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am 29. Mai 2014
Richard Laymon ist bekannt für seine schaurigen Geschichten mit viel Sex und Blut. Auch "Die Gang" macht da keinen großen Unterschied. Allerdings stürzt er sich hier nicht sofort in schaurige Schilderungen, die dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lassen. Vielmehr erzählt er, malt seine Protagonisten und ihre typischen, jugendlichen Probleme in umfassenden Worten und beschreibt ihre Beweggründe, warum sie sich auf Trolljagd begeben. Der eigentliche Laymon-Horror kommt erst auf den letzten 150 Seiten. Dafür spielt der Autor gekonnt mit typischen Ängsten, mit Blut, Gewalt, sexuellen Begierden und allem, was aus einer sonst recht langweiligen Geschichte einen guten Ekel-Thriller macht.

Langweilig mag der Beginn des Buches erscheinen, aber ehe man sich versieht, hat man doch schnell die ersten 150 Seiten verschlungen und will wissen, wie es weitergeht, was denn nun passiert. Wer viel Laymon liest, wird bald schon das Grausame vermissen, das bei ihm sonst schneller zu Tage tritt. Dennoch lebt das Buch, berichtet von den Ereignissen und kann einfangen und begeistern. Es ist eine tolle Beobachtung und Darstellung des Lebens der Jugendlichen, der Suche nach sich selbst, nach Liebe, nach einem Platz in der Gesellschaft. Es sind ihre Geschichten, die sich nach und nach entfalten und das Buch letztendlich in einem großen Finale enden lassen.

Vielleicht fehlt dem einen oder anderen Leser dieses typische Schockmoment, das man bei vielen der Werke Laymons hat. Dennoch eine solide Geschichte, die trotzdem Spaß macht und sich gut und schnell lesen lässt.
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Inhalt:
Jeremy Wayne ist mit seiner Mutter gerade in das kleine Küstenstädtchen Boleta Bay gezogen und sucht verzweifelt Anschluss. Den hofft er in dem nahegelegenen Freizeit- und Vergnügungspark „Funland“ zu finden, obwohl sich dort auch allerlei Gesindel herumtreibt, vor allem Obdachlose. Es dauert nicht lange, bis Jeremy einen etwa gleichaltrigen Jungen kennenlernt, der sich Cowboy nennt. Rasch freunden sich die beiden an und Cowboy erzählt Jeremy von einer Gang, der er angehört und die von einem älteren Mädchen namens Tanya angeführt wird, die als Rettungsschwimmerin arbeitet. Sie bezeichnen sich selbst als Trolljäger und wollen Boleta Bay von den Obdachlosen und Pennern säubern, die sie für das Verschwinden mehrerer Personen verantwortlich machen. Eigentlich wollen sie die Obdachlosen, die von den Einwohnern von Boleta Bay lediglich Trolle genannt werden, bloß verjagen, doch dabei gehen Tanya und ihre Gefährten immer brutaler und rücksichtsloser vor. Die Polizei ist machtlos, obwohl mit Joan und Dave zwei sehr besonnene und mutige Vertreter des Gesetzes in Funland auf Streife gehen. Daher warnen sie auch die junge, sympathische Straßenmusikerin Robin, die in der Nähe von Funland ihr Lager aufgeschlagen hat.
Jeremy indes ist bereits nach kurzer Zeit ein vollwertiges Mitglied der Trolljäger und wie alle Jungs der Gang himmelt er Tanya an. Doch dann geschieht eines Nachts das Unvermeidliche und die Trolljagd gerät außer Kontrolle ...

