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322 von 335 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alptraum
In einer der zahlreichen Online Rezensionen zu EVIL (THE GIRL NEXT DOOR) bei Amazon.com schrieb ein Leser, dass er als Amerikaner für die Redefreiheit eintrete, die für alle gelten solle. Für alle, nur nicht für Jack Ketchum. Gründe für diese Aussage werden kaum gegeben, außer dass der Roman abartig sei.
Ja, diese Geschichte ist...
Veröffentlicht am 14. August 2005 von D. Wolter

versus
48 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwer zu bewerten!!!
Ich behaupte aufgrund der Literatur die ich Lese und bewerte schon ein wenig abgehärtet zu sein, doch dieses Buch ist wirklich sehr grausam und erschrekend nahe an der Realität.

Die Story des Buches wurde bereits erötert weswgen ich da nicht näher drauf eingehe.

Ketchum hat einen schnörkelosen und zügigen Schreibstil,...
Veröffentlicht am 10. April 2007 von Danny Kemmerling


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322 von 335 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alptraum, 14. August 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
In einer der zahlreichen Online Rezensionen zu EVIL (THE GIRL NEXT DOOR) bei Amazon.com schrieb ein Leser, dass er als Amerikaner für die Redefreiheit eintrete, die für alle gelten solle. Für alle, nur nicht für Jack Ketchum. Gründe für diese Aussage werden kaum gegeben, außer dass der Roman abartig sei.
Ja, diese Geschichte ist schockierend, Ekel erregend. Sie überschreitet die Grenzen des Erträglichen. Ich habe beim Lesen Pausen einlegen müssen, um das Grauen in kleinen Portionen verarbeiten zu können. Mir standen Tränen in den Augen, und ich habe gewünscht, dass sich in der beständig abwärts führenden Spirale der Gewalt ein Hoffnungsschimmer entdecken lässt. Manchmal habe ich sogar gehofft, dass die Geschichte eine unglaubwürdige Wendung nimmt, mir die Chance lässt, mich auf diese Weise zu distanzieren.
Aber Jack Ketchum schreibt gnadenlos realistisch. Er besitzt ein meisterhaftes Gespür für die Psychologie seiner Figuren. Und so unglaublich das für manchen Leser scheinen mag: die hier geschilderten Vorgänge beruhen zum größten Teil auf Tatsachen.
Im Jahr 1965 gab ein Schausteller seine beiden Töchter vorübergehend bei einer Psychopatin
in Obhut. Vier Monate später wurde die Leiche der 16-jährigen Silvia Likens auf einer Matratze im Keller eines gut bürgerlichen Hauses gefunden. Der Leichnam war von über 100 Zigarettenbrandwunden übersät. Auf dem Bauch befand sich eine Tätowierung, eingebrannt mit einer glühenden Nadel. Gertrude Baniszewsk, die für 20 Dollar in der Woche auf die beiden Kinder aufpassen sollte, hatte Silvia Likens gemeinsam mit ihren eigenen 7 Kindern und Kindern aus der Nachbarschaft misshandelt und zu Tode gequält.
Man hat Jack Ketchums Roman in die Horrorecke verbannt. Verstört er dort weniger? Braucht er ein zusätzliches Etikett, damit man sich als Leser in die Behauptung flüchten kann, dies alles sei doch letztlich nur Fiktion? Vielleicht. Wer sehr sensibel ist, wird das hier Beschriebene unerträglich finden. Wer als Kind sexuell missbraucht oder körperlich misshandelt worden ist, wird mit einem Kloß im Hals nicken: „Ja, so ähnlich war's. Sie haben alle weggeschaut, niemand wollte es genau wissen. Dinge wie diese dürfen nicht geschehen. Deshalb ist es besser, sie zu ignorieren."
Weil ich selbst viele der Grausamkeiten erlebt habe, kann ich aus meiner Sicht nur bestätigen, dass die Figuren in diesem „Spiel" realistisch geschildert werden. Wie Maggie habe auch ich mir die Fragen gestellt. „Warum? Was habe ich getan, dass mir das angetan wird?"
Auch Jack Ketchum kann darauf nicht viele Antworten geben. An einer Stelle schreibt er:
„Aber es scheint mir wahrscheinlicher, dass wir es deshalb taten WEIL sie im Gegensatz zu uns schön und stark war (....), um ihre Schönheit zu bewerten." In diesem Irrsinn der Gewalt ist man schon dankbar, dass es wenigstens einen Versuch der Erklärung gibt.
Dank an den Heyne Verlag, dass dieses Buch 16 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung endlich auch auf Deutsch erscheint. Es ist ein wichtiger Roman. Gnadenlos kompromisslos und so verstörend, dass man ihn nie vergessen wird.
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105 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht Horror: sadistisches Kinderdrama, 21. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Jesus Maria.

