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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein großer, aber streitbarer Sportler
Jens Lehmann beschreibt in seiner Autobiografie im Wesentlichen seine sportlichen Anfänge und seine einzelnen beruflichen Stationen einschließlich der Nationalmannschaft.

Das Buch liefert einen schonungslosen Einblick in die Härten des Profi-Fußballgeschäfts. Eine Geschichte um Roman Weidenfeller beispielsweise klingt in ihrer...
Veröffentlicht am 27. Juli 2010 von E-Klasse-Cabrio

versus
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jens Lehmann ist doch nicht anders als man ihn wahrnahm
Jens Lehmann ist nicht anders als man ihn wahrnahm

... ist die zentrale Erkenntnis, die dieses Buch liefert. Immer wieder betont er seine positiven Eigenschaften wie gerecht, ehrlich, ein zurückhaltender, aber bestimmter Teamplayer er war. Immer wieder lobt er sich bezüglich seiner menschlichen und sportlichen Vorzüge. Dies durchgehend in einer...
Veröffentlicht am 12. Juni 2010 von Tomate


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein großer, aber streitbarer Sportler, 27. Juli 2010
Jens Lehmann beschreibt in seiner Autobiografie im Wesentlichen seine sportlichen Anfänge und seine einzelnen beruflichen Stationen einschließlich der Nationalmannschaft.

Das Buch liefert einen schonungslosen Einblick in die Härten des Profi-Fußballgeschäfts. Eine Geschichte um Roman Weidenfeller beispielsweise klingt in ihrer Grobheit schon fast unglaubwürdig. Darüber hinaus werden die (Angst der Fußball-Verantwortlichen vor der) Macht der Medien und auch die Mechanismen des (Bayern-)Lobbyismus sehr gut beschrieben.

Neben diesen ernsten Themen enthält das Buch aber auch zahlreiche lustige Anekdoten, unter anderem aus Jens Lehmanns Jugend, die den Leser teilweise noch zusätzlich durch den ihm eigenen trockenen Humor begeistern.

Besonders interessant fand ich die Autobiografie auch immer dann, wenn Oliver Kahn "ins Spiel" kam, wobei in diesem Zusammenhang insbesondere das zwischen den Zeilen Stehende zu beachten ist.
Worauf auch immer es zurückzuführen sein mag - ob auf Minderwertigkeitsgefühle, unterschwellige Aggressionen oder schlichtweg Überheblichkeit - an vielen Stellen kommt eine gewisse Geringschätzung zahlreichen Mitspielern gegenüber zum Ausdruck. Wenn Jens Lehmann beispielsweise scheinbar nachsichtig betont, dass seine Nationalmannschafts-Kollegen bestimmte Dinge einfach nicht wissen können, weil sie nicht in einem so großen Verein wie Arsenal London spielen, oder wenn Michael Ballack in einem meines Erachtens hinkenden Vergleich - natürlich mit Lehmann selbst - mangelnde Belastbarkeit unterstellt wird, so mag das zwar etwas unsympathisch wirken, gewährt dem Leser aber dennoch Einblicke in den Charakter des streitbaren Torwarts, und auch das spricht wiederum für das Buch. Dennoch kann ich nicht verhehlen, dass meine bis dato hohe Meinung über Jens Lehmann nach dem Lesen der Autobiografie einen leichten Dämpfer erhalten hat. Jens Lehmann war sicher ein großartiger, ehrgeiziger und wahrscheinlich auch lange Zeit verkannter Torwart, doch hätte es von Charakter gezeugt, die eigenen Stärken und Kenntnisse aufzuführen, ohne die Leistungen der Mitspieler und Konkurrenten gleichzeitig in dem Maße herabzuwürdigen.

