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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer wünscht sich nicht auch so eine Liebe??? Achtung- Suchtgefahr!!!
Der Autorin ist mit diesem Buch ein Meisterwerk gelungen. Sie schreibt so mitreißend und eindringlich, das man das Gefühl hat, nicht nur ein Buch zu lesen, sondern Teil der Geschichte zu sein. Mal ganz ehrlich: Welchem Leser ist es nicht so ergangen, das er das Gefühl hatte, dabei zu sein, als Tatiana und Alexander sich das erste Mal begegnet sind, auf der...
Veröffentlicht am 12. März 2007 von Alexander James

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viele Klischees
Ich habe mir dieses Buch aufgrund der vielen positiven Rezensionen gekauft, kann aber leider die allgemeine Begeisterung nicht teilen. Es hat mich zusehends genervt und ich hatte irgendwann kaum noch Lust, es zu Ende zu lesen! Das passiert mir sonst relativ selten, denn ich mag Liebesgeschichten und stehe zu meiner Vorliebe für gut geschriebene...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2011 von StephKat


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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer wünscht sich nicht auch so eine Liebe??? Achtung- Suchtgefahr!!!, 12. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Der Autorin ist mit diesem Buch ein Meisterwerk gelungen. Sie schreibt so mitreißend und eindringlich, das man das Gefühl hat, nicht nur ein Buch zu lesen, sondern Teil der Geschichte zu sein. Mal ganz ehrlich: Welchem Leser ist es nicht so ergangen, das er das Gefühl hatte, dabei zu sein, als Tatiana und Alexander sich das erste Mal begegnet sind, auf der Bank, am Tag des Kriegsausbruches? Wer hat nicht Tatiana vor sich gesehen in ihrem weißen Kleid mit den roten Rosen, mit ihrem blonden Haar und den Sommersprossen, wie sie selbstvergessen auf der Bank sitzt und ein Eis lutscht? Wer hat nicht den großen, dunkelhaarigen, gutaussehenden Alexander vor sich gesehen und sich ebenfalls auf der Stelle in ihn verliebt?Wer hat nicht ebenfalls die Enge in der Wohnung der Familie vor sich gesehen, und alle Familienmitglieder die darin lebten? Den trinkenden Vater, die verbrauchte Mutter, Dascha, Pascha und die Großeltern? Wer konnte nicht beim Lesen den Gestank im Gemeinschaftsflur in der Nase spüren? Wer nicht mit Tania fühlen, als die Beziehung zu Alexander immer enger wird, und sie Gewissensbisse wegen ihrer Schwester bekommt? Wer hat nicht mitgelitten, als es während der Leningrader Belagerung nichts mehr zu essen gab, als alle starben?Ich meinte beim Lesen die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit, den Hunger, die Trauer, die Erschöpfung, aber auch die innere Stärke,die Tatiana und Alexander aus ihrer Liebe ziehen beinahe körperlich spüren zu können. Als sie dann in Lazarevo ihre Liebe leben können, bin ich mit den beiden zusammen dahingeschmolzen. Wer hat vorher schon einmal solche Liebesszenen gelesen? Welche Autorin hat es vorher geschafft, eine solche Innigkeit, eine solche Zärtlichkeit, so ein Vertrauen und so viel Liebe in Worte zu fassen? Wer hat sich beim Lesen nicht gewünscht, an Tanias Stelle zu sein, und so geliebt zu werden?Als Alexander dann zurück muß an die Front und Tatiana ihm folgt, wer hat nicht mitgebangt und mitgezittert? Wer hat nicht Dimitri verflucht, der den beiden das Leben schwer macht und sie in tödliche Gefahr bringt? Wer hat nicht geweint am Ende des Buches? Ich fühlte mich wie amputiert, als das Buch zuende war. Tagelang blieb das Buch in meinen Gedanken und ich war hin und weg, als die Fortsetzung "Tatiana und Alexander" heraus kam. Aber das ist eine andere Rezension!!!
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und unglaublich emotional!, 31. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch letzten Dezember von einer Freundin geschenkt bekommen, es aber erst Anfang Februar gelesen. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich unglaublich viel von diesem Buch gehört und ich war unwahrscheinlich neugierig. Also habe ich das Buch zur Hand genommen und mich auf der Stelle verliebt.
Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben so ein schönes Buch gelesen. Es beinhaltet alles. Wirklich alles. Liebe, Dramatik, unglaubliche Schicksale, Humor, Freundschaft und unendlich tiefe, ergreifende Trauer. Während des Lesens habe ich wirklich all diese Gefühle durchlebt. Ich habe mich von der ersten Seite an mit Tatiana - der Protagonistin - verbunden gefühlt und als Alexander - der männliche Protagonist - zum ersten Mal erwähnt wurde, war es komplett um mich geschehen. Kann man sich in einen fiktiven Charakter verlieben? Ich habe es getan. Paullina Simons hat die ganzen Charaktere derart lebthaft beschrieben, dass ich teilweise das Gefühl hatte, sie würden wirklich existieren.
