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Kundenrezensionen

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am 21. November 2010
Die Mutter enthält alle typischen Merkmale eines Thrillers, Tempo, Aktion und Spannung. Brett McBean hat es perfekt verstanden den Leser in seinen Bann zu ziehen, ihn förmlich in dem Sessel, dem Sofa oder wo auch immer gefangen zu halten. Es ist nicht das Buch was einem auf die Brust drückt, denn 400 Seiten sind ja nicht so schwer, vielmehr ist es die Story, die einem wie ein Betonklotz erdrückend auf dem Oberkörper ruht. Die Spannung liegt durchweg bei 100% und es ist vielleicht für manches Herz zu viel, denn der Puls arbeitet nicht eine Seite lang im Ruhemodus. Was das Tempo angeht, ist es mit einem Steigerungslauf zu vergleichen, der von Seite zu Seite immer intensiver wird, je mehr man auf das Ende zusteuert. Regenerationsphasen / Erholungsphasen sind Fremdwörter, die McBean aus seinem Wortschatz und Gedächtnis verbannt hat und sie deshalb auch hier keine Verwendung finden. Fingernägel kauen, Gänsehaut und nasse Hände gehören zu *Die Mutter*, wie das Zähneputzen am Morgen und Abend. Langeweile findet man in der Tageszeitung und im TV Programm, aber nicht in diesem Schocker.
Die Story ähnelt einem Roadmovie, denn auch *Die Mutter* ist auf eine gewisse Art und Weise auf der Suche nach Freiheit, aber die Freiheit wird sie erst erleben können, nachdem sie Rache genommen- und den Mörder ihrer Tochter zur Strecke gebracht hat. Da dieses Buch nun mal auf einem Highway spielt, benötigt es natürlich auch eine Menge Figuren, denn die Mutter ist ja nicht allein auf weiter Flur. Das war eigentlich meine größte Sorge, denn oftmals sorgen zu viele überflüssige Charaktere für das reinste Chaos, die Story gleitet einem aus der Hand und sie wird zur Nebensache, da man nur noch mit den Eigenarten und dem Dasein der Figuren beschäftigt ist. Dieses Problem hat McBean hervorragend gelöst, in dem er alle Charaktere, mit denen *Die Mutter* in der Story zu tun hat, aktiv in das Geschehen einbindet und Jedem seine eigene kaputte und kranke Geschichte erzählen läßt. So sind sie nicht nur Randfiguren, sondern sind ein Puzzlestück des großen Ganzen. Sie tragen dazu bei, dass *Die Mutter* das wird was sie ist, ein unglaublich komplexer Psychothriller.

Nach einer nicht unbedingt glücklichen Kindheit, dem daraus resultierenden Ausbruch aus der Familie, mit einem Mann, den sie eigentlich nicht liebt und das schwanger werden durch diesen, reißt die Mutter zum zweiten Mal aus, kehrt dem Chaos erneut den Rücken und verschwindet. Sie meistert die schwere Zeit, die Zeit der Entbehrungen und baut sich zusammen mit Tochter Rebecca, Stück für Stück ihre neue Welt auf. Sie sind mehr wie beste Freundinnen, als Mutter und Tochter und teilen alle ihre Probleme und Freuden. Im Laufe der Jahre wächst der Drang in Rebecca ihren Vater kennenzulernen und auch die Mutter kann sie nicht davon abhalten. Eines Morgens ist Rebecca verschwunden, getrampt mit einem Fremden in Richtung des Vaters. Sie hinterläßt eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter und 3 Tage später wird ihre Leiche an einem See gefunden. Alles stürzt wie ein Kartenhaus zusammen und sie fühlt sich schuldig, weil sie ihre Tochter nicht aufgehalten hat. Für sie gibt es nur noch einen Weg, den Mörder selbst zu suchen und zu finden. Ihre einzige Spur ist das Tattoo, dass Rebecca auf dem AB erwähnte. Sie läßt ihr Leben hinter sich, schließt mit allem ab und macht sich auf die Jagd nach Mann mit dem Tattoo. Der Highway wird ihre neue Heimat, denn da erhofft sie sich ihn zu finden. Nur leider ist er nicht der einzige Kranke, der auf den Straßen unterwegs ist, und das wird die Mutter schon bald bitter zu spüren bekommen.
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am 22. Dezember 2010
Ein Kind bedeutet einer Mutter alles. Doch wie weit kann die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter gehen? Und was, wenn eine Mutter erfährt, das ihre Tochter ermordet worden ist?
Der Frau, deren Namen wir nicht kennen, passiert das Unfassbare. Ihr wird der wichtigste Mensch auf Erden durch einen Mord an ihrem Fleisch und Blut genommen. Alles was sie weiß ist, dass der Mörder ein Tattoo auf dem Arm hat, aur dem "Stirb Mutter" steht und dass er höchstwahrscheinlich auf dem Highway unterwegs ist. Und dieser Mann wird dafür büßen, was er dem armen Mädchen angetan hat.

