Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Prime Photos Learn More designshop Hier klicken Fire OLED TVs Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen103
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 7. Januar 2013
Ein herzliches Hallo an dich, lieber Interessent!

Ich habe mittlerweile sechs Bücher von Jack Ketchum gelesen, die mich alle unterschiedlich stark überzeugt haben. Zudem bin ich mittlerweile dazu übergegangen, seine Romane in zwei grundlegende Rubriken zu unterteilen:
1. Das sozialkritische Drama. (Realitätsnah. Stimmungsbetont. Denkanregend.)
2. Der sozialkritische Horror. (Blutig. Eklig. Fiktiv.)

Wie man sich bestimmt denken kann, gefallen mir Ketchums Bücher sehr gut. Vor allem die sozialkritischen Elemente. Seine Romane sind von einer einfachen Sprache gekennzeichnet, die sich sehr schnell wegliest und den Leser komplett ins Geschehen verfrachtet. Durch seine Themenwahl erhebt er immer wieder neue Ansprüche an den Leser und schafft es, dass der Konsument sich noch immer nach dem Auslesen des Buches Gedanken zu dem Thema macht. Dabei ist es trivial, ob ein Ende vorhersehbar ist oder nicht. Denn das ist überhaupt nicht der Anspruch des Autoren, was man auch immer wieder deutlich merkt. Es geht ihm um Empathie. Man soll sich in die Figuren hineinversetzen, das Problem erfassen und seine Konsequenzen daraus ziehen ...und das gelingt dem Autor in diesem Buch wieder einmal sehr gut.

Das Buch kann man grundlegend in vier Handlungsebenen aufteilen:
1. Kindheit und Jugend von Arthur und Liddy
2. Kennenlernen, Ehe und Kind
3. Scheidung und Sorgerechtsprozess
4. Konsequenzen aus dem Handeln jedes einzelnen Charakters

Zum Inhalt muss ich an dieser Stelle nicht viel sagen, da es zum Ersten bereits einige Male getan wurde und zum Zweiten, weil das meiner Meinung nach überhaupt nicht hierhin gehört. Der Interessent möchte das Buch ja immerhin noch lesen! Doch sei gleich gesagt, dass man den Klappentexten auf Ketchums Büchern nur bedingt trauen darf, da sie gerne in eine falsche Richtung verweisen.
Ich dachte erst, dass das Buch wieder in die Horror-Kategorie mit viel Blut und Gewalt zählt und konnte mich erst nicht dafür erwärmen, es tatsächlich zu lesen. Alles Dank des Klappentextes! Gott sei Dank hab ich es mir anders überlegt! Denn dieses Buch ist tatsächlich einfach WAHNSINN!

Zum Einen zählt es zum sozialkritischem Drama und schafft es in seiner Schlichtheit den Leser gleich auf Liddys Seite zu ziehen. Zum Anderen liegt dies auch daran, weil sie [Liddy] im Verlauf immer mehr die Erzählerrolle übernimmt. Das Buch ist größtenteils aus der Ich-Perspektive erzählt. Doch die Perspektiven wechseln immer wieder. Arthur, der Vater, das klassische Bild eines Psychopathen. Liddy, die Mutter, mit ihren immer währenden Ängsten um ihren Sohn. Robert, der Sohn, der sich Gedanken um seine Eltern macht. Und die unsympathische Großmutter ...aber naja. Gerade das macht das Buch so zäh und die Handlung so grausam.

Der Autor schafft es wieder einmal ein eigentliches Tabu-Thema wie Kindesmissbrauch reell zu verarbeiten und nichts zu beschönigen. Der Leser erlebt diese eskalierende Situation immer weiter mit und erlebt die Hilflosigkeit der betroffenen Opfer. Man liest es und windet sich gleichzeitig. Man fühlt Zorn, Angst, Sorge und hofft auf Erlösung, die einfach nicht zu kommen scheint. Doch so schlimm es klingt, so authentisch ist es am Ende doch.

