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4.0 von 5 Sternen Ehrenwerter Versuch eines Brückenschlags
Das Buch ist in der Überzeugung geschrieben, dass die naturwissenschaftliche und religiöse Deutung der Welt und des Menschen miteinander in Einklang zu bringen sind und das hier eine Harmonisierung ebenso notwendig wie überfällig ist. Der Autor ist (genaugenommen: war, weil leider 1989 verstorben) sowohl renomierter Wissenschafter und Schriftsteller...
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Abacus

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1.0 von 5 Sternen Unstimmig
Grundsätzlich hat der Autor recht, wenn er die eine einzig mögliche Wahrheit über die Entstehung der Welt und des Menschen aus der Naturwissenschaft einerseits und Theologie andererseits heraus erarbeitet und aus den beiden Kategorien eine Synthese erstellt. Damit zeigt er auf, dass sich Gottesglaube und Naturwissenschaft nicht widersprechen, sondern...
Vor 3 Monaten von Mladen Kosar veröffentlicht


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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ehrenwerter Versuch eines Brückenschlags, 3. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist in der Überzeugung geschrieben, dass die naturwissenschaftliche und religiöse Deutung der Welt und des Menschen miteinander in Einklang zu bringen sind und das hier eine Harmonisierung ebenso notwendig wie überfällig ist. Der Autor ist (genaugenommen: war, weil leider 1989 verstorben) sowohl renomierter Wissenschafter und Schriftsteller mit sehr breit angelegter Wissensbasis als auch (nach eigenen, wiederholten Aussagen im Buch) ein gläubiger Mensch.

Das Buch ist aus meiner Sicht denn auch für religiöse Menschen verschiedener Ausprägung (sofern sie keine Fundamentalisten sind, die jedes Wort der Bibel wörtlich auslegen möchten), Agnostiker und Atheisten von gleichem hohem Wert, da es Hoimar von Ditfurth gelingt, seine Ansichten unter umfassender Berücksichtigung beider Weltbilder darzulegen. Hierbei gelingt es ihm, aufzuzeigen, dass manche Konflikte zwischen den unterschiedlichen Weltbildern nur auf Unkenntnis und Vorurteilen beruhen. Er ist auch der Meinung, dass manche wissenschaftlichen Erkenntnisse bestimmte religiöse Vorstellungen stützen. Ohne erhebliche Umbauten lässt sich die Harmonisierung der Weltbilder allerdings nicht bewerkstelligen.

Zum Inhalt:

Erster Teil: Evolution und Schöpfungsglaube
Hier wird die wissenschaftliche Sichtweise der Entstehung des Universums, unserer Erde und des Lebens dargelegt und schrittweise mit religiösen Schöpfungsvorstellungen abgeglichen. Auch häufig angeführte Argumente des einen Lagers gegen die Sichtweise des anderen Lagers werden jeweils erwähnt und diskutiert.
Sein Fazit: Vereinbar wäre, den Schöpfungsaugenblick als einen Prozess zu begreifen, der mit dem Urknall begann, sich in der Evolution fortsetzt und der noch lange nicht abgeschlossen ist.

Zweiter Teil: Objektive Realiät und Jenseitserwartung
Im Zentrum der wissenschaftlichen Argumentation steht hier die evolutionäre Erkenntnistheorie sowie die aus ihr abgeleitete Annahme, dass hinter der von uns subjektiv wahrgenommenen Wirklichkeit eine umfassendere objektive Realität steht: Die Evolution hat unsere Gehirne nur zum Überleben in unserer unmittelbaren Umwelt optimiert und nicht für ein umfassendes Verständnis der Welt. An die Grenzen dessen, was wir verstehen können, stoßen wir bereits bei verschiedenen Naturphänomenen, u.a. bei der Gravitation/Krümmung der Raumzeit und beim Welle/Teilchen-Dualismus. Neben Fakten und "handfester" Argumentation führt Hoimar von Ditfurth auch immer wieder Indizien an, die aus seiner Sicht für eine religiöse Dimension der Welt sprechen. In wie weit man hier folgt, hängt natürlich vom eigenen Standpunkt ab.
Sein Fazit: Die Existenz eines Jenseits auch in einem religiösen Sinn ist (wie die Existenz Gottes) theologisch sowie wissenschaftlich weder beweisbar noch widerlegbar.

