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Kundenrezensionen

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am 16. August 2012
Angesichts der vielen Probleme in der Welt (Klimawandel, Peak Oil, Konsumwut, ...) überfällt auch mich oft eine Ohnmacht, und ich denke oft, dass man ja sowieso nichts tun kann. Wenn man die Welt entscheidend verändern will, stimmt das wohl auch. Aber für sich etwas tun, für das eigene Gewissen, für die eigene Würde - die Möglichkeit bleibt, und die hat auch Sandra Krautwaschl mit ihrer Familie zusammen genützt. Anschaulich, richtig mitten aus dem Leben einer fünfköpfigen Familie heraus, beschreibt sie, wie sehr sie emotional von dem Film Plastic Planet" ergriffen worden war, was ihr die Energie verschaffte, etwas tun zu wollen.

Auch bei ihr fallen lauter Plastiksachen aus dem Schrank heraus, wenn sie nur ein Schächtelchen holen will, auch sie leidet unter Plastikverpackungen - selbst von Biolebensmitteln, auch bei ihr spielen die Kinder mit Playmobil, auch bei ihr hat die Familie Plastik, Plastik ohne Ende. Ohne Übertreibung, oft mit herrlicher Selbstironie, aber auch mit Selbstzweifeln beschreibt sie den Versuch ihrer Familie, im Alltag wie auch im Urlaub nun ohne Kunststoffe auszukommen.

Oft genug entdeckt man sich wieder - bei der Erschütterung beim Frühstück im Nachtzug über jedes eingeschweißte Kleinteil ebenso wie bei Urlaubsplanungen, beim Einkaufen oder auch in den innerfamiliären Diskussionen. Und schließlich wird der Horizont immer weiter, denn sie (und der Leser) bemerkt: es geht nicht nur um Plastik, es geht um: Müll generell, Ressourcenschonung, weniger, dafür bewussteren Konsum, um Verbundenheit mit Natur und Lebensgrundlagen, um Austausch mit anderen, ja vielleicht sogar um Lebensfreude und neuen Sinn durch solch eine Aktion. Schön, wie sich das alles hier durch praktisches Handeln wie von selbst ergibt, und nicht durch ewige Vorträge oder theoretische Abhandlungen.

Die flüssige Schilderung des erfolgreichen Experiments wird abgerundet durch ein Glossar, in dem Alternativen zu gängigen Plastikverwendungen aufgezeigt werden. Allein das Nachblättern hier lohnt sich schon. Insgesamt ein hervorragendes Buch von ganz normalen Menschen, die sich aus ihrer Ohnmacht befreien.

Im Übrigen: schon im Buch selbst stecken eine Unmenge Tipps, die ich mir bei nochmaligem Durchblättern noch zusammenschreiben will. Ohne Selbstironie wäre dieses Buch belehrend und von oben herab kommend, und ohne Selbstironie wäre so ein Experiment gar nicht durchführbar. Es holt mich (und wohl auch viele andere) da ab, wo ich gerade stehe. Gut so!
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am 27. Februar 2014
Ich bin über das Buch von Hannes Jaenicke "Die große Volksverarsche" zu diesem Buch gelangt. "Plastikfreie Zone" rüttelt wach, macht erst einmal richtig klar, wie dramatisch die Situation in Bezug auf Kunststoffe ist - und zeigt, was eben auch realitätsnah ist, auf, wie schwierig es heutzutage eigentlich ist, an plastikfrei verpackte Produkte oder eben überhaupt plastikfreie Waren zu kommen. Von der Kaffeemaschine bis zur Zahnbürste schildert Sandra Krautwaschl detailliert die Probleme, auf die sie im Laufe der Zeit mit ihrer Familie gestoßen ist und erklärt auch ganz klar immer wieder, dass das "Experiment" (das ja nunmehr schon mehrere Jahre anhält) da aufhört, stockt bzw. an seine Grenzen stößt, wo das Familienleben empfindlich gestört wird. Und das finde ich persönlich bemerkenswert. Es geht hier nicht um eine Radikale, die alle Menschen überreden will, als Eremiten ihr Dasein zu fristen, sondern es geht einzig darum, sein Tun zu überdenken und im Rahmen seiner Möglichkeiten eben - so man denn will - Dinge zu ändern, peu a peu. Nicht einmal kommt der erhobene Zeigefinger hervor, das gesamte Buch schildert ja auch lediglich ihre eigenen Erfahrungen und eben auch Grenzen.

