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Kundenrezensionen

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4,7 von 5 Sternen
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Wer das Schicksal kennt, einen geliebten Menschen durch einen sinnlosen Unfall verloren zu haben, wird dieses Buch ganz besonders verstehen. Die jenigen die das Schicksal (bislang) verschont hat, werden es mit anderen Augen lesen. Ich kenne das Schicksal. Mein Cousin starb mit 19, ein sehr guter Freund, Vater eines damals 3jährigen starb mit 24 und mehrere Motorrad-Freunde verloren auf der Straße ihr Leben. Wer hinter solch einem Sarg hinterher gegangen ist, weiß, wie kurz das Leben manchmal sein kann...
Pachl-Eberhart hat es selbst erlebt. Sie ist Clown bei den Roten Nasen und hat sovielen Kindern im Spital geholfen, über ihre schwere Erkrankung zu lachen. Sie selbst hat ihre beiden Kinder im Krankenhaus sterben sehen...
In Erinnerungen, Gedankenfetzen und Stichworten schreibt sie ihr Buch über Trauer, Leben und das neue Glück. Schonungslos ehrlich berichtet sie was sie mitgemacht hat, wie sie versucht hat am Leben zu bleiben und wie trotzdem alles zuviel wurde. Simplen Reis zu kochen stellte sich als schier unlösliche Aufgabe dar. Sie selbst in ihrer Trauer so gefangen, merkte gar nicht, dass auch andere Menschen um ihre verlorene Familie trauert (z.B. die Eltern von ihrem Ehemann, Kindergartenkinder etc.). Sie verlor nicht nur sich selbst, sondern auch Weggefährten, die mit dem Schicksal nicht zurecht kamen. Kompromisslos, ehrlich, traurig, schonungslos. Von Anfang bis zum Ende...
Jeden Tag sterben sinnlos Menschen durch Unfälle verursacht; dieses Buch - finde ich - hilft mit dem furchtbaren und traurigen Schicksal fertigzuwerden und das Leben wieder anzupacken; es geht für die Hinterbliebenen ja weiter... Es ist kein Lebenshilfe-Buch und es gibt keine Tipps, so nach dem Motto "was soll ich tun, wenn..."; sondern sie erzählt wie es für sie war und ist und trotzdem ist es für so viele Gleichgesinnte geschrieben.
Und obwohl wir fremden Menschen ihre Familie nicht gekannt haben und natürlich die Trauer in unserem Leben für diese Familie keine Rolle spielt; so überkommt einen doch das Mitgefühl und ich glaube, das zählt mehr für Pachl-Eberhart, als alles andere auf dieser Welt!
In diesem Sinne; alles Gute für Ihre Zukunft! Genießen Sie ihr neugewonnenes Glück und halten Sie es jeden Tag aufs Neue fest! Sie wissen, dass es jeden Tag vorbei sein kann!
Viel Glück!
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am 12. August 2010
Schon die Beiträge der Rezensenten und deren liebevolle Anteilnahme haben uns beeindruckt. Das Buch selbst ist schon deshalb unvergleichlich,etwa mit"Schicksalsromanen",weil es bis in die letzte Faser authentisch ist-und das in einer solchen Offenheit und Reinheit,daß es in uns eine tiefe Ehrfurcht, Bewunderung und auch Dankbarkeit gegenüber dieser Frau auslöste,die hier bedingungslos und ohne Tabus den Lesern ihre Seele öffnet und ihn teilhaben läßt an ihren intimsten Gefühlen und Erfahrungen-ja sogar an ihren spirituellen Wahrnehmungen und Überzeugungen,die ihr halfen,diesen schweren Schicksalsweg zu gehen.
