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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch jenseits der Tagespolitik lesenswert
Ich hatte ja angesichts der derzeitig sprunghaft angestiegenen Zahl solcher Insider-Buchtitel etwas bedenken, dass es wieder eines von diesen Büchern wäre, in dem zwei drei Grundaussagen über 300 Seiten ausgewälzt werden, wurde aber angenehm vom Gegenteil überrascht. Clarke hat nicht nur was zu erzählen, sondern tut es auch und zwar nicht nur...
Veröffentlicht am 9. Juni 2004 von Amazon Customer

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Um eine Dekade zu früh erschienen
Insgesammt möchte ich den vorhergehenden Rezensionen nichts mehr hinzufügen, vor allem die Rezension vom 21. November 2004 entspricht weitestgehend meiner Meinung. Bemerken möchte ich aber doch, daß für dieses Buch dasselbe gilt wie für fast jedes politische Werk. Es sagt nur die Hälfte aus da der Autor genau weiß was er besser...
Veröffentlicht am 20. Januar 2007 von Uwe Peters


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch jenseits der Tagespolitik lesenswert, 9. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte ja angesichts der derzeitig sprunghaft angestiegenen Zahl solcher Insider-Buchtitel etwas bedenken, dass es wieder eines von diesen Büchern wäre, in dem zwei drei Grundaussagen über 300 Seiten ausgewälzt werden, wurde aber angenehm vom Gegenteil überrascht. Clarke hat nicht nur was zu erzählen, sondern tut es auch und zwar nicht nur auf die Vorgängen des 11. Septembers 2001 konzentriert, sondern stellt die von ihm erlebte Anti-Terror-Politik seit Ronald Reagan dar. Die aktuellen Themen des 11. Septembers und die Kriege in Afghanistan und Irak machen nur etwas mehr als ein Drittel des Buches aus, die übrigen zwei Drittel zeichnen die Linie auf, entlang derer sich die Anti-Terror-Politik der USA im Laufe der letzten 25 Jahre und der sie prägenden Ereignisse entwickelt hatte. Auch wenn die Presseberichterstattung über dieses Buch sich auf die Zeit um den 11. September herum konzentriert hat, enthalten doch gerade diese anderen Kapitel wichtige Hintergründe und Details für das Verständnis, warum die USA am 11. September so getroffen werden konnten. Dazu bekommt der auch über den 11. September hinaus interessierte Leser sehr viele Details zu den schon länger zurückliegenden Ereignissen jener Jahre, die so noch nicht publiziert wurden, z.B. zum Somalia Einsatz oder die Bombardierung der Fabrik im Sudan.
Dieses Buch konzentriert sich auf die politische Ebene der Vorgänge, wer mehr über das Versagen auf der operativen Ebene (also CIA und FBI) wissen möchte, der sollte zu „Tödliche Fehler" von Oliver Schröm und Dirk Laabs greifen. Beide Bücher zusammen ergänzen sich hervorragend. Bob Woodwards „Bush at War" - so gut es sonst auch ist - lieferte in diesem Zusammenhang zu wenig, vielleicht liefert sein neues Buch über den Irak-Krieg „Plan of Attack" ja noch etwas mehr Substanz nach.
Im Ganzen ist zu sagen, dass dieses Buch auch jenseits der aktuellen Tagespolitik sehr lesenswert ist. Und auch jene, die nur an den aktuellen Ereignissen interessiert sind und meinen aus der Presse schon alles zu wissen, sollten dieses Buch lesen, den viele der Einzelaussagen in der Presseberichterstattung waren aus dem Kontext gerissen und ergaben ein falsches Bild von jenen Ereignissen und auch Clarke selber.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Why Our Counter-Terrorism Efforts Are Dangerous to You!, 29. März 2007
Von 
Donald Mitchell "Jesus Loves You!" (Thanks for Providing My Reviews over 127,000 Helpful Votes Globally) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Richard A. Clarke was at the center of U.S. counter-terrorism efforts for both George W. Bush and Bill Clinton. Before that, he worked on related issues in the White House for George H.W. Bush and Ronald Reagan. Prior to that he served in the department of defense for other presidents since 1973. His experience in those posts put him in the middle of every terrorist threat and incident over decades. As a result, he is able to tell you what's been going on with terrorism, counter-terrorism and foreign policy. It's not a pretty picture . . . and it's now heading in entirely the wrong direction. Unless that direction is changed, many more American lives will be lost to terrorists. Our current War on Terror, according to Mr. Clarke, should probably be called a "War to Encourage Terror against the United States."

