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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche SciFi der Extraklasse
SciFi aus Deutschland? Puh...naja, ich weiss nicht. Nicht so mein Ding eigentlich. Ausser Andreas Eschbach vielleicht.
So dachte ich, bis ich den Roman "Diamant" von Andreas Brandhorst gelesen hatte. Ja, genau, DER Andreas Brandhorst, den ich mittlerweile schon in mehr als 40 meiner Buchinfos als Uebersetzer angegeben habe.
Um es vorwegzunehmen: "Diamant" ist...
Veröffentlicht am 4. Mai 2004 von Michael Kleerbaum

versus
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leicht und bekömmlich
Brandhorst will mit diesem Buch offenbar einen Zyklus, zumindest ein einiges Universum etablieren. Es gibt auch eine Webseite des Kantaki-Universums.
Es werden wohl einige Anschlußbücher folgen.
Das wird auch durch die wirklich blumige Handlung unterstrichen. Es wimmelt von exotischen Orten; bizarren Welten, Außerirdischen und Lebensweisen...
Veröffentlicht am 9. August 2004 von Sonia Aymar


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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche SciFi der Extraklasse, 4. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
SciFi aus Deutschland? Puh...naja, ich weiss nicht. Nicht so mein Ding eigentlich. Ausser Andreas Eschbach vielleicht.
So dachte ich, bis ich den Roman "Diamant" von Andreas Brandhorst gelesen hatte. Ja, genau, DER Andreas Brandhorst, den ich mittlerweile schon in mehr als 40 meiner Buchinfos als Uebersetzer angegeben habe.
Um es vorwegzunehmen: "Diamant" ist der erste Roman einer Serie, die in einem ganz neuem Universum angesiedelt ist. Die Menschheit hat unglaublich expandiert, ist in mehrere Machtbloecke zerfallen und ist abhaengig von zwei ausserirdischen Rassen, den Kantaki und den Horgh. Denn nur diese beiden Rassen besitzen das Wissen und die Technik um interstellare Reisen zu ermoeglichen. Die Kantaki benutzen dafuer begabte Menschen als Piloten fuer ihre Schiffe.
Dorian, der Erbe des gewaltigen Valdorian-Wirtschaftsimperiums und spaetere Fuehrer des Konsortiums verliebt sich unsterblich in Lidia, die aber einen anderen Lebensweg waehlt und Pilotin der Kantaki wird und durch die Reisen ausserhalb der Normalzeit fast unsterblich und fast ewig jung bleiben wird, waerend ein verbitterter, stetig alternder Dorian zurueckbleibt und trotz seiner fast unbeschraenkten Macht ein langes, aber unerfuelltes Leben verbringen muss. Kurz vor seinem nahen Tod beginnt er mit der Suche nach Lidia, in der Hoffnung, das sie mit ihren Kenntnissen der Zeit seinen Tod aufhalten kann. Dafuer riskiert er sogar einen Krieg gegen die Allianz...
Dieser Roman ist fraglos eine Spaceopera. Sie enthaelt alle dafuer erforderlichen Bausteine: Grosse Imperien, die gegeneinander Krieg fuehren, fremdartige Ausserirdische, eine Verschwoerung im Hintergrund, die man nur erahnen kann, viel Technik, geheimnisvolle ausgestorbene Rassen und einen Hauch von Fantasy. Dem Autor ist eine Geschichte gelungen, deren Komplexitaet in diesem ersten Band nur zu erahnen ist. Sein Spiel mit der Zeit ist durchweg logisch und behindert das fluessige Lesen nicht, man weiss immer, in welcher Zeitphase man sich gerade befindet. Das ist beileibe nicht immer so, wenn sich ein Autor mit dem Thema Zeit beschaeftigt.
Erfrischend ist auch, das fuer den SciFi-Leser bekannte Geraetschaften neue Namen erfunden wurden, so gibt es keine "Computer", keine "Nanomaschinen" etc. mehr. Das macht schon einen gewissen Reiz dieses Romans aus.
Der absolute Hammer ist dem Autor aber mit dem Cliffhaenger am Ende seiner Geschichte gelungen! Aber lest selbst! Geruechten nach soll der 2. Band schon Anfang 2005 erscheinen. Hoffentlich bleibt dem Autor vorher noch Zeit fuer die Uebersetzung des 3. Teils von Kevin J. Andersons "Saga der Sieben Sonnen". :-)
Noch ein Tip: Am Ende des Romans befindet sich eine ausfuehrliche Zeittafel. Es empfiehlt sich wirklich, diese vor dem Lesen der eigentlichen Geschichte zu studieren.
Fazit: Science-Fiction der Super-Extraklasse!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Auftakt, 16. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Mein erster Brandhorst und der macht Lust auf mehr.
Dem Autor gelingt es eine spannende Geschichte um die zwei
Hauptpersonen Valdorian und Lidia aufzubauen.
Der Autor zeigt das eine Hauptperson nicht immer symphatisch sein muß um den Leser mitfiebern zu lassen.
Wenn man ehrlich ist, kann man die Motive von Valdorian schon nachvollziehen die ihn zu seinen Taten treibt.
Auch kann man absolut verstehen wartum sich Lidia für die Kantaki und gegen Valdorian entscheidet.
Äußerst gelungen setzt sich Brandhorst mit der Zeit auseinander.
Keine einfache Aufgabe aber der Autor löst es für den Leser in einer sehr verständlichen Form.
Auch der Schluß dieses ersten Bandes ist sehr gekungen.
Ein deutscher SF-Autor der Sonderklasse.
Ich hoffe Metamorph begeistert mich in der selben Weise.
Fazit: Wenn man Space Operas liebt ist man hier bestens aufgehoben.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Space-Opera, 3. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Über den Inhalt will ich hier nichts schreiben.

Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. DIe Charaktere sind sehr detailiert beschrieben und sehr "menschlich". Vorallem der Wandel einiger Charaktere innerhalb der Story sind sehr gut, und mal was anderes als üblich.

Die Story an sich ist auch eher aussergewoehnlich was das Ende angeht.

Am Anfang denkt man noch, es kommt die übliche Geschichte, aber dann komtms anders, und anders, und noch mehr anders. =)

Ein paar Kritikpunkte gibt es schon, aber die sind nicht ausschlaggebend für die gesamte bewertung. (Die Kantaki sind Insektoid, das ist schon so ausgeleiert das es nicht nötig waere - Das Wort Pseudoreal kann ich nicht mehr hören. da waeren andere Ausdrücke schöner gewesen.)

Eine ausgezeichnete Space-Opera die gierig auf den zweiten Teil macht.

Ich haette Ihr 5 Sterne gegeben, aber da Ich eigentlich Fan von Hard-SF bin und meine Messlatte momentan "Äon" von Greg Bear ist, gibts nur 4 Sterne.Aber trotzdem auf jeden Fall eine volle Kaufempfehlung !!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchdacht, 25. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Endlich mal eine 'Space Opera' von einem deutschen Autor - und dann auch noch
so gut ! Warum ist mir das Buch nicht früher aufgefallen ? Viel|leicht gehen solche Bücher einfach vor lauter Hamilton's, Simmons usw unter. Und das zu unrecht !
Das Buch ist flüssig geschrieben und im großen und ganzen recht spannend. Es kommt zumindest keine langeweile auf. Hier und da hat der Autor vielleicht dies und das 'ausgeliehen'.
Ich kann dieses Buch uneingeschr?änkt empfehlen.
Ich freue mich schon auf Band 2.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute DEUTSCHE SF!, 2. November 2006
Von 
V. Fremgen "SFWurm" (Hermersberg, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Andreas Brandhorst startete mit "Diamant" den ersten Band des Kantaki-Zyklus. Darin hat die Menschheit in einigen Tausend Jahren "Ihren" Spiralarm der Galxis besiedelt. Dies ist jedoch nur mit Hilfe der zwei einzig bekannten Spezies möglich, die einen überlichtschnellen Weltraumantrieb besitzen: der Horgh und der Kantaki.