Kritik an sich selbst zählt dagegen nicht zu seinen Stärken. So war er eigentlich an fast jeder gelben oder roten Karte im Grunde genommen unschuldig. Doch auch diese mangelnde Selbstkritik scheint nun einmal Bestandteil seines Charakters zu sein. Teilweise hat es sogar einen recht hohen Unterhaltungswert, wenn sich Jens Lehmann wegen einer gelben Karte rechtfertigt, und dann der lapidare Nachsatz kommt: "Und weil ich bereits in der ersten Halbzeit wegen einer Kleinigkeit Gelb gesehen hatte,...". Aber man muss wissen, worauf man sich einlässt...

Dabei schimmert durchaus auch der nette, liebenswerte Jens Lehmann durch, der etwa, was im Profifußball fast schon Seltenheitswert besitzt, eine langjährige und nach meinem Kenntnisstand skandalfreie Ehe mit seiner "großen Liebe" vorweisen kann, oder der das uneheliche, von ihm adoptierte Kind seiner Frau - auf diese Tatsache wird auch gar nicht eingegangen - im Buch schlicht als seinen "älteren Sohn" bezeichnet.

Wie dem auch sei, Kritik üben muss ich auf jeden Fall wegen einiger Fehler, die Jens Lehmann, der nie müde wird, seinen Perfektionismus zu betonen, in seiner Autobiografie offensichtlich unterlaufen sind.
So kann sich eine eigentlich interessante Geschichte um Udo Lattek und den tödlich verunglückten Fußballspieler Maurice Banach schon auf Grund des Todeszeitpunktes des einstigen Stümer-Talents so nicht ereignet haben - einmal ganz abgesehen davon, dass Udo Lattek zum damaligen Zeitpunkt Sportdirektor und nicht, wie von Jens Lehmann geschrieben, Trainer beim 1. FC Köln war.
Auch wird das Ergebnis des WM-Viertelfinalspiels 1998 gegen Kroatien falsch wiedergegeben.

Letztlich hätte ich mir auch noch einige Bilder aus Lehmanns Jugend und Karriere gewünscht.

Dennoch vier Sterne, weil "Der Wahnsinn liegt auf dem Platz" einfach ein flüssig geschriebenes, ungemein unterhaltsames Buch über die Karriere eines großen Sportlers mit vielen Facetten ist.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der streitbare Torwart, 8. März 2012
Ich bin kein riesiger Fussballfan, aber doch Fußballinteressiert. Der Name Lehmann in Bezug auf Fussball ist mir doch ein großer Begriff, und auch dass er nicht immer der populärste war. Und Biografien geben einem doch immer einen weiteren Blick auf den wahren Menschen.

Jens Lehmann schreibt von seinen Anfängen, als er als Junge der einzige war, der daran glaubte, es einmal bis in die Bundesliga zu schaffen. Von seinem Weg über den Heimatverein zu Schalke04, nach Mailand, zurück in den Pott, allerdings zu Dortmund, Arsenal London und zu Stuttgart. Aber auch seinen ganz persönlichen Kampf um endlich die Nr. 1 im deutschen Nationaltor zu werden. Er beschreibt Höhen und Tiefen, Pleiten, Pech und Pannen.
Und natürlich darf die Sache mit dem Zettel (WM 2006) nicht fehlen :)

Ein sehr interessanter Einblick in ein Sportlerleben, ein paar Sachen die so hinter den Kulissen liefen auf eine nette Art beschrieben, gespickt mit ein bisschen Sarkasmus.

Aber manchmal hat man das Gefühl Jens Lehmann glaubt, er hat das Torwartspiel neu erfunden. Auch eine gewissen Arroganz kann man ihm nicht absprechen. Aber insgesamt hat mir diese Biografie den Menschen Jens Lehmann näher gebracht und auch noch etwas sympatischer gemacht. Ich mag Leute mit Ecken und Kanten, die von dem, was sie machen überzeugt sind und auch zu allem stehen, was passiert ist. Obwohl, ein bisschen mehr "Da habe ich Mist gemacht" hätte ihm hin und wieder auch mal gut getan.

Bei dem ein oder anderen hat er noch ein bisschen nachgetreten, teilweise aus meiner Sicht verständlich. Aber mich würde schon interessieren, ob ihn noch alle grüßen? :)

Leider fehlen in dieser Biografie ein paar Bilder. Das finde ich schade, wäre interessant gewesen, ein paar Schnappschüsse aus seiner fußballerischen Vergangenheit zu sehen.

