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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörender, gewalttätiger Horror-Roman
Die junge Lektorin Carla hat sich in die Einsamkeit der Wälder von Maine zurückgezogen um einmal richtig auszuspannen. Zu diesem Zweck lädt sie zugleich ihren Geliebten Jim ein, sowie ihre Schwester Marjie mit deren Freund Dan und ihren Ex-Freund Nick mit dessen Geliebten Laura. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, bis die Katastrophe über...
Veröffentlicht am 30. September 2008 von Florian Hilleberg

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reizend......
mit "Reizend" meine ich, dass dieses Buch einen echten Würgereiz hervoruft. An manchen Stellen ist es einfach nur grausam und absolut widerlich. Aber was anders kann man natürlich nicht von Jack Ketchum erwarten. Ich habe lange überlegt, wieviele Sterne ich diesem Buch geben soll. Für fünf ist es zu sinnlos und zu makaber geschrieben, aber...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2011 von Lillae91


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörender, gewalttätiger Horror-Roman, 30. September 2008
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Die junge Lektorin Carla hat sich in die Einsamkeit der Wälder von Maine zurückgezogen um einmal richtig auszuspannen. Zu diesem Zweck lädt sie zugleich ihren Geliebten Jim ein, sowie ihre Schwester Marjie mit deren Freund Dan und ihren Ex-Freund Nick mit dessen Geliebten Laura. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, bis die Katastrophe über die sechs Menschen hereinbricht. Eine Familie verwilderter, degenerierter Kannibalen macht seit Jahren die Gegend unsicher und hat sich ausgerechnet jene Wälder als Jagdrevier auserkoren. Carla und ihre Freunde sind für die Menschenfresser die ideale Beute und so beginnt eine Nacht des Grauens für die jungen Leute ...

Der Roman ist bereits über 25 Jahre alt und erinnert wohl nicht ganz zufällig an Filme, wie 'THE HILLS HAVE EYES' oder 'WRONG TURN'. Mittlerweile ist man als Freund des härteren Horrors an solche Szenarien gewohnt und dennoch ist dieses Buch verstörend und grausam. Das Unterbewusstsein des Lesers ist zu einer viel eindringlicheren Auseinandersetzung mit der Thematik gezwungen als es bei einem Film möglich ist, der nach gut 100 Minuten in der Regel vorbei ist. Vor einem Vierteljahrhundert waren derartige Storys jedoch noch eine echte Rarität und so verwundert es nicht, dass Ketchum sein Manuskript ein wenig entschärfen musste. Die vorliegende Version ist jedoch die unzensierte Fassung des Romans und wird vom Verlag nicht zu Unrecht in der Reihe HEYNE HARDCORE publiziert.
Der Roman beginnt mit einer Hetzjagd, bei der eine Frau von einer Horde wilder Kinder gejagt und wirklich nur in letzter Sekunde gerettet wird, in dem sie sich über die Klippen ins Meer stürzt, wo sie völlig verstört und schwerverletzt geborgen wird. Eine Szene, die durch ihren brutalen Charakter sehr real und bedrohlich wirkt, aber auch in anderen Werken gut darin vorkommen könnte. Auch auf den nächsten hundert Seiten auf denen die Personen vorgestellt werden und man einen ersten Einblick in die Gesellschaftsstruktur der Wilden bekommt sind noch nicht sonderlich hart und gewalttätig, so dass man sich unweigerlich fragt, wieso dieses Buch in der Reihe HEYNE HARDCORE erscheint und Psycho-Autor Robert Bloch sogar mit dem Satz zitiert wird:
'Eines der erschreckendsten Bücher, die ich je gelesen habe.'
Bis dahin ist das Buch zwar auch spannend und kurzweilig geschrieben und man muss sich nicht durch zähe Einleitungskapitel quälen, aber der angepriesene Hardcore-Schrecken beginnt erst im dritten Teil ' und zwar richtig.
Der Terror bricht schlagartig und ohne Vorwarnung über die Menschen herein und selbst der Leser, obwohl er das nahende Unglück bereits hautnah miterlebte, wird überrascht, wie schnell und brutal die Kannibalen zuschlagen. Was dann folgt ist eine Belagerung der Überlebenden, die nicht ohne Grund an George A. Romeros Kultfilm DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN erinnert. Im Nachwort schreibt Ketchum, dass dieser Vergleich durchaus gewollt war, nur dass seine Opfer eben nicht durch Untote bedroht werden sondern durch Menschen, die sämtlicher Zivilisiertheit beraubt nur noch instinktgetriebene Bestien sind. Und hier liegt auch das Erschreckende, Verstörende des Romans verborgen. Das Grauen ist real und der Schrecken kein aus dem Grab auferstandener Toter, kein blutgieriger Vampir aus Transsylvanien und auch kein zottiger Werwolf, sondern eine Bande Zurückgebliebener, die ihre Leidenschaft für menschliches Fleisch entdeckt hat. Wer vermag zu sagen, was in der Einsamkeit riesiger Wälder alles auf den Menschen wartet?
Die Folterungen und Gräueltaten sind real, schonungslos und der entsetzte Leser weiß, dass außerhalb seines Bettes, seiner Badewanne oder seines Wohnzimmers, wo immer er auch gerade dieses Buch liest, Menschen solche Qualen durchaus erlitten haben und erleiden werden. Und warum eigentlich immer die anderen? Was sollte einen selbst vor einem solchen Schicksal bewahren? Und wie würde man selbst in einer solchen Situation reagieren? All diese Fragen beschäftigen einen, bei der Lektüre des Romans.
In einem Buch, welches einem seine Figuren und Charaktere so lebensecht nahe bringt, wie Ketchum, ist es unumgänglich, dass man sich mit der einen oder anderen Person identifiziert und dann hat man das Problem, sich mit dem auseinander zu setzen, was diese Leute in dem Roman erdulden müssen oder zu was sie gezwungen werden.
Und für all diejenigen, die meinen zu wissen wie es ausgeht, sei an dieser Stelle verraten, dass es sicherlich ganz anders enden wird. Ketchum zeigt wie das Leben spielt, für Hollywood-Phantasien ist dabei kein Platz. Menschen reagieren hier menschlich, dass gilt selbst für den zurückgebliebenen, kannibalischen Aggressor.
Der Leser wird nach diesem Horror-Trip glücklicherweise von einem Nachwort des Autors erwartet, so dass er mit seinen Gedanken und Emotionen nicht allein gelassen wird und erfährt, wieso und weshalb der Autor diese und jene Formulierung wählte und was er damit versucht hat auszusagen. Im Vorwort berichtet Douglas E. Winter über den Roman und was er empfand als er ihn gelesen hat und was sich hinter einer so grausamen, ja menschenverachtenden, Geschichte verbirgt.
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153 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FSK ab 18!, 11. September 2007
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
"Eines der erschreckendsten Bücher, das ich je gelesen habe", wertet Rocbert Bloch. Der Autor von dem weltbekannten Werk "Psycho" muss es ja auch wissen.
Und ich muss mich dem Erfinder von Norman Bates vollständig anschließen:
Was Jack Ketchum mit seinem Debütroman "Beutezeit" geschaffen hat, ist mehr als ein Meisterwerk des Schreckens, es ist ein Tour de Force durch die dunklen Seelen der Menschheit.