Mir ging das Schicksal von Tatiana sehr nahe. Ich habe beim lesen oft gezittert und noch öfter geweint. Manchmal habe ich stundenlang über die Geschehnisse des Buches nachgedacht, gegrübelt, wie es wohl weiter gehen würde... Es hat mich auch bis jetzt noch nicht losgelassen. Für mich ist dieses Buch der Beweis dafür, dass es wahre Liebe wirklich gibt. Das sie wirklich existiert, denn in dem Buch wurde sie für mich greifbar. Ich denke, dass es kein anderes Buch schaffen wird, an 'Die Liebenden von Leningrad' heran zu reichen, denn dieses Buch ist einmalig und das Beste, was ich je gelesen hab!
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43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zusätzliche Titelinformation, 6. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist wirklich Klasse; das brauche ich bei so vielen Rezensionen nicht wiederholen. Ich möchte alle, die dies vielleicht noch nicht wissen, darüber informieren, daß dieses Buch zu einer Trilogie gehört:
Band 1: Die Liebenden von Leningrad (engl.: The Bronze Horseman)
Band 2: Tatiana und Alexander (engl.: Tatiana und Alexander)
Band 3: im Herbst 2006 erwartet, engl.: The Summer Garden
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UNGLAUBLICH !!!, 11. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Über den Inhalt ist ja nun schon geschrieben worden. Mich schreckten anfangs doch sehr die 750 Seiten und der Vergleich mit "Dr. Schiwago" ab. Aber die Geschichte interessierte mich einfach viel zu sehr. Was soll ich sagen? An einem Wochenende habe ich für das Buch anderthalb Tage gebraucht. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Viel zu sehr fühlte und litt ich mit Tatiana. Betete, dass sie endlich ihre Liebe bekam, die sie so sehr zu "vergessen" versucht hatte. Umso mehr begeisterte mich der Text, wo sie sich endlich fanden. (Nachdem es über 500 Seiten dauerte.) Nicht nur die Liebesszenen an sich, sondern auch die Dialoge. Alexander, der sich so um seine Tatia bemühte, sorgte, sie liebte. Man kann sich in dieses Buch, in diese Geschichte so stark reinversetzen, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte! Dementsprechend hart traf mich das Ende, obwohl man es erahnen konnte. Aber ich hoffte bis zum Schluss, während mir die Tränen über die Wangen liefen. Auch danach ließ mich dieses Buch nicht los, immer wieder musste ich an diese wunderschöne, aber total traurige Geschichte denken. Sie ist wunderbar geschrieben, nicht einmal hatte ich das Gefühl, dass sie sich "hinzieht". Es ist einfach ein Buch, dass man nie mehr vergessen wird!!!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hingegen liebe dieses Buch, 10. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Da ein Leser bereits seine kurze Inhaltsangabe abgeliefert hat werde ich nur meine Eindrücke schildern. Außerdem wisst ihr dadurch schon zuviel.
Ich jedenfalls habe in jeder freien Minute dieses Buch gelesen.
Nein, ich habe mit Tatiana und Alexander mitgelebt.
Ich habe mich gefreut, geweint, gelacht...Ich habe es erst vor drei Tagen zu Ende gelesen doch wenn ich daran denke erfüllt es mich mit Trauer. Nach der letzten Seite habe ich lange weinen müssen.
Ja, es hat mich richtig mitgenommen und die einzige Qual war es fertig gelesen zu haben und nichts ändern zu können.
Diese verdammte Welt nicht ändern zu können.
Auch jetzt bin ich wieder den Tränen nahe.
Diese Paullina Simons würde ich gerne kennenlernen um sie zu fragen wie sie sich die Geschichte weiter vorgestellt hat.
Und was sie sich dabei dachte, solch einen traurigen Roman zu schreiben!?
Mein Tip: nichts für kühle rationale Köpfe, aber für jeden
gefühlvollen Menschen eine "schöne" Leidensreise!!!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viele Klischees, 27. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch aufgrund der vielen positiven Rezensionen gekauft, kann aber leider die allgemeine Begeisterung nicht teilen. Es hat mich zusehends genervt und ich hatte irgendwann kaum noch Lust, es zu Ende zu lesen! Das passiert mir sonst relativ selten, denn ich mag Liebesgeschichten und stehe zu meiner Vorliebe für gut geschriebene "Schundliteratur".

