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450
4,1 von 5 Sternen
Gott bewahre
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194 von 215 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
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Gott LIEBT die Schwarzen. Und die Schwulen. Und gutes Dope. Und was hier auf der Erde in den letzten 500 Jahren alles schiefging, ist alles nur ein großes Missverständnis. Man könnte auch sagen, ein Managementfehler, denn Gott war eine Woche Fischen. Dumm, dass eine Woche im Himmel so lange dauert wie 500 Jahre auf der Erde. Noch dümmer, dass Gott in dieser Zeit seinem Sohn die Aufsicht über die Menschen übertragen hat und Jesus, nun, sagen wir es positiv, hatte schon mal bessere Führungsqualitäten. Das Dope ist himmlisch im Himmel, und wie gesagt, Gott liebt gutes Dope. Und die Schwarzen. Und die Schwulen. Und Gott ist sauer. Sehr sauer. Aber Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht göttliche Ideen hätte: Jesus darf nochmal zurück auf die Erde und muss aufräumen. Er landet bei den Underdogs und das einzige was er auf die Reihe bringt, ist sein himmlisches Gitarrenspiel. Das hat er bei Jimi Hendrix gelernt. Ja, auch Gott kann noch was lernen. Und als Jesus bei einer Castingshow auftritt, nimmt die Geschichte ihren Gang, und Jesus wird noch einmal zum Heiland.
John Niven hat einen urkomischen Roman aus diesem Plot gemacht: brilliant geschrieben, satirisch und doch von großer Menschenfreundlichkeit durchdrungen, eine beißende Zivilisationskritik mit erheblich mehr Hintersinn und Tiefe als die etwas überdrehte Story auf den ersten Blick erwarten lässt. Der Irrsinn unserer Zeit wird himmlisch dreist aufs Korn genommen und man darf ganz sicher sein, dass keine Religion "des Buches" verschont bleibt. Extremisten aller Couleur, fürchtet Euch! Am Ende gibt es, wie in jedem Märchen, natürlich nur Gewinner und Gottes Botschaft wird wieder verstanden, wie sie gemeint war, bevor Moses die 10 Gebote erfand, im Austausch mit dem einen Gebot, das ihm Gott anvertraute: "Seid lieb!"
Dann klappt's auch mit den Schwarzen. Und den Schwulen. Und dem Dope.
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121 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
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Es gibt wirklich wenige Bücher, von denen ich hoffe, dass viele Menschen sie lesen, aber dieses gehört dazu.
Und das hat nichts damit zu tun, dass hier Religion und Glaube mitunter nicht nur verar...t, sondern auch heftig kritisiert wird.

John Niven traut sich hier an ein Thema ran, dass wohl zu den kontroversesten gehört, die es auf der Welt gibt.
Und das noch in diesem rüden Tonfall? Au weia.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge bereits strenggläubige Menschen, die drohend den Finger heben und "Blasphemie" schreien.
Dabei ist das gar nicht notwendig.
Okay, man sollte schon über Gott und Religion lachen können, auch wenns richtig deftig wird. Gerade dann.
Aber genau genommen gibt es wenige Bücher, die von so viel "christlicher" Nächstenliebe schreiben. Von "miteinander" statt "gegeneinander" und vielem mehr.

Der erste Teil (im Himmel) ist zum schreien komisch - so hat man sich Gott und seine Himmelsbewohner wohl noch nicht vorgestellt...

Der Teil in dem die Gruppe durch die Gegend reist hat zwar ihre Längen, aber dafür auch den feinsinnigen Humor (der hinter der oft groben Wortwahl versteckt ist) wie das gesamte Buch.

Im weiteren Verlauf wird es dann weniger lustig, sogar tragisch.
Aber eigentlich war das abzusehen: Jesus auf der Erde, er schart "Jünger" um sich, doch nicht jedem gefällt es, was er sagt und wie er lebt - klingt bekannt, oder?
Die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Und trotzdem ist es kein deprimierendes Buch.
Es ist lustig, schräg, macht nachdenklich und traut sich Dinge auszusprechen, die mancher sich nicht traut.
(Oder dem sie einfach nicht auffallen?)