Dritter Teil: Evolutive Zukunft und Jüngster Tag
In diesem Teil diskutiert er zunächst das Verhältnis zwischen Geist und Materie. Wärend man in den Naturwissenschaften dem bewährt-materialistischen Ansatz folgend von einer Einheit von Geist/Bewußtsein und Gehirn ausgeht (Monismus), wählt Hoimar von Ditfurth die dualistische Position, d.h. er ist der Auffassung, das menschliche Bewußtsein existiere unabhängig vom Gehirn. Neben den Indizien, die er für diese Annahme zu haben glaubt, zählt er auch die wissenschaftlichen Gegenargumente für seine Sichtweise so gewissenhaft auf, dass der Leser durchaus vor der Wahl steht, ihm in dieser Ansicht zu folgen. Anschließend wird er nach eigener Aussage metaphysisch: Die Existenz des Bewusstseins sei seiner Auffassung nach als Folge der Tatsache anzusehen, dass die Menschen nicht mehr ausschließlich der dreidimensionalen Welt ihrer Alltagserfahrung angehören (siehe Buchtitel!). Da es sich hier um die zentrale These seines Buches handelt, hätte ich mir insbesondere an dieser Stelle eine schlüssigere und ausführlichere Argumentation gewünscht, die diesen Standpunkt stärker von Wunschdenken differenziert. Schließlich folgert er, der Jüngste Tag könne dem Zeitpunkt entsprechen, an dem der Geist/das Bewusstsein sich so vollständig entwickelt hat, dass das heutige Diesseits und Jenseits verschmelzen. Dies sei auch in Einklang mit Aussagen in der Bibel, sofern man nicht den Fehler begeht, die mythischen Sprachbilder wörtlich zu nehmen. Seiner Ansicht nach war die ganze Bibel bei ihrer Niederschrift ursprünglich nicht wörtlich gemeint und wurde nur in späteren Epochen irrtümlich wörtlich ausgelegt(?).
Sein Fazit: Die Evolution als universeller Prozess erschließt ihren Geschöpfen immer weitere Bereiche der Transzendenz. Der Jüngste Tag kann gleichbedeutend sein mit dem Ende der Evolution. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Geschöpfe den höchsten Grad der Transzendenz erreicht haben, der das Diesseits mit dem Jenseits verschmelzen läßt.

Im Hinblick auf seinen Anspruch weist das Buch aus meiner Sicht eine weitere kleine Schwachstelle auf: Hoimar von Ditfurth diskutiert intensiv die Vereinbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse mit der Schöpfungsidee, dem Glauben an ein Jenseits und an einen Jüngsten Tag, klammert aber weitgehend die zentrale Frage aus, welche Gottesinterpretation mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar ist. Die deistische Interpretation (d.h. Gott ist Schöpfer des Universums, nahm aber im folgenden keinen weiteren Einfluss auf die Geschehenisse im Universum) steht nicht in offensichtlichem Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber der theistische Standpunkt (d.h. der Glauben, es gibt einen persönlichen, transzendenten, über alles herrschenden Gott, der die Welt auch erhält und lenkt) hätte einer deutlich intensiveren Diskussion bedurft. Immerhin glauben nach neueren Umfragen etwa 30% der Deutschen an einen persönlichen Gott, der ihre Gebete erhört und ggf. ihre Wünsche erfüllt. Soweit diese Gebete konkrete Dinge im Diesseits betreffen ist das eine mit naturwissenschaftlichen Methoden statistisch überprüfbare Annahme und wie Wissenschaftler sind, haben sie sich dieser Frage auch schon angenommen. In keiner seriös durchgeführten, statistich ausgewerteten Studie konnte der kleinste Hinweis gefunden werden, das Gebete erhört werden, seien die das Diesseits betreffenden Wünsche auch noch so berechtigt. Dies sei nur erwähnt, um zu verdeutlichen, dass die Harmonisierung der Weltbilder auch und insbesondere im Hinblick auf die Frage, wie wir uns Gott vorstellen sollten, eine große Baustelle ist.

30 Jahre nach Erscheinen dieses Buches stehen sich die Weltbilder noch ebenso unversöhnlich gegenüber wie zum Zeitpunkt der Drucklegung. Auch wenn sich Hoimar von Ditfurth mit seinen Ansichten nicht allgemein durchsetzen konnte, so ist sein Scheitern, wenn man es denn so nennen will, ein ehrenhaftes Scheitern, denn er hat es sich mit keiner seiner Argumentationen leicht gemacht, sondern war um Ausgewogenheit bemüht und führte auch immer die naheliegenden Gegenargumente zu seiner Position auf. Wenn er noch am Leben wäre, würde er vielleicht sagen, dass die jetzige Entwicklungsstufe der Menschheit es zumindest der Mehrzahl der Individuen noch nicht ermöglicht, diese Sichtweise zu teilen.
Wie auch immer man zu diesem Buch und den Ansichten seines Authors steht, es zeigt zumindest mögliche Ansätze für eine Harmonisierung der Weltbilder auf. Ein unbestreibarer Verdienst des Buches ist, dass es dem Leser ermöglicht, unabhängig von der eigenen Weltanschauung das Verständnis der Weltsicht der Anderen zu vertiefen und somit seinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen.
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5.0 von 5 Sternen Der Versuch einer Harmonisierung, 24. August 2011
Von 
Raumzeitreisender (Muensterland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Es gehört Mut dazu, als Wissenschaftler das Thema 'Naturwissenschaft und Religion' aufzugreifen. HvD versucht nichts Geringeres, als deren unterschiedliche Deutungen miteinander in Einklang zu bringen. Ist eine Harmonisierung solch konträrer Erklärungsmodelle möglich?

