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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Männer weicht zurück!
Die Geschlechterdebatte hat in der letzten Zeit wirklich etwas überdrehtes gehabt. All diese Theorien, alles so verstaubt durchdacht. In Christian Seidels Buch "Die Frau in mir" wird endlich ein praktischer Beitrag geschildert. Ausgezeichnet geschrieben, und im Vergleich zu der oft verquast formulierten Gender-Literatur, ist dieses Buch ein Lesegenuss. Man kann es...
Vor 7 Monaten von Lena Hardt veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig
Vorab: Respekt an Christian Seidel für den Mut, sich in dieses Experiment zu begeben. Das Buch liest sich leicht und flüssig (wenn auch der Stil nicht sonderlich elegant ist). Einige Informationen im Buch empfand ich auch sehr interessant (z.B. die Infos, die in der Sequenz beim Gynäkologen gegeben werden).

Leider bleibt das Buch dann doch stark...
Vor 4 Monaten von Eine Leserin veröffentlicht


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 23. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Vorab: Respekt an Christian Seidel für den Mut, sich in dieses Experiment zu begeben. Das Buch liest sich leicht und flüssig (wenn auch der Stil nicht sonderlich elegant ist). Einige Informationen im Buch empfand ich auch sehr interessant (z.B. die Infos, die in der Sequenz beim Gynäkologen gegeben werden).

Leider bleibt das Buch dann doch stark in Klischees verhaftet. Weshalb sich Seidel ausgerechnet in eine sexy Blondine mit großer Oberweite verwandelt, wird noch verständlich geschildert. Dann wird's aber irgendwie verquer. Der Autor beschwert sich über die Restriktionen der männlichen Mode und weist darauf hin, dass Frauen viel größere Freiheit haben. Nimmt aber eine Frau diese Freiheit wahr, indem sie sich den weiblichen Modeklischees verweigert, wird sie abqualifiziert ("Astrid war so gekleidet, wie sich Frauen kleiden, die nicht unbedingt den gängigen Frauenklischees folgen wollen. Bequemschuhe, Beulhosen. Ihren Stil empfand ich als vermännlicht und angepasst. Kurz gesagt: Sie sah nicht typisch weiblich aus"). Machismo, ich hör Dich trapsen.

Auch an anderen Stellen spiegelt das Buch ein Rollenverständnis wieder, das ich aus meiner Welt nicht kenne: Da sprechen sich die Frauen vor einem Mädelsabend bei einer Freundin über die Farbe ihrer Nylonstrumpfhosen ab (echt jetzt?); da gehen nur die Männer fremd, da ziehen 90% aller Männer jede Frau sofort mit den Augen aus, da gibt es angeblich keine Bezeichnung für Freunde, die miteinander ab und an auch mal das Bett teilen. Nur zur Info: sowas nennt man "Freundschaft plus" oder "friends with benefits".

Insgesamt werden in dem Buch viele Einzelereignisse (für meinen Geschmack) zu detailliert geschildert, während das Ergebnis für Herrn Seidel selbst irgendwie blass bleibt. Christiane wird am Ende des Buches wieder in den Schrank gesteckt. Aber hat sich Christian durch die Erfahrung als Christiane von den gängigen männlichen Rollenklischees emanzipiert? Spricht er in prolligen Männerrunden Klartext oder über seine Gefühle? Kann auch Christian sich mal frei fühlen, einen Rock tragen und zur Maniküre gehen - oder zieht sich Christian jetzt wieder seinen Männeruniformen an? Auf diese Fragen und noch viel mehr erhält der Leser keine Antwort - und das hinterlässt das schale Gefühl, dass es sich hier letztlich nur um eine Kostümierung gehandelt hat, nicht um eine lebensverändernde Erfahrung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Neues, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Christian Seidel hat in jedem Winter eine Bronchitis. Warum? Männerunterwäsche wärmt entweder zu gut, oder gar nicht. Was aber, wenn er Nylonstrümpfe unter der Hose trüge? Sein Ausflug in die Welt der schillernd vielfältigen Damenbekleidung fasziniert ihn dermaßen, dass er entschlossen ist, die Limitierungen seiner männlichen Existenz abzuwerfen. Damenkleidung muss her, samt künstlicher Doppel-D-Brüste, BH und Beinrasur.

