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Kundenrezensionen

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3,7 von 5 Sternen
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am 7. Januar 2000
"Sperling" ist eines der besten ScienceFiktion-Bücher, die ich bisher gelesen habe. Die Autorin wendet hier eine für mich neue und ungewohnte Technik des Erzählens an, indem sie in den Kapiteln abwechselnd die Ereignisse in chronlologischer Reihenfolge, dann aber rückblickend in Form einer Anhörung des einzigen Überlebenden der Mission zu einem fremden Planeten erzählt. Dadurch werden einige zentrale Punkte der Handlung zwar vorweggenommen, doch wird gleichzeitig eine ganz neue Art von Spannung erzeut. Der Leser fragt sich ständig, wie es zu diesen Ereignissen kommen konnte, zumal diese ganz und garnicht zu den Personen zu passen scheinen, die man anfangs kennenlernt. Doch langsam holt die erzählte Geschichte die Anhörung ein, teilweise ergänzen sich beide und es entsteht ein Bild, dass sich der Leser anfangs unmöglich hätte selbst ausmalen können. Gleichzeitig beschreibt Maria Doria Russel die Handung teilweise aus Sicht der Hauptperson, Emilio Sanchez, aber auch aus der Sicht eher Aussenstehender, die während der Anhörung für den Leser die Fragen stellen und versuchen, wie der Leser, die Ereignisse zu verstehen. Ich bewundere die Autorin für dieses Geschick, zeigt sie doch auch während des gesamten Buches keinerlei Einbrüche in Form von Ungereimtheiten. Sie ist jederzeit in der Lage, die Vorgänge logisch zu erklären; auch die von ihr beschriebenen Techniken, die Bräuche und Verhaltensweisen sind absolut glaubwürdig. Die philosophischen Inhalte des Buches, die Frage nach Gott und dem Warum, beschäftigen einen auch noch weit über die letzte Seite des Buches hinaus! Ich selbst habe das ca. 650-seitige Buch in 3 Tagen verschlungen und warte nun sehnsüchtig auf das Erscheinen der Fortsetzung!
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. November 2003
Sperling ist eines der ersten Science-Fiction-Bücher, das ich bisher gelesen habe und hat meine Erwartungen an dieses Genre nicht erfüllt. Das ist aber beileibe kein Kritikpunkt, sondern es hat sich nur als ganz anders herausgestellt, als ich erwartet habe. Keine Weltraumschlachten oder strahlende Helden, sondern eine kleine, sympathische Gemeinschaft, bestehend aus (zum Teil jesuitischen) Wissenschaftlern, die sich aufmacht, den Ursprung geheimnisvoller, aus dem Weltraum kommender Gesänge aufzuspüren.
Stilistisch gesehen forderte das Buch auf den ersten 200 Seiten von mir einiges an Konzentration, denn es handelt - meist kapitelweise abwechselnd - in der Gegenwart nach der Expedition, erklärt aber in einem zweiten Handlungsstrang auch das Zusammenkommen der Expeditionsgruppe und deren Reise. Die vielen Namen, außerdem die mir bisher unbekannte Struktur innerhalb eines Jesuitenordens trugen dazu bei, dass mir zunächst ein wenig der Überblick fehlte. Nach und nach legte sich meine Verwirrung und ich konnte restlos eintauchen in eine spannende, teilweise fröhliche, aber auch bedrückende Geschichte.
Bedrückend vor allem, weil von Anfang an klar ist, dass nur ein einziger von der Expedition zu der außerirdischen Zivilisation zurück kehrt. Und weil Russell wirklich viel Zeit dafür aufbringt, die meisten der teilnehmenden Personen genau vorzustellen und sie mir äußerst sympathisch erscheinen zu lassen. Glücklicherweise tut sie dies auf unterhaltsame Art, die stets vom intelligenten Humor der Protagonisten dominiert wurde, so dass keine Langeweile aufkam.
Am Ende des Buches angekommen, ließen mich einige Dinge verwirrt (mir erschließt sich zum Beispiel die Titelgebung nicht vollständig) und nachdenklich (Thema geistige Prostitution oder die Gesellschaft auf Rakhat) zurück. Auch das großzügig behandelte Thema der Linguistik und Spracherlernung hat mir in seiner schlüssigen Aufbereitung gut gefallen. Abschließend kann ich sagen, dass ich "Sperling" jedem nur empfehlen kann, der auch mit Büchern ohne große "Action" etwas anfangen kann, sich für Geschichten, die vor allem von ihren Charakteren leben, interessiert und nebenbei auch noch offen ist für ungewöhnliche Ideen und Konzeptionen.
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am 5. Februar 2003
....habe ich dieses buch. eine feine geschichte. zwar nicht ein sf-roman im klassischem sinne, sondern eher die beschreibung der suche nach dem sinn im leben, die suche nach sich selbst und der suche nach gott. was auf dem planeten geschehen ist kann man sich zwar mit einer sehr lebhaften fantasie ausmalen, aber man muss es einfach gelesen haben. meiner meinung nach ist die spannung sehr feinfühlig und effizient aufgebaut. auch habe ich in dem buch keine längen oder unsinnige abschweifungen bemerkt. ganz im gegenteil. um die beweggründe des jesuitenpaters und seine seelischen abgründe verstehen zu können, sind viele erklärungen und emotionale erläuterungen erforderlich. "sperling" ist kein leichtes buch zum zwischendurch lesen. es erfordert viel konzentration. es ist eine schöne geschichte und ich habe sie gerne gelesen.
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am 2. Februar 2000
"Sperling" ist eine sehr fesselnde (allerdings auch ziemlich düstere Geschichte) mit sehr vielen, interessanten und ganz ungewöhnlichen Ideen. Ungewöhnlich ist auch der stark religiöse Hintergrund - Pater Emilios Glaube an Gott wird auf dem fremden Planeten auf eine extreme und grausame Probe gestellt - und letztendlich zerschmettert - oder doch nicht?
Die Fortsetzung - Kinder Gottes - handelt von der Rückkehr nach Rakhat vierzig Jahre nach der ersten verheerenden Expedition. Dort hat sich inzwischen vieles geändert ...
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am 20. November 2007
Im Jahr 2019 empfängt eine irdische Satellitenstation Signale, die die Existenz außerirdischen Lebens zu bestätigen scheinen. Offenbar handelt es sich um eine Art Musik, die das kleine Forschungsteam der Station richtiggehend verzaubert.