An der Evolution als historischer Tatsache wird heute nicht mehr ernsthaft gezweifelt. HvD belegt an Hand überzeugender Beispiele, dass es eine biologische Verwandtschaft der Arten gibt. Umstritten sind lediglich die Mechanismen, die für die Evolution verantwortlich sind. HvD beschreibt ein Evolutionskonzept, das die Entwicklung des Kosmos einbezieht und damit weit über die biologische Bedeutung hinausgeht. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Die Gegenwart ist nicht das Ende der Entwicklung und der Mensch nicht das Maß aller Dinge. Dem steht der Schöpfungsglaube entgegen, der von einem statischen Weltbild ausgeht. Da religiöse Deutungen die Erkenntnisse der Wissenschaft ignorieren, wenn sie nicht ins Weltbild passen, kommt es zur Spaltung zwischen Wissenschaft und Religion.

Die Naturwissenschaften begründen ein methodisches Vorgehen, aber kein Weltbild. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften werden durch den Fortschritt der Wissenschaft nicht ungültig, sondern naturwissenschaftliche Modelle werden modifiziert. Dies sind Erfahrungen über Jahrhunderte. So ermöglicht die klassische Mechanik auch heute noch genaue Vorhersagen und Beschreibungen der physikalischen Vorgänge, bei denen relativistische und quantenmechanische Effekte vernachlässigt werden können. Damit legt die Wissenschaft Minimalbedingungen fest, die von der Theologie berücksichtigt werden müssen, um glaubwürdig zu bleiben. Viele religiöse Deutungen beruhen auf einem mittelalterlichen Weltbild und müssen, um heute verstanden und akzeptiert werden zu können, dringend aufgearbeitet werden.

HvDs visionärer Schulterschluss mit der Religion führt zur Harmonisierung. Die Evolution ist der Augenblick der Schöpfung. Die Schöpfung ist nicht der Moment, in dem alles Leben begann, sondern Beginn und Entwicklung von Leben. Sie vollzieht sich noch immer. Diese Auffassung steht nicht im Widerspruch zur Wissenschaft.

Kritisch setzt sich HvD mit der gespaltenen Position der Vitalisten auseinander, die die Welt in einen wissenschaftlich erklärbaren und einen durch göttliche Schöpfung hervorgebrachten Teil zerlegen. Dass mit der zunehmenden wissenschaftlichen Deutung vieler Phänomene die Grenze ständig verschoben wird (Wohnungsnot Gottes), scheint die Vertreter dieser Lehre nicht zu stören.

Gibt es ein Jenseits? Im Kern ist Religion die Überzeugung von der Realität einer jenseitigen Wirklichkeit. HvD stellt sich die Frage, ob ein Jenseits nicht schon deshalb abgelehnt werden muss, weil es nicht beweisbar ist. Um eine Antwort finden zu können, ist ein umfangreicher Exkurs von den Anfängen des naiven Realismus bis hin zur evolutionären Erkenntnistheorie erforderlich. Wie wirklich ist denn die von uns erlebte Wirklichkeit?

Der naive Realismus wurde bereits von Platon entlarvt. Ausführlich hat sich Kant mit dieser Frage beschäftigt. Seine nüchterne Erkenntnis: Die Realität ist objektiv nicht greifbar. Raum, Zeit und Kausalität sind angeborene Vorurteile über die Welt. Über die Welt an sich erfahren wir nichts. Die Frage, warum die angeborenen Denkstrukturen so gut zur realen Welt passen, konnte Kant nicht beantworten. Die Antwort lieferte Konrad Lorenz. Angeborene Erkenntnisformen sind Erfahrungen über die Welt, die nicht das Individuum, sondern die Art erworben hat. Das Leben ist ein Erkenntnis gewinnender Prozess und das herrschende Prinzip 'biologisch zweckmäßig' ist nicht gleichzusetzen mit 'wahrheitsgetreuer Abbildung'.

Die positivistische Forderung, die Welt in das einzuteilen, was man klar sagen kann und das, worüber man schweigen sollte, muss daher zu den Akten gelegt werden. Popper beseitigt endgültig das Wunschdenken der Wissenschaft nach Beweisbarkeit. Wissenschaftliche Theorien können nicht verifiziert, sondern nur falsifiziert werden. Auch unsere Wirklichkeit ist hypothetisch. Unsere Sinnesorgane bilden die Welt nicht ab, sondern legen sie für uns aus. Auf Basis dieser Erkenntnisse wagt HvD die Hypothese, dass die Religion mit ihrem Glauben an ein Jenseits ihre Berechtigung hat.