Sehr gut finde ich auch den Anhang mit den kurz zusammengefassten, praktischen Tipps.

Für mich war dieses Buch der Auslöser, in meinem Haushalt (mit ebenfalls drei Kindern) nach und nach plastikfreie Zonen einzurichten. Dies funktioniert sicherlich noch nicht ganz so gut wie bei Krautwaschls, aber ein Anfang ist gemacht! Vielen Dank für den hilfreichen Ratgeber!
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am 25. April 2014
Die ersten 5 Seiten waren etwas unspäktakulär, weil man nur darauf wartet, dass es nun mal los geht mit den Berichten zum Experiment. Aber alles andere ist sehr natürlich und absolut aus dem Leben gegriffen. Ich habe mich immer wieder selbst erkannt...was nicht immer, oder besser, ehr selten als positiv gelten mag in diesem Buch. Ich bin noch nicht bis zum Ende gekommen...aber ich glaube nicht, dass ich noch lange dafür brauche. Man liest es unglaublich schnell, dafür das es ja ehr eine Dokumentation ist und keine Geschichte. Da ich mir fest vorgenommen habe, wenn ich mal einen eigenen Haushalt besitze, auch so zu leben, ist es total hilfreich. Man saugt es auf wie einen Schwamm. Die Autorin schreibt in Ihrem Buch immer wieder davon, dass sie sich wünscht auch andere würden die Notwendigkeit Müll und Plastik einzusparen erkennen. Dieses Gefühl kenne ich! Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich es anderen unter die Nase halten und zum Lesen überzeugen. Als erstes meiner Mutter, einer der unendlich vielen Plastischüsselliebhaber die es auf dieser Welt gibt.

Nun noch zur Lieferung....Da gab es nichts zu meckern:-)...........schnell und unkompliziert!!!
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am 19. Juni 2012
Nachdem ich den Film Plastic Planet gesehen hatte, habe ich mir Gedanken um die Umsetzung eines Lebens ohne bzw. mit weniger Plastik gemacht. Da sind mir einige Ideen gekommen, aber es sind auch einige Fragen offen geblieben.
Und dann kommt gerade zu der Zeit das Buch Plastikfreie Zone raus und gibt mir viele Antworten auf meine Fragen. Tolles Buch mit Witz und praktischen Tips für einen plastikfreien bzw. plastikarmen Alltag! Empfehlenswert!
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am 28. Oktober 2014
Selten bin ich von einem Buch so enttäuscht worden. Der Untertitel des Buche führt in die Irre, weil der Leser sich sachdienliche Tipps und Informationen erhofft, wie eine Familie im Alltag möglichst weitgehend auf Plastik verzichten kann. Ich habe diese Buch gekauft, da ich neben 'Zero Waste home' mir eine deutsche Variante mit regionalen Ideen und Tipps erhofft habe und auch den Aspekt Familie gerne intensiver betrachtet hätte. Was ich bekommen habe ist eine Art Tagebuch, nicht mal gut oder spannend geschrieben, in der die Authorin für meine Geschmack zuviel von ihrem 'Durchbruch' in der Medienwelt schreibt, ihrer Aufregung vor Interviews, ihrer Euphorie jetzt eine Modellfamilie zu werden. Dabei geht die Umsetzung des Ansatzes unter, es wird am Rande die Lösung für bestimmte Probleme erwähnt, aber nicht weiter auf die Durchführung und Erfahrungswerte eingangen. Statt dessen seitenweise langweilige Tagesbuchgeschwafel - sorry dass ich das so sagen muss. Es werden teilweise Dialoge wiedergegeben, die überhaupt nichts mit der Umsetzung plastikfrei zu tun haben. Es geht ständig nur um ihr erleben bezüglich der medialen Aufmerksamkeit. Ich hätte mir gewünscht, dass die Authorin reflektiert und zusammenfast, statt dessen breitet sie ihr Erleben über seiten aus ohne auf den Punkt zu kommen. Fazit: nach 1/3 des buchen sehe ich es nicht weiter ein, meine Zeit zu verschwenden. Und übrigens: Als sie schreibt, dass sie schlauerweise ihrer vegetarischen Tochter vorenthält, dass die Zahnbürste mit Schweineborsten gemacht ist, entzieht sich sich selbst jeglichen Grundlage für Respekt. Wer selbst Werte verfolgt, wie sie mit dem Experiment vorgibt, sollte doch bitte auch die Werte andere Menschen respektieren!
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TOP 500 REZENSENTam 22. August 2012
Was viele nicht bedenken und ich walze das Thema jetzt mal ganz beabsichtigt aus...also bitte nicht ärgern, ich
verstehe die Intentionen der Familie durchaus aber ganz so einfach ist es nämlich nicht und die Aktion sollte im Kontext der noch existierenden,industriell geprägten Gesellschaftsform gesehen werden...
Wenn das Gewäsch, dass ich mir seit 40 Jahren anhören durfte auch gestimmt hätte, dann wären wir schon im Müll ersoffen...aber zum Glück hat es wirklich intelligente Menschen gegeben, die was gemerkt und auch gemacht haben, sonst wäre der Rhein immernoch ne Chemiebrühe, der Wald gestorben, es gäbe keine Katalysatoren und würden keinen Müll trennen. Wäre auch schön wenn mir mal einer erklären würde, wie Kunststoffe, die sich angeblich so schlecht zersetzen und auflösen Schadstoffe absondern sollen? Das gilt insbesondere für die Verpackungskunststoffe. Die meisten davon lösen sich höchstens in den aggressvisten Substanzen. Man sollte nicht jedem Journalisten trauen, der zugunsten einer guten Story oder weil er selber strunzdumm ist, es ausnutzt, dass die meisten Menschen unaussprechliche Chemikaliennamen zunächst mal misstrausch beäugen und sich jeden Quatsch darüber einreden lassen wobei dann das halbe Ziel schon erreicht wäre...Oder wie sagte einst Vince Ebert: Denken (respektive forschen) Sie selbst, sonst tun es andere für sie...
Ich weiß nicht was die Österreicher treiben, aber bei uns wird Müll getrennt, und zwar schon seit Jahren. Und die Kunststoffe zum Großteil recycelt.