Carla bezieht ein abgelegenes Haus am Rande des Waldes und lädt zum Einstand ihren Liebhaber und zwei befreundete Paare ein. Die Sechs wollen eine schöne Urlaubswoche an der Ostküste von Maine verbringen, doch es kommt -natürlich- anders als sie denken. Die Gegend wird nämlich von einer Horde Verwahrloster heimgesucht, die die Sechs nur als Beute ansehen. Die Beutezeit kann beginnen....

Dies ist in kurzen Worten der Inhalt des Romans, der seit seiner Veröffentlichung 1980 in Amerika als gekürzte Version und 1999 als "unexpurgated version" für Furore sorgte.
"Beutezeit" ist nach 26 Jahren auch endlich im Heyne-Verlag unter dem "Heyne-Hardcore"-Label publiziert worden.
"Off season"-so der englische Titel- ist der beste Indikator für dieses Label, denn dieser Roman ist wirklich "hardcore".
Jack Ketchum schreibt kompromissloser als Richard Laymon, interessanter als ein Stephen King und fürchterlicher als die größten Schriftstellerstars am literarischen Himmel dieses unterschätzten Genres.
Seine drastische und direkte Erzählweise lassen den Leser mit in den Strudel der Grausamkeiten geraten, den Ketchum seinen Protagonisten antut.
Dieser Roman ist bis dato das, mit Abstand, Brutalste, was ich in meiner gesamten Laufbahn gelesen habe.
"Evil", der erste deutsche Ketchum-Titel, war schon eine Klasse für sich, aber "Beutezeit" schlägt die Geschichte der kleinen Meg um Längen.