Die Protagonisten der Story sind die Kantaki-Pilotin Lidia DiKastro (Diamant) und der Industriemagnat Rungard Valdorian. Deren Geschichte wird über einen Zeitraum von über 100 Jahren vor dem Hintergrund eines ausbrechenden Krieges der Menschen untereinander erzählt. Im Dunkel des "Null" (eines zeitlosen Gefängnisses) lauert eine weitere Partei: die Temporalen, welche den normalen Zeitablauf zerstören und das Universum ins Unglück stürzen wollen...

WOW: Noch nie hat ein deutscher Autor in einer solch "riesigen" Umgebung geschrieben; das Kantaki-Universum ist faszinierend, voller fremder Spezies und uralter Geheimnnisse; meist recht logisch; echte Space Opera! Es gibt zwar nur wenige Charaktere, aber vor Allem die Zeichnung von Valdorian (inklusive seines ständigen Selbstbetrugs) ist stimmig; Lidia (Diamant) bleibt ein wenig blass.

Die wenigen kleinen Fehler trüben des Genuss kaum (wie kann ein uraltes, die Zeit sehendes Wesen wie ein Kantaki von einem einfachen Meschen erschossen werden?).

FAZIT: Ein sehr gutes Buch, 4 Sterne PLUS. Die beiden Fortsetzungen ("Der Metamorph" sowie "Der Zeitkrieg") liegen schon zum Lesen bereit...
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielversprechende Space-Opera aus Deutschland, 23. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Endlich mal wieder ein vielversprechender Science-Fiction-Roman aus Deutschland, der sich nicht hinter den großen Namen zu verstecken braucht.
Der Roman spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit zusammen mit Hilfe von Alien-Völkern unsere Galaxie besiedelt haben, wobei die Menschheit in zwei verfeindete Teile, das Konsortium und die Allianz, gespalten ist.
Der Anführer des Konsortiums, Valdorian, ist Zeit seines Lebens auf der besessenen und rücksichtslosen Suche nach seiner alten Liebe, die unter dem Namen Diamant ein Kataki-Raumschiff steuert und ihm kurz vor seinem Tod noch eine Art ewiges Leben verschaffen kann.
Der Autor führt den Leser dabei durch phantasievolle, aber stets glaubwürdige Welten. Eine Space-Opera, die durch die Einbeziehung einer fast zeitlosen Dimension neue interessante Aspekte liefert und ebenbürdig ist mit den aktuellen Werken von Reynolds oder Kevin J. Anderson, für den der Autor auch als Übersetzer arbeitet.
Das gesponnene Universum wird facettenreich und logisch aufbauend dargestellt, so daß man unbedingt die Zeittafel im Anhang vor dem eigentlichen Roman lesen sollte, um einen Überblick zu erhalten.
Da die Handlung mit diesem Buch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann man sicher gespannt auf die Fortsetzung sein. Besonders auch darauf, ob der Protagonist der Bösewicht bleibt oder sich noch eine Wende ergibt.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leicht und bekömmlich, 9. August 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Brandhorst will mit diesem Buch offenbar einen Zyklus, zumindest ein einiges Universum etablieren. Es gibt auch eine Webseite des Kantaki-Universums.
Es werden wohl einige Anschlußbücher folgen.
Das wird auch durch die wirklich blumige Handlung unterstrichen. Es wimmelt von exotischen Orten; bizarren Welten, Außerirdischen und Lebensweisen.
Das Buch spielt in einer nicht näher definierten Zukunft, es sind wohl so 10.000 - 15.000 Jahre (es gab einige Zeitkriege und Anomalien).
Das Menschen-Universum zerfällt in zwei streng kapitalische orientierte Spähren - Die Allianz und das Konsortium, welche sich erbitter gegenüber stehen und beide über einen bedeutenen Teil der Galaxis gebieten.
Daneben gibt es die Kantanki, insektenartige Wesen, die sich primär in einer Nichtlinieren Zeit befinden und mit riesien Semibiologischen Schiffen den Transraum durchreisen. Nur diese Rasse und die Horgh haben die Technik für überlichtschnelles Reisen, sodass die Menschheit in einer logitischen Abhänigkeit steht.
Die Kantaki-Schiffe werden von besonders begabten Piloten gesteuert, einer davon die eben "Diamant" eine Frau und die Liebe des Lebens für den Primus des Konsortium. Durch seine verzweiflten Bemühungen seinem drohenden Tod zu entgehen, reist der Primus durch die Galaxis auf der Suche nach seiner verflossenen Liebe Diamant, die ihm durch die nichtlineare Eigenart der Kantaki-Raumschiffe helfen soll.
Dabei löst er einen gewaltigen Krieg und allerei Katastrophen aus......
Brandhorst hat sich auf jeden Fall bei Dan Simons, Larry Niven, Peter Hamilaton und einigen anderen bedient, er macht aber auch keinen Versuch dieses zu verbegern.
So erschaffft er zwar keinen neuen Stil, weiß aber duchaus gut und spannend zu unterhalten. Leider benutzt er machen Forumulierungen und Beschreibungen zu oft, dass man nachmal den Eindruck hat; "Oh, habe ich 50 Seiten zurückgeblättert". Das ist aber nur eine kleine und verzeihbare Schwäche.
Das Buch ist sicherlich kein Highlight und kein Meisterwerk, dafür orientiert es sich stark an (großen) Vorbildern, es ist aber flüssig und gut geschrieben. Besonders das Spannungselement weiß Brandhorst sehr hoch zu halten, gepaart mit seiner blumigen Sprache, hat es doch viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.
Eine wirkliche nette Urlaubslektüre für SF-Leser, man unterhält sich prima und kann es trotzdem "nebenbei" lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel verschenktes Potential, 14. April 2011
Von 
Nordlicht (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Mit einigen Jahren Verspätung bin ich auf diese Serie aufmerksam geworden und bin nach fast 600 Seiten an einem Punkt - dem Ende von Band 1 - an dem ich nicht weiss, ob sich das weiterlesen wirklich lohnt.

