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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bond neu entdecken - jenseits der Leinwand
Er ist der bekannteste Spion der Popkultur; schöne Frauen, schnelle Autos und der Wodka-Martini (geschüttelt, nicht gerührt) sind seine Markenzeichen. Die Rede ist von Bond, James Bond, 007. Doch wie viele von uns kennen eigentlich die Originalromane von Ian Fleming? Ist unser Bild von Bond nicht eher durch die Kinofilme – im Fernsehen in...
Vor 24 Monaten von Ringbote veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ohne Schwächen, macht aber neugierig auf mehr...
Fast 60 Jahre ist es her, dass Ian Fleming den bekannten 00-Agent schuf und der erste Roman "Casino Royal" veröffentlicht wurde. Das hat ein kleiner Comicverlag aus Ludwigsburg zum Anlass genommen, die James-Bond-Romane neu aufzulegen. Die ersten vier Teile sind schon im Handel und fallen vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Covergestaltung auf, für die der...
Vor 22 Monaten von Sushisan veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bond neu entdecken - jenseits der Leinwand, 30. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Er ist der bekannteste Spion der Popkultur; schöne Frauen, schnelle Autos und der Wodka-Martini (geschüttelt, nicht gerührt) sind seine Markenzeichen. Die Rede ist von Bond, James Bond, 007. Doch wie viele von uns kennen eigentlich die Originalromane von Ian Fleming? Ist unser Bild von Bond nicht eher durch die Kinofilme – im Fernsehen in Dauerschleife wiederholt – geprägt?

Bei mir war das jedenfalls so. Mein erstes Bild von Bond war Roger Moore, ein Sprüche klopfender Gentlemanspion. Später gesellte sich Sean Connery dazu, der etwas rohere, maskulinere Typ. George Lazenby und Timothy Dalton habe ich irgendwie übersprungen. Mit Pierce Brosnan ging Bond für mich im Kino los, gefolgt von Daniel Craig. Nun habe ich „Casino Royale“, das Ur-Bond-Abenteuer, erstmals auch gelesen, in der neu übersetzten und wunderschön aufgemachten Edition von Cross Cult. Und ich stelle fest, dass mich die Filme belogen haben – also zumindest zum Teil.

Punkt eins scheint keiner der Bond-Darsteller den Roman-Bond so richtig zu treffen. Den einen – Sean Connery und Daniel Craig – fehlt die zweifelnde, ohnmächtige Seite. Den anderen die unverhohlen körperbetonte Männlichkeit. (Nun vergleiche ich hier vielleicht unfair, weil der „Casino Royale“-Bond sich vom Bond der späteren Romane unterscheiden mag. Das wird sich erst nach weiterer Lektüre erweisen.) Jedenfalls hat es mich überrascht, wie Bond hier gezeichnet wird. Auf der einen Seite haben wir einen Profi, der auf der anderen Seite unglaublich leichtsinnig agiert und denkt. Einmal ist er ein eiskalter Mistkerl, dann wieder überrascht er durch philosophische Gedanken über Gut und Böse, durch tiefste Verunsicherung und eine fast bemitleidenswerte Sprachlosigkeit im Umgang mit der Frau, in die er sich gegen seinen Willen verliebt.

Vor allem das letzte Drittel des Romans fällt hier aus dem bekannten Rahmen, wobei wir bei Punkt zwei wären. Die Handlung von „Casino Royale“ entspricht über weite Teile dem, was wir auch aus der modernen Leinwand-Adaption mit Daniel Craig kennen. Doch wo diese als harter Actionfilm rüberkommt, schlägt das Buch deutlich leisere Töne an, intimer im Blick auf seine Hauptfigur, detailfreudig im Duell Bond gegen Le Chiffre, aber beinahe spröde, wenn es um Explosionen und Verfolgungsjagden geht. Und dann, nach dem Tod Le Chiffres, wenn man eigentlich nur noch den Epilog und Abspann erwartet, nimmt das Buch auf einmal auch noch eine völlig neue Richtung. Auf langen Seiten wird Bonds Genesung geschildert und sein Versuch, mit Vesper Lynd (dem Bond-Girl des Buchs) eine Beziehung zu beginnen. Der kurze, schmerzvolle Verlauf dieser Beziehung wird das Thema bis zum Ende bleiben und nimmt etwa 60 der insgesamt 240 Seiten am Schluss ein. (Im Film gibt es diesen „Epilog“ übrigens auch, wie ich noch einmal nachgeschaut habe – allerdings stark gerafft und deutlich abgewandelt, um für mehr Action zu sorgen.)