Was für ein Buch...

Ich würde mich als "Horror Connoisseur" bezeichnen, allerdings wohl eher aus der Clive Barker Ecke, wo menschliche Abgründe mit phantastischen Elementen (fremde Welt, Unsterblichkeit etc.) kombiniert werden. Bei diesem Buch habe ich eine Art Krimi-Thriller erwartet und bewusst nichts über den Inhalt gelesen. "Schleichender Horror", hiess es.

Das Buch ist zwar absolut horrormässig zu lesen, ich verstehe allerdings nicht, warum darauf so rumgeritten wird und man grad einen Stephen King zitieren muss. Meiner Meinung nach tut dies dem Buch nicht gut, denn ist ist ein reinrassiges, überaus brutales, menschenentwürdigendes Drama. Vermutlich kleben überall die Horroretiketten, weil Jack Ketchum (Pseudonym) ansonsten effektiv Horrorbücher geschrieben hat. (OFF SEASON: Kannibalen fallen über eine Stadt her, ausserhalb der Feriensaison etc.). Hier wird nun aber eine WAHRE GESCHICHTE erzählt. Und somit wird das ganze zum wahrhaftigen Alptraum. Ungefähr in der Mitte des Buches musste ich mir effektiv regelmässig, fast schon chronisch einreden, hier eine fiktive Geschichte zu lesen, die allerdings so passieren könnte. Und was vernehme ich dann...? Sie IST so passiert.

EVIL empfand ich erstmals als Titel unglaublich schlecht gewählt. Englisch heisst das Buch "THE GIRL NEXT DOOR". Das Buch handelt davon, wie Erwachsene Regeln aufstellen können, die von unerfahrenen Kindern aus "gutem Hause", die nicht sonderlich leiden mussten und sich deswegen nicht in das Leid anderer versetzen können, bedenkenlos übernommen und weiter gepflegt werden. Sie werden zu Sadisten, egoistischen Sadisten, die zum Zeitvertreib Schnecken verbrennen, Würmer zwischen Ameisen schmeissen um genüsslich den schmerzhaften Windungen des Tieres während des Todeskampfes zuzuschauen.

Das Buch kommt meines Erachtens ungefähr aus derselben Ecke wie cineastische Schocker à la "IRREVERSIBLE". Erstmals sind die Bilder und Beschreibungen dermassen menschenverachtend, dass man ernsthaft am Verstand des Regisseurs/Schriftstellers zweifelt, jedoch wird das Thema dermassen tief ausgeleuchtet, dass nicht die blosse Faszination am Horror an für sich an der Frontseite hängen bleibt. Das Thema, die Geschichte, die Hergänge, alles wird für den blutgeilen Horristen zu détailiert, zu menschlich dargestellt. EVIL ist ein Drama, schlicht und einfach. Wer also unbeschwerten Horror lesen möchte, muss einen grossen Bogen um dieses Buch machen. Hier wird man mit den nun wirklich abgrundtiefsten Seiten des Menschen konfrontiert. Und wer ein Happy End erwartet... dem soll gesagt werden, dass hier dermassen kompromisslos vorgegangen wird, dass es unglaubliche Wut und Trauer auslösen kann. Es gibt in diesem Buch keine Gerechtigkeit:

