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5.0 von 5 Sternen Starker Tobak, der den Leser wachrüttelt!
Hans-Ulrich Grimm beleuchtet in diesem Sachbuch die Herkunft und Zusammensetzung des Futters, das unseren Nutz- und Heimtieren tagtäglich vorgesetzt wird. Man erfährt, wie viel Chemie nötig ist, um die Rinder, Schweine, Hühner, Katzen und Hunde davon zu überzeugen ein für sie völlig unnatürliches Futter zu fressen, von dem sie sich...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2007 von Clausimo

versus
277 von 292 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schluss mit Glanz und Gloria - Was ist wirklich drin?
'Schonend gegarte Filetstreifen mit Lachs' oder 'Zarte Stückchen vom Rind'. Klingt doch eigentlich ganz lecker, was Sheba da auf den Teller bringt. Oder? Hans-Ulrich Grimm räumt mit 'Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter' ordentlich mit dem Saubermann-Image von Pedigree, Whiskas, Eukanuba und Konsorten auf und nimmt dem Haustierhalter die...
Veröffentlicht am 19. Juni 2007 von Daniela Scholz


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141 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Tobak, der den Leser wachrüttelt!, 20. Dezember 2007
Hans-Ulrich Grimm beleuchtet in diesem Sachbuch die Herkunft und Zusammensetzung des Futters, das unseren Nutz- und Heimtieren tagtäglich vorgesetzt wird. Man erfährt, wie viel Chemie nötig ist, um die Rinder, Schweine, Hühner, Katzen und Hunde davon zu überzeugen ein für sie völlig unnatürliches Futter zu fressen, von dem sie sich normalerweise wohl angeekelt abwenden würden. Er berichtet über den Einsatz von Gentechnik und hormonähnlichen Substanzen, die binnen kürzester Zeit unheimliche (und unnatürliche!) Wachstumsraten hervorrufen. Die Missachtung der Würde des Lebewesens ist besorgniserregend.

Beispiel Hundefutter: Das Trockenfutter namenhafter Firmen wird hergestellt aus Abfallprodukten der Schlachthöfe (für deren Abholung die Firmen sogar noch bezahlt werden!), einem viel zu großen Anteil Getreide (das nicht ins Futter kommt, weil der Hund es braucht, sondern weil die Konsistenz sonst nicht fest genug für die Verarbeitung zu Trockenfutter wäre) und Produkten, deren genaue Herkunft kein Mensch wirklich wissen soll (es wurde nachweislich z.B. auch schon einmal Klärschlamm zu Hundefutter verarbeitet). Damit Hund auch frisst, was er da aufgetischt bekommt, werden Geschmacksverstärker zugesetzt. Und damit es auch schön "gesund" aussieht gibt man noch eine ordentlich Portion Farbstoffe hinzu.

Den Menschen wird eine heile Werbewelt voll genüsslich schnurrender Katzen und fröhlich bellender Hunde vorgegaukelt und suggeriert, dass ihr Haustier nur mit der "ausgewogenen" Ernährung durch Fertigfutter gesund und glücklich lebt. Schließlich soll des Menschen liebster Begleiter ja nicht leben wie ein Hund!

Der Autor wirft die Frage auf, wie viele der "modernen" Hundekrankheiten wie Krebs, Allergien, Haut- und Gelenkprobleme etc. auf die artfremde Ernährung durch Fertigfutter zurückzuführen sind. Dabei stehen die Tierärzte und Tierernährungswissenschaftler fast vollständig im Dienste der großen Futterfirmen. Schon als Studenten werden sie von diesen finanziell unterstützt und auch später großzügig gesponsert. Sie verdienen am Verkauf teuer Spezialfutter und letztendlich auch an der Behandlung der durch die falsche Ernährung hervorgerufenen Krankheiten, ob es ihnen nun bewusst ist oder nicht. Von Objektivität kann da keine Rede mehr sein.

Natürlich fragt sich der Leser bei der Lektüre dieses Buches auch, was er selbst beim Verzehr von Fleisch, Milchprodukten und Eiern an Chemie schluckt und welche Auswirkungen das auf ihn hat.

Auch wenn der Autor sich stellenweise etwas im Ton vergreift, sich in den einzelnen Kapiteln oftmals wiederholt und durchweg kein roter Faden zu erkennen ist, halte ich "Katzen würden Mäuse kaufen" für ein Buch, das für jeden interessant ist, egal ob selbst Tierhalter oder nicht. Es ist starker Tobak, der gründlich recherchiert wurde und oft äußerst trocken und sarkastisch an den Leser gebracht wird. Welche Konsequenzen man aus der Lektüre dieses Buches zieht bleibt jedem selbst überlassen, aber über Whiskas, Pedigree, Royal Canin, Eukanuba und Co. wird man danach zwangsläufig anders denken.
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160 von 166 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckende Wahrheiten, 27. August 2007
Bei seinen Ausführungen benennt der Autor immer wieder Firmen und Quellen, so dass das, was er erzählt, keine Anschuldigen ins Blaue sind, sondern tatsächlich Hand und Fuß hat. Er nennt Namen von Geschäftsleitern und Tierärzten und lässt diese direkt zu Wort kommen. Sie erzählen, was das Futter heutzutage ausmacht. Natürlich gehen hier die Meinungen weit auseinander und selbst die Hersteller geben zu, dass man den Kunden mit klangvollen und appetitlichen Namen zum Kauf animiert.

