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86 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Übersetzung, keine Nachdichtung
Wer nicht perfekt Englisch kann, und bei Dylan-Texten zeigt sich, dass das doch viele sind, hat nun endlich eine Dylan Sammlung in zwei Sprachen. Es gibt eigentlich nur drei mögliche Einwände gegen einen Kauf, für die weder Verlag noch Übersetzer belangt werden können. Ich nehme sie gleich vorweg.

Der Preis: Aber wer sich im...
Veröffentlicht am 26. November 2004 von Fuchs Werner Dr

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Meine Lieblingszeile falsch übersetzt
Es ist schön, sich mit diesem Buch einen Überblick über Dylan's Werk verschaffen zu können, aber leider bin ich sehr enttäuscht von der Hölzernheit mit der die Übersetzungen daher kommen. Also als Information ist es okay, aber Lesespass bietet es leider nicht. Der größte Schock war, dass eine meiner Lieblingszeilen - aus "If...
Veröffentlicht am 13. März 2012 von Hannes Funke


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86 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Übersetzung, keine Nachdichtung, 26. November 2004
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wer nicht perfekt Englisch kann, und bei Dylan-Texten zeigt sich, dass das doch viele sind, hat nun endlich eine Dylan Sammlung in zwei Sprachen. Es gibt eigentlich nur drei mögliche Einwände gegen einen Kauf, für die weder Verlag noch Übersetzer belangt werden können. Ich nehme sie gleich vorweg.

Der Preis: Aber wer sich im Verlagswesen nur ein bisschen auskennt, wird nie und nimmer auf den Gedanken kommen, hier werde die Fangemeinde abgezockt. 1152 Seiten, schön gedruckt, gelayoutet und gebunden, harte Knochenarbeit des Übersetzers und wohl happige Abgaben für die Rechte. Das müssen wir froh sein, dass der Band nicht teurer ist.

Die Vollständigkeit: Die wenigen Lücken sind ebenfalls vertragsbedingt, Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Rechtinhabern. Bei einigen der früher veröffentlichten Songs haben die Rechte geändert, so dass sie nicht mehr aufgenommen werden. Das ist zwar schade, aber verschmerzbar. Jedenfalls kein Grund, an dieser tollen Sammlung lange herumzumäkeln.

Die Übersetzung: Laut Vorwort liessen die vertraglichen Vorgaben keine Nachdichtung zu. Das Dylan Management habe nur minimale Abweichungen von der amerikanischen Originalausgabe erlaubt. So ist das offenbar. Und vielleicht sogar sehr gut.

Da ich vergilbte Bücher nicht sonderlich mag, glaubte ich die bisherigen Songbücher entsorgen zu können, nahm sie nochmals in die Hand - und stellte sie mit Ehrfurcht wieder ins Gestell. Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Carl Weissner schrieb: "Auf ausdrücklichen Wunsch Bob Dylans wurde eine Übersetzung verlangt, in der die Charakteristik der Originaltexte (Reim, Versmass, sprachliche Eigenart usw.) möglichst weitgehend erhalten bleibt. Damit war mehr verlangt als eine reine Übersetzung: verlangt war eine Art Nachdichtung." Das kleinformatige Buch mit 895 Seiten erschien damals im Verlag Zweitausendeins und enthielt auch viele Zeichnungen Dylans. Also antiquarisch suchen.

Und weshalb verdient die neue Songbibel fünf Sterne? Weil die Sammlung einzigartig ist und aus den Vorgaben einfach das Beste gemacht hat. Sobald ich mich von der Erwartung einer Nachdichtung lösen konnte, entdeckte die besonderen Qualitäten von Gisbert Haefs' Übersetzungsleistung: Möglichst nahe am Text, modern und nie anbiedernd, konsequent und meist stilsicher. Wenn ich die deutschen Versionen von Gisbert Haefs mit den vielen Übersetzungs- und Nachdichtungsversuchen im Internet vergleiche, so gibt es nichts zu husten, sondern einfach diesen Band zu kaufen. Und um die Diskussion über die Übersetzung abzuschliessen, möchte ich daran erinnern, dass man ja vor allem die Texte Dylans ersteht. Denn sie sind das Kunstwerk.

