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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Chronologie eines Scheiterns
Man kann Brian Clough sicher nicht vorwerfen, dass er sich bei seinem neuen Team einschmeicheln wollte, nachdem er 1974 völlig überraschend den Posten des Cheftrainers bei Leeds United übernommen hatte. Jenem Klub also, der unter Cloughs Vorgänger und Erzfeind Don Revie nahezu alles gewonnen hatte, was es damals im britischen Fußball zu gewinnen...
Veröffentlicht am 7. August 2011 von Kai Leuner

versus
1.0 von 5 Sternen unlesbar
die geschichte klang im vorfeld für mich als fussballfan sehr interessant u. spannend. was ich dann aber im buch zu lesen bekam hat mich sehr enttäuscht. typische englische kraftausdrücke können sparsam verwendet sicher reizvoll zu lesen sein, wenn sie aber so extrem gehäuft vorkommen wie hier dann ist man schnell gesättigt u. nicht mehr...
Vor 4 Monaten von richard veröffentlicht


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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Chronologie eines Scheiterns, 7. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
Man kann Brian Clough sicher nicht vorwerfen, dass er sich bei seinem neuen Team einschmeicheln wollte, nachdem er 1974 völlig überraschend den Posten des Cheftrainers bei Leeds United übernommen hatte. Jenem Klub also, der unter Cloughs Vorgänger und Erzfeind Don Revie nahezu alles gewonnen hatte, was es damals im britischen Fußball zu gewinnen gab. Clough empfahl seinen Spielern nämlich als erstes, all ihre Medaillen und Pokale in den "größten Mülleimer, den Ihr finden könnt", zu werfen, denn: "Nichts von dem, was Ihr gewonnen habt, habt Ihr fair gewonnen. Alles, was Ihr erreicht habt, habt Ihr durch gottverdammten Betrug erreicht."

Hierzulande ist der Name Brian Clough nicht mehr allzu vielen Fans geläufig, aber man erinnere sich an Otto Rehhagels Wechsel zum FC Bayern München 1995 und multipliziere die damalige durchaus explosive Situation mit 100. Clough verabscheute Don Revie, seit der ihn bei ihrem ersten Aufeinandertreffen als Trainer - Revie war mit Leeds United zu Gast bei Cloughs damaligem Klub Derby County - wie Luft behandelt hatte. Clough hasste Don Revie, weil Leeds United in seinen Augen unehrlichen Fußball spielte, mit Kickern, die die Schiedsrichter bedrängten, die theatralisch zu Boden gingen, ohne auch nur berührt worden zu sein, die protestierten, wenn es nichts zu protestieren gab und vehement Verwarnungen für ihre Gegenspieler forderten. Und aus diesem Hass hatte Clough, dem vom lieben Gott neben einer äußerst spitzen Zunge auch eine gehörige Portion Dummheit gegeben worden war (ja, auch eine dicke Scheibe Genialität, die sich aber eben nur entfaltete, wenn Clough seinen Intimus Peter Taylor an seiner Seite hatte - und das war in Leeds nicht der Fall, weil Taylor die Situation realistischer einschätzte und Clough dringend abrat), nie einen Hehl gemacht. Über Jahre hinweg war, geschürt durch immer neue verbale Aggressionen von beiden Seiten, so eine gepflegte Feindschaft entstanden. Umso sensationeller war es, dass Leeds United, nachdem Don Revie 1974 den Posten des englischen Nationaltrainers übernahm, nicht seinen Wunschnachfolger Johnny Giles verpflichtete, sondern ausgerechnet Brian Clough. Was folgte, war eine der turbulentesten, chaotischsten und kürzesten Trainer-Regentschaften in der Geschichte des englischen Fußballs: Ganze 44 Tage hielt sich Brian Clough bei einem Verein, bei dem ihm von nahezu allen Seiten - vom Nachwuchstrainer über die Spieler bis hin zu den Sekretärinnen - teilweise hasserfüllte Ablehnung entgegenschlug.

