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Kundenrezensionen

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am 11. August 2003
"Invasion 01. Der Aufmarsch (A Hymn before Battle)" ist rein militärische SF. Äußerst spannend, aber darüber hinaus ohne Tiefgang. Ich werde mir aber trotzdem die weiteren Folgebände nicht entgehen lassen. So viele SF-Romane, die einen Hunderte von Seiten fesseln, ohne ein einziges Mal langweilig zu werden, gibt es schließlich auch nicht!
Worum geht es? Die Menschheit kommt in Kontakt mit einer technisch hoch entwickelten außerirdischen Sternenkonföderation. Die gute Nachricht: Kaum eines dieser Wesen ist in der Lage, auch nur einer Fliege etwas zu Leide zu tun. Die schlechte Nachricht: Sie werden gerade von einer äußerst brutalen feindlichen Spezies überrollt, die bereits 70 Planeten erobert hat. Und die ganz schlechte Nachricht: In 5 Jahren ist die Erde dran!
Die Konsequenzen sind abzusehen: Die Menschheit wird das übernehmen, was sie am besten kann: Krieg führen!
Der Plot ist geschickt so angelegt, dass durch die Beschränkung der Fähigkeiten der Außerirdischen jetzt kein Star-Wars-Szenario entstehen kann. Hochentwickelte Technologie ist vorhanden, aber keine Kenntnisse über Massenproduktion (d. h. Wundercomputer in Handarbeit). Medizinische Mittel zur Verjüngung stehen zur Verfügung (man denke an all diese Vietnam-Veteranen), aber die Vorräte reichen nur für 5% der möglichen Kandidaten. An Raumschiffen existieren im ganzen Sternenreich nur einige hundert Frachter. Das heißt, dass die Bekämpfung der bösen Feinde erst nach deren Landung erfolgen kann, und zwar mit sehr beschränkten konventionellen militärischen Mitteln. Ein kleines Problem besteht da aber noch: So eine Landungswelle des Feindes setzt 100 - 200 Millionen Kämpfer ab!
Zunächst werden also alle Fachleute zu Rate gezogen. Das betrifft lustigerweise vor allem die Schreiber von militärischer SF! Als Ergebnis der Überlegungen wird mit außerirdischer Technologie ein Kampfanzug a la "Sternenkrieger (Star Ship Troopers)" von Heinlein konstruiert. Die ersten 100 Stück werden auf einem der zwei Planeten getestet, die momentan unter Attacke sind.
Das Buch verliert sich jetzt nicht in blanker Schlachtenschilderung (die kommt auch nicht zu kurz, keine Angst!), sondern schildert erst einmal, was alles schief gehen kann, wenn konservative Offizier-Sturschädel mit neuen Gedanken der Kriegsführung konfrontiert werden. Wenn da irgend welche persönlichen Erfahrungen des Autors über die amerikanische Armee mit einfließen - wovon ich ausgehe - ist mein Respekt vor dieser Weltmacht ziemlich gesunken. Auch an der Heimatfront, wo die letzten Reserven mobilisiert werden, um dem erwarteten Angriff auf die Erde zu begegnen, läuft beileibe nicht alles glatt.
Durch den Einsatz einiger weniger tapferer Kämpfer in den neuen Kampfanzügen wird der erste Test aber nicht zum erwarteten Desaster, sondern das Schlachtenglück kann gewendet werden und erstmals wird dem Feind Paroli geboten.
Das Buch hat einen Teil der Qualitäten des oben erwähnten "Star Ship Troopers", ohne die dort vorhandene politisch sehr rechts angesiedelte Weltanschauung zu vertreten, die in diesem Buch übrigens sehr viel deutlicher war als im Film, wo sie eher satirisch überzeichnet dargestellt wurde. Die Hauptpersonen werden reichlich glorifiziert. Außer der militärischen Schale ist wenig von einem echten Mensch dahinter zu spüren. Da sich die Handlung aber nur selten im Privatbereich abspielt, fällt dies nicht so sehr auf.
Was bekommt man also bei "Der Aufmarsch"? Ein spannendes Buch, Landser auf fremden Planeten, satirische Blicke auf die Tauglichkeit so mancher Offiziere, Heldentum pur und ein Gefühl der Befriedigung, dass unsere Jungs es diesen blutdürstigen Aliens mal wieder so richtig gezeigt haben.
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am 19. Februar 2004
Tiefgang? Neee... Dies ist typische Military-SF, die man bitte nicht so fürchterlich Ernst nehmen sollte. Reine Unterhaltung, fadenscheiniges Weltbild inklusive, ein Buch, für das man sich wunderbar schämen kann, falls man (wie ich) auch noch seine Freude daran hat. Die Leser-Reaktionen erinnern ein wenig an "Independence Day". Klar ist das dumm, aber es macht trotzdem Spaß. Mehr davon...!