40 Jahre Kultur, Musik- und Literaturgeschichte für 40 Euro, das darf man sich als Fan einfach nicht entgehen lassen. Operngänger erhalten dafür nicht mal Zugang ins Foyer. Der erste Band der Biographie, diese Song-Sammlung, auf MP3 überspielte Vinylplatten, CDs zuhauf; die langen Winterabende sollen nur kommen.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unruhige Suche nach Geduld, 11. Dezember 2008
Von 
André Beßler (Bremen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
An der Wand hing der Kalender des Jahres 1974, als ich mir mein erstes Bob-Dylan-Album kaufte. Ich war 14 Jahre alt, und um sorgsam mit meinem Taschengeld umzugehen, schien mir angebracht, alle bekannten Dylan-Nummern auf einer Doppel-LP zu haben. Ich trug "Before the Flood" zur Ladenkasse - der Beginn meiner Dylan-Sammlung. Bob Dylans Texte hatten von Anfang an etwas ganz Eigenständiges für mich. Deshalb kaufte ich mir seine Songbooks, wie sie in großen Zeitabständen von "Zweitausendeins" herausgebracht wurden. Was für ein Tag, als endlich das umfangreiche (Fast-)Gesamtwerk bei Hoffmann und Campe erschien!

Ich kann mit der Unzulänglichkeit mancher Übersetzung leben, denn mir ist nur allzu bewusst, dass die vielen Doppelbödigkeiten, Konnotationen oder multiplen Bezugnahmen sich ohnehin zu einem solchen Unterfangen verhalten wie Quecksilber. Mir fehlen nicht die Texte von den "Traveling Wilburys" und ich finde es nicht schlimm, dass man bei den Lyrics von "Blood On The Tracks" vermutlich auf frühe Versionen zurück gegriffen hat (Teile des Albums wurden überarbeitet und neu eingespielt, nachdem bereits eine fertige Fassung vorlag). Ich finde es auch ein wenig kleinteilig, der Frage nachzugehen, ob die Texte zu den Stücken der "Basement Tapes" unter dem Zeitpunkt ihrer Entstehung/Einspielung oder der ihrer Veröffentlichung eingefügt werden sollten. Hier und da wären Hinweise auf zeitliche Bezüge oder die Entstehungsgeschichte der Songs wünschenswert gewesen, aber wer tiefer ins Werk eindringen will, kann ja bei "Dylan on Dylan" oder bei den "Chronicles" mehr dazu erfahren.

"Lyrics 1962-2001" ist die weit mehr als tausend Seiten umfassende Sammlung der veröffentlichten Songtexte Bob Dylans überschrieben worden. Ein Understatement, könnten jene einwenden, die lieber von Poems sprechen würden. Denn ein Großteil seiner Liedtexte steht auch als Gedichte auf sicherem Grund. Bereits auf der Plattenhülle von "The Times They Are A-Changin'" bewies Bob Dylan 1963 seine Ambitionen als Literat mit einer Ansammlung von Textfragmenten, überschrieben "Eleven Outlined Epitaphs" (Elf Nachruf-Entwürfe). Gedanken unter Anderem über das Leben, die Liebe, den Tod und das Kotzen. Vielleicht nichts Ungewöhnliches für einen 22-Jährigen, doch sicher ungewöhnlich in seiner reifen Form. Wie auch seine Songs. Bei solchen - gleichsam cinematografischen - Texten ist man Brecht, Balzac oder Rimbaud am nächsten. Was für eine Kombination - Folkmusic mit Anklängen an die Großen der Literatur! Man denke: die Wandergitarre und der Stoff klassischer Legenden. Bob Dylan las sich, wie er später in "Chronicles" schrieb, zu dieser Zeit durch die New Yorker Bibliotheken.

In der Zeit großer gesellschaftlicher und weltpolitischer Umbrüche, wie sie die Sechzigerjahre mit sich brachten, wurde Bob Dylan sehr bald zum Barden der sich zunehmend politisierenden und akademisierenden jungen Generation. Was in Greenwich Village angefangen hatte, wurde nun rasch zur Hochkultur. Wer hat bei "Bob Dylan's 115th Dream" nicht einmal an Melvilles "Moby Dick" gedacht oder bei "Love Minus Zero/No Limit" an Kafka, an Verlaine bei dem Epos "Visions of Johanna" oder - neben Ginsberg, versteht sich (dieses grandios gedehnte "... and the winds began to HOWL") - an T.S. Eliot bei "All Along The Watchtower"? Anlehnungen und Zitate zuhauf. Was den großen Erfolg nur bedingt erklärt. Denn Widererkennungswerte sind im Werk Bob Dylans wohl eher unvermeidlich. Die Texte des Spätwerks - sagen wir, etwa ab "Oh Mercy" (1989) - gehören für mich zu den interessantesten. Sie haben eine innere Rhythmik, die bisweilen der eines Rainer Maria Rilke ("Der Panther / Im Jardin des Plantes") oder Robert Frost ("The Road Not Taken") in die Nähe kommt und sie zeigen aufs Deutlichste, dass Bob Dylan mehr denn je den Finger am Puls der Zeit hat, in der er lebt. Oftmals scheint hier etwas von der Wortgewalt der Propheten mitzuschwingen, wie sie vor die Könige traten, um ihnen die Leviten zu lesen.

Wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation hat Bob Dylan einen ungebrochen starken Antrieb bewiesen. Er ist nach wie vor ein großartiger Live-Performer, geistig äußerst beweglich und als Songschreiber und Musiker gleichermaßen recht einfallsreich. Seit er seine schwere Erkrankung überstanden hat, ist Dylans Arbeit von umso größerer Warmherzigkeit und nachdenklicher Besonnenheit geprägt. Die Zeichen der Zeit sind unverkennbar. Es werden noch die schlimmsten Dinge passieren, so viel ist sicher. Dylans Texte sind jetzt auffallend stark von apokalyptischen Motiven durchzogen. Die in der Zeit seiner Herzbeutelentzündung durchschrittene Todesnähe zeitigt seiner Kreativität eine bemerkenswerte Tiefe. So gehen seine Texte zuweilen sehr weit über die seiner früheren Stücke hinaus und wirken eindringlich wie selten zuvor. Kaum je ist Bob Dylan derart deutlich geworden in seinen Worten über die tödliche Wunde, die der zermürbende Materialismus der ganzen Menschheit beigebracht hat ("Everything Is Broken").

Über die herausragende Bedeutung Bob Dylans als Songwriter besteht inzwischen nicht nur unter Musikfreunden weitgehende Übereinstimmung. Im Mai 2008 wurde er von der Jury der New Yorker Columbia-University mit einem Pulitzer-Sonderpreis für "lyrische Kompositionen von außerordentlicher dichterischer Kraft" geehrt. Das Komitee würdigte seinen "weitreichenden Einfluss", nicht nur auf den Pop im Besonderen, sondern auf die amerikanische Kultur im Allgemeinen. Bereits in 2006 hatte in Frankfurt am Main ein internationaler Kongress stattgefunden, der sich für Dylans Texte und seine sozialhistorische Rolle interessierte und sich damit anschickte, einem Missstand in den Literatur- und Geisteswissenschaften zu begegnen. Spätestens seit den Neunzigerjahren wird Bob Dylan mehr und mehr als ernsthafter Kandidat für den Literatur-Nobelpreis wahrgenommen. Sehr zu Recht, denn wer seine Texte aufmerksam liest, dem wird vor allem eines auffallen: Das Wissen um die Bedrohtheit des eigenen Lebens verschränkt sich bei ihm zunehmend mit seiner Wahrnehmung der Welt in ihrem epochalen Wandel. Als Beispiele aus neuerer Zeit stehen das phänomenale "'Cross The Green Mountain" aus dem "Gods and Generals"-Soundtrack mit seinen zahlreichen Bezügen zu Walt Whitmans Gedicht "Leaves of Grass" oder das - ebenso erschütternd lebensnahe - "Lonesome Day Blues", weithin ein Spiegelbild der USA in diesen Tagen. Es wird wieder einmal Zeit für ein neues Songbook, scheint mir. Und für den Literatur-Nobelpreis an den einflussreichsten Songwriter des 20. Jahrhunderts - und sehr wahrscheinlich weit darüber hinaus.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen endlich, 9. Januar 2007
Ich bin froh über diese Hilfe, die großartigen Texte Dylans besser verstehen zu können. Übersetzungen sind immer eine Hilfskonstruktion, und so wird man auch hier das eine oder andere auszusetzen finden. Insgesamt trotzdem großartig gelungen, eine Hilfe, um sich dem Original von Neuem zu widmen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Dichter unter den Liedermachern, 3. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lyrics. Limitierte Sonderausgabe (Schmuckschuber) (Gebundene Ausgabe)
Spät habe ich Bob Dylan entdeckt. Ich bin zwanzig Jahre zu jung, um mit ihm aufgewachsen zu sein. Lange Zeit identifizierte ich ihn mit "Blowin' in the wind" oder "We shall overcome". Sein Album "Time Out of Mind" brachte dann die Wende, als ich bei seinem Erscheinen einen Titel im Radio hörte. Das Album musste ich haben, dachte ich. Ich hörte es oft, legte es dann aber wieder zur Seite. Dann entdeckte ich es vor einem halben Jahr vielleicht wieder und war mehr denn je begeistert von ihm. Vor allem erwachte mein Interesse für die Texte, die ich aber wegen Dylans nicht einfach zu verstehender Aussprache kaum entschlüsseln konnte. Als ich dann bei Amazon den Band seiner "Lyrics" entdeckte, kaufte ich diesen kurzentschlossen. Und nach und nach manch weitere Dylan-Alben. Es macht unglaublichen Spaß, Dylans Alben zu hören und nebenher die Texte in der zweisprachigen Lyrics-Ausgabe mitzulesen.