Aus diesem Grund kann ich einfach nicht verstehen, wie manche Leute dieses Buch als langweilig und/oder pervers empfinden können!? Leute, das ist ein Weckruf! Das Buch soll helfen vor alltäglicher Gewalt nicht die Augen zu verschliessen und bewusst darauf aufmerksam machen! Natürlich ist Kindesmissbrauch kein schönes Thema. Das liegt doch auf der Hand! Doch wie kann eine Beschäftigung mit dieser Thematik bitte langweilig sein? Das Buch ist auf psychologischer Weise unglaublich hart! Was soll denn da bitte gegen weitere Ödnis helfen? Eine Ausschmückung der Gewalt am Kinde? (Gerade die Tatsache, dass keine direkte Beschreibung über die Gewalt am Kind vorliegt, sondern nur Umschreibungen zu finden sind, zeigt doch den Respekt des Autoren vor dem Thema.) Also, mal ehrlich ...und pervers!? Da musste ich ja auch mit dem Kopf schütteln! Ganz ehrlich, das Buch soll schockieren und nicht gefallen! Mir scheint es eher als wäre es pervers die Augen vor einem derartigen Gesellschaftsproblem zu verschliessen! Und mal ganz realistisch: Der Arm des Gesetzes kann auch nicht immer richtig greifen, wenn nicht genug Indizien vorliegen. Aus diesem Grund finde ich den Verlauf des Buches gar nicht mal so unrealistisch!

Wie dem auch sei: Ich kann nur eine eindeutige Kaufempfehlung für Leute aussprechen, die
1. sozialkritische Dramen mögen
2. nicht die Augen vor Tabu-Themen verschliessen
3. eine ruhige Erzählweise bei einem ernsten Thema schätzen
4. und vor allem keinen Horror erwarten!
Treffen eines oder mehrere Dinge auf dich zu, lieber Interessent, greif zu! Ist es nicht der Fall, lass es!

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich dem Buch in meiner persönlichen Wertung nur 4,5 Punkte geben kann. Ich habe aber, wie man es in der Schule lernt, brav aufgerundet. Diese "Benotung" ergibt sich lediglich durch den Vergleich zu "Evil", dass natürlich komplette 5+++ Sterne verdiente. Unübertroffen, meine Lieben, unübertroffen! ;)

Cheerio!

P.S. Das Buch erscheint nicht umsonst in der Heyne Hardcore-Edition! ;)
22 Kommentare|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2011
Das Buch habe ich an einem Tag ausgelesen. Es ging einfach nicht anders!
Der Spannungsbogen wird im sog. "Prolog" eröffnet, das Düstere, die Mutter von Arthur, offenbart sich.
Ihre Gedanken drehen sich bei ihrem Baby nur um eines: "Du gehörst mir" ...

Im Folgenden wird der Verlauf der "Entwicklung" von Baby Arthur beschrieben, einmal im Kindesalter aus der Sicht von ihm selbst, dem Kind, das von zu Hause wegläuft: O-Ton Ruth, seiner Mutter, zum Officer: "Der Junge hat in seinem ganz Leben noch kein Sonntagsessen versäumt, er würde es auch nicht wagen! eins auszulassen. Niemals."
Es bleibt der Phantasie des Lesers überlassen was die Mutter wohl mit Klein-Arthur anstellt, würde er ein Sonntagsessen verpassen....!

Im Teenageralter beginnt er Mädchen zu entdecken, sie später zu "benutzen", zu schlagen und zu vergewaltigen. Das eigentliche Übel hebt der Autor m.E. sehr gut hervor: Die vergewaltigten Mädchen schweigen; aus Angst, vor Scham, aus eigenen Schuldzuweisungen weil sie auf so einen "Typen" hereingefallen sind.
Dadurch kommt Arthur immer weiter, gewinnt an Erfahrung, an Macht, kann seine Perversionen ungehindert im Stillen weiter ausleben, in unbeobachteten Momenten...

Lydia, sein Gegenpart in dieser Handlung - behaftet mit einer ähnlichen Kindheit (vom Vater missbraucht) wächst einem im Verlauf der Geschichte immer mehr ans Herz. Mir ging es jedenfalls so.
Die Sicht Arthurs zu Beginn ihrer gemeinsamen Beziehung auf sie: "Aus der Nähe hatte er ihre wunderschönen bernsteinfarbenen und grünen Augen gesehen, die cremefarbene, weiche Haut" - lässt hoffen dass die Geschichte vielleicht doch noch ein romantisches Ende nimmt. Gut, ich bin eine Frau, aber m.E. wird sehr nachvollziehbar beschrieben warum Lydia sich in diesen Mann verliebt. Er ist aufmerksam und nett, er hört ihr zu, gibt ihr Ratschläge usw.