"Diamant" ist deutlich als erster Band einer mehrteiligen Reihe identifizierbar - die Geschichte entwickelt sich langsam bis träge, die Charaktere verlieren sich in gedanklichen Monologen und belanglosen Gesprächen und nur langsam kristallisiert sich die eigentliche Geschichte heraus. Dazu kommt, dass jedes Kapitel "echter Story" von einem Rückblick auf vorangehende Ereignisse unterbrochen wird, was dem Verständnis der Ereignisse und einzelner Charaktere sicher gut tut, dem Vorankommen der Handlung aber äusserst negativ entgegen steht. Und trotz vieler Worte bleiben die Hauptcharaktere seltsam hölzern.

Das Universum von "Diamant" ist dabei durchaus interessant, allerdings auch äusserst klischeehaft gestaltet. Die Überrasse der Kantaki beherrscht als einzige die echte Raumfahrt und hält so ein Monopol auf den Transport von Lebensformen inne, ist aber geistig deutlich zu weit entwickelt, um dadurch militärischen Nutzen ziehen zu wollen. Alle anderen Völker des Weltalls stehen im zweiten Glied, darunter auch die Menschen, die sich aufgesplittert in verschiedene Sternenreiche immer noch wirtschaftlich wie militärisch bekriegen.
Doch all diese Völker unterliegen der Gefahr der Temporalen - einer Rasse, die aus der Vergangenheit in den Zeitstrom eingreifend die Endzeit herbei beschwören will.