Die Frau trampt monatelang und steigt immer nur bei den Männern ein, bei denen kein normaler Mensch einsteigen würde. Und was sie auf den Straßen erlebt, is das pure Grauen! Sie erduldet alles - wirklich alles! Sie erlebt das Schlimmste, was eine Frau erleben kann: Gewalt, Schläge, Vergewaltigung und sogar Folter. Und das nur, um den Mörder ihrer Tochter zu finden. Was kann ein Mensch alles ertragen? Wie weit kann Rache gehen?

Das Buch ist sehr ergreifend und nichts für schwache Gemüter. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte gut zu lesen. Ein Buch, das man in einem Rutsch durchlesen kann - sollte man meinen. Da die Geschichte aber so grausam und detailliert beschrieben ist, braucht man definitiv Zeit für diese Lektüre. Hier wird nichts schön umschrieben, alles wird knallhart beim Namen genannt.

Ich kann nicht klar sagen, dass mir "Die Mutter" gefallen hat. Einerseits lese ich gern Geschichten, die mich schocken und mitreißen. Andererseits war die Story so unglaublich grausam, dass ich des öfteren beim Lesen eine Pause machen musste. Und das obwohl ich bis zu diesem Buch dachte, dass mir keine Geschichte zu hart sein kann.
Ich bin mir nich sicher, ob ich noch einmal ein solches Buch lesen möchte. Denn hier bin wirklich an meine Grenzen gestoßen.
Für alle knallharten Thriller- und Horrorfans darf "Die Mutter" allerdings
nicht im Buchregal fehlen!
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am 28. November 2010
Was habe ich mir erwartet, als ich all die Meinungen und Rezensionen von "Die Mutter" gelesen habe ... Ich kann nur sagen, ich hatte sehr große Erwartungen. Erwartungen, die vom einen oder anderen Autor schon mal enttäuscht wurden - nicht jedoch von Brett McBean. "Die Mutter" war genau die actionreiche und spannungsgeladene Lektüre, die ich mir erhofft hatte.

Zum Inhalt: Es geht um eine Frau, deren Tochter beim Trampen von einem Mann mit Tattoo getötet wurde. Die Mutter sinnt auf Rache und steht nun tagein tagaus auf dem Highway und steigt willkürlich in Autos, in der Hoffnung, den Mörder ihrer Tochter zu finden.

McBean steht von der ersten bis zur letzten Seite am Gas und lässt dem Leser nur selten Verschnaufpausen. Die Story ist durchwegs hart - manchmal sogar noch härter. Die Mutter gehört gewiss zu den brutalsten Büchern die ich bisher gelesen habe. Dabei meine ich nicht nur die körperliche sondern auch die psychische Brutalität. Unglaublich was diese Frau auf ihrer Reise alles durchmachen muss und an welche Menschen sie gerät. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, da ich sonst zu viel verraten würde.

"Die Mutter" gehört zweifellos zu den besten Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich kann das Buch ohne Bedenken weiterempfehlen und fiebere weitere Bücher von diesem Autor schon jetzt mit Freude entgegen.
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am 8. März 2011
"Die Mutter" ist tatsächlich ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Tolle Kapitelunterteilung, spannender Aufbau der Geschichte und ein kleiner Nervenkitzel. Und immer die Frage: Wie geht's weiter? Man möchte eigentlich immer schneller lesen.
Tatsache ist, das das Buch wirklich brutal, pornografisch, fast zu groteskt ist. Hätte der Autor das Tempo weiter so gehalten und nicht nach 2/3 seine Richtung verloren, wäre es ein knallharter Thriller für hartgesottene Fans geworden. Leider wird es zum Ende hin sehr, sehr schwach. Und das Ende selbst läßt zu Wünschen übrig. Für so eine starke Geschichte mit einem hervorragendem Spannungsaufbau hätte ich wesentlich mehr zum Schluss erwartet. Schade drum, aber von mir leider nur 3 Sterne.
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Rebecca ist tot, ermordet auf dem Hume zwischen Melbourne und Sydney. Die 18-jährige wollte nach Sydney trampen, ein ruhiger, netter Mann mit einem Tattoo erklärte sich bereit, sie die ganze Strecke mitzunehmen. Das sind die letzten Informationen, welche die Mutter von ihrer Tochter erhalten hatte, gesprochen auf ihrem Anrufbeantworter. Mit Rebeccas Ermordung kann sich die Mutter nicht abfinden, eine Welt stürzt für sie zusammen und sie hat nur noch ein Ziel, den Mörder ihrer Tochter zu finden. So bricht sie alle Brücken hinter sich ab und begibt sich auf den Highway, immer auf der Suche nach dem Mörder von Rebecca.