Hans-Ulrich Grimms Schreibstil erinnert an Kolumnen aus namhaften Zeitschriften. Stellenweise klingt er etwas zu reißerisch, was seine Ausführungen ein wenig die Glaubwürdigkeit nimmt. Das Buch ist aber so gut recherchiert, dass auch dem Laien schnell klar wird, dass hier ausschließlich Wahrheiten drin stecken. Leider äußert sich der Autor stellenweise auch kritisch dem allgemeinen halten von Haustieren gegenüber und wird dabei sogar sarkastisch. Das widerspricht dem eigentlichen Anliegen, dem Haustierbesitzer Informationen an die Hand zu geben, mit denen er sein Tier besser umsorgen kann. Außerdem wiederholt er sich des Öfteren. Die grundlegenden Informationen hat man bereits bekommen, nachdem man vier von dreizehn Kapiteln gelesen hat. Über diese kleinen Unzulänglichkeiten kann man aber hinwegsehen, da es einfach kein vergleichbares Werk auf dem Markt gibt. Wer sich für Tierfutter und seine Herstellung interessiert, sich auf diesem Gebiet schlau machen will und dabei nicht nur Halbwahrheiten aufgetischt bekommen möchte, muss unweigerlich auf "Katzen würden Mäuse kaufen" zurückgreifen. Außerdem lässt das Buch sich leicht lesen und überhäuft einen nicht mit Fachbegriffen oder erklärt diese gegebenenfalls. Hans-Ulrich Grimm schreibt so, dass man sich direkt angesprochen fühlt und man die Texte leicht und flüssig lesen kann. Man hat also nicht das Gefühl ein wissenschaftliches Werk in den Händen zu halten, das man eh nicht versteht, sondern liest ein Buch, das sich direkt an den Endverbraucher richtet und auch darauf ausgerichtet ist.

Fazit: "Katzen würden Mäuse kaufen" deckt erschreckende Wahrheiten auf. Jeder, der sein Tierfutter ohne nachzudenken aus dem Supermarkt bezieht, sollte dieses Buch lesen und sich darüber klar werden, was es wirklich enthält. Trotz kleiner Unzulänglichkeiten handelt es sich hier um ein Werk das Standard für Haustierbesitzer und Tierärzte sein sollte.
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277 von 292 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schluss mit Glanz und Gloria - Was ist wirklich drin?, 19. Juni 2007
Von 
Daniela Scholz (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
'Schonend gegarte Filetstreifen mit Lachs' oder 'Zarte Stückchen vom Rind'. Klingt doch eigentlich ganz lecker, was Sheba da auf den Teller bringt. Oder? Hans-Ulrich Grimm räumt mit 'Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter' ordentlich mit dem Saubermann-Image von Pedigree, Whiskas, Eukanuba und Konsorten auf und nimmt dem Haustierhalter die Illusion vom schmackhaften 'Ragout in Sauce'.

Bereits vor der Auslieferung des Buches musste der Deuticke Verlag eine Einstweilige Verfügung gegen den Pressetext von 'Katzen würden Mäuse kaufen' einstecken. Und nach der Lektüre des Buches kann man die Sorge von Masterfoods, die die Einstweilige Verfügung erzielten, nachvollziehen, ja, man wird fast ein wenig mitleidig. Schließlich gibt der Konzern jährlich Millionen für die Öffentlichkeitsarbeit aus ' und dann das! Jemand der aufdeckt, dass die bunten Kügelchen in den Trockenfutterbeuteln und die saftigen Brocken in den Dosen nicht mehr sind als der Versuch, auch noch den letzten Müll zu Geld zu machen. Wer würde hinter so wohlklingenden Bezeichnungen wie 'Variationen mit Geflügel in Gelee' schon Klärschlamm, Erbrochenes, Blut und Kot vermuten?

'Katzen würden Mäuse kaufen' ist ein hervorragend recherchiertes Buch über die Machenschaften der Futtermittelkonzerne und die 'innige Nähe zwischen Wirtschaft und Veterinären' und wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte wird seine helle Freude an der Bibliographie haben. Wer jedoch hinter dem Titel ein Buch vermutet, dass sich ausschließlich der Futtermittelherstellung für Haustiere widmet, liegt falsch. Über weite Strecken wird detailliert die Ernährung von Nutztieren auseinander genommen. Was natürlich wichtig für das Thema ist, aber sicher nicht das, was man sich unter dem Titel vorstellt. Um das ganze Elend etwas aufzulockern, schweift Grