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55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut lesbar, interessant und höchst informativ
Man greift sich beim Lesen dieses Buches, das übrigens spannend und unterhaltsam geschrieben ist, immer wieder an den Kopf und denkt: Das darf doch nicht wahr sein! Als Lehrer sind mir naturgemäß vor allem Beispiele aus der Bildungspolitik im Gedächtnis geblieben: Etwa jener Ministerpräsident, der bei der Maikundgebung lauthals verkündete,...
Veröffentlicht am 27. Februar 2011 von Ulrich Boldt

versus
14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen hätte gut werden können...
Die Idee für das Buch ist zweifelsohne gut - und wurde auch im ersten Teil richtig umgesetzt. Man erfährt auf interessante Art und ohne einen mathematischen Laien zu überfordern, mit welchen Tricks Statistiken frisiert werden bzw. wie man dieselben falsch interpretiert. Es gibt aber zu viele Punkte, die mich an dem Buch insgesamt zu sehr gestört haben,...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2011 von Tobias Wallat


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55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut lesbar, interessant und höchst informativ, 27. Februar 2011
Man greift sich beim Lesen dieses Buches, das übrigens spannend und unterhaltsam geschrieben ist, immer wieder an den Kopf und denkt: Das darf doch nicht wahr sein! Als Lehrer sind mir naturgemäß vor allem Beispiele aus der Bildungspolitik im Gedächtnis geblieben: Etwa jener Ministerpräsident, der bei der Maikundgebung lauthals verkündete, man habe gerade 2200 neue Lehrer eingestellt - und einfach verschwieg, dass im gleichen Jahr 2500 Lehrer in Pension gegangen waren. Oder Bundeskanzlerin Merkel, die bei einem Bildungsgipfel vollmundig versprach, demnächst 18 Milliarden Euro in die Bildung zu stecken. Wer sich die Mühe machte, das Kleingedruckte zu lesen, musste erkennen: Leider nicht dieses und nächstes Jahr, sondern gestreckt über die nächsten acht Jahre; pro Jahr also nur gut 2 Milliarden; und die nicht bloß für die Bildung, sondern auch für die Forschung; und zugesichert sowieso nur bis 2013, also eigentlich nur 6 Milliarden insgesamt...

Die Autoren haben sich aber nicht darauf beschränkt, abstruse Beispiele zusammenzutragen, sondern haben das Ganze in typische Methoden eingeteilt, die auch mathematikscheue Menschen verstehen und wiedererkennen können: Yang ohne Yin (die vergessene zweite Seite); Grafiktricks; Ursache und Wirkung; absolute und relative Zahlen; vorsortierte Stichproben; allzu gewagte Prognosen.

Als Pädagoge darf man sich über den didaktischen Ansatz der Autoren freuen, die nicht dabei stehen bleiben, uns zu zeigen, wie schlecht die Welt ist, sondern uns handfeste Methoden an die Hand geben, mit denen man Statistiken und Grafiken kritisch überprüfen und die Schummeleien erkennen kann.

Die vielen Balken- und Zackendiagramme mögen beim ersten Durchblättern auf manchen etwas abschreckend wirken. Der lockere Text und die lebendig erzählten Beispiele, auch aus Gerd Bosbachs persönlicher Erfahrung als Statistiker, machen das sofort wieder wett. Und wenn man sich gedanklich auf die geschilderten Methoden einlässt, erkennt man auch, wie hilfreich die Grafiken beim Verständnis sind.