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am 15. Oktober 2004
Im Jahr 2006 erfährt die Menschheit, daß es tatsächlich Außerirdische gibt: Solche, die sie für sich kämpfen lassen wollen, und solche, die sie vernichten wollen. Die Erde wird in eine intergalaktische Föderation aufgenommen, und hat nur wenige Jahre Zeit, sich auf eine Invasion der mörderischen Posleen vorzubereiten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der eigentlich nicht gewonnen werden kann.
Es gibt einige sehr interessante Aspekte an diesem Buch. Zunächst die Zeit, da es nur 6 Jahre nachdem es geschrieben wurde spielt, was die Gesellschaft weniger „futuristisch" macht. Das führt allerdings zum Kritikpunkt, daß die Menschen die radikalen Umwälzungen dann zu schnell akzeptieren. Dafür aber liegt der Schwerpunkt des Buches zumindest in der ersten Hälfte nicht so sehr auf dem Kämpfen, sondern mehr auf den Vorbereitungen, zB Einberufung aller Veteranen, Entwicklung neuer Techniken, Umstrukturierung der Streitkräfte, etc. Daraus ergibt sich eine sehr interessante Erzählstruktur, da nicht allein der (erfreulich untypische) Romanheld Michael O'Neal im Vordergrund steht, sondern auch einige andere Armeeangehörige, die allesamt mit den verschiedensten Teilbereichen der Kampagne und der Vorbereitungen beschäftigt sind.
Die USA stehen natürlich klar im Mittelpunkt, doch werden andere Nationen zumindest erwähnt und teilweise miteinbezogen. Ein netter Versuch, der Ringo ehrt, den man aber noch etwas ausbauen hätte können.
Das Buch liest sich wie eine moderne, ausgeweitete Version von „Starship Troopers", was für manche vielleicht abschreckend klingt, aber als Kompliment gemeint ist.
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am 8. März 2004
Michael O'Neil ist nicht wirklich mit seinem Job als Internetprogrammierer zufrieden. Daher nimmt er die Einladung seines ehemaligen Vorgesetzten von der Army gerne an, obwohl seine Frau dagegen ist. Doch als Michael dann von dem General eröffnet wird, dass er wieder in den aktiven Dienst zurückkehren soll, ist er doch überrascht. Seine Überraschung wird noch wesentlich größer, als er den Grund für die Reaktivierung erfährt: Außerirdische haben sich gemeldet. Diese sind zwar - soweit man das beurteilen kann - friedlich, aber sie informieren die Menschen davor, dass es andere Aliens gibt, die sich weniger friedlich verhalten. Und die werden in etwa fünf Jahren die Erde erreichen - zumindest die erste Angriffswelle der Posleen, wie sich die centaurähnlichen Kreaturen nennen. Daraufhin beginnt eine umfangreiche Mobilmachung, nicht nur in den Vereinigten Staaten. Und es dauert nicht lange, bis es - vorerst noch auf anderen Planeten - zu den ersten Gefechten zwischen Menschen und Posleen kommt.
Das Buch ist flüssig, spannend und recht verständlich geschrieben. Doch irgendwie fehlen viele Sachen, die in einer Situation wie der beschriebenen sicherlich gekommen wären. Wie z.B. verhalten sich die Menschen, die nicht beim Militär sind? Was geschieht in der Politik, national wie international? Der Autor unterschlägt das einfach. Ohne jede Diskussion ziehen plötzlich alle an einem Strang, was ziemlich unrealistisch ist, wenn man die Natur der Menschen bedenkt. Es gibt zwar ein paar Bösewichter, aber das sind nur kleine Fische und sehr klischeehafte Leute. Ansonsten gibt es teilweise große zeitliche Sprünge zwischen den Erzählabsätzen. Wohingehend dann die erste Schlacht sehr detailreich und umfangreich beschrieben wird. Das ist dann sehr abenteuerch und actiongeladen. Für Military-Fans dürfte das Buch ein echtes Highlight sein. Für den »normalen« SF-Fan ist es wohl mit zu vielen Lücken und zu viel Heldenverehrung ausgestattet.
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am 30. März 2011
Es ist nicht einfach eine Rezension für dieses Buch zu verfassen, denn objektiv betrachtet sind seine Stärken auch seine Schwächen.