Hatte ich beim ersten Teil des Buches noch den Gedanken, dass der ideale Leser ein gläubiger Atheist mit schrägem Sinn für Humor sein sollte, änderte sich das im Laufe der Geschichte.

Dies ist ein Buch für Gläubige und Nichtgläubige, Querdenker und Quertreiber, Optimisten und Pessimisten, Fröhliche und Traurige, Mutige und Ängstliche, Nörgler und Wohlwollende.
Für jeden, der in der Lage ist, auch mal über seinen eigenen Horizont zu blicken und dazuzulernen. Auch wenn er das vielleicht noch nicht weiß.

Wer die derben Worte und die Religionskritik vertragen kann, der kann in diesem Buch zu einer Menge Erkenntnissen kommen.
Die Deutlichste ist wohl, dass es in unser Welt an so einigen Dingen krankt, wo es doch so einfach für jeden Einzelnen wäre, etwas daran zu verbessern.

In diesem Sinne: Seid lieb !
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86 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 31. August 2011
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In der Buchbeschreibung steht ja schon, daß man sich auf das Buch einlassen muss, aber selten fand ich diese Bemerkung so treffend wie bei diesem Roman.

Im Vorfeld war ich etwas besorgt ob der inflationären Fäkalsprache, da ich den Lesefluss in Gefahr sah. Außerdem befürchtete ich, daß Niven den Glauben an sich (also fernab jeglicher Religion, den puren Glauben eben) ins Lächerliche ziehen würde - aber wie war das mit dem Einlassen nochmal? Ich atmete nun einmal tief durch und warf mich mit Niven in das Abenteuer.

Den ersten Teil im Himmel empfand ich größtenteils als sehr amüsant. Allein Gottes Lachanfall als es zum Kreationismus kommt, ist so mitreißend beschrieben, daß ich unwillkürlich mitlachen musste! Einige Kraftausdrücke weniger, wären zwar mehr gewesen, aber meinen Lesefluss haben sie nicht beeinträchtigt, da man sich nach ein paar Seiten daran gewöhnt. Ob das so vom Schriftsteller gedacht war, kann ich nicht sagen.

Der Mittelteil war für mich der berührendste. JC eckt sehr oft an und gerät in Situationen, die man seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Aber selbst wenn ihm solche Ungerechtigkeiten passieren, erträgt er sie absolut gefasst, während mir als Leser schon fast der Kragen platzt. JC "verzeiht" und "liebt" einfach jeden, auch wenn es ihm manchmal auch nicht leicht fällt. Er versucht seine Mitmenschen auf ihre Fehler hinzuweisen, ihnen damit auch zu helfen und bekommt doch immer wieder auf die Mappe, man hält ihn eben für einen Spinner. Dieses Szenario ließ mich zum ersten Mal nachdenklich zurück. Wie würde ich auf so einen "Spinner" reagieren? Bin ich in meinem eigenen Alltag auch manchmal "herzlos" oder sogar intolerant?

Der Castingshowteil ist dann eine bissige Mediensatire. Die Abläufe im Hintergrund, die Niven beschreibt, glaube ich ungesehen! Auch wenn es an dieser Stelle etwas deplaziert wirkt: Verfilmt könnte ich mir "Gott bewahre" richtig gut vorstellen! ;-)

Wie man schon erahnen kann, ist dieser Roman schwer einzuordnen. Er ist nicht durchgängig lustig, auch nicht durchgängig berührend, aber irgendwie immer latent nachdenklich stimmend. Im Grunde transportiert er auf wunderbare Weise auf jeder Seite seine eigene Quintessenz: Seid lieb! Daß Liebsein nicht ohne Toleranz und Freundlichkeit funktioniert, sollte jedem klar sein.

