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Kundenrezensionen

24
3,6 von 5 Sternen
Akt der Liebe: Thriller
Format: TaschenbuchÄndern
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Januar 2011
Eins mal Vorweg, das Buch ist von 1981, hat allerdings nichts von seiner Aktualität eingebüßt, es hält locker mit aktuellen Thrillern mit, bzw. ist es wahrscheinlich eines der Begründer des Serienkiller-Genres. Anfangs fiel es mir jedoch schwer so richtig in die Geschichte abzutauchen. Gleich zu Anfang geschieht ein Mord auf offener Straße in einem üblen Bezirk. Dann geht es erstmal um das Ermittler-Duo Hanson und Clark. Hinzu kommt ein Zeitungsreporter, der schonungslos über den Mord schreibt und dem Täter erst seinen Namen gibt, der "Houston Hacker". Die Cops vermuten, das ein Polizist die geheimen Infos an die Zeitung weitergibt.
Erst mit dem zweiten Mord beginnt es dann richtig spannend zu werden. Wer ist der Verräter in den eigenen Reihen, wem kann man noch trauen und was treibt den Mörder an? Dann geht es Schlag auf Schlag und so habe ich die letzten 150 Seiten auch in einem Rutsch gelesen. Die Beschreibungen werden immer ekliger, der Mörder vergeht sich an den Leichen und schneidet verschiedene Extremitäten oder auch mal die Brüste ab *bäh* Leider ist das Buch dann schon nach 274 Seiten zu Ende.

Fazit
Ein spannender und fesselnder Thriller, der mich allerdings erst ab ca. Seite 100 so richtig mitreißen konnte. Am Ende habe ich dann richtig mitgefiebert, wer nun der Täter ist. 4 von 5 Sternen von mir und eine Empfehlung an alle Thriller-Liebhaber, die es gerne auch etwas blutiger haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Im Fifth Ward, dem berüchtigten Elendsviertel von Texas, wird die schrecklich zugerichtete Leiche einer Prostituierten gefunden. In einem absolut wahnhaften Akt der Liebe zerstückelt der Täter seine Opfer, schändet ihre toten Leiber und verspeist anschließend Teile davon. Lieutenant Marvin Hanson und sein Partner Joe Clark werden mit dem Fall betraut. Ihr einziger Zeuge ist der Penner Smokey, dessen Auskünfte jedoch wenig hilfreich sind. So kommt es schon bald zur nächsten Bluttat, die noch grauenerregender ist als der erste Mord. Der Druck von Seiten der Presse und der vorgesetzten Dienststellen wächst beständig und zu allem Überfluss schreibt der Killer, wie einst sein berühmtes Vorbild Jack the Ripper, perverse Bekennerschreiben, in denen er seine Häscher verhöhnt und neue Morde ankündigt. Joe Clark registriert mit Besorgnis wie die Jagd nach dem Houston Hacker für Marvin Hanson immer mehr zu einer persönlichen Angelegenheit wird. Doch als dieser merkt, dass der skrupellose Killer seine Familie ins Visier genommen hat, ist es bereits zu spät '