Meinung:
Vor gut zwanzig Jahren hat der Goldmann Verlag bereits einen Versuch unternommen und mehrere Bücher von Richard Laymon veröffentlicht. Unter anderem auch den vorliegenden Band. Den allerdings unter dem Titel „Jahrmarkt des Grauens“. Doch das damalige Publikum, auf Stephen King und Dean Koontz geeicht, konnte mit Laymons plakativem, frivolem und freizügigem Stil nicht viel anfangen. Glücklicherweise hat sich der deutsche Buchmarkt, der bekanntlich dem großen Bruder in Übersee einige Jahre hinterherhinkt, dahingehend weiterentwickelt, so dass mit „Die Gang“, aktuell das 20. Buch von Laymon im Heyne Verlag erschienen ist. Hinzu kommen noch sechs Bände aus dem Festa Verlag, so dass den deutschen Lesern ausreichend Material zur Verfügung steht. Für die Neuveröffentlichung von „Jahrmarkt des Grauens“ unter dem Titel „Die Gang“ wurde auf die Übersetzung von Regina Winter zurückgegriffen, was man dem Text im direkten Vergleich mit den Übersetzungen von Marcel Häußler oder Kristof Kurz aber keineswegs anmerkt. Zumal Laymons Stil nicht so anspruchsvoll ist, als dass ein versierter Übersetzer hier viele Fehler machen könnte. Mit gut 630 Seiten Umfang gehört der Band zu den dickeren Schinken, was der Fülle an Protagonisten geschuldet ist, die natürlich alle ausführlich charakterisiert werden wollen. Dies hat Laymon Zeit seines Lebens schon immer lieber durch Aktionen und Dialoge getan, als durch simple Beschreibungen, wodurch die Figuren bereits nach kurzer Zeit ein Eigenleben entwickeln. Die Diskrepanz der Seitenzahl zwischen dem vorliegenden Roman und der Erstveröffentlichung im Goldmann Verlag, rührt übrigens ausschließlich von der Schriftgröße her, die bei Heyne natürlich um einiges gefälliger ist. Allerdins hat man vor zwanzig Jahren die Taschenbücher generell enger gesetzt. Darüber hinaus ist „Die Gang“ ein Roman, wie man ihn von Richard Laymon erwarten würde, allerdings deutlich unblutiger. Tatsächlich kommt es erst auf den letzten hundert Seiten zu der einen oder anderen Splatterszene, bis dahin werden die Gräueltaten der Trolle nur angedeutet. Dieses Mal ging es dem Autor mehr um die Beziehungen der Figuren untereinander. Am interessantesten ist dabei wohl Jeremy, der im Handlungsverlauf eine einschneidende Veränderung durchmacht. Laymon erzählt hier auf sehr gekonnte Art und Weise wie sich ein Teenager manipulieren lassen kann, wenn er unter dem Druck steht, dazugehören zu wollen. Die Angst vor der Isolation, dem Alleinsein, wird hier sehr plastisch und anschaulich beschrieben, ohne dass Laymon den Leser mit der Nase daraufstößt. Da der Roman in der dritten Person geschrieben wurde, hat es der Autor aber nicht bei dem einen Protagonisten belassen. Vielmehr muss der Leser unter dem Strich drei Parteien verfolgen. Zum einen natürlich Jeremy, zum anderen die Straßenmusikerin Robin, und zu guter Letzt die beiden Polizisten Joan und Dave. Viele Wendungen und Entwicklungen der Charaktere kann der Fan aber rasch vorhersehen, so dass auch dieser Roman letztendlich nicht viel Neues zu bieten hat. Für die halbjährliche Dosis an Laymon-Stoff, inklusive den unvermeidlichen Teenager-Fantasien, reicht es aber allemal. Unrealistisch sind jedoch oftmals die Reaktionen der Protagonisten. Obwohl die meisten mitwirkenden Charaktere noch nicht mal zwanzig Jahre alt sind, reagieren sie äußerst besonnen und verfallen selbst in heiklen Situationen