Ein philosophischer Exkurs über den "Kult der Zahl" rundet das Ganze ab und wirft die interessante Frage auf: Warum wollen wir immer so genau wissen, wie viele Schwarzarbeiter oder Schwarzfahrer es gibt, was doch in Wirklichkeit niemand wissen kann?
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer hätte das gedacht?, 23. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden (Taschenbuch)
Als mir vor zwei Wochen die Werbung für 'Lügen mit Zahlen' in der Zeitschrift PM auffiel, hab ich gedacht: Ein Spiegelbestseller von einem Statistiker und einem Historiker – Na das kann ja was werden. Die sind es beide gewohnt …
Zur Erklärung: Da ich mehr oder weniger regelmäßig mit beiden Berufsgruppen intensiv zu tun habe, und somit eine Art Wandler zwischen den Welten bin, kenne (oder kannte) ich mehrere Fachleute beiderlei Art und weiß natürlich, dass wir alle nur Menschen sind und es überall solche und solche gibt. In beiden Gruppen – Statistikern und Historikern - gibt es aber nach meiner persönlichen Erfahrung mehr solche. Aus welchem Grund auch immer. Damit stand fest, dass das Buch für mich zur Pflichtlektüre wurde.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wurde eines Besseren belehrt. Und das freut mich!
Es gibt Hoffnung für die Zukunft – nicht alle Menschen sind schlecht.
'Lügen mit Zahlen ist jedem dringend zu empfehlen, der lesen, schreiben und rechnen kann sowie im heutigen Europa lebt. Es wird ihn (hoffentlich) vor so manchem Fallstrick der gegenwärtigen Gesellschaft bewahren.
Als 1990 frisch beigetretener Bundesbürger ahnte man es ja schon lange: Irgendwie kommt man sich andauernd übervorteilt vor. Dieses Gefühl fand nun seine Bestätigung durch zwei Eingeborene.
Der Statistiker Bosbach und der Historiker Korff plaudern munter, halbwegs offen und amüsant drauflos, dass es eine Freude ist. Das Büchlein lässt sich sehr gut lesen.
Zwischendurch kommt man an einzelnen Stationen statistischer Niederungen vorbei, die einem einfach und verständlich erklärt werden, sodass man die kleinen Gemeinheiten des Alltags auch mühelos verstehen kann. Und von den Tieftälern gibt es so einige, im Fachgebiet der sonst ach so trockenen Statistik. Davon kann ich ein Lied singen.
Die Palette der angebotenen Themen reicht vom bewussten und unbewussten Weglassen ganzer Teilbereiche, … über die Manipulation von Zahlen, Fakten, Zusammenhängen und bildlichen Darstellungen, … bis hin zu Prognosemanipulationen, Gier, Armut und warum man unbedingt Raucher werden sollte.
Dazu gibt es eingängige Beispiele und sogar ein paar kleine Übungsaufgaben, denn ohne Übung wird man kein Meister im 'Lügen mit Zahlen' und auch in der ordnungsgemäßen Statistik geht es ohne Training nur schlecht voran. Das Üben kann man aber auch schadlos weglassen, sofern man das möchte oder zu faul ist.
Der Part des Historikers ist insoweit stark reduziert, dass er sich hier hauptsächlich als Philosoph und Text-Glattbügler betätigt und wohl auch etliche Aphorismen, Anekdoten und coole Sprüche beigesteuert hat. So ist zumindest der Eindruck.
Das Buch macht insgesamt ungeheuer viel Spaß und man lernt eine Menge über 'Normalos' ,'schwarze Schafe in weißen Kitteln' und andere 'Wichtigtuer'. Natürlich auch ein bisschen über den Umgang mit Statistiken und was man davon zu halten hat.
Von mir fraglos fünf Sterne! Das hatte ich nicht erwartet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut lesbar und sicherlich für Neu-Interessierte gut, 16. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden (Taschenbuch)
Bevor ich das Buch gelesen habe, kannte ich schon das Buch von Krämer So lügt man mit Statistik. Das Buch bezieht sich teilweise explizit darauf und greift auch Dinge auf, die dort behandelt werden (z.B. Manipulation mit Diagrammen) und einiges ist doppelt. Einer der Unterschiede ist jedoch, dass die Beispiele teilweise aktueller sind. Im Gegensatz zum Buch von Krämer scheinen die politische Standpunkte der Autoren an vielen Stellen deutlich durch. Im Nachhinein würde ich sagen, eines der beiden Bücher zu kaufen und zu lesen reicht aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Live ist Bosbach noch besser ..., 15. Oktober 2014
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Doch auch sein Buch, mit Unterstützung eines Historikers verfasst, ist unterhaltsam, anschaulich und eine gute Aufrüstung gegen Betrug mit Zahlen. Bosbach zeigt geschönte oder dramatisierte Kurven, Zahlenpickerei (teills aus eigener Erfahrung), Schein-Präzisionen und paradox erscheinende Tricks.
Ein eingeschobenes zahlenphilosophisches Unterkapitel ist auch interessant, passt aber gar nicht zum Rest. Schön und den FH-Professor verratend sind hingegen die Aufgaben zum Selbstherausfinden.