Sehr eindringlich, stellenweise so brutal und abartig, dass ich den Psychothriller zeitweise aus der Hand legen musste, beschreibt Brett McBean das unstete Leben der Mutter auf dem Highway. Sie hat mit ihrem Leben abgeschlossen, ihren Körper betrachtet sie nur noch als Hülle, einzig so lange will sie noch überleben, bis sie den Mörder gefunden hat, was mit ihrem Körper passiert, interessiert sie nicht. Und so steigt sie ohne Angst in jedes Auto, in dem ein männlicher Fahrer (oder auch mehrere) sitzen, um so den Mörder zu finden. Hierbei gerät sie an gestörte und zur extremen Gewalt neigende Männer, die auch sie nur als ein Ding sehen, mit dem man seinen Spaß haben kann. Dann aber auch lernt sie hilfsbereite Männer kennen, die selbstlos versuchen, ihr zu helfen, deren Hilfe die Mutter auch zumeist annimmt.

So zeichnet der Autor in seinem Thriller äußerst unterschiedliche Charaktere: den totgeweihten Polizisten, den psychisch gestörten Serienkiller, einen Vampirjäger, den geschiedenen Mann auf dem Weg zu seinem Sohn oder den schwulen Trucker Blake. Jedes Kapitel beschreibt jeweils ein Treffen der Mutter mit einem anderen Auto-, Truck- oder auch Campingwagenfahrer und ihre Erlebnisse mit diesen Menschen. So ist jedes Kapitel praktisch eine neue Geschichte, der rote Faden ist nur die Mutter und selbst sie spielt nicht in jedem Kapitel eine Rolle. Dieser Aufbau des Thrillers hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Bei jedem dieser Zusammentreffen nimmt die Mutter einen anderen Namen an, manchmal erzählt sie ihnen ihre Gründe, warum sie auf dem Highway unterwegs ist, manchmal nicht. Mit ihrer Vergangenheit hat sie komplett abgeschlossen, an ihr früheres Leben kann sie sich nicht mehr erinnern. Das einzige, was sie noch weiß, sind ihre Erinnerungen an Rebecca und den Grund ihrer Suche, die sie auch immer wieder zu dem Ort zurückführen, an dem die Leiche ihrer Tochter gefunden wurde.

Anfangs wirkt der Charakter der Mutter etwas distanziert, er erschließt sich dem Leser nicht sofort. Gleich zu Beginn des Thrillers kann man den Anfang eines Briefes der Mutter an einen Fremden lesen, indem sie ihre Gründe niederschreibt. Und je mehr man von diesem Brief liest, der immer wieder etwas Raum in dem Thriller einnimmt, umso mehr erfährt man vom Leben der Mutter und so lässt mit der Zeit immer mehr diese Distanziertheit nach und ihr Charakter nimmt Konturen an. Man kann jetzt nicht unbedingt behaupten, dass man für ihr Verhalten Verständnis aufbringen kann, doch werden ihre Beweggründe für einen nachvollziehbarer.

Gekonnt wechselt Brett McBean die unterschiedlichen Charaktere, die der Mutter während ihrer Suche begegnen. So ist die Spannung zwar ständig auf einem extrem hohen Niveau, man hat aber zwischendurch wenigstens ein paar Mal die Gelegenheit, ein wenig durchzuschnaufen. Was ich als äußerst angenehm empfand, denn hätte ich nur über kranke Charaktere lesen müssen, hätte ich das Buch wahrscheinlich irgendwann abgebrochen, da einige Szenen wirklich extrem hart dargestellt werden.