Insgesamt eine interessante Biografie, die ich gerne gelesen habe. Über ein bisschen Selbstbeweihräucherung habe ich hinweggesehen und man hat schon das Gefühl, dass die heutigen Fußballspieler aus ganz anderem Holz geschnitzt sind...Da stehen mir Typen wie Lehmann doch wesentlich näher..
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als eine Biographie, 20. Mai 2010
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Vergleicht man das aktuelle Buch von Jens Lehmann mit dem seines "ewigen Konkurrenten" Kahn, welches vor 2 Jahren unter dem Titel "Erfolg kommt von innen" erschienen ist, fällt zunächst folgender Hauptunterschied auf: Kahns Buch ist mehr eine Art Lebensratgeber, wo Biographisches eingestreut ist, um die jeweilige These zu untermauern. Lehmanns Buch ist dagegen eher eine "klassische Biographie". Natürlich enthält es auch Aussagen und Schlussfolgerungen, die weit über den Fußball hinausgehen, doch werden diese einem nicht aufgedrängt, sondern erschliessen sich beim Lesen quasi von selbst.

Zu den erwähnten Dingen,die weit über den Fußball hinausgehen, gehört sicher der Freitod von Robert Enke am 10. November letzten Jahres. Das genaue Datum ist hier deshalb genannt, weil es gleichzeitig auch Jens Lehmanns 40. Geburtstag war. Solche runden Geburtstage verlaufen ja meist recht feuchtfröhlich. Wenn einem dann in Feierlaune eine so unfassbare Nachricht ereilt, vergisst man so einen Tag wohl nie. Man kann gut nachvollziehen, dass Jens Lehmann die Sache noch heute beschäftigt. Und obwohl er ja mit Robert Enke oft zusammen war, kann natürlich auch Lehmann keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Warum anbieten. Aber wer könnte das schon ! Auf jeden Fall merkt man, dass Jens Lehmann jemand ist, der sich viele Gedanken über das Leben jenseits des Fußballs macht.

Neben solchen nachdenklichen Passagen überwiegen aber die, die zum Schmunzeln einladen. Und hier darf natürlich der berühmte Zettel vom Elfmeterschiessen gegen Argentinien nicht unerwähnt bleiben. Zumal sich die Sache im Buch etwas anders darstellt als gemeinhin bekannt. Lehmann macht nämlich mehr als deutlich, dass der Zettel eigentlich gar keine grosse Hilfe war, eher im Gegenteil. Weil Schützen entweder gar nicht draufstanden oder aber sie dann doch in die andere Ecke geschossen haben... Egal, es ist ja gut ausgegangen. Und die Legende vom Zettel der Deutschland ins Halbfinale brachte, hat sich inzwischen wohl so verselbstständigt, dass nicht einmal mehr Jens Lehmann oder sein Buch daran noch rütteln können !