I highly recommend this book. You will find it of most value if you also read Bob Woodward's book, Plan of Attack, that details the background leading up into the Iraq war. If you are skeptical about the Iraq war, you should also read Michael Moore's Dude, Where's My Country and see Fahrenheit 9/11.

Mr. Clarke outlines a series of continuing errors in our efforts to combat terrorism.

1. Ronald Reagan did not retaliate for the killing of 278 Marines in Lebanon, and his people traded arms for hostages in Iran-Contra.

2. George H.W. Bush did not retaliate for the Libyan murder of 259 passengers on Pan Am 103, had no official counter-terrorism effort, left Saddam Hussein in power after the Gulf War, and built up huge forces in Saudi Arabia that are still there.

3. Bill Clinton failed to get the CIA, the Pentagon and FBI to take terrorist threats seriously.

4. George W. Bush ignored al Qaeda despite warnings before 9/11, launched an attack on Iraq that strengthened the fundamentalist Islamic terrorist movement, and has not pursued al Qaeda with much vigor or talent. Instead, Mr. Bush takes credit for launching a war on terror that is actually counter-productive.

The stories of incompetence, neglect, and self-serving actions in this book will make any patriotic American sick to his or her stomach. What's worse is that we have a less good position in pursuing terrorism now than we have been in many years, despite having spent enormous sums and lives to address the situation in ineffective ways. For example, local terrorism responders are fewer in number than they were before 9/11, and needed resources and training have been denied to them to pay for tax cuts and the war in Iraq.

The part of the book that is most frightening is the description of the Bush White House after its election. They seemed to have been people who thought they were still in 1988 when the first George Bush became president. The ABM treaty was a much higher priority than terrorism, and everyone was spoiling to go to war with Iraq. 9/11 was a God-send to the hidden agenda of attacking Saddam Hussein. After the War on Terror was begun, the most talented and experienced people were driven from the effort and replaced with people who were loyalists to the current president. Resources were spent to pursue the Bush agenda rather than dealing with terrorism. For example, resources needed to fight al Qaeda and find Osama bin Laden were diverted to Iraq which has had no connection to terror aimed at the United States in decades. As a result, al Qaeda is stronger today than ever before.