Heute kann ich sagen, dass ich ein echter Fan geworden bin. Und die vielleicht acht Dylan-Scheiben, die ich inzwischen besitze, werden sicher nicht die letzten sein. Außerdem kaufte ich mir den ersten Band seiner Autobiographie "Cronicles", den ich in einem Zug durchlas. So fesselnd war die Lektüre. Hoffentlich kommen bald Band zwei und drei.

Der großformatige, dicke und sehr schwere Lyrics-Band wird in einem schönen Schuber geliefert. Sowohl der Band als auch der Schuber sind sehr wertig gestaltet. Durch das praktische orangefarbene Lesebändchen findet man schnell etwa das Lied, mit dem man sich gerade beschäftigt, oder das Album, das gerade besonders oft gehört wird. Ein schönes Detail! Denn ich liebe es, wenn Bücher ein Lesebändchen haben. Der Band hat einen stolzen Preis, aber er ist angesichts der Tatsache, dass er von hoher buchbinderischer Qualität ist und seine Auflage auf 2000 Exemplare limitiert und von Hand mit der Exemplarsnummer versehen worden ist, gerechtfertigt.

Der schöne Band lädt auf sehr ansprechende Art dazu ein, was Tom Waits sagte: "Bob Dylan ist ein Planet, den es zu entdecken gilt.“
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen etwas für dylan interessierte, 9. Dezember 2011
entweder man kann mit dem, was Mr. dylan darstellt, etwas anfangen - oder eben nicht. ich kann mich dieser persönlichkeit wohl kaum entziehen. Für jene Menschen, die seine texte plus musik mögen ist das buch wohl gedacht. und meiner ansicht nach auch bestens gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für dylan-freunde unverzichtbar!, 29. September 2011
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
weiß nicht warum hier der preis bemäkelt wird, das war wohl früher einmal teurer.

über die teilweise mißlungenen übersetzungen herzuziehen - wie es hier in anderen rezensionen passiert - ist auch ein wenig unzulässig, angeblich hat der rechteinhaber ein wortwörtliche übersetzung eingefordert und jegliche "nachdichtung" untersagt.
ob das stimmt, weiß ich nicht, ist doch dylan sonst sehr locker, was den umgang mit seinem oeuvre betrifft und es ist letztlich auch egal, die texte gibt's ja auch im original und wer des englischen halbwegs kundig ist, wird in verbindung mit der übersetzung in der lage sein, den sinn der songtexte erfassen zu können - und das ist ja wohl der zweck der übung.

ein fettes buch, feines papier, feine druckqualität, um den geforderten preis ist das hier nachgeschmissen, an die arbeit und die kopfschmerzen des übersetzers will ich dabei nicht mal denken.

einziges manko aus meiner sicht: die letzten jahre fehlen ;-)

das wird sich aber wohl noch ändern, da fürchte ich mich nicht.