Diese Art von Dramaturgie überrascht schon, denn das Titel gebende Casino und das gefährliche Kartenduell zwischen Bond als westlichem Agenten und Le Chiffre als Vertreter des Ostblocks liegen da schon lange hinter uns. Kurioserweise sorgt diese Irritation nicht dafür, dass einem das Buch plötzlich schlecht durchdacht erscheint. Im Gegenteil wird es mehr als nur ein Agentenabenteuer, es wird auch eine Charakterstudie des Mannes James Bond. Ich bin mal gespannt, wie sich diese Art von Ian Fleming, einen Roman zu schreiben, in den nächsten Bond-Geschichten fortsetzt.

Fazit: Für alle, die an den Wurzeln des Bond-Mythos interessiert sind, ist „Casino Royale“ in dieser erstmals ungekürzten und originalgetreuen Übersetzung praktisch ein Muss. Auch allen, die sich fürs Genre der Agentengeschichten erwärmen können, sei dieser Klassiker ans Herz gelegt. Filmfans müssen jedoch gewarnt werden. Dieser Bond ist anders, als wir ihn von der der Leinwand her kennen.
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der "echte" James Bond, 19. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Habe mir das Buch gekauft, da der neue Film in Teilen darauf basieren soll und ich war begeistert. Ein sehr spannender und flüssig zu lesender Roman, von dem man nicht genug bekommt. Nie hätte ich gedacht, dass ein Kartenspiel, welches in einem Buch beschrieben wird, so spannend sein kann oder dass eine Folterszene einem beim lesen Schweiß auf die Stirn treiben kann. Und schließlich gibt es zum Schluß noch eine kaum vorhersehbare Wendung. Interessant an dem Roman ist zudem, wie detailliert Fleming den Charakter von Bond, seine Gefühle und seine Umgebung beschreibt. Als Bond-Fan sollte man diesen ersten Roman auf jeden Fall gelesen haben, alle anderen werden sicher nicht gelangweilt sein. Einziges Manko: Das Buch ist ziemlich kurz.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neu übersetzt mit tollem Coverartwork - Feine Neuausgabe des Klassikers, 21. September 2012
Von 
Udo_Erhart - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Zuallererst hat mich das Cover-Artwork angesprochen, das von Michael Gillette stammt. Bisher habe ich Bond nie gelesen, sondern allenfalls die Filme gesehen und ich muss gleich am Anfang sagen: Ich habe bisher was verpasst!

Was mir gut gefällt, ist, dass die Neuübersetzung von Stephanie Pannen und Anika Klüver (laut Verlag) erstmals ungekürzt und originalgetreu ist. Was sofort auffällt: Ian Flemmings Bond-Roman wurde im Original belassen und inhaltlich nicht modernisiert. So zahlt 007 noch mit französischen Franc und bekommt Telegramme, was junge Leser irritieren könnte, aber Bond-historisch einfach korrekt ist. Und auch ansonsten ist Flemings erstes Bond-Abenteuer mit seinen gut 230 Seiten ein schnell gelesenes und sehr spannendes Taschenbuch. Gut, dass bereits zwei weitere Bände in gleicher Aufmachung erhältlich sind, somit sollte mir der Lesestoff über den Geheimagenten so schnell nicht ausgehen.