Der Schreibstil des Autors ist äußerst flüssig, zwangsläufig zwischendurch extrem direkt und es gelingt ihm wunderbar, die so unterschiedlichen Figuren in dem Thriller bereits nach einigen Sätzen hervorragend darzustellen. Die Stimmung des Buches ist - bedingt durch das Thema - durchweg beklemmend, düster und stellenweise auch richtig traurig angelegt, Momente des Schmunzelns gewährt der Autor einem nicht, wäre hier aber auch wirklich nicht angebracht gewesen.
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am 18. Mai 2016
Ich lese gern Thriller, auch wenn sie mal etwas schonungsloser sind, aber bei diesem Buch rate ich dringend ab. Ich finde es einfach nur verwirrend geschrieben und hat nicht mal ein richtiges Ende. Man hat das Gefühl der Autor wollte einfach eine Reihe von entweder abartigen, ekligen oder irgendwie konfusen, sinnlosen Geschichten aneinanderreihen. Irgendwie hat das Alles keinen Sinn ? Den Stern nur, weil ich die Idee interessant fand, trotzdem am Ende enttäuschend.
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am 31. August 2010
Festa beweist wirklich sein Händchen für (zumindest auf dem Deutschen Markt) unentdeckte Talente. McBean schreibt so verdammt hart, dass es einem beim Lesen schüttelt. Wie mein Vorredner schon sagt, werden Fans von Ketchum und Laymon voll auf ihre Kosten kommen.

Eine Mutter sucht den Mörder ihrer Tochter und trampt dafür quer durch Australien, in der Hoffnung, diesem Mann zu begegnen. Sie weiß nur eins über ihn: Er trägt ein Tattoo, auf dem "Stirb Mutter" steht. McBean schickt die Mutter auf eine grausame Reise, auf der Vergewaltiger, Psychopathen, aber auch Freunde warten. Nach und nach vergisst die Frau, wer sie eigentlich ist, aber das ist für sie nebensächlich, bis sie ihr Ziel erreicht hat: Rache zu nehmen.

Das Besondere an diesem Roman: In kurzen und langen Abschnitten wird aus der Sicht jedes Weggefährten die Begegnung mit der Mutter beschrieben.
Dieses literarische Experiment ist vollstens geglückt. Für mich bisher DAS Buch des Jahres. Von McBean werden wir noch eine Menge hören!
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am 21. September 2014
Kurzbeschreibung:

Eine Mutter möchte den Tod ihrer Tochter rächen.

Rebecca verschwand beim trampen zwischen Melbourne und Sydney.
Kurz darauf wurde sie ermordet aufgefunden.
Vom Täter keine Spur. Ihre Mutter leidet unter Schuldgefühlen und hat sich eines geschworen: den Tod ihrer geliebten Tochter zu rächen.
Kurz vor ihrem Tod, sprach Rebbecca noch auf ihren Anrufbeantworter.
Das sie ein netter Mann, mit einem auffälligen Tatoo, bis nach Sydney mitnehmen möchte.
Und diesen Mann, sucht die Mutter nun und beginnt selbst zu trampen. Immer wieder die selbe Strecke.
Bis sie den Mörder findet...?!

Meine Meinung:

Die Story beginnt mit einem Brief der Mutter, in dem sie den Lesern erklärt, warum sie die Tramperei und die Gefahren auf der Straße auf sich genommen hat. In regelmäßigen Abständen, sprich, nach einigen Kapiteln, geht es immer wieder mit diesem Brief weiter und so erfährt man die Lebensgeschichte der Mutter und Rebecca's tödliches Schicksal.
Diese Abschnitte haben mir mitunter am besten Gefallen.

Zwischenzeitlich erlebt man als Leser verschiedene "Geschichten" während der Tramperei der Mutter. Man erkennt nach und nach, das die Mutter, die sich bei jedem Fahrer unter einem anderen Namen vorstellt, bereits sehr mitgenommen, voller Hass, Einsamkeit und absolut gefühlskalt geworden ist. Was ja auch wirklich kein Wunder ist...
Sie erlebt verschiedene Situationen und Gefahren: Vergewaltigungen (allerdings provoziert sie diese aufgrund ihres Verhaltens oft selbst), Folter, Gewalt und ja, ab und an, aber ganz selten, begibt sie sich sogar zu richtig netten Personen ins Auto.
Diese Aneinanderreihung der Situationen, waren für mich wie kleine Kurzgeschichten und man musste sich ständig auf neue Personen einstellen.
Ebenso auf die wilden Storys, die die Mutter den entsprechenden Personen auftischte. Denn nur selten sagte die Mutter mal die Wahrheit oder zog jemanden ins Vertrauen. Oft hatten diese Personen auch nichts mit der eigentlichen Suche der Mutter zu tun und waren für mich daher überflüssig oder als Lückenfüller anzusehen.