Während sich Politiker und Wissenschaftler noch über die Implikationen dieser Entdeckung klarzuwerden und eine Vorgehensweise zu entwickeln suchen, organisiert das Team unter der Leitung des Jesuitenordens, der für seinen Forscherdrang bekannt ist, eine private Mission und bricht zu einer Entdeckungsreise in den Weltraum auf.

Der Planet Rakhat entpuppt sich als paradiesisch schön, der höchst sprachbegabte Jesuit Emilio Sandoz lernt rasch die Sprache der dortigen Bevölkerung, und die Forschermannschaft schließt Freundschaft mit dem Volk der Runa. Doch es gibt noch eine zweite, herrschende Rasse auf Rakhat, die unnahbaren Jana'ata - und auch auf Rakhat existieren Zwietracht und Gewalt.

Jahrzehnte später ist Emilio Sandoz, schwer mitgenommen, endlich zurück auf der Erde und berichtet von den Ereignissen auf Rakhat, die selbst einem so gläubigen Mann wie ihm das Äußerste abverlangt haben.

Wer beim Schlagwort Entdeckung fremder Welten" und außerirdisches Leben" an einen klassischen Science-fiction-Eroberungsroman denkt, wird sich bei der Lektüre von Sperling" wundern.

Zunächst einmal lernt man die Expeditionsteilnehmer und die Beziehungen innerhalb der Gruppe eingehend kennen, und auf Rakhat geht es nicht um fiese Aliens und Weltraum-Actionszenen, sondern vielmehr um die Annäherung an ein fremdes Volk, Gruppendynamik, das herrschende Gesellschaftsmodell und um Macht und deren Auswirkungen. Selbst Gewaltszenen kommen eher still und ruhig daher und hinterlassen dadurch einen umso tieferen Eindruck.