Das Taschenbuch wurde in Tschechien gedruckt, die Typografie ist auf dem ansonsten matten Cover spottlackiert. Ebenfalls sehr hübsch geworden: Das leichte cremeweiß für das Cover wirkt nostalgisch passend. Zusätzlich zum Roman befindet sich noch ein Autorenporträt Flemings in dem Buch. "Casino Royale" aus dem Cross Cult Verlag ist im Taschenbuch und als kindle-Ausgabe erhältlich. Mir liegt das Taschenbuch vor, dessen Coverdesign leicht vom hier zu findenden Produktbild abweicht, da bei der finalen Version das 007 auf dem Titelbild eingekreist wurde und nicht mehr frei steht.

Somit verdiente fünf Sterne für einen augenschmeichlerisch neu aufgelegten Klassiker!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin überrascht, viel besser als erwartet., 26. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Der britische Geheimdienst setzt James Bond alias 007 auf den Agenten Le Chiffre an. Dieser hat die Kohle seines Geheimdienstes gewinnbringend in Bordelle anlegen wollen, hat sich aber verzockt, da die französische Legislative ein entsprechendes Gesetz verabschiedete, das Prostitution in diesem Umfang verbietet. Somit ist Le Chiffre nahezu pleite. Die Kohle ist weg und muss nunmehr wieder erst einmal reingefahren werden. Das ist die Gelegenheit für die Briten, Le Chiffre eiskalt abzuservieren ohne sich selbst die Hände schmutzig machen zu müssen...

Ich muss gestehen, dass ich zunächst nicht so ganz vom ersten Bond-Band überzeugt war und das bevor ich ihn gelesen hatte. Schließlich hatte ich den Film gesehen und anders als viele Kritiker, die Craig als Bond zunächst bemängelt, dann aber glorifiziert haben, blieb ich bei meiner Meinung. Nicht nur, dass Bond jetzt blond war, nein, er war auch kein Gentleman wie in den übrigen Filmen sondern kam zwar als kerniger, aber eher kaltschnäuziges, menschenverachtendes A... rüber, der seine Freundin später sogar als Miststück bezeichnete (bzw. in dem Folgefilm seinen Freund in die Mülltonne geworfen hat). Der Bond ging gar nicht, dachte ich mir.

Dennoch versuchte ich mich an der Reihe und habe dann erst mal den ersten Bond Casino Royale" aus dem Hause Cross Cult gelesen. Jedes Cover ist in cremigem Weiß gehalten und hat ein mattes Bild, während aufgrund der Farbgestaltung die attraktive - (wenn überhaupt) knapp bekleidete Dame - sich sexy räkelt und teilweise hochglänzend hervorgehoben ist. Typisch Bond eben. Das sticht natürlich direkt ins Auge.