Andere deutsche Bücher zu dem Thema kämen von Walter Krämer oder von Beck-Bornholt/Dubben. Welches man mag, ist letztlich Geschmacksache. Ich fand Krämer etwas autoritärer, und beide im Vergleich zu Bosbach damals noch aufwändiger lektoriert und gestaltet. "Lügen mit Zahlen" hat hingegen den Vorteil, halbwegs aktuelle politische Beispiele zu bringen. Teils aus der vermutlich Kritisch.Mitte-Links-Einstellung des Autors heraus, teils auch weil die Reichen nun einmal mehr verschleiern müssen, enthüllen viele der Beispiele Tricks der Verbände und von rechts. Bosbach bezeichnet die Privatversicherungslobbyisten auf Lehrstühlen wie Miegel und Raffelhüschen als "eigennützige Lügner", belegt es allerdings auch. Der Linke Wolf kriegt es aber ebenfalls einmal ab.

Gelesen habe ich es für lau in der Stadtbücherei-E-Bibliothek. In der Version war nur das "ß" seltsam wiedergegeben, alles andere war in Ordnung.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wissensvermittlung politischer Aussage, 9. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe zu dem Buch "Lügen mit Zahlen" eine zwiegespaltene Meinung.

Einerseits hat das Buch den Anspruch, dem mathematisch blanken Leser wie mir eine Minimalstahnung von Statistik zu vermitteln. Vor allem wird dabei auf Tricks in der Berechung sowie der Darstellung eingegangen, und dies wird mit einschlägigen Beispielen untermauert. Am Ende darf der Leser selber Fallbeispiele wiederholen.
Die Vermittlung dieser Wissensinhalte gelingt gut, und zukünftig werde ich besser auf die von Bosbach und seinem Koautor genannten Spitzfindigkeiten achten.

Allerdings gibt es 2 Dinge, die mich an "Lügen mit Zahlen" stören.

Der Sprachstil schwankt zwischen relativ seriöser Wissensvermittlung und flacher, gezwungen wirkender Witzigkeit. Das wirkt leider nicht immer sehr seriös. Dabei werden häufiger auch Personen des öffentlichens Lebens diffamiert. Ich halte das nicht für notwendig. Es sollte primär um das Schärfen des kritischen Blickes beim Leser gehen und nicht darum, zu demonstrieren, wie beschränkt manch Journalist, Ökonom oder Politiker heutzutage agiert. Es ist zwar löblich, daß die Autoren über ihren Tellerrand schauen, aber das hätte auch auf eine die Seriosität bewahrende Art passieren können. In meinen Augen verlieren die Autoren an Glaubwürdigkeit.

Mein zweiter Kritikpunkt ergibt sich hieraus: die Autoren verfolgen meiner Meinung nach eine klare politische Agenda. So sympathisch und korrekt manche ihrer Meinungen auch sind: eine Wissensvermittlung, deren Zweck es ist, den Leser von bestimmten Meinungsbildern zu überzeugen, ist wertlos. So wie ich ein Greenpeace-Buch zum Klimawandel oder eine Veröffentlichung der Initiative Soziale Markwirtschaft äußerst kritisch sehe, so betrachte ich auch ein vermeintliches "Statistik-Buch" von diesen Autoren als fragwürdig, auch wenn ich mit vielen Ihrer Meinungsbilder sympathisiere.

Die Autoren betonen in ihrem Buch selber, daß der Zweck die Mittel nicht immer heiligt, tappen aber dann in exakt diese Falle.

Potentiell für das Zielpublikum unangenehme Themen (Energieversorgung) werden dementsprechend auch gar nicht erst angesprochen.