JC und seine "Jünger" wuchsen mir jedenfalls im Laufe des Buches unheimlich ans Herz und Nivens umfassende Gesellschaftskritik in Form dieses Buches habe ich nicht zum letzten Mal gelesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2013
Diese Rezension bezieht sich in vorwiegend auf die "Nebenbotschaft" in diesem Buch:

Erneut gelingt es John Niven auf eine erfrischende Weise, seine Leser zu begeistern. Neben der eigentlichen Story hat der Autor es wieder einmal geschafft (ähnlich wie bereits in "Kill your friends") auf seine Art mit der Musikindustrie abzurechnen! Ich habe das Buch bislang erst zu 2/3 ausgelesn, bin aber jetzt schon hellauf begeistert. Der Leser merkt, dass Niven vom Fach ist und etwas über Musik, die Verlage und die Popindustrie versteht. Dies bringt er meiner Meinung nach erleuchtend und eindrucksvoll zum Ausdruck. Was wir immer schon geahnt haben, und zwar dass der ganze Casting- und Superstarhype der heutigen Zeit ausschließlich dazu genutzt wird, den größtmöglichen Profit daraus zu gewinnen, wird hier wieder einmal bestätigt.

Der Sarkasmus, mit dem über die Macher von American Popstar berichtet wird, bringt mich persönlich immer wieder zum schmunzeln. Diese Botschaft kommt beim Leser an und sollte jeden von uns zum Nachdenken bringen. Sollen wir diesen Castingwahn wirklich weiterhin unterstützen und die Jugend in dem Glauben groß werden lassen, dass jeder berümt oder ein Superstar werden kann? Und dass es in unserer Gesellschaft einzig darum geht?

Ich freue mich auf die kommenden Werke von John Niven
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. November 2012
Gott ist sauer. Kaum hat Er sich im Himmel einmal eine kleine Auszeit gegönnt und Seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltzerstörung, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: SEID LIEB? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – Sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?

Was abgedroschen klingt wird durch die Tatsache versüßt, dass Gott ein regelrechter Fan von Homosexuellen ist, sich gerne mal mit seinen Leuten einen durchzieht, flucht wie ein Bauarbeiter und noch dazu unverschämt gut aussieht – trotz seines Alters. Sein Sohn JC steht ihm da in kaum etwas nach, außer vielleicht, dass Jesus ein wirklich guter Gitarrenspieler und Sänger ist. Talente, die ihm bei seiner Rückkehr auf die Erde zunächst wenig weiter helfen, bis er beschließt für seine Mission eine Plattform zu wählen, mit der er die meisten Menschen erreichen kann: eine Castingshow.

Die Geschichte ist so wundervoll humorvoll, versetzt mit ordentlich deftiger Sprache, und lässt nicht einen Kritikpunkt an der scheinheilig-gläubigen Gesellschaftskultur der Menschen aus. Alles wird auf's Korn genommen, angeprangert und mit spitzer Feder schier auseinander genommen. Es kommt wohl ganz auf den Leser an, wie er damit umzugehen vermag. Ich jedenfalls bin hier voll auf meine Kosten gekommen. Nicht selten musste ich nicht nur laut los lachen, sondern auch das ein oder andere Nicken rang mir das Buch ab.
Dabei versteht es der Autor mit seiner Art und dem Drive der Geschichte mit zu reißen. Das Kopfkino geht innerhalb weniger Seiten los und hält konsequent an, bis zu Seite 400.

Insgesamt ein sowohl witziges als auch sehr kritisches und auch tragisches Buch. Hier wurde zwar das Rad nicht neu erfunden, und auch die Kritikpunkte selber sind altbekannt, aber dennoch ist es ein schwer unterhaltsames Werk, welches dem ein oder anderen Leser sicherlich aus der Seele sprechen wird. Und letztlich hat es mir mein Bild von einem Gott und seinem Sohn versüßt, die ich – so wie Niven sie beschreibt – einfach nur klasse finde.