nicht in heillose Panik. Dass in einer Gruppe ein oder zwei solcher gefestigten Persönlichkeiten vertreten sein können mag vorkommen. Doch bei Laymon scheint fast jede Figur eine echte Kämpfernatur zu sein. Sollte man sich auch nicht an dem sehr einseitig und abwertend geschilderten Bild der Obdachlosen stören, bietet „Die Gang“ ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen in bewährter Laymon-Tradition. Keine hohe Literatur, aber sehr unterhaltsam geschrieben und einzigartig in Stil und Umsetzung.
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am 16. Februar 2016
Die Gang ist aus meiner Meinung eine eher durchschnittliche Leistung von Laymon. Klar, es liest sich OK und man läuft auch nie Gefahr das Buch nach Seite 100 auf alle Ewigkeiten auf die Seite zu legen. Aber in grossartiger Erinnerung bleibt es bestimmt nicht.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. September 2013
Erstmal vielen Dank für die hervorragende erste Rezension. Auch wenn ich das Werk mit 3 Sternen eindeutig unter seinem Unterhaltungswert beurteilt finde. Inhalt und Handlung wurden jedenfalls schon perfekt beschrieben, ich beschränke mich daher auf diverse Anmerkungen.
Auch ich finde den Charakter Jeremy besonders gelungen, seine rasche Veränderung liegt meines Erachtens auch darin, dass die Stärke und Macht, welche die Gruppe ausstrahlt, ihn innerlich wachsen lässt und seine bereits vorhandene Gewaltbereitschaft sozusagen entfacht. Ich denke, darin liegt auch der Grund, warum diese junge "Gang" so kaltschnäuzig reagiert und mit brutaler Gewalt umgeht. Das zeigt sich auch an dem Vorfall den Cowboy, kurz nach dem Kennenlernen von Jeremy, provoziert. Kein normaler Jugendlicher würde so vorgehen, ein klarer Hinweis darauf, um welche Art von "Gang" es sich hier handelt. Jeremy erlebt durch diesen Vorfall sozusagen seine Initiation. Und es hat ihm Spaß gemacht.
Ich finde, eine der besonderen Stärken von Laymon liegt darin, dem Leser die verschiedensten Charaktere schnell und eindringlich "ins Gehirn zu brennen". Und das ist, so finde ich, bei "Die Gang" ganz besonders gut gelungen. Obwohl die Gruppe aus insgesamt 10 Mitgliedern: Anführerin Tanya, ihrem Freund Nate, dem Pärchen Cowboy und Liz, dem grossen Samson, dem kleinen Randy, der fetten Heather, Karen, Shine und später noch Jeremy besteht, findet man sich schnell zurecht und entwickelt ein Gefühl für die Innenwelt der "Gang".
Die Geschichte von Joan und Dave, den beiden Polizisten, die gemeinsam im "Funland", wo sich auch die "Gang" herumtreibt, Streife gehen, läuft vollkommen parallel. Ich hoffe ich verrate nicht zuviel, wenn ich durchblicken lasse, dass die beiden sich selbstverständlich ineinander verlieben. Doch ob das gut geht, müsst ihr natürlich selber rausfinden. Joane hat übrigens noch eine kleine Schwester, Debbie. Und dann ist da Robin, die vagabundierende Banjo-Nymphe.
Darüber hinaus jede Menge von Obdachlosen, von allen im Buch nur "Trolle" genannt. Diese machen das Funland und seine Umgebung insbesondere in der Nacht unsicher, und werden von den Jugendlichen der Gang gehasst. Sie sind die "Trolljäger", und vor allem ihre Anführerin, die blonde Amazone Tayna, schreckt vor nichts zurück. Doch sie hat dafür auch ihre Gründe, wie man später erfährt. Schließlich ist da noch der leichenhaft aussehende Jasper Dunn, der mehr als seltsame Besitzer von "Jaspers Kuriositätenkabinett".