Ich kann das Buch trotzdem jedem empfehlen, der einen Basis-Leitfaden braucht, um sich im Statistik- und Zahlenjungel minimalst zurechtzufinden, und der nichts gegen eine Horizonterweiterung zu manchen wichtigen politischen Themen (Rente..) hat.
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34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jörg Schönenborn hat bei jeder Wahl recht. Warum eigentlich?, 28. Januar 2011
Von 
Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Dieses Jahr ist in Wahljahr, jedenfalls in manchen Bundesländern. Wie immer. Und wieder wird uns Jörg Schönenborn in der ARD gleich nach Schließen der Wahllokale um 18 Uhr ziemlich präzise sagen können, wie die Ergebnisse lauten. Verblüffend? Wer das Buch von Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff gelesen hat, der weiß, wie es geht. Nach Lügen mit Zahlen - Wie wir mit Statistiken manipuliert werden" ist nichts mehr wie vorher. Die beiden Autoren helfen auf eine wirklich lesbare Art die Manipulation mit Statistiken zu durchschauen. Jedenfalls besser als vorher - oder manchmal zum ersten Mal überhaupt.

Zahlen und Statistiken wirken vertrauenswürdig, Grafiken ebenfalls. So kann ein Minister punkten, wenn er 1.000 neue Lehrerstellen verkündet, aber gleichzeitig verschweigt, dass es 7.000 Schulen im Land gibt und zeitgleich mit der Einstellung der neuen auch 2.000 bisherige Lehrer entlassen oder in Rente gegangen wurden. Grafiken und Statistiken können alles und jederzeit das Gegenteil davon beweisen. Wir wir auch als Nicht-Mathematiker solche Manipulationen durchschauen können und kritisch hinterfragen, darum geht es in diesem Buch.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen hätte gut werden können..., 21. Dezember 2011
Die Idee für das Buch ist zweifelsohne gut - und wurde auch im ersten Teil richtig umgesetzt. Man erfährt auf interessante Art und ohne einen mathematischen Laien zu überfordern, mit welchen Tricks Statistiken frisiert werden bzw. wie man dieselben falsch interpretiert. Es gibt aber zu viele Punkte, die mich an dem Buch insgesamt zu sehr gestört haben, um es weiterempfehlen zu können:

1. Das Ganze bleibt relativ oberflächlich (sicher Geschmackssache)

2. Die lauen Scherze hätten sich die Autoren sparen können (sicher auch Geschmackssache)

3. Ich kann nicht sonderlich viel Eigenleistung erkennen, denn es werden viele Standardbeispiele gebracht und andere Auoren zitiert ohne allzu viel hinzuzufügen.

4. Die eigentlichen Aussagen des Buches hätte man auf 150 Seiten gut unterbringen können und hätte nicht über 300 Seiten benötigt. Viel Wiederholung - und dann diese völlig unnötigen "Interviews" - peinlich gar wird es dann, wenn Jens Jürgen Korff den anderen Autor Gerd Bosbach befragt.

5. Wenn ich auf jeder zweiten Seite lesen möchte, dass Guido Westerwelle, Thilo Sarrazin und natürlich Unternehmen böse und gemein sind, dann wähle ich entsprechende Lektüre. Ich finde dieses ständige Politisieren in diesem Werk aber eher irritierend. Noch dazu kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autoren in ihre Argumentation ähnlich selektiv vorgehen wie die von ihnen angesprangerten Beispiele. Ob das mit der Überalterung, den Kosten im Gesundheitswesen usw. alles nicht so tragisch ist, wie Herr Bosbach suggeriert, kann man sicher ausgiebig diskutieren - hat aber in so einem Buch nichts verloren, besonders dann nicht, wenn die Gegernargumente nicht sorgfältig aufgezeigt werden. Und Leute wie Raffelhüschen, Miegel und Sinn unter Generalverdacht zu stellen, sie wären quasi nur der verlängerte Arm einer Lobby, finde ich an dieser Stelle unpassend und polemisch.
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5.0 von 5 Sternen Spannend, witzig, informativ, 11. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil es mir einer meiner Dozenten empfohlen hatte.
Die Absicht war, ein Bewusstsein für Statistiken zu schaffen und zu lernen, wie man sie zu lesen und zu interpretieren hat.