Dann, nach der Hochzeit, nach der Geburt ihres gemeinsamen Kindes Robert, beginnt das Grauen. Es hatte sich aber schon eingeschlichen vor der Hochzeit, irgendwann in ihrem Leben, unmerklich und so unaufhaltsam.

Ich finde es erschreckend wie "alltagsmäßig" diese Geschichte geschrieben ist.
Wie sie aufzeigt wo das Grauen - der Albtraum - lauern kann. Nämlich im täglichen Miteinander, in der Familie... Zitat: "Familienstreitigkeiten. Sie wusste ebenso wie er, dass das die Hölle auf Erden bedeuten konnte."

Es gibt auch kein wirklich schönes Ende. Dem Leser ist hier überlassen - ein wenig - wie er die Geschichte jeweils ausgehen lassen kann.

"Wahnsinn" ist ein wahnsinniges Buch, da es einerseits einen grauen Familienalltag aufzeigen kann. Zitat: "Ihr Vater hatte sie nie geküsst - wenigstens das war ihr erspart geblieben!" andererseits aber auch die schrecklichen, quälenden Mühlen der Justiz beschreibt, wenn Opfer sich zur Wehr setzen.

Lydia will ihr Kind vor einem Kinderschänder beschützen, und stößt dabei auf Gegenwehr.
Das ist die eigentliche Message dieses Buches, für mich, und in der Realität nicht mal so weit hergeholt.

Mich hat der Stoff aufgerüttelt.
Hoffnung lässt der Autor Jack Ketchum m.E. im Gebet der alten Frau erkennen. Lydia sorgt für diese alte Frau, lässt erkennen dass sie ihr wichtig ist. Diese betet für sie, Tag für Tag, was Lydia nicht wusste. Eine sehr rührende Szene ist das in dem Buch. Es ist eine der wenigen wirklich rührenden Szenen, aber sie gehen einem so nah!
Mich hat das Buch jedenfalls sehr sehr nachdenklich gemacht.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Mai 2013
Wieder mal hat es Jack Ketchum geschafft, das ich sein Werk kaum aus der Hand legen konnte.
Seinen Erzählstil mag ich sehr, liest sich einfach flüssig und ich bin von Seite eins an in der Story gefangen. So mag ich das am liebsten.
Die Geschichte baut sich zeitlich auf. Wir erfahren, wie es Arthur und auch Lydia als Kinder erging. Arthur's Charakter z.b. war schon als Kind einfach nur schlecht. Wie sollte man es sonst nennen, wenn ein etwa 6jähriger ein Buschfeuer legt und seelenruhig dabei zusieht? Sich dabei ganz in Hörweite der Eltern versteckt, die ihn schon panisch suchen, er sich aber nur überlegt, welche Ausrede er sich für sein Fernbleiben zurecht legen könnte?

Dann gibt es verschiedene Zeitsprünge.
Arthur am College - wo er auch kein unbescholtenes Blatt bleibt. Sich aber niemand traut, etwas zu sagen.
Lydia als Krankenschwesterschülerin, die sich in einen jungen Arzt verliebt hat und ihn bald heiratet.
Arthur als junger, aufstrebender Jungunternehmer, der in seinem Job als Restaurantbesitzer auf geht. Denn Erfolg bedeutet Macht und Geld und das bedeutet ihm am meisten. Sorglose, freundliche Menschen mag er gar nicht. Die sind in seinen Augen nur schwach und müssen seiner Meinung nach eine Lektion erteilt bekommen.

Als er eine Hochzeitsgesellschaft ausrichtet, lernt er auf der Feier zufällig Lydia kennen, die nun schon eine gescheiterte Ehe hinter sich hat.
Sie heiraten, Lydia zieht zu ihm, bekommen bald ein Baby, Robert.
Nach und nach wird Lydia bewusst, das sie viele Seiten an Robert gar nicht kennt. Das er nach außen hin immer den charmanten, erfolgreichen und freundlichen Geschäftsmann spielt, aber zu Hause, in den eigenen vier Wänden ein regelrechtes Ungeheuer sein kann.

Leider waren mir diese Abschnitte zu kurz erzählt. Da hatte ich mehr erwartet, denn ich ging davon aus, das der meiste Inhalt des Buches aus dem körperlichen, wie auch psychischen Kampf zwischen Arthur und Lydia bestehen wird. Dem war aber nicht so. Von daher ein Punkt Abzug, denn da fehlte mir der gewisse Nervenkitzel, mir wurde das zu schnell abgekanzelt, was ich sehr schade fand.