Wer das Buch liest,der muß unweigerlich weinen-aus Mitgefühl und aus Mitleid,das immer auch etwas mit Selbstreflexion zu tun hat,denn was hier tatsächlich geschehen ist,kann jedem von uns auf diese und jene Art auch widerfahren.Die bange Frage,wie man selbst damit umgehen würde...Diese bewundernswerte Frau zeigt uns unverblümt,daß dem Schicksal hier mit Willensstärke allein nicht beizukommen ist - sie nimmt den Leser mit in ihre ganz persönliche "Hölle" der Qualen,durch die sie getrieben wurde,bevor sie diese Kraft spüren durfte, "von der man garnicht weiß,daß man sie hat"...
Wer sich auf dieses Buch einläßt,wird unweigerlich vom schäumenden Wildwasser der Emotionen erfaßt,muß mit über die Klippen,hinein in die Strudel der Tränen,der Wut und Verzweiflung,wird mit durch die Abgründe und Schluchten der seelischen Schmerzen gerissen(ja,auch der eigenen...
Dafür darf man dann aber auch teilhaben an der Stärke dieser Frau,an ihrer Widerauferstehung ins Leben. Woher sie diese Kraft schöpft,kommt wunderschön zum Ausdruck,wenn sie ihre "inneren Bilder" beschreibt,die sie anfangs zu zerreißen drohen und die ihr dann die Zuversicht und die Gewißheit geben,daß "die Drei", wie wir alle auch, nach dem körperlichen Tod auf der geistig-seelischen Ebene weiterexistieren,in einer höheren Schwingungsebene des Lichts und der Liebe-und daß wir,wenn wir es nur zulassen,in Verbindung sind...Sie sagt wieder JA zum Leben hier auf diesem schönen Planeten,wo noch Aufgaben auf sie warten und Menschen,die sie auf ihrem Weg begleiten. Ja,und eben auch die Begleiter,die wir nur wahrnehmen,wenn wir unsere Seele öffnen,auf "Empfang" gehen und trotz aller Schicksalsschläge den Glauben,besser die GEWISSHEIT nicht verlieren,daß wir geborgen sind im höheren Ganzen und verbunden mit der göttlichen Quelle,egal welcher Religion man sich zugehörig fühlt...Diese authentische Leidensgeschichte ist ein Meisterwerk der Lebenshilfe ! Danke,liebe Barbara Pachl-Eberhart
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am 28. Juli 2010
Dieses Buch ist so echt, wortgewandt, so fesselnd und tiefgründig, dass man es nicht vermag nur ein einziges Wort, ein einziges Detail, ein einziges Gefühl zu überlesen. Es ist an Dramaturgie kaum zu übertreffen... nur leider beschreibe ich keinen fiktiven Roman! Es ist die harte Realität die eine junge Frau so niederschmetternd treffen musste. Das Mitgefühl immer auf ihrer Seite, laß ich diese 332 Seiten in nur kürzester Zeit und war begeistert von der Art und Weise wie intelligent, spritzig aber auch nachdenklich und gefühlvoll Barbara Pachl-Eberhardt uns an ihrem Schicksal teilhaben ließ. Es war mir eine große Ehre einen Teil ihrer Trauerarbeit beiwohnen zu dürfen und danke ihr für ihre offenen und beherzten Worte, die mir selbst nur zu deutlich gezeigt haben, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat und wir genau wie sie lernen sollten, dem Schicksal zu vertrauen, niemals aufzugeben, auch wenn man denkt, das lachen verloren zu haben und vorallem das Glück nie aus den Augen zu verlieren, auch wenn man es am Ende eines Regenbogens sucht!
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TOP 100 REZENSENTam 2. August 2010
"Dir ist das Schlimmste passiert, was einem Menschen passieren kann". Diesen Satz musste die Autorin wohl hunderte Male hören und lesen, seit jenem verhängnisvollen Tag vor zwei Jahren, als ein Zug das Auto ihres Mannes mit den Kindern erfasste, und durch diesen Unfall ihre ganze Familie ausgelöscht wurde.