The book outlines what must be done. I came away with the impression that we will get four years of increased strengthening of al Qaeda because George W. Bush was re-elected. Is that what should be the legacy of 9/11? I don't think so.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier spricht der langjährige Insider, 11. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Richard Clarke stellte sein Werk neulich im Berliner Staatstheater vor.
Nüchtern und ernüchternd sind seine Erkenntnisse: Die Attentate auf das WTC waren so nicht unbedingt vorhersehbar, trotzdem waren sie nicht wirklich eine Überraschung. Man kann sich nur auf das vorbereiten, was man erwartet. Und man erwartet, was man schon einmal gesehen hat, oder Kombinationen aus Dingen, die man schon einmal gesehen hat.
Der Titel "Against all enemies" ist ein Zitat aus der amerikanischen Verfassung, die gegen "alle Feinde" zu verteidigen ist.
Clark's Werk zieht die Entwicklung über vier US-Präsidenten nach, beginnend bei Ronald Reagan. Und dies macht den Wert dieses Buches aus. Es geht nicht um eine Adhoc-Bestandsaufnahme, hektisch suchend, was gegen die neuen Terrororganisationen zu tun sei. Sondern man vollzieht nach, wie sich die Strukturen und Schlüsselpersonen bis heute entwickelt haben. Al Quaida mag neu sein, die dahinter stehenden Figuren sind es nicht. Auch diese Organisation zerlegt sich beim Lesen in ihre Strukturen. Man lernt eine Menge.
Auch ist das Buch sehr atemberaubend wie ein guter Krimi geschrieben.
Aber Clarke hält auch mit Kritik an der gegenwärtigen Regierung nicht hinter dem Berg. Er wirft ihr vor, die Geheimdienstearbeit für eigene Zwecke mißbraucht zu haben, in dem sie deren Wirkrichtung umkehrte: Eigentlich sollen die Dienste Informationen verdichten, analysieren und Erwartungen daraus ableiten. Politiker sollen dabei möglichst wenig ins Handwerk pfuschen und z.B. auch keine Informationen isoliert abgreifen und für eigene Zwecke verwenden. Genau das aber taten die Mitglieder der Bush-Administration als sie den Auftrag haben: Liefert uns Informationen, die auf einen Zusammenhang zwischen dem Irak und Al Quaida hinweisen. Und als man keine fand, wurde der Auftrag so lange wiederholt, bis endlich Informationsschnipsel geliefert wurden. Das war das Ende des Erträglichen für Richard Clarke. Und für das Selbstverständnis vieler Dienstemitatbeiter...
Usw.
Das Buch ist sehr empfehlenswert.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... da hauts einen um!, 24. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Es ist verständlich, dass dieses Buch in den USA einschlug wie eine Bombe und ich bin überzeugt, dass der hervorragende und brisante Bericht des ehemaligen Nationalen Koordinators für Sicherheit, Infrastrukturschutz und Antiterrorpolitik, noch sehr lange als Informationsbasis dienen wird. Das Buch soll selbst auf den Tischen des Untersuchungsauschusses des 11.09. gelegen haben.
Richard Clarke beginnt seinen Bericht mit der Situation am 11.09. im Weißen Haus. Alle waren überrascht und anfangs herrschte das blanke Chaos, erste Maßnahmen setzten jedoch schnell ein (der Anfang liest sich etwas schwierig - wer mit wem und wann telefonierte und wer was wann machte).
Clarke berichtet dann, was er am morgen des 12.09. kurz nach seiner Ankunft im Weißen Haus erlebte:
"(...) Ich rechnete mit einer Reihe vin Besprechungen, in denen wir prüfen würden, wo und wie die nächsten Angriffe erfolgen könnten, wo unsere Schwachpunkte lagen, was sich kurzfristig vebessern ließe. Stattdessen geriet ich in einen Reigen von Diskussionen über den Irak. Zuerst wollte ich gar nicht glauben, dass wir über etwas anderes sprachen als die Farge, wie wir al-Quaida erwischen könnten. Dann bergriff ich - unter feradezu körperlichen Schmerz -, dass Rumsfeld und Wolfowitz diese nationale Tragödie benutzen wollten, um für ihre Pläne in Sachen Irak zu werben. Die beiden hatten auf einen Krieg gegen den Irak gedrängt, seit diese Regierung im Amt war, genaugenommen auch schon lange zuvor. (...)"
Was sich wie der Auftakt eines Krimis liest, ist leider bittere Wahrheit.
Trotzdem, wer in diesem Buch eine dumpfe, etwas seichte Analyse der Eriegnisse der letzten 3 Jahre erwartet, garniert mit einem platten Verbalangriff auf die Bush-Administration, der wird enttäuscht sein.
Clarke beginnt nach der Schilderung der Ereignisse des 11.09. "aus dem Nähkästchen zu plaudern": Er zeichnet die Gefahrenentwicklung der terroristischen Bedrohung seit der Administration Reagan nach und beschreibt konkrete Maßnahmen, welche die jeweiligen Administrationen erlassen haben. Clarke benennt Fehler der einzelnen Administrationen und schildert immer wieder an einzelnen Beispielen des Entwicklungsprozesses, wie schwierig die Zusammenarbeit des Kabinetts, des Kongresses und der Bundesbehörden CIA & FBI gewesen ist.
Clarke konzentriert sich in seinen Schilderungen auf die Entwicklungen in den 90ern und er schildert ausführlich, wie sehr sich spätestens seit Mitte der 90er die Hinweise auf die Existenz eines islamischen Terrornetzwekes verdichteten und dass sich tragischerweise erst nach dem 11.09. das Puzzle der Hinweise fügen ließ. Er beschreibt zudem die Antiterrorpolitik die in der zweiten Amtszeit der Clintonadministration entstanden ist und entkräftet zudem die Vorwürfe der Republikaner, dass in den 90ern nicht viel auf diesem Gebiet geschehen ist.
Seine fundierte Analyse schließt mit dem offenen Bekenntnis der Enttäuschung über die Bushadministration. Unterschwellig kann man heraushören, wie entsetzt Clarke darüber ist, dass seine Warnungen vor al-Quaida bei nahezu dem gesamten Kabinett Bush auf taube Ohren stieß und dass die "Hardcore-Falken" Rumsfeld und Wolfowitz von Anfang an den Irak im Visier hatten.
Ein spannendes Buch, dass einem die Augen öffnet. Dieser Bericht beweist auf eindringliche Weise, dass das Entsetzen vor der Administration Bush nichts mit "Antiamerikanismus" zu tun haben muss. Vor dem Hintergrund der Informationen Clarkes wird vielmehr um so klarer, dass der 3. Irakkrieg heute, in der Situation der bereits seit den 90ern stattfindenden islamischen Radikalisierung bestimmter Länder wie Irak, Iran, Afghanistan, Sudan, Saudi-Arabien, Jemen usw., das Schlimmste war, was passieren konnte und dass sich die im Nahen und Mittleren Osten bereits lang existierenden Probleme und Gefahren nur verschärfen werden.
Ein Muß für jeden, der Entwicklungsprozesse der terroristischen Bedrohung in den 90ern nachvollziehen will und ein Muß für denjenigen, der die außenpolitische Entwicklungen der USA, bzw die Antiterrorpolitik der USA in den 90er Jahren, verstehen möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine erschütternde Abrechnung, 22. April 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Ursprünglich lag Richard A. Clarke nichts ferner als eines Tages seine Memoiren unters Volk zu bringen, doch die Ereignisse des 11. Septembers 2001, die er in führender Position miterlebte brachten ihn dazu diesen Grundsatz gründlich zu überdenken und als er aus Frustration über die anfangs eher auf einen neuen Irak-Krieg abzielenden Intentionen der Bush-Administration seinen Dienst quittierte war es soweit, mit Against All Enemies zeichnete er nicht nur ein Bild und die Vorgeschichte dieser entscheidenden Stunden im Krisenstab des weißen Hauses, sondern auch des Versagens der damals neugewählten US-Regierung gegenüber ihrer Pflicht das Land zu beschützen, indem eben die Gefahr durch Al Kaida nicht wahrgenommen wurde.