Emotional hatte die Geschichte recht viel zu bieten, einige Szenen gingen ganz schön unter die Haut.
Manches aus der Sicht der Mutter, konnte ich auch nachvollziehen. Aber so richtig schlau konnte man aus ihr nie werden, was jedoch auch mit dem Verlauf der Geschichte zusammenhängt.

Irgendwann wurde mir die Story jedoch etwas abstrus. Bis zu dem Punkt, hätte das Buch vielleicht sogar die volle Punktzahl erhalten. Aber als es plötzlich um einen Vampirjäger ging, das wurde der Geschichte irgendwie nicht gerecht und war mir zu abgedreht. Es passte so gar nicht und ich fragte mich, was das soll...

Auch das Ende gefiel mir überhaupt nicht.
Es blieben mir zu viele offene Fragen, die einfach für mein Empfinden unbedingt hätten aufgelöst werden müssen. Die "Geschichten" der Tramperei waren oft zu ausführlich und dafür das Ende zu knapp, das fand ich nicht okay.
Sicher wollte der Autor, das man seine eigene Fantasie einsetzt, aber für die Handlung des Buches, worum es im Endeffekt ging, dafür hätte es dringend eine direkte Auflösung gebraucht.

Fazit:

Ich möchte aber nicht sagen, das ich die Geschichte grundsätzlich schlecht fand oder gar nicht weiterempfehlen würde - nein, den Plot fand ich sehr gut und die Story bis zu einem Punkt auch, aber es gab einige Details, die mir einfach nicht zusagten.
Aber wem Gewalt, Blut, Folter, Mord & Totschlag nichts ausmachen und sich einen ungewöhnlichen Roadtrip der Rache anschließen möchte, der soll es gerne mit der Story versuchen.
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am 22. Februar 2014
Das war mein erster Roman von Brett McBean und aufgrund des Nachhalls von DIE MUTTER, werde ich an diesem Autor wohl dranbleiben.

Der Schreibstil ist in diesem Buch passend zur Geschichte aufs Wesentliche beschränkt, vermag einem aber die Charaktere jener Menschen, die Mutter's Weg kreuzen nachvollziehbar und höchst plastisch zu vermitteln. Würde ich nicht selbst auch Teile des Hume Highway tatsächlich kennen, fiele es trotzdem nicht schwer, sämtliche Handlungen in die genauso einfach aber illustrativ beschriebene Landschaft einzubinden.

Die Unterteilung des Romans in einerseits den Brief, den sie selbst zur Erklärung schreibt, andererseits drei große Kapitel und darüberhinaus die in Einzelgeschichten beschriebenen Personen und deren Begegnung mit der Mutter unterstreichen meiner Ansicht nach den psychischen und physischen Verfall der Frau, die auf der Suche nach dem Mörder ihrer Tochter vieles erlebt, über sich ergehen lässt, so viel mehr verliert, vergisst, versäumt, versteckt, heraufbeschwört und sich noch mehr Schuld auflädt.
Die Schuld ist es auch, die sie unaufhörlich über den Highway treibt, welcher ihr die abartigsten, brutalsten Kreaturen, und damit unglaubliche Gewalt- und Vergewaltigungstaten, ebenso hinterhältige, bemitleidenswerte und durchgeknallte Wesen (einen persönlichen Sympathiepunkt vergebe ich hier an: „Gus, der Vampirjäger“ ;-)), aber auch mitfühlende und gutmütige Menschen vor die Füße spuckt. Die Mutter ist eine Frau auf ihrem Sühnetrip, um das Vielfache des Leides ihrer Tochter zu erleiden und zu ertragen - „Stirb Mutter“ eben.

Ein echtes Ende bleibt vermeintlich offen und genauso passt das für mich auch zur gesamten Story - die Mutter verliert sich, der Leser verliert die Mutter. Oder erzählen nicht schon die ersten Zeilen vom Ende? Ist sie ihm nun jemals bewusst oder unbewusst begegnet oder wird sie das noch? Dem Namenlosen. Ist nicht sie selbst die Namenlose?