Als ich dann mit dem Buch durch war, hatte ich anders über Craig als Bond gedacht. Tatsächlich kommt er dem Charakter des Doppelnull-Agenten des Autors sogar am nächsten. Kaltschnäuzig, manchmal etwas frauenverachtend, aber auch gleichzeitig menschlich mit ebensolchen Schwächen. Insbesondere wunderte ich mich, obwohl der Roman ja ursprünglich aus den 50ern stammt über den harten Tobak und natürlich, was seltsamerweise schon während des Films einen Großteil der Zuschauerinnen erfreute (Zitat: interessante Foltermethode"), die in Einzelheiten geschilderte Genitalfolter Bonds. Auch die Story des gleichnamigen Romans hat der Film in großen Einzelheiten übernommen und variiert nur in Nuancen, u. a. natürlich auch in der Zeitebene. Während dieser Bond hier tatsächlich in der Zeit des kalten Krieges spielt (gleichzeitig aber auch seltsamerweise dann eine Covergebung aus der Zeit der 60er/70er Filme mit ihren fluffig anmutenden Farben hat), wurde der Filmbond wie üblich in die Neuzeit übertragen. Als absoluter Nichtspieler konnte ich jedoch überhaupt nichts mit den Casino-Szenen anfangen, wenngleich ich noch die französischen Begriffe verstehen konnte. Seltsam ist auch, dass die Begegnung mit Le Chiffre in dem Roman eher als Intermezzo verstanden werden kann, da die Überraschung gegen Ende ja erst kommt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein anderer James Bond als im Film, 28. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: James Bond, Casino Royal (Taschenbuch)
James Bonds Auftrag (der nicht wirklich sein erster ist, aber sein erster in Romanform) führt in Anfang der fünfziger Jahre an die französische Atlantikküste. Der KGB-Agent und Funktionär der französischen Kommunisten LeChiffre will die Millionen, die er Partei und Gewerkschaft gegenüber veruntreut hat, beim Bakkarat im Casino Royale wieder zurückgewinnen. James Bonds Auftrag ist es, unterstützt vom französischen und US-amerikanischen Geheimdienst (ja, auch Felix Leiter taucht hier zum ersten Mal auf), LeChiffre am Spieltisch zu besiegen, und nicht nur ihn, sondern auch die Kommunisten in Frankreich ins Chaos zu stürzen.
Der James Bond, den wir im Casino Royale, dem wie bereits angedeutet ersten Bond Roman Ian Flemings von 1952, erleben dürfen, ist ein anderer wie in den sattsam bekannten Filmen. Daß die heutigen "Actionstreifen" mit dem Original-Bond nichts zu tun haben, war dabei klar, aber es hat mich doch überrascht, wie sehr auch der Sean Connery-James Bond schon anders auftritt.
Dieser Ur-Bond ist ein eher muffiger Zeitgenosse, den die Frauen bei der Arbeit stören, als er eine Mitagentin dann doch an sich heranläßt, denkt er sofort ans Heiraten. Von James Bond, dem Playboy "leaving a trail of dead women behind him" ist zumindest im Casino Royale noch nichts zu sehen.
Auch mutet die Handlung geradezu kammerspielartig an, Lokationen sind eigentlich nur das Casino, zwei Hotels und eine alte Villa. Das größte Actionelement ist eine Autoverfolgungsjagd, die, das einzige "Gadget" der Geschichte, von einigen Stahlnägeln auf der Straße beendet wird. Dafür erfährt der geneigte Leser nicht nur ausführlich, wie Bakkarat gespielt und der Original-Wodka Martini zubereitet wird (3 Teile Gin, 1 Teil Wodka, 1/2 Teil Wermut, dazu eine Scheibe Zitrone), sondern erlebt auch einen James Bond im Krankenhaus liegend, voll Zweifel an der Gerechtfertigkeit seines Tuns und Angst vor kommender Impotenz. Das ist nicht der James Bond, den wir aus den Filmen kennen.
Es ist eine deutlich tiefere, nach außen schroffe und melancholische Figur. Eine sehr ungewohnte Perspektive.
Wäre der Roman für sich alleinstehend, er wäre wohl nicht wirklich interessant und lesenswert. Da er aber die Grundlage für eigentlich das gesamte moderne Agentengenre bildet, ist es überaus faszinierend, diesen bekannten und doch so anderen James Bond kennenzulernen.
"Casino Royale" bildete übrigens die Grundlage für gleich zwei Filme. Der erste, schon in den fünziger Jahren als Fernsehfilm gedreht, ist mir gänzlich unbekannt. Ende der Sechziger, als die Bond-Filme schon Kassenerfolge waren, wurde Casino Royale erneut aufgelegt, als Parodie inszeniert, mit David Niven als James Bond, Peter Sellers, Woody Allen, Cameo Appearences unter anderem von Peter O'Toole und Jean-Paul Belmondo. Durchaus sehenswert, wenn auch schon mit etwas sehr viel Klamauk, und ganz ganz weit weg vom Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat mich gerührt, nicht geschüttelt., 19. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Eher aus Neugier wollte ich wissen, wie die Geschichte des Films von Flemming ursprünglich geschrieben worden ist und ob die Verfilmung der Vorlage gerecht wird.

Schon nach den ersten Seiten war ich geschockt.
Das soll Bond sein?
Ja, natürlich ist das Bond, aber wen habe ich dann immer auf der Leinwand gesehen?
Hat Connery überhaupt mal ein Buch gelesen, bevor er gedreht hat?
Warum wurden Szenen aus anderen Büchern willkürlich herausgenommen und in andere Filme eingebaut?