Seit diesem Roman gilt Joe R. Lansdale als einer der führenden Horror-Autoren der USA und zugleich als Wegbereiter für fiktive Serienkiller a la Hannibal Lecter. Und obwohl der Roman bereits 1980 geschrieben wurde und das professionelle Debüt des Schriftstellers darstellt, hat er auch heute nichts von seiner Faszination und Intensität eingebüßt. Im Gegenteil, denn in Zeiten wo der Wert eines Buches scheinbar an seinem Seitenumfang gemessen wird, wirken die knapp 260 Seiten (abzüglich des Vor- und Nachwortes) äußerst erfrischend. Dabei hat 'Akt der Liebe' alles was einen erstklassigen Horror-Thriller ausmacht: Glaubhafte Charaktere, einen perfiden Killer, blutige Morde und ein düsteres, trostloses Setting als Spiegelbild der modernen, leistungsorientierten Konsumgesellschaft, durch die das Serienmörderphänomen erst populär geworden ist. Marvin Hanson wird dabei zum Prototyp des unbestechlichen Idealisten, der sich für Job und Familie aufreibt und über seine Grenzen hinausgeht. Gelungen ist auch Lansdales Kritik am investigativen Journalismus und seine Auswirkungen auf die Geltungssucht von Soziopathen. Das Buch ist gewiss nichts für schwache Nerven und eine Perle in der Hardcore-Reihe, die sich auch hinter dem Kultbuch 'Der Gott der Klinge' nicht zu verstecken braucht. Neben dem lesenswerten Vorwort von Andrew Vachss kommt der Autor selbst im Nachwort ebenfalls zu Wort.
Das morbide, verstörende Covermotiv rundet das Gesamtbild dieses Delux-Thrillers gekonnt ab und gibt dem 'Akt der Liebe' ein angemessenes Aussehen. Lektorat und Satzspiegel sind wie immer astrein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Dezember 2013
Pearl Harbor, so heißt ein Teil des Ghettos in Houston. Hier leben alle die, die sonst nirgends hinkönnen, die Dealer, die Prostituierten, die zwielichtigen Gestalten und hier geht er auf die Jagd, der Houston Hacker beginnt ganz unten. Sein erstes Opfer ist die Prostituierte Bella Louise, die er bestialisch abschlachtet und vergewaltigt. Teile von ihr nimmt er mit, um sie später zu verspeisen. Der Houston Hacker ist ein wahrer Künstler mit seinem Bajonett. Schon lange hatte er Tötungsfantasien, hielt sich mit Hunden und Katzen bei der Stange, doch jetzt ist die Zeit reif, seinen Vorstellungen endlich Taten folgen zu lassen.

Der farbige Lieutenant Marvin Hanson wird mit den Ermittlungen beauftragt, doch nicht, weil er so erfolgreich ist in seinem Job, das ist er zwar, sondern weil er selbst aus Parl Harbor in Houston stammt. Im Laufe der Jahre hat er es geschafft, diesem Ghetto zu entkommen und lebt mit seiner Frau Rachel und ihrer gemeinsamen Tochter JoAnna in einem ruhigen Vorort. Marvin selbst ist sehr gebildet, hat sich jedoch alles autodidaktisch angeeignet. Sein Partner ist Detective Joe Clark, mit dem ihn auch eine Freundschaft verbindet.

Die Ermittlungen gestalten sich alles andere als einfach. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Philip Barlowe, Reporter beim Houston Bugle, einen Informanten bei der Polizei haben muss, denn in besagtem Blatt tauchen immer wieder ermittlungsrelevante Fakten auf, die eigentlich unter Verschluss bleiben sollten. Zum Houston Hacker scheint keine Spur zu führen, doch eines wissen Hanson und Clark: Das war erst der Anfang, er wird weiter morden, bis er zur Strecke gebracht wurde ...

Jack the Ripper von Houston! Der Plot wurde durchaus spannend erarbeitet, jedoch empfand ich es als wenig überraschend, wie dieser sich entwickelt hat und wer sich am Ende als Houston Hacker rausgestellt hat. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, doch leider wurde nur beim Protagonisten Marvin Hanson in die Tiefe gegangen. Die übrigen Figuren wirken in meinen Augen recht oberflächlich. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen krass zu lesen, sodass dieses Buch durchaus eine Abwechslung in meinem Bücherregal darstellt, doch leider konnte mich nur der Schreibstil überzeugen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2012
In Houston geht ein Serienmörder um. Er vergewaltigt und zerstückelt Frauen, nimmt Teile ihres Körpers mit und ißt diese. Die Polizei tappt im Dunkeln, die Presse macht ihr die Hölle heiß und der ermittelnde Detective wird immer tiefer in den Fall hineingezogen, entfremdet sich mehr und mehr seiner Familie und verliert sich schließlich in wilden Verdächtigungen gegenüber seiner nächsten Umwelt. Dadurch kommt er dem Täter jedoch unvermittelt recht nah und so nimmt dieser nun die Familie aufs Korn. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt...