Der britische Autor David Peace, der mit seinen vier Yorkshire-Ripper-Thrillern "1974 (Red Riding Quartet)", "1977", "1980" und "1983" und zuletzt mit seiner Tokio-Serie ("Tokio im Jahr null: Thriller" und "Tokio, besetzte Stadt: Roman") Weltruhm erlangte, erzählt in seinem weitgehend auf Fakten basierenden Roman "Damned United", minutiös jene 44 Tage, wobei er parallel Cloughs Werdegang bis zur Verpflichtung durch Leeds United und damit natürlich auch die Entstehung der Feindschaft zwischen ihm und Revie nachvollzieht. Die Idee selbst ist faszinierend - der Zeitraum ist eng begrenzt und aufgrund zahlreicher Biographien (die Peace herangezogen hat) gut beleuchtet. Peace macht aus diesem Faktenmaterial einen hochspannenden "Fußball-Roman", der die damaligen Beteiligten - und insbesondere Brian Clough - lebendig werden und erahnen lässt, weshalb diese "Ehe" niemals funktionieren konnte. Das Einzige, was mir an dem Buch missfällt, sind jene Passagen, in denen Peace durch völlig unnötige stakkatoartige Wiederholungen einzelner chorartiger Zeilen so etwas wie Atmosphäre schaffen will, was in einem Film vielleicht gehen mag, in einem Buch jedoch delatziert wirkt. So wird an einer Stelle auf etwa zwei Seiten allein dreizehnmal die Zeile "Derby. Derby. Derby. Derby. Derby. Derby." wiederholt. Solche Stellen lassen das Buch völlig unnötig aufgeplustert erscheinen. Und das hat Peace, der ein großartiger Erzähler ist, überhaupt nicht nötig.

"Den" Schuldigen gibt es für das gigantische Scheitern Cloughs in Leeds nicht. Auf der einen Seite stand der neue Trainer, dem es offensichtlich nicht gelang, die Gemütslage des Vereins, in den er kam, auch nur annähernd nachzuvollziehen und sich darauf einzulassen, und der kaum einen Versuch unternahm, die bestehenden Gräben zu überwinden. Auf der anderen Seite standen in der Tat charakterlose Kicker, die mehr oder weniger unverhohlen "gegen" ihren neuen Trainer spielten, ohne dass die Klubführung einschritt und ein Exempel statuierte. Fairerweise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass sich einige Spieler - teilweise erfolgreich vor Gericht - gegen die Darstellungen in Peaces Buch wehrten. Es ist schwer zu beurteilen, ob Clough in Leeds überhaupt eine Chance hatte. Aber nachdem alle Beteiligten von Anfang an praktisch alles falsch machten, war das Ende nur eine Frage der Zeit. Und das Ende kam schneller als erwartet, als Clough in den ersten sechs Spielen nur ein einziger Sieg gelang, was für Leeds den schlechtesten Start seit 15 Jahren bedeutete.

Peace reiht eine Fülle von lebendigen Szenen aneinander, die die faszinierende Chronologie eines Scheiterns ergeben: Es geht los mit Cloughs erstem Eintreffen bei Leeds, gemeinsam mit seinen beiden Söhnen. Er begegnet dem Nachwuchstrainer und Revie-Vertrauten Syd Qwen, der gerade das Amateurteam aufs Feld führen will. Natürlich "übersieht" Owen Cloughs zum Gruß ausgestreckte Hand. Und auf dessen Frage, ob einer der Kicker nicht kurz auf seine Söhne aufpassen könne, während er - Clough - sich im Verein bekannt macht, zischt Owen: "Sie sind bei uns schon allseits bekannt, Mr. Clough. Und diese Jungs sind hier, um zu trainieren. Nicht, um Ihre Söhne zu unterhalten." Cloughs kurzes Gastspiel bei Leeds endet mit einem Gespräch beim Vorstand, bei dem es um seine Abfindung geht. "25.000 Pfund [damals immerhin ca. 150.000 DM - KL] für 44 Tage Arbeit?", brüllte der Vorstandsvorsitzende Sam Bolton. "Das ist gottverdammter Wucher!" Sein Blutdruck stieg noch weiter, als Clough kühl außerdem die Übernahme seiner Einkommensteuer in den nächsten drei Jahren verlangte und außerdem den ihm zur Verfügung gestellten Mercedes behalten wollte. Bolton war fassungslos: "Wer zur Hölle glauben Sie eigentlich zu sein?" "Brian Clough", lautete die schlichte Antwort. "Brian Howard Clough."

Übrigens brachte der Trainerwechsel auch Cloughs Vorgänger Don Revie keine Vorteile. Er verbrachte drei erfolglose Jahre als Nationaltrainer, ehe er in die Vereinigten Arabischen Emirate und damit ins fußballerische Niemandsland abtauchte. Clough schaffte hingegen ein sensationelles Comeback. 1975 wechselte er zu Nottingham Forrest und gewann 1979 und 1980 zweimal hintereinander den Europa-Cup.