Am Anfang ist die Geschichte spannend, auch der Beginn der Liebe zwischen den beiden Hauptpersonen ist schön erzählt. Dann gleitet das Buch leider in allzu viele Klischees ab:

(Wer das Buch noch kaufen möchte, sollte das Folgende ggf. nicht lesen)

Tatiana, das selbstlose, zierliche, blonde Mädchen, das ihre Liebe für ihre egoistische Schwester opfert - selbst noch, als es keinen Sinn mehr hat. Die für ihre Familie Essensrationen holen geht, obwohl sie selbst fast zusammenbricht. Die nie Essen stiehlt, obwohl sie fast verhungert. Und natürlich als Einzige ihrer Familie überlebt.

Alexander, der furchtlose Soldat. Natürlich groß, breitschultrig, gutaussehend - und mit einem gefährlichen Geheimnis. Gähn.

Das Schlimmste sind allerdings die Sexszenen, als sich die beiden dann endlich vereinigen dürfen. Ab diesem Zeitpunkt mutiert Tatiana nämlich plötzlich von einem schüchternen Mädchen zu einer nimmersatten Sexgöttin, die ihrem Liebsten jeden Wunsch von den, äh, Augen abliest. Er ist natürlich prächtig ausgestattet und sie erschrickt anfangs erst mal, huch, vor seiner "Größe". Danach aber findet sie so schnell Gefallen daran, dass sie es dann täglich mehrfach mit ihm treiben möchte, in allen Variationen - und leider muss man sich das alles durchlesen, inklusive der neckischen Dialoge. Ich bin nicht prüde, aber so detailliert über so viele Seiten nur über Sex zu schreiben ist einfach unnötig und es ist noch nicht einmal gut erzählt.

Auch über das Ende habe ich mich geärgert. Kein Happy End, sondern ein viel zu dramatisches Finale mit unklarem Ausgang, nur weil wieder einmal keiner dem anderen die Wahrheit sagt. Eigentlich aber vor allem ein Cliffhanger, damit man möglichst schnell das nächste Buch kauft. Ich werde das allerdings ganz sicher nicht tun!