Ich bin ein "amazoner", der regelmäßig schaut, was andere Rezensenten über die Bücher gesagt habe, die ich kritisiert habe, und bei diesem
284-seitenstarken Roman werde ich es defintiv auch tun, weil ich mir schon ausmalen kann, dass viele Leser absolut nicht mit meiner Meinung bzw. Bewertung von 5 (!!!) Sternen einverstanden sein werden. Ich verweise auf das Nachwort von Jack Ketchum, in dem er erklärt, was hinter den Taten seiner Charaktere und seinem Schreiben steckte.
Natürlich, meine lieben Leser und Leserinnen, man kann es auch auf eine andere Art und Weise schreiben, wie hinterhältig das Leben, laut Jack Ketchum, sein mag.

Meinen Titel der Rezension bitte ich aber auch zu beachten:
Dieses Buch ist wahrlich nichts für schwache Gemüter, denn "Beutezeit" zeigt auf eine widerliche Art und Weise, was unsere Spezies sich gegenseitig antut; und das in jeden Einzelheiten.
Ein tolles und entlarvendes Buch, was defintitiv, auch durch sein gemeines Ende (und das ist es wirklich) in die Top 3 meiner Lieblingsbücher geschafft hat.

Böse, böser, Jack Ketchum!

Und sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Ich wünsche viel Spaß bei der Jagd (oder viel mehr bei der Flucht?!)
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrhaftiges Meisterwerk des puren Horrors, 19. Dezember 2007
Von 
Mika-chan (Nakama World) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Ich muss wirklich sagen, dieses Buch zu bewerten ist wirklich nicht ganz einfach für mich, es hat für mich zwar ohne Zweifel 5 Sterne verdient, doch es zu beschreiben ist was ganz anderes.

Einerseits ist dieses Werk der blanke Horror und überschwemmt von grauenhafter Brutalität. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und kann nur sagen, viele Kinofilme kommen an diese Kopfbilder nicht ran.

Es beginnt schleppend, für wahr aber genau das macht am Ende so viel aus und man denkt finde ich noch viel über dieses Buch nach, auch wenn man es durchgelesen hat. Es ist beklemmend, fesselnd und zeigt uns, was wir eigentlich wirklich sind.

Ich lege dieses Buch jedem ans Herz, der keine schwachen Nerven hat (eindeutig FSK 18 und mehr) und wirklich mal ein Horrorbuch lesen will. 5 Sterne Deluxe !!! ;)
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hart, aber ehrlich, 28. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Wie mag mag man dieses Buch einstufen... Ich weiß es nicht. Als ich die erste deutsche Ausgabe von Ketchum gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich auch kommende Werke von ihm lesen werde. Dieses Buch mag nicht für die Masse der Leser bestimmt sein. Ketchum wagt sich, die Dinge beim Namen zu nennen, so hart das auch scheinen mag. Das Kopfkino mag grauenhafte Bilder zeichnen, die Geschichte fesselt, weil es nicht fassbar ist, was geschieht, Doch dieses wirklich sein könnte. Als Verfilmung für mich eventuell nicht ertragbar, grauenhaft, bestialisch, gut... wahnsinnig. Bei Ketchum, scheint es, gibt es kein happy end. Gibt es das im wahren Leben?
Aus diesem Grunde für mich: volle Punktzahl
Wann hab ich so etwas schon einmal gelesen?
Mein Urteil: lesen, Kopfkino ein - schlaflose Nacht
Danke J. Ketchum
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Menschen essen.., 31. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Jack Ketchum ist sehr bekannt im Horrorgenre. Das erste Buch welches ich von ihm gelesen habe, war "Evil". Von vielen Seiten bekam ich zu hören, dass es absolut schockierend ist. Nachdem ich die letzte Seite zu Ende las und das Buch zuklappte, konnte ich dem Gerede nur zustimmen. Ich war erschüttert. So erschüttert wie von keinem anderen Buch bisher. Jack Ketchum, was hast du hier an die Leute losgelassen? Mehr, ich will mehr davon!
Beutezeit, im originalen Off Season, zieht in mein Regal ein. Im Jahre 1980 wurde dieses Werk als sein Debütroman veröffentlicht. Jedoch ist es gekürzt und zensiert. Viel zu brutal für die Leser. Wo bleibt das Happy End?! Umschreiben bitte. Ketchum tat dies und warf das Original in den Müll. Leider, leider, leider. Viele Jahre später in einer Zeit wo Verstümmelungen in jedem 2. Horrorfilm zu sehen sind, kommt eine Neuauflage von Beutezeit auf den Markt. Mit dem ursprünglichen Inhalt, der in diversen Zeilen fehlte. Nur musste Ketchum sich nun an sein gutes Gedächtniss klammern um Beutezeit wieder zum Original zu führen. Im Nachwort erzählt Ketchum übrigens von diesem Problem.

