geschichte innerhalb einer Geschichte und wir bekommen die gesamte Handlung aus zwei Blickwinkeln präsentiert. Am Ende schafft es die Autorin die Briefe und Tagebucheinträge zu einem kompletten Bild zusammenzuführen, in dem auch Camille und Louis ihren Platz finden.
Neben Themen wie, Mutterschaft, Leidenschaft, Eifersucht, Verrat und Schuld, spielt ganz klar die Liebe in all ihren Facetten, die Hauptrolle in diesem Buch. Die Autorin erzählt mit sehr viel Emotionalität über dieses fesselnde Familiengeheimnis. Zu Beginn fiel es mir schwer, Sympathie für Madame M. zu empfinden, bis das Buch eine Wendung nahm und ich mit einer neuen Sicht auf die Dinge konfrontiert wurde. Am Ende blieb mir die Erkenntnis, dass es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt und dass weder die eine Frau schlecht, noch die andere Frau gut ist. Sie handeln beide menschlich, denn sie sind beide Mütter.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 15. April 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ein interessanter Roman, der aufgrund seiner vielschichtigen Struktur nicht auf Anhieb verständlich ist, besonders, wenn man die ersten Kapitel getrennt liest.
Zwei Zeitstränge sind miteinander verwoben, die siebziger Jahre und die Rückblenden in die Kriegszeiten in Frankreich, die auch gelungen durch das sehr ansprechende Umschlagbild manchen Leser zu diesem Buch greifen lassen.
Sprachlich wir auf einem hohen Niveau und klar formuliert wird, sodass einzelne Kapitel gut lesbar sind.
Der Inhalt, sofern er die Kriegszeiten und damit verbundene Situationen der Menschen widerspiegelt, ist authentisch und für den Geschichtsinteressierten Leser wertvoll.
Die eigentliche Geschichte, inwiefern eine Frau für ihre Gönnerin ein Kind austragen kann, ohne dass es dabei zu Gewissenskonflikten kommt, ist spannungsgeladen. Vermeintliche Liebe kann zu Hass führen, wenn sie mit wahren Gefühlen konfrontiert wird. Das Ende des Buches, erinnert an das Gleichnis vom Salomonischen Rat: Wenn ich nicht weiß, wer von zwei Müttern die richtige ist und gebe das Kind zur Zerreißprobe frei, wer von beiden wird dann nachgeben?

Fazit: Für einen Leser, der sich gern mit philosophisch-psychologischer Thematik auseinandersetzt, ist dieses Buch eine geeignete Lektüre. Eine triviale Bettlektüre ist es nicht. Das Ende des Buches empfinde ich als zu grausam dargestellt, als dass mir das Buch wirklich gut gefallen könnte.

Mich erinnert das tragische Ende der Geschichte an ein Zitat von Oscar Wilde:
"Wenn man liebt, täuscht man zunächst sich selbst.
Schließlich täuscht man andere.
Das nennen die Leute Romantik"
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 21. April 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Unter den Kondolenzbriefen zum Tod ihrer Mutter findet Camille den Brief eines Unbekannten. Das ist der erste von mehreren Briefen, in dem Louis ihr die Geschichte seiner großen Liebe Annie erzählt.

Ich war zunächst skeptisch, da ich Romane in Briefform nicht so gerne mag. Durch dieses wunderbare Buch wurde ich eines Besseren belehrt, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass die Briefe von Louis eher in Romanform als in Briefform verfasst sind. Nach jedem Brief kann ich immer wieder an den Gedanken von Camille teilhaben, die in der Ich-Form erzählt werden. Beim Lesen schlüpfe ich in ihre Haut, ihre Emotionen vermischen sich mit meinen. Das ist das Besondere an diesem Roman, die Geschichte von Annie berührt mich genau so sehr wie Camille. Es entsteht eine ganz feine Spannung, die ich manchmal gar nicht aushalten kann, so sehr möchte ich wissen, wie es weiter geht. Der Hauptteil der Geschichte spielt während des 2. Weltkrieges, die politischen Hintergründe sind allerdings nur "schmückendes Beiwerk", die zwar eine wichtige Rolle für einige Ereignisse spielen, aber dezent im Hintergrund gehalten werden.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, die französischen Autoren haben eine ganz besondere Art zu erzählen, das muss ich immer wieder feststellen. Sehr behutsam und sanft, aber doch sehr kraftvoll in seiner Unaufdringlichkeit schafft es die Autorin mich auf eine ganz besondere Art gefangen zu nehmen. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und nachdenklich gemacht. Es ist keine alltägliche Geschichte und doch kann sie sich jederzeit ereignet haben. Die Hauptrolle spielt die Liebe in all ihren Facetten, aber keine einzige Zeile ist kitschig oder abgedroschen.
Meine Empfehlung für alle Liebhaber der feinen französischen Literatur.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Im der Paris der 70ger stirbt Camilles Mutter und sie beschäftigt sich mit Briefen, die plötzlich bei ihr in regelmäßigen Abständen eintreffen, Briefe, die sie erst nicht einordnen kann - dann aber die Vermutung hat, dass der Inhalt der Briefe mit ihrem eigenen Leben und ihrer Familie und ihrer Mutter und mir ihr selbst zu tun hat.

Es geht um 2 Frauen, die eine Art Freundschaft entwickelen, die für mich aber nicht wirklich nachvollziehbar ist und die dann ihren Höhepunkt findet, indem die Malerin Annie für ihre Gönnerin, denn das ist sie mehr als eine Freundin ein Kind bekommen und austragen soll von ihrem Eehmann und was sich aus dieser Idee entwickelt.

Die Geschichte an sich ist schlüssig - sie erreicht mich emotional aber nicht, es gibt keinen Sog und keine Magie, sondern es wirkt bis zum Schluß für mich konstruiert und es fiel mir sogar schwer dabeizubleiben, was mir eigentlich selten passiert bei einem Buch.

Es handelt sich um ein Debüt und so kann ich getrost 3 Sterne geben, ich denke es gibt da noch Entwicklungsspielraum bei der Autorin und werde auch weiter schauen und mir sicherlich auch die nächsten Titel anschauen.
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2013
Hélène Grémillon kreiert mit ihrem ersten Buch "Das geheime Prinzip der Liebe" einen großartigen Roman über das Thema Mutterliebe. Mit sehr viel Sensibiliät und Emotionalität begegnet sie diesem Thema, schreibt mit französischer Finesse, aber auch Tristesse. 3 Zeitebenen, 3 verschiedene Mütter, die eine kann keine Kinder bekommen, die andere gibt sich als Leihmutter her, die dritte bekommt ihr Kind ohne einen Partner. Doch eine jede Liebe der verschiedenen Mütter zu ihrem Kinde, berührt den Leser (oder nur die mütterliche Leserin?) im tiefsten Herzen. Ohne kitschig oder schnulzig zu sein, ein großartiger Roman.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2014
einen spannendes Buch, ja, aber irgendwie fehlt den Figuren das kleine, feine, liebenswerte ETWAS oder die besonderen Gedanken die mich faszinieren.
Auf Seite 150 habe ich aufgegeben, das passiert selten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

20,00 €
8,99 €