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Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen242
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am 29. September 2011
Jane Kerry findet einen Umschlag, in dem die Einladung zu einem "Spiel" steckt - gemeinsam mit 50 Dollar. Da die erste Aufgabe sehr leicht ist, macht sie weiter. Der Einsatz verdoppelt sich jedesmal und die Aufgaben werden immer härter. Jane wird süchtig und spielt mit - bis sie in der Hölle landet...

Mein erstes Buch von Richard Laymon, auf den ich durch Leser meines Bloges gestoßen bin - vielen Dank! ;)

Das Spiel ist ein vorzüglicher Psychothriller, der langsam beginnt, schnell in Fahrt gerät und einen mitten in die Hölle manövriert.

Dadurch, dass dies mein erster Laymon-Roman war, fand ich es anfangs ungewohnt, dass der Autor keinerlei Sympathie zu seiner Protagonistin zustande kommen lässt. Man findet Jane naiv, nervend und möchte sie einfach nur schütteln.
Halbwegs sympathisch kommt ihr neuer Begleiter Brace daher, der es sich aber zerstört, indem er unlogisch handelt und immer weiter zu Jane hält, während jeder andere die Männer mit den weißen Jacken gerufen hätte (überspitzt gesagt)

Jane handelt unlogisch, man versteht aber ihre "Beweggründe" dahinter: sie ist allein, gelangweilt und geldgeil, daher macht sie immer weiter mit, selbst nachdem sie alle Hemmungen verloren hat und eigentlich aufhören will.

Doch der Horror macht nirgends halt: nachdem sie abends halbtot ins Bett fällt und schläft, hinterlässt der Master of Games Nachrichten auf ihrer Haut - erst mit Stiften, dann mit dem Messer, während sie gefesselt und geknebelt ist. Und nichts und niemand scheint ihn von ihr fernhalten zu können.

Aber obwohl man keine Verbindung mit den Darstellern hat und alles teils unlogisch läuft, möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Welche Aufgaben als nächstes folgen -bis man sich wünscht, man hätte nicht weitergelesen. Obwohl ich in der Hinsicht ziemlich schmerzfrei bin (sehe ja auch viele Horrorfilme etc.), hat selbst mir ein Teil des Buches den Magen umgedreht, so gut vermag der Autor manche Sachen zu beschreiben. Dabei bleibt die Sprache aber immer sehr einfach, sodass man das Buch sehr schnell durch hat.
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am 10. Dezember 2008
Das "Spiel" von Richard Laymon mit nur drei Sternen zu bewerten, war eine Entscheidung, die mir nicht leicht fiel, denn ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und kann es nur als absoluten Page-Turner bezeichnen. Doch leider hat die Handlung zu viele logische Schwachpunkte, die Charaktere sind zu unausgereift, das Ende lässt zu viele Fragen offen - und die vielen Tipp- und Rechtschreibfehler, die durch die Korrektur geschlüpft sind, werten das Ganze auch nicht unbedingt auf. Aus diesen Gründen fällt meine Gesamtbewertung verhältnismäßig niedrig aus.

Zur Handlung: Die Bibliothekarin Jane wird von einem Unbekannten - er nennt sich MOG, Master of Games - zu einer absurden Schnitzeljagd geladen. Wenn sie den Hinweisen in den Briefen folgt, die MOG ihr hinterlässt, erhält sie eine Geldbelohnung, die sich mit jeder neuerlichen Aufgabe verdoppelt - gleichzeitig werden auch die Aufträge, die Jane erfüllen muss, zusehends schwieriger und grotesker. Bald hat Jane ein kleines Vermögen angesammelt, und Geldgier und Abenteuerlust spornen sie zum Weitermachen an. Als sie das volle Ausmaß des Wahnsinns begreift, in den sie sich begeben hat, ist es bereits zu spät.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Buch unglaublich kurzwellig. Laymons Stil ist knapp und direkt, und die Kapitelübergänge sind so angelegt, dass man nicht anders kann, als weiterzublättern, mit dem berühmten Gedanken im Hinterkopf: Nur noch ein Kapitel, nur noch ein Kapitel ... Bereits mit der ersten Seite ist man mitten im Geschehen, es gibt keine langen Einleitungen, was ebenfalls für ein rasches Lesen spricht, und die Handlung ist unglaublich fesselnd. Die wachsende Groteskheit der Aufgaben, die Jane erfüllen muss, wirkt wie eine steile Spannungskurve, und immer wieder muss man sich als Leser die Frage stellen: "Wie weit würde ich gehen, wäre ich an ihrer Stelle?"