Nachdem die amüsant-abgefahren-unheimlich wirkenden Charaktere alle perfekt aufgestellt sind, lässt es der Meister so richtig krachen. Auf den letzten 100 Seiten geht es in bester Laymon-Manier voll zur Sache.
So ist "Die Gang" insgesamt gesehen ein eher unblutiges Werk für Laymon, doch die ständige Huldigung der weiblichen Brust findet auch hier ihren Platz. Richard Laymon, der Russ Meyer des Horror- und Spannungsgenres. Dafür mag ich ihn einfach. Denn als Mann, dass gebe ich uneingeschränkt zu, lese ich gerne öfter mal über wohlgeformte Frauenbrüste. Ich hoffe, man sieht mir das nach....
Laymon spielt hier meisterhaft auf seiner Klaviatur, zieht einen rasant mitten in das Geschehen hinein, drischt einem währenddessen gekonnt die Charaktere in das Gehirn und lässt sie dann bluten. Wunderbar! Hat mir sehr gut gefallen und ich konnte nur mit Müh und Not dazwischen unterbrechen. Auch das Ende fand ich sehr gelungen, insbesondere das Schicksal von Jeremy, dem "Duke".

Warum dann nicht die vollen Fünf Punkte?
Nun, fünf Punkte gebe ich nur, wenn in meinen Augen wirklich alles perfekt ist. Diese Story, im Original als "Funland" 1989 erschienen und in Deutschland bereits einmal als "Jahrmarkt des Grauens" 1992 bei Goldmann veröffentlicht, ist beinahe perfekt. Das "Horror-Finale" (ich darf ja nicht mehr verraten) hätte es meines Erachtens nicht gebraucht, es wirkt gleichzeitig übertrieben und aufgesetzt. Und der Figur des unheimlichen Jasper Dunn, wenn man sie schon erfindet, hätte man doch um einiges mehr Raum geben sollen.

Von mir sind es überzeugte viereinhalb Sterne. Als treuer Laymon-Fan freue ich mich besonders darüber, nach ein paar etwas schwächeren Neuveröffentlichungen, diesmal wieder einen richtigen "Knaller" des viel zu früh Verstorbenen gelesen zu haben. 624 Seiten bizarre Spannung, wie sie nur einer schreiben konnte. Und schon beginnt die Vorfreude auf "Die Klinge" im Frühjahr 2014.
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am 8. August 2014
... Denn zu guter letzt wird die Story plötzlich doch noch "übersinnlich", oder sollte ich besser sagen "unglaubwürdig"?
Wie auch immer, ich will hier auch gar nicht so viel von der Story vorweg nehmen, die ist an sich nämlich ziemlich böse, zynisch und brutal, wie man es von Laymon eben gewohnt ist.
Sehr sexistisch, phasenweise abgedroschen, aber im großen und ganzen voll mit eigenwilligen, toll konstruierten Charakteren.
Beschrieben wird die Jagd auf "Trolle". Allein diese Bezeichnung für Obdachlose zu wählen... Ich hab mich mehrfach dabei ertappt, wie ich einfach grinsen musste, weil so unfassbare Widerlichkeiten so trivial beschrieben werden, wie ein Kuss oder eine Fahrt mit dem Auto. Typisch Laymon eben ;-).
Bedeutend besser als "Die Familie" oder "Nacht". Diese beiden Romane habe ich zuletzt von ihm gelesen, und war schon drauf und dran, Laymon auf meine "No-Go" oder "Geht nur im Notfall"-Liste zu setzen.
Mit "Die Gang" ist wirklich mal wieder eine tolle Story vom (leider verstorbenen) Busenfreund Laymon auf dem Markt, die ich hartgesottenen Fans des Genres nur ans Herz legen kann.
Nur das Ende... Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, gebe aber vier, weil Laymon einfach Laymon ist....
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am 19. September 2013
Auf eine Wiedergabe zum Inhalt der Story möchte ich an dieser Stelle gänzlich verzichten, da zum einen der Klappentext genug verrät, und ich zum anderen die Fantasie der Leser nicht beeinflussen möchte.

In den Romanen Richard Laymons bilden in der Regel zwei Typen von Charakteren das Gerüst, zumindest was die Hauptfiguren betrifft. Beide fangen mit der gleichen „Grundausstattung“ an, nur entwickeln sie sich im Laufe einer Geschichte in zwei völlig unterschiedliche Richtungen. Die einen wachsen zum Beispiel in einer Extremsituation über sich hinaus und verteidigen sich, Freunde, Familie usw bis aufs Blut. Die anderen hingegen verlieren aufgrund irgendeiner Gegebenheit jedwede Hemmungen und entwickeln ein immens hohes Gewaltpotential, welches sich gegen alle jeden richtet, die den eingeschlagenen Weg kreuzen. Den Faktor Sex aber, beherbergen beide Charaktertypen in sich, und wie es sich für einen Laymon Roman gehört, tragen sie diesen natürlich auch zur Schau.