Fazit: Wer sich auch nur ein wenig für den britischen Fußball interessiert, findet hier ein hochspannendes Kapitel.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damned United - Das beste Roman mit dem Thema Fussball, 5. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
Es gilt, nicht viele Worte zu verlieren.

Dieses Buch ist der beste Fussballroman aller Zeiten.

Natürlich ist dieses Buch m.E. nichts für den Fussballanfänger, der diesen Sport seit der Frauen-Fussball-WM "schwarz-rot-geil" oder aber Poldi und Schweini soooo süß findet!

Orientiert an der Biographie von Brian Clough erzählt David Peace mit unglaublich dichter Atmosphäre und mit zwei parallel laufenden, zeitlich versetzten Handlungssträngen eine Story mit unglaublicher Intensität über die kurze Amtszeit Cloughs als Trainer von Leeds United.. Die Spannung bleibt permanent aufrecht erhalten und führt auf den (absehbaren und bekannten) Schluss des Buches.

Nicht nur für Insider oder Freunde des englischen Fussballs interessant. Ein Fussballroman mit solch einer Klasse ist in Deutschland wahrscheinlich die nächsten Jahre gar nicht möglich.

Absolute Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fußball zwischen heißer Leidenschaft und kaltem Darwinismus, 5. Juli 2012
Von 
Heino Bosselmann "Heino Bosselmann" (Rützenfelde, Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
"Unter den Tribünen, tief unter diesen Tribünen, durch die Türen, direkt durch diese Türen, um die Ecke, direkt um diese Ecke und den Gang hinunter, diesen Gang hinunter und hinunter und hinunter, sitze ich im Büro und öffne eine weitere Flasche." In dieser atemlosen, aber gleichsam dichten Sprache, die man aus seinen Kriminalromanen1974: Roman kennt, schildert David Peace in der Geschichte des Trainers Brian Clough den englischen Profifußball als knallharten Darwinismus, der seine Akteure verschleißt, ob sie nun mal Sieger oder mal Verlierer sind: "Felder der Niederlage. Felder des Hasses. Felder des Blutes. Felder des Krieges". Fußballfelder als Rauscherlebnis und Männersache. Die Story läuft in zwei Zeitebenen ab, einmal in der Du-Perspektive des bewunderter Coachs bei Derby County, dann in Ich-Perspektive als gehasster Trainer bei Leeds United. Beide Ebenen, durch Kursiv- und Standard-Druckbild voneinander abgesetzt, dynamisieren den Erzählverlauf in ihrem steten, sich beschleunigenden Wechsel. Zentrum ist stets Brian Clough selbst, alles andere wird zur Komparserie am Bildrand. Die Familie bleibt schemenhaft, ventiliert werden all die Namen, Turniere, Ablöse- und Kaufsummen. Den Leser zieht das in einen Strudel adrenalinüberschwemmten und selbstzerstörerischen Stresses, den Clough offenbar um des Erfolges willen braucht und der ihn, weil selbst ein errungener Sieg sogleich wieder gefährdet ist, unweigerlich verschleißt. 'Du schlägst Arsenal, du verlierst in Birmingham.' Obsessiv, manisch, phobisch. Und von dem Whisky und Tabak, der zur Kompensation der Ups and Downs benötigt wird, wird einem schon beim Lesen ganz flau. Alles mögliche Langweilige gilt mittlerweile als moderne Prosa, aber Davis Peace ist derjenige, der wirklich eine zu schreiben versteht, die diesen Namen verdient und die der Leser genießt. Staccato, Parallelismen, andauernde Wort- und Motivwiederholungen erscheinen zuweilen wie eine exzellent gekonnte proletarisch-vulgäre Variation auf Thomas Bernhard. Die laufende Suada sowieso. Hinzu kommt die psychologisch hochgenaue Schraffur einer verzweifelten und getriebenen Existenz. Den Rezensenten oben darf ich mich absolut anschließen. Nur in einem nicht: Dieses Buch kann selbst jene Leser in den Bann ziehen, die bisher von Fußball gar nichts wissen wollten, denn dieser Sport und seine spezifische Kultur werden bei Peace zu einem ganz neuen Muster der menschlichen Komödie. Ein Leseerlebnis ganz besonderer Klasse. '"Einige werden sagen, es liegt am Trainer. Einige werden sagen, es liegt an dir.'" Was mir Unbedarftem neu war: Hinter den Gestalten stehen reale Personen. Sie und die leider verschwundene Fußballkultur der Siebziger, zumal in England, illustriert hervorragend die Verfilmung und ebenso das aufschlussreiche Zusatzmaterial auf The Damned United - Der ewige Gegner. Nur: Erst lesen!
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5.0 von 5 Sternen spannend, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