So spannt der ehemalige Nationale Sicherheitsberater den Bogen von den frühen Neunzigerjahren und Bill Clintons ersten Bemühungen gegen Osama bin Ladens Terrornetzwerk vorzugehen, über den ersten Anschlag auf das World Trade Center 1993 bis zum zweiten und finalen Akt. Clarke kennt die Gremien der Macht wie kaum ein zweiter und deshalb auch die Grenzen des selbst für einen US-Präsidenten machbaren, wie während der Lewinsky-Affäre, welche Clinton von einem weiteren Vorgehen gegen den internationalen Terrorismus zurückschrecken ließ, zu sehr nach einem Ablenkungsmanöver hätte es geklungen und ihm wohl noch erheblich mehr Glaubwürdigkeit gekostet.

Schonungslos legt Clarke offen dass die Bedrohung eigentlich sogar hausgemacht ist und durch die Belieferung der afghanischen Gotteskrieger mit Handbüchern, Waffen und Training, für den Kampf gegen die Sowjets ihren Anfang nahm, welche schlussendlich weiterverwendet wurden, um den neuen Feind ins Visier zu nehmen, als die Taliban die Staatsmacht übernahmen. Umso bestürzender ist aber das Bild von den Reaktionen mancher Angehöriger der Bush-Regierung, welche bereits kurz nach 9/11 meinten, man solle sofort nach einer Irak-Connection Ausschau halten, die es selbstverständlich nicht gab und erforderte neue Gründe für diesen Krieg finden zu müssen.

Bei all dem vertritt Richard A. Clarke jedoch eine weit gemäßigtere US-Perspektive, die sich durch weniger Patriotismus und mehr Realismus auszeichnet, was vielleicht auch daran liegt dass Clarke eigentlich Demokrat ist und dessen ungeachtet in die Bush-Administration übernommen wurde, wobei seine Funktion allerdings bedeutend abgewertet wurde. Als Thriller-Autor hat er zuletzt versucht auch künftige Terror-Szenarien unters Volk zu bringen, was natürlich längst nicht alles ist, denn Clarke kämpft nach wie vor für einen effizienteren Heimatschutz, wobei er mit diversen Denkfabriken bereits mehrere konstruktive Vorschläge zu informativen Handbüchern zusammengefasst hat.

