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Kundenrezensionen

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am 23. Februar 2006
Um einmal Stephen King zu zitieren: "Dan Simmons schreibt wie ein Gott!"
Noch nie hat mir das Lesen einer Space Opera so viel Spaß gemacht wie im Fall von Ilium.
Zurück zur Geschichte: inmitten der Wirren des Trojanischen Krieges findet sich der ehemalige Philosophie-Professor Thomas Hockenberry wieder. Er hat keine Ahnung wie er dort hingekommen ist, aber er ist da, noch. Im Auftrag der Muse Melete berichtet er dank modernster Technologien live vom Trojanischen Krieg, beinahe schon zu live für seinen Geschmack. Um ihn herum tobt ein Gemetzel wie es die Welt noch nie zuvor gesehen hat. doch halt. Hockenberry ist Experte für Homers Ilias, doch was er sieht entspricht nicht dem was der alte griechische Poet niedergeschrieben hat. Doch wieso?
Hockenberry macht sich auf die Suche nach Antworten. Doch er bleibt nicht unbeobachtet, die Götter des Olymps haben ein Auge auf ihn geworfen.
Währenddessen gehen irgendwo anders in der Galaxis fünf Moravecs, biochemische Cyborgs, auf eine Entdeckungsreise die, die merkwürdigen Vorkommnisse auf dem Mars aufklären sollen. Ihre Reise führt sie zum Olympos Mons, dem höchsten Berg der Galaxis, wo ein schrecklicher Krieg stattfindet.
Zur selben Zeit auf der Erde frönen inzwischen Daeman, Harman und Ada ihren sexuellen Vorlieben, die sie unterwegs auf Odysseus treffen lässt. Der Seefahrer und Kriegsherr unterrichtet sie in „Leben“ und führt sie zu verborgenen Plätzen der Erde, die nur noch von wenigen Menschen bewohnt wird. Dabei stoßen sie auf ein lange gut gehütetes Geheimnis über die Vergangenheit der Menschheit. Eine Odyssee beginnt.
Dan Simmons bisheriges Meisterwerk ist in jeder Hinsicht über alle Zweifel erhaben. Es klotzt wo es muss und kleckert nicht, oder wie wir Österreicher sagen würden, es ist von vorne bis hinten einfach nur geil.
Es ist spannend, unterhaltsam, sexy, intelligent, interessant und obendrein animiert es so manchen zum Lesen der Ilias, mich zum Beispiel.
Daher kann ich Ilium allen Freunden von Space Operas und all jenen die gerne mal einen Blick riskieren wollen, nur ans Herz legen, sie werden es nicht bereuen. Ein echtes Meisterwerk.
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am 16. März 2005
Auf die Gefahr hin Aussagen anderer Leser zu wiederholen, die diesen Roman hier bereits besprochen haben, komme ich dennoch nicht um eine "Kritik" dieses außergewöhnlichen Buches herum.

Wer hier einen historischen Roman erwartet, wird zumindest überrascht sein, residieren die Götter des Olymps doch auf dem Marsberg Mounts Olympos und man schreibt das Jahr 3000.
Die Götter, nanotech-manipulierte Geschöpfe ungewisser Herkunft, entsenden durchs Raum-Zeit-Kontinuum mit HighTek ausgerüstete Beobachter, geklonte Menschen vergangener Epochen, an den Schauplatz der legendären Schlacht um Troja und greifen auch selbst wunderwirkend ins Geschehen ein.
Die Ereignisse eskalieren, als sich einer der Beobachter, Literaturprofessor Hockenberry aus dem 20. Jahrhundert, der Willkür der Allmächtigen zu widersetzen beginnt, eine Affaire mit der schönen Helena anfängt und Trojaner und Griechen zum Kampf gegen die Götter anstachelt...

Unterdessen machen sich aus dem Asteroidengürtel künstliche Intelligenzen auf, um die ungewöhnlichen Ereignisse auf dem Mars aufzuklären und den Missbrauch des Raum-Zeit-Kontinuums, der eine stellare Katastrophe herbeibeschwört, zu beenden.

