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Kundenrezensionen

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am 14. März 2009
Das Buch ist sehr spannend und leicht zu lesen und hat an manchen Stellen Schockeffekte, die die Greueltaten zur Kriegszeit (zu) plastisch darstellen(, was mir an einer Stelle fast mal eine schlaflose Nacht beschert hätte - und ich habe schon einiges an Horror-Stories gelesen). Andeutungen wären oft mehr gewesen.

Man merkt den "Drehbuchautor" oft durch und manchmal gehen mir die Klischees deutlich zu weit, manchmal schafft es der Autor aber über sie hinaus und liefert stellenweise ein wirklich plastisches Bild der Umstände ab. Das sind dann die besten und gelungensten Stellen des Buches.

Eigentlich ist aber gar kein Buch, es ist ein Film, der Buch geworden ist. Von der Sprache her, wie bereits angemerkt, leicht zu lesen und meistens schafft es der Autor auch nicht zu banal zu werden.

Was mich wirklich richtig genervt hat, ist die für mich extrem hineinkonstruierte Liebesgeschichte - ohne die scheint es wohl nicht zu gehen, aber die braucht es für mich nun wirklich nicht! Die Beziehung der zwei Hauptprotagonisten wäre spannend genug gewesen.

Alles in allem lesenswert - jedoch nicht öfter als einmal. Für einen ständigen Platz in meinem Bücherschrank reicht es dann leider doch nicht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2010
Man kann ins Grübeln kommen, warum das Buch wohl auf der Spiegel-Bestsellerliste steht oder stand. Benioff, erfolgreicher amerikanischer Drehbuchautor, schrieb diesen deftigen, pikaresken Roman über das von den Deutschen im Winter 1942 ausgehungerte Leningrad wie ein Drehbuch zu einem unterhaltsamen und komischen Film. Wir sehen zwar die Leiden der Bewohner, die sind aber immer festgemacht an abenteuerlichen, krassen, komischen bis makabren Szenen und Gags, was die Lage dann auch wieder verharmlost.

Zwei junge Männer, Lew und Kolja, sollen Eier für die Hochzeitstorte für des Obristen Töchterlein besorgen, angesichts der Verhältnisse eine absurde Aufgabe, bei der wir aber sicher sind, dass sie gelöst werden kann. Was die beiden auf dem Weg treffen: einen schrecklichen Menschenschlächter mit seiner nicht weniger schrecklichen Frau, denen sie wie im Märchen nur knapp entrinnen, einen schon halbtoten Jungen, der auf dem eisigen Dachboden den Leichnam seines Großvaters bewacht. Später, als sie sich in besetztes Gebiet auf den Weg zu einer Kolchose wagen, gelangen sie nach eindringlich geschilderten Strapazen und kurz vor dem Erfrieren, wieder wie im Märchen, an ein erleuchtetes Haus, bewohnt von attraktiven Mädchen, die Jazzplatten hören: russische Huren. Partisanen stürmen das Haus, als einige Deutsche sich gerade dort amüsieren wollen. Unter den Partisanen die kleine Vika, als Junge verkleidet, in die Lew sich verliebt. Vika, Lew und Kolja - nun die unaufhaltbaren Drei - wollen den sadistischen Deutschen Abendroth von der Einsatztruppe zur Strecke bringen, er hatte einer der Huren die Füße abgesägt, weil sie fliehen wollte.

Man sieht, es fehlt nicht an einprägsamen Details. War das Buch bisher nicht nur unterhaltsam und spannend, sondern auch informativ, indem Benioff, ausgehend von dem Bericht seines Großvaters, sich auf zwei im Anhang genannte Bücher über die Belagerung Leningrads stützte, so verwildert es nun allerdings ganz in bester Hollywood-Manier. Die Partisanen geraten in deutsche Gefangenschaft, was sich Benioff etwa so wie ein gemütliches Abenteurercamp vorstellt. Hier werden erst nahezu auf Augenhöhe die Bedingungen für ein Schachspiel zwischen Lew und Abendroth ausgehandelt, dann folgt dieses, dann ein großes Gemetzel mit vorhersehbar erfreulichem Ausgang für unsere Helden.

