Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen168
3,9 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 24. Februar 2013
Robert Harris unternimmt den Versuch, das Leben in und um Pompeji kurz vor dem Ausbruch des Vulkans lebendig werden zu lassen. Vorneweg ganz klar gesagt: dieser Versuch gelingt ihm sehr gut!

Im Zentrum der fiktiven Geschichte steht Marcus Attilius, der neuberufene Acquarius (heute würde man wohl studierter technischer Wasserwart sagen), der für den Aquädukt Augusta zuständig ist. Die Augusta versorgt die ganze Region um den Vesuv herum mit Frischwasser. Plötzlich aber versiegt die Augusta. Aufgrund des zeitlichen Ablaufs und der Tatsache, dass nur Pompeji weiterhin mit Wasser versorgt wird, glaubt der junge Ingenieur die Stelle lokalisieren zu können, an der die Augusta beschädigt wurde. Er braucht Hilfe, bekommt sie zuletzt, trotz eines Intrigenspiels, vom Admiral Plinius, der in seinem historischen Werk den Ausbruch akribisch festhält. Marcus zieht los, repariert den Aquädukt; so weit so gut, wäre da nicht noch die Geschichte seines verschwundenen Vorgängers, der in einen größeren Betrugsskandal verwickelt war, den Marcus ebenfalls aufdeckt. Deswegen wird auch ein Mordversuch auf Marcus verübt, dem er aber gerade noch entkommt. Garniert wird die Geschichte durch Cornelia, die Tochter eines früheren Sklaven, der es zu immensem Reichtum gebracht hat und der nun der eigentliche große Strippenzieher in Pompeji ist. Alles wäre ganz nett, aber dann bricht der Vesuv aus. Harris schildert recht detailliert, wie der Ablauf aus der Sicht der Betroffenen wohl war und wie zwiespältig die Auffassungen zum Handeln (fliehen oder bleiben) wohl gewesen sind. An der Katastrophe freilich ändert das nichts. Kleines Happyend: die Augusta hilft Marcus und Cornelia gemeinsam zu überleben.

Das Englisch ist sehr gut lesbar, auch für weniger Geübten.