Ein außergewöhnliches, empfehlenswertes Buch, das im Deutschen nur leider ein wenig an der Übersetzung krankt.
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am 11. August 2002
Ein faszinierendes und irritierendes Buch, das es wohl nicht leicht hat, sein Publikum zu finden. Tatsächlich interessiert sich die Autorin bei diesem Roman über eine Jesuitenmission zu extraterrestrischen Intelligenzen weniger für klassische Probleme der "harten SF", Technikentwicklung, Kriegsführung etc., sondern sie will wissen, was in den Gefühlen der Beteiligten geschieht, wie sie ihren Glauben und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen unter extremen Bedingungen neu ordnen. Noch dazu ist sie sichtlich von Glaubensfragen und dem Denken der Jesuiten fasziniert, was es dem herkömmlichen SF-Leser nicht eben leicht macht ... Aber trotzdem: wenn man einmal den Einstieg gefunden hat und an den Personen und ihrer Geschichte Anteil nimmt, dann wird man belohnt. Ein seltsames und wichtiges Buch, für dessen Veröffentlichung der Verlag sicher etwas Mut benötigte ... Man könnte sagen, dass es kein "eigentlicher" SF-Roman ist. Tatsächlich hat die Zukunftsumgebung etwas von Staffage und viele elementare technische und naturwissenschaftliche Probleme werden komplett ignoriert. Eigentlich hätte die Geschichte auch mit Missionaren erzählt werden können, die im 16. Jahrhundert nach Afrika reisen. Aber dass ein futuristischer Hintergrund gewählt wurde und so der SF-Leser mit sehr ungewöhnlichen Themen und Sichtweisen konfrontiert wird, das ist doch ein gutes Zeichen, auch für die Gattung der Science Fiction, die eben nicht nur aus Space Opera und Cyberspace, aus Lichtschwert und Metallbikini besteht. Es wird eh Zeit, dass die SF-Autoren (wie schon in den 60ern und 70ern) ihr Genre ein bißchen an die Grenzen treiben. Langweilige 10-Bände-Werke mit hohlen Helden in Ganzkörperrüstung gibt es schon genug. Trotz gewisser Längen und technischer Naivitäten deshalb volle Punktzahl!
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am 9. September 2005
Die ersten Seiten dieses Buches waren für mich sehr anstrengend zu lesen, weil eine Unmenge an Rechtschreib-, Tipp- und Übersetzungsfehler auf mich als Leser einstürmen. Teilweise stört das den Lesefluss so sehr, dass ich das Buch am liebsten in eine Ecke geworfen hätte. (die Amerika sind... und viele andere Fehler mehr) Diese Fehler ziehen sich durch das ganze Buch hindurch, werden später aber von der entstehenden Spannung überdeckt.
Die Geschichte wechselt sich in zwei Zeitströmen ab: die tatsächliche vergangene Handlung und die Gegenwart mit den Folgen dieser Handlungen. Trotzdem oder vielleicht durch diese sprunghafte Erzählform geht für mich von der Spannung nichts verloren.
Die eigentliche Geschichte kommt leider nur langsam in Schwung, es handelt sich um eine Gruppe von Menschen, die ausserirdische Signale empfangen und somit zu diesem fremden Planeten aufbrechen. Dabei wird in der ersten Hälfte des Buches sehr umständlich die Beziehung der einzelnen Personen zueinander beschrieben. Wenn man diesen Teil um mindestens die Hälfte reduzieren würde, wäre es vermutlich locker noch ausführlich genug. Dennoch, langweilig ist mir auch bei diesem langen Einstieg nicht geworden.
Ob die Beschreibung der fremden Welt fantasielos ist oder nicht, sei dahingestellt. Faszinierend fand ich, dass sich Russell hier mit einer anderen Form einer sozialen Gesellschaft beschäftigt. Stück für Stück lernen wir die Beweggründe und Denkmuster bzw. die Formen des Zusammenlebens dieser fremden Welt kennen. Ich persönlich war sowohl begeistert, als auch schockiert.
Was natürlich auch deutlich hervorgearbeitet wurde, war das Ausmass, in dem der Mensch diesen neuen Planeten durch scheinbare Kleinigkeiten beeinflussen konnte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass durch kulturelles Unverständnis derartige Dinge passieren - und auch zu einer derartigen Katastrophe führen könnten.
Einige Dinge waren unlogisch, so etwa die Tatsache, dass die Crew während einer Flugzeit von einem halben Jahr plus noch etwa 1,5 Jahren immer noch genügend Kaffee zur Verfügung hatten. Da ich annehme, dass nicht nur Kaffee an Bord war, erscheint mir das durchaus unrealistisch (da alle starke Kaffee-Trinker waren, ergeben sich bei einem Verbrauch von einer Packung am Tag rund 700 Packungen Kaffee.) Auch der Medizinvorrat war scheinbar unerschöpflich, ich würde gerne wissen, wie gross dieser Erste-Hilfe-Kasten, der aus dem Raumschiff geborgen wurde, wirklich war. Im Großen und Ganzen handelte es sich dabei aber durchwegs um Dinge, die ich als gegeben ignorieren konnte.
In Summe bietet dieses Buch genialen Lesespass, Spannung und eine Idee, die nicht schon in hundert anderen Büchern in schwach abgewandelter Form zu lesen ist. Es würde von mir locker 5 Sterne erhalten, jedoch schlägt mir die schwache Übersetzung so aufs Gemüt, dass ich nur 4 Sterne dafür vergeben kann.
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am 26. April 2000
Für alle, die von einem Science Fiction mehr erwarten als Monster und Kriegsgetümmel! Ein nachdenklich stimmender SF, der sich auf etwas andere Art mit dem Unbekannten auseinandersetzt, Konflikte einfühlsam schildert und zudem superspannend geschrieben ist!
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am 25. April 2006
Insgesamt war ich enttäuscht, nachdem ich das Buch beendet hatte, das eigentlich einen ziemlich guten Stil hat. Es wurde in dem ganzen Buch auf einen Höhepunkt hingearbeitet (wieso hatte Sandoz sein Glauben verloren?), der dann ziemlich kurz abgehandelt wird. Ich habe auf jeden Fall ein anderes Ende erwartet.