Eine klare Kaufempfehlung von meiner Seite für den sehr witzigen und sicher auch kontroversen Niven, dessen einziger Kritikpunkt darin zu finden ist, dass es mit 400 Seiten eher was für den kurzweiligen Zeitvertreib ist. Schade; ich hätte sehr gerne mehr von JC, seinen Freunden auf Erden und deren Abenteuer gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2015
Ich liebe dieses Buch! Es ist unglaublich lustig geschrieben, ich lese es jetzt zum fünften Mal und kann einfach nicht genug kriegen! Alle Angaben (wie z.B. die Religionen, die aufgezählt werden) stützen sich auf Fakten, ohne jemals trocken zu werden!
Für alle, die sich überlegt haben, wie Jesus wohl in der heutigen Zeit wäre, wenn er mit demselben Auftrag noch einmal kommen würde, ist dieses Buch ein Muss! Selbstverständlich gibt es Dinge, mit denen strenggläubige Menschen Probleme haben könnten, die Schimpfwörter oder das Fluchen beispielsweise, aber Leute, die zwar glauben, aber auch nichts gegen ein wenig Spaß beim Lesen haben, ist dieses Buch absolut empfehlenswert!!! Auch die wichtige Botschaft, die trotz der vielen lustigen Szenen immer präsent ist, ist meiner Meinung nach super umgesetzt: SEID LIEB und respektiert eure Nächsten. Auch Gott liebt die Schwarzen und die Schwulen, warum nicht auch wir?
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55 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 29. August 2011
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Selten ist mir ein Bericht über ein Buch so schwer gefallen, wie dieser hier. Ich habe zwei Wochen an "Gott Bewahre" gelesen. Normalerweise habe ich ein Buch mit 400 Seiten in drei bis vier Tagen durch - und das trotz eines 8-Stunden-Arbeitstages. Aber das hier... schwierig, schwierig...

Vielleicht hat meine Schwierigkeit mit dem Buch auch damit zu tun, dass ich lange Jahre sehr aktiv in der Kirche war. Ein Kapitel, das für mich abgeschlossen ist. Aber interessant finde ich die Idee des Buches von John Niven schon. Wobei die Idee, ein Buch darüber zu schreiben was wohl passieren würde, wenn der Sohn Gottes wieder auf die Erde kommt... naja, sie ist ja nicht ganz neu. Schon Dostojewski hat im fünften Kapitel seines Buches "Die Brüder Karamasow" Jesus wiederkehren und auf einen Großinquisitor treffen lassen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich beim Lesen dieses Kapitels sehr beeindruckt von Dostojewskis Umsetzung war. Aber natürlich spielt diese Geschichte in der Vergangenheit und John Niven hat Jesus im hier und heute wiederkehren lassen.

Ich habe also neugierig angefangen "Gott Bewahre" zu lesen und musste schon nach wenigen Seiten heftig schlucken. Gott wird von den Engeln "der Alte" genannt, Jesus und die Apostel kiffen im Himmel was das Zeug hält und benutzen Schimpfwörter am laufenden Band. Schluck. Okay. Da stellen sich dann doch meine übriggebliebenen konservativ-christlichen Haare auf. Nicht, dass ich glaube, dass alle Engel im Himmel auf Wölkchen sitzen und Harfe spielen - aber John Nivens Vision vom Himmel als hervorragenden Garten zur Herstellung des besten Grases teile ich auch nicht.

Wie auch immer... Gott kommt also aus einem Urlaub zurück und stellt fest, dass alles auf der Erde den Bach runtergegangen ist. Eigentlich mischt er sich überhaupt nicht in die Belange der Menschheit ein und sein einziges Gebot (eigentlich eher eine Empfehlung) lautet "seid lieb". Und die Menschen setzen das so überhaupt nicht mehr um. Jesus muss also wieder runter und versuchen, seine Geschichte von vor ca. 2000 Jahren zu wiederholen. Und hier fängt es dann an, stellenweise interessant zu werden. Um sein Ziel zu erreichen, wird er Kandidat einer Castingshow.
Auf den Inhalt der Geschichte will ich gar nicht mehr eingehen. Der Verlag hat eine wirklich gute Zusammenfassung geschrieben und ich will hier nichts verraten, sollte jemand das Buch lesen wollen.

Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich das Buch aus der Hand gelegt und für ein paar Tage auch nicht mehr weitergelesen habe. Mir ist die Sprache für einen religiösen Kontext wirklich zu heftig und John Nivens Charakterisierung der wichtigsten Gestalten (Gott und Jesus) kratzt ziemlich an meinen Nerven. Aber ich denke, dass das genau das ist, was der Autor bezweckt hat. Einerseits denke ich auch, dass Gott/Jesus auf der Seite der Ausgegrenzten steht und seine Kritik an der Kirche kann ich gut teilen. Man muss nur die Evangelien lesen, um zu sehen, dass das, was die Fundamentalisten (egal welcher Konfession) als Evangelium verbreiten wenig mit dem zu tun hat, was Jesus vorgelebt hat. Aber John Niven geht mir persönlich zu weit. Einen ständig kiffenden, trinkenden, rülpsenden Jesus - sorry, nein danke.