Kann man einen solchen Schicksalsschlag überhaupt überwinden? Es ist jedenfalls ein harter Kampf mit kritischen Momenten, der auch verloren werden kann. Frau Pachl-Eberhart verklärt und beschönigt hier nichts. Ihrer Familie freiwillig in den Tod folgen? Auch daran hat sie gedacht. Zitat:" Natürlich ist es verlockend zu sterben - dass die Familie gleich hinter dem Vorhang auf mich wartet, daran glaube ich felsenfest". Solche seelischen Tiefen werden aber zum Glück immer wieder abgelöst von Phasen, in denen Lebensmut und Lebenswille zurückkehren. Sie schreibt: Wenn etwas ganz Schlimmes passiert, kommt die Kraft, von der man vorher nichts ahnte.

Allein hätte sie es aber wahrscheinlich nicht geschafft. Es ist bewegend zu lesen, welche Anteilnahme ihr Schicksal auslöst. Da sind Nachbarn, Freunde die an die Tür klopfen, etwas vorbeibringen einfach nur da sind und signalisieren: du darfst abstürzen, du darfst ins Loch fallen, wir sind auch dann für dich da. Sie erhält nach dem schrecklichen Ereignis über 300 Briefe , über 700 Menschen spenden Geld auf ein Spendenkonto, dass der Sozialverband des Ortes ein Tag nach dem Unfall für sie eingerichtet hat. Wobei es nicht das Geld allein ist, sondern die damit ausgedrückte Anteilnahme. Ein junges Paar schreibt ihr : "Wir haben das Geld bei unserer Hochzeit gesammelt, statt Geschenken".

Besonders ergreifend war für mich, dass Barbara Pachl-Eberhart bei allem Schmerz und Trauer noch die Kraft findet, an andere zu denken, besonders an den unglücklichen Zugführer, der unfreiwillig ihre ganze Familie ausgelöscht hat. Sie fragt sich: Hat er auch Päckchen bekommen, bekommt er auch Briefe? Erfährt er Verständnis, wenn er heute, viele Monate danach immer noch in Verzweiflung und Trauer verfällt? Sie hofft es, und schreibt sogar einen Brief an ihn.

Das Buch hat eine Unmenge an solch ergreifenden Momenten und es ist einfach eine Hommage an das Leben, und eine Aufforderung, es als Geschenk zu begreifen. Oder wie sie es ausdrückt: "Die Erde ist so schön, es lohnt sich hier auf der Welt zu sein, sie hat so viel zu bieten".
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am 19. März 2013
Pachel-Eberhardt beschreibt in ihrem Buch einen Schicksalschlag wie ihn nur wenige Menschen erfahren müssen. Sie verliert ihre ganze Familie, Ehemann und zwei Kinder, bei einem Autounfall.
Ich tue mich schwer damit dieses Buch zu bewerten, denn wenn es um die Wahrheit und um das Leben geht, gibt es kein gut oder schlecht. Dieses Buch ist ein Stück Trauerarbeit und eine Beschreibung des Alltags den die Autorin nach dem Verlust erlebt hat. Sie gibt ihre Überzeugungen, ihre Erinnerungen und Hoffnungen preis. Und zu bewerten was ein anderer Mensch fühlt, scheint mir nicht richtig.
Ich kann jedoch sagen, dass es sich lohnt dieses Buch zu lesen. Und selbst wenn man am Ende, nicht alles "versteht" oder jede Ansicht teilen möchte, so bleibt einem zumindest die Erkenntnis, dass man das Leben schätzen sollte, mit all seinen Menschen und jedem Tag, egal wie gut oder schlecht man ihn auch empfinden mag.
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am 28. August 2010
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und gehört zu den ergreifendsten Schicksalsgeschichten. Frau Pachl-Eberhart macht uns mit ihrer beispiellosen Offenheit ein Geschenk, das man nicht hoch genug würdigen kann, denn sie gewährt uns den direkten Blick in ihre Seele.

Wer selbst Bücher schreibt, weiß was es bedeutet, vor den Lesern sein Innerstes zu öffnen, sich damit auch verletzbar und durchsichtig zu machen, gerade dann, wenn man sehr persönliche, emotionale Seiten von sich preisgibt und dabei sogar seine spirituellen Wahrnehmungen, Empfindungen und religiösen Überzeugungen offenbart, wie es diese bewundernswerte junge Frau hier tut.

Ja, es mag wohl so sein, wie es ein anderer Leser hier vermutet, daß sie dieses ergreifende Werk zunächst vor allem für sich selbst geschrieben hat, als Teil der Aufarbeitung ihres Leidensweges - aber daß sie es uns in dieser Offenheit dann zugänglich macht, erfüllt auch uns mit Ehrfurcht und Dankbarkeit.

Denn gerade die Bewußtheit darüber, daß es sich um eine authentische Geschichte handelt, gibt uns als die Möglichkeit der Selbstreflexion, die ohnehin unwillkürlich und vor allem emotional in jedem aufsteigt, der sich auf dieses Buch einläßt.