Unsere wahrnehmbare Welt ist nur ein winziger Ausschnitt und darüber hinaus auch nur ein schlechtes Abbild der objektiven Welt. Damit sind aus wissenschaftlicher Sicht Voraussetzungen für eine Transzendenz gegeben. Im Zuge der Evolution wird Transzendenz, so HvD, fortwährend umgewandelt in erlebte Wirklichkeit.

HvD glaubt, dass der Geist nicht aus der Materie heraus entstanden ist (materieller Monismus), sondern als Bestandteil einer anderen Kategorie schon vorher da gewesen ist (Dualismus). Die Existenz des Bewusstseins deutet darauf hin, dass der Mensch auf eine Entwicklungsstufe gebracht wird, die einen ersten Reflex des Geistes einer jenseitigen Wirklichkeit entstehen lässt. Wenn die diesseitige Welt und die jenseitige Welt völlig ineinander aufgegangen sein werden, ist das Ende der Evolution erreicht. Der Augenblick der Schöpfung ist abgeschlossen.

HvD betont, dass die Aussagen seines Buches als 'spekulative Bilder' zu verstehen sind, geleitet von dem Gedanken, dass es nur eine Wahrheit geben kann. Sein Modell impliziert, dass es eine objektive Wirklichkeit gibt. Glaube ohne Berücksichtigung der Erkenntnisse der Naturwissenschaft ist ein gespaltener Glaube und muss überwunden werden. HvD bietet eine wohl durchdachte Diskussionsgrundlage, die zu einer Harmonisierung führen kann, wenn man ein deistisches Konzept zugrunde legt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unstimmig, 26. März 2015
Von 
Mladen Kosar (Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Grundsätzlich hat der Autor recht, wenn er die eine einzig mögliche Wahrheit über die Entstehung der Welt und des Menschen aus der Naturwissenschaft einerseits und Theologie andererseits heraus erarbeitet und aus den beiden Kategorien eine Synthese erstellt. Damit zeigt er auf, dass sich Gottesglaube und Naturwissenschaft nicht widersprechen, sondern ergänzen.
Einen ersten Fehler begeht der Autor, als er die Behauptung, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei, als absurd bezeichnet. Innerhalb der Weltgeschichte gibt es in der Tat kein höher entwickeltes Wesen, als den Menschen, unabhängig von seinen negativen Eigenschaften und Taten (Sünde). Dennoch ist der Mensch das Wesen, das die Komplexität des Lebens und der Welt auf die potenzierteste Weise zu verstehen und deuten versteht, obgleich alles ein Stückwerk ist.
Der Autor versteigt sich schon im Ansatz seines Werkes zur ubewiesenen Hypothese, dass es über dem geschöpflichen Zustand des Menschseins aufgrund der Evolutionstheorie höhere geschöpfliche Zustände gegen müsste. Darin verkennt er de facto die hohe Begnadetheit des Menschseins, das von dem Gott, welchen der Autor als metaphysische Allmacht versteht, als Gottes Ebendbild geschaffen wurde und in einen besonderen Stand der Existenz einberufen wurde.
Auf diese Weise kann und wird eine harmonische Synthese von Naturwissenschaft und Theologie nie möglich sein.
Es ist de facto ja eine der Wesenheiten der Glaubensüberzeugung, dass das Weltall - obzwar aufgrund evolutionärer Entwicklung und Entfaltung - dennoch seinen zeitichen Anfang und sein zeitliches Ende haben muss, weswegen auch der Aufbau der Geschöpfe bis hin zum Menschen seinen Anfang und seine endliche Vollendung erfährt, durch welche der Weg aus der Zeitlichkeit in die Unendlichkeit eingeplant ist.
Der Autor deutet seine Ansicht über den Weg zu höheren geschöpflichen Stufen aus der Logik der Evolutionsgeschichte, weil sich darin auch niedere zu höheren Geschöpfen entwickelten, mit besseren und komplexeren technischen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten. Aufgrund der Tatsache, dass die Evolutionsentwicklung stets weitere und besser entwickelte Geschöpfe hervorbringt, meint er, dass dies auch für den Menschen zu gelten habe, bis hin zu Ideen über möglicherweise höher entwickeltes Leben auf anderen Planeten, will man diese Theorie weiterspinnen.