Jeremy, eine elementare Figur in „Die Gang“, ist ein Paradebeispiel in Bezug auf einen typischen Laymon Charakter. Jemand der alles dafür tut, nur um integriert, in der Gruppe beachtet und geschätzt zu werden, ohne jedwede Rücksicht auf Verluste, nur sein Ziel vor Augen verfolgend. Laymon setzt die Leser in die erste Reihe, um die Metamorphose Jeremys, die er in seinen noch jungen Jahren durchlebt, mit ansehen zu können. Ich welche Richtung das Pendel nun endgültig ausschlägt, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Gut gezeichnete Figuren sind ebenso wichtig wie die Story an sich und das eine funktioniert ohne das andere und nicht. Aber, mindestens genauso wichtig ist eine gesunde Balance der zwei Elemente, und genau hier liegt der Hund begraben, der Einbau von zu vielen Protagonisten. Laymon beschäftigt sich aufgrund der Vielzahl derer - die natürlich auch alle ihre Daseinsberechtigung haben sollen - zwangsläufig intensiver mit ihnen, als im Gegenzug der Story gut tut. Die Dialoge einiger Protagonisten arten des Öfteren in den Bereich des Belanglosen aus, und werden so zu faden und ermüdenden Passsagen. Er vergisst dabei auf den Punkt, auf das Wesentliche zu kommen, und die Geschichte plätschert zwangsläufig in zu vielen Abschnitten dahin. Die erhoffte Spannung, die wünschenswerten Höhepunkte bleiben auf weiten Strecken aus, es wirkt ermüdend, zumindest in den Passagen, in denen nicht Jeremy das Ruder in der Hand hält.

**Bei der Vielzahl an Protagonisten spricht es nicht gerade für Richard Laymon, wenn ich als Leser mehr oder weniger nur einen Charakter mag, ich die anderen noch nicht einmal hassen kann, weil sie mir einfach nur egal sind.**

Auch typisch für seine Romane ist der Einbau mehrerer Erzählstränge, in diesem Fall 3, die natürlich auch der Vielzahl an Charakteren geschuldet sind. Wenn das Gesamtpaket spannend und mitreißend ist, die Kapitel dann mit einem „Clifhanger“ unterbrochen werden, um zu einem anderen Strang zu wechseln, ist es perfekt. Da die Geschichte aber nicht wirklich das erhoffte Highlight darbot, ich empfand sie ebenso wie die gesamte Szenerie als nur Durchschnitt, blieb natürlich die richtige Wirkung zwischen den einzelnen Strängen aus.

**Am Schreibstil hingegen gibt es wie immer nichts auszusetzen, er ist schnörkellos, ohne viel drum herum und angenehm leicht zu lesen. Die Sprache, die er seinen Figuren zu teil werden lässt, ist perfekt auf sie zugeschnitten. Es ist Laymons spezieller Stil, und diesem bleibt er in all seinen Roman treu.**

Mein Fazit: „Manchmal ist halt weniger einfach mehr, und in diesem Fall ist es zutreffend. Weniger Protagonisten - bei manchen habe ich den Einbau, oder zumindest das intensive Ausarbeiten derer nicht nachvollziehen können - ergeben weniger belangloses Gerede untereinander und verhindert zeitgleich ein Einbremsen der Story. Leider kommt erst ca.100 Seiten vor dem Ende richtig Bewegung in die Geschichte, und ein Hauch der typischen „Laymon-Action“ blitzt auf. Bei einer Seitenzahl von 640 ist das aber definitiv zu wenig. Von meiner Seite her reicht es deshalb nicht mehr als für gut gemeinte 3 Sterne. Aber, und das möchte ich auch nochmals extra betonen, ich spreche nur für mich und gebe nur das wieder, was ich allein während und nach Beendigung des Romans empfunden habe. Ich möchte niemandem zusprechen dieses Buch unbedingt zu lesen, aber auch niemandem davon abraten. Laymon ist einfach zu speziell, er passt in keine Schublade. Wo er dem einem zusagt, schüttelt der nächste vor Missfallen den Kopf.“
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am 27. November 2014
Als großer Laymon-Fan habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, alle Laymons zu lesen und ich bin auf einem guten Wege dies auch zu schaffen und hoffe, dass noch viele folgen werden, obwohl Laymon ja nun schon seit 2001 nicht mehr unter uns weilt. Der Klappentext zu "Die Gang" hat mich magisch angezogen, da ich Strandpromenaden und Jahrmärkte liebe und wenn beides in einem Roman vorkommt, kann das nur Gutes bedeuten - und deshalb wurde ich schon etwas enttäuscht. Irgendwie kam das ganze Buch über keine Spannung auf, die Handlung wirkte zäh und der Spannungsbogen wurde einfach nicht geknüpft. Das Ende war Laymon-Like "phantastisch", aber auch absolut vorausschaubar. Ein weiteres Problem war, dass keiner der Protagonisten in irgendeiner Form sympathisch rüberkommen, da fällt es einem schwer, irgendwelche Hoffnung auf ein Überleben des Einzelnen zu setzen. Deshalb: Durchschnittsware, jedoch als Laymon-Fan dennoch ein Muss!
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am 19. Juli 2015
Laymon as its best! 
Nach langer Zeit habe ich mir für den Sommerurlaub mal wieder ein Buch von Richard Laymon gegönnt und war sehr positiv überrascht von diesem Buch. Es geht um eine Horde Jugendlicher, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihre Stadt von Obdachlosen ("Trollen") zu säubern. Dabei schreckt der gute alte Richard Laymon (Gott hab ihn selig) mal wieder vor nichts zurück. Teilweise sehr brutal, sehr sexistisch und auch sehr, sehr witzig. Ein echter Pageturner, ganz nach meinem Geschmack. Leider kam mir dann aber das Ende etwas überdreht und daneben vor, so dass ich schweren Herzens doch einen Stern weniger vergebe. Ich hatte so sehr gehofft, Laymon käme hier ohne übersinnliche Elemente aus. Das war aber leider nichts :-(. Dennoch eines der besten Bücher, die ich bisher aus der Feder von Richard Laymon gelesen habe.