Kurzum; das Lesen dieses Buches setzt folgende Kriterien voraus, die beim Leser vorhanden sein sollten:

-Gefallen an und/oder sehr große bis unendliche Toleranz gegenüber (U.S.) Hurra-Patriotismus! Wer diese Voraussetzung nicht mitbringt, braucht gar nicht weiter zu lesen. Dann dürfte es nämlich unerträglich sein.

-Zumindest Grundkenntnisse (besser Fachwissen oder Erfahrung) in der modernen (Infanterie-)Kriegsführung und über Strukturen, Befehlsketten, Führungsvorgänge und taktische Größenordnungen innerhalb einer modernen Armee. Außerdem sollte man eine gewisse Vorstellung vom Selbstverständnis von Kommandoeinheiten haben.

Ich kann mich an eine Stelle im Buch erinnern, in der darüber sinniert wird, ob es sinnvoll ist eine Brigade vertikal oder horizontal ins Feld zu führen und wie sich die Waffenwirkung auf bestimmte Einheiten des Gegners dadurch verbessert oder verschlechtert... Es wird darüber sinniert.. ABER jegliches Wissen was der Leser benötigt um der Diskussion zu folgen wird vom Autor vorausgesetzt.
Ebenso verliert sich John Ringo ständig in haarkleinen Schilderungen von Vorschriften, Gesetzen, Kommunikation, etc. Ebenso wird die Wirkungsweise der z.T. fiktiven Waffen teilweise bis hinunter auf die subatomare Ebene erläutert: "nachdem die Granate mit Hilfe von 0,005kg Antimaterie auf das Ziel prallte, geschah das und das mit den Neutronen des Schutzschildes, das und das mit den Elektronen der äußeren Panzerungsschicht, etc..."

Auch der strukturelle Aufbau der Geschichte verschenkt einige Chancen.

Alles in allem gebe ich aber 4 Sterne. Das letzte Drittel des Buches ist sehr spannend und voller Wendungen und ich persönlich möchte auch einfach nicht kritisieren, dass der Autor einfach nur das tut, was er tun will: -MILITARY-SF Romane schreiben.

(SPOILER Anfang:)

Außerdem haben die Panzertruppen des "Old Europe" einen (positiven) Gastauftritt in der sonst sehr auf das U.S. Militär beschränkte Szenario. Den Rückzug der Alliierten Truppen decken nämlich die Franzosen, nachdem die Panzer der Bundeswehr sich tapfer im Kessel aufgerieben haben um die Frontlinie zu halten.. Von den Amerikanischen Truppen gab es nur noch versprengte Reste. Das "entschädigt" dann doch etwas für die am Anfang des Buches auftretende Befürchtung, dass die USA die Welt alleine retten und die Deutschen sich der Stimme enthalten...

(SPOILER Ende)

Ich hoffe die Rezension hat einen einen Eindruck darüber vermittelt was in dem Buch zu erwarten ist. Ich denke jeder kann jetzt sehr schnell selektieren ob das Buch etwas für ihn ist oder nicht. Ich bin mir sehr sicher, dass es zumindest einige SF Fans gibt, die genau sowas suchen oder gesucht haben.
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am 7. April 2007
Mit diesem Buch legt der Autor eine Story der dümmsten amerikanischen Machart ab.

Aggressive Aliens bedrohen eine galaktische Konföderation, die es verlernt hat, zu kämpfen.

Flugs wird sich der rückständigen Erde besonnen und die Menschen um Hilfe gebeten, da wir es verstehen noch so richtig Krieg zu führen.

Also wird kurz entschlossen in einen Abwehrkrieg eingetreten.

Schauplätze sind vor allem das US-amerikanische Festland, aber auch fremde Planeten, auf denen die Aggressoren niedergemetzelt werden.

Und das ist auch schon die Story: Aliens greifen an, töten ein paar Menschen..und werden danach um ein Vielfaches niedergemäht, daß es nur so schleimt und fetzt.

Wow!

Leider hatte ich mir Teil 1 und 2 gekauft, so daß ich mir nach diesem lahmen 1. Teil auch noch den 2. Teil durchgelesen habe.

Im Prinzip habe ich nichts gegen Weltraumkriege...wenn sie denn interessant geschrieben sind (Heinlein, Hamilton oder z.T. Banks), aber was hier abgeliefert wird, ödet nur noch an.

Hier will Ringo wohl propagieren, wie toll es ist, Soldat zu sein?

Finger weg!
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am 9. Februar 2007
Das Buch beginnt vielversprechend mit der Ankündigung einer Alien-Invasion auf der Erde und der Bitte einer freundlichen Föderation an die Menschen ihnen bei ihrem verzweifelten Kampf beizustehen.