Fazit: Ein Buch zum Nachdenken und zum Schmunzeln. So muss eine gute Biographie sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP - der Wahnsinn, 21. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wahnsinn liegt auf dem Platz (Taschenbuch)
Die Geschichte des Jens Lehman mit all seinen Höhen und Tiefen. Er (der Jens) beschreibt in den Buch auch die Gründe für sein Handeln ( Vereinswechsel, Verhalten gegenüber einiger Medien und Spielsituationen UND die T-Frage mit bzw gegen Oliver Kahn) Sehr unterhlatsam geschrieben und wie ich finde auch nicht arrogant. Er gesteht in dem Buch auch Fehler ein auch die von Trainern und Mitspielern wobei er aber stets fair bleibt und nicht unter der Gürtellinie austeilt. Ich kann diese Buch jedem Empfehlen der sich für Fußball interessiert, Fan von Lehmann ist oder selbst Keeper ist oder war
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durch und durch Lehmann, 14. August 2011
Von 
Ich habe Jens Lehmann als Sportler stets geschätzt, zum Teil sogar bewundert und habe mich riesig gefreut, dass er 2006 unsere Nummer 1 wurde. Dass Lehmann manchmal nicht ganz konventionel ist, sprich: eine kleine Meise hat, fand ich nie dramatisch, sondern eher authentisch.
Und genauso finde ich auch seine Biografie. Vollkommen authentisch, typisch Lehmann.
Dass er ziemlich intelligent ist, wird genauso deutlich klar, wie die Tatsache, dass Lehmann ein "sehr ausgeprägtes" Selbstbewusstsein hat. Für jeden Skandal eine Erklärung, für jeden Fehler eine Ausrede und jede seiner Qualitäten klar im Blick. Manche werden das wohl für arrogant halten und Lehmann vorwerfen, er halte sich einfach für die fleischgewordene Unfehlbarkeit, ich hingegen mag genau das. Es kommt schon hier und da durch, dass JL sich für ein bisschen besser hält als alle anderen, aber wer so viel erlebt und geleistet hat, dem gestatte ich auch eine Spur Selbstüberschätzung. Natürlich hat Lehmenn das moderne Torwartspiel nicht im Alleingang erfunden wie es so gerne dargestellt wird von ihm, ich sehe da eher van der Saar als Vorreiter in der Ajax-Schule, aber stimmen tut es schon, dass sich Leute wie Neuer oder Enke stets an ihm orientiert (haben). Der Schreibstil ist angenehm, nicht zu salopp, nicht zu aufgesetzt und pathetisch wie es oft bei Kahn der Fall ist, der seitenweise darüber elogiert, was der Ball als Feindbild und bester Freund bedeuten könnte...
Lehmann ist ehrlich, spart nicht an klaren Worten (Ludowig Magnin und Mickey Stevic als Maulwürfe) und verwendet immer wieder feine Ironie und bewusste Übertreibung.
Unterm Strich habe ich das Buch wirklich gerne gelesen, es gehört bei den Sportlerbiografien sicherlich zum überdurchschnittlichen Bestand. Ein Punkt Abzug gebe ich für die fehlenden Bilder, die meiner Meinung nach zu jeder Biografie dazugehören und die sicherlich zusätzlichen Unterhaltungswert haben (die ein oder andere Schlagzeile, das ein oder andere Erinnerungsfoto etc)!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jens Lehmann ist doch nicht anders als man ihn wahrnahm, 12. Juni 2010
Von 
Tomate "TMW" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Jens Lehmann ist nicht anders als man ihn wahrnahm

... ist die zentrale Erkenntnis, die dieses Buch liefert. Immer wieder betont er seine positiven Eigenschaften wie gerecht, ehrlich, ein zurückhaltender, aber bestimmter Teamplayer er war. Immer wieder lobt er sich bezüglich seiner menschlichen und sportlichen Vorzüge. Dies durchgehend in einer Form, die einen irgendwann nur noch nervt. Dazu kommen seine zahlreichen Hinweise darauf, dass er eine tolle Karriere hatte, immer einer der besten war, das Torwartspiel neu erfunden hätte und aufgrund seines Engagement in England bei Arsenal London ja ohnehin besser über wirklichen Spitzenfußball bescheid weiß, als die meisten anderen. Damit das ganze Eigenlob nicht zu sehr stinkt, garniert er es mit Hinweisen, dass auch er natürlich mal Fehler machte, dass er ein ganz bescheidener Mensch wäre und man ihn und seine Leistungen sicher auch schnell vergessen werde. Darunter entdeckt man dann immer wieder eine besondere Form von Minderwertigkeitskomplex. Lehmann spielte bei Arsenal London, was toll ist, aber eben dann doch nicht bei Manchester United oder Real Madrid und scheiterte beim AC Mailand, was nur an fehlender Geduld gelegen haben soll. Er hat lange gebraucht um für zwei Turniere die Nummer 1 im deutschen Tor zu sein. Er holte nicht allzu viele Titel. Deswegen wird er auch nicht müde fortwährend persönliche Leistungen wie wenige Gegentore sehr detailliert herauszustellen. Irgendwie bekommt man das Gefühl, dass da einer mehr wollte, als er erreichte, obwohl das Erreichte doch gut war.