Fazit: Kurzweiliges Lesevergnügen mit etwas unstimmigem Ende
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am 27. September 2013
In den letzten Monaten habe ich bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen, da er mich mit seiner Schreibkunst und den immer spannend gestrickten Storys sehr in seinen Bann gezogen hat.

Man ist als Leser bereits gewohnt, das es bei Laymon stets "zur Sache" geht, was harte Gewalt, Blutgemetzel, Erotik angeht - immer mit einer Spur schwarzen Humor versehen.
In "Die Gang" kommt dies auch nicht zu kurz, aber ich empfand es diesmal eher als eine sanftere Schreibart. Laymon hätte, wie sonst auch, vieles noch direkter be- und umschreiben können, gerade in Bezug auf Gewalt und Sex.
Es gab schon einige recht blutrünstige, grausame und sehr gruselige Szenen, gerade was das Ende betrifft, aber es fiel schon auf, das der Schwerpunkt diesmal nicht darauf lag.
Der Story, hat das allerdings gar nicht geschadet, im Gegenteil.
Die Personen waren wieder toll beschrieben, man mochte sie, oder aber entwickelte einen Hass aufgrund deren Taten.

Sehr genial fand ich auch, das es nicht hauptsächlich um "Die Gang" (eine Gruppe Jugendlicher) und deren Aktionen ging, nein, man bekam von allen Seiten einen Einblick. Wie z.b. von der Polizei, den Obdachlosen selbst oder eine Straßenmusikerin dürfen wir genauso begleiten. Das brachte viel Schwung und Spannung in die Geschichte, gerade weil es fast viele kleine Geschichten in einer großen verpackt waren. Alles läuft zeitgleich in dem Vergnügungspark Funland ab und am Ende laufen die Fäden alle zusammen...! Aber bis dahin, passiert so einiges!
Ich fand ihn sehr schön, den Ausflug in den Vergnügungspark Funland! :-)

Fazit:

Für Richard Laymon-Fans ein Must have!
Die Spannung wird in den 624 Seiten stets gehalten, da es viele
verschiedene Handlungsstränge gibt!
Absolut empfehlenswert!
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am 4. November 2013
Ich habe nun alle Laymon`s durch und ich muss auch sagen im Buch hat mir etwas gefehlt.

Die Geschichte ansich ist grandios, wirklich eine tolle Idee aber es war wirklich zu langatmig.
Viele verschiedene Charaktere und nicht wie erwartete das wilde Gemetztel und der wilde Sex.
Ich hatte sage und schreibe 2 Wochen arbeit bis ich es ausgelesen hatte (andere Laymons
gehen in 2 Tagen)

Am Ende gehts nochmal so richtig rund und meiner Meinung nach wollte Laymon auf den letzten Seiten
seine verlorene Spannung der ersten Seiten aufholen.

Als Laymon-Fan muss man natürlich alle seiner Werke lesen, leider gibts von mir nur 3 Sterne.
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