Derweil fristet auf der zukünftigen Erde im Jahr nach 3000 der vergnügungssüchtige Rest der Menschheit ein kulturloses "Eloi"-Dasein und die höherentwickelten "Nachmenschen" wurden inzwischen in ihren Orbitalstädten von einem Monster aus dem Kontinuum, Caliban, dahingemetzelt.

Das mag nun alles recht durchgeknallt klingen.
Der Autor schafft es aber, ein faszinierendes, bizarres Universum zu erfinden, das den Leser, der sich erstmal in das umfangreiche Werk eingelesen hat, nicht mehr so schnell aus seinem Bann läßt.
So fiebert man schon bald mit den plastisch dargestellten Figuren, erlebt (recht drastisch geschilderte) historische Schlachten, stellare Katastrophen und düster-gruselige Episoden, gewürzt mit einem Volkshochschulkurs "Literaturgeschichte für Fortgeschrittene".

Wie bereits in seinen beiden vorherigen Mammut-Epen "Hyperion-Gesänge" und "Endymion" (die ich bedingungslos zum Lesen empfehle!) ist dies Teil 1 einer Folge von 2 Büchern, da die Werke aus verlagstechnischen Gründen (Umfang!) zweigeteilt wurden.
So stellt Simmons wieder im ersten Teil, hier "Ilium", die Fragen: wer sind die Götter und weshalb ihr Interesse an Troja, wieso verschönern die "Kleinen Grünen Männchen" den Mars mit Steinkopfmonumenten, wie kam es zum grausigen Schicksal der Nachmenschen und was ist mit den vielen verschwundenen Altmenschen geschehen, was treiben die ausserirdischen Voynixe auf der Erde etc...

Der in Vorbereitung befindliche Teil 2 "Olympos" wird endlich die Antworten liefern und wer bereits "Ilium" gelesen hat,
wird die Fortsetzung garantiert keinesfalls verpassen. Ich bin jedenfalls schon gespannt!!!

Absoluter Tipp nicht nur für Science Fiction-Freunde, kreiert Simmons hier doch einen wirklich anspruchsvollen und visionären,
dabei aber auch spannenden und actionreichen Lesegenuss.
Höchstwertung!
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am 14. Juni 2008
Ich bin eine Leseratte und habe schon etliche Bücher aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy, aber auch Historisches verschlungen. Dan Simmons "Ilium" ist - und da fällt mir kein besserer Ausdruck ein - ECHT ABGEFAHREN. Es handelt sich um das aberwitzigste, verrückteste Buch, das ich bislang gelesen habe. Ehrlich gesagt, hält mich schon jeder für verrückt, dem ich nur versuche, die Story zu erklären.

Was macht dieses Buch so außerordentlich? Es besteht im Prinzip aus drei Handlungssträngen, die am Anfang etwas verwirrend und unzusammenhängend erscheinen. Es gibt die Menschen auf der Erde, die in einer Art Paradies leben, sich unbeschränkt in ihrem Universum fortbewegen können und regelmäßig - auch im Todesfall - erneuert werden. Bis sie 100 werden. Eine Gruppe dieser Menschen trifft auf eine 1.400 Jahre alte Frau und den trojanischen Held Odysseus, der sich offenbar mitten in seiner Odyssee befindet.

Dann gibt es die Moravecs - eine Art Androiden-Cyborg-Roboter, die von den Menschen entwickelt wurden, um den Jupiter und seine Monde zu besiedeln. Diese senden eine Expedition zum Mars aus, weil es dort eine Reihe von merkwürdigen quantenphysikalischen Ereignissen gibt, die das Sonnensystem bedrohen. Kurz vor ihrer Landung wird ihr Raumschiff von einem griechischem Gott im Streitwagen angegriffen und schwer beschädigt. Die beiden Überlebenden landen mit einem beschädigten U-Boot auf dem Mars, treffen dort kleine grüne Menschen bzw. menschenähnliche Wesen. Mit diesen können sie nur kommunizieren, wenn sie eines von ihnen töten.