Fazit: Sehr gut geschriebene Vermischung zwischen historischen Tatsachen und einfühlsamer Erzählung aus der möglichen Sicht der Betroffenen. Sehr lesenswert.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2012
Mit Sicherheit einer der besten historischen Romane überhaupt. Dass man aus ihm viel über den Untergang Pompejis im Jahre 79 n Ch. erfährt, über Aquädukte, Vulkanismus, das Elend der Sklaven, durfte man bei einem Autor wie Robert Harris schon voraussetzen. Was mich aber vollends für den Roman eingenommen hat, sind neben der gediegenen, geradezu klassischen Sprache - eine brillante Übersetzung von Christel Wiemken! - die Charakterporträts: Der junge Wasserbaumeister Attilius ist ein - nach dem Tod seiner Frau - eher gebrochener Held, die Reicheleutetochter Corelia ebenso halsstarrig wie aufsässig und leicht zickig, aber doch liebenswert; vor allem ist das Porträt des bekannten Historikers, Kommandanten und Wissenschaftlers Plinius des Älteren (23 v. Chr-79 n.Chr) äußerst differenziert: Wenn er am Ende noch im Angesicht der auf ihn zurollenden Lavamaßen nach den richtigen Formulierungen zur Beschreibung der entfesselten Naturgewalten sucht, hat das eine geradezu kathartische Wirkung.
Schon die Eingangsszene verrät die Meisterschaft des Autors. Die Bestrafung eines Sklaven, der den Muränen zum Fraß vorgeworfen wird, hätte ein Autor konventioneller historischer Romane zu einem mehrseitigen Blutbad gemacht, hier hingegen wird der Schrecken nur indirekt dargestellt - und wirkt darum um so mächtiger: Denn er nicht Selbstzweck, sondern ein Mittel zur Darstellung des skrupellosen Umgangs der römischen Oberschicht mit den als bloße Sachen angesehenen Sklaven.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. November 2003
In seinem neusten Roman beschreibt Robert Harris die Verwicklungen und Intrige in die der junge Aquarius Marius Attilus in den letzten Tagen vorm Untergang Pompejis (im 1. Jahrhundert) verstrickt wird. Im Gegensatz zu Harris bisherigen Romanen findet sich der Leser diesmal nicht mit einem Thema des 20. Jahrhunderts konfrontiert. Heisse Verbiegungen der Geschichte, wie in "Vaterland" oder "Aurora" hat man nicht zu erwarten. Es lässt sich fragen, warum sich Harris gerade den viel beschriebenen und auf den ersten Blick für heute wenig brisanten Untergang Pompejis ausgesucht hat, lässt sich nur erahnen. Ein Vergleich mit dem 11. September 2001 drängt sich nicht zwingend auf, weil andere Ursachen eine Rolle spielen. Aber beide Ereignisse verbindet, dass sie im Kernland einer Weltmacht geschahen und das Vorboten ignoriert wurden. Harris ist ein Meister, wenn es darum geht, die Stimmung einer Epoche einzufangen. Er erweckt die römischen Ruinen, die man vor Augen hat, wenn man an Pompeji denkt zum Leben. Die Grausamkeit und Willkür dieser Epoche, die Nichtigkeit eines Menschenlebens, die politschen Intrigen, Aberglaube und Schicksalsergebenheit. All dies ist in einer anschaulichen Sprache dargestellt. Vermisst habe ich die Spannung, die mich beim Lesen von Harris weiteren Romanen so gefesselt hat. Nach zwei Dritteln des Buches durchschaut man die Intrige. Man hält zwar den Atem an, weil man von vornherein weiss, dass Pompeji untergehen wird, aber die Hochspannung zerfällt. Trotzdem ist der Roman mehr als lesenswert. Harris Beschreibungen sind detailiert recherchiert und man gerät immer wieder ins Staunen über die beschriebene Epoche. Sehr gefallen hat mir auch die Gegenüberstellung einiger Zitate zu Beginn des Buches und einleitente Zitate über Vulkanologie zu Beginn jeden Kapitels, die den Geschehnissen Authentizität verleihen.
0Kommentar|82 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Januar 2004
'Pompeji' hat alles was ein Buch haben muss, und noch vieles mehr. Es macht ungeheuren Spass diesen Roman zu lesen, und das alles, obwohl das Ende des Buches vorgegeben ist.
Robert Harris erzählt die Geschichte der letzten zwei Tagen vor dem Ausbruch des Vesuvs, indem er den Wasserbaumeister Attilius (der gekommen ist, um die Aqua Augusta, einen Aquädukt, zu reparieren), bei seiner Arbeit begleitet.
Dabei entdeckt Attilius nicht nur eine Verschwörung, die sich in die höchsten politischen Ränge zieht, sondern begegnet auch vielen wunderbar gezeichneten Persönlichkeiten, die Harris auf unnachahmliche Art zum Leben erweckt.