Casino Royale weicht vor allem am Ende erheblich vom Film ab und erscheint wesentlich reifer und tiefgründiger.
Auch der Charakter von Bond zeigt mehr Tiefe, was durch Craig zumindest angedeutet wird.
Man merkt aber, dass im Buch die Stimmung durch charakterliche Darstellungen erzeugt wird, während (natürlich) im Film große Landschaftsszenen (Venedig) dafür herhalten müssen.
Besonders groß ist übrigens der Unterschied bei „Leben und Sterben lassen“, wobei das Buch erheblich mehr Sinn macht und den Film im Nachhinein unfreiwillig komisch erscheinen lässt.

Wer einmal den "echten" James Bond erleben möchte und nicht eine Parodie von Moore oder Connery, der sollte die Bücher lesen.
Der Schreibstil ist eher angenehm „gehoben“ und deutlich anspruchsvoller, als bei heutigen Filmromanen, aber doch noch gut lesbar.
(Wenn man das Alter des Buches bedenkt.)
Ich werde auch noch die anderen Flemmings lesen.

James Bond will return.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packend von der ersten bis zur letzten Seite..., 21. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: James Bond, Casino Royal (Taschenbuch)
Das heutige James-Bond-Publikum kennt den wohl berühmtesten Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät wohl in erster Linie nur aus dem Kino - schade eigentlich, denn Ian Fleming hat eine literarische Vorlage geschaffen, die der spannenden und actiongeladenen Atmosphäre der Spielfilme in nichts nachsteht.
"Casino Royale" war der erste Bond-Roman und führt die Figur des britischen Geheimdienstlers in einem von der ersten bis zur letzten Seite packenden Abenteuer ein.
Fleming versteht sich darauf, die Gedankenwelt seiner Hauptperson zu erforschen. Gemeinsam mit Bond taucht der Leser in die von Fleming trefflich beschriebene Welt des Glücksspiels ein - schließlich gilt es, dem feindlichen Agenten Le Chiffre eine empfindliche Niederlage zuzufügen und zu diskreditieren.
Ein lesenswertes Buch, das dem Kinogänger ganz neue Einblicke gewährt und das Ausgangspunkt einer Reise durch die literarischen Abenteuer des James Bond sein kann - sollte der Leser denn Gefallen daran finden. Er wird feststellen, daß der eine oder andere Roman in geschriebener Form weitaus mehr Vergnügen bereitet, als die Verfilmung.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ungekürzt, 8. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Die deutschen Übersetzungen der Romane und Kurzgeschichtensammlungen von Ian Fleming waren bisher sehr mangelhaft, da teilweise stark gekürzt, zensiert - vor allem in den Liebesszenen - und ohne die Kapitel-Titel. Die Übersetzung von Anika Klüver und Stephanie Pannen klingt modern und ist teilweise vereinfachend. Fleming benennt beispielweise im Dossier für M Medikamente genau, die Le Chiffre zur Geldbeschaffung theoretisch schmuggeln könnte - Aureo- und Streptomycin und Kortison. Da heutige Leser vom Schwarzmarkt höchstens mal etwas von den Großeltern gehört haben, hat man dieses Detail weggelassen. Letztendlich ist eine Übersetzung immer ein Kompromiss, und die neue Übersetzung ist auf jeden Fall der bessere. Der Roman liest sich so sehr flüssig, und man gewinnt ein wesentlich vollständigeres Bild von Flemings ursprünglicher Intention zu James Bond, "a spice of adventure, a dash of patriotism, laced with sex, sadism, and expense account know-how", wie die Sunday Times seinerzeit schrieb. Gekrönt werden die neuen Ausgaben von kongenialen Cover-Artworks von Michael Gilette, die bereits die englischen Penguin-Bücher zierten. Für "Feuerball" und "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" fertigte Gilette sogar zwei neue wunderschöne Illustrationen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Casino Royale: A royal treat, 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Casino Royale: a royal treat

This is the first Bond book, by Ian Fleming, that I’ve read, and it is certainly no disappointment.