Dieser Fokus auf den Zeitstrom - sei es bei den ausserhalb des Zeitstrom stehenden Kantaki Piloten oder den bösen Temporalen, öffnet schleusenartig das Tor für Ungereimtheiten: wieso springen die Temporalen nicht an einen Punkt kurz vor der letzten Invasion und verhindern von dort aus ihre erste Niederlage, anstatt sich in der Jetzt-Zeit des Romans in das bekannte Universum zurück zu kämpfen? Wenn ortgebundene Kantaki Tempel ausserhalb des Zeitstroms liegen, warum haben sich Planeten- und Konsortiumführer dieses Wissen nicht zu Nutzen gemacht und eben diese Technologie studiert/kopiert/geklaut? Wenn es für jede Entscheidung, die an jedem beliebigen Ort im Universum getroffen wird, ein Universum für jede dieser Entscheidungen entsteht, warum versuchen die Temporalen dann genau in diesem einen die Endzeit heraufzubeschwören - und hätte dies überhaupt Auswirkungen auf alle anderen Universen? Wenn die Kantaki einer Pilotin das ganze Zeitproblem so in wenigen Sätzen verständlich erklären können, warum eröffnen sie dieses Wissen nicht allen anderen und verhindern so, dass Machtgier und Unwissenheit den Untergang allen Seins heraufbeschwören kann. Und von diesen Fragen kommen noch viele weitere während des Lesens auf, ohne eine Antwort zu erfahren.

Es bleibt am Ende ein wenig Staunen, wie 600 Seiten so wenig erzählen können und wie eine eigentlich durchaus interessante Geschichte so bar jeder Spannung erzählt werden kann. Ein wenig bleibt mir die Frage, wie es weiter geht, aber ob die Beantwortung das Lesen mehrerer weiteren jeweils gut 600 Seiten langer Romane wert ist? Daran zweifel ich nach "Diamant".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmaß, 12. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist in meinen Augen nicht schlecht, aber auch nicht gut, eben Mittelmaß.
Das Universum ist an sich interessant mit den 2 Machtblöcken und den Aliens die ihre Transportdienst anbieten. Allerdings beschleicht mich immer wieder das Gefühl, da wäre doch mehr drin gewesen. Grund hierfür ist schlicht und einfach, dass nicht wirklich genug passiert und vorallem im dritten Viertel geht der Spannungsbogen nach unten.

Für alle die einen kurzen Check wollen:

Story: Ok, aber mit dem ganzen Zeitzeugs wie z.B. einer Macht die durch Zeitlöchern einen Angriff auf das Universum planen, sicher nicht jedermanns Sache.

Völker: 2 menschliche Machtblöcke und mehrere Alienvölker wobei nur eines davon wirklich eine Rolle spielt.

Hauptcharakter: 2 Stück die sehr unterschiedlich ausgefallen sind und auch eine Entwicklung durchmachen.

Kämpfe: Einen Weltraumkampf und kleine Bodenfeuergefechte. Allerdings sollte hier keiner einen Scalzi vermuten. Dazu sind sie zu oberflächlich und auch nicht wirklich spannend.

Alles in allem hätte es mir gefallen, wenn es etwas mehr in die Richtung Saga der sieben Sonnen gegangen wäre (ohne dämliche Elemtarvölker). Dort bot z.B. die Politik wesentlich mehr Tiefgang und die Kämpfe mehr Spannung.

p.s. Wer mir sowas ähnliches empfehlen kann, paar Vorschläge würden mich freuen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu schade, um Platz dafür zu verschwenden und für den Weiterverkauf zu gefährlich, 20. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Diamant: Roman (Taschenbuch)
Interessant, wie sehr ich mich - anscheinend - über schlechte Literatur aufregen kann.
Dabei hätte mir das vollmundig-lobende Zitat von Herrn Wolfgang Hohlbein, mit dem auf der Rückseite geworben wird, schon mehr als Warnung sein müssen - bin ich doch schon mit zu viel Lebenszeit auf dessen Werke hereingefallen.