David lebt im Haus neben den Chandlers. Ruth Chandler muss drei kleine Söhne über die Runden bringen, bis eines Tages zwei Nichten auftauchen, die nun auch zu versorgen sind, weil deren Eltern in einem Unfall tragisch ums Leben gekommen sind: Meg und Susan. Wegen des Unfalls ist Susan sehr eingeschränkt und mit Beinschienen und weiteren medizinischen Geräten ausgestattet. Ruth Chandler offenbart erst nach einigen Seiten ihr wahres Ich: eine verbitterte, gewaltbereite, überforderte Mutter mit einem schweren psychichen Defekt, der zunehmend schlimmer wird. Meg, die schöne Rothaarige, wird fortan zu einer Leidensträgerin, neben welcher die Opfer aus HOSTEL wie Strahlemänner wirken müssten, denn der wahre Horror spielt sich auf der psychologischen Ebene ab, wobei auch körperliche Schändungen der wirklich extremsten, kaltblütigsten Sorte nicht ausgelassen werden. Schlimmer wird das ganze in dem Moment, als sich beim "Kindsmissbrauch durch Erwachsene" nun auch noch Kinder beteiligen.

Mir persönlich hat das Buch teilweise den Verstand verdreht. Ich kenne Situationen aus Jugendjahren, die recht extrem waren, weil sie es erstens tatsächlich waren, und man zweitens als Kind vollkommen wehrlos ist. Diese Wehrlosigkeit und die Naivität/Dummheit und in gewissen Fällen Kaltblütigkeit Mitbeteiligter ist es, welche den absoluten Terror dieses Buches ausmacht. Das ganze wird dann auch vollkommen kompromisslos aufgezeigt, niemand relativiert, niemand hilft, niemand fühlt mit. Da wird einem an Schnüren in einem unterirdischen Bunker gefesselten Mädchen zum x-ten mal in empfindliche Körperstellen gekniffen, mit der Aufforderung zu weinen. Was manchmal nicht möglich ist, wenn man bis vor wenigen Minuten während den letzten Tagen nur geweint hat.

Kein Buch für zarte Seelen (wie mich). Wie bei IRREVERSIBLE ein Buch, das berührt und man fühlt sich genau wie David: man will nicht weiterlesen, und doch kann man irgendwie nicht anderst. Noch nie war ich selbst so nah und so sehr Teilnehmer. Ein Fluch. Doch wenn man solche Themen auffasst, dürfen sie nicht simplifiziert werden.

Ansonsten wirds genau so sein wie mit David: man denkt sich "ist schon schlimm, aber wird schon!". Wird nun aber bis ins letzte Détail alles präsentiert, wird man sich der unglaublichen Tragik erst bewusst. Eine Vergewaltigung beispielsweise ist kein Akt von wenigen Sekunden, das ist allerhöchstens in Filmen so. Dennoch: man hat als Mensch das Recht etwas NICHT zu sehen oder zu lesen. Es gibt auch Dinge, von denen ich nichts genaueres wissen will, auch wenn ich weiss, dass sie geschehen. Bei diesem Buch ist das eine solche Gradwanderung. Ich hätte fast aufgehört.