Interessant ist der Kontrast zwischen MOG, der ganz und gar bösartig zu sein scheint, und den Menschen in Janes Umgebung, die ihr beinahe ausschließlich freundlich und hilfsbereit gegenübertreten, was mir stellenweise etwas überzogen erschien. Vor allem Brace, Janes Freund, ist viel zu idealisiert, um glaubwürdig zu wirken.

Auch Janes Charakter ist in vielerlei Hinsicht lückenhaft. Obwohl sie kein Mensch mit offensichtlichen Geldproblemen ist, verfügt sie über eine geradezu unstillbare Gier nach MOGs Belohnungen - eine Gier, welche die Angst "spielerisch" in den Schatten stellt. Natürlich mischt sich mit dieser Gier auch eine gehörige Portion von Abenteuerlust, trotzdem empfinde ich ihre Handlungen als stark irrational.

Hinzu kommen physikalische Unmöglichkeiten in Janes Entwicklung - zum Beispiel, dass sie innerhalb von zwei Tagen durch die Bewegung, die MOG ihr durch seine Aufgaben verschafft, ihr gesamtes Übergewicht verliert und plötzlich unglaublich sportlich ist. So etwas ist einfach nicht möglich - ganz offensichtlich der Fehler eines Mannes, der nicht vertraut ist mit dem ewigen Kampf der Frauen um ihr Idealgewicht.

Das Ende wertet das Buch nochmal stark ab. Beinahe alle Fragen, die man sich im Laufe der Handlung zu stellen beginnt, bleiben unbeantwortet, und ganz im Gegenteil ergeben sich noch weitere Unklarheiten. Für meinen Geschmack bleiben zu viele lose Fäden zurück, die verwoben gehört hätten.

Alles in allem ein äußerst spannendes Buch, das man schlicht nicht hinterfragen darf, um es zu genießen.
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am 27. August 2007
"Das Spiel" ist mein erster Roman von Richard Laymon, und eigentlich habe ich es mir auch nicht wegen des Schriftstellers gekauft, sondern weil mich die Zusammenfassung der Story auf der Buchrückseite gereizt hat.

Das Buch beginnt gleich zu Beginn in die Vollen zu gehen, wobei dann auch die Hauptdarstellerin im weiteren Verlauf erst richtig vorgestellt wird. Eigentlich eine ganz nette Idee.
Das Buch ist absolut spannend und ohne jegliche Längen geschrieben, es baut eine wahnsinnig gute Atmosphäre auf und schwankt immer wieder zwischen Thriller und blankem Horror.
Und genau da liegt auch ein kleiner Schwachpunkt. Zum einen werden viel zu viele Fragen unbeantwortet gelassen und zum anderen kann man einige Handlungsweisen der Hauptfigur absolut nicht nachvollziehen.

Ich weiß nicht genau, wann der Schriftsteller mit diesem Buch begann oder fertig wurde, aber einige anleihen aus den "Saw"-Filmen sind nicht von der Hand zu weisen.