Wäre die Industrie nicht schon vor Jahren auf die haltbaren und leichten Kunststoffe als Behälter (Trinkflaschen und die sogar als Mehrwegvarianten,Paletten etc. und hygienischen Massenverpackungen in Form von Folien) umgestiegen, dann würden bereits ein Mehrfaches an Energie und Treibstoffes verbraucht haben, weil Glas und Metall, die als einzige Alternativen zur Verfügung stehen, im Vergleich dazu viel schwerer sind und schon meist mehr als die Hälfte des Flascheninhalts wiegen. Und auch das Leergut in Sachen Glas muss äußerst vorsichtig behandelt werden und wiegt bei gleichem Volumen ein Vielfaches einer PET-Pfandflasche, was also bei jeder Fahrt ein Mehrfaches an Treibstoffverbrauch bedeutet. Aber Glas ist ja soooo gesund und viel besser für uns alle.

Das Recyceln von Metallen und Glas kostet außerdem ungleich mehr Energie als es für die leicht schmelzenden Kunststoffe der Fall ist; da reicht oft schon die Reibung in der Verarbeitungsschnecke für eine Umformung aus. Glas muss erstmal ca. 500°C haben um flüssig zu werden und Metalle fangen da noch lange nicht an zu schmelzen, wenn es nicht grad Blei oder Zinn ist. Diese Energie muss mit anderen Brennstoffen also erstmal erzeugt werden.

Schön, wenn man auf nem Bauernhof lebt, seine Getränke und Lebensmittel selber erzeugt oder um die Ecke vom Bauern kaufen kann, ohne Verpackung und lange Wege. Den Alternativ-Luxus haben aber 80% der Menschen auf der westlichen Welt nicht und was sollen die dann machen um ein wenig Lebensstandard zu haben? Der Einsatz von Massenkunststoffen hat da unmerklich so einiges verhindert bzw. verbessert, aber das nur nebenbei. Es hat nur keiner gemerkt.

Außerdem sieht jeder anscheinend immer nur die angeblich riesigen Gebirge an Kunststoffen...klar, die meisten Produkte daraus sind ja hohle Behälter und etsprechend voluminös. Aber sobald die auf einfachste Weise geschreddert sind, oder wieder eingeschmolzen wurden, brauchen die weniger Platz als Glas oder Metallabfall. Von einer nur mäßig auf ca. 130° gebrachten Plastiktüte oder einem Joghurtbecher bleiben grad mal höchstens zwei Esslöffel Kunststoff übrig. Die schrumpfen einfach zusammen.