Fazit: wer Horror ala Clive Barker / Stephen King / Dean Koontz etc. möchte, soll das hier schleunigst vergessen. Ich würde hier eher von TERROR als von Horror sprechen. Das Buch macht nicht Spass und leuchtet jegliche Fazetten von purem Schmerz aus. "Ihr wisst, was Schmerz ist?", so der erste Satz dieser Erzählung. Der ganze Roman befasst sich mit Schmerz: jener, den sich Kinder unabsichtlich beim Spielen zufügen, jener, den lieblose Eltern den Kindern zufügen, jener, den sich Ehepartner gegenseitig zufügen, wenn die Familie nicht mehr Bilderbuchkonform ist, Schmerz aus Masochismus, Schmerz aus Sadismus, unverstandendener, fehlinterpretierter Schmerz...
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97 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horror als Grenzerfahrung, 1. Juni 2005
Von 
Glen Runciter - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Ganz, GANZ hart an der Grenze des Erträglichen. Ganz nah an dem, was "Horror" ausmacht, wenn er den Namen verdient: Grenzerfahrung - stellvertretend natürlich (Gott sei Dank!) durch einen künstlerischen Filter, hier in Prosa-Form.
Ketchum erzählt eine denkbar einfache Geschichte. Wir sind in einer US-Kleinstadt Ende der 50er. Heile Welt trotz Atombombe, Rock'n'Roll und Playboy. Keiner schließt Türen ab, jeder kennt jeden. Das Grauen kommt nicht in Form von Alien-Schoten oder Riesenameisen. Das Grauen ist schon da. In der Nachbarschaft.
Die Eltern von Meg und Susan kamen bei einem Autounfall ums Leben. Ruth Chandler (alleinerziehend) und deren drei Söhne sind die nächsten Verwandten, und dort werden die beiden Mädchen einquartiert. Die ältere, Meg, ist bildschön, ihre Schwester Susan nach dem Unfall auf Gehhilfen angewiesen. Ruth hat nun 5 Kinder, aber niemand im Ort scheint danach zu fragen, ob das vielleicht eine Überforderung sein könnte. So ist das halt: Familie hilft sich. Erst einmal scheint also das Leben für die Mädchen trotz des tragischen Unfalls in der unter den Umständen bestmöglichen Idylle normal weiterzugehen.
Aber was ist normal? Ketchum stellt diese Frage durchaus als Moralist und lässt nie locker. Wir dringen in die Welt der Kinder und Jugendlichen ein: Ist es normal, dass Woofer Chandler Spielzeugsoldaten verbrennt, dass er Würmer in Ameisennester wirft, um ihren Todeskampf zu beobachten? Ist es normal, dass die (männlichen) Kinder der Clique "Das Spiel" spielen, bei dem der Verlierer angebunden und der Quälerei der Sieger ausgesetzt ist? Ist es normal, dass irgendwann auch die kleine Denise mitspielt und den ersten sexuellen Gelüsten der Mitspieler ausgesetzt ist (und es auch genießt)? Ist es normal, dass Eltern ihre Kinder schlagen und misshandeln, bis diese selbst die Gewalt an ihre Spielkameraden weiterreichen? Wo fängt die Spirale der Gewalt an, wo wird die Grenze des "Zivilisierten", des Menschseins überschritten?
Ruth, die von ihrem Mann verlassen wurde und sich nun allein mit fünf Kindern durchschlagen muss, empfindet die neuen Mitfresser als Zumutung. Speziell Meg ist ihr ein Dorn im Auge. Und allmählich verwandelt sich Argwohn und Abneigung in blanken, irrsinnigen Hass, der offen als Sadismus zu Tage tritt. Ruth sperrt Meg in den Keller, misshandelt das Mädchen, animiert ihre Söhne dazu, es ihr gleich zu tun, Nachbarskinder gesellen sich hinzu, machen mit. Die Dinge eskalieren immer weiter.
EVIL (Originaltitel: The Girl Next Door) ist pessimistisch im Grundton und das bis zum Schluss: Irgendetwas stimmt mit dieser Gesellschaft/den Menschen nicht, aber was genau das ist, ist beunruhigenderweise nicht wirklich fassbar. Eines aber ist sicher: zurückziehen auf "das Böse" kann sich niemand. Ketchum vermeidet den reaktionären Ton (Selbstjustiz, Rache, Weg mit dem Abschaum), den man erwarten könnte, den man fasst herbeisehnt, weil er wenigstens so etwas wie einen Anschein von Erlösung oder Gerechtigkeit bieten könnte. Das Buch ist zu Ende und es geht einem nur schlecht.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grausam, gemein, sadistisch-krank und ultra-spannend!, 3. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Das Buch hat mich, von sämtlichen Thrillern und Horrorbüchern, die ich bis jetzt gelesen hab, am meisten schockiert aber auch sehr berührt. Es lässt sich so grausam und erschreckend „echt“ lesen, dass man es in unserer heutigen Gesellschaft gelesen haben muss! Ich kenne nichts Vergleichbares, was so sehr unter die Haut geht.