Gerade aber in dieser Theorie, welche man als logisch und zwingend zu deuten beliebt, verbirgt sich die Ansicht, dass es Gott in seiner Erschaffungslaune nicht um endgültige Pläne gehen konnte, sondern um ein Spiel von der niederen zu stets höheren Geschöpfen bis in alle Ewigkeit, was wahrlich absurd wäre. Denn Gott erschafft gemäß den Vorstellungen und den geschichtlich-theologischen Religionserfahrungen über seinen Heilsplan den Menschen für ein bestimmtes Ziel. Dieses Ziel ist das ewige Leben ohne Schmerz, Bosheit und Tod. Auch wenn der Prozess in die Ewigkeit abgesehen von der Botschaft über den Jüngsten Tag über den Tod geschieht, so ist es dennoch der Weg dorthin, der sein klares Ziel besitzt, welcher die selige Ewigkeit ist in Gemeinschaft mit Gott, den Engeln, Tieren, Pflanzen, der erneuerten Erde, und allen dafür auserwählten Menschen.
Es würde dem Wesen Gottes widersprechen, so Gott mittels der Evolution noch andere Wesen erschaffen wollte, die über dem Menschen stünden, weil es in der menschlichen Geschichte Propheten gab, welche ausdrücklich betonten, dass der Heilsplan Gottes sein Ende haben wird, wenn die Vollendung des Menschen als des Ebenbildes Gottes samt der gesamten Weltgeschichte erreicht worden ist gemäß Gottes Willen und Plan.
Innerhalb seiner Arbeit - Theologie und Naturwissenschaft in Einklang zu bringen - verkennt der Autor den theologisch verbürgten Heilsplan Gottes für den Menschen als der Krone der Schöpfung, welcher vom irdischen Leben ins himmlische verwandelt werden muss, weil die Dimension der Diesseitigkeit in höchstem Maße brüchig und heilsbedürftig ist.
Der Autor ist nicht fähig, Theologie und Naturwissenschaft in Einklang zu bringen, weil er die theologisch bis dato gültigen und geglaubten Wahrheiten ja gar nicht zur Kenntnis nimmt. Er ignoriert die Tatsache der menschlichen Sünde und darum auch die Heilsbedürftigkeit des Menschen. Er ignoriert die Tatsache des durch mehrere Propheten vorhergesagten Jüngsten Tages als eines wesentlichen Bestandteiles der Realisierung göttlichen Heilsplans für die Menschen und die ganze Schöpfung innerhalb der gesamten Geschichte des Universums.
Er vertritt die Auffassung, dass der Mensch lange verschwinden wird, bevor das Universum verschwindet und sieht das Universum auf einer evolutionären Entwicklungsleiter unabhängig vom menschlichen Existieren. Da bleibt aber von Theologie wahrlich nicht mehr viel übrig, denn der Mensch als Kind Gottes lässt sich aus dem theologischen Betrachtungsfeld nur denken als das Geschöpf Gottes schlechthin, dessen Gott sich als Vater der Menschen offenbarte.
Diese Verkennung seitens des Autors ist beispiellos und zeugt von einer fundamentalen Unkenntnis der religiösen Betrachtungsweise des Lebens, der Schöpfung, des Menschen und Gottes selbst.
Wenn der Autor den Menschen als ein Teilstück auf dem Weg zu höheren geschöpflichen Existenzen betrachtet, dann hat er das innige Verhältnis zwischen Gott und Mensch niemals empfinden können, geschweige denn verstanden. Dann hat er auch Jesu Botschaft von der Liebe als höchstem Wert niemals nur annähernd ernst genommen.
Ein bezeichnender Satz für die schale Harmonisierung von Naturwissenschaft und Religion lautet: "Ich sehe nicht, wie sich der Widerspruch anders beseitigen ließe als durch das Zugeständnis einer grundsätzlichen historischen Relativierbarkeit auch der Person Jesus Christus."
Wenn der Autor also die Person Jesu Christi relativiert auch in Bezug auf den Versuch einer Harmonisierung zwischen Naturwissenschaft und Glaube - was bleibt dann von den theologischen christlichen Ansichten noch über? - Nichts.
Wenn aber nichts davon überbleibt, dann bleibt ja auch von der Theologie und deren Ansichten nichts über.
