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Bei einem Raubüberfall verliert Silvio Contin seine Frau und seinen kleinen Sohn. Einer der Täter wird geschnappt und des doppelten Raubmordes angeklagt, sein Kumpan entkommt mit der Beute. Doch Raffaello Beggiato schweigt beharrlich über die Identität seines Partners, dem er zudem die Schuld an dem Tod der Frau und ihres Sohnes in die Schuhe schiebt. Nach fünfzehn Jahren erreicht Silvio Contin ein Schreiben von Raffaello Beggiato, der inzwischen an Krebs erkrankt ist. Der Verbrecher bittet um Begnadigung, um in Freiheit sterben zu können (und sich durch seinen Anteil der Beute die bestmögliche Behandlung zuteil werden zu lassen). Contin wittert seine Chance, endlich Rache an dem Mörder seiner Familie nehmen zu können. Um Vergeltung zu üben wird Silvio Contin selbst zum Monster und macht die Täter zu Opfern, um sie die dunkle Unermesslichkeit des Todes spüren zu lassen '

Die Bücher von Massimo Carlotto mögen keine dicken Schinken sein, doch ihr Inhalt ist derart packend und intensiv, dass sie den Leser gewiss nicht unberührt lassen. Entpuppte sich bereits 'Arrividerci Amore, ciao' als ein kleines Meisterwerk, so ist 'Die dunkle Unermesslichkeit des Todes' ein nicht minder fesselndes Paradebeispiel für anspruchsvolle und authentische Kriminalliteratur. Der Autor steigt ohne Vorgeplänkel sofort in die Handlung ein und erzählt seine knapp 190 Seiten umfassende Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Silvio Contin und Raffaello Beggiato, und ermöglicht dem Leser so die Motivationen seiner Charaktere, die absolut glaubwürdig sind, bestmöglich nachvollziehen zu können. Massimo Carlotto berichtet in seinem Roman über das Böse im Menschen, das in jedem von uns schlummert und nur eines kleinen Anstoßes bedarf, um es zu wecken und traurige Blüten zu treiben. Im Laufe der Geschichte verschwimmen die anfangs so klar erscheinenden Grenzen zwischen Recht und Unrecht. Wird es dem Leser auf den ersten Seiten noch sehr einfach gemacht, seine Sympathien zu verteilen, so kann sich die Sichtweise schnell ändern. 'Die dunkle Unermesslichkeit des Todes' ist ein Roman, an dem Friedrich Nietzsche seine helle Freude gehabt hätte, denn wie aus dem einstigen Opfer ein unberechenbarer Killer wird ist nicht nur beeindruckend und hochspannend geschildert worden, sondern auch in jeder Zeile glaubhaft. Weshalb der Roman in der Reihe 'Heyne Hardcore' erscheint wird im Handlungsverlauf ebenfalls schnell offensichtlich, denn der Roman ist keineswegs etwas für Heile-Welt-Anhänger. Carlottos schonungsloser Schreibstil kommt ohne Schnörkel und Schwafelei aus, lediglich die häufige Einbindung des Titels in den Text zerrt bisweilen an der Geduld des Lesers. Nichtsdestotrotz ein absolut empfehlenswerter Thriller. Wer 'Arrividerci Amore, ciao' mochte, wird 'Die dunkle Unermesslichkeit des Todes' lieben.
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am 6. Oktober 2008
Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" erzählt die Geschichte von zwei Männern, die durch das brutale Verbrechen miteinander verbunden sind. Die Kapitel schildern abwechselnd die Geschehnisse und lassen Contin und Beggiato mit ihren Gedanken und Ansichten zu Wort kommen. Rache und der Wunsch nach Vergeltung sind die bestimmenden Themen dieses Buches. Der Autor, Massimo Carlotto, wurde selber, als Sympathisant der extremen Linken in den 1970er Jahren, zu Unrecht wegen Mordes verurteilt, um nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren 1993 begnadigt zu werden. Contin und Beggiato bilden die Gegensätze in diesem Roman, jedoch macht es Carlotto den Lesern nicht leicht, eindeutig Sympathie für einen von beiden zu entwickeln. Eine eindeutige Unterscheidung in Täter und Opfer verschwimmt im Laufe von Contins Rachefeldzug, der dunkle Seiten und eine schon fast krankhafte Getriebenheit offenbart. Carlotto zeigt Abgründe auf und stellt die Frage, wozu jeder Einzelne fähig ist, wenn ihm das Liebste genommen wird. Dies bringt den Leser dazu, Position zu beziehen und sich über seine eigenen Standpunkte zu den Themen Rache und Vergeltung aber auch Vergebung und die Rolle der Gesellschaft zu Opfern und Straftätern klar zu werden.