Dafür sind wir viele Kapitel im Gerichtssaal.
Lydia wehrt sich gegen Arthur und bringt auch schwere Anschuldigungen gegen ihn auf. Denn auch Sohn Robert, inzwischen acht Jahre, leidet sehr unter seinem Vater. Er stottert, macht ins Bett und ist sehr scheu und in sich gekehrt. Arthur manipuliert ihn sehr und tut ihm noch viel mehr an...

Natürlich sind diese Kapitel im Gerichtsaal inhaltlich sehr wichtig und wirklich auch sehr spannend, überwiegen aber im letzten Teil des Buches sehr. Wie gesagt, ich hätte lieber vorher mehr "Drama", wie man es von Ketchum gewohnt ist, gehabt. Da hätte er einfach noch mehr von seinem Talent, schockierende und grausame Situationen zu beschreiben, zeigen können.

Die letzten Kapitel waren sehr rasant und zeigten schockierend, Arthurs schwarzen, sadistischen und kranken Charakter.

Lydia war mir sehr sympathisch und sie war das krasse Gegenteil von Arthur.
Hilfsbereit, Herzensgut, doch leider fiel sie, wie viele andere auch, auf Arthur herein, was sie und auch Robert hart bezahlen mussten.

Die Story bringt uns mal wieder die Erkenntnis, das die Wahrheit leider nicht immer viel zählt. Vieles wird - gerade auch vor Gericht - gedreht und gewendet, wie es gerade passt. Oft reichen gute Beziehungen und Bestechungen und plötzlich werden aus Tätern die Opfer und umgekehrt.
So etwas erlebt man immer wieder, auch im wahren Leben.

Alles in allem eine absolute Leseempfehlung!

Spannung und auch einige schockierende Szenen sind garantiert.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2011
Ketchum scheut in keinem seiner Texte davor zurück, die zum Teil grausame Realität darzustellen - erst recht nicht, wenn es sich um Gewalt in der Ehe, wirkliche Abgründe in der menschlichen Seele, Kindesmissbrauch oder ähnliche schwere Kaliber handelt.
Das Erstaunliche: Die Romane von Jack Ketchum gehen nie am Voyeurismus zugrunde, Gewalt dient niemals dem Selbstzweck, im Gegenteil. Tatsächlich handelt es sich bei seinen Romanen vielmehr um Studien, die zu derartigen Verhalten der menschlichen Spezies führen kann.
Besonders gut ist ihm das im vorliegenden Roman gelungen, der wahrscheinlich beste Roman aus Ketchums Feder seit "Evil" (das man heute als literarisches Meisterstück ansehen darf). Auch in "Wahnsinn" dreht es sich um das immerwährende Thema Ketchums: Gewalt in der Familie. Gewalt von Männern ausgehend, an Frauen und Kinder und deren Kampf, in einer von Männern und ihren Vernetzungen beherrschten Welt einen Sieg gegen die Unterdrückung und Qual davonzutragen. Sexueller und seelischer Missbrauch an Schutzbefohlenen, ein weiteres Thema Ketchums, all das ist harter Stoff, und so sicher Ketchum stilistisch ist, so gnadenlos seziert er auch die Vorkommnisse.
Sehr spannend am vorliegenden Roman: Ein Großteil der Handlung spielt in einem amerikanischen Gerichtssaal, wo die Wahrheitsfindung allzu oft geschickter Rhetorik weichen muss.
Man fragt sich zwangsläufig, während man dieses spannende und ergreifende Buch in Nullkommanichts liest, warum Autoren wie John Grisham eigentlich so wahnsinnig erfolgreich waren mit ihren Anwaltsromanen. Sicher, auch hier gab es spannende Kabinettstückchen, aber niemals, niemals, niemals konnte ein amerikanischer Gerichtsroman (so möchte ich es mal kurzerhand nennen) an die Tiefe, Ehrlichkeit, Präzision und Klugheit von Ketchums Roman anknüpfen. Das ist ganz große Erzählkunst, die locker mit 350 Seiten auskommt und dabei nichts vernachlässigt, wirklich alles objektiv beleuchtet, Täter, Opfer, Angehörige.
Also: Nicht lange fackeln, lesen!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. September 2015
Ich bin mehr als begeistert von diesem Buch.
Es ist von Anfang an spannend und bleibt es auch bis zum Ende.