Wollte man diesen Roman nach den Kriterien des Jahres 2012 - also nach McFadyen, Thomas Harris, King oder Ketchum - beurteilen, ginge er sicher mit einem oder zwei Sternen weg. Da dies aber 1981 veröffentlicht wurde, muß man, so denke ich, andere Kriterien anlegen. Schon die magere Inhaltsbeschreibung oben zeigt, daß so ziemlich jedes Klischee erfüllt wird, daß man mittlerweile gerade aus dem Serienkiller-Genre (wenn man es denn so nennen darf) kennt: Die superbrutalen Morde, der eiskalte Killer, der immer zerrütterte Detektiv, dessen Familie schließlich selbst Opfer zu werden droht. Doch als Lansdale das schrieb (übrigens sein Erstling, auch das sei zu bedenken), gab es all diese Klischees noch gar nicht. So wird dieser Roman zu einer Art Prototyp. Und man merkt das. Was einige in ihren Rezensionen als holprig wahrnehmen, sehe ich eher als erste Schritte in einem bis dato wenig bis gar nicht begangenen Terrain. Nicht alles hier funktioniert, manches ist zu schnell und dadurch scheinbar zu hingehuddelt geschrieben. Aber Lansdale macht keine Gefangenen, er erzählt seine Story frisch, ohne Schnörkel und Umschweife. Da scheint er ganz der hard-boiled-Tradition verpflichtet. Der Leser erfährt nicht ein Jota mehr, als nötig ist, um die Story voran zu treiben. Und all die Nebenfiguren - der Journalist, der Vorgesetzte, der kumpelhafte Buddy, der verzweifelte und deshalb verräterische Kollege - kommen hier noch erstaunlich frisch rüber. Es ist ein bisschen wie mit alten Platten der Stones: manches Riff mag man nicht mehr hören, weil jeder es seitdem gecovert hat, aber wenn man unvermittelt mal wieder reinhört, dann fällt einem schon auf, daß das damals eben neu und unverbraucht war. So ging es mir mit diesem Thriller.

Daß es heute ausgefeilteres und durchdachteres gibt - ja sicher. Dieses Buch ist zum einen historisch interessant, erzählt es doch von einer Zeitenwende im Thrillergenre, andererseits aber immer noch auch fesselnd ob seiner Schnörkellosigkeit!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2010
Es ist nicht so leicht den Anfang bei dieser Rezension zu finden, zu sehr beschäftigt einen der Inhalt des Buches und immer wieder hält man inne. Die Story spukt einem immer wieder durch den Kopf, immer wieder die Fragen nach dem warum? Immer wieder die Frage, wie können Menschen zu solch Taten imstande sein? Mit Akt der Liebe ist Joe R. Lansdale ein Wurf gelungen, der wohl noch lange Zeit seines Gleichen suchen wird.
Vielleicht muss ich noch ein klein wenig ausholen, um zu erklären warum dieser Roman so gut ist, warum er für solch ein Aufregen gesorgt hat. Ein ganz entscheidender Punkt bei diesem Werk ist, der Zeitpunkt an dem es Joe R. Lansdale geschrieben hat. Heutzutage ist es nichts Besonderes über das Thema Sadismus & Nekrophilie zu schreiben, es ist, ich formuliere es mal ausgesprochen krass, allgegenwärtig. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich will das auf keinen Fall verharmlosen und herunterspielen! Aber damals über solch ein Thema zu schreiben, das war eine ganz andere Geschichte. Es war als lehne man seinen Körper fast vollständig aus dem Fenster, um nur darauf zu warten um aus dem Selbigen gestoßen zu werden. Er war ein Pionier auf diesem Gebiet, war seiner Zeit voraus und setzte sich mit der dunklen Seite des Menschen auseinander, war der Meinung, dass in Jedem etwas Dunkles lauern kann, das nur darauf wartet hinaus zu treten. Diese Botschaft schickte er mit diesem Werk in die heile Welt der damaligen Leser, die sich nun auch das erste Mal darüber bewusst wurden, dass die hier geschilderten Verbrechen eine Anlehnung an wirklich passierte Fälle waren.
Das ist natürlich nicht alles, was diesen Roman zu einem absoluten Highlight macht. Die Story beginnt von 0 auf 100 in nur wenigen Seiten und bleibt die ganzen 300 Seiten auf der Überholspur. In Sachen Spannung und Tempo gibt es kaum etwas Vergleichbares, zumindest nicht wenn es um den von Menschen geschaffenen Horror geht. Die Bilder der abscheulichen Taten prasseln unentwegt auf einen ein und die Nackenhaare bleiben permanent in aufrechter Position. Die Verschnaufpausen, die man in vielen Büchern vorfindet, sind hier Fehlanzeige. Das ist kein Werk für Lutscher, oder welche die sich schon vor ihrem eigenen Blut ekeln, denn die Handlungen des *Houston Hackers* sind ekelhaft und abstoßend. Wer auf Splatter steht, wer hier bestens unterhalten und kommt voll auf seine Kosten.