ein sehr schnell geschriebener Roman, paßt perfekt zur DVD. ich habe erst die DVD gesehen, dann das Buch gelesen - super.
Macht Spaß, ist nah an Wirklichkeit und ich war mittendrin.
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1.0 von 5 Sternen unlesbar, 30. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
die geschichte klang im vorfeld für mich als fussballfan sehr interessant u. spannend. was ich dann aber im buch zu lesen bekam hat mich sehr enttäuscht. typische englische kraftausdrücke können sparsam verwendet sicher reizvoll zu lesen sein, wenn sie aber so extrem gehäuft vorkommen wie hier dann ist man schnell gesättigt u. nicht mehr dafür empfänglich. hatte beim lesen oft das gefühl diesen schmöker gegen die wand zu donnern weil es einfach furchtbar geschrieben ist. habe leider die rückgabefrist versäumt sodass dieses fussballliterarische "meisterwerk" weiterhin bei mir zuhause sein nicht gewürdigtes dasein fristet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragendes Fußballbuch, 16. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
Ich schließe mich meinem Vorrezensenten an. Dies ist tatsächlich das beste Fußballbuch seit ewigen Zeiten. Die 44 Tage von Brian Clough bei Leeds sind mit einer Mischung aus Fakten und Fantasie so eindrucksvoll aber auch humoristisch beschrieben, dass ich das Buch gar nicht wieder weglegen konnte.
Irgendwie leidet man auch mit dem Mann und ist nach der Lektüre umso beruhigter, dass ihm danach mit Nottingham noch die ganz großen Erfolge gelangen.
Unbedingt lesen!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Literarischer Trash, 16. Januar 2013
Von 
G. Lutz "Libuda60" (Offenbach/Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Damned United: Roman (Taschenbuch)
Ich habe Damned United gekauft, weil meine Begeisterung und mein Interesse für den englischen Fußball Anfang/Mitte der 70er Jahre begann. Brian Clough ist mir als erfolgreicher und charismatischer Trainer von Nottingham Forrest in Erinnerung. Aus diesem Grund und aufgrund der hervorragenden offiziellen Rezensionen (z.B. Times) bin ich mit großer Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in dieses Werk eingestiegen. Doch diese verflog mit jeder Seite durch die ich mich geradezu durchkämpfen musste. Sicherlich ist Stil und auch Schreibstil Geschmacksache,wie auch Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Ich finde jedoch häufige Redundanzen auf die Dauer ebenso nervig,wie den ständigen Einsatz der gleichen Worte; in diesem Fall verdammt und verfi***. Ohne diese beiden Worte wäre der Roman 20 Seiten kürzer geraten! Und ohne die sich häufig wiederholenden Sätze hätte man weitere 10 Seiten eingespart. Sicherlich wird auch durch eine Übersetzung Einiges im Sinne des Autors verfälscht, aber ich vermute, dass das Original schon so qualitätsbefreit ist, dass auch der Übersetzer nichts mehr verschlimmbessert hat. Sollte Brian Howard Clough tatsächlich nur annähernd so agiert haben,wie im Buch beschrieben, wären selbst 44 Tage im Amt zuviel gewesen. Und sollte B.H.C. tatsächlich der weinerliche, arrogante und verunsicherte Vollpfosten gewesen sein, als der er vielleicht sogar authentisch beschrieben wird, rechtfertigt dies noch lange nicht das niedrige Niveau, dessen sich der Autor hemmungslos bedient. Ich bin überzeugt, dass ein guter Autor aus dieser Geschichte eine Menge hätte herausholen können, wenn er denn nicht die Stilmittel und Sprache eines pubertierenden 14-Jährigen genutzt hätte, der einen Aufsatz über seine Erlebnisse in der Mädchendusche verfasst. Mit jeder Seite dieses Machwerks verflog die Hoffnung, dass sich alles noch zum Besseren wendet. Einzig die realistischen Spielberichte von Derby County, sowie Aufstellungen und andere, leider rare Hintergrundinformationen zum englischen Fußball vor rund 40 Jahren, haben mir die Kraft gegeben weiterzulesen und deshalb gibt es auch den einen Stern. Den ganzen überschwänglichen Kommentaren zu diesem Buch stehe ich ziemlich rat- und fassungslos gegenüber. Aber auch hier trifft meines Erachtens die Erkenntnis zu: "wenn die Sonne der Kultur sehr niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten".
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Damned United: Roman
Damned United: Roman von David Peace (Taschenbuch - 8. August 2011)
EUR 9,99
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