Was ich an den Büchern von Jack Ketchum so mag, ist, dass sie realitätsnah sind, man denkt, bzw ich denke mir immer, dass solche Geschichten auch im wahren Leben stattfinden können. Diese Tatsache alleine macht die Bücher noch erschreckender.

In diesem Buch geht es um eine Frau die alles versucht um ihr Kind vor ihrem Mann zu schützen und dafür zum Äußersten bereit ist. Die Handlung lässt sich gut nachvollziehen und man kann sich gut in die Gefühlslage der Frau hineinversetzten und mit ihr mit leiden.

Ich finde dieses Buch einfach nur Wahnsinn!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Februar 2010
Als hartgesottener Thrillerleser geht man an dieses Buch mit der Einstellung,schon alles an menschlichen Abgründen und abartigen Psychopathen gelesen zu haben.
Doch schon nach kurzer Zeit packt Ketchum sein ganz eigenes Grauen aus...
Wirklich unglaublich finde ich diesen schon fast emotionslosen Stil,mit dem er ein völlig verstörendes Erlebnis darstellt.Wo sich andere Schriftsteller mit Ausrufezeichen,Schlangensätzen und ... durchhangeln,sind es bei ihm diese kurzen knappen Sätze,die die Emotionen der Protagonisten einfangen und ohne viel Drumherumgerede kurz und knapp - zumindest bei mir - das Gefühl absoluten Grauens auslöst.
Nun sei dahingestellt,ob man als Frau und Mutter besonders sensibel auf ein derart heikles Thema reagiert - Fakt ist,Ketchum hat hier ein wirklich "gewaltiges" Buch geschrieben,dessen Geschichte wie das untypische Ende einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
22 Kommentare|24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2011
Gerade habe ich "Wahnsinn" ausgelesen. Ich muss zugeben, daß ich mich sehr zusammenreißen musste um nicht ein paar Tränchen zu vergießen.
Nach Amokjagd, Beutezeit und Evil, ist Wahnsinn nun der vierte Roman den ich von Jack Ketchum gelesen habe.
Aus den oben genannten Büchern, weiß ich bereits, daß Jack Ketchum ein einzigartiger Autor ist, der es wie kein anderer schafft seinen Leser so zu schockieren, daß es ihm kalt den Rücken runter läuft. Genau aus diesem Grund habe ich mich auch bei Wahnsinn auf die schlimmsten Splatterszenen eingestellt.
Wahnsinn hat mich allerdings eher überrascht denn es kommt mit weitaus weniger Blutvergießen daher als es in den anderen Büchern der Fall ist. Dafür aber mit einer unglaublich perversen, an die Psyche gehende Story, so wie bereits schon in Evil. Eine Geschichte die so unglaublich traurig und wütend macht. Eine Geschichte die sich leider tagtäglich irgendwo ereignet und mir schon alleine deswegen unglaublich an die Nieren ging.
Das Versagen und die Ignorranz der Justiz, hat mich schier zum Ausrasten gebracht, denn auch das geschieht nicht nur in einem Buch. Diesen Richter Burke hätte man am liebsten eine ordentliche Abreibung verpasst, genauso wie Wood dem Rechtsanwalt von Arthur.
Klar habe auch ich geglaubt, das Ende der Geschichte voraussehen zu können und mich in Sicherheit zu wägen, aber auch da wurde ich sehr überrascht. Ein grandioses Ende das mich zwar fast zum Weinen gebracht hat aber es passt trotzdem hervorragend und hinterläßt einen wirklich fassungslos. Tja nicht immer heißt "Ende gut, alles gut".
Wahnsinn ist kein Splatterroman, so wie ihn vielleicht viele von Jack Ketchum kennen, es ist eher ein Psychothriller den aber unbedingt gelesen haben sollte.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2009
Wahnsinn hat versprochen, was ich mir erwartet habe. Nein, eigentlich wars sogar besser, als ich erwartet hatte. Das Buch ist in gewisser Weise eine Mischung aus "Amokjagd" (wegen der unglaublichen Spannung) und "Evil" (aufgrund der realistischen Schreibweise).