Um es gleich ganz klar zu sagen: Seidel ist während seines Experiments nie wirklich als Frau durchgegangen. In Stilettos über 1,95 groß und mit seiner transig-tussig aufgebrezelten Erscheinung ist er allerspätestens auf den zweiten Blick als Grenzgänger zwischen den Geschlechtern erkennbar. Die Reaktionen, die er bekommt, sind also keine auf sein Frau-Sein, sondern auf seine Grenzüberschreitung. Dass Frauen neugierig und Männer irritiert bis feindselig reagieren, hat mich nicht überrascht. Auch nicht, dass seine Frau Probleme hat, diese Entwicklung zu verkraften - Chapeau für ihre Toleranz.

Immerhin war ich fasziniert zu lesen, dass ein Mann tatsächlich ein solches Experiment gewagt hat. Seidel berichtet euphorisch über sein neues weibliches Körpergefühl und ist begeistert von der emotionalen Offenheit, mit der Freundinnen miteinander umgehen. Seine Identifikation geht so weit, dass sogar sein Testosteronspiegel sinkt, etwas, das mich an seiner Stelle alarmiert hätte.

Seinem originellen Ansatz zum Trotz sind die Erkenntnisse, die er gewinnt, nicht neu. Dass Männer in ihrer Rolle wesentlich limitierter sind als sie selbst wissen. Dass Frauen emotional freier sind als Männer. Dass Männer ihre "weiblichen", sprich anlehnungsbedürftigen Anteile nicht zulassen, weil sie fürchten, ihrer Männlichkeit verlustig zu gehen. Dass die Frau die biologische Urform ist. Dass dennoch auch Weiblichkeit ein Konstrukt ist. Dass Frau sich verbiegen muss, um in der männlich geformten Welt zu bestehen. Dass in der Sexualität erschreckende beiderseitige Unkenntnis herrscht, weil Mann und Frau zu wenig miteinander reden. Das alles, sorry, weiß, wen's interessiert, schon lange. Nach einem nächtlichen Überfall auf "Christiane", dessen er sich mit männlicher Kraft erwehren kann, geht Seidel immerhin auf: "Nein, wie es wirklich für eine Frau ist, weiß ich nicht."

Das sehe ich auch so, denn: Haben Frauen wirklich keinen Leistungsdruck? (Wie bitte?!) Haben sie wirklich weniger zu tun als Männer, weil Männer ihnen die Türen aufhalten und heruntergefallene Handtaschen aufheben? (Welch ein Flachsinn ...) Kann frau in High Heels dauerhaft schmerzlos wandeln? (Mitnichten!) Ist es wirklich so toll, dem zeitaufwändigen weiblichen Gepflegtheitsanspruch genügen zu müssen? (Wohl kaum.) Konkurrieren Frauen wirklich nicht miteinander? (Blödsinn!) Seidels Idealisierung der weiblichen Welt und vor allem seine Konzentration auf das Äußere ging mir über weite Strecken ziemlich auf die Nerven.

Am Ende deduziert Seidel Forderungen aus seinen Erfahrungen, die erstmal verwirren. Was soll das heißen, wenn er sagt, Männer sollten nicht mehr Anrecht auf Jobs haben "als den Umfang ihres gesellschaftlichen Anteils"? Meint er den demografischen Anteil? Der wäre 49 Prozent per 2009. (Wäre es der gesellschaftliche Anteil, z. B. 96 Prozent in Firmenvorständen per 2012, so würde der Status quo zementiert.) Geregelt werden soll dies von einer überparteilichen Frauenorganisation. Ein schöner Traum. Seidels Fazit: "Die Männer werden sich nie von allein bewegen. Sie werden immer ihr Spiel spielen."