Eine Baumwolltragetasche kostet bis zu ihrer Fertigstellung: Vom Samen der Pflanze bis zur genähten Tasche ein Mehrfaches an Energie, Wasser und Betreuung. Einen haltbaren Cordurafaden spinnt man einfach so aus der Düse heraus und kann sofort mit dem Weben und Nähen beginnen. Taschen aus Kunstfasern sind ebenfalls waschbar und x-Mal wiederverwendbar. Selbst die dünne Plastiktasche kann man mit etwas Phantasie und Sorgfalt mehrfach benutzen und muss sie nicht gleich in die Tonne treten.

Einige einzelne Experimentfamilien aus der heilen Welt des Westens, die wohl sonst keine Probleme zu haben scheinen und für ihren Unsinn auch noch die eigenen Kinder vereinnahmen, und eben die Lebensmittel um die Ecke kriegen, können das sicher durchziehen. Hoffentlich haben die sich auch Gedanken gemacht, welchen Müll und wieviel Energie die Herstellung ihres zweifelhaften Schmökers gekostet hat. Und warum hat die Dame ihr Werk nicht in Österreich drucken lassen? Die Wege wären kürzer gewesen. Und warum muss das dafür verwendete Umweltgerechte Papier aus Schweden kommen? Gibts in Österreich oder näher am Verlag keine Papierhersteller mehr? Übrigens kommt der schöne Glanz, oder auch ein matter Charackter der Buchdeckel von einer hauchdünnen Kunststoffbeschichtung...tststss...
Bei der Zahl unserer weltweiten Bevölkerung kann es ohne die massenhafte Herstellung von Kunststoffen und Verpackungen, respektive deren hilfreichen Eigenschaften gar nicht mehr gehen - dazu gehören jede Art von Gummisorten und Harze, Silikone, Lacke, Isolierungen, jedes elektronische Gerät, pharmazeutische Produkte (Allein das Nahtmaterial und sogar Träger für Wirkstoffe) sowie optische Geräte usw. usf..
Es geht hier also nicht nur um die Plastiktüte an sich, dahinter steckt viel mehr und die Entwicklungen und Errungenschaften aus dieser Branche tragen heute zu einem Großteil dazu bei, dass via Internet respektive der Elektronik wir hier überhaupt zu dem Buch eine Stellung beziehen können.
Ersatzmaterialien wie Glas, Metall, Holz und Naturgarne und sei es nur als Verpackung, bedeuten in der Herstellung einen immens höheren Energieverbrauch als das Schmelzen einiger Granulatkügelchen, um sie zu einer Folie oder zu Garn zu extrudieren. Wir können ja gerne wieder mit der guten alten Glühbirne oder vielleicht mit einem rußenden Kienspan für Licht sorgen, statt mit einer kaum Strom verbrauchenden Diode..wie wärs? Etwa Glas und Metall, und sei es nur für Getränkebehälter bedeutet mehr Transportgewicht und damit Treibstoffverbrauch etc. pp. wiegt mal eine 2L PET-Flasche nur gegen eine 0,5 l Bierflasche mit Bügelverschluss...dann stellt sich die Frage nach Effektivität nicht mehr. Und das soll dann alles noch im holzberäderten Eselskarren geliefert werden, oder was? - Denn Strom aus der Solarzelle ist dann auch nicht mehr, oder vom hübschen Faserverbundkunststoff-Windrad.

Schön, dass sich immer wieder Menschen berufen fühlen "back to the roots" zu gelangen oder zumindest ein ganzen Stück rückwärts und dazu auch viele Tipps geben, die sogar nützlich und umsetzbar sind. Aber keiner stellt sich die Frage warum die "Roots" einmal so bereitwillig verlassen wurden.
Probierts aus, Computer raus, Glotze raus, Radio raus, Auto verkaufen, Keine Verhüterli und Pille mehr, Windeln wieder selber waschen wie zu Omas Zeiten, Klamotten vom Schaf und aus Jute und Flachs wieder selber machen, Kühlschrank weg, Staubsauger einmotten, Handy und Smartphone an den polymerfreien Nagel hängen, Fleisch und Wurscht wieder lose kaufen - und der Metzger kann ja auch nicht mehr kühlen...Da freut sich die Milliardenmenscheit und die Schmeißfliege und es werden sich noch weniger Menschen auch nur einen einigermaßen anständigen Lebensstand leisten können, weil noch mehr verdirbt an Lebensmitteln und die Preise in ungeahnte Höhen steigen werden weil auch keine Wirkstoffe mehr gegen Schädlinge ausgebracht werden können, bzw überhaupt hergestellt werden könnten. Aber spätestens dann vergeht der Spaß wenn man wieder an einer harmlosen Infektion den Holzlöffel abgeben wird. Danke! Tolle Idee, auch wenn ich jetzt die Angelegenheit etwas ausgewalzt habe. Aber es sollte jeder mal nachdenken, was das wirklich heißen würde.