Die komplette Geschichte ist in drei Tage unterteilt. Jedes Kapitel beginnt mit der fortlaufenden Uhrzeit. Ein Wechsel hier zu den Urlaubern, ein Wechsel da zu den Kannibalen und ab und zu ein Blick auf die Polizei. Die Geschichte, die zu Beginn noch relativ ruhig erzählt wird, beschleunigt immer mehr das Tempo. In der 2. Hälfte des Buches beginnt dann die Horrorfahrt. Die Spannung wird langsam aufgebaut. Man macht sich ein kleines Bild, mit was man es hier zutun hat. Je weiter man vorran kommt, desto mehr muss man einfach erfahren. Wunderbar!

Die Hauptpersonen machen einen interessanten Eindruck. Polizist Peters, der seinen Job zwar liebt aber nicht die Erfüllung findet und rastlos wirkt. Marjie die schwache kleine Schwester, stößt an ihre Grenzen und entdeckt neue Seiten an sich. Nick, der Ex von Carla der sie jedoch noch immer liebt. Die Characktere sind gerade soweit ausgebaut, dass man sich ein gutes Bild von jedem machen kann. Das reicht auch.

Was in diesem Buch besonders hervorsticht ist die Gewalt. Brutal und abstoßend. Kannibalen, wie sie ihr Essen zubereiten. Es wird geschlachtet, zubereitet und gegessen. Wem dieser Gedanke schon zuviel ist, sollte besser die Finger davon lassen. Ketchum ist erbarmungslos. Kein Detail wird ausgelassen. Jeden grauenhaften Moment teilt er mit uns. Jedoch, nachdem so viel Brutalität erwähnt wird, sinkt auch die Sensebilität dafür. Nach einigen Seiten Blut und Gedärme war ich weniger schockiert solche Passagen zu lesen.

Ein ganz besonderer Teil ist das Ende! Gut UND Böse. Die Bedeutung verwischt. Man schüttel die Beiden eine Weile, dann wirft man mit einem gezielt Wurf das verwirrte Paar auf die letzten Seiten des Buches und ein beeindruckendes Ende ist geschrieben. Wer ist Täter? Wer ist Opfer?

Fazit

Beutezeit hat mich nicht umgehauen wie Evil. Aber es ließ mich nachdenklich zurück. Deprimiert. Wird man ohne Zivilisation so ein krankes Hirn? Zu was entwickelt sich der Mensch, wenn er sich eigene Regeln aufstellt? Wie schnell kann aus einem guten Menschen ein schlechter werden? Dem Leben ist es egal was fair ist und was nicht..
" An einem Tag landest du einen volltreffer an de wall street, und am nächsten tag überfährt dich ein bus. ... Ironie des Schicksals, Zufall, der plötzliche Absturz vom Rand der Welt, das unberechenbare Auf und Ab der Umstände. Das ist die Aussage die hinter allem steckt." ( Nachwort, Ketchum )
Ketchum hat hier nicht einfach nur ein Splatter Buch geschrieben. Nein, die Geschichte ist faszinierend und voller Spannung. Viele Wendungen überraschen einen und hinzu kommt das Ende, welches mich einen kurzen Moment aufhorchen ließ.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Folter für schwache Mägen, 21. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Zitate

"Ketchums unglaubliche Sprachgewalt und seine tiefen und emotionalen Einsichten verleihen diesem Roman seine verstörende Wirkung, die den Leser noch lange verfolgen wird." (Publishers Weekly )

"Eins der erschreckendsten Bücher, das ich je gelesen habe." (Robert Bloch / "Psycho" )

Autor & Buch (Allgemeines)

Jack Ketchum ist ein absolutes Ausnahmetalent im Horrorgenre. Seine Fans können über einen Autor wie Stephen King, dem 'Meister des Horrors', wie er so gerne genannt wird, nur müde lächeln. Im Vergleich zu den Büchern Ketchums wirken die vom 'King' regelrecht wie Geschichten, die man seinen Kindern abends zum Einschlafen erzählen kann. ;-)

Während man sich nach dem Lesen so vieler Bücher doch sehr darüber wundern muss, dass diese auf dem Cover als 'Hardcore' deklariert werden, mutet das bei 'Beutezeit' schon fast als Untertreibung des Jahrhunderts an. Es ist ein wahres Meisterwerk der Brutalität, dass das Horrorgenre mehr als würdig vertritt.