Eigentlich fängt alles mit spielenden Kindern, an einem Fluss im Wald, wie in einem King-Roman an.

Wenn der Leser jedoch perfekt in dieser Stimmung, vielleicht auch an seine eigene Kindheit erinnert, eingehüllt ist, stößt einen der Autor gnadenlos in einen finsteren Keller voller Grausamkeiten, macht die Tür zu, verriegelt diese sorgfältig. Man fängt wie von selbst an ununterbrochen in jeder freien Minute zu lesen, nur um schnellstens wieder ans Tageslicht zu kommen. Da das Buch sehr flüssig und unglaublich spannend geschrieben ist, merkt man die Zeit, die vergeht, nicht im Geringsten. Man muss einfach lesen! Lesen um sich aus diesem Alptraum zu befreien!

Genial geschrieben, jedoch zum Teil recht „krank“. Man bittet fast beim Lesen, dass es nicht noch grausamer wird.

Auch wenn Jack Ketchum mit Clive Barker verglichen wird, gibt es (fast) keine blutigen Splatter-Details. Da ich auch ein Barker-Fan bin, muss ich jedoch gestehen, dass der Stil Ketchums sowohl ihn als auch Stephen King bei weitem übertrifft und hoffe, dass seine restlichen Bücher auch noch in Deutschland veröffentlicht werden.

Ein ganz großer Lesetipp:

LESEN SIE AUF KEINEN FALL DAS VORWORT VON STEPHEN KING!

Hier wird nicht nur der gesamte Inhalt des Buchs auf ein paar Seiten beschrieben und auseinander gepflückt, sondern auch das komplette Ende verraten!

Warum man diese Seiten nicht als Nachwort gedruckt hat ist für mich unverständlich, hat jedoch schon einige Leser sehr verärgert!
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48 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwer zu bewerten!!!, 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Ich behaupte aufgrund der Literatur die ich Lese und bewerte schon ein wenig abgehärtet zu sein, doch dieses Buch ist wirklich sehr grausam und erschrekend nahe an der Realität.

Die Story des Buches wurde bereits erötert weswgen ich da nicht näher drauf eingehe.

Ketchum hat einen schnörkelosen und zügigen Schreibstil, der nicht annähernd so Blumig und langgezogen ist wie der seiner Gruselkollegen.

Dieser trockene Schreibstil in Verbindung mit dem was sich im Hause

der Chandler abspielt macht einen ähnlich wie die Hauptfigur David zu

einem Voyeur, als welcher man sich fragt, soll ich das wirklich weiterlesen oder in die Ecke feuern.

Doch die Kapitel sind sehr kurz gehalten, immer weiter liest man sich von Kapitel zu Kapitel und wird dabei Zuschauer immer Grausamerer Foltermethoden bis man irgendwann nicht mehr zurück kann, und auf ein gutes Ende hofft welches ab einem bestimmten Zeitpunkte ja auch gar nicht mehr möglich erscheint, und Ketchum beraubt einem hier auch schnell jeglicher Hoffnung.

Literarisch ist dies sicher eine 5 Sterne-Geschichte. Sie ist nah an der Wahrheit, sie verstört und Ketchum schreibt gute Prosa. Der Plot ist schlichtweg brilliant aufgebaut und kein Vergleich zu der Geschwätzigkeit eines SaulŽs oder King.

Allerdings tue ich mich schwer eine offenkundige Kaufempfehlung auszusprechen und damit 5 Sterne zu vergeben. Den dem Käufer sollte klar sein das hier die niedrigsten Instinkte des Lesers angesprochen werden, das es hier keine Verdunklungen wie in vergleichbaren Romanen gibt.