Tolle Story - empfehle ich jedem der dunkel, böse, blutig und gewalttätig beschriebene Taten und Charaktere gerne liest und mit etwas Backwood-Horror kein Problem hat.
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"Der Mutter" ist das Schlimmste passiert, was einem Elternteil zustoßen kann. Ihre 18 jährige Tochter wurde beim Trampen durch Australien ermordet. Dieses hat "die Mutter" nie verkraftet und ihr einziges Ziel im Leben ist es nun, den Mörder ihrer Tochter zu jagen. Als kleiner Hinweis auf den Täter dient eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, in der die Tochter ihrer Mutter mitteilte, dass der Autofahrer eine Tätowierung mit dem Aufdruck "Stirb, Mutter" besäße. "Die Mutter" verbringt nun ihr ganzes Leben auf den Straßen zwischen Melbourne und Sydney, sie steigt von einem Auto ins nächste und hofft dadurch endlich den Mörder ihrer Tochter zu finden.

Trampen - etwas wovor jede junge Frau schon zig Mal gewarnt wurde, und nur weil "die Mutter" bereits älter ist, reduziert dieses nicht die Gefahren, die dabei lauern können. "Die Mutter" sieht allerdings keine andere Möglichkeit, den Mörder ihrer Tochter zu finden. Monatelang lässt sie sich von zahllosen Menschen in deren Autos mitnehmen und nimmt die Gefahren und Schmerzen billigend in Kauf. Natürlich stellt nicht jeder Autofahrer, der sie mitnimmt, eine Gefahr dar. So lernt sie auch einen Vater kennen, der seinen Sohn besuchen will, einen schwulen Trucker oder ein sich liebendes, älteres Ehepaar. Aber für jeden netten Autofahrer stößt sie auf mehrere Psychopathen, Mörder und Gewalttäter. Schläge und Vergewaltigungen gehören schon fast zum Standardprogramm und Brett McBean hat noch viel schlimmere, grauenhaftere Phantasien in seinem Buch umgesetzt.

"Ich reise schon fast ein Jahr lang über den Hume. Mein Zuhause sind Motelzimmer, Autos, sogar Rastplätze, wenn die Umstände es verlangten. Ich bin schon in so vielen Autos gewesen und habe so viel Leute getroffen, dass mein Verstand ganz taub und meine Erinnerung ganz vernebelt ist. Alles, was ich weiß, ist, dass ich ihn immer noch nicht gefunden habe, auch wenn ich schon ein paarmal glaubte, ich hätte ihn." (Seite 158 f.)

Die Idee und die Umsetzung durch den geschickten Aufbau des Buches gefallen mir richtig gut. Jeder Person, die "die Mutter" auf ihrer Suche kennen lernt, wird ein Kapitel gewidmet, in dem diese Person zunächst kurz vorgestellt wird. Dann wird das Aufeinandertreffen mit "der Mutter" beschrieben. Dieses ist manchmal sehr ruhig und lässt den Leser kurz durchatmen. Andere Treffen hingegen sind einfach nur brutal und grausam. Der Frau widerfährt immer wieder unbeschreibliches Leid und trotzdem setzt sie dem Trampen kein Ende. Die Suche nach dem Mörder ist für sie die einzig verbliebene Lebensaufgabe. Ständig ändert sie ihre Identität und verliert sich dadurch selbst. Ihr ist kaum noch klar, wer sie eigentlich ist, sondern sie hat nur das eine Ziel vor Augen.

Obwohl das Buch oftmals spannend und brutal geschrieben ist, vermag es der Autor auch in den ruhigeren Passagen zu überzeugen und die Situation "der Mutter" glaubhaft zu schildern. Das Buch ist im Festa Verlag im Bereich Horror-Taschenbuch erschienen und trotzdem bin ich sehr froh, dass der McBean ein paar dieser ruhigeren Szenen eingestreut hat. Denn hätte er auf die Autofahrer verzichtet, der "der Mutter" nichts antun wollten und auch auf die Einführungen zu dein einzelnen Personen, und wäre stattdessen gleich auf die brutalen Überfälle gekommen, dann hätte es zu übertrieben, zu gewollt und einfach unglaubwürdig gewirkt. Durch die geschickt Mischung kann das Buch aber auf ganzer Linie überzeugen.

Fazit: Es gibt sicherlich noch härtere Horror-Bücher, aber "Die Mutter" ist durchaus nicht ohne und erfüllt ihre Aufgabe im Genre Horror hervorragend.
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