"Warum dann nicht nur einen Stern?"
Die Ansätze der Grundzutaten wären ja da - und sind eigentlich auch nett ersonnen (die Zivilisation der Xur, die Feyn, etc.)...aber die Ausführung! (hier bitte einen langen Seufzer einer mit Hoffnung hingehaltenen, ja gequälten Seele einfügen): Was von Herrn Hohlbein als "Space Opera" bezeichnet wird, kommt nie über eine sondersseichte Liebesgeschichte hinaus, in der sich beide Kandidaten knapp hundert Jahre (!) hinterherweinen.
Und der langweiligste, nervigste Charakter ist letztlich auch noch der "Star", der dann auch einfach nicht sterben will: Knapp das ganze Buch hindurch wird der Leser damit gefoltert, wie sehr sich diese Null von einem Charakter einem vermeintlichen Ende entgegenquält, nur um dann nichts anderes als eine ermüdende Grundlage für die "ach so erstaunliche" und eigentlich schon vergewaltigte Wendung am Ende des Buches zu sein.

"Aber die tollen Ansätze!"
Tja, was hätte man da mit ein bisschen Fantasie draus machen können...
Hätte sich der Autor doch nur für eine halbe Stunde zum "Brainstormen" mit den Kindern seines benachbarten Kindergartens auseinandergesetzt, um deren "Ideen" festzuhalten...wir hätten alle gewonnen.
Aber so verbleibt alles, was im Entferntesten mit Fiktion zu hat im Bereich des Nebulösen, ewig Vagen, sich stets und immer Entziehenden: Immer wenn es die handwerkliche Aufgabe des Autors gewesen wäre sprachliche Hilfestellung bei der Imagination des eigentlich Undenkbaren zu geben, versagt der Autor mit - bald allzu voraussagbarer - Bravour. Alles bleibt immer schemenhaft und eigtnlich so wie überhaupt im Gesamten der Fantasie des Lesers überlassen. Man weiß nach hunderten Seiten nicht einmal, wie die wichtigsten Objekte im Buch (!), also ein Kantaki-Schiff letztlich aussieht, außer dass es aus "Modulen - ein paar davon "transdimensional" - besteht!

Von "dummen" Schnitzern im Plot - wohl basierend darauf, dass der Autor das Knäuel mit dem "roten Faden" in eine Sackgasse hat rollen lassen - will ich gar nicht lange lamentieren:
Natürlich lässt sich das einzige (!) Schiff - dass einen (in 15 Minuten !) sterbenden Planeten verlassen kann und und letzte Zuflucht für Abertausende/-millionne ist - dadurch betreten, indem man in einen (wohl x-beliebigen) Lift einsteigt und eine Pistole/Hefok zückt. Keine Schlange stehen, keine Absperrungen, keine Überwachung, keine Sicherheit...bitte nur in den Lift steigen...

Da habe ich im Bus geschrien.

...ich weiß nicht mehr, ob vor Unglauben oder Wut.

Am Ende war das Buch nur noch eine unsägliche Qual, der ich mich nur aus naiven Hoffnung nach Besserung hinggeebn habe. Schlussendlich waren die angefügten "Chroniken" interessanter als die letzten hundert- bis zweihundert Seiten davor.

Zusammenfassend nur dies:
So sehr es mir als auch meiner Natur als Leser und Bücherfreund wiederstrebt: Das Buch war so schlecht, dass ich mir nicht nur den zweiten Teil keinesfalls kaufen werde, sondern den ersten auch leider verbrennen muss....
...zu schade, um Platz dafür zu verschwenden
...und für den Weiterverkauf zu gefährlich - andere sollen, ja müssen vor meinem Fehler bewahrt werden.

Hoffentlich erfährt die Hauptfigur Valdorian wenigstens dadurch die Hölle, die sie verdient hat!(!!)
...für das was sie zwei Welten - dem Mulitversum des Romans sowie der Realität des Lesers - angetan hat...
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Diamant: Roman
Diamant: Roman von Andreas Brandhorst (Taschenbuch - 2006)
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