Hockenberry, ein Wissenschaftler und Homer-Experte, ist von den Göttern wiedererweckt worden, um als Kriegsberichterstatter gemeinsam mit anderen Historikern vom Fortgang der Schlacht um Troja zu berichten. Sie erleben, wie die großen Helden der Antike, Archilles, Hektor und viele andere, neun Jahre lang Krieg führen, wie die Götter mit Nanotechnik, Laserwaffen und Quantenteleportation in den Krieg eingreifen und dennoch alles im Großen und Ganzen abläuft, wie in Homers Beschreibung. Bis Aphrodite Hockenberry mit spezieller Technik ausstattet, die ihn gottähnlich macht, und beauftragt Athene zu töten. Doch Hockenberry greift in die Geschichte ein und vereint die Griechen zu einem Kampf gegen die Götter...

Das alles ist so unglaublich, so wahnwitzig und so originell, dass ich einfach keine bessere Beschreibung als "echt abgefahren" dafür finde. Es gibt nur einen Nachteil - um zu wissen, wie das Ganze ausgeht, muss man noch Teil zwei lesen.
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am 6. Juli 2004
Ich war auf der suche nach einem unterhaltsamen Buch für zwischendurch und mein Blick fiel auf Ilium! Ich muss zugeben zuerst natürlich aufgrund des Covers! Ich erwartete auf dem ersten Blick nicht mehr als eine unterhaltsame Erzählung über die Handlungen des trojanischen Krieges und hoffte darauf, dass diese nicht so extrem daneben gehen würde wie bei dem schwülstige Hollywood Film, der alle Reize des alten Mythos zerstörte!!!
Nach den ersten Kapiteln und der Einführung der 3 Handlungsstränge (Hockenberry, die Moravecs, die Altmenschen) war ich erstaunt und verwirrt!
Erstaunt wie intensiv man dieses Buch liest. Sein Schreibstil ist unglaublich, ein Genuß.
Verwirrt weil er viele Begriffe von Technologien und sozialen Gefügen einfach schreibt und nichts erklärt oder beschreibt. Man fragt sich am Anfang wirklich oft:
Was sind denn nun Voynixen und Servitoren, was zur Hölle haben da Dinosaurier zu suchen?? Aber das alles wird nach und nach erklärt. Dadurch entsteht noch mehr die Sucht das gesamte Gefüge zu verstehen.
Man schliesst sehr schnell alle Personen in sein Herz und kann garnicht abwarten zu erfahren wie es mit ihnen weitergeht. Man leidet mit, man lacht über so manchen derben kommentar von Hockenberry oder Daeman, man ist ebenso gebannt und fühlt sich fast selbst so wie die "Altmenschen" wenn sie beginnen immer mehr über ihre Vergangenheit zu lernen... man ist emotional mitgerissen und erschrocken!
Das Buch bietet unglaublich viel! Es kommt mir manchmal so vor als würde Simmons einige Elemente von anderen Bestsellern verwenden:
- Altmenschen = naive Elois ;)
- die Erde = Utopia & Big Brother wie in 1984
- die 3 Handlungsstränge = Herr der Ringe - Die zwei Türme
Aber es ist trotzdem nicht geklaut, es ist etwas unglaublich eigenständiges!
Ich wünsche mir nur das sich viele Simmons Neulinge ein Herz nehmen und zu diesem Buch greifen! Ich habe es auf keinen Fall bereut und werde mir sämtliche andere Werke kaufen und sehnsüchtig auf die weiteren Bücher warten!
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am 2. September 2004
Kennen Sie die Ilias, die Geschichte des Kampfes um Troja? Hier ist eine ganz neue Sichtweise der Ereignisse. Aber "Ilium" ist nicht etwa ein historischer Roman. Nein er ist ein faszinierender Roman der Science-fiction.
In drei Handlungsebenen springt der Leser hin und her, ohne zu wissen, wo der Zusammenhang zwischen diesen besteht.
Da ist zum einen ein Philosophieprofessor, der die zweifelhafte Möglichkeit hat, den Trojanischen Krieg zu beobachten; zweitens eine Gruppe Menschen in ferner Zukunft nach einer geheimnisvollen Entwicklung auf der Erde und die dritte Gruppe sind eine Art kybernetische Organismen auf ihrer Reise zum und auf dem Mars.
Dan Simmons versteht es spannend auf den Zusammenhang und auf einen total überraschenden Höhepunkt hin zu arbeiten. Ich bedauerte es jedesmal das Buch aus der Hand zu legen, wenn der Tagesablauf es erforderte.
Es ist spannend, aber auch amüsant zu lesen.
Ich kannte bis dahin nur die Horror-Romane von Simmons, die ebenfalls spannend aufgebaut waren.
Aber auch im SF-Genre hat er wirklich Großartiges geleistet. „Ilium" beweist es und ich hoffe, dass der Heyne-Verlag auch die Fortsetzung „Olympos" veröffentlichen wird
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am 2. August 2006
Dan Simmons Ilium wird auf drei Handlungsebenen erzählt, die zum Ende der Geschichte hin auf überragende und überraschende Weise zusammenlaufen.

Auf einer Handlungsebene ist der schrullige Held Thomas Hockenberry, ungefragt nach seinem Tod in den Dienst der olympischen Götter gezwungen, damit beschäftigt alles was die Welt über den Krieg von Troja weiß gehörig durcheinander zu bringen. Er schläft mit Helena und hetzt Griechen und Trojaner gegen die allmächtigen Götter auf, was natürlich seitens der launenhaften Götter weder unbemerkt noch ungesühnt bleiben kann.

In einer anderen Zeit und an einem anderen Ort leben die letzten paar Menschen der Erde ein scheinbar paradiesisches Leben. Sie sind arglos und trottelig und beinahe wie Tiere leben sie in den Tag hinein, von einer Party zur nächsten und von einem Geschlechtspartner zum nächsten. Sie haben fast alle Kulturtechniken ihrer Vorfahren verlernt und nehmen die Roboter, die ihnen dienen, ebenso für selbstverständlich wie die Tatsache, dass ihr Leben mit genau 100 Jahren zu Ende ist. Aber als der 99 jährige Harman beschließt Fragen zu stellen und herauszufinden warum er zu den sagenumwobenen Nachmenschen in die Orbitalringe aufsteigen soll und wie es dort aussieht, gerät die scheinbare Idylle seiner Welt plötzlich aus den Fugen. Er und seine Freunde Daeman, Ada und Hannah machen sich auf die Reise und treffen auf Savi eine uralte Frau aus einem vergangenen Zeitalter und diese wiederum stellt den vier Altmenschen den sagenhaften Helden Odysseus vor. Wie er in eine kryostatische Kammer gelangte und dazu noch tausende von Jahren in der Zukunft wieder aufwachte, das weiß nur er allein. Zusammen aber entwerfen die sechs ungewöhnlichen Menschen einen Plan und der wird die arglosen Altmenschen aus ihren paradiesischen Träumen herausreißen und sie mitten in einen herauf dämmernden Krieg hinein stoßen.

Zur gleichen Zeit aber weit entfernt werden von dem Jupitermond Europa aus verblüffend menschliche Roboter, Moravecs genannt, mit der Mission betraut seltsam bedrohliche Erscheinungen auf dem Mars zu untersuchen und im schlimmsten Fall mit einer mächtigen Waffe dagegen anzugehen. Nur zwei Moravecs, nämlich der verträumte Shakespearefan Mahnmut und der realistische Proustverehrer Orphu, überleben diese Mission und entdecken auf dem Mars tatsächlich Haarsträubendes - auch wenn sich auf ihren halbbiologischen Körpern keine Haare befinden. Ihre Mission scheint zum Untergang verurteilt, denn die neu zugezogenen Marsianer - wer immer diese mächtigen Wesen sein mögen - sind über die Einmischung der Moravecs gar nicht erfreut. Aber die Moravecs erhalten beinahe in letzter Sekunde eine unerwartete und ungewöhnliche Unterstützung.

Soweit zur Handlung, die vielschichtig, genial ausgeklügelt und extrem spannend ist.