Mein Fazit also: Ein wirklich spannendes und teilweise absolut brutales Buch mit einigen Logikfehlern und einem nicht zufriedenstellenden Ende. Dennoch wirklich lesenswert!
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am 14. Januar 2013
Nach „Das Loch" war „Das Spiel" mein zweiter gelesener Roman von Richard Laymon. Vom zuerst genannten Buch war ich in der Hinsicht begeistert, dass ich es in Rekordzeit ( zwei Tagen) durchgelesen hatte. Ähnlich verhielt es sich mit „Das Spiel". Zwar nimmt das Buch erst ab dem letzten Drittel so richtig Fahrt auf, aber niemals hatte ich das Gefühl, die Story käme nur schleppend voran, geschweige denn sie würde langweilen und nur so vor sich hin plätschern. Früh habe ich gemerkt, dass Laymon kein Mann der allzu großen Worte ist, aber das muss er meiner Meinung nach auch gar nicht sein; wenn man Laymon liest, verhält es sich in etwa so als würde man einen Splatter-Horrorfilm schauen-er ist kurzweilig, brutal, teils unfreiwillig komisch und unterhaltsam. So stören mich die oftmals bemängelte einfache Schreibweise, „plumpe" Handlung sowie Logikfehler in keinster Weise- von einem Horrorfilm erwarte ich ja auch keine Oskarnominierungen oder herausragende schauspielerische Leistungen. Nebenbei bemerkt, für die teils empörend schwache Übersetzung mit etlichen Grammatikfehlern kann Laymon als Autor herzlich wenig. Wenn man sich nun also vor Augen führt, dass Laymons Roman im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist, sich zügig und unterhaltsam lesen lässt-auch wenn „Das Spiel" nicht an die Gewaltdarstellungen eines Matthew Stokoe oder Jack Ketchum heranreicht-nie langweilt und einfach nur ein (ich dachte,ich würde ohne Anglizismen auskommen) >>Pageturner<< ist, können Fans kurzweiliger, spannender Horrorstorys mit gutem Gewissen zugreifen. Daher erhält das Buch von mir auch 4 Sterne.
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am 27. Juni 2015
Ich halte nichts von langen Rezensionen. Ich halte mich demnach kurz. Alle Leute da draußen, die einfache Schreibweisen und Horror lieben finden dieses Buch auch gut. Ich kann die negativen Bewertungen nicht verstehen, da mich das Buch sehr gefesselt hat und schon nach 1 Tag ausgelesen war.
Richard Laymon kennt einfach keine Grenzen und gerade das finde ich super!
Richard Laymon ist nicht ohne Grund nach Stephen King der bekannteste und erfolgreichste Horrorautor den es gibt bzw. gab.

Fazit: Die Storry und der Sprachstil ist einfach gehalten und dennoch sehr fesselnd. Klare Kaufempfehlung an alle die grenzenlose Gewalt und Horror lieben!
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am 30. Mai 2016
Nachdem ich bereits "Das Haus" von Richard Laymon gelesen habe und davon begeistert war, stand für mich schnell fest, dass ich auch weitere Bücher des Autors lesen möchte. Meine Wahl fiel dabei auf "Das Spiel", das von der Kurzbeschreibung sehr spannend klang. Nun, Spannung war letztendlich tatsächlich da, allerdings besitzt die Geschichte auch so manche Schwäche.

Auffällig ist hierbei, dass Richard Laymon die Geschichte an sich zwar sehr spannend beschreibt, ihm allerdings auch vollkommen egal zu sein scheint, ob man die Figuren sympathisch findet oder eben nicht. Diese sind zwar an sich gut ausgearbeitet, allerdings findet man hier keinen einzigen Sympathieträger, womit ich dann doch ein kleines Problem habe. Dennoch fand ich die Idee an sich, dass Jane , mitsamt ihres Begleiters Brace, immer wieder Aufgaben erfüllen muss und dafür belohnt wird, sehr interessant, nur leider gab es für mich dabei zu viele Logikfehler, über die ich nicht hinwegsehen konnte.