Alles in allem maximal 2 Sterne und die auch nur wegen des gelungenen Beginns der Geschichte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch - welches man nicht mehr aus der Hand legt, 20. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Anfangs war ich doch sehr skeptisch, da ich nicht der Typ für "Liebesschnulzen" bin. Auch die 750 Seiten haben mich erst abgeschreckt.
Meine beste Freundin hat mir dieses Buch vor 5 Tagen ausgeliehen. Ja, und was soll ich sagen ich bin bereits damit durch. Als ich angefangen habe, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich war wie besessen zu erfahren wie es weiter geht. Meine Gedanken waren ständig bei diesem Buch. Ich habe insgesamt 4 Tage in diesem Buch gelesen und durchschnittlich 5 Std. am Tag, d.h. ich habe es ungefähr in 20 Stunden gelesen. Wer sich für Bücher nicht interessiert, wird hier spätestens zur Leseratte! ich kann es einfach nur empfehlen! Es gehört nun zu meinem Lieblingsbuch.
Tatjana und Alexander habe dann auch sofort gestern angefangen und lasse mich überraschen, auch wenn es anfangs etwas langatmig erscheint.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur zu empfehlen!, 21. Juli 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Dieser Roman ist wundervoll! Ich konnte nicht aufhören ihn zu lesen. Ich habe ihn regelrecht verschlungen! Man fühlt sich, als würde man die Geschichte live miterleben. An diesem Buch finde ich auch gut, dass man sehr viel über die geschichtlichen Hintergründe erfährt. Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen, aber "Die Liebenden von Leningrad" sind mit Abstand das Beste. Die Autorin schreibt so packend und gefühlvoll. Aber am Schluss habe ich geweint. Ich habe mich gefragt, was der Grund für ein so trauriges Ende sein könnte. Im Moment tröste ich mich nur damit, dass ich hoffe, dass Paullina Simons eine Fortsetzung schreibt - mit Happy End für die Beiden!!! Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass dieses Buch irgendwann einmal verfilmt wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gefühle in einer grausamen Welt, 22. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch innerhalb kürzster Zeit gelesen und mit jeder Seite war ich mehr und mehr fasziniert von der Liebe zweier Menschen in einer furchtbaren und grausamen Zeit. Es ist wirklich spannend und mit jeder Seite,die man liest,versetzt man sich mehr und mehr in die Welt von Tatjana und Alexander und man bekommt das Gefühl daneben zu stehen und nichts tun zu können. Ein sehr gutes Buch,das nur zu empfehlen ist.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bis zur Hälfte mitreißend und gefühlvoll - danach jäher Absturz, 27. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Liebenden von Leningrad: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich vollkommen verwirrt und irgendwo auch enttäuscht zurückgelassen. Warum, werde ich nachfolgend versuchen, zu veranschaulichen.

Zunächst: Als ich die ersten 100 Seiten von Paullina Simons Liebesgeschichte zwischen der 17-jährigen Leningraderin Tatjana Metanowa und dem mysteriösen Leutnant Alexander Below gelesen hatte, war ich wie gebannt, ich las, als gäbe es kein Morgen. Für meine Begriffe gelang es Simons vortrefflich, die aufflammenden Gefühle des 17-jährigen Mädchens für den fünf Jahre älteren, stattlichen Offizier im Leningrad des ersten Blockadejahres (1941) zu vermitteln, spannend und hochemotional. Das erste Verliebtsein zwischen Mädchen- und Frausein, die Gewissensbisse, als sie entdeckt, dass auch die ältere Schwester Dasha, die Tatjana abgöttisch liebt, in Alexander verliebt ist. Die selbstauferlegte Zurückhaltung der beiden, die Qual ist und immer wieder zu Konflikten führt - und zwischen all dem immer wieder die Gefühlsstürme, die aufwallen und wieder zurückgedrängt werden. All das lässt den Leser mitfühlen und mitleiden - auch wenn ich nicht immer ganz verstehen konnte, weshalb es unbedingt besser sein sollte, jemanden zu heiraten, den man nicht liebt, nur damit ein Mensch nicht unglücklich wird, dafür aber zwei andere. Doch genau das machte den Charakter der Tatjana so interessant.