Man sollte sich der Grausamkeiten also vollstens im klaren sein wenn man hier zugreift. Nach diesem Buch wird wohl keiner behaupten können er habe es genossen, dieses Buch wird sie noch Tage nach dem zuschlagen des letzten Kapitels im Kopf rumgeistern.

Also entscheiden Sie bitte selbst ob das die Art Literatur ist mit der Sie Ihre Freizeit verbringen wollen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach nur geschockt, 6. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Jemand, der meinen Buchgeschmack in Sachen Thriller teilt, hat mir dieses Buch empfohlen und war der Meinung, dass dieses genau meinen Lesenerv trifft. Es dümpelte noch lange auf meine Wunschliste herum, bis ich endlich zugriff und schnell anfing es zu lesen...

Es beginnt mit einem relativ langem Vorwort von Stephen King. Allerdings weiß ich nicht was ich davon halten soll. Wird mit dem bekannten Namen nur Werbung gemacht? Oder wollte der legendäre Autor zu diesem Buch seinen Senf geben?
Wäre ersteres der Fall, müsste nämlich erwähnt werden, dass Jeck Ketchum diese Werbung gar nicht nötig hat.

Jack Evil hat das Talent, eine Geschichte richtig lebendig werden zu lassen. Gefühle werden mit Leichtigkeit vom Leser nachempfunden und die Szenerie scheint echt zu sein. Gleichzeitig ist die Handlung ganz einfach gestrickt. Ein Verbrechen, von dem man vielleicht schon einmal irgendwo gelesen hat oder wie sie in anderen Büchern auch das eine oder andere mal geschehen. Und gerade das macht "Evil" so unglaublich furchtbar. Doch ist das gut bei einem solchen Inhalt? Denn die Verbrechen und die Emotionen der Opfer scheinen gar nicht so weit weggeholt zu werden. Und das ist genau die Mischung die Leser an ihre Grenzen bringen kann. Wo man anfängt, nicht mehr unbedingt daran zu denken, das wir hier nur irgendeine Geschichte in den Händen halten.
Eines muss ich auf jeden Fall sagen: Der Autor ist trotz des Grauens - oder vielleicht gerade deswegen - welches er uns hier präsentiert, einfach grandios.

Mich hat das Buch geschockt und zum Weinen gebracht. Ich kann als hartgesottener Fan der schlimmsten Thriller sagen, dass dies kaum ein Buch schafft und nach so manchen Buch gedacht habe, jetzt kann mich nichts mehr schocken. Und doch war das der Fall. Ich wurde an Abgründe geführt, die weit über das menschliche hinaus gehen und mir wurde vor Augen geführt, zu was Menschen überhaupt fähig sind und was man einander antun kann. Dass der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen war, hat das Grauen eigentlich nur noch schlimmer gemacht, weil ich so nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Ich möchte das Buch nur bedingt weiterempfehlen, da dieses Grauen, welches in "Evil" beschrieben wird, mit Sicherheit nichts für jedermann, ja nicht einmal für alle Thrillerfans etwas ist.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaum zu ertragen, 6. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Worum geht es:

Als die Eltern von Meg und Susan bei einem Autounfall ums Leben kommen, werden die beiden Mädchen zu ihrer Tante Ruth und deren 3 Söhnen geschickt. Sie sollen ein besseres Leben haben, und nicht im Waisenhaus enden müssen. Doch was die Mädchen erfahren, ist unter keinen Umständen in einem Atemzug mit "einem besserem Leben" nennbar- das was die beiden, vor allem Meg, erleben, ist ein Albtraum sondergleichen. Meg wird misshandelt, gequält, gedemütigt und schwer verletzt, und das "nicht nur" von Ruth sondern auch von ihren Söhnen und den Kindern der Nachbarschaft. Es ist eine Spirale der Gewalt die sich unermüdlich weiter dreht, und niemand hilft Meg aus ihrer Lage- bis zum Schluss.