wer sich hierfür interessiert, benötigt sicher keine hinweise auf das poetische genie dylans, auf die lyrischen raffinessen und auf die allegorien in seinen texten. dem sei nur gesagt: dylan macht auch beim lesen spass und für jeden, der den dylan-mythos erkannt hat, ist das buch wohl unverzichtbar. auch wenn da und dort was fehlt, es gibt genug zu lesen - aus fast vierzig jahren!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Meine Lieblingszeile falsch übersetzt, 13. März 2012
Es ist schön, sich mit diesem Buch einen Überblick über Dylan's Werk verschaffen zu können, aber leider bin ich sehr enttäuscht von der Hölzernheit mit der die Übersetzungen daher kommen. Also als Information ist es okay, aber Lesespass bietet es leider nicht. Der größte Schock war, dass eine meiner Lieblingszeilen - aus "If You See Her, Say Hello" von "Blood On The Tracks" völlig falsch übersetzt ist: Es heisst "She might think that I've forgotten her, don't tell her it isn't so" - also "Sie denkt vielleicht, ich hätte sie vergessen - sag ihr nicht, dass das nicht stimmt" - genial mit dieser doppelten Verneinung. Bei Gisbert Haefs wird daraus: "Sie könnte meinen, ich hätte sie vergessen, bitte sag ihr, das stimmt nicht" . Das ist Schlager und nicht Bob Dylan. Diesen Song kenne ich nun zufällig sehr genau, andere nicht, ich kann deshalb noch nicht beurteilen, was sonst noch für Überraschungen in dem Buch stecken. Da ich auf die Schnelle kein anderes Buch mit Songtexten Englisch/Deutsch von Bob Dylan gefunden habe muss ich eben mit diesen Einschränkungen leben, schon allein die Originaltexte aus 40 Jahren in gesammelter Form zu haben, ist das Geld wert.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überarbeitung und Aktualisierung dringend erwünscht, 19. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lyrics. Limitierte Sonderausgabe (Schmuckschuber) (Gebundene Ausgabe)
BOB DYLAN Lyrics 1962-2001.
Lyrics 1962-2001
von Gisbert Haefs, Hoffmann und Campe (Gebundene Ausgabe - November 2004)

Ich bin mit der Übersetzung (wie einige andere penibel nach "Perfektion" strebende Rezensenten) auch nicht ganz zufrieden. Ich hatte mir mehr erhofft, als ich das Buch im Sommer 2011 erstmals in Händen hielt. Die alten 2001-Texte haben nach meinem Geschmack mehr deutsche Sprachqualität. Man kann sie laut vorlesen und sie haben einen guten Sound, gerade weil nicht wörtlich übersetzt, sondern selbst etwas mitgedacht und mitgedichtet worden ist.

Die allzu wörtliche Übersetzung des Gisbert Haefs hat aber den Vorteil, dass man sich damit sehr schnell und leicht den Überblick zum Inhalt Gesamtwerkes von Dylan verschaffen zu können. So habe ich Dylans zweite Daniel-Lanois-Platte (Time Out of Mind) in der deutschen Fassung von Gisbert Haefs in einem Zug durchgelesen und den Inhalt thematisch besser erfasst als beim Zuhören in Englisch. Diese Lektüre offenbarte mir ihr Thema so gut, dass ich diese Platte als "Blood on the Tracks ' Part II" erkannt habe und sehr schätze, weil es hier (zwei Jahrzehnte später) nochmals ganz gezielt um die alte, ewig interessante Ehe-Liebe-Scheidungs-Problematik geht. Wer macht heute noch ein Platte mit verschiedenen Aspekten zu einem Thema? - Diese Erkenntnis war bislang aber auch schon der einzige Vorteil. Denn ich brauche gute deutsche Texte zum laut Rezitieren und zur sprachlichen und musikalischen Analyse, zum Reinschreiben von Wörtern und Akkorden ins Buch (das wäre möglich, ja oft sogar notwendig).

Ich würde das Buch dennoch kaufen, wenn es jetzt nicht schon mehr als 10 Jahre im Rückstand wäre. Denn gerade der neue Dylan (der sich von der Vergangenheit seiner alten Songs der 60er gelöst und durch seine "never-ending-tour" ein junges Publikum erobert hat) liegt mir noch nicht so im Blut, weshalb ich diese Text eingehender studieren, hören und eben auch lesen müsste, wozu aber ein entsprechendes Buch jedoch fehlt und noch weiter fehlen wird. Denn leider hat mir der Verlag auf Anfrage mitgeteilt, dass keine neue, aktualisierte Ausgabe geplant sei (bzw. sagte man; "unsere Bemühungen um Informationen zu einem Folgeband blieben bislang leider erfolglos..."). Eine Aktualisierung und Verbesserung des ersten Druckes wäre aber sehr in unserem Interesse. Es müsste daran gearbeitet werden, wenn die Zeit jetzt nicht genutzt wird, werden wir kein besseres Buch erhalten in einigen Jahren...
Sie werden verstehen, dass ich hier die Kritik betone (ich könnte auch sehr gelungene Passagen zitieren und den Autor loben; aber ich möchte die schlechten Stellen verbessern und das neue Buch kaufen):

Die vorliegenden Übersetzungen sind durchaus problematisch, einige Zeilen sind durchaus gelungen in relativ freier Übertragung, andere hingegen viel zu trocken und einige sogar mit Anglizismen versetzt, was vielleicht den grösstmöglichen Horror darstellt. Das möchte ich hiermit als Kritik weitergeben, wenn man Amerikanisches mit englischen Ausdrücken wiedergibt, dürfte man nicht von einer Übersetzung sprechen. Aber wenn mittlerweile "followen" ein deutsches Wort ist, dann ist es klar, dass auch alle Deutschen zu ihrem Schatz und Schnüggeli "my sweet Lover" sagen. Oder etwa nicht?

Freilich ist es sehr viel schwieriger deutsch zu dichten als englisch oder italienisch, wo sich Reime aufgrund der grammatischen Struktur sehr viel einfacher anbieten: Reimte sich bei Goethe und Co. "Becher auf Zecher" so wiederholt sich bei Dylan etwa der Standardreim "growl ' howl" (All along the watchtower, Man gave Names to all the Animals). Dies wäre unsere zweite Einsicht nach der ersten Lektüre dieses dicken Buches.

Wir würden uns sehr auf eine neue, verbesserte Ausgabe dieser Bibel des unheiligen Songpoeten und 'papstes Dylan freuen. Wenn das Buch durch Leute lektoriert würde, welche die Lieder von innen her kennen, weil sie diese spielen und singen können, müssten die Texte schon viel besser herauskommen. Wenn einer allein daran arbeitet, kann es nur schiefgehen. Allein eine stringente Korrektur der Anglizismen und der anti-poetischen zu wörtlichen Zeilen würde das Werk auch als Text der deutschen Sprache interessant und wertvoll machen. Ich glaube der Übersetzer hat hier in zu kurzer Zeit zu schnell gearbeitet (Zeit ist nicht nur Geld, sondern auch Qualität); er scheint nicht wirklich mit den Texten selbst gelebt zu haben, weshalb den letzteren dasselbe oft etwas abgeht.

Dr. Baer, Verlag Bär / Literatour, Schweiz (vgl. facebook)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen lyrics, die sich lohnen, 18. Mai 2009
schnörkellos, geradezu und engagiert kommt die lyrik bob dylans daher. sie ist nicht gerade das, was landläufig unter romantischer lyrik verstanden wird. aber sie ist eindringlich, geht nahe und sie ist vor allem aufrichtig unverwechselbar. nicht von ungefähr, wurde dylan einst für den literatur-nobelpreis vorgeschlagen...Lyrics: 1962-2001: 1962-2002
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13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vortreffliche Übersetzung, 28. Juni 2005
Ich bin sehr dankbar für die vortreffliche Übersetzung, zumal sie überaus sensibel und im Wesentlichen punktgenau ist. Allerdings möchte ich auf einen schweren Übersetzungsfehler hinweisen, der sozusagen das Wortspiel des Originaltextes zerstört. Im Song "If you see her, say hello", singt Dylan "She might think that i 've forgotten her, don't tell her it isn't so". Und hier ist die doppelte Verneinung absolut essenziell und trifft exakt den Nerv des Zuhörers. Der Übersetzer HAT DIESE DOPPELTE Verneinung offenbar nicht verstanden und schreibt: "Sag ihr, dass das nicht so ist". Und das ist nun grundfalsch und trifft den Originaltext nicht. Ansonsten hab ich keine gröberen Fehler entdeckt und kann das Buch nur ausdrücklich empfehlen. Vermutlich aber nur Dylan-Fans, denn Menschen, die gerade "Lay, Lady, Lay" und "Like a rolling stone" kennen, werden sich für das Gesamtwerk wohl nicht wirklich interessieren.
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Lyrics. Limitierte Sonderausgabe (Schmuckschuber)
Lyrics. Limitierte Sonderausgabe (Schmuckschuber) von Gisbert Haefs (Gebundene Ausgabe - November 2004)
EUR 78,00
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