Eigentlich schade, denn Jens Lehmann war ein guter und unterhaltsamer Torhüter. Das hätte er stehen lassen sollen und dazu hätte er stehen sollen, anstatt aufzuzählen, was ihn vielleicht doch in die Nähe der Torhüter bringen würde, die noch nicht mal unbedingt besser, aber erfolgreicher waren. Es hätte mehr Selbstbewusstsein demonstriert, wenn er in seinen Erzählungen nicht angestrengt eine besondere Leistung an die nächste gereiht hätte, nur damit er im Vergleich zu anderen nicht doch zu schlecht weg kommt. Hier zeigt sich aber letztlich auch sein Karriere-Trauma. Scheinbar empfand er sich im Laufe seiner aktiven Zeit im Vergleich zur Konkurrenz immer als zu schlecht bewertet und das fuchst ihn wohl bis heute.

Schade ist, dass auf seine unterhaltenden Aktionen auf und neben Platz nur sehr distanziert eingegangen wird, dass man über den Mensch Lehmann doch nicht so viel erfährt. Ob eine Rote Karte, das Gerangel mit einem Fan oder der Zweikampf mit Oliver Kahn. Hier hätte man sich mehr Einblick in seine Gefühlswelt, in seine wirklichen Gedanken gewünscht. Stattdessen wird alles nur kurz mit positiven Motivationen begründet und fertig. Dazu gibt es ein paar Anekdoten über den betrunkenen Matthäus, den undankbaren Schumacher oder den singenden Podolski, die nicht wirklich interessieren. Zu glasklaren Positionierungen konnte er sich nicht durchringen, war aber auch nicht mehr nötig, da die Richtungen, wen er mochte und nicht, dann doch irgendwie klar wurden.

Fazit: Jens Lehmann ist dann doch irgendwie der eingebildete, etwas arrogante Sportsmann für den man ihn gemäß seines Auftretens in der Öffentlichkeit immer wieder halten konnte, denn wenn eins aus dem Buch deutlich wird, ist es eine extrem hohe Selbstliebe und die hat schon was Arrogantes.

Für diese Erkenntnis gibt es dann auch drei Sterne, und auch dafür, dass sich das Buch trotzt aller Längen letztlich recht flüssig lesen lässt. Ohne dass, wäre es allenfalls zwei Sterne geworden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgesprochen amüsant!, 27. Oktober 2011
Wer Spaß an Fußball hat, wer gar ein Jens Lehmann-Freund ist, der ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Jens Lehmann führt einen ja nicht nur durch sein Leben, sondern auch durch die Fußballgeschichte der letzten Jahrzehnte. Und das tut er mit zeitweilig beißendem Sarkasmus und in sehr ruhrpöttischer Direktheit, so dass man sich schon fragt, ob der ein oder andere Kollege oder Funktionär ihn noch grüßt.

Es ist eine amüsante und kurzweilige Reise, die viele Erinnerungen an spannende/freudige/traurige Fußballspiele heraufspült und den ein oder anderen Einblick in die Strukturen gewährt, den man so vielleicht nicht erwartet hätte.

Einzig und allein sein schier unerschütterliches Selbstbewusssein und das gebetsmühlenartig widergekäute "Ich bin der Beste" ist bisweilen ein wenig anstrengend.