Ihm weiteren Verauf begleitet man mehrere Hauptfiguren durch ihren Weg durch die ersten Schlachten des Krieges und die Erfahrungen mit der Alientechnologie.

Jedoch bleiben die Characktere teils sehr öberflächlich und manche Hintergründe unbeleuchtet.

4 Punkte verdient sich das Buch da es trotz einiger Mängel die gesamte zeit über eine gewisse Spannung hält, manche technische Geräte doch sehr gut dargestellt werden und während den Schlachten eine enorme Spannung aufgebaut wird.

Achtung: Ich rate vom Kauf ab falls man nicht ein gewisses militärisches Vorwissen hat da man ansonsten leicht ins schwimmen gerät bei der überbordenden Benutzung von Militärbegriffen
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am 6. April 2005
Die Menschheit wird von Außerirdischen kontaktiert, die in einer friedlichen, etlichen Sternensysteme umfassenden, Föderation leben. Diese wird von eine weitere Alien Rasse, den Posleen, angegriffen und bitten die Menschheit um Hilfe, da die Menschen als einziges Volk noch über die nötige Aggressivität und das militärisches Wissen verfügen, um den Gegner zurückzuschlagen.
Was sich beim Lesen des Inhaltes noch als viel versprechendes SciFi Epos anliest, entpuppt sich schnell als platte Verherrlichung des Militärs und der "Ehre" im Kampf zu fallen.
John Ringo, ehemaliger Paratrooper der US Army (was möglicherweise die Thematik und den Schreibstil erklärt), vermeidet es auch nur annähernd eine Bezug zu den Hauptakteuren aufzubauen. Sämtliche menschlichen Charaktere sind heldenhaft und beinahe schon Universalgenies, jedoch ohne einen Hintergrund oder gar Gefühle, geschweige denn Charaktereigenschaften.
Dabei wird dem Leser weder eine Erklärung gegeben warum die Föderation von den Posleen angegriffen wird, noch werden die Mitglieder dieser galaktischen Vereinigung und ihre fremden Kulturen, beschrieben. Die Einen sind eben dumm, aber gute Handwerker, die Anderen feige und die Dritten hinterhältige Intriganten, nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Wie gut das es da die tollen Menschen gibt, um die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen.
Der gesamte erste Teil der Reihe zielt nur auf eine einzige große Schlacht hin, in der möglichst blutig, möglichst viele Menschen heroisch sterben, um dann doch noch einen glorreichen Sieg davonzutragen.
Zwar sind die Kampfszenen sehr dynamisch und realistisch beschrieben und die militärische Ausrüstung eindrucksvoll (wenn auch nicht gerade neu erdacht), doch weiß man vor lauter Brigaden, Platoons und Kompanien schnell nicht mehr wo einem der Kopf steht.
So genannte Military-Science-Fiction kann Spaß machen. Aber ohne Hintergrund, Motivation und Charaktere wird auch der beste Kampf nur ein stumpfes Morden.
Der Leser sollte besser zu Heinleins Starshiptroopers (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, daran angelehnten großartigen Film von P. Verhooven) greifen.
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am 23. Oktober 2013
Das meiste ist zu dem Buch ja bereits gesagt: Es ist spannend, die Story wird gut rüber gebracht und insgesamt ist das alles, was dort beschrieben wird, auch recht stimmig. Was ich bei so einer Geschichte aber vermisse ist die emotionale Ebene. Gut, der Hauptcharakter zeigt des Öfteren seine menschliche Seite und bedauert die drohenden Zerstörungen zutiefst, aber der Rest der dort dargestellten Personen sind allesamt knallharte Übersoldaten, die jegliche Empfindungen abgelegt haben und zu 100% auf das Ziel, also die Rettung der Erde, fixiert sind. Dazu ein kurzer Mini-Spoiler bis zum Ende dieses Absatzes: Besonders auf den Wecker ging mir der gealterte Sergeant (Name vergessen und ich hab's auch nicht mit Dienstgraden), dessen Jugend wiederhergestellt wird und der mit seinem erneut 20-jährigen Körper auch wieder den Geist eines 20-jährigen hat. Nix mit Reife, Ruhe und Besonnenheit, die durch die Lebensjahre entstehen: Es wird rumgebrüllt und den Dicken markiert als wenn die letzten 40 Jahre für ihn nicht stattgefunden hätten. Da stellt man sich als Leser wirklich die Frage, wozu der Autor diesen Charakter aufgebaut hat, wenn am Ende doch nur ein x-beliebiger Drill-Sergeant-Schreihals bei rumkommt. Hätte ein wirklich cleverer Charakter werden können, aber die Chance wurde verspielt.