Fazit:
Schlichtweg eine geniale und spannende Abrechnung mit der Bush-Regierung, die sich liest wie ein Thriller und es trotzdem schafft für die Hintergründe des 11. September zu sensibilisieren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So ein Schlamassel !, 22. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch verdient 5 Sterne!
Der Autor liefert eine ausführliche, historische Entwicklung der Terrorbedrohung, der die USA ausgesetzt sind. Er hat das von Anfang an erlebt; er war jahrelang an verantwortlicher Stelle in der Terrorismusbekämpfung tätig. Leider wurde ihm und ähnlich Denkenden von den verantwortlichen Politikern zu wenig Glauben geschenkt.
Andererseits, ohne daß ich hier Mr. Bush oder seine Vorgänger in Schutz nehmen möchte, ist es naturgemäß sehr schwer, Entwicklungen bereits am Ansatz richtig zu bewerten und darauf zu reagieren. Oft ist es ein Zufall, zu erkennen, wohin sich Dinge entwickeln und natürlich passieren Fehler und Falscheinschätzungen auch in der amerikanischen Regierung - warum dort auch nicht? Auch Mr. Clinton ist davon betroffen. Er soll nicht so tun, als hätte er alles gegen den Terror getan.
In dem Buch kommt sehr gut weg der Vize von Clinton, Mr. Gore. Er wird als entschlossener und konsequent handelnder Mann geschildert.
Interessant für mich war auch, welchen bürokratischen Hindernissen der Autor bei Ausführung seiner Arbeit ausgesetzt war. Scheinbar ist auch in den USA die Bürokratie übermächtig, vielleicht liegt es aber auch in der Natur des Menschen, sich so zu verhalten, so beharrend zu sein, so ablehnend und verharmlosend gegen neue und unangenehme Dinge und dermaßen Abwehrmechanismen aufbauend.
Schwierig ist es natürlich auch, wenn verschiedene Dienststellen oder Behörden zusammmenarbeiten sollen. Da kollidieren schnell die Eitelkeiten!
Um auf den Titel des Kommentars zurückzukommen. Jetzt haben wir den "Schlamassel" und ein Ende ist nicht abzusehen. Der Autor liefert drei Antworten, dagegen vorzugehen. Sie erscheinen mir plausibel.Leider werden sie nicht oder nicht konsequent genug weiterverfolgt.
Aber nocheinmal. Das Buch ist absolut lesenswert und es stimmt sehr nachdenklich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine erschütternde Abrechnung, 14. März 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Ursprünglich lag Richard A. Clarke nichts ferner als eines Tages seine Memoiren unters Volk zu bringen, doch die Ereignisse des 11. Septembers 2001, die er in führender Position miterlebte brachten ihn dazu diesen Grundsatz gründlich zu überdenken und als er aus Frustration über die anfangs eher auf einen neuen Irak-Krieg abzielenden Intentionen der Bush-Administration seinen Dienst quittierte war es soweit, mit Against All Enemies zeichnete er nicht nur ein Bild und die Vorgeschichte dieser entscheidenden Stunden im Krisenstab des weißen Hauses, sondern auch des Versagens der damals neugewählten US-Regierung gegenüber ihrer Pflicht das Land zu beschützen, indem eben die Gefahr durch Al Kaida nicht wahrgenommen wurde.

So spannt der ehemalige Nationale Sicherheitsberater den Bogen von den frühen Neunzigerjahren und Bill Clintons ersten Bemühungen gegen Osama bin Ladens Terrornetzwerk vorzugehen, über den ersten Anschlag auf das World Trade Center 1993 bis zum zweiten und finalen Akt. Clarke kennt die Gremien der Macht wie kaum ein zweiter und deshalb auch die Grenzen des selbst für einen US-Präsidenten machbaren, wie während der Lewinsky-Affäre, welche Clinton von einem weiteren Vorgehen gegen den internationalen Terrorismus zurückschrecken ließ, zu sehr nach einem Ablenkungsmanöver hätte es geklungen und ihm wohl noch erheblich mehr Glaubwürdigkeit gekostet.