Much less complicated than the films themselves, the plot is clearly constructed, with bond being very much at the centre of the action, and the peripheral characters tactically brought into play when the plot requires it.

Very enjoyable reading: a style with a certain complexity, but which does not get pompous. Certainly more of these to look forward to.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ohne Schwächen, macht aber neugierig auf mehr..., 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Fast 60 Jahre ist es her, dass Ian Fleming den bekannten 00-Agent schuf und der erste Roman "Casino Royal" veröffentlicht wurde. Das hat ein kleiner Comicverlag aus Ludwigsburg zum Anlass genommen, die James-Bond-Romane neu aufzulegen. Die ersten vier Teile sind schon im Handel und fallen vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Covergestaltung auf, für die der US-Künstler Michael Gilette verantwortlich ist. Mit Motiven und Bildern aus den aktuellen Filmen durfte der Verlag nicht arbeiten, was eindeutig von Vorteil war, denn die verschiedenfarbigen Coverschönheiten mit den verkörperten Titeln sind eindeutig ein Blickfang.

Doch der Verlag hat sich nicht mit einer Neuauflage des Werkes begnügt, er hat die Bond-Romane neu übersetzen lassen und so einen "runderen" Bond erschaffen. In der neuen Übersetzung wurde nichts zensiert oder gekürzt, was den snobistischen Macho Bond in einem veränderten Licht erscheinen lässt. In einigen Passagen reflektiert er seine Erlebnisse und Erfahrungen, was zeigt, dass er durchaus selbstkritisch sein kann. Seine Meinung über Frauen ist eindeutig, die haben im Geheimdienstgeschäft nichts zu suchen und sollen sich doch lieber um Heim und Kinder kümmern. Schließlich ist Bond ein Geschöpf der 50er. Doch Bond ist auch ein Genieser, der viel Wert auf Essen und Trinken legt und das Meer liebt. Und wenn die Schlafzimmertüre hinter ihm und seiner Schönen zufällt, dann erfahren wir dieses Mal auch, was dahinter passiert.

Im ersten Teil des Buches geht es um Bonds Baccara-Duell im französichen Royale gegen den kommunistischen Bösewicht Le Chiffre, der aus dem Weg geschafft werden soll. Dieser Abschnitt liest sich eher nüchtern und der Leser wird nicht so richtig warm mit dem Agenten. Aufgrund Ian Flemings Beschreibung von Bonds Gesicht, hatte ich beim Lesen nicht Sean Connery oder Roger Moore vor Augen, sondern den aktuellen Bond-Darsteller Daniel Craig. Das Gesicht eine harte Maske, deren brutaler Ausdruck nur durch die ausdrucksstarken Augen gemildert wurde. Erst seit Daniel Craig sieht man Bond in den Filmen als menschlichen und keineswegs unverletzlichen Agenten, was der literarischen Vorlage wohl am nächsten kommt. Nachdem Le Chiffre ausgeschaltet ist und Bond drei Mordanschläge überstanden hat, offenbart sich die "weiche" Seite Bonds. Er verliebt sich in seine Kollegin Vesper und verliert sich während seines Genesungsurlaubs in Zukunftsträumen. Doch wie wir alle wissen, hat James Bond kein Glück mit Frauen und so mutiert der emotionale Bond am Ende der Geschichte doch wieder zum eiskalten 007.

Ich gebe 3 Sterne für den ersten Teil der neu übersetzten Bond-Reihe, weil mir die Erzählweise etwas zu distanziert ist und mich besonderns im Action-Teil nicht so wirklich mitgerissen hat. Trotzdem werde ich mir auch den nächsten Teil besorgen, weil Casino Royal Flemings erster Bond-Roman war und ich wissen will, ob sich Autor und Protagonist weiterentwickeln.
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James Bond, Casino Royal
James Bond, Casino Royal von Günther Eichel (Taschenbuch - 2003)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
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