Weiters versteht es Harris uns einen Teil des römischen Reiches um 79 n. Chr. so zu beschreiben, dass man ohne Schwierigkeiten darin versinken kann.
Wie schon erwähnt bietet dieses Buch alles was ein Buch haben muss, und zwischen den Zeilen gibt uns Harris einen Anstoß darüber nachzudenken, wie wichtig Geld, Macht und Reichtum wirklich sind, und ob nicht andere Dinge zählen und uns glücklicher machen können.
Mein Fazit: Wenn ein Muffel wie ich von einem Roman begeistert ist, der in der Zeitepoche der alten Römer angesiedelt ist, und ich derartige Bücher eigentlich nur vom Hörensagen kenne, kann das nur in für den Autor und sein Werk sprechen.
0Kommentar|65 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2004
In "Pompeji" entführt Robert Harris den Leser ausnahmsweise einmal nicht in die spannende Welt der jüngsten Vergangenheit sondern in die Zeit der römischen Antike. Und dennoch versteht es der Autor, die im Jahr 79 n.Chr. angesiedelte und lediglich an drei Tagen spielende Geschichte um Macht und Verantwortung plastisch und schillernd zu schreiben, als passierte sie heute: Ein junger Baumeister des Aquädukts kommt kurz vor dem Ausbruch des Vulkans nach Pompeji, die Wasserversorgung ist zusammengebrochen. Auf der Suche nach dem Leck deckt er eine Verschwörung auf...
Auch wenn das Ende der Geschichte bekannt ist: Dieser
"Titanic-Effekt" stört bei "Pompeji" keinesfalls. Denn Harris gestaltet den Thriller vor dem Hintergrund des Untergangs der reichen römischen Stadt zu einer spannende Parabel, die Parallelen zur modernen Welt zeigt: Eine Supermacht mit zivilisatorischen Glanzlichtern (Aquädukt) wähnt sich auf dem Höhepunkt ihrer Zeit - und spürt nicht, dass sie den Zenit längst überschritten hat und somit verwundbar, angreifbar wird. Die Katastrophe trifft die Menschen natürlich völlig unvorbereitet - in Pompeji im August 79 ebenso wie in New York am 11. September 2001.
Wenn "Pompeji" auch im Vergleich zu "Vaterland" oder "Enigma" etwas langatmiger und epischer geschrieben ist und zuweilen Spannung fehlt, weil eben das Geheimnis kein Geheimnis ist - ersetzt Harris doch den fehlenden Thrill durch detailierte Beschreibungen, scharfe Beobachtungen, witzige Dialoge. Lesenswert ist das Buch also auf jeden Fall - nicht nur für Historienbegeisterte.
0Kommentar|55 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2004
Mit Pompeji ist Harris fast schon ein Meisterwerk gelungen. Das Buch ist gut recherchiert, der Plot ist simpel (und dennoch oder gerade deswegen glaubwürdig) und die Figuren erscheinen lebendig.
Erzählt wird hier die Geschichte des jungen Wasserbaumeisters Marcus Attilius Primus, der gerade erst aus Rom nach Misenum gekommen und dem die Verantwortung über die Aqua Augusta übertragen worden ist. Gleich nach seiner Ankunft bekommt er es mit den verschiedensten Problemen zu tun: Die ihm unterstellten Männer, allen voran der Aufseher Corax, versuchen seine Authorität zu untergraben, in Kampanien herrscht eine katastrophale Dürre und zu allem Überfluß versiegt dann noch die Aqua Augusta und 500000 Menschen sind ohne Wasser. Außerdem ist das geheimnisvolle Verschwinden von Attilius Vorgänger Exomnius noch immer ungeklärt und der junge Aquarius lernt die selbstbewußte Tochter des ehemaligen Sklaven Ampliatus, der sich inzwischen zum Machthaber von Pompeji aufgeschwungen hat, kennen.
Als Attilius mit seinen Männern auszieht, um die Wasserleitung zu reparieren, stößt er schon bald auf Hinweise, daß Exomnius in irgendetwas verwickelt war. Hat es etwas mit seinem Verschwinden zu tun? Wie konnte die mächtige Aqua Augusta in wenigen Stunden versiegen? Diesen Fragen geht der Wasserbaumeister im Laufe der Geschichte auf den Grund, obgleich zwischenzeitlich auch noch der Vesuv ausbricht.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2004
Mein erstes Buch von Robert Harris und ich bin begeistert:
Robert Harris beschreibt in „Pompeji" die letzten zwei Tage vor dem Ausbruch des Vesuv: Attilius, der neue Aquarius, wurde nach dem Verschwinden seines Vorgängers Exominus mit der Betreuung der Aqua Augusta betraut, die die Gegend um Pompeji und Misenium mit Wasser versorgte.