Wenn aber von der Theologie nichts überbleibt, als persönliche religiös-nebulose, pantheistische Ansichten des Autors selbst, dann ist eine strenge, klare, objektive Harmonisierung zwischen Naturwissenschaft und Theologie als durch die Gottesreligionen vertretene Kategorie in keiner Weise möglich.
Dann ist es einfach nur Wunschdenken, bzw. eine selbstgebastelte Installation höchst privater, jedoch ungeschichtlicher theologischer Ansichten ohne Relevanz.
Nicht, weil sie privater Natur sind, sondern weil sie die geschichtlich theologischen Fakten aus der Religionsgeschichte völlig ignorieren, verzerren und missinterpretieren.
Ein paar hundert Seiten lang erklärt der Autor breit und lang die Entwicklungen der Evolution, wie er sie ausführlich bereits im Buch "Der Geist fiel nicht vom Himmel" beschrieb. Diese hunderte Seiten langen Schilderungen macht er nur darum, damit er sagt, dass diese Formen der geschichtlichen Entwicklung der Dinge mit dem Glauben an einen Schöpfergott nicht im Widerspruch stehen.
Der einzige Verdienst dieser Aufgabenerledigung besteht in der Tatsache, dass er die Evolution als mit dem Glauben vereinbar betrachtet. Aber das ist auch schon alles. Er berührt keine theologischen Felder und Aussagen, Sichtweisen und Glaubenswahrheiten. Er beschäftigt sich in keiner Weise mit ihnen, schafft keine Harmonisierung, indem er beide Kategorien der Theologie und Naturwissenschaft miteinander in einen konkreten Vergleich setzt. Er rührt nicht an theologische Bereiche, sondern dreht sich innerhalb seiner Erklärungen lediglich um die eine Aussage, dass die Evolution der Schöpfungsprozess Gottes ist.
Dafür bedarf es keines Buches. Das lässt sich in einem einzigen Satz sagen. Der Autor begründet also nichts, er beweist nichts, er harmonisiert nichts. Er behauptet nur, was man in einem Satz behaupten könnte.
In Folge beruft er sich auf den seitens der Katholischen Glaubenskongregation gemaßregelten und eingeschränkten Theologen und Geologen Teilhard de Chardin, der ähnlich wie der Autor selbst einen Werdeprozess des Menschen zu höheren Seinsebenen propagierte, ohne ihn theologisch begründen zu können. Daraus scheint sich auch die Ansicht des Autors kristallisiert zu haben, dass der jetzige Menschenzustand ein Weg zu weiteren Entwicklungen ist.
Nichtsdestotrotz bleibt der Autor die konkrete Antwort einer harmonischen Ineinanderfügung von Theologie und Evolution schuldig.
Er hantiert mit theologischen Begriffen wie Jenseits, Gott, Jesus, Jüngster Tag - aber er benennt sie nur, ohne sie konkret zu definieren, geschweige denn thematisieren. Er beschreibt in den letzten Kapiteln die Relativierbarkeit des Universums und behält sich eine geheimnisbehaftete Möglichkeit vor, welche das Jenseits als Akt eines diesseitigen Entwicklungsprozesses in vermeintlich andere, höhere Dimensionen ansieht. Die christliche Religion samt ihrer Theologie ist so banal nicht. Aufgrund der Ansichten des Autors, welcher sowohl das menschliche Leben, wie auch das kosmische Dasein ansieht als einen ständigen Prozess nach der Überwindung von Horizonten, verkennt er die Gerundetheit, Abgeschlossenheit, Ganzheit von Wirklichkeiten, welche es tatsächlich gibt, wie die Erdkugel, welche eine begrenzte Größe ist und nur ein beschränktes Maß an Fläche, Räumlichkeit und Kapazität aufweist. Diese Grenzen verkennt der Autor total und vermag die Harmonisierung von Evolution und Schöpfungsglaube nicht im Kontext zur zeitlich und räumlich begrenzten Geschichte sowohl des Menschen, als auch des Weltalls zu beschreiben.
Und darin hat er das Ziel seines Textes völlig verfehlt.
Man liest die hunderte von Seiten und findet immer nur das Selbe vor, was man hätte auf einer Seite schreiben können.
Eine fundamentale Enttäuschung.

