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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen13
4,2 von 5 Sternen
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am 19. Dezember 2011
Erst vor ein paar Wochen bin ich auf die beiden Bücher "Strobo" und "Airen Man" aufmerksam geworden. Von Blogs habe ich wenig Ahnung. Ungewohnt, aber doch als sehr bequem empfand ich den Schreibstil.

Wenn man sich selbst auf den floor's, die lautstark beschallt und euphorisch betanzt werden, heimisch fühlt, ist "Strobo" sowas wie eine Art schizophrenes Tagebuch. Orte, Zustände, Empfindungen, die ganze story kommt einem sehr bekannt vor. Innerhalb küzester Zeit hat man das Gefühl er ist einer von deinen Freunden, Bekannten und du bekommst Bock nächstes Wochenende mit ihm zusammen auf die Piste zu gehen!

"Airen Man" ist nicht mehr die "verpeilte ständig druff Party" wie es noch in "Strobo" der Fall war. Es sind vielmehr die dosierten Exzesse und jähe Errinnerungen an ekstatische verlebte Nächte. So skizziert dieses Buch vielmehr das Einfinden in Mexiko, die Entdeckung der Liebe -jedoch ohne überflüssigen sentimentalen Heulrotz- und hinterlässt nun das Bild eines besonneneren, vernuftsbegabten werdenen Vaters.
Totzdem klingt leise ein sehnsüchtiges Begehren nach vergangen Zeiten - TECHNO- durch das bepalmte Panorama Mexikos...

Wer weitere abgefuckte Episoden des unersättlichen Lechzsens nach Rausch sucht, findet vielleicht das sabbrige Lechzsen, tatsächlich tragen sich aber nur Ausschweifungen gewöhnlicher Manier zu. Was absolut nicht bedeutet das diese Lektüre lahm wäre, vielmehr ist diese Fortsetzung in Gestalt eines konformeren Lebens dem Autor sehr zu wünschen.
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Dass Helene Hegemann von ihm abgeschrieben hat, hat Airen berühmt gemacht. Sein ersten Buch Strobo war lange von Feuilleton und Buchhandel links liegen gelassen worden.

Zu Unrecht. Den es schilderte detailgenau mit viel Sprachgefühl Berlin, das berühmte Berghain, das Lebensgefühl dieser "Drugs and Techno"-Szene.

Kann da das zweite mithalten? Oder ist es nur ein Abklatsch des ersten Bandes?

Um es kurz zu machen: Mexiko ist Airen viel ferner als Berlin. Auch wenn er dort monatelang gelebt hat. Hier scheinen oft nur noch die Drogen eine Rolle zu spielen.

Von seiner Firma, einer Berliner Unternehmensberatung wird er nach Mexiko-City geschickt. Erstmals lässt er dort Kollegen an sich heran, die er in Berlin immer auf Abstand hielt. "Am schlimmsten ist, wenn die dann ganz arglos und freundlich auf einen zukommen und man die Angst nicht aus den Augen kriegt: Die Angst, erkannt zu werden."

Da klingt der Airen des ersten Bandes durch. Ehrlich, direkt, er schildert sein Leben, seine Gefühle und der Leser kann ihm folgen.

Doch die Arbeit verschwindet bald wieder im Drogenrausch, wochen-, monatelang lässt er sich krankschreiben, besorgt sich mit Geld falsche Atteste und der Text zieht wie eine endlose Junkiereise an dem Leser vorbei. Immer wieder mit Stellen, wie obige, die einen vom Hocker reißen, aber dazwischen Längen ohne Ende. Er wird von einer älteren Mexikanerin adoptiert und an deren Enkelin verkuppelt und stellt erstaunt fest, dass er verliebt ist. Doch das blitzt nur ganz kurz auf, zwischen endlos langen Drogenzeiten, die die beiden miteinander verbringen. Mal in Vera Cruz, dann in Acapulco, wieder zurück in Mexiko City. Die Orte scheinen alle gleich: voll Drogen.

Fast hat man den Eindruck, dass er sich scheut, in Punkto Liebe seine alte Ehrlichkeit und Direktheit beizubehalten.

Was verständlich wäre. Wer will schon sein Liebesleben öffentlich ausbreiten. Nur verflacht dadurch sein Text. Plötzlich ist er wieder zurück in Deutschland, mit seiner Freundin, die mittlerweile schwanger ist, stellt fest, dass das Berghain die alte Faszination nicht mehr hat. Auch das kommt sehr unvermittelt und der Leser muss es ihm glauben. So überzeugend wie sein erstes Buch ist das alles nicht.

Airens neues Buch ist nicht schlecht, er kann immer noch beobachten, verliert sich nicht in gewollt literarischer Sprache und immer wieder blitzt die alte Direktheit auf. Aber dazwischen zieht sich der Text ganz schön. Als ein Kapitel am Ende des ersten Buches wäre der Text gut gewesen. Zum Buch ausgewalzt wirkt es immer wieder ermüdend.

Dass jetzt plötzlich die Feuilletons dieses Buch hochloben, nachdem sie das erste gar nicht wahrgenommen haben, dürfte einen ganz banalen Grund haben. Blumenbar hat einen guten Ruf im Feuilleton und offenbar entscheidet der Verlagsname doch sehr, was rezensiert und für gut befunden wird.