Lustige Utopie, die aber nur im Kleinen funktioniert...aber hier werden es sicher wieder einige besser wissen...dazu ein Tipp: Gleich die Finger weg von der Kunststoff-Tastatur und erst garnicht mehr mit
dem bösen, zu 70% aus Kunststoffen bestehenden, Computer arbeiten, gleich ein Karpfenaquarium draus basteln.

Was diese Familie anscheinend noch nicht realisiert hat:
Sie kann so schön plastikarm leben weil es uns andere, jenseits ihres Gartenzauns, noch gibt!
Und ja, auch wenn sie es nicht zugibt: Sie ist eine Alternative! Ein Film hat der anscheinend unterbeschäftigten Therapeutin, die wahrscheinlich schön zu Hause arbeiten kann, die Augen geöffnet. Ein Film dessen wirklicher Wahrheitsgehalt hier wohl noch keiner wirklich hinterfragt hat: denn er kommt aus einer eindeutigen Richtung daher: Anklage gegen die angeblich böse kapitalistische Welt mit ihrer Habsucht, Ignoranz, Berechnung und Menschenverachtung. Es reicht von diesem Buch das Vorwort und die Einleitung zu lesen, was ich in unserem Buchladen gemacht habe, um zu wissen, woher der Wind weht...Deswegen krempelt sie gleich ihr ganzes Leben und das ihrer Familie um? Mahlzeit..wann kommt der nächste Impuls? Hoffe sie spendet das über das Buch verdiente Geld wenigstens für einen anständigen Zweck.

Und jetzt noch eine ketzerischen Bemerkung:
Das zuätzliche Sammeln und Sortieren und Abholen mit dieselverbrauchenden Müllautos von den ganzen Verpackungskunststoffen im Gelben Sack und das eventuelle spätere recyceln kostet mehr, als die Herstellung frischer Ware. Außerdem haben gerade die Verpackungspolymere einen höheren Energiegehalt als Heizöl. Energiebilanziell nachgewiesen ist seit mehr als 15 Jahren, dass es sinnvoller wäre diesen Müll in den bestehenden Müllheizkraftwerken zur Erzeugung von Energie zu nutzen. Auch das Thema Dioxin und Schadstoffentwicklung ist im Zusammenhang von Heizkraftwerken keins mehr, auch wenn es immer wieder aufgeführt wird und sogar dann nicht wenn das böse PVC im Übermaß dabei ist. Jedes Lagerfeuer erzeugt mehr davon und auch das vielgeliebte, gemütliche Kaminfeuer. Hört also lieber zu rauchen auf, das ist effektiver für die Gesundheit und das friedliche Zusammenleben mit den Mitmenschen.

Und damit das alles noch verwirrender wird:
DIE TECHNOLOGIE STEHT NIE STILL
Wenn ein wirkliches Problem besteht, dann werden auch Alternativen
kommen, die das lösen. Dazu braucht es keine Frau Krautwaschl aus
Österreich. So war es immer, sonst wären die Menschen schon
ausgestorben. Ich verweise nur auf erste Ansätze in Sachen Biotechnologie
wodurch Bakterienstämme vielleicht mal in der Lage sind, Kunststoffe wieder so gut
wie in ihre Ausgangssubstanzen zu zerlegen, und noch Spaß dabei haben werden.
Das wäre die "runde" Sache schlechthin und klappt vielleicht auch mal mit ganz
anderen Substanzen.
Auch pyrolytische Methoden zum Aufspalten von Polymeren seien hier erwähnt,
aber das kostet leider auch Zusatzenergie und wurde daher nicht mehr so
recht weiterverfolgt.