Mladen Kosar
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf vergeblicher Suche der ungeteilten Wahrheit, 1. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Der Autor Hoimar von Ditfurth (1921 1989) sagt mit den ersten Worten dieses Buches, er versuche, die Kluft zwischen einer "Wahrheit" der Naturwissenschaft und einer "Wahrheit" der Theologie zu überbrücken, weil "die Wahrheit" unteilbar sei. Beide Parteien beanspruchen, die Herkunft oder Entstehung des Seins einschließlich dessen Funktionsweisen zu erklären zu wissen, wobei die Ansätze gegensätzlicher nicht sein können. Die Naturwissenschaft versucht dies durch Beobachtung und Berechnung des Kosmos, während die Theologie dies durch die Worte der Bibel versucht. Aber ist hierbei die Wahrheit das Thema?
Das unbemerkte Problem nämlich ist, dass beide "Wahrheiten" keinen Anspruch zu erheben berechtigt sind, sie seien das, wofür sie ausgegeben werden. Der volkstümliche Wahrheitsbegriff, den Ditfurth beiden Lagern unterstellt, und dem von vielen Menschen kritiklos gefolgt wird, ist in gewisser Hinsicht gespenstisch: er gründet in der zumeist unbemerkten Annahme, dass dem Sein etwas zugrunde liege, das vom normalen Menschen zwar teilweise ungewusst, aber dennoch wissbar sei, obwohl er nichts weiß und nicht die Hälfte dessen vernehmen kann, das ist und wirkt. "Sagen Sie uns endlich die Wahrheit!", ist aus dem Munde der nach Tathintergründen suchenden Polizisten oder Detektive in jedem Krimi zu lesen oder zu hören. Das gesuchte Phantom mit dem Namen 'Wahrheit' soll in dem tatsächlich Geschehenen und dessen Hintergrund bestehen, und es befriedigt die Suchenden denn auch, wenn ihnen eine Geschichte erzählt wird, die ihnen nach ihrer eigenen Kausalität als stimmig erscheint, obwohl sie ihr kausallogisches Denken keiner Untersuchung unterziehen. Aber ist dies die Wahrheit? Erklärt dies etwas, sodass man es im Innersten vertrauensvoll glauben kann wie einem wahren Freunde? Erklärt das Geständnis eines Mörders, wieso die Menschen denken, er sei der Täter, ohne sich zu fragen, wieso sie den Strom des Werdens und Vergehens in "Einzeltäter" zerteilen, so als seien diese die Quellen ihrer eigenen Kraft? Erklärt uns in irdischen Raumvorstellungen Denkenden die Bekundung über den gekrümmten Raum, wieso dieser als leerer überhaupt gekrümmt werden kann? Erklärt die Erzählung in der Bibel, wie Gott die vermeintliche Welt angeblich erschaffen habe, wieso den Menschen nicht auffällt, dass, wenn es sich so zutrug wie erzählt, keine Zeugen dabei waren, die dies später in Form der Schrift Genesis berichten konnten? Das gesuchte Phantom solcher "Wahrheit" ist letztlich eine Illusion.
In Ditfurths Buch geht es eigentlich nicht um die große unsichtbare Wahrheit, die weder ein Theologe noch ein Naturwissenschafter zu begreifen vermag, sondern um die Vorgehensweise der naturwissenschaftlichen Kausalität versus die poetische oder mythische Kausalität der Theologie. Die letztere Kausalität sagt: "Im Anfang war das Wort"; die erste hingegen: "Im Anfang war der Wasserstoff". Aber die große Wahrheit ist weder durch die eine noch die andere Kausalität zu erkennen.
Wenn christliche Theologen ihre Schrift an den entscheidenden Stellen ernst nähmen, dann müssten sie zu einer anderen, tieferen Deutung des unermesslich großen Wortes 'Wahrheit' gelangen. Der Christus sagt von sich, er sei die Wahrheit (Joh 14,6). Er beansprucht dabei nicht, er sei die Tatsache der Entstehung des Seins oder des Seienden, denn all dies ist vergänglich, was er von sich nicht behauptet. Er als Wahrheit stellt sich als das ewige Leben dar; wieso dann Theologen die Mythen des alten Testamentes betreffs Entstehung und Vernichtung des Vergänglichen als "wahr" bezeichnen, ist widersprüchlich und unverständlich. Und kein Naturwissenschafter hat bis her irgend etwas über den Christus herausgefunden. Also müssen diese Wissenschafter, die auf anderer Ebene forschen, doch nicht beanspruchen, das, was sie herausfinden, müsse unbedingt 'Wahrheit' genannt werden; es genügt doch gänzlich, Tatsachen als 'Tatsachen' zu bezeichnen. Der Name 'Wahrheit' ist für Forschungsergebnisse doch nicht unabdingbar!
Das Buch ist wirklich nicht schlecht. Der Titel trifft zu, und der Ansatz ist richtig. Aber in seinem groß angelegten und durchaus lesenswerten Versuch einer Annäherung beider Lager geht Hoimar von Ditfurth nicht weit genug und schwebt als bekennender Christ an der großen Wahrheit Christi vorbei.
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5.0 von 5 Sternen gut, 22. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Es bleibt jedem überlassen das zu glauben was Ditfurth schreibt, aber seine Denkansätze sind wie immer plausibel. Ich mag seine Bücher