Schonungslos legt Clarke offen dass die Bedrohung eigentlich sogar hausgemacht ist und durch die Belieferung der afghanischen Gotteskrieger mit Handbüchern, Waffen und Training, für den Kampf gegen die Sowjets ihren Anfang nahm, welche schlussendlich weiterverwendet wurden, um den neuen Feind ins Visier zu nehmen, als die Taliban die Staatsmacht übernahmen. Umso bestürzender ist aber das Bild von den Reaktionen mancher Angehöriger der Bush-Regierung, welche bereits kurz nach 9/11 meinten, man solle sofort nach einer Irak-Connection Ausschau halten, die es selbstverständlich nicht gab und erforderte neue Gründe für diesen Krieg finden zu müssen.

Bei all dem vertritt Richard A. Clarke jedoch eine weit gemäßigtere US-Perspektive, die sich durch weniger Patriotismus und mehr Realismus auszeichnet, was vielleicht auch daran liegt dass Clarke eigentlich Demokrat ist und dessen ungeachtet in die Bush-Administration übernommen wurde, wobei seine Funktion allerdings bedeutend abgewertet wurde. Als Thriller-Autor hat er zuletzt versucht auch künftige Terror-Szenarien unters Volk zu bringen, was natürlich längst nicht alles ist, denn Clarke kämpft nach wie vor für einen effizienteren Heimatschutz, wobei er mit diversen Denkfabriken bereits mehrere konstruktive Vorschläge zu informativen Handbüchern zusammengefasst hat.

Fazit:
Schlichtweg eine geniale und spannende Abrechnung mit der Bush-Regierung, die sich liest wie ein Thriller und es trotzdem schafft für die Hintergründe des 11. September zu sensibilisieren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Insider-Bericht zum US-Kampf gegen den Terror, 6. Januar 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Dies ist die Geschichte des al-Qaida-Terrorismus aus Sicht eines Insiders des innersten Zirkels der US-Regierung. 30 Jahre lang hat Richard Clarke im Pentagon und zuletzt als Nationaler Sicherheitsbeauftragter des Weißen Hauses für Schutzmaßnahmen gegen den Terrorismus gearbeitet. Das Buch ist weniger ein Skandal, Geheimnisse werden nicht verraten, sondern Clarke erklärt recht anschaulich und nüchtern die Beweggründe und Abläufe hinter der US-Politik. Allein dafür ist das Buch schon 5 Sterne wert.
Es ist zwar halbwegs bekannt, das Hussein und Bin Laden ursprünglich sogar von den USA mit aufgebaut wurden, doch hier werden zumindest zum Teil die Hintergründe erklärt. Die Geschichte der al-Qaida ist eine lange Reihe von Anschlägen, die aus den Medien bekannt sind (etwa  des Buches). Hier erfährt man, welcher Stress jedes Mal in den Sicherheitszentralen ausbricht. Hier wird die Verantwortung übernommen, hier werden die Gegenmaßnahmen geplant. Clarke erzählt, wie Clinton bereits recht konsequent, wenngleich im Nachhinein nicht scharf genug, gegen al-Qaida vorging. Bei Bush stieß er auf taube Ohren. Es war darum ein schwerer Schlag für Clarke, dass trotz seiner Jahre langen Warnungen das WTC getroffen wurde.
Noch ein viel größerer Schock war jedoch, dass die Bush-Regierung dieses einschneidende Ereignis nicht dazu nutzte, gegen die Ursachen des Terrors vorzugehen. Im letzten Viertel erzählt Clarke, wie die Aktionen in Afghanistan so halbherzig ausgeführt wurden, dass kaum ein Anführer gefasst wurde. Al-Qaida ist bereits im Wiederauferstehen. Und statt dringend erforderlicher Diskussionen und Unterstützung von gemäßigten islamischen Regierungen, um al-Qaida auszugrenzen, erfolgte unter ungeheuren finanziellen und menschlichen Opfern die Besetzung des Iraks, dem nie eine Verbindung zur al-Qaida nachgewiesen werden konnte. "Blut für Öl" ist nicht neu, doch hier wird der makabere Slogan von hoher Stelle bestätigt. Der Aufschrei in der islamischen Welt, der den radikalen Gruppen mehr Zuläufer denn je gebracht hat, hat den Terrorismus erst recht entfacht - auf Jahrzehnte. Wertvolle Alternativen wurden vertan. Clarke zog die Konsequenz, quittierte seinen Job und schrieb dieses Buch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Um eine Dekade zu früh erschienen, 20. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
Insgesammt möchte ich den vorhergehenden Rezensionen nichts mehr hinzufügen, vor allem die Rezension vom 21. November 2004 entspricht weitestgehend meiner Meinung. Bemerken möchte ich aber doch, daß für dieses Buch dasselbe gilt wie für fast jedes politische Werk. Es sagt nur die Hälfte aus da der Autor genau weiß was er besser verschweigen sollte solange die meisten Beteiligten und er selber noch am Leben sind. Das gilt für die meisten politischen Bücher, sei es McNamaras "In Retrospect" Schröders "Entscheidungen" oder eben Clakes "Against all Enemies". Immer hat man das Gefühl daß das Thema zu oberflächlich abgehandelt wird.