Als plötzlich das Wasser nicht mehr ungehindert sprudelt und in einigen Städten sogar versiegt, muß Attilius das Problem lösen, und zwar möglichst schnell. Denn die Aqua Augusta versorgt nicht nur die allgemeine Bevölkerung mit Wasser sondern auch die Willen der Reichen und Schönen sowie auch die kaiserliche Flotte. Behindert wird er dabei nicht nur von einem äußerst unwilligen Assistenten, sondern auch von Ampliatus, einem ehemaligen Sklaven und nunmehr Miethai in Pompeji - reich, rücksichts- und skrupellos.
Robert Harris ist es hervorragend gelungen, historische Details mit wissenschaftlichen Fakten zu verweben, in eine Mischung aus Dekadenz, Korruption, Völlerei und Liebesgeschichte zu verpacken und damit einen mitreißenden Roman zu schaffen, der sich durchweg flüssig lesen lässt.
Die Charaktere sind überaus glaubwürdig, die Dialoge der Zeit angemessen. Die Beschreibungen der Dekadenz sind authentisch, Schilderungen der römischen Lebensweise sehr detailgetreu ( z.B. S. 164 f - opulentes Mahl bei Ampliatus).
Obwohl wir Leser wissen, dass Pompeji zerstört wurde - quasi untergegangen ist, sind die Menschen in der Gegend zum damaligen Zeitpunkt - und somit auch in diesem Roman - völlig arglos und gehen ihrem täglichen Leben nach. Genau das ist einer der Punkte, die „Pompeji" so spannend machen. Trotz Pompejis Untergang wollte ich wissen, wie und ob es mit Ampliatus und Corelia weitergeht und ob das Wasser wieder fließen würde.
Einem jeden Kapitel sind Zitate/Ausschnitte aus Fachliteratur über Vulkanologie vorangestellt, deren Inhalt bereits erkennen läßt, was im Inneren des Vesuvs unbemerkt vor sich geht und wie die Katastrophe im Verborgenen naht.
"Pompeji" ist nicht nur eine Geschichte über den Untergang Pompejis an sich, sondern auch - wie Harris vor kurzem in einem Interview sagte - eine Erinnerung an die Verletzbarkeit von Großmächten: solange alles in Ordnung zu sein scheint, wird im Luxus geschwelgt als ob es kein morgen gäbe. Die Reichen im Pompeji baden - im wahrsten Sinne des Wortes - in Luxus (nämlich in Wasser), während in den anderen Stellen die Aqua Agusta - ein technisches Meisterwerk der Antike - bereits versiegt ist. Parallelen zwischen der Supermacht USA und dem Römischen Reich sind auffallend und Harris meint selbst, dass Pompeji ein Symbol für den Glauben an die eigene Unverwundbarkeit ist. Wohin das führen kann, ist uns leider allen nur zu gut bekannt!
Fazit: Spannende, exzellent recherchierte, leichtverdauliche Lektüre. Bitte warten Sie nicht auf die Taschenbuchausgabe!
0Kommentar|58 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2004
23 Hektar der Stadt Pompeji sind noch nicht ausgegraben. Für Generationen nach uns möchte man etwas übrig lassen, um sie an diesem einzigartigen Kulturdenkmal Europas teilhaben zu lassen. So faszinierend es ist, über diese Ausgrabungen zu wandern, diesem Ort am Golf von Neapel wirklich Leben eingehaucht hat nun Robert Harris mit seinem Roman. Elegant lässt er seine Phantasiefigur, den Wasserbeauftragten Roms, Attilius, durch die von Plinius dem Älteren schon so lebhaft geschilderte Zeit wandern. Die erfundene Romanhandlung verträgt sich aufs Glücklichste mit dem historisch Überlieferten.
Etwa 800 Jahre nach Gründung Roms, im ersten nachchristlichen Jahrhundert, genau im Jahre 79 n. Chr., erfahren wir viel von der scheinbaren Dekadenz eines saturierten Volkes. Gab es denn nie die "gute, alte Zeit"? Nein, Menschen haben sich nicht geändert. Deshalb ist es auch so leicht der Handlung des Romans zu folgen, man vergisst über Seitenlängen den 2000jährigen Abstand zur Jetztzeit.
Plinius der Jüngere schreibt an Tacitus, über das Ende seines Onkels und bemerkt "...glücklich müssen diejenigen sein, denen die Götter die Fähigkeit verliehen haben, darstellungswürdige Tatsachen zu leisten oder lesenswerte Dinge darzustellen..." Lesenswertes hat uns Harris in seinem Roman Pompeji wirklich dargestellt. Ein spannender Plot, eine gute Lebensbeschreibung der "alten Römer", farbiger noch als die restaurierten Wandgemälde der fast ausgegrabenen Stadt Pompeji.
0Kommentar|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 30. Juli 2009
Die Handlung dieses Buches erstreckt sich über die vier Tage vom 22. bis zum 25. August des Jahres 79 n Chr, von den ersten Anzeichen der nahenden Katastrophe, die noch kaum jemand bemerkt, bis zum tatsächlichen Ausbruch des Vulkans, der in allen dramatischen Details geschildert wird.

Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse des Wasserbaumeisters Attilius, der sich - vor dem Hintergrund des alles überschattenden Vesuv - in die schöne Corelia verliebt und nebenbei auch noch eine Verschwörung aufdeckt - und das alles innerhalb weniger Tage.
Auch aufgrund dieser Verdichtung der Ereignisse ergibt sich eine spannende und temporeiche Handlung.

Man merkt der Geschichte allerdings zu sehr an, dass sie nur konstruiert wurde, um möglichst viele Fakten zum Vulkanausbruch unterzubringen. Ebenso wirken die handelnden Personen oft, als seien sie nur erdacht worden, um das Leben in Pompeji in möglichst vielen Facetten schildern zu können.

Dennoch ein empfehlenswertes Buch, das dem Leser historische Geschehnisse näherbringt.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2011
Die Auslöschung der einst blühenden Orte Herkulaneum, Pompeji und Stabiae am 24. August des Jahres 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv hat von jeher die Menschen bewegt. Noch heute pilgern tagtäglich Besuchermassen zu den Ausgrabungsstätten am Fuße des Vesuv , um sich mit eigenen Augen ein Bild des früheren Lebens in diesen Städten zu machen. Die Vorstellung vom Leid der so jäh aus dem Leben gerissenen Menschen läßt niemand kalt. Dieses erregende Szenario hat der britische Journalist Robert Harris für eine mitreißende Verschwörungs- und Liebesgeschichte rund um den jungen Wasserbaumeister (lat. "aquarius") Attilius genutzt. Sein Roman führt uns Anfang August 79 n. Chr. in die damals bei den schönen und mächtigen Römern überaus beliebte Stadt Misenum am Golf von Neapel.

Dort ist der bisherige Aquarius spurlos verschwunden. Er war für die stete Wasserversorgung der anliegenden Orte durch das vom Apennin kommende Aquädukt Aqua Augusta zuständig. Zu seinem Nachfolger wird der junge Attilius, dem einflußreiche Gegner das Leben schwer machen. Dazu gehört der neureiche einstige Sklave Amplius, der mit einer großen Fischzucht wohlhabend wurde. Als der Fischbestand durch Schwefelausdünstungen des nahe gelegenen Vesuv zugrunde geht, und die Aqua Augusta versagt, sind plötzlich 250.000 Menschen der Golfregion ohne Wasserversorgung. Mit Hilfe von Corelia, der Tochter des Amplius, deckt Attilius eine Verschwörung auf, sein Leben gerät in Gefahr. Gleichzeitig mehren sich die unheimlichen Vorzeichen einer drohenden Katastrophe.

Robert Harris hat einen spannenden und mitreißenden Historienroman geschrieben. Dem Buch merkt man die guten Recherchen des 1957 in Nottingham geborenen Autoren an, der sich vor Ort orientiert und die holperigen Straßen des ausgegrabenen Pompeji beschritten hat. Dadurch erfährt der Leser viel Lehrreiches über die römische Zeit. Dazu gehören Einzelheiten des Baus von Aquädukten, der römischen Küche oder der verschiedenen Teile einer römischen Villa. Eindrucksvoll sind auch die Schilderungen der einzelnen Etappen des Vesuvausbruchs, die Harris anhand der Aufzeichnungen von Plinius dem Älteren, dem großen römischen Naturforscher und Flottenkommandeur von Misenum, nachvollzieht.

Fazit: Ein packender 375 seitiger Roman, dessen Lektüre nicht nur Kampanienbesucher begeistern wird.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,95 €