Ich muss an dieser Stelle vorsorglich darauf hinweisen, dass es verschiedene Versionen des Buches gibt. Bei erstmaliger Erscheinung wurde Jack Ketchum von seinem Verlag noch dazu gezwungen, sein Skript drastisch zu entschärfen. Für damalige Zeiten wäre es unvorstellbar gewesen, solch ein Buch zu veröffentlichen. Wer sich also für 'Beutezeit' interessieren sollte, der muss beim Kauf unbedingt darauf achten, die aktuelle, 'unzensierte' Version zu kaufen. Leider handelt es sich dabei nicht um das Original, denn dieses hat der Autor seinerzeit dummerweise im Müll entledigt. :- ( Zu dieser Thematik geht Jack Ketchum in seinem Buch detailliert ein.

Bevor jetzt wieder jemand auf den Gedanken kommen sollte, dem Autor vorzuwerfen, dass er die Idee zu seinem Buch bei gewissen modernen Filmen abgekupfert hat, möchte ich erwähnen, dass es das Buch viel länger als diese Filme gibt, nämlich in seiner zensierten Fassung bereits seit 1980.

Es sind schon ein paar Bücher dieses Autoren verfilmt worden. Hoffentlich wagt sich auch einmal ein Regisseur an 'Beutezeit' heran. :-)

Handlung

(Frei von Spoilern - Es wird nichts Wichtiges verraten, was man nicht auch dem Klappentext entnehmen kann!)

Carla hat sich gerade erst ein schmuckes Ferienhaus in einer abgeschiedenen Waldgegend an der Ostküste von Maine gekauft. Zur Einweihung lädt sie neben ihrem Partner auch zwei befreundete Paare zu einer entspannten Urlaubswoche ein. Wie Carla glaubt, wohnen die nächsten Nachbarn meilenweit entfernt. Doch damit liegt sie vollkommen falsch. Denn in der unmittelbaren Umgebung des Wochenendhauses lebt in einer Höhle eine Gruppe verwahrloster Wilder, die hauptsächlich aus Kindern und Jugendlichen besteht. Diese leben völlig abgeschottet von der Außenwelt, die noch nicht einmal von ihrer Existenz weiß. Durch Inzest vergrößert sich die Gruppe stetig. Sie sind nicht nur extrem gewaltbereit, sondern haben auch eine besondere Vorliebe. Diese Gruppe ist der Grund dafür, dass in dieser Gegend in den letzten Jahren immer wieder Menschen, vornehmlich Urlauber, verschwunden sind. Dies ist ihr Jagdgebiet und hier stillen sie ihren Appetit auf frisches Menschenfleisch. Die Polizei steht diesbezüglich bisher vor einem Rätsel. Sie haben keine Ahnung, dass hier eine mörderische Gruppe von Kannibalen ihr Unwesen treibt. Während im Haus die Stimmung noch sehr ausgelassen ist, werden die neuen potentiellen Opfer bereits aufmerksam beobachtet. In der Nacht ist es dann so weit: Die Beute ist eingekesselt. Es gilt diese für das neue Schlachtfest zu erlegen ' die Jagd kann beginnen!

Charaktere

'Beutezeit' ist keine Charakterstudie, sondern beste Splatter-Unterhaltung. Daher sehe ich es nicht als besonders wichtig an, mich über die Charaktere auszulassen.

Atmosphäre & Schreibstil

Zartbesaitete Menschen sollten entweder so vernünftig sein, vom Lesen dieses Buches Abstand zu nehmen oder wenigstens vorsorglich einen Eimer neben das Sofa stellen ' nur für den Fall der Fälle. Es wäre außerdem ratsam, vor, während oder nach dem Lesen keine feste Nahrung zu sich zu nehmen, wenn man weiß, dass man über einen schwachen Magen verfügt.

Normalerweise betrachte ich es als einen großen Pluspunkt, wenn ein Buch so detailliert beschrieben ist, dass es einem ein perfektes Kopfkino bietet. In diesem Fall könnte das jedoch für manchen Leser eher zu den Negativaspekten des Buches geraten. Denn was andere Autoren in ihren Büchern nur vage andeuten, wird in 'Beutezeit' in höchstem Maße unverblümt geschildert.

(Achtung, Spoiler! Wer sich den Lesespaß nicht verderben möchte, sollte diesen zwischen den Sternchen eingebetteten Text besser komplett überlesen!)

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Bei Jack Ketchum fließt das Blut in Strömen. Wenn man bis ins kleinste Detail beschrieben erfährt, wie Menschenfleisch schmeckt, vergeht einem schnell der Appetit. Der Autor lässt seine Romanfiguren wie ein Spanferkel am Spieß hängend grillen. Es werden den noch lebenden Opfern Gliedmaßen abgetrennt, welche anschließend verspeist werden und die blutenden Wunden werden mit Hilfe von einer Fackel wieder verschlossen. Es wird Hirnmasse verspritzt und Gedärme wabern aus dem aufgeschlitzten Magen. Wenn sogar ein Herz aus einer noch lebenden Person geschnitten wird, ist für die meisten Leser vermutlich spätestens dann die Ekelgrenze erreicht oder gar überschritten.