Des Weiteren war ich gefesselt von der Art, wie Paullina Simons es in der ersten Hälfte des Buches vermochte, die Geschichte von Tatjana, ihrer Familie und Alexander Below in die heraufziehende Bedrohung der Leningrader Blockdade einzubetten. Man merkt, dass die Autorin die Stadt und ihre Geschichte gut kennt (oder gut recherchiert hat). Sie schildert Straßen, Örtlichkeiten und Einrichtungen so detailliert, dass man beim Lesen ein klares Bild davon im Kopf bekommt: Die Kirow-Fabrik, der Sommergarten, das Marsfeld, der Fontanka-Kanal, die Pawlow-Kaserne... Gelungen fand ich auch die Beschreibung des Milieus und Wohnumfeldes der Metanows, die damals typischen beengten Verhältnisse in den Gemeinschaftswohnungen. All dies lies die Charaktere glaubwürdig und aus dem Leben gegriffen scheinen, nicht von irgendeinem utopischen Planeten außerhalb unserer Sphäre hergeholt.
Was die Liebesgeschichte anbetrifft, fand ich deren Unterschwelligkeit und Unschuld besonders reizvoll - anderes steht im Vordergrund: Das Glück der Schwester, das Überzeugen von Tatjanas Eltern von der Schwere der Gefahr, die droht, das Elend während der Blockade und nicht zuletzt der tägliche Kampf um das Überleben der Familie und die Sorge um den geliebten Menschen. Und das Beste: Paullina Simons kommt bei ihrer Schilderung beinahe ohne Anzüglichkeiten und explizit dargestellte Sexualität aus - die emotionale Ebene dieser Liebe steht im Vordergrund. Selten habe ich ein Buch gelesen, das spannender und glaubwürdiger eine fiktive Geschichte an realen historischen Ereignissen anlehnt - das gilt wohlgemerkt für die 1. Hälfte des Buches, die ungefähr bis Seite 450 geht, bis Tanja und Alexander nach der kräftezehrenden Flucht Tanjas aus Leningrad im Ural-Dorf Lazarewo wieder zusammentreffen.

Danach nahm das Buch eine so derart extreme Wendung zum Negativen, ja fast schon Banal-Vulgären und Langweiligen, dass es regelrecht wehtat. Nachdem sich Tatjana und Alexander nach Dashas Tod nun endlich tabulos lieben durften, verflachte die Handlung zusehends und glitt - und da teile ich vollkommen die Auffassung einer anderen Rezensentin hier - bisweilen auf das Niveau eines drittklassigen Softpornos ab. Loderte die Liebe der beiden im ersten Part zwar immer allgegenwärtig, aber dennoch subtil zwischen den Freuden und Sorgen eines glaubwürdig geschilderten Alltages, nimmt die Autorin das Wiedersehen der beiden zum Anlass, die Handlung auf die Schilderung permanenter Triebhaftigkeit zu reduzieren, die jegliche Romantik und jegliches Gefühl ersterben lässt. Alexander nimmt Tatjana von oben, von unten, von vorne, von hinten. Wilder Sex, gerade wenn man sich lange nicht gesehen hatte, ist menschlich. Aber man kann ihn auch würdevoll und subtil schildern, insbesondere, wenn die vorangegangenen 500 Seiten eine gewisse Leitlinie geformt haben, was Emotionalität und Wertemuster betrifft. Für mich war die Grenze des guten Geschmacks erreicht, als ich lesen musste, wie er ihr in den Mund abspritzt. Wenn ich Lust und Laune auf solche Art Lektüre verspüre, werde ich wohl eher eine einschlägige Internet-Seite aufsuchen oder mir einen Porno reinziehen.
Das Maß war schließlich voll, als Alexander seiner großen Liebe Tanja schließlich "gestand", sie in ihrem süßen Rosenkleidchen unbedingt habe "nehmen" wollen, als er sie darin in Leningrad das erste Mal sah - WUMMM! Das saß. Für mich bedeutet diese Stelle nicht weniger als Verrat am Leser, den Paullina Simons da begeht. 500 Seiten lang wurde dem Leser die Mär von der unschuldigen, selbstlosen, aufopfernden Liebe vorgegaukelt, um nun die Handelnden schlagartig die Masken fallen zu lassen, frei nach dem Motto: Ätsch, reingelegt, liebe Leser. So süß und verliebt, wie ihr dachtet, sind wir gar nicht, im Grunde waren wir bloß geil. Die Autorin hätte vor dem Schreiben eine Entscheidung treffen müssen: Entweder zeige ich den Menschen, so wie er ist, vollkommen nüchtern und realistisch in all seiner Fehlbarkeit und Triebhaftigkeit, oder aber ich schreibe eine hochromantische Liebesgeschichte, die zum Träumen und Mitfühlen geeignet ist. Aber solch einen absoluten Bruch mitten im Werk hinzulegen, geht gar nicht.