Wir nennen es Mitleid, denn man leidet tatsächlich mit dieser jungen Frau, die wahrlich " bei lebendigem Leib durch die Hölle geht" - aber ganz tief drinnen ist da auch diese Betroffenheit, ja die Angst, bei manchem vielleicht auch die Berührung einer Erinnerung, einer eigenen tiefen seelischen Wunde, weil einem selbst etwas ähnliches auch passieren könnte oder im engeren persönlichen Umfeld bereits geschehen ist...und es folgt die bange Frage, wie man selbst damit umgehen könnte oder umgegangen ist, wie ein anderer Leser es hier treffend formulierte.

Es kann heilsam sein, wenn man diese beim Lesen aufkommenden Gefühle nicht nur zuläßt, sondern sie richtig anschaut. Man sieht seine eigenen täglichen Sorgen und Nöte plötzlich in einem anderen Licht, gewinnt neue Klarheit, was einem im Leben wirklich wichtig ist.
Man empfindet wieder mehr tiefe Dankbarkeit für all das ,was die Schöpfung an Schönem für uns bereithält, was man im Trubel des Alltags und angesichts der vielen kleinen Ärgernisse und Wehwehchen so oft übersieht...

Und da ist noch etwas ganz Wichtiges, was dieses Buch so wertvoll macht: Die Autorin läßt uns teilhaben an der Kraft, die sie plötzlich emporhebt, als sie glaubt, es gäbe für sie nur noch den einen Weg - ihrer geliebten Familie in den .Tod zu folgen. Ute und Rainer haben das in ihrer Rezension so schön beschrieben, daß wir es hier nicht besser könnten...

Vor allem deshalb ist dieses Buch viel mehr als eine ergreifende Schicksalsgeschichte, sondern für alle, die sich darauf einlassen, eine wunderbare Quelle der Kraft und der Selbstbesinnung - für manchen vielleicht auch der Türöffner zu einer neuen Sicht unseres Daseins und unserer "Seelenwege" auf der langen Wanderung zurück zu eben dieser Quelle, aus der wir alle stammen , die uns trägt und speist,und die uns auch aus jedem "Tal der Tränen" wieder zum Licht führt, so wie es die Autorin in beeindruckender Weise vorlebt.

Ja, auch wir sagen aus vollem Herzen: Danke, liebe Barbara Pachl-Eberhart Mögen noch viele Leser ,besonders auch diejenigen, die selbst ähnliche Schicksalsschläge erlitten haben, Kraft, Zuversicht und neuen Mut für ihren Lebensweg schöpfen.

Mit den besten Wünschen
Winfried und Ricarda Jaekel, ganzheitliche Lebensberaterin und Autorin im Land der Sonne und des Windes...
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am 20. März 2012
Die Autorin zeigt eindrucksvoll, dass selbst die größte Katastrophe noch kein Grund sein muss, sein Leben selbst zu beenden. Dass das Schicksal herausfordernd ist und das Leben nie vorhersehbar. Ein sehr gutes Buch, nicht nur für Menschen, die ihre Liebsten verloren haben.
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am 24. Juli 2010
Barbara Pachl-Eberhardt ist eine unglaublich beeindruckende Frau. Ihr unkonventioneller Zugang zum Leben macht Mut. Ihr Umgang mit dem Leben war wohl immer schon etwas anders als der der meisten anderen Menschen. Als aufgebildete Volksschullehrerin arbeitet sie seit vielen Jahren als Clown im Krankenhaus. Ein Unfall entreisst ihr binnen 5 Tagen ihre gesamte Familie. Auch damit geht sie anders um als andere Menschen. Ihr Weg macht Mut, auch das eigene Leben anders zu leben. Mit unglaublicher Offenheit beschreibt sie ihre inneren Bilder, ihre Gefühle und ihre Trauergestaltung nach dem Verlust ihres geliebten Mannes, ihres sechsjährigen Sohnes und ihrer 22 Monate alten Tochter.
Die Liebe ist in jeder Zeile zu lesen - die Liebe zum Leben ebenso wie die Liebe zu ihrer unsichtbaren Familie, die auf ihre Art immer mit ihr leben wird.
Ein bewegendes Buch. Ein Buch, das bei aller Schwere den Humor einer Clownin erkennen lässt. Sich selber mit einem verschmitzten Lächeln beobachten - trotz allem Schmerz, aller Trauer und manchmal auch Wut.
"Intelligenz. Scharfsinn. Witz. Eigenschaften, die ich früher selbstverständlich mit mir in Verbindung brachte und auf die immer Verlass war. Sie haben das Feld geräumt für einen Haufen Brei in meinem Kopf. Irgendwo müssen sie doch sein, und komisch, ich glaube, ich kann sie sogar lokalisieren. (...) Nur der Zugang zu diesem ersehnten Ort in meinem Kopf ist mir an Tagen wie heute verwehrt. Je stärker ich mich bemühe, das Schatzkästchen meiner vertrauten geistigen Ressourcen zu bergen, umso klebriger und beharrlicher verhält sich der Brei, der alles verstopft, umso langsamer komme ich voran, umso stärker zerrt mir der Magnet jeden im Ansatz vernünftigen Gedanken aus dem Kopf. (...) Wer bin ich, wenn ich nicht mehr "gescheit" bin? Wenn alles, worüber ich mich definiert habe, sich meinem Zugriff entzieht? Was habe ich für eine Berechtigung auf der Welt zu sein, wenn ich mich nicht durch Leistung, meinen Beitrag auf der Gedanken-Austausch-Börse mit Freunden oder wenigstens durch grammatikalisch richtige Sätze an der Supermarktkasse legitimiere?"