Carlottos Buch Die Unermesslichkeit des Todes" beschäftigt noch lange in Gedanken. Er offenbart Abgründe, denen sich jeder gegenübersehen kann und fordert Standpunkte zu unangenehmen Themen ein. Sprachlich packend geschrieben, beschäftigt dieses Buch noch lange nach Ende der Lektüre.
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am 30. August 2008
Dieser Satz begleitet den Leser durch das ganze Buch hindurch...

Auf eine schlimme Art und Weise fällt die heile Welt des Silvano Contin von einem Tag auf den anderen in sich zusammen: bei einem Raubüberfall werden seine Frau und sein kleiner Sohn als Geisel genommen und ermordet. Einer der beiden Straftäter kann gefasst werden.
Von dem Tag an ist nichts mehr, wie es wahr: Silvanos Leben wird von der "dunklen Unermesslichkeit des Todes" bestimmt.
15 Jahre später erfährt der inhaftierte Raffaello Beggiato, der seinen damaligen Komplizen nie verraten hat, dass er an Krebs erkrankt ist. Er möchte nicht im Gefängnis sterben und sendet ein Gnadengesuch an Contin...

Massimo Carlotto, der selbst jahrelang unschuldig im Gefängnis saß, hat eine spannende Geschichte verfasst. Der Roman wird aus Sicht der beiden Hauptpersonen parallel erzählt. Er benutzt eine teilweise krasse, aber dadurch sehr authentisch wirkende Sprache. Seine Beschreibungen der Personen, der Szenen usw. sind sehr bildlich dargestellt.
In diesem Roman ist alles vorhanden: es geht um Verluste, Hass, Rache, Selbstjustiz und Vergebung...
Stellenweise hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht; daher 4 von 5 Sternen.
Alles in allem ist der Roman aber lesens- und daher auch empfehlenswert.
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am 3. September 2008
Ein wirklich dunkler Roman, der die Geschichte und die Wandlung der zwei Hauptcharaktere Silvano und Raffaelo aufzeigt. Der eine Familienvater, Weinhändler, Genussmensch, der durch einen durchgedrehten Juwelenräuber auf Koks Frau und Sohn verliert und der andere ein Mörder im Knast, dem die Ganovenehre wichtiger ist, als ein paar Jahre mehr oder weniger, selbst noch als es um eine vorzeitige Entlassung für den todkranken Inhaftierten geht.
Natürlich sind beide Charaktere betroffen von demselben Verbrechen. Die beiden Lebenswege finden abermals zusammen, als Raffaelo Silvano einen Brief schreibt und ihn um Vergebung bittet, um seinen Krebstad in Freiheit erwarten zu können. Von da an wird es turbulent, denn in Silvano erwachen Rachegelüste, die schwer zu beschreiben sind, düster und gefährlich. Man könnte sagen er dreht durch.
Ein Roman mit teilweise bestimmt autobiographischen Zügen, da Massimo Carlotto selbst jahrelang vor der Justiz geflohen ist und unschuldig wegen Mordes hinter Gittern sass. Er schreibt authentisch und in einer Sprache, die düsterer und dreckiger kaum sein könnte, aber der man dadurch das Millieu auch wirklich abnimmt.
Es ist kein fröhlicher Roman für zwischendurch, aber er hat auchh nicht so viel Tiefe, wie man sich vielleicht wünschen würde. Trotz allem eine gutes Buch.
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am 1. Januar 2009
Silvano Contin steht vor den Scherben seines Lebens: Zwei Räuber nehmen seine Frau und seinen kleinen Sohn als Geiseln und erschießen sie auf der Flucht vor der Polizei. Während der eine Gangster lebenslang ins Zuchthaus kommt, wird der andere nie gefasst, eben weil seine Identität nicht verraten wird.
15 Jahre später ist der verurteilte Mörder todkrank und bittet für seine letzten Tage um Haftverschonung. Silvano Contin, der sich aus dem Leben zurückgezogen hat, zum Einzelgänger wurde, kann sich mit dem Gedanken an Vergebung nicht anfreunden, doch sieht er in der Freilassung des Mörders auch seine große Chance gekommen: Er will nicht nur den Trost, den er bislang vergebens suchte, sondern auch Gerechtigkeit und Rache an dem zweiten Mörder seiner Familie. Doch zu was er letzten Endes alles fähig ist, das haben weder seine Widersacher noch er selber geahnt. Ein perfides Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf ...