Dreie kommen durch die Welt. Lew ist ein verkapptes Schachgenie, Vika eine todsichere Scharfschützin, Kolja, der Frauenheld, ist eh ein Tausendsassa. Die Themen der drei Freunde sind bevorzugt Schriftstellerei, Sexualität, im engeren Sinne auch Homosexualität, also Themen, die halt einen New Yorker mittleren Alters von heute (wie den Autor) umtreiben und weniger einen Leningrader von 1942. Koljas Ende ist dann gänzlich funktions- und geschmacklos. Lew alias Benioff fällt dazu einfach nichts ein, und im letzten Kapitel steht auch schon wieder Vika nunmehr im gelben Baumwollkleid an der Tür "und ihr dichtes rotes Haar fiel kaskadenartig über ihre sonnenverbrannten Schultern herab" (380). Und eins ist klar: Lew muss kochen. - Auf dem Cover trauert die Hamburger Morgenpost: "Wahrscheinlich wird es dieses Jahr kein besseres Buch mehr geben." Sind die Zeiten wirklich so schlecht?
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am 3. Juni 2012
Die Geschichte, die das Buch erzählt, ist schön und spannend, wobei man durch das Vorwort natürlich schon früh weiß, dass sie gut ausegehen wird. Insgesamt hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen: Wie schon von anderen angemerkt, liest es sich "wie ein guter Film". Aber: Dieses Buch ist sicher kein literarisches Meisterwerk. Die Dialoge sind einfacher Natur und drehen sich gefühlt 50% um den Magen-Darm-Probleme des eines Protagonisten und 50% um die üblichen Fragen, die ein heranwachsender in der Pubertät hat.
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Benioff erzählt die Geschichte, weil er ein Drehbuch über den Krieg schreiben soll. Sein Großvater, selbst Immigrant aus St. Petersburg (ehemals Leningrad) erzählt ihm vom Krieg, bis es ihm zu viel wird. "Er sei der Autor", sagt der Großvater, "denk dir was aus." Benioff geht in einer leichten Schreibart in den schweren Stoff. Das ist auch der Grund, warum ich 2 Sterne abgezogen habe. Der Schreibstil ist mir etwas zu "seicht"; zu sehr "Heyne Verlag"; zu weichgezeichnet in vielen Belangen. An vielen Stellen ist es natürlich das Thema, das einen unglaublich mitnimmt und aufwühlt; aber an vielen Stellen ist es viel zu seicht und geht zu wenig in die grausamen und harten Details des Krieges ein. Benioff lässt Kolja unsympathisch erscheinen und dessen ständige Suche nach Sex lässt das ganze noch weniger unglaubwürdig erscheinen. Kolja hat eine derbe und ordinäre Ausdrucksweise, seine Art und Weise mit den Frauen umzugehen ist sexistisch und grausam. Vor allem aber wenig Glaubhaft. Lew wiederum ist naiv, spielerisch weit unter seinen Möglichkeiten und ängstlich. Die Charaktere sind gut beschrieben, aber Benioff konnte mich weder an den einen, noch an den anderen binden. Sie waren für mich beide unglaubwürdig, skurill, nicht greifbar. Sowohl die Geschichte, als auch die Suche klang für mich zu sehr nach "Hollywood". Benioff baut auch leider einige Fehler mit ein; vor allem gegen Schluss schludert er (Feuerwerk). Das tragische Ende ist gestellt und noch weniger greifbar. Anstatt das Thema ordentlich umzusetzen, hat er Effekte und kinotaugliche Szenen eingebaut.

Fazit: Wer sich dem Leningrad-Krieg widmen will, sollte andere Bücher lesen. Dieses hier bleibt viel an der Oberfläche, ist an manchen Stellen weichgezeichnet und hat manchmal viel zu wenig Tiefgang. Nur wenige Szenen sind echter Leningrad Krieg, viel zu viele sind Hollywood reif und kinotauglich. Die Charaktere sind unsympathisch und mit wenig Überzeugungskraft. Das Sex-Thema ist überpräsent und hat bei so einem intensiven Thema nichts zu suchen. 3 Sterne für das "dazwischen"; mehr kann ich nicht geben; gegen Schluss passieren leider zu viele "Schluderfehler".
Schade!
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am 20. Januar 2012
...leider ist es dem Autor meiner Meinung nach nicht gelungen, sie auch mit interessanten Charakteren zu füllen. Nach den ersten Kapiteln kennt man sie Verhaltensweisen jeder Person, die sich auch kaum einmal ändern. Die Hauptfigur Lew empfand ich sogar als regelrecht unsympatisch und langweilig, genau wie die Scharfschützin Vika. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass gerade diese beiden einfach lustlos und lethargisch durch die Geschichte "stapfen". Mir ist natürlich bewusst, dass dies ein stilistisches Mittel des Autors ist, um die Ausweg- und Hoffnungslosigkeit, sowie die innere Zerbrochenheit der Menschen in Leningrad und Umgebung deutlich zu machen, aber ein Roman soll ja auch in gewisser Weise unterhalten, zumindest nach meinem Empfinden. (Und dabei meine ich nicht, dass er immerzu lustig sein sollte, sondern, dass man interessant findet, was man da gerade liest. Diesem Anspruch konnte "Stadt der Diebe" in meinem Fall leider nicht gerecht werden. Die einzigen interessanten Charaktere waren für mich Kolja und Abenroth - Der eine dazu verdammt den ganzen Roman in einem Klischee zu versauern (da er außer aus Büchern zu zitieren und vorlaut daherreden nichts weiter tun darf), der andere abgestochen, bevor er mehr als ein paar Sätze sagen konnte. Wie schon öfter hier gelesen, war auch für mich die Liebesgeschichte mehr als kontruiert - dann bitte lieber ganz weg lassen!
Fazit: "Stadt der Diebe" ist kein schlechtes Buch, aber um es ein zweites Mal aus dem Schrank zu holen, sind die Charaktere zu blutleer und austauschbar.
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am 14. September 2010
Ich finde schon, dass "Stadt der Diebe" ein gutes und auch recht spannendes Buch ist. Trotzdem muss ich sage, ich habe mehr erwartet. Es gibt andere Bücher, welche mich mehr gefesselt haben.

Ich würde 3,5 von 5 Sternen geben.
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