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am 16. Januar 2005
So kann es kommen mit online Bestellungen. Ich erwartete ein Fotobuch und war zunächst enttäuscht, da das (zwar) ansprechende Fotomaterial sehr mager ausfällt (zumindest wenn man einen Fotoband erwartet). Die erste Frustration über mangelndes Fotomaterial weggesteckt, begann ich zu lesen. Der Schreibstil / die Sprache der Autorin war manchmal arg quälend. Sie fühlt sich getragen, ist dankbar, sieht das Licht, wird gewahr; immer wiederkehrende Begriffe, zuviel Pathos für meinen Geschmack; eine Sprache und ein Stil wie man sie auf Seminaren von Gestalttherapeuten hört.
Trotzdem 5 Sterne? Ich hätte gerne 4 1/2 vergeben.
Das Buch hat eine große Stärke; ich konnte es kaum weglegen. Es ist spannend, weil es den balinesischen Alltag - wenn auch fragmentarisch sehr nahe bringt. Hier kann man erfahren, was es heisst, in Asien das Gesicht zu verlieren. Hier erfährt man von der sozialen Struktur der balinesischen Gemeinschaften. Man erfährt, in welchem Ausmaß Religion das alltägliche Leben bestimmt. Hier wird das, was man häufig schon gelesen hat, mit Leben gefüllt. Man stellt sich fast vor dabei zu sein, es entstehen filmische Szenen.
Die Autorin stellt punktuell westliches Leben und westliche Werte dem Leben und Wertesystem der Balinesen gegenüber. Sie kommt in diesem Zusammenhang auf Zwänge im Westen zu sprechen - insbesondere wenn es um die christliche Religion geht. Ihr Urteil wird ad hoc eingeschleusst und nur durch persönliches Empfinden geleitet. Keine wirlich kritische Auseinandersetzung, ahistorisch und theorienfrei. Die vielen Zwänge, die die Religion für den Balinesen mit sich bringt, wird auf jeder Seite deutlich. Aber es findet auch hier keine kritische Auseinandersetzung statt. Dieser Religion bringt sie ausschliesslich Sympathie und Wohlwollen entgegen. Nicht weiter schlimm, da sie dem Leser trotz der unkritischen Füreinnahme der Autorin durch den Text selbst deutlich wird.
Dieses Buch weckt soviel Interesse, dass man mehr erfahren will, mehr lesen will, sich selbst ein Bild vor Ort machen will. Mit welchem Stilmittel es der Autorin gelingt ist mir nicht ganz klar. Vieleicht kann dieses Intersse geweckt werden, weil Milda Drüke authentisch und schonungslos offen ist. Vieleicht sind die oben erwähnten Schwächen gleichzeitig ihre Stärken. Sie lässt sich vom persönlichen Gefühlen leiten, vermeidet intellektuelle und historische Analysen. Sie gibt sich selbst preis und setzt sich somit ohne Schutz der Kritik aus.
Ich werde mit großem Interesse ihr Buch über die Seenomaden lesen... und ich kann es kaum erwarten, nach Bali zu reisen und die entstanden Bilder ergänzen, korrigieren, bestätigen ...
Unbedingt lesen!
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am 18. April 2005
Ein wunderbares Buch, das meine Seele berührt. Milda Drüke lässt den Leser teilhaben an ihren Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen sowie ihrer persönlichen Entwicklung während der Zeit auf Bali bei dem Hohepriester, Ratu Pedanda.
Die Autorin will nicht lehren, sie teilt sich mit, schlicht, wahrhaftig und mutig. Sie urteilt nicht, sie beschreibt.
So habe ich viel gelernt über das alltägliche Leben eines Hohepriesters auf Bali; seine Aufgaben, seine Pflichten, seine Disziplin, sein Gewahrsein; über balinesische Sitten und Gebräuche und die balinesische Art des Umgangs miteinander, die sich so sehr von der westlichen unterscheidet.
Vor allem aber, habe ich mich bewegen lassen von all den Lehren des Nicht-Gesagten, der Disziplin im eigenen Handeln und Denken, dem Teilen und der Toleranz im Miteinander.
Es ist ein leises Buch. Und gerade das liebe ich daran. Es steht dem Leser frei, das Große darin zu sehen.
Ein großes Dankeschön an Milda Drüke!
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