Die Darstellung der Personen ist gut gelungen, nur in der Mitte des Buches wurde es zu viel mit der Analyse. Die Aliens und die fremde Gesellschaft (bzw. der Konflikt damit) kamen eigentlich zu kurz bei der Erzählung, insbesondere wenn man vergleicht, wieviele Seiten für triviale Dinge wie Essen, Kochen, Testen einhemischer Lebensmittel oder auch für Gesunsheitszustand der Gruppe geopfert worden sind.

Etwas unglaubwürdig ist es auch, daß eine mit enorm hohem Aufwand betriebene Expedition aus Leuten besteht, die zwar alle Iher Lebenserfahrung und Ausbildung haben, trotzdem (beinahe) verständnislos einer fremden Zivilisation gegebüber sind.

Insgesamt ist es ein interessantes (aber etwas zu lang geratenes) Buch mit gutem Stil, aber sicher kein Meisterwerk.
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am 17. April 2005
Eine an sich schöne Geschichte, die meiner Meinung nach ihre Spannung mit den zwei Zeitebenen meisterlich aufbaut und - wenigstens für mich - nicht kompliziert zu lesen war.
Die Auflösung der Geschichte finde ich durchaus überaschend, nachdem ich lange dachte, Frau Russell erzählt was die Aliens angeht, nur "Die Zeitmaschine" nach.
Die Ausbildung der Charaktere halte ich für ausgesprochen gelungen, vieleicht ist es das, was die Action-orientierten SF-Leser als Längen empfinden. Es ist sehr schade, das alle Protagonisten am Ende so verheizt werden - und manche wohl in der Fortsetzung dann doch wieder auftauchen !?
Zu den Fehlern:
Die naive Darstellung von Raumfahrt, Landung, Versorgung der unglaubwürdig zusammengestellten Expedition wurde schon mehrfach genannt. Unnötiger Fehler, der das Buch für ungefähr 87% der SF Leser ungennießbar macht.
Schlimmer allerdings: Krasse Mängel in der Übersetzung, zwei gute Freunde fangen mitten im Buch an, sich wieder zu Siezen! Und das bei einer "Meisterwerke..."-Ausgabe.
Was ich auch sehr nervig fand: Frau Russell schließt fast jedes Kapitel mit so einem kurzen Cliffhanger-Satz ab, der gar nicht zum restlichen Stil passt , als hätte sie das in einem VHS-Kurs gelernt oder so.
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