Jane gehört zu den Figuren, die ich absolut nicht ins Herz schließen konnte, denn sie ist mir viel zu egoistisch und geldgeil veranlagt, sodass sie mir fast von der Seite an unsympathisch war. Zwar sind diese Charakterzüge durchaus wichtig, um dieses "Spiel", geleitet vom "Master of Games", tatsächlich durchzuziehen, allerdings hat mir bei ihr insgesamt das gewisse Etwas gefehlt. Dazu gab es mir bei dem Spiel, bzw. dessen Aufgaben zu viele Zufälle, die zum Teil die Spannung aus der Geschichte herausgenommen haben.

Das Cover ist für mich jetzt nicht gerade der größte Hingucker, passt allerdings hervorragend zur Geschichte, sodass man bei dieser Gestaltung nicht meckern kann. Die Kurzbeschreibung liest sich sehr spannend und war mit der Grund, weshalb ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Das Spiel" ist an sich sehr interessant, leidet aber enorm unter den Figuren, mit denen ich bis zum Schluss nicht warm wurde. Gleichzeitig haben sich in die Geschichte zu viele Logikfehler eingeschlichen, sodass ich diese an sich zwar gut, aber nicht überragend fand. Dennoch: Für Laymon-Fans ein absolutes Muss.
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am 8. Mai 2016
Klappentext: Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane einen Fünfzig-Dollar-Schein und die Aufforderung, sich an einem ominösen „Spiel“ zu beteiligen: Wenn sie jeweils mitternachts eine bestimmte Aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter – bis es kein Zurück mehr gibt: Das „Spiel“ artet zu reinstem Terror aus ....

Aufbau: Der Roman wird aus der Sicht von Jane erzählt, sodass man sich richtig gut in die Story und die Geschehnisse einfühlen kann.
Richard Laymon hat es geschafft, dass man unbedingt weiterlesen muss. Ich konnte nicht schalfen, bevor ich nicht wusste was als nächstes passiert, und als nächstes, und als nächstes, … Egal wie müde ich war ich musste es einfach durchlesen!
Außerdem ist dieses Buch fast überhaupt nicht blutig oder ekelig. Es spielt mit der Psyche des Lesers. Aber nicht so wie sonst, sondern irgendwie viel intensiver und viel magischer, sowie ich es noch nie mit einem Buch erlebt habe.

Gestaltung: Die Gestaltung des Covers finde ich ganz cool und sieht irgendwie gruselig aus. Aber leider hat das Cover, meiner Meinung nach, nichts mit der Story zu tun, was ich ein bisschen Schade finde. Aber alle Laymon Bücher sind im selben Stil gestaltet und sagen eher nicht soviel über die Story aus.

Charaktere: Die Charaktere fand ich persönlich sehr gut, obwohl es nicht wirklich viele gab. In Jane konnte ich mich gut hineinversetzen und ich konnte verstehen, wieso sie erst mit dem Spiel angefangen hat. Auch Brace fand ich einen coolen Charakter. Auch ihn konnte ich nachvollziehen.

Ende: Das Ende war sehr toll. Richtig spannend und am Ende gab es einen großen „Knall“ mit dem ich selbst nicht gerechnet habe. Es war mehr als gruselig und richtig abgefahren.

Fazit: Den Aufbau der Geschichte fand ich richtig klasse. Es war so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte – man musste wissen wie es weiter geht. Die Gestaltung finde ich ganz cool, passt aber leider so gar nicht zu der Geschichte. Die Charaktere fand ich toll. Ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen und verstehen, warum sie so handelten wie sie handeln. Das Ende war einfach nur heftig, überraschend und total abgefahren. Ich war echt sprachlos.
Insgesamt kann ich diesen Roman sehr empfehlen und ich freue mich schon darauf noch mehr Bücher von Richard Laymon zu lesen.
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am 20. September 2007
Das Spiel von Richard Laymond ist meiner Meinung nach echt ein sehr spannender Thriller. Vor allem für richtige Gruselfreunde und Gänsehautfreaks ein richtiger Vo0lltreffer. Ich empfehle es zhu lesen

ABER:

Streckenweise weist die Handlung unglaubliche ungereimtheiten, unglaubliche Unglaublichkeiten und absolut unrealistische und nicht nachvollziehbare Dinge auf. Weiterhin sind einige Textstellen relativ sexiistisch geschireben und durch den ganzen Text zieht sich ein erotischer Faden sowie nebenbei ein unglaublich krankhafter Faden.