Erzählen Sie mir was Neues, Herr Seidel.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Oberflächlich, 12. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
ie Zeit titelt diese Woche: "Der Mann von heute - Er darf über sich selber lachen. Im Testosteron baden. Zum Therapeuten laufen, sogar eine Chefin haben: Wann ist Mann noch ein Mann?"

Die Reihe der möglichen Neuerungen in einem Männerleben lässt sich beliebig erweitern. Der Mann von heute - Christian Seidel - geht auf die Suche nach seiner inneren Frau. Ein Experiment das polarisiert. Die einen macht es neugierig, die anderen verunsichert es, viele stößt es ab. Doch auf jeden Fall ist es nicht immer ganz einfach zu verstehen.

Christian Seidel ist ein bekannter Unternehmer in einer Männer dominierten Medienwelt . Als Filmproduzent hat er sich einen Namen gemacht, drüber hinaus auch als Journalist, Autor und Berater. Die Vielfalt seiner Projekte zeichnen ihn als explorativen Charakter aus, der sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen will.

Dem verheiratetem Journalist geht die klassische Männerrolle auf den Keks. So sieht er sich selbst als Neo-Macho in einer Welt voll weiterer Neo-Machos, die alle unter dem Zwang leben, ein gewisses Männerideal erfüllen zu müssen. Dabei scheint ihm, immer ein Teil zu fehlen, wie ein herausgeschnittenes Kuchenstück in einer ganzen Torte. Weil ihm die Welt der Frauen so viel heller und freundlicher scheint, begibt er sich dort auf die Suche. Auf die Suche nach seiner Weiblichkeit, auf die Suche nach seiner inneren Frau.

Seine 'Privatrevolution' führt ihn durch ein komplettes Umstyling: Falsche Brüste, BH, Perücke, Damenkleidung, Schuhe und jede Menge Kosmetik. In den Fachgeschäften begegnen ihm andere Männer, die aus Transsexualitäts- oder Fetischgründen dort einkaufen. Meistens anonym. Doch Versteck spielen will Christian nicht, er will in die Öffentlichkeit damit das Experiment gelingen kann. Als seine Frau davon erfährt ist sie schockiert. Sie hat doch einen "Mann" geheiratet und fürchtet gravierende Beziehungsprobleme.

Als "Christiane" besucht er Laufkurse für High Heels, Damenkränzchen und sogar einen Frauenarzt. Der Arzt gibt ihm bei dieser Gelegenheit eine anschauliche Lehreinheit über den üblichen Verlauf eines Gynäkologenbesuches und die biologischen Vorgaben eines echten weiblichen Körpers.

"Absurderweise fühle ich mich als Frau nicht verkleidet, sondern als wäre das normal für mich. Und als wäre ich von einem schweren Gewicht entlastet. Von dieser Männlichkeitsidentität."
"Und deswegen willst Du jetzt eine Frau sein?"
"Ich werde nie eine Frau sein können" erwiderte ich. "Ich bin ein Mann, dazu stehe ich auch. Aber was ich neuerdings erlebe, ist so überraschend und inspirierend. Ich will warten, bis diese Quelle versiegt oder mich nicht mehr interessiert."

Immer wenn Christian zu Christiane wird, erlebt er ein großes Gefühl der Entspannung. Endlich ist er den Zwängen des Mann seins entkommen und er findet Muße, die Männer aus seiner neuen weiblichen Abstandshaltung heraus zu beschreiben. Weibliche Leserinnen haben die Gelegenheit in diesen Passagen einiges über die Männerwelt herauszulesen. Eben diese Männerwelt begegnet ihm aber überwiegend mit Skepsis und unverholener Ablehnung. Viele Freunde sehen ihn als Spinner und wenden sich ab.
In der Welt der Frauen trifft Christiane auf weit größeres Verständnis und viel echtes Interesse.