Kurz zum Inhalt: Nach einer kurzen Einführung in der das Leben von Liddy und Arthur, lernen sich die beiden kennen und lieben. Sie zeugen einen Sohn, Robert, aber Liddy merkt zunehmend, dass Arthur einen Hang zum Perversen und auch Brutalen hat. Sie schaut sich das ganze einige Zeit an, reicht nach einem Vorfall jedoch die Scheidung ein. Vor der Scheidung sind ihr schon einige Veränderungen an dem kleinen Robert aufgefallen und nach und nach kommt sie dahinter, was der Grund dafür ist und nimmt den Kampf gegen Arthur und dessen Familie auf.

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Schon lang nicht mehr hat mich ein Buch so gefesselt - ich hatte es in wenigen Stunden durchgelesen. Man fiebert und leidet mit, man bangt und drückt Liddy und Robert die Daumen und hasst diesen Arthur und denkt sich zwischendurch einfach nur "nein" - nicht das, tus nicht usw. Also wie bei nem richtig guten Film und das macht ja ein richtig gutes Buch aus oder? Man ist in dem Buch drinnen und wenn es ein Buch wie dieses ist, das so realitätsnah geschrieben ist, dann denkt man natürlich noch Tage danach an das Gelesene. Der Schluss war leider für mich persönlich wenig zufriedenstellend. Es war ein Schluss, der schlüssig war, aber ich hätte mir ehrlich gesagt einen anderen Schluss gewünscht. Vor allem in Büchern, in denen die Hauptfiguren so viel durchmachen, hätte man doch gerne, dass sie für all ihr Durchhaltevermögen belohnt werden und dass es wenigstens ein Happy End gibt ...

Fazit: Wahnsinn ist neben Amokjagt für mich das beste Buch von Ketchum, denn es ist an Spannung kaum zu überbieten!! Wer Ketchum kennt und mit seiner oft detaillierten Art zu schrieben gut klar kommt, den wird dieses Buch nicht enttäuschen!
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. November 2009
Mit Wahnsinn schrieb Jack Ketchum ein Werk, welches genau so verstörend und erschreckend ist wie Evil. Er hält dem Leser auf brutale Weise das Thema Kindesmißbrauch und häusliche Gewalt vor Augen. Es ist kein Vergleich zu seinen anderen Büchern wo doch mehr der Splatter Horror im Vordergrund steht. Bei Wahnsinn handelt es sich um psychologischen Horror, und dieser trifft einen wie ein Messerstich. So abstoßend und beängstigend dieses Werk auch ist, schafft man es trotz allem nicht es aus der Hand zu legen, weil die Spannung einfach zu groß ist.

Die Story beginnt mit dem Beschreiben der beiden Hauptprotagonisten Arthur & Lydia. Er schildert was sie in Ihrer Kindheit erlebten, wie sie völlig unterschiedlich von einander aufwuchsen und erwachsen wurden, und sich dann zufällig kennen lernten und verliebten. Aber nach nur ein paar Ehejahren beginnt für Lydia & ihren gemeinsamen Sohn Robert ein Alptraum der nicht enden will.

Langeweile ist bei diesem Buch jedenfalls ein Fremdwort, und Gänsehaut und Entsetzen werden groß geschrieben. Wer noch Tage später über das Gelesene nachdenken möchte, sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen.
0Kommentar|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2011
Es liegt schon einige Jahre zurück, daß ich von Jack Ketchum den Thriller "Evil" gelesen habe.
Mir war noch nachhaltig in Erinnerung, daß mich kaum ein Buch so sehr erschüttert hat, da man eigentlich lieber die Augen vor dem verschließen wollte, was dort passierte.
Ich machte mich bei "Wahnsinn" auf ähnlich emotionale Ausbrüche gefaßt, die jedoch zumindest in der Intensität ausblieben.
Natürlich schockt das Thema Kindesmißbrauch in jedem Fall, darüber braucht man nicht zu diskutieren, doch die menschlichen Abgründe waren hier im Gegensatz zu "Evil" etwas abgeschwächter.
Genug des Vergleiches; "Wahnsinn" war wahnsinnig spannend und animierte zum ständigen Weiterlesen. Es geht um eine Frau, die um das alleinige Sorgerecht für ihren Sohn kämpft, nachdem Verdachtsmomente aufkommen, der Kindsvater könnte sich an dem Jungen vergehen.
Einen großen Teil des Buches nimmt der Prozeß um das Sorgerecht in Anspruch, so daß man auch von einem Gerichtsthriller sprechen könnte.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,95 €
8,95 €
9,99 €