(C) Hans Peter Roentgen
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am 19. November 2011
Hey Airen, du kannst nicht nur saufen, kiffen, koksen, rumpillen und mit Menschen schlafen (um es mal zensurfrei auszudrücken), sondern vor allem saugut schreiben. Deshalb möchte ich dich hiermit motivieren, weiterzumachen. Deine beiden Bücher waren für mich mit das Beste, was ich seit vielen Jahren gelesen habe. Unbedingt Teil 3 und erst dann...!!!
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am 5. Juni 2012
Nichts für Zartbeseitete und Liebhaber von süßen Liebesromanen. Hier kommt keine Seite ohne Drogen oder Sex aus. Airen beschreibt direkt und ohne große stilistische Mittel über sein Leben abseits der deutschen Mittelschichtsnormalität. Der einzige Bruch in diesem Roman ist seine Erfahrung, dass die große Liebe doch Einiges ändern kann.
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am 16. Mai 2016
Nach "Strobo" waren meine Erwartungen an das Buch relativ hoch, jedoch war ich nach den ersten Seiten schon etwas enttäuscht. Das Buch liest sich nicht ganz so spannend und lustig, wie das Erste von Airen.
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am 24. Juni 2016
Ich habe"Strobo" vorher gelesen,und muss schreiben,das mir beide so gut gefallen,das ich gerne mehr von ihm lesen möchte. Die beiden Bücher sind genau mein Ding.
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am 19. Oktober 2014
....bereits der vorgängerroman "strobo" ein herrliches lesewerk, schnell und konfus geschrieben, es liest sich so schön flüssig, wie es nur wirklich "packende" erzählungen tun, ohne, dass es hier die handlung wäre, die einen packt; es ist locker flockige erzählweise des autors, er schreibt wie in einem gespräch am sonntag vormittag im after -modus!
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am 12. Dezember 2013
das Buch ist die Fortsetzung von Strobo. Wie Strobo ist das Buch auch leicht zu lesen und man kann es in einem durch lesen, wenn man keine zu hohen Ansprüche bei der Geschichte hat. Es ist halt nur eine Erzählung, wie die Person nach der ersten Geschichte
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am 18. Januar 2016
Ich persönlich finde den 1 Teil viel spannender liegt vl auch an seinem kleinen Lebenswandel ;)
dennoch ein sehr gutes Buch was ich jederzeit weiterempfehlen würde
man sollte aber doch zuerst Strobo lesen finde ich
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am 29. April 2010
Was soll ich über Airens zweites Buch, dass vor wenigen Tagen bei Blumenbar erschienen ist, sagen? Vorerst nicht viel mehr, als dass man es kaufen und lesen sollte. Sein Erstling Strobo, erschienen im kleinen Berliner Verlag Sukultur, hatte für Furore gesorgt, weil ein Mädchen names Helene Hegemann daraus kopierte. Die anschließende Debatte bot alles, was der deutsche Kulturzirkus zu bieten hat - von Gender bis Maxim Biller. Jetzt hat sich Blumenbar dem zweiten Titel angenommen und ich habe ihn in den zwei Tagen, nachdem es mir postalisch aus Berlin übersendet wurde, geradezu inhaliert.

Wo Strobo endet, da setzt I Am Airen Man an. Die Ankunft in Mexico City. Noch genauer über den Köpfen von knapp neun Millionen Menschen, in einem Tower als Angestellter einer deutschen Unternehmensberatung. Sein Job taugt in diesem Buch für wenig mehr als Randnotizen, geht es doch letztlich um die wirklich wichtigen Erkundungen des Anti-Helden Airen. Er verläuft sich, staunt über den Umstand wie klein doch hier alle sind und wie nah der erneute Exzess - egal wo und wann du bist. So verschlägt es ihn schnell in Rotlichtviertel, schreckliche Nachtclubs und zweifelhafte Gesellschaft. Draufkommen und runterkommen, um wieder drauf sein zu können - ein Wechselspiel aus zwei Elementen, die einander bedingen.

Berlin ist im Kern dieses Buches weit weg, doch sein Nachhall ist unüberhörbar. Flashbacks aus dem Berghain mischen sich mit der Hitze der mexikanischen Gegenwart - manchmal schien ein wenig Heimweh durchzuklingen, doch die neuen Ufer halten weit mehr bereit, als nur Rausch und Restrealität. In Person von Lily tritt ein Mensch in das Leben des Protagonisten, der die Wege hin zu ein wenig Normalität zu ebnen scheint. Wer jetzt erwartet, dass diese Normalität deckungsgleich mit dem ist, was Otto Normalverbraucher als solche empfindet, der kennt den vorangegangenen Wahnsinn nicht. Er sollte ihn sich von Airen erzählen lassen.

Mag der Reiz für den einen in der Authentizität dieses Erfahrungsberichts liegen, so liegt er für mich insbesondere in seiner sprachlichen Brillanz. Kaum jemand kann so bildlich beschreiben, wie es Airen in diesem Buch tut. Ich habe mich in I Am Airen Man verlieren können und wollte nicht, dass er aufhört zu erzählen. Auf gleichermaßen melancholische, wie urkomische Art und Weise, ist dieses Buch die Selbstreflektion eines jungen Mannes, dessen Maxime stets war, nicht ins Mittelmaß zu verfallen.
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