Um was geht es in der *Akt der Liebe*? Inspektor Marvin Hanson und Joe Clark sind Partner im Morddezernat in Houston. Hanson ist ein Schwarzer und ist im schlimmsten Ghetto von Houston (dem Fifth Ward) groß geworden. Verbrechen die in dieser Gegend geschehen, landen alle bei ihm und seinem weißen Partner Clark. So auch der Fall von Bella Louise. Sie wurde von dem Obdachlosen Smokey in einer Gasse gefunden, aufgeschlitzt und ausgeweidet und die Innereien lagen um sie herum verteilt. Das ist der Anfang einer brutalen Mordserie die ganz Houston in Atem hält, und die Polizei spürt den Druck im Nacken. Eine Jagd nach dem von der Presse so getauften *Houston Hacker*.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2012
„Akt der Liebe“ ist ganz sicher kein Buch für empfindliche Gemüter. Dabei erschien es 1981 zum ersten Mal, da könnte man meinen wir sind heutzutage doch ganz andere Dinge gewohnt.
Denkste.
Joe R. Lansdale schmeißt seine Leser mitten in die Geschichte und er gibt keine Schonfrist. Schon auf den ersten Seiten beschreibt er einen Mord, wie er härter nicht sein könnte.
Im Fifth Ward, einem Ghettoviertel in Houston, wird eine Prostituierte ermordet. Sie wird auf grausigste Art verstümmelt und es ist den Ermittlern sofort klar, dies ist die Art von Mord, die auf einen Serienkiller hinweist.
Lansdale schildert das Verbrechen detailliert und durchdacht. Der Mörder ist sofort präsent und man bekommt förmlich Gänsehaut. Wer hier meint, der hätte schon alles mal gelesen und so schlimm könnte eine Romanszene ja gar nicht sein, dem empfehle ich den Blick ins Buch.
Ich habe echt schon einige Thriller gelesen und war, gelinde gesagt, ein wenig schockiert.
Bei der Sprache fällt auf, dass es sich hierbei um Lansdales Erstlingsroman handelt. Da rutschen ihm ein paar Mal gewollte harte Sprüche raus, die den Eindruck erwecken, er hat ein wenig übertrieben. Bei dem Satz „Die meisten Kriminologen waren so nützlich wie ein Revolver mit Ladehemmung“ habe ich innerlich abgewunken. Nur halb so harte Kerle hätten auch gereicht, was?
Trotzdem fesselt die Geschichte und bietet spannende Unterhaltung, auch wenn der Roman schon älter ist.
Wie das eben so ist, bei Romanen, die vor einiger Zeit veröffentlicht wurden, wären manche Dinge heutzutage nicht mehr möglich. So schreibt niemand mehr seine Berichte auf der Schreibmaschine und wenn man jemanden erreichen will, muss man nicht zum nächsten Telefon sprinten. Das muss man sich klar machen, wenn man „Akt der Liebe“ liest.
Trotzdem. Lansdale hat da eine gute Geschichte rausgehauen. Sein Stil ist hier noch ungehobelt und die Dialoge haben noch nicht die Kraft, die seine späteren Romane haben, aber er hat deutlich Talent und versteht zu unterhalten. Insgesamt ist mir "Akt der Liebe" etwas zu holperig, aber Fans des Autors werden das Buch sicher gerne lesen.
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am 9. Januar 2011
Das Buch Akt der Liebe ist ein Klassiker des Serienkiller Genres. Die Originalausgabe erschienen 1980 unter dem Titel Act of Love und die deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Maas.