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Didaktisch gut, aber am Ende widersprüchlich, 10. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Nachdem sich Hoimar von Ditfurth in seiner Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist sich zunächst mit der breiten Vermittlung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse befasst hatte, wandte sich er später auch Fragestellungen aus dem Verhältnis Naturwissenschaft und Religion bzw. Philosophie zu. Das Buch “Wir sind nicht nur von dieser Welt“ vermittelt sicherlich am besten seine dazu entwickelte Position.
Hoimar von Ditfurth beginnt zunächst mit der Darstellung der naturwissenschaftlichen Evolutionstheorie, die hier die Evolution des ganzen Universums umfasst und nicht nur die biologische Evolution auf der Erde. Im folgenden Teil befasst er sich mit einer Folgerung aus der naturwissenschaftlichen Evolutionstheorie, der evolutionären Erkenntnistheorie, und erläutert deren These, dass sich die menschlichen Erkenntnisstrukturen, wie z. B. das Kausalitätsprinzip, im Laufe der Evolution durch fortwährende Anpassung entwickelt haben, und damit zumindest partiell einen Ausschnitt aus der objektiven Welt liefert, der z. B. für niedrige Lebensformen noch jenseits ihrer Erkenntnismöglichkeiten liegt. Alles ist didaktisch sehr gut dargestellt und ist zweifellos hervorragender Wissenschaftsjournalismus.
In dritten und letzten Abschnitt des Buches betritt Hoimar von Ditfurth aber eindeutig den metaphysischen Bereich. Hoimar von Ditfurth vertritt die dualistische Position im Verhältnis Geist und Materie, bietet aber keine Erklärung, wie diese Auffassung mit den in den ersten beiden Kapiteln behandelten Theorien in Einklang gebracht werden könnte. Nach den ersten beiden Kapiteln stellt sich der Evolutionsprozess so dar, dass sich in deren Verlauf Lebensformen mit immer weiter ausdifferenzierten Gestalten und komplexeren Nervensystemen bzw. Gehirnen entwickelt haben. Zur Stützung der dualistischen Auffassung von Geist und Materie stellt Hoimar von Ditfurth dann aber die These auf, dass die Betrachtung der Naturvorgänge impliziert, dass es Verstand bzw. Geist ohne Gehirn gibt, wie sie sich z. B. in der Steuerung komplexer Körperfunktionen zeigt, das aber erscheint sonderbar, denn die scheinbare Intelligenz hat sich gerade nicht durch intelligente Planung, sondern durch einen Prozess aus Zufall im Zusammenwirken mit Naturgesetzen entwickelt, wie Hoimar von Ditfurth in den ersten beiden Kapiteln des Buches überzeugend dargelegt hat. Eine andere wichtige Frage im Verhältnis Naturwissenschaften und Religion wird Buch nicht behandelt. Für religiöse Menschen gehört nicht nur die Vorstellung einer jenseitigen Welt zur Religion, sondern, dass auch ethische Regeln einen göttlichen, jenseitigen Ursprung haben. Nach der Evolutionstheorie und deren neuen Zweig der Soziobiologie sind ethische Regeln aber entstanden, weil sie sich im Laufe der Zeit für das Fortbestehen der menschlichen Gesellschaft als am besten geeignet erwiesen haben. Auch Hoimar von Ditfurth hat in anderen Veröffentlichungen diese evolutionstheoretische Sicht der Ethik vertreten. Hier scheint die Möglichkeit einer Harmonisierung sehr fraglich.
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Auffassungen von Hoimar v. Ditfurth, 10. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Wir sind nicht nur von dieser Welt (Gebundene Ausgabe)
Hoimar v. Ditfurth hat ein Buch geschrieben, was jeden vernünftigen Menschen zum Nachdenken bringen wird. Schade nur, dass Karl Marx und Hoimar v. Ditfurth sich nie begegnet sind, sie hätten sich bestimmt viel zu erzählen gehabt. Also ich will aber nochmal global denken. Unsere Erde gehört uns allen, mit allem, was es gibt, Wasser, Luft, Bodenschätze, Pflanzen, usw.. Wasser und Luft sind Grundlebensmittel des Menschen und auch aller Tiere. Unsere schöne Erde hat vermutlich schon die Hälfte ihres Lebensweges überschritten. Ob die Menschheit beim Untergang der Sonne und unserer Erde überleben kann und wird, wissen wir heute nicht. Eines ist aber gewiss: Die Materie ist unendlich in Raum und Zeit. Es gibt kein Ende und keinen Anfang. Wir waren vor unserer Geburt unendlich lange tot und werden es nach unserem Tod auch wieder unendlich lange (vermutlich ewig) sein. Es gibt vielleicht viele Universen wie das Unsrige. Unsere Welt wird untergehen, davon bin ich überzeugt. Aber vielleicht ist die Menschheit dann so weit, dass sie sich in eine andere Welt hinüber retten kann. Auch wenn einige das nicht glauben: Wenn unsere Erde eines Tages an ihrer Kraft zerbricht, wird es Anarchie auf der Erde geben. Kein Gesetz und keine Regierung können das aufhalten. Ich bin froh, dass ich dieses Chaos nicht mehr erleben muss.
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Wir sind nicht nur von dieser Welt
Wir sind nicht nur von dieser Welt von Hoimar von Ditfurth (Gebundene Ausgabe - 1994)
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