Es ist ein Hochgenuss sich von Dan Simmons in die sehr realistisch geschilderte Geschichte um den Trojanischen Krieg entführen zu lassen, zu lesen wie jene weltberühmten Helden fühlen, denken, kämpfen und sterben, und man muss nicht unbedingt ein Kenner der Ilias sein, um Simmons tiefsinnigen Humor, sein fundiertes Fachwissen und seinen genialen Erzählstil zu schätzen. Gleichzeitig aber versteht es Simmons diese antike Sage gekonnt in einen spannenden und erschreckenden Science Fiction Epos einzuflechten.

Wertung:

Das ist einer der besten und ambitioniertesten, durchdachtesten und von Wissen und Geist sprühenden Science Fiction, den ich seit Frank Herberts Dune las.

Leider ist der Einstieg in die Geschichte etwas schwerfällig, die ersten hundert Seiten erfordern Durchhaltevermögen, dann aber reißt einen die Spannung vollkommen mit. Auch die langen Zitate aus Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" waren oft ermüdend und trugen nicht unmittelbar zum Gang der Geschichte bei. Andererseits sind viele Bezüge zu Shakespeares Werk "Der Sturm", aus dem wichtige Figuren des Buches wie Prospero, Caliban, Sycorax und Co. stammen, leider nicht näher erläutert. Man sollte also dieses Drama von Shakespeare schon kennen um die geistreichen Andeutungen des Autors zu verstehen.

Und auf jeden Fall muss man sich auch die Fortsetzung "Oplympos" zulegen, wenn man wissen möchte wie der "Trojanische Krieg" ausgeht, und natürlich will man das wissen ;-)- denn wer einmal Dan Simmons, diesem Gott unter den SF-Autoren verfallen ist, der wird ihn immer wieder lesen.
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am 18. Oktober 2015
Wieder einmal eine herrlich abgefahrene Story aus des Meisters Feder. Nachdem ich mich anfänglich etwas schwer getan habe und schon fast ein wenig versucht war, den weniger positiv ausgefallenen Rezensionen beipflichten zu wollen, hat es dann doch ordentlich durchgezündet und ich habe das Buch mit wachsender Begeisterung verschlungen. Wie von Dan Simmons erwartet, werden mehrere Handlungsstränge mit nach hinten heraus zunehmender Spannung zusammengeführt, langsam dämmert es dem Leser, dass die Dimensionen der Story wesentlich gewaltiger sind, als man anfänglich glauben mag. Das vom Leser, auf Grund anfänglich unklarer Zusammenhänge der verschiedenen Handlungsstränge etwas Flexibilität erwartet wird, ist bei Dan Simmons ja nichts Neues, inwieweit die vom Autor gewählten außerirdischen Lebensformen gefallen, ist Geschmacksache, letztlich verwebt er alles gekonnt zusammen und weckt Interesse, wie es weiter geht. Ich würde Lesern, die gerade Hyperion gelesen und Endymion beendet haben, raten, nicht im evtl. vorhanden Simmonsrausch direkt mit Ilium weiterzumachen, sondern mal einen anderen Autor dazwischen lesen, damit man nicht Gefahr läuft, die Größe von Hyperion und Endymion als Vergleichsgrundlage für Ilium anzusetzen. Da könnte der Anfang dann noch ein wenig schwerer fallen. Ich bin mit Ilium voll auf meine Kosten gekommen und freue mich jetzt auf die Fortsetzung. Von mir vier Sterne mit der Tendenz nach oben.
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am 13. Juli 2007
Eigentlich bin nicht DIE Leseratte. Aber zwei Kollegen haben bereits Ilium gelesen und mir das Buch wärmstens empfohlen. Mal abgesehen davon dass die drei Handlungsstränge am Anfang etwas verwirren, findet man sich schnell in der Geschichte zurecht. Die Art und Weise, wie Dan Simmons seine Geschichte(n) erzählt, ist nahazu perfekt. Nicht zu umfangreiche Beschreibungen wie in "Herr der Ringe", aber umfangreich genug, um sich die "Hauptdarsteller" bildlich vorstellen zu können. Außerdem ist es fesselnd und kurzweilig geschrieben. Ich hatte das Buch in 6 Tagen durch.