Der Autor Massimo Carlotto saß selber einige Jahre im Gefängnis. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit geben ein sehr realistisches Bild der geschilderten Gefängnisszenen wieder. Überhaupt sind alle Schilderungen sehr plastisch und lebendig, teilweise jedoch auch sehr grob und grausam. Das ist aber auch nötig, um das Verhältnis zwischen Opfer und Täter zu verstehen. Ein wenig mehr Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Hauptpersonen hätte jedoch dem Buch noch mehr Tiefe verliehen. Die Psychologie zwischen Opfer und Täter verbunden mit Verlust, Erinnerungen, Rache, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Schuld und Vergebung hätte mehr Raum verdient.
Dennoch ist das Buch sehr spannend und glaubhaft geschrieben, manches kann man voraus ahnen, die Wendung dem Ende zu ist jedoch wenig vorhersehbar.Neben dieser Kriminalgeschichte strotzt das Buch nur so vor vielen kleinen Details aus dem italienischen Alltagsleben, so dass neben der Spannung auch immer ein kleines Augenzwinkern von der Partie ist.

Ein spannender Page-Turner mit dem Thema der vermeintlich italienischsten aller italienischen Gefühlsregungen - Rache.
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am 31. Januar 2010
Raffaello Beggiato ermordet auf der Flucht vor der Polizei im Drogenrausch eine Frau und ihren 8-jährigen Sohn und wird dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 15 Jahren könnte er aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung die Möglichkeit erhalten, das Gefängnis vorzeitig zu verlassen. Ob ihm diese Gnade gewährt wird oder nicht, hängt jedoch nicht unwesentlich von Silvano Contin, dem Ehemann und Vater der damaligen Opfer, ab, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt.