Fazit:
Ein interessantes Buch, das sich dank der fluffigen Schreibe gut lesen lässt und das einen hohen Unterhaltungswert hat!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fehler, die keine sind - der moderne Torwart nach Jens L., 5. Juli 2010
Torhüter tun manchmal Dinge, die "normale" Menschen nicht verstehen - das haben die Rivalen Kahn und Lehmann gemeinsam. Das Buch enthält einige faszinierende Einblicke in den modernen Profifussball und erläutert nebenbei ausfühlich Lehmanns Philosophie des modernen, mitspielenden Torwarts als "Libero" hinter einer weit vorne spielenden Abwehrkette. Interssant auch seine Definition von "Fehlern, die keine sind", also Situationen in denen der Torwart das beste macht was im Moment möglich ist, dabei aber unglücklich aussehen kann.
Schade nur dass Lehmann einige Seiten später Rene Adler und Manuel Nauer als zu unkonstant einstuft, eben weil ihnen zu viele Fehler passieren. Eine Menge Fehler, die man vor allem Manuel Neuer ankreidet, sind nämlich genau solche Fehler, die keine sind.
Dass Lehmann gegen Kahn nachkartet, wegen Dingen die Kahn laut BILD gesagt haben soll, ist ebenfalls überflüssig. Schliesslich regt sich ja Lehmann selbst einige Seiten vorher über Wortverdreherei und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate von BILD auf. Sicherlich ist der ewige Konkurrenzdruck, unter dem Torleute stehen, prägend, aber jetzt nach Ende seiner Karriere kann er ja ein bisschen lockerer werden. Ist der Olli ja auch geworden.
Aber ansonsten ein prima zu lesendes, unterhaltsames Buch.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Einblicke in Lehmanns Profileben, 24. Juni 2010
Jens Lehmann gibt dem Leser interessante und unzensierte Einblicke in das Leben, was er als Profi geführt hat. Dass alles sehr subjektiv geschrieben ist und manche sich vielleicht auf den Schlips getreten fühlen bleibt natürlich nicht aus. Gut und interessant geschrieben beschreibt er sein Leben und seine Erfahrungen mit Kollegen, Trainern, Fans und der Presse.
Wer mal in die achso schöne Fassade Profifussball hineinschauen will, für den kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen!
Leute die hier einen sachlichen Report erwarten sind definitiv mit diesem Buch falsch beraten.

Es bleibt noch zu sagen: Jens Lehmann stellt mit seinem Buch unter Beweis, dass er zur intelligenteren Sorte Profifussballer gehört (hat). Ich als Lehmann und Fussballfan bin ihm dankbar für dieses Buch!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist höchstens reif für die Regionalliga, 18. September 2010
Gleich vorweg: Als jahrelanger Lehmann-Sympathisant hätte ich mit einem intelligenteren und unterhaltsameren Buch gerechnet. Aufgeteilt ist es in mehrere Kapitel, welche zumeist einem losen chronologischen Faden folgen. Innerhalb der Kapitel wird stellenweise vor- und zurückgesprungen, gewisse Wiederholungen bleiben dabei nicht aus. Recht interessante Einblicke liefern die Kapitel zum Einstieg in das Profigeschäft und auch zum Abschnitt beim BVB. Der Rest des Buches fällt dagegen deutlich ab, insbesondere die neueren" Kapitel. Hier werden gewisse Thesen des Keepers einfach zu oft wiederholt. Die vermeintlich skandalösen Aussagen fallen dabei aber recht knapp und unspektakulär aus. Wesentlich unangenehmer ist da schon die (in diesem Genre übliche) Selbstverklärung. Und immer sind die anderen Schuld, was mit fortschreitender Seitenzahl zunehmend nervt. Ebenso wie die ein oder andere lächerliche Verschwörungstheorie. Mitunter widersprechen sich Lehmann und sein Autor Siemes auch selbst. Etwas zu knapp fallen dagegen zwei essentielle Bestandteile des Genres Fußballerbiographie aus: Einblicke hinter die Profi-Kulissen und lusti8ge oder spektakuläre Anekdoten. Die ein oder andere Geschichte mit Potential (z.B. der betrunkene Matthäus) ist zwar dabei, jedoch werden diese meist lieblos abgehandelt.
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Der Wahnsinn liegt auf dem Platz
Der Wahnsinn liegt auf dem Platz von Christof Siemes (Taschenbuch - 13. Juni 2011)
EUR 8,99
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