Was mir am meisten gefiel, war die Kombination aus SciFi und griechischer Mythologie. Ich habe noch nie eine solch gelungene Kombi gesehen. Ich hoffe, irgendein Drehbuchautor kommt auf die Idee diese Story zu verfilmen. Der Stoff reicht locker für einen 2- oder 3-teiler.

Einziger negativer Kritikpunkt ist, dass das Buch kein richtiges Ende hat. Ich empfehle das Buch "Olympos" gleich mitzubestellen. Denn dort geht die Geschichte weiter.
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am 5. Juli 2005
Ehrlich gesagt, habe ich Dan Simmons vorher nicht gekannt. Ich bekam "Ilium" zum Geburtstag geschenkt und es hat länger gedauert, bis ich das Buch begonnen habe. Dann jedoch konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. Woran lag es? An der intelligenten "Neuinterpretation" des Ilias-Gesangs von Homer? An der geschickten Verknüpfung von 3 Handlungssträngen? Es liegt an beidem und natürlich an der packenden Sprache, der sich Dan Simmons bedient.
Für mich ein absolutes Meisterwerk des Genres, das mich dazu veranlasst hat, mir die "Hyperion-Gesänge" anzuschaffen, die ich demnächst beginnen werde. Auch den Ilium-Nachfolger "Olympos" habe ich bereits vorbestellt und kann die Lieferung kaum abwarten.
Fazit: Absolutes Lese-Muss.
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am 7. Juli 2004
Vorab: In der deutschen Übersetzung beim Lesen bitte unbedingt den Einleitungs(Klappen)text überspringen, welcher viel von der Spannung vorwegnimmt (spoiler!).
Ilium, welches sich sehr 'gewagt' an die Ilias anlehnt, ist ein großartiger Roman mit dem für D. Simmons typischen Spannungsbogen, welcher mit einer über verscheidene Schauplätze verteilten Handlung und den letzendlich zusammenlaufenden Handlungssträngen eine atemberaubende Spannung erzeugt (O.K., die Idee bzw. der Stil ist nicht neu, aber es funktioniert immer noch hervorragend). Es ist 'mal wieder der Typ Buch, den man nicht so schnell aus der Hand legt, getragen von der detaillierten Entwicklung der Charaktere und der damit einhergehenden "Aufklärung" der im jeweilig (vor-)letzten Kapitel hinterbliebenen Fragen. Hier auch mein erster Kritikitpunkt: Die Handlung zieht sich die ersten 200 Seiten doch eher schleppend dahin. Ein Leser, der bis dato noch nichts von Simmons gelesen hat, dürfte durch die Fülle der ziemlich abgedrehten und abstrusen Informationen schnell überfordert und vor allem gelangweilt sein (Querlesen-Gefahr). Nach 300 Seiten zieht jedoch die Erzählung mächtig an und nimmt einen in ihren Bann. Und ungefähr ab diesem Zeitpunkt beginnen sich auch die zuvor genannten Punkte in ein logisches Muster einzuordnen.
Deutlich erkennbar ist in Ilium die Herkunft D. Simmons aus dem Horror-Genre, viel deutlicher als im Hyperion-Zyklus. Was dem Roman jedoch in meinen Augen nicht schadet. Mit Hyperion ist dieser Zyklus (ich nehme schwer an, dass auch dies einer werden wird, da das Ende "überaus offen" ist) sowieso nicht zu vergleichen. Der Zauber von Hyperion blitz zeitweilig auf (v.a. bei den Moravecs + den KGM's), spielt in diesem Roman jedoch keine solch dominante Rolle. Der Ansatz ist einfach zu verschieden - und das ist auch gut so. Ich hatte immer Angst, von D. Simmons als Nächstes eine Art von "Hyperion V" zu lesen. Diese Befürchtung hat sich zum Glück in keinster Weise bewahrheitet! Es ist etwas anderes.
Fazit: Irgendwo zwischen 3 und 4 Punkten, die Sympathie für den Autor hat den Ausschlag nach oben gegeben (und ich gebe ja zu, dass ich sehnsüchtig auf "Ilium II", oder wie immer die Fortsetzung auch heissen mag, warte).
Habe die Ehre - Fussel + die wilde Familie
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