Meine Meinung:

Ich habe lange mit mir gehadert dieses Buch zu rezensieren, weil ich einfach nicht weiß, wie ich das dort Geschriebene in meine eigenen Worte fassen soll. Denn dieses Buch ist ein wahrer Albtraum, etwas das mich nicht mehr loslässt und mich so tief erschüttert hat, dass ich manchmal einfach das Buch weinend weglegen musste, nur um die Grausamkeiten für den Moment nicht weiter ertragen zu müssen.

Die Geschichte ist eine fiktive Aufarbeitung von Jack Ketchum über den Mordfall Sylvia Likens, die 1965 von ihrer Ziehmutter und mit Hilfe der Nachbarskinder zu Tode gefoltert wurde. Viele Elemente dieses tatsächlichen Verbrechens finden sich in dem Buch wieder, und machen es damit nur noch schlimmer, denn man weiß dass das tatsächlich einem jungen, hilflosen Mädchen passiert ist.

Meg wird gefoltert, und für jeden der schon keine durchschnittlichen Thriller ertragen kann, ist dieses Buch absolut ungeeignet. Ich habe kein Problem mit blutigen Szenen in Thrillern, aber selbst für mich als "erprobte" Leserin waren Seiten teilweise so unerträglich dass ich sie einfach überflogen habe, um den Schrecken nicht ganz so nah an mich heran zu lassen. Es ist einfach unvorstellbar schrecklich, gerade auch wenn man bedenkt dass viele der Täter noch keine 14 Jahre alt sind, und aus reinem Spaß an der Qual Anderer sich an dem Verbrechen beteiligen.

Besonders berührt hat mich übrigens Susan, die kleine Schwester von Meg. Wenn sie im Buch auftauchte, habe ich immer den Atem angehalten angesichts dieser namenlosen Angst eines kleinen Mädchens, die schlicht unfähig war etwas zu tun und zum Zusehen und gelegentlichen "Gastauftritten" in der perversen Welt von Ruth war. Ganz im Gegensatz zu David, dem Jungen aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Denn er ist ebenfalls Teil der Qualen. Zwar quält er nicht eigenhändig, aber er verpasst auch keine Details ihrer Folter, ist dabei, schaut zu, und greift nicht ein. Fühlt sich sogar mächtig und stark angesichts dessen was Meg angetan wird. Ich kann nur sagen, ich war wirklich angewiedert von diesem Jungen.

Was ich noch sagen möchte ist, wer wirklich überlegt das Buch zu lesen, sollte auf das Vorwort von Steven King verzichten. Lest es nicht. Ich habe es getan, und auf ca. 8 Seiten fasst er zusammen, was allen in dem Buch passiert, inklusive dem Ende. Ich wusste also von Anfang an, was ihr alles passieren wird und wie es ausgeht, und war total verärgert darüber, dass so ein Vorwort abgedruckt wird. Außerdem zweifel ich stark an dem Urteilsvermögen von Herrn King. In seinem Vorwort schreibt er "Der Erzähler David ist die einzige menschliche anständige Figur des Romans [...].". Wenn so etwas in Kings Meinung anständig ist, möchte ich nicht erfahren, was für ihn einen schlechten Menschen ausmacht. Zuzusehen, sich daran "aufzugeilen" und nicht zu handeln, nicht einmal als die Schmerzen lebensbedrohlich werden, ist für mich einfach nur verabscheuungswert.

Fazit: Ich gebe dem Buch 5 Sterne. Nicht weil der Inhalt so toll ist, nicht weil es so spannend war, sondern einfach weil es ein Buch ist, das einen packt trotzdessen dass einen der Inhalt abstößt und verstört.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen abartige Phantasie??? Nein, harte Realität!!, 11. September 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Evil wurde mir von einer Freundin empfohlen. Besser gesagt empfahl sie mir, es NICHT zu lesen. Doch wie es eben so ist, machte diese Aussage es für mich nur noch interessanter. In den anderen Rezessionen ist der Inhalt und die Grausamkeit des Buches schon hinreichend thematisert worden. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch tatsächlich ein FSK 18 bekommen.