Das Buch einer beeindruckenden Persönlichkeit.
Ich hoffe, ihr mal selber begegnen zu dürfen.
Bis dahin darf ich durch ihr Buch an ihren Gedanken teilhaben.
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am 13. Juli 2010
Das Buch "vier minus drei" wurde mir gestern Vormittag zugestellt und am Abend hatte ich es schon komplett gelesen. Das sagt eigentlich alles...
Dieses Buch ist eine tolle Hilfe für Trauernde, ich spreche aus Erfahrung. Die Gefühle der Autorin in den verschiedenen Trauerphasen waren mir so vertraut und ich fühlte mich einfach nur verstanden. Ich finde es auch für Nicht-Trauernde sehr wertvoll, denn so erhält der Leser die Chance, Trauernde in Zukunft besser zu verstehen.
Vor der Autorin kann ich mich nur respektvoll verneigen und ihr viel Kraft für die Zukunft wünschen.
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am 20. Mai 2016
Am Anfang des Buches dachte ich noch 'auf was lässt du dich hier ein?' Das, wovor man am Meisten Angst hat, ist dieser Frau passiert - der Verlust der kompletten Familie.
Doch beim Lesen dann fand ich die Sichtweise und Bewältigungskraft der Autorin bemerkenswert. Meine Eltern sind beide Psychiater und machen auch Trauma-Therapie.
Bei einem gemütlichen Gespräch im Garten, stellten beide Folgendes fest: Die Autorin hat sich in eine Scheinwelt geflüchtet, ersinnt bestimmte mystische Dinge, deren Kraft sie deutlich zu spüren glaubt, was zur Folge hat, DASS sie die wirklich spürt.
Es ist so, dass man solch eine Tragödie gar nicht wirklich verkraften kann. So etwas Furchtbares ist in unserem Verständnis nicht 'vorgesehen'.

Was mich allerdings ziemlich erschüttert hat, ist die Tatsache, dass Frau Eberhardt-Pachl bereits nach 3-4 Monaten einen neuen Partner hatte, auch wenn dabei der starke Drang, ihre Tochter Fini zurückzuholen, die Oberhand hatte, bewusst oder unbewusst.
Nach meinem größten und schlimmsten Verlust einer Liebe, brauchte ich Jahre, um wieder männliche Bewerber überhaupt zu registrieren.
Es ist so, das ich ab diesen Seiten laut dachte: 'mit der stimmt was nicht jetzt.'

Ansonsten ist das Buch sehr sensibel geschrieben, die Gedichte kann man sich schenken, aber sie macht den bo-den-losen Kummer derart transparent, dass einem Angst und Bange ums Herz wird. Lesen!
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