Der Autor vermutet im Frau sein etwas "urgewaltiges", doch seine Freundinnen warnen ihn, die Frauen nicht zu sehr zu glorifizieren. Der Balanceakt zwischen den Geschlechtern gefährdet schließlich seine Ehe und seine gesamte Existenz und findet nach einem Jahr Rollenwechsel ein Ende.

Ich habe den Eindruck, dass Christiane die Welt der Frauen aus einer höchst oberflächlichen Perspektive erlebt. Sie erfährt zu wenig von Ihren wirklichen Schwierigkeiten in Gesellschaft und Beruf oder nimmt diese Aspekte des "Frau seins" erst gar nicht unter die Lupe. Christian Seidel schreibt wunderbar lebhaft und anschaulich, seine Passagen sind sehr reflektiert und gut nachvollziehbar. Doch auf der Suche nach der inneren Frau stehen mir persönlich die Äußerlichkeiten, wie Make up und Nagellack etwas zu sehr im Vordergrund.
Obwohl ich mir die Lektüre mit echtem Interesse ausgesucht habe, bleibe ich beim Lesen die ganze Zeit skeptisch. So richtig kann ich dem Autor seine experimentellen Beweggründe nicht abnehmen. Ganz ungewollt fühle ich jedoch heftig mit seiner Frau, die das ungewöhnliche Projekt ihres Mannes mit tragen muss.

Ein offenes und authentisches Sachbuch für alle, die sich gerne mit Inhalten zur Geschlechteridentität auseinandersetzen möchten.
Original Rezension bei [...]
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tolles Thema, schlechtes Buch..., 25. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Um wirklich in die Rolle der Frau zu schlüpfen, bedarf es deutlich mehr als in roten, halterlosen Strümpfen, 11 cm High Heels, Lederminirock und mit XXL Silikon-Brüsten seinen neuen "Alltag" zu bestreiten. Ich (Frau!) frage mich, welches Bild hat Herr Seidel eigentlich von uns Frauen, denn auf was er das Frau sein in seinem Buch reduziert, ist geradezu ärgerlich. Alles vermeintlich Weibliche sexualisiert er bis in's Unerträgliche und zeigt sich dann erstaunt bis empört über die Reaktionen seiner Mitmenschen.
Liebe Frauen, ich weiß nicht, in welchem Qutfit ihr so tagtäglich unterwegs seid aber ich finde mich hier nicht wieder und frage mich, wie alltagstauglich sein Experiment überhaupt ist.
Hinzu kommt, dass ich besonders im ersten Viertel des Buches das Gefühl nicht loswurde, dass seine Motive, dieses Buch zu schreiben, nicht ehrlich sind. Ich hatte damit zu kämpfen, dass ich mich echt veräppelt fühlte. Warum? Z.B. behauptet er, er habe sich für die halterlosen Strümpfe entschieden, weil ihm als Mann im Winter immer so kalt war und er die hässliche, lange / warme Unterwäsche für Männer so unbequem fand. Ja, klar... ;-) Weil halterlose Strümpfe auch so super warmhalten, so unendlich bequem und praktisch sind... ;-) KREISCH!!!
Auch die Vergewaltigungsszene, die er schildert, als er mal wieder im Prostituiertenstyle nachts alleine im Park unterwegs ist, ist ziemlich unglaubwürdig beschrieben. Das ist so schlecht, dass man es vielleicht einfach deshalb lesen muss, um es glauben zu können! Ok, selbst wenn dieser Teil der Geschichte stimmt, wie kann er, nach dem er den Vergewaltiger "übermannt hat" diesen laufen lassen?! Der Mann ruft NICHT MAL DIE POLIZEI...
Die Frauen kommen mir in dem Buch auch viel zu gut weg. Ach, wenn wir nur halb so toll wären...
Z. B. behauptet er, Frauen würden untereinander nicht "rempeln" (sich abchecken, konkurrieren)... Das stimmt nicht! Wir Frauen "rempeln" untereinander manchmal sehr wohl, wir machen es nur anders als Männer.
Mein Fazit: dies ist leider kein authentischer Beitrag in der oft theoretisch ausufernden Geschlechterdebatte, denn mit den praktischen Themen, mit denen sich Frauen und Transsexuelle herumschlagen müssen, hat das nicht viel zu tun.
Aber Herr Seidel ist ganz klar Experte in Sachen Damenunterbekleidung, High Heels und opulenten Silikonbrüsten ;-)
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Männer weicht zurück!, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Die Geschlechterdebatte hat in der letzten Zeit wirklich etwas überdrehtes gehabt. All diese Theorien, alles so verstaubt durchdacht. In Christian Seidels Buch "Die Frau in mir" wird endlich ein praktischer Beitrag geschildert. Ausgezeichnet geschrieben, und im Vergleich zu der oft verquast formulierten Gender-Literatur, ist dieses Buch ein Lesegenuss. Man kann es nict weglegen. Endlich ein Mann, der sie Regeln bricht. Dieses Buch reißt die Debatte auf.