Man leidet mit den Opfern zwangsläufig derart mit, dass man dem Autor schon vorwerfen könnte, dass er seine Leser foltert. Man fühlt sich tatsächlich so sehr in die Geschichte hineinversetzt, dass man fast schon meint, den Geruch des gegrillten Menschenfleisches riechen zu können. Jack Ketchum schildert selbst die schlimmsten Szenen völlig emotionslos.
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Der Ekelfaktor ist ob solch brutal dargestellter Gewalt in seiner reinsten Form extrem hoch. Während dies für manche Leser vielleicht sogar der entscheidende Kaufgrund sein wird, werden andere gerade deshalb bewusst auf 'Beutezeit' verzichten.

Der Autor scheint geradezu von Gefühlskälte beseelt und findet keinerlei Gnade für seine Romanfiguren. Es ist grausam, wie menschenverachtend er mit ihnen umgeht. Man muss sich ernsthaft fragen, wie man solch eine perverse Phantasie haben kann. Die Gedankenwelt mancher Menschen scheint noch viel böser zu sein, als der brutalste Horrorfilm aller Zeiten. 'Beutezeit' ist vor allem in seinen kleinen Details besonders widerwärtig und abstoßend. Dieses Buch schockiert nicht nur, es lässt einen entsetzt und fassungslos zurück.

Es lässt sich natürlich immer so schön sagen, dass ein Buch eine völlig unerwartete Wendung nimmt. Aber in kaum einem anderen Buch als diesem trifft das so sehr zu. Um den Lesespaß nicht zu verderben, werde ich an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten, was genau es damit auf sich hat.

Warnung: Der Leser darf sich auf gar keinen Fall von der ersten knappen Hälfte des Buches täuschen lassen! Jack Ketchum lässt es bewusst sehr ruhig angehen, wiegt seine Leser in Sicherheit. Er stellt uns erst einmal die Charaktere vor und beschreibt die nähere Umgebung, bevor er plötzlich den Hammer herausholt und einen in der zweiten Buchhälfte in ein wahrhaft alptraumhaftes Szenario entführt, dass sich leider viel zu real anfühlt. Wer es dann doch nicht zu Ende liest, der ist entweder zu schwach für dieses Buch oder er ist vor lauter Angst beim Lesen einem Herzinfarkt erlegen. Wenn Jack Ketchum seinen Kannibalen den Startschuss gibt, möchte man zwischenzeitlich am liebsten die Augen vor den Worten verschließen, aber es gelingt einem einfach nicht. Fast wie bei einem grausamen Autounfall, bei dem man es einfach nicht schafft, den Blick abzuwenden.

Zwischendurch bitte das Atmen nicht vergessen! :)

Jack Ketchum verfasst wunderbare Dialoge und lässt es an den richtigen Stellen auch nicht an Schwarzem Humor oder sexuellen Anspielungen vermissen.

Nachbemerkungen

Jack Ketchum gelingt es mit 'Beutezeit', selbst hartgesottene Leser und Liebhaber des Horrorgenres zu schockieren. Er geht dabei bewusst über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus. Von mir aus hätte er sogar noch brutaler schreiben können. Ich liebe es, solche Bücher zu lesen.

Wenn Menschen fernab der Zivilisation nur nach ihren eigenen Werten und Regeln leben, dann können sie nur zu schnell und leicht ihre Menschlichkeit verlieren.

Man sollte sich einmal ernsthaft die Frage stellen, was man selbst zu tun bereit wäre, wenn wir in einer Welt ohne Militär, Polizei, Gericht und Regierung leben würden. In der es weder Gesetze noch von uns fremden Menschen auferlegte Regeln geben würde.

Schlusswort

Es ist angerichtet, guten Appetit!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reizend......, 21. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
mit "Reizend" meine ich, dass dieses Buch einen echten Würgereiz hervoruft. An manchen Stellen ist es einfach nur grausam und absolut widerlich. Aber was anders kann man natürlich nicht von Jack Ketchum erwarten. Ich habe lange überlegt, wieviele Sterne ich diesem Buch geben soll. Für fünf ist es zu sinnlos und zu makaber geschrieben, aber für nur einen ist es viel zu gut und spannend. Deshalb die goldene Mitte. Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich einfach keine langweiligen Psychothriller mehr lesen , sondern mich einfach mal vom Horror überaschen lassen wollte. Zunächst habe ich mit Richard Laymon angefangen, wovon ich auch sehr überzeugt war und habe mich dann zu Ketchum durchgerungen. Das Buch fängt ein bisschen langweilig an, weil erst mal die Tätigkeiten einzelner Personen beschrieben werden. Dann ging es aber bald von einer Seite zur anderen richtig zur Sache. An manchen Stellen habe ich mir überlegt das Buch wegzulegen, weil mir schon richtig schlecht war. Habe ich aber nicht getan, weil es mich auf eine bestimmte Art gefesselt hat. Bei so einer Geschichte weiß man nicht wer kranker ist: der Schriftsteller oder der Leser der auf sowas steht. Ich bin dafür, dass man für dieses Buch (wie mein Vorrezensent bereits geschrieben hat) eine FSK festsetzen sollte.