Ich weiß nicht, ob dieses "Wir machen jetzt mal einen auf knallhart!" typisch ist für Bücher aus dem Military-Sci-Fi-Bereich, aber ich fand es etwas störend. Natürlich ist der Umgangston rau und Emotionen werden nach hinten gestellt - was aber nicht heißt, dass die Charaktere keine Empfindungen haben, auf die man nicht auch mal hätte eingehen können, indem die Charaktere ein wenig über sich selbst und die Situation reflektieren lässt - was quasi nur der Protagonist tut.

Relativ früh im Buch erfährt man, dass auch die restliche Menschheit über die drohenden Vorkommnisse unterrichtet wird. Hier wäre jetzt spannend gewesen, wenn man diesen Aspekt ein wenig näher beleuchtet hätte. Mit anderen Worten: Der Leser erfährt so gut wie nichts davon wie die Menschheit mit der neuen Situation umgeht. Klar passiert ne Menge auf der Welt, aber das meiste wird nur kurz angerissen. Keine Emotionen, kein Tiefgang: Den Autor interessiert scheinbar nur die Story möglichst schnell soweit voran zu treiben, dass er zu den Kampfhandlungen kommen kann, die quasi das letzte Drittel des Buches komplett einnehmen.

An der gewählten Militärsprache störe ich mich nicht. Das gehört bei solchen Büchern einfach dazu - sonst dürfte man sich ja auch darüber beschweren, dass bei "Herr der Ringe" Hobbits und Elben vorkommen. Vieles verstehe ich, den Rest kann ich mir zusammenreimen und für das Verständnis des Buches ist es ohnehin unerheblich zu wissen wie groß nun eine Division ist oder welcher Rang vor dem vorherigen kommt - gerade letzteres machen die Charaktere durch ihren gegenseitigen Umgangston schon unmissverständlich deutlich.

Fazit: Wer unbedingt eine Geschichte über Aliens, die die Erde angreifen, lesen will, und sich dabei nicht an Militärjargon und einer leicht platten Story stört, der kann bedenkenlos zugreifen. Wer aber einfach nur einen guten Sci-Fi-Roman sucht und die Thematik auch nicht sonderlich ansprechend findet, dem wird dringlichst angeraten das Buch im Regal zu lassen.
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am 16. August 2009
Military - SF ist so eine Sache. Die meisten Werke pendeln von ihrem Inhalt her zwischen politisch umstrittenen oder sehr fragwürdigen Themen (so z.B. Starship Troopers) oder totalen Anti-Kriegsbüchern (etwa: Der ewige Krieg).
Ringo gehört eindeutig zur ersteren Kategorie.

Die Idee ist nicht übel: Der Erstkontakt verläuft ungewöhnlich: Ein friedlich-pazifistischer Zusammenschluss von Aliens (Die Föderation) kontaktiert die Erde, da sie Hilfe gegen kriegerische, super-böööööse Aliens (Die Posleen) brauchen. Die Erde stimmt zu, erhält viele technische Wunderdinge (Verjüngung, Super-Panzer-Anzüge usw.) und bereitet sich auf den Krieg vor, der mit der wahrscheinlichen Invasion der Posleen kommen wird. Mit "Erde" ist leider nur die USA gemeint, der Rest wird als recht verweichlicht dargestellt.

Ringo nutzt sehr viele Klischees aus. Auf der einen Seite wirken die bösen Aliens fast überzeichnet (ja, sie sehen aus wie eine Kreuzung aus Krokodil und Zentauer - ja, natürlich fressen sie Menschen...) - aber andererseits sind alle Amerikaner in diesem Buch entweder eine Mischung aus Rambo/John Wayne oder sie sind feige Sesselpupser.
Er macht es sich mit seinen flachen Charakteren recht einfach - schwarz/weiß, gut/böse, mehr gibt es bei ihm nicht.
So sind seine Helden, so sind seine Nebendarsteller...
Und genau das macht den Reiz dieses Buches aus. Es liest sich wie eine Mischung aus Computer-Ballerspiel und einem B-Movie kriegsfilm: Popcorn - Science Fiction. Kein hoher Anspruch, keine großen inhaltlichen Verwicklungen, nix Tiefschürfendes (ok, bischen viel Militärjargon, paar echt eklige Szenen).

Fazit: Natürlich kein Pulitzer-Preis, aber ganz nette Unterhaltung. Dazu sollte man die politische Grundeinstellung des Autors nicht zu ernst nehmen und sich nicht zu sehr an fragwüdigen, unlogischen Szenen aufhängen.
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