Seidel beschreibt chronologisch die Verkettung von Koinzidenzen, Ereignissen und inneren Vorgängen, die ihn dazu gebracht haben, fast über ein Jahr als Frau zu leben. Er erzählt von seinen - oft äussrest lustigen, oft aber auch schockierenden - Erlebnissen als Frau in einer Welt, die ausschließlich von den Männern dominiert wird. Darüber hinaus schildert er auf einer oft ins kathegorisch gehenden Kompromisslosigkeit seine Eindrücke und Reflexionen. Besonders scharf geht er mit seinem eigenen Geschlecht in die Kritik. Seine manchmal fast sogar feministisch wirkenden Thesen begründet er mit dem vielsagenden Satz: "Wenn ich auch nur ein wenig zu viel differenzieren würde, wenn ich einräumen würde, dass es unter den Männern Ausnahmen gibt, dann würden sich alle Männer sofort als Ausnahme fühlen." Chapeau!

Mit seiner These, eine Männer-Minus-Quote wäre angemessener, als eine Frauen-Quote, benennt der Autor zudem ein ganz wichtiges Thema: Dass es nicht an den Frauen sein kann, um ihre Jobs zu kämpfen, sondern dass die Verantwortung der Männer ist, den Frauen Raum zu geben. Von sich aus.