Aber damit ich zum Punkt komme: jeder, der Lust hat ein sinnloses, kannibalisches Gemetzel und ein "Festmahl des Horrors" zu lesen, dann bitte ran an den Speck. Jeder, der zu zart besaitet ist und es schon nicht ertragen kann Saw oder sonstiges im TV anzusehen sollte die Finger davon lassen. Ich persönlich bleibe lieber erstmal bei Laymon, weil er einfach noch einen gewissen Humor mit reinbringt. (Auch wenn er eher schwarz ist;))

Im Übrigen würde ich niemandem raten, während dem Lesen dieses Buches etwas zu essen. Guten Appetit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als ein Horrorschocker, 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Das Buch ist ein typischer Ketchum. Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich mit scheinbar unwichtigen Details, über Charaktere, Zustände, etc, die sich im Nachhinein aber als äußerst wichtig für die Pointe der Geschichte herausstellen.
Die Zweite Hälfte lässt dann das eigentliche Horrorszenario erst beginnen, das aus einer Aneinanderreihung ekelhaftester und gewaltsamster Zustände besteht, wie es für einen ordentlichen Ketchum recht üblich ist.

Auch der Spannungsaufbau wurde gut umgesetzt, denn ab der zweiten Hälfte des Buches ist die Geschichte nur noch spannend und in keinster Weise langweilig oder irgendwie uninteressant. Es stellen sich beim Lesen viele Fragen. Was geschieht nun mit der Person?, welchen Plan haben die Jäger als nächstes? usw. Das Kopfkino ist geradezu gewaltig. Das verbrannte Fleisch kann förmlichst gerochen werden und die ganze Gegend hat man deutlich vor Augen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist aber die Einbringung verschiedener Erotik-Elemente, die vielmehr der Porno Literatur, als der Horrorliteratur zuzuorden sind. Auf diesen Punkt möchte ich aber nicht weiter eingehen, weil er mehr oder weniger unwesentlich ist.

Was Ketchum allerdings perfekt rüberbrachte, und was meiner Meinung nach die "Genialität" des Buches ausmacht, ist die Pointe.
Es werden den Charakteren zu Beginn deutliche Rollen vermittelt. Carla z. B ist die Starke, die eine etwas särkere Psyche hat, während ihre Schwester Marjie die schwächere ist, die bei ihrer Schwester ständig Rat holen muss und Hilfe von ihr benötigt. Desweiteren erscheint es ja eigentlich logisch, dass die Kannibalen die Jäger sind, während die Pärchen die Gejagten darstellen. Und nun kommt Ketchum und zerstört unsere absolute und logische Welt. Er vernichtet unsere Auffassung der für uns so deutlichen Rollenverteilung. Carla, die starke Schwester, ist das erste Opfer ( auf sehr grausame Weise ), während Marjie, die Schwache, einen harten Überlebenskampf bis zum Ende hin durchführt. Die Kannibalen werden auf einen Schlag zu den Gejagten, wo sie für uns doch die deutlichen Jäger waren. Und die Pärchen verwandeln sich mit der gewaltigen Gegenwehr in plötzliche Jäger. Somit zeigt uns Jack Ketchum, dass es auf dieser Welt nichts absolutes gibt in der Hinsicht auf die Menschen. Nichts ist wirlich klar, sondern jeder kann eine andere Rolle annehmen und ungeahnte Kräfte oder Schwächen entwickeln, alles kann sich verändern, zu glauben, dass die Rolltenverteilung verschiedener Menschen deutlich ist, ist nahezu heuchlerisch und verheerend.

Deutlich kann auch erkannt werden, dass sich Ketchum mit Beutezeit an einige andere Bereiche des Horrors anlehnte. So z. B. beschreibt er ein Szenario der Belagerung des Hauses durch die Kannibalen, welches deutlich, wie er es im Nachwort auch selbst beschreibt, von George A Romero`s Nacht der Lebenden Toten stammt.