Tod, Blut und Gewalt sind keine Unbekannten im Fifth Ward, einem berüchtigten Viertel von Houston. Doch die bestialische Hinrichtung einer Prostituierten stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Ein perverser Killer sucht sich gezielt weibliche Opfer aus, um sein Verlangen nach Leidenschaft, Wut, Hass und Rache zu befriedigen. Für die Frauen beginnt ein Leben in ständiger Angst, für den Killer, der sich selbst als »Houston Hacker« bezeichnet, ist es ein Akt der Liebe.

Mittlerer weile ist dieses Buch 30 Jahre alt und weiß immer noch voll und ganz zu überzeugen. Lansdale eröffnete damals das Genre des Serienkiller-Krimis, ein Thema, das heute so ziemlich ausgelutscht erscheint. Im Gegensatz zu manch Aktuellem hat dieses Krimiurgestein nichts von seiner Brillanz verloren.

Das Buch bietet gerademal 288 Seiten mit Vor und Nachwort. Doch diese haben es in sich. Der Autor bietet dem Leser keine Atempause und baut auf diesen Seiten eine wahrlich spannende und auch schockierende (Gewalt) Story auf. Mit wie wenig handelnden Personen man so viele mögliche Verdächtige schaffen kann ist beachtlich. Für einen persönlichen verschiebt sich im Verlauf des Buchs der Verdacht regelmäßig auf andere Personen. Wahnsinn. Spannung pur. Gerade das Ende ist sehr gelungen. Ein stabiler Magen wird aufgrund der härteren Gangart im gesamten Buch benötigt.

Warum nur 4 Sterne? Erst einmal fand ich Vor- und Nachwort nicht gelungen und etwas arrogant beziehungsweise überzogen.
Des Weiteren fehlt es dem Buch etwas am Tiefgang (effektiv nur knappe 260 Seiten) und am Anfang muss man sich etwas an dem Schreibstil gewöhnen. Doch dann wird dieses Buch ein echter Pageturner und man kann sich kaum noch von diesem lösen. Dieses ist sehr zu empfehlen, doch Achtung, nichts für zarte Gemüter.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2012
Leider kann ich als großer Thrillerfan die guten Rezensionen nicht teilen. Dieses Buch kann nicht verbergen, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. Lansdale schreibt im Nachwort unter anderem rückblickend über sein eigenes Werk, dass es sich liest, als sei es von einem 29 jährigen Hausmeister geschrieben, der verzweifelt versucht von seinen Gelegenheitsjobs im Blaumann wegzukommen und der mit blinder Zuversicht und entschlossen gegen leere unbeschriebene Seiten anrennt. Tja dem will ich mal nicht widersprechen.