Also wer auf SDpannung, Grusel, Ungereimtheiten, Sex und Psycho steht, der sollte sich Das Spiel von Richard Laymond anschaffen
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am 30. November 2012
Rezension:

“Das Spiel” ist nach “Nacht” das zweite Buch von Richard Laymon, das ich je gelesen habe und ich muss sagen, es war gut, dass ich meine ‘Laymon-Premiere’ mit “Nacht” hatte, denn mit “Das Spiel” hätte ich ihn als Autor wohl nie so schätzen gelernt, wie es heute der Fall ist.

Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd, teils ironisch, so dass man als Leser manchmal schmunzeln muss und sehr leicht zu lesen – er macht einfach Spaß. Erzählt wird in allen 48 Kapiteln aus der dritten Person und in Vergangenheitsform, wobei der Leser dabei ausschließlich die Protagonistin Jane Kerry begleitet.

Die meiste Zeit fand ich Jane ziemlich sympathisch. Wegen ihrer Figur, die ihrer Meinung nach etwas zu weiblich geraten ist, von Selbstzweifeln geplagt, dürfte sich wohl nahezu jede Frau zumindest ein bisschen mit ihr identifizieren können. Ein weiterer Punkt, der sie sehr menschlich macht ist dieser, dass sie sich nie wirklich sicher ist, ob sie nun aus dem “Spiel” aussteigen oder sich auf noch eine Runde einlassen soll – denn es geht recht schnell um richtig viel Geld und dem könnten wahrscheinlich die wenigsten widerstehen.

Bereits im zweiten Kapitel taucht Brace Paxton, ein Mann den Jane ziemlich anziehend findet und der in der Geschichte eine entscheidende Rolle spielen wird, auf. Die beiden lernen sich in der Bibliothek, in der Jane arbeitet, kennen und sie weiht ihn in die Sache mit dem “Spiel” ein. Seltsamerweise fällt es ihm sehr leicht, vor allem die ersten Ortsangaben in den Anweisungen für Jane zu entschlüsseln und die Frage die ich mir über ihn lange Zeit stellte war “Ist er einfach nur wahnsinnig intelligent oder ist er selbst der unbekannte Spielleiter?”

Und hier sind wir auch schon bei dem, der das “Spiel” mit Jane ausrichtet. Er unterschreibt alle Anweisungen mit “Master of Games” und so wird er irgendwann nur noch Mog genannt. Je mehr Jane ihren Mut unter Beweis stellt, umso mehr ist er von der jungen Frau angetan. Er weiß grundsätzlich was sie tut und schafft es sogar die Briefe an sie in ihrem Haus zu deponieren, so findet sie z.B. nach dem Duschen eine Anweisung in ihrem Morgenmantel und später eine Nachricht, die auf ihren Bauch geschrieben wurde, während sie schlief. Ziemlich beängstigend ist dabei, dass sie ihn nie und er sie offenbar immer sieht.

An sich ist die Geschichte, wie ich finde, recht gut. Aber mir sagte irgendwie die Umsetzung nicht so zu. Die Handlung ist für meinen Geschmack zu langsam und zu harmlos, zumindest wenn man in Betracht zieht, dass es sich um einen Roman von Richard Laymon handelt. Sein Können wird in “Das Spiel” leider nicht komplett gezeigt.