Den Rest des Buches habe ich lustlos gelesen. Freude kam dabei keine mehr auf. Die Geschichte nahm ihren unvermeidlichen Lauf. Der bereits zu Beginn des Buches angedeutete "mysteriöse Hintergrund" des Leutnant Below, der eigentlich ein amerikanischer Sonnyboy namens Anthony Barrington und natürlich auf der Flucht vorm russischen Geheimdienst ist, musste ja noch aufgelöst werden. Und schwanger musste Tatjana natürlich auch noch werden. Und Dima, ja der musste auch noch irgendwie abgewickelt werden, nachdem er zwischenzeitlich immer schlagartig für 100 Seiten in der Versenkung verschwunden war.
Nein, für die letzten 300 Seiten habe ich lediglich das Prädikat "unterirdisch" parat. Wie man ein derart spannend und glaubhaft aufgebautes Buch nach hinten heraus derart mit Kitsch, Klischee und knallhartem Sex ruinieren kann, ist mir einfach unbegreiflich. Der ganze Part mit der Flucht nach Amerika, der hinten rangequetscht wurde, ist absolut unglaubwürdig und konstruiert. Der Charakter eines einfachen, aufgeweckten Leningrader Jungen, wie sie zu Tausenden in diesen Krieg geworfen wurden, wäre um so viel glaubhafter gewesen. Stattdessen wird viel zu viel zusammengemengt. Der 2. Weltkrieg - als historischer Rahmen bereits komplex genug - wird noch mit hochklischeehaften Allgemeinplätzen aus dem Kalten Krieg angereichert, der damals zudem noch nicht mal begonnen hatte. Dazwischen noch die Liebesgeschichte, ein Hunger- und ein Eifersuchtsdrama - dass da die Qualität insgesamt leiden muss, war vorprogrammiert.

Davon abgesehen gab es auch in der 1. Hälfte schon Sachen, die einfach störten. So gab es Widersprüchlichkeiten: Erwähnt die Autorin noch gleich zu Beginn, dass Tatjana im Alter von drei Jahren beim Krim-Urlaub im Schwarzen Meer die Bekanntschaft von Quallen machte, heißt es auf Seite 57 plötzlich, sie sei noch nie weiter weg von Leningrad gewesen, als in Luga (ca. 120 Km entfernt). Den ganzen Part mit Dima, der mit Alexander in bester Hahnenkampf-Manier um Tatjana buhlt, hätte sich die Autorin sparen können - zu gewollt wirken die offensichtlichen Unterschiede zwischen beiden (der eine schön, stattlich, erfolgreich, der andere unflätig, klein, hässlich und erfolglos).

Für die erste Hälfte hätte ich nichtsdestotrotz noch 41/2 Sterne vergeben. Doch für die 2. gibts nur einen, macht unterm Strich gnädige drei Sterne. Empfehlen würde ich das Buch nur mit der ausdrücklichen Warnung vor zu viel Kitsch und Sex im 2. Teil.
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Die Liebenden von Leningrad: Roman
Die Liebenden von Leningrad: Roman von Paullina Simons (Taschenbuch - 1. Dezember 2003)
EUR 9,95
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