"Die Frau in mir" von Christian Seidel ist ein Weitmacher, ein Lichtblick in der verfahrenen Geschlechterdebatte. Es ist ein hartes Buch von seiner Botschaft her gesehen. Doch es braucht diese Unmißverständlichkeit in einer Zeit, in der alles nur noch abgewogen und hin- und her überlegt wird, anstatt dass etwas geschieht
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unstillbares Geschlechterbuch, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Als 'seelenblankgerieben ' bezeichnet er sich selbst schon nach wenigen Tagen Frausein. Die Männer vergleicht er mit 'wegschwimmenden Fellen', das Fremdgehen wird plötzlich verständlicher, wenn auch nicht legitimierter, wir Frauen bekommen Einblicke, wie sich ein männlicher Orgasmus anfühlt, statt der Frauen-Quote wird eine Männer-Minusquote gefordert, das Mannsein als Junge sei 'schutzlos', Männer sind rollenbeherrschte 'Dominomenschen', welche die Freiheit und ihre Gefühle spielen, anstatt sie zu leben, wozu es das Risiko und die seelische Öffnung bräuchte, die der Autor mit seinem Experiment beschreibt. Das "verbotene Wohlgefühl" des Frauseins beschreibt Seidel, ohne etwas von seiner Männlichkeit zu verlieren. Eigentlich ein Manifest für die Männer, bzw. wo es für sie lang gehen würde. Ein 'unstillbares' Buch für Frauen und Männer (die den Mut haben, das zu lesen).
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Peinlich, peinlich, 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Wer noch kurz zuvor wirkliche Literatur auf dem Schreibtisch hatte, muss sich bewußt sein, mit Seidels "Frau" erst einmal einen satten Absturz hinzulegen. Die Grammatik- und Rechtschreibfehler halten sich zwar in Grenzen (S. 288: das Buch ließt sich gut), aber der sprachlichen Platitüden und peinsamen Klischees und Fehleinschätzungen begegnet man einer ganzen Fülle: Männer trugen vor der französischen Revolution angeblich Nylons (Seidel meint Nylonstrümpfe). Aha! Wie wir hoffentlich alle wissen, ist das Jahr der französischen Revolution 1789. Nylon wurde allerdings erst 1935 patentiert. Daher lieber kein Kommentar. Wahrscheinlich dachte Seidel an all die mittelalterlichen Bilder, auf denen Männer Strümpfe tragen? Weiter mit den verdrehten Sprachbildern: Auf S. 129 wandert der Autor durch den "Peinlichkeitsschlamm der Welt", auf S. 80 sind die "Klischees wie Stacheldraht um die Seele gewickelt", auf S. 160 ist er nach all "den Drinks" "irgendwie" berauscht, auf S. 288 reist er mißverständlich gerade mal 500 Jahre in die Vergangenheit, um dort ein Buch zu holen (Das Lob der Torheit). Eieiei! Der Text mischt Erzählerisches mit Analytischem, wobei der Erkenntnisgewinn eher bescheiden bis übersichtlich bleibt. Wer sich hinsetzt und fragt: Wie wäre es als Frau? würde von ganz allein auf all die hier breit präsentierten Einsichten kommen. Man bekommt den Eindruck, als wollte hier jemand einmal irgend etwas außergewöhnliches tun (an anderer Stelle wird von Seidel vergleichbares Bestreben als "mutig" bekrittelt), ihm fiel aber leider nichts Besseres ein. Das hätte man wesentlich schöner machen können, zumal vom "Journalisten" (Klappentext) und vom "Ex-Medienmanager" (Autor) sicherlich mehr geliefert hätte werden können. Was mir gefallen hat war die Idee und Einsicht, daß die Männerrolle eine doch eigentlich so schwierig zu meisternde ist. Hier gelingt Seidel einiges an guter Argumentation, die bei genauerer Betrachtung auch gesellschaftlich relevant sein könnte. Der Band hat bei mir trotzdem ein flaues und schales Gefühl hinterlassen. Nichts für Literaten und andere Leute, die sich an guten Texten erfreuen. Ein hochwertiges Buch sieht anders aus.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Frau in ihm, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Ich habe von dem Buch in einer Talkshow erfahren. Die Beschreibung hörte sich ganz interessant an und so habe ich das Buch bestellt. Es liest sich schnell herunter und ist zwischendurch auch nachvollziehbar sowie zeigt es Perspektiven, die ich spannend gefunden habe. Insgesamt hat das Buch mich aber leider gelangweilt.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anders als erwartet, 7. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin über einen Radio Beitrag auf das Buch aufmerksam geworden da klang es sehr interessant. Ich finde allerdings das hier Menschen egal welchen Geschlechts ganz schön über einen Kamm gezogen werden. Frauen werden hier geradezu angepriesen was einfach in manchen Stellen lächerlich ist. Das Buch hat gar nicht meine Erwartungen getroffen....leider
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hoffentlich wagen nicht noch mehr Männer solche Experimente, 9. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment (Broschiert)
Also ehrlich - warum habe ich dieses Buch gekauft? Weil ich mal ein sehr sehr gutes und empfehlenswertes Buch gelesen habe, welches da hieß: Mein Jahr als Mann.

Ich glaub, das kauf ich mir glatt nochmal, um mal wieder was zu lesen, wo ich nicht vor Langeweile fast einschlafe.

Die Frau in mir geht irgendwie los und hört irgendwann endlich auf.

So meine Meinung.
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Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment
Die Frau in mir: Ein Mann wagt ein Experiment von Christian Seidel (Broschiert - 13. Januar 2014)
EUR 12,99
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