Die Grundidee war sicherlich nicht schlecht, wurde aber miserabel umgesetzt. Dem Autor mangelt es einfach an sicherem und flüssigem Schreibstil. Die Geschichte kommt nur holprig bis gar nicht in Gang und Spannung sucht man vergebens. Man findet weder Zugang zu den mitwirkenden Personen, noch zur Geschichte an sich. Die Charaktere sind flach und farblos beschrieben, wobei diese noch dazu völlig humorfrei sind und langweilige Dialoge führen.

Auch die Vergleiche, mit denen Lansdale ständig versucht bestimmte Momente oder Dinge zu beschreiben lesen sich wie aus einem Groschenroman ' als da wären: weich wie der Busen einer Frau so war die Nacht, oder er vergewaltigte den Körper mit übermenschlicher Willenskraft. Verzeihung aber diese Vergleiche klingen mehr als dämlich. Zum Ende hin werden die Kapitel dann immer kürzer und abgehackter, so dass man schlussendlich gar keinen Zugang mehr findet.

Allerdings gibt es viele Tote und es fließt jede Menge Blut. Der Mörder ist ein nekrophiler Sadist der auch vor Kannibalismus nicht zurückschreckt. Dennoch fehlt einfach das gewisse Etwas und vor allem Spannung. Genauso merkt man, dass der Autor offenbar nicht wirklich für das Buch recherchiert hat, da einfach die Kenntnisse über Polizeiermittlungen oder Täterprofile fehlen.
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am 12. Juli 2015
"Akt der Liebe" war wohl das Erstlingswerk von Joe R. Lansdale und wurde 1979 geschrieben. Für die damalige Zeit wohl harter Tobak.

Die Geschichte ist gut ausgedacht: Der Houston-Hacker überfällt Frauen und zelebriert deren Tod in Schlachtgemetzel, er steht auf Nekrophilie und vergewaltigt deren tote Körper.

Der schwarze Cop Marvin Hanson und sein Kollege Clark sind auf den Fall angesetzt.

Es deutet sich an, dass der Houston-Hacker in den eigenen Reihen der Cops zu suchen ist....

Im Jahr 1979 gab es keine Handys. Wenn jemand Hilfe holen wollte, mußte er eben beim Nachbarn klingeln. Im Jahr 1979 konnte wohl jeder in die Redaktion einer großen Tageszeitung reinlaufen und dort anonyme Briefe abgeben, es gab zu dem Zeitpunkt noch keine Videoüberwachung. Sowas fällt dem Leser aus dem Jahr 2015 eben sofort auf, weil vieles anders gelaufen wäre mit dem Houston-Hacker, hätte es diese beiden wichtigen Funktionen schon gegeben. Auch hat der Houston-Hacker keine Angst vor seinen eigenen Sperma-Spuren gehabt, im Jahr 1979 gab es noch keine DNA-Test und ensprechende Verfahren zur Sicherung von Beweisen.

Fazit: In diesem Buch geht es ziemlich viel um Gemetzel. Der Witz und die Spannung fehlen, so wie in anderen Werken von Lansdale. Da es sein Erstlingswerk ist, sind andere Schriftsteller auf den Zug der brutalen Darstellung und Schreibweise aufgesprungen, vermute ich.

Spoiler-Gefahr: Nicht weiterlesen, wer nicht mehr erfahren möchte:
Als die Sekretärin einen Briefumschlag auf ihrem Schreibtisch gefunden hat bei der Redaktion in der Zeitung, da wußte ich, wer der Mörder ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juni 2011
Über den Inhalt brauche ich ja nichts weiter zu schreiben, haben meine "Vorgänger" ja schon zur Genüge getan.

Ich kann nur sagen, mir hat das Buch sehr gut gefallen, viel Blut, Spannung und Tempo. So stelle ich mir einen "HardCore"-Thriller vor.
Nichts für schwache Nerven, aber wer McFadyen und Ketchum mag, wird auch "Akt der Gewalt" nicht schlecht finden. Empfehlenswert.
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