Man sollte trotz der recht eindeutigen Kurzbeschreibung kein reines Rache-/Selbstjustizdrama erwarten. Zu Beginn scheinen die Fronten klar abgesteckt zu sein. Auf der einen Seite der verwitwete Familienvater, der das Bedeutendste in seinem Leben durch eine sinnlose Gewalttat verloren hat. Auf der Gegenseite der Verurteilte, der zwar in seinem tiefsten Inneren eine gewisse Reue nicht leugnen kann, jedoch nach außen unbelehrbar und eiskalt erscheint. Beachtlich ist dann jedoch, welchen weiteren Verlauf die Handlung nimmt. Dass schließlich das Opfer zum Täter wird, liegt auf der Hand, weitaus überraschender ist allerdings das Verhalten des Raffaelo Beggiato.
Im Großen und Ganzen soll die Geschichte wohl als Anklage gegen von der Gesellschaft vergessene und alleingelassene Hinterbliebene von Gewalttaten herhalten, bei denen man sich schließlich nicht wundern muss, wenn diesen selbst eines Tages alle Sicherungen durchbrennen.
Vor größeren Gewaltorgien braucht man keine Angst zu haben, von der angepriesenen "alttestamentarischen Wucht" des Romans bekommt man nicht allzu viel mit. Auch ein verstecktes Plädoyer des Autors für eine (un)nachgiebigere Justiz bleibt aus, das Augenmerk liegt vielmehr auf den charakterlichen Veränderungen der beiden Protagonisten, durch die sich der Leser ein eigenes Urteil bilden kann.
Gänzlich überzeugen konnte mich das Buch nicht, dazu sind einige Wendungen und vor allem das Ende einfach zu unrealistisch und überzogen geraten.
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am 29. August 2008
Ein brutales Verbrechen verbindet die beiden Hauptpersonen Silvio Contin und Raffaello Beggiato. Bei einem Raubüberfall werden die Frau und der Sohn von Contin als Geiseln genommen und von den beiden Tätern erschossen. Beggiato, einer der Täter wird verhaftet und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
15 Jahre später ist ein Gnadengesuch von Beggiato der Anlass für ein erneutes Aufeinandertreffen der Lebensgeschichten der beiden Protagonisten.
Massimo Carlotto hat eine Geschichte über Leben und Tod, über Rache und Vergebung geschrieben, die wechselnd jeweils aus der Perspektive von Silvio und Raffaelo geschildert wird. Der Autor versteht es geschickt mit den Erwartungen des Lesers zu spielen. Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn verschwimmt und die Ereignisse nehmen manch unerwartete Wendungen.
Leider nimmt sich Carlotto nicht genügend Zeit für die Entwicklung seiner Figuren. Alles wirkt ein wenig hastig erzählt, so dass manchmal das Verhalten der Hauptpersonen unmotiviert wirkt. Trotzdem ein packendes Buch mit einer starken Sprache.
Wenn Massimo Carlotto über den Alltag im Gefängnis schreibt, kann er aus eigener Erfahrung schöpfen. In jungen Jahren des Mordes an einer Studentin beschuldigt, war er zunächst einige Jahre auf der Flucht und wurde nach seiner Verhaftung zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. 1993 wurde er dann auf Druck der Öffentlichkeit begnadigt und begann sein zweites Leben als Schriftsteller. Inzwischen in Italien ein Star, ist er in Deutschland eher unbekannt.
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am 28. März 2009
Rückblende: Blaulicht, Sirenen, eine dunkle Gasse in Norditalien. Ein Gansterduo hat gerade einen Juwelier ausgeraubt und wird von den Carabiniere verfolgt. Da geraten zwei Unbeteiligte in den Schlamassel. Clara Contin und ihr Sohn Enrico werden von den Beiden als Geiseln genommen. Ein Gangster dreht durch und erschießt Mutter und Kind.

15 Jahre später; der Witwer, der immer noch mit dem Drama kämpft, erhält ein Gnadengesuch des inhaftierten Raffael B., der an Krebs erkrankt ist und bald diese Welt verlassen wird. Der Fall kommt erneut ins Rollen.....

Im Laufe der Erzählung glaubt man nicht, was möglich ist. Wird der Witwer zum Rächer? Wird der Bandit doch noch Gnade erlangen? Und was ist mit der Beute und dem verschwundenen Komplitzen? Der Autor benutzt teilweise die Vulgärsprache, um die Gedankengänge des Kriminellen auszudrüken. Aber immer mehr greift diese auch auf das Opfer Silvio Contin über. Was macht das Gewaltverbrechen aus dem bislang unbescholtenen Bürger?

Ein packendes Bch über Gewalt, Gerechtigkeit und teilweise enthält es Gesellschaftskritik. Ich kann es nur empfehlen, ich habe es an zwei Tagen durch gehabt.
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am 22. August 2012
Das Buch ist sehr düster und sehr überraschend mit vielen Wendungen.

Es ist sehr düster und der Leser kann beginnt schnell die Sicht der Hauptperson einzunehmen. Wer Norditalien kennt wird sich noch schneller in die Handlung hineinversetzen, als es ohnehin schon der Fall wäre.

Wer düstere Krimis ohne das typische Schwarz-Weis-Denken mag wird begeistert sein. Es ist hart, realistisch und am Ende wird der Leser nochmals überrascht werden.
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am 20. März 2013
Die Erzählung war wie immer spannend und eindringlich.
In der Mitte gab es aber Passagen, die mich weniger ansprachen.
Es wiederholte sich.
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