Stellenweise fand ich das Buch wirklich richtig gut. Es ist unglaublich gesellschaftskritisch, teilweise wirklich witzig und definitiv herausfordernd. John Niven muss eine Menge Wut im Bauch haben um so etwas zu schreiben - und die Wut kann ich gut verstehen. Allerdings finde ich seine Umsetzung nur bedingt gelungen.

Das Buch ist nichts für sanfte Gemüter. Die Sprache ist mir zu heftig (Fäkalsprache), die Charakterisierung der Hauptgestalten zu überzogen und die Umsetzung der Idee ist meiner Meinung nach nur teilweise gelungen. Aber als gesellschaftskritisches Buch taugt "Gott Bewahre" trotzdem und ich bin mir sicher, dass es seine Leserschaft finden wird. Von mir gibt es nur drei Sterne und eine bedingte Empfehlung. Man sollte vorher mal in das Buch reinlesen, bevor man es kauft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2014
... aber da kann man auch drüber hinwegsehen. Für die Fäkalsprache gibt es Punktabzug, deswegen nur 5 Punkte (ansonsten hätte ich 6 gegegebn _:-)) Denn wenn man das tut (also drüber hinwegsehen), ist es einfach großartige Unterhaltung. Am Anfang kann man herrlich laut lachen, dann ist man entsetzt und am Schluss entspannt. Und dann finde ich ein Unterhaltungsbuch großartig: Wenn es einen durch diverse Emotionen durchzieht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2014
Ich habe das Buch geliebt und in einem Zug durchgelesen. Es ist nicht blasphemisch, präsentiert es doch die Grundaussagen aller Religionen: Respektiert euch, vertragt euch, habt euch lieb! Diese aber auf eine sehr lockere Art und Weise, Fäkalsprache und Kiffen ist hier erlaubt. Sicher witzig und sehr alternativ, mein Geschmack ist allerdings beides nicht. Doch ohne wäre wahrscheinlich viel von dem Witz und Charme des Buches wohl verloren gegangen. Also, was solls, nicht dran stören.
Gott wirkt hier wie ein Bud Spencer (liebenswert, oder?) auf mich, Jesus wie ein Hippie.
Das Beste an dem Buch sind die absolut zutreffenden gesellschaftskritischen Passagen. Hype, Massenwahn, Ausbeutung: hier in der Musikbranche/ Talent-TV-Shows.
Jesus vermittelt den unglücklichen Menschen um sich herum wahre und echte Liebe, als Beispiel: ein Jugendlicher sieht keinen Ausweg mehr als Selbstmord. Jesus redet mit ihm und erzählt ihm, wie ihm seine Mutter früher nach dem Baden liebevoll übers Haar strich und ihr Kind einfach perfekt fand, so wie es ist. Dass sie das niemals gewollt hätte. Dieser Augenblick in dem Buch ist tief berührend.
Das Buch ist also nicht nur witzig, sondern oft auch tiefgründig. Die Mischung machts. Sehr empfehlenswert, aber Toleranz und Intelligenz beim Leser sind schon erforderlich.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2011
Näher an Gott als die Bibel es je sein könnte!
Genial, überzeugend, kurzweilig, nächstenliebend, verachtent!
Ich wünschte das all die sog. konservativen "Christen" dieses Buch lesen müssten!
Und zwar mind. 2mal! Ich habe mich wie immer bei J. Niven köstlich amüsiert!
Aber, in diesem Fall war es nicht nur das Amüsement, sondern mehr noch der
Spirit der Nächstenliebe der sich durch den Himmel und seine handelnden Personen,
so einfach und doch so konsequent und nicht zuletzt für (fast) jeden logisch dargestellt
wird. Noch einmal: Genial! Nicht zuletzt die detailierte und äußerst amüsante Darstellung
der Hölle legen nah, dass Niven mindestens schon einmal im Himmel war und den "Rest"
mehr als gut kennt. Oder das er vielleicht sogar "ER" ist.........
Ein Buch zum LIEBEN. Also: "Seid Lieb!"
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