Das Buch erfüllt diese Aufgabe.
Auf sehr humorvolle aber dennoch lehrreiche Weise, zeigt es auf, was wichtig ist an Statistiken, was oft falsch gemacht wird und wie Statistiken bewusst so dargestellt werden, das man sie entgegen ihres Gehaltes interpretiert und wie man sie richtig darstellen sollte.

Volle Empfehlung meinerseits.
Ich würde es als Aufklärung der Moderne bezeichnen :)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältiger Eindruck, 10. November 2012
Das Buch hat bei mir einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Es ist in einem "Plauderton" geschrieben, der zwar leicht zu lesen ist, dabei aber nach meinem Geschmack an vielen Stellen den eigentlichen Inhalt verdeckt. Für mich persönlich enthält das Buch zu viele Geschichtchen und zu wenig Fakten.

So wird vergleichsweise wenig Inhalt auf vielen Seiten ausgebreitet. Wer in kurzer Zeit möglichst viel Wissen aufnehmen möchte und auch die ein oder andere Rechnung vorgeführt bekommen möchte, ist mit diesem Buch nicht optimal bedient - wer sich lediglich gut unterhalten und dabei seinen Horizont spielerisch etwas erweitern möchte schon. So scheint es mir, dass der Autor die Leser nicht überfordern möchte, ihnen an mancher Stelle aber durchaus mehr zutrauen könnte.

Die im Buch verwendeten Beispiele stammen nach meinem Eindruck tendenziell eher aus dem sozialdemokratischen bis hin zum linken Umfeld. Ich hätte mir insoweit bei der Auswahl der Beispiele oder der Namensgebung bei Akteuren in Rechenbeispielen etwas mehr Ausgewogenheit gewünscht.

Mein Fazit daher: Das Buch kann das Interesse am Thema wecken, gibt in Teilen einen guten Überblick und schärft das Misstrauen gegenüber Statistiken - bleibt aber leider unter seinen Möglichkeiten.
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45 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Mathematiker-Humor und politische Einzelmeinungen, 1. April 2011
Von 
J. Rossig (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Zunächst vorweg: Dies ist kein schlechtes Buch. Es könnte bloß deutlich kürzer (und weniger nervig zu lesen) sein, wenn sich die Autoren auf das beschränkt hätten, was sie zweifellos können - Statistiken beschreiben und Negativbeispiele fundiert zerpflücken. Das alles ist sehr gut gelungen, geradezu vorbildlich...

...aber leider oft genug unter Verweis auf andere Autoren, mithin fehlt mir die wirkliche Eigenleistung im wissenschaftlichen Sinne.

...aber leider unter Verwendung von unzähligen Pseudo-Kalauern, die wohl nur für Mathematiker lustig sind. Mit permanenter Penetranz nimmt Gerd Bosbach immer wieder Bezug auf seinen Koautor und dessen Vorliebe zu Köln oder Kölsch - man sieht sie geradezu schenkelklopfend vor sich, dieses Autorenduo, wie sie sich über ihre eigenen Witze amüsieren. Für mich ist das alles andere als witzig. Die Krönung der Peinlichkeit ist dann jenes Kapitel, in dem Coautor Jens den lieben Gerd "interviewt": Selbstbeweihräucherung in ihrer übelsten Form.

...aber leider unter permanentem Dauerbeschuss mit politischen oder pseudo-politischen Einzelmeinungen, die gerade nicht so fundiert und begründet angebracht werden, wie die Autoren sich das an anderer Stelle wünschen. Da wird dann mal schnell aus der Hüfte geschossen und unliebsame Journalisten oder Politiker als "dumm" und "dummdreist" diffamiert, ohne dass die Autoren einen Beleg für ihre eigene Gegenmeinung beibrächten. Mich stört nicht die Meinung an sich - aber wer anderen in durchaus harschen Worten vorwirft, mit Statistik zu "lügen", sollte das im Wissenschaftsbetrieb lieber beweisen.

Fazit: Für Liebhaber des recht speziellen Mathematiker-Humors bestens geeignet, für kritische Geister eher weniger.
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Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden
Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden von Jens Jürgen Korff (Taschenbuch - 13. August 2012)
EUR 8,99
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