Mit einem wirklichen detailgenauen Bericht der Abläufe, die zum "Krieg gegen den Terror" und der Katastrophe im Irak führten wird man frühestens in der nächsten Dekade rechnen können wenn die Beteiligten entweder gestorben oder vergessen sind oder sich politisch abgesichert haben.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Friend or Foe, 21. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror (Gebundene Ausgabe)
In den ersten 60 Seiten geht es um die Geschehnisse der ersten Tage nach dem 11.September in denen Richard Clarke den Krisenstab im Weißen Haus leitete - Man ist mittendrin...."Nein" brüllte der Präsident in den engen Besprechungsraum hinein, "mir ist egal, was die Völkerrechtsexperten sagen, wir werden irgendjemand in den Hintern treten."...Kein Wunder, dass Sony das Buch verfilmen will.
Danach werden auf über 200 Seiten, manchmal etwas langatmig die Wurzeln und die Geschichte des Terrorismus durch Al-Kaida, sowohl aus der Vogelperspektive und ganz großen Zusammenhängen (kalter Krieg, Ronald Reagan) als auch auf sehr operationaler Ebene bis in tiefste Details (Sicherheitscheck mit Botschaftsbesichtigungen in Afrika) erzählt. Jedes Attentat - an das man sich kaum noch erinnert - wird ausführlich in einen großen Zusammenhang gebracht, ein großes Puzzle, gezeichnet aus der einzigartigen und hochinteressanten Perspektive eines Insiders mit 30-jähriger Berufserfahrung...aus der 2. oder 3. Reihe zwar zunächst, aber zweifellos näher dran als alle anderen, die ein Buch zum Thema geschrieben haben und unter Clinton schließlich im Vorzimmer des Chefs. Interessant Details, wie sehr sich die Clinton-Administration bereits mit Al-Quaida beschäftigt hat und beschäftigen musste:"...ich habe versucht, Bin Laden zu beseitigen."
Interessant aber kein Skandalbuch. Erst im letzten Viertel lässt Clarke alles, was sich über 250 Seiten und Jahrzehnte aufgebaut und an Fahrt genommen hat frontal und in wenigen Seiten an der Ignoranz und Arroganz der Bush-Administration zerschellen.
Man kann kaum glauben, wie oft der Autor oder sein Umfeld geraten haben, Al-Quaida zur "obersten Priorität" zu machen, aber er nennt stets die Namen aller Anwesenden. Einzelne Passagen lassen tatsächlich "die Zeit stillstehen".
Etwa als die Chefs aller 56 FBI-Büros gebrieft wurden: "Al-Quaida....und sie leben unter uns, in unseren Städten...und Sie werden sie finden, und wenn Sie sie nur wegen unachtsamen Verhaltens im Strassenverkerh verhaften können."
"Ende Juni waren Tenet und ich überzeugt, dass eine Reihe größerer Anschläge in Kürze bevorstehen"...Tenet: "Ich spüre es
kommen".
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Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror
Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror von Richard A Clarke (Gebundene Ausgabe - 1. Juni 2004)
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