Der gesamte Roman ist absolut durchdacht, was im Endeffekt die Genialität des Buches ausmacht.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Kino im Kopf ist unerbittlich grausam, 12. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Verarmter Familien-Clan wird von herzloser Gesellschaft ausgestoßen und sucht Zuflucht in einer Hölle an der amerikanischen Ostküste. Die Evolution zwingt der ausgehungerten Randgruppe einen dramatischen Überlebenskampf inklusive Kannibalismus und Inzucht auf. Dekadente, versnobte Großstädter stören eines Tages das idyllische Zusammenleben der erbarmungswürdigen Aussteigerkommune. Doch die *Verwahrlosten* wissen sich zu wehren. Gnadenlos schlägt die übermächtige Staatsgewalt mit Waffengewalt zurück.
Soweit meine Kurzbeschreibung aus Sicht der *Ausgestoßenen*

Das Kino im Kopf liefert grausame, perverse, brutale Bilder als jede große Leinwand.
Nach langsamen betulichen 100 Anfangsseiten verspritzt JACK KETCHUM Blut, Gehirne, Gedärme und diverse andere Körperflüssigkeit das einen speiübel wird. Je mehr Phantasie und Vorstellungskraft das Individuum Mensch sein eigen nennt, desto größer ist die Gefahr seinen Mageninhalt oral zu entleeren.

Laut Konfuzius wird alles, was sich der Mensch vorstellen kann, eines Tages auch geschehen.
Ich hoffe sehr, daß sich der *Meister der Lebensweisheiten* hier gründlich irrt.
Das beschriebene Szenario ist so menschenverachtend Ausweglos. Das Tier im Mensch besiegt zu guter letzt sogar das typische amerikanische Happy End.

Fazit:
Selbstverständlich ist ein Splatter-Roman nicht schön oder gefällt einem. Das ist gegen die Main-street-Meinung.
Dessen ungeachtet gräbt sich die Story ins Gehirn ein und hinterlässt den Leser irritiert nachdenklich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen VON SEITE 107 BIS 276 ERSCHRECKEND SPANNEND, 29. März 2013
Von 
Rollerbslein (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beutezeit (Taschenbuch)
Jep, was für ein Buch!

Wer BIGHEAD, VERKOMMEN, CREEKERS usw. gelesen hat weiss, wie selten man für einen Horrorbuch 5 Sterne vergeben kann. Bis Seite 106 dachte ich über ein seitenweises Überfliegen der restlichen Lektüre nach, weil es langweilig und in "Opasprache" verfasst war. Boah! Höchstens 2-3 Sterne...

Aber dann, alles was danach kommt verdient locker 6-7 Sterne. Einfach nur der Hammer. Jep! Selbst für einen verwöhnten Edward Lee Fan beeindruckend und fesselnd. Sehr spannend.

Ich hasse es zukünftigen Lesern den Inhalt teilweise oder als Zusammenfassung vorzukauen, wie es viele machen und emfehle jedem "gefestigten" Horrorfan BIGHEAD und jetzt auch BEUTEZEIT.

BITTE LEST SELBST, ES LOHNT SICH!

Superspannend ab Seite 107 und unbedingt eine Empfehlung, wenn auch die Sprache, die Phantasie und die Detailverliebtheit eines Edward Lee fehlt.

Perfekt wäre ein Buch von Edward Lee, Jack Ketchum und Henry Miller (Opus Pistorum) mit anschließnder Verfilmung von Quentin Tarantino. Das wird aber ein Traum bleiben.

5 Sterne für Jack!

ERGÄNZUNG 05.03.2014:

WER MAL LUST AUF WAS GAAAAAAANZ EXTREMES HAT, LUSCHERT MAL BEI JOHN AYSA`s "PRINZESSIN":
ABER VORSICHT - SEHR HARTER UND POLARISIERENDER SEXHORRORSPLATTER UND WIRKLICH NICHT FÜR JEDEN ÜBER 18 JAHRE - WARNUNG!!!

ERGÄNZUNG 21.05.2014:

SELBST NACHDEM ICH "DER TERATOLOGE", "DER MUSCHELKNACKER", "FLEISCH 2" UND ANDERE ÜBLE BROCKEN GELESEN HABE UND MIR EINBILDE EIN EXTREMER HORRORSPLATTERHARDCOREEROTOPATHLESER ZU SEIN, BLEIBT "BEUTEZEIT" MIT SEINEM EXTREMEN LESESOG AB SEITE 107 EINZIGARTIG!

EINZIGARTIG... GIGANTISCH AB SEITE 107!!!
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Beutezeit
Beutezeit von Dallas Mayr (Taschenbuch - 1. Oktober 2007)
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