Jetzt läuft die Rezension über ein Jahr - gute Sammelzeit für einen Querschnitt durch das Bildungsniveau der Bevölkerung und ich finde es schockierend, wie stark die Meinungen auseinander
gehen, obwohl sich jeder über den Nutzen moderner Materialien und auch Kunststoffe leicht und
fundiert informieren kann. Aber anscheinend glaubt man den Öko-Radikalen und der Regenbogenpresse
lieber weil es bequemer ist, als sich selber ein Bild zu machen und das Denken anzufangen.
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am 6. August 2012
Der Untertitel "Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben" ist irreführend, weil er eine Erwartungshaltung begünstigt, es mit einer Lektüre mit Sachbuchcharakter zu tun zu haben. In Wirklichkeit ist das Buch in einer zeitlich vortschreitenden, Tagebuch-artig erzählerischen Form geschrieben. Es bleibt der Eindruck, als sei vieles aneinandergestückelt worden und manches wirkt unrund.
Der "Witz" und der "Hang zur Selbstironie", der anderen Rezensenten gefällt, bleibt Geschmackssache.

Ich will die meine Gedanken (zum "Sachbuchcharakter") noch anders ausdrücken: Man erwartet sich in erster Linie Tipps zum Vermeiden von Plastik, die man privat recht bald umsetzen kann. Was man jedoch erhält, ist ein persönlicher Entwicklungs- und Erfahrungsbericht einer Frau (die sich oft auf Werner Boote und dessen Film "Plastic Planet" beruft und sich damit die eigene Kompetenz abspricht) mit ihrer Familie. Die Tipps wurden zu einem Gutteil in den Anhang verbannt, dennoch sollten sie nach den Erwartungen, die der Titel provoziert, den Kern des Buches ausmachen.

Ich hoffe trotzdem, dass das Buch eine Triebfeder sein kann und den einen oder anderen zum Um- oder Weiterdenken bewegt.
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am 6. Juli 2014
Respekt kann ich nur sagen. Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und war sehr neugierig.
Schon beim bloßen Gedanken an einen heutzutage "normalen" Supermarkt, wird man von einer förmlichen Plastikflut überschwemmt. Gerade die gesunden Lebensmittel wie Obst & Gemüse sind derweil ausschließlich "versiegelt".
Diese Erkenntnis machte mich noch neugieriger.
Wie die Familie an dieses Experiment herangeht, finde ich sehr authentisch. Es öffnet jedem die Augen, wie sinnlos und unachtsam Plastik verwendet wird und wie sehr das zu Lasten unserer aller Umwelt geht.
Im Buch sind knallharte Fakten herangezogen und die dazugehörigen Auswirkungen, die einen wirklich vieles überdenken lassen. Bei mir ist die Botschaft des Buches angekommen. Ich konnte viele Tipps für mich mitnehmen und schrittweise etwas ändern.

Denn die wichtigste Moral ist diese, dass jeder einzelne, der einen kleinen Schritt tut, schon eine Menge bewirken kann.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, an diejenigen, die sich für dieses Thema interessieren und auch die uninteressierten, denn sie werden, meines Erachtens, wenn auch nur ein wenig umdenken.
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am 13. Januar 2013
Ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen und bin positiv überrascht, wie reflektiert und authentisch Frau Krautwaschl ihre Wandlung vom Plastik-Saulus zum Plastik-Paulus beschreibt. Das Erzählen ihrer Erlebnisse und Rückmeldungen, die sie dabei erfährt, machen das Buch sehr lesenswert und ihren Weg zu einem plastikvermeidenden Lebensstil nachvollziehbar. Für mich ist das Buch eine Anregung, mein eigenes Konsumverhalten zu überdenken und bewusster Einzukaufen. Danke insbesondere für die vielen Tipps und insbesondere die Auflistung am Ende des Buches.
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am 5. September 2013
Ich habe eben Planet wissen in Bayern alpha angeschaut. Dort wurde die Familie und ihr Buch vorgestellt. Diese Familie lebt offensichtlich in Österreich. Der Versuch Lebensmittel im Biomarkt an der Frischetheke ohne Plastik einzukaufen ist gescheitert. Sie sind dort verpflichtet das Lebensmittel in ein mit Plastikfolie beschichtetes Papier einzuwickeln. Es sei laut Gesundheitsamt (hier Heidelberg/ BW/ D) verboten Lebensmittel in mitgebrachte Behältnisse zu füllen. Die dort eingeführten Mehrwegbehältnisse (Plastik) müssen dort zurückgegeben werden um thermisch gespült zu werden, man bekommt dann eine andere Box. Das Lebensmittel muss aber auch dann (laut Gesundheitsamt) in dieses plastikbezogene Papier gewickelt werden. Frau oder Mann ist praktisch gezwungen Plastikmüll zu produzieren bzw. Lebensmittel zu konsumieren, welche mit Plastik in Berührung gekommen sind. Also hier nicht anwendbar.
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