Ich habe jedoch unter anderem in einer Rezession auch gelesen, dass der Autor, Jack Ketchum, in diesem Buch eine abartige Phantasie beweist. Dass es unfassbar ist, wie ein Mensch sich sowas nur ausdenken kann. Dass der Autor für "Ruth", die das Mädchen foltert, keine nachvollziehbaren Beweggründe liefern kann. Das hilft natürlich sehr, wenn man sich das immer vor Augen halten kann: Es ist ja nicht real. Es ist ein Horror Buch, und somit alles vom Autor erfunden.

Äh .. nein.

Das wirklich Abartige, Beschämende, Entsetzliche resultiert nicht etwa aus den kranken Phantasien eines Mannes oder dem Erzähltalent eines versierten Horroautors. Das Unfassbare daran ist, dass die komplette Geschichte auf einem wahren Fall beruht. Das Mädchen gab es wirklich. Sylvia Marie Likens wurde 1965 von ihrer Pflegemutter und einigen Nachbarn in einem Keller zu Tode gefoltert. (Nachzulesen auf wikipedia.com - nur englische Version) Und in der "realen Version" hatte der Junge, durch dessen Auge der Leser die Geschichte verfolgt, noch nicht einmal die Courage am Ende einzugreifen.

Das was Evil beschreibt ist nicht real? Kann nicht real sein? Doch, ist es. Und das macht es zu wahrem Horror. Denn nichts ist grauenhafter, als die Realität selbst.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn das kein Horror ist, was bitte dann?, 10. September 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
EVIL ist so ziemlich das grausamste Buch, das ich je gelesen habe. Jack Ketchum (Pseudonym für Dallas Mayr) schafft es auf eine einerseits subtile, anderseits gnadenlos brutale Art und Weise einen das empfinden zu lassen, um das es im dem Buch letztlich geht - Hass. Man empfindet Hass auf die Protagonisten des Buches, man möchte am liebsten "HÖRT ENDLICH AUF" schreien, man fragt sich "WARUM TUT IHR DAS VERDAMMT NOCHMAL?". Ich kann nicht ganz nach vollziehen, warum diese Geschichte kein Horror sein soll - müssen denn zwingend die Kuscheltiere vom Friedhof aufstehen oder 20 Zombies in einer Stadt umhermetzeln?

Nein, EVIL ist der Horror von nebenan, der reale Horror. Die Hölle kann kaum schlimmer sein - und gerade WEIL die Frage nach dem "warum machen die das überhaupt" mehr oder weniger unbeantwortet bleibt, gerade weil es "einfach so" passiert ist EVIL ein so hervorragendes Buch. Mayr lässt somit Raum für Interpretationen und macht auf erschreckende Weise deutlich, dass schlichtweg alles Denkbare auch möglich ist. Ein grausiger Gedanke der durch Mark und Knochen geht.

Ich mag derlei Phrasen nicht, aber hier sei sie angebracht: Nur für Leute mit starken Nerven. Denn genau daran zehrt das Buch gnadenlos.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen, Klappentext stimmt ausnahmsweise!, 2. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost. Man kann Leute verstehen, die es aus "moralischen Gründen" nicht weiter empfehlen werden. Für den durchschnittlichen Unterhaltungs/Krimi-Leser ist das Buch wohl auch nicht geeignet.

Allerdings sollten sich Horror-Fans dieses Buch unter keinen Umständen entgehen lassen. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass dies eines der besten Bücher ist, die ich jemals gelesen habe. Auch 1 Jahr nach der Lektüre hat dieses Buch einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Absolut mitreißender Schreibstil, hochspannend, schockierend, tragisch... und zusätzlich eine anspruchsvolle Geschichte. Mehr als 5 Sterne!

Wirklich ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt.
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EVIL
EVIL von Jack Ketchum (Taschenbuch - 1. Januar 2006)
EUR 8,95
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