Fazit:

Nicht schlecht – aber Laymon hat eindeutig schon Besseres hervorgebracht.
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Die Bibliothekarin Jane Kerry entdeckt an ihrem Arbeitsplatz einen unscheinbaren Briefumschlag mit fünfzig Dollar darin, sowie der Aufforderung an einem Spiel teilzunehmen. Unterzeichnet ist die Botschaft mit MOG ' Master of Game. Irritiert, aber neugierig, geht Jane auf das ominöse Spiel ein, zumal die Aufgaben, die sie immer um Mitternacht bewältigen soll, nicht sonderlich schwierig sind. Allerdings wird der Geldbetrag jeweils verdoppelt. Bei ihrer ersten Aufgabe lernt sie den jungen Collegeprofessor Brace kennen, der sie zunächst unterstützt, aber immer mehr Bedenken hegt. MOG hingegen will das Spiel allein mit Jane spielen und drängt sie Brace aus der Angelegenheit herauszuhalten. Dann werden die Aufgaben immer abstruser und gefährlicher, doch für eine Beendigung des ominösen Spiels ist es längst zu spät '

'Das Spiel' ist ein typischer Laymon. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jane Kerry in der dritten Person geschildert und die Bibliothekarin ist nicht nur mutig, sondern auch ein bisschen verrückt. Die besten Vorrausetzungen also, um in einer Geschichte des US-Autors den Roman zumindest bis zum Schluss zu überleben. Der Beginn, vor allem in Hinsicht auf die Beziehung zwischen Jane und Brace, erinnert an die Werke von Dean Koontz, wobei Laymon in seinen Beschreibungen von Sex und Gewalt häufig noch einen Schritt weitergeht. Zunächst passiert aber nicht sonderlich viel, was eine Erscheinung unter dem Label Heyne Hardcore rechtfertigen würde. Tatsächlich sind die ersten Aufgaben oder Spiele, die minutiös beschrieben werden, alles andere als bedrohlich. Doch nicht nur Jane Kerry erliegt der Faszination des Spiels, auch der Leser wartet gespannt darauf, was in der nächsten Nachricht von MOG stehen wird, der bis zum Schluss unerkannt bleibt. Dabei kommt es zwar zu gefährlichen Begegnungen mit Obdachlosen und einem bissigen Hund, aber nichts, was wirklich schockierend wäre. Bisweilen sind die Abenteuer von Jane Kerry sogar sehr humorvoll. Allerdings täuscht dieser Umstand nicht darüber hinweg, dass die ersten beiden Drittel ein wenig straffer hätten ausfallen dürfen. Doch Richard Laymon hätte sicherlich nicht seinen legendären Ruf erworben, wenn die Story auf dem Niveau des Vorabendprogramms dahinplätschern würde. Denn das letzte Drittel der Geschichte hat es in sich. Hier zieht der Schriftsteller alle Register seines Könnens und schickt sowohl Leser als auch Hauptfigur auf einen Horror-Trip par excellence. Um den Roman in seiner Gänze genießen zu können sollte man jedoch einen Draht zum eigenwilligen Schreibstil des Autors entwickeln, der gerne mit flotten, aber nichtsdestotrotz oberflächlichen Dialogen unterhält und seine Figuren lieber handeln als denken lässt. Natürlich reflektiert auch Jane ihre Situation, aber das geschieht eher am Rande. Wer eine Folterorgie a la 'SAW' erwartet, dürfte enttäuscht sein, obwohl es später wirklich hart und brutal zur Sache geht. Dabei gelingt es Laymon die Motivation der Protagonistin glaubhaft darzustellen, immerhin geht es auch um eine Menge Geld. Eine kleine Hommage an sein eigenes Werk erteilt sich Laymon, als Jane Kerry an einen Roman denkt, den sie einmal gelesen hat und in dem es um ein Horrorhaus geht, das als Touristenattraktion umfunktioniert wurde und in dem scheußliche Kreaturen ihr Unwesen treiben. Gemeint ist natürlich 'Der Keller', der ebenfalls bei Heyne erschienen ist und der erste veröffentlichte Horrorroman des Schriftstellers ist. Insgesamt betrachtet ist 'Das Spiel' also eine äußerst unterhaltsame und flotte Lektüre, aber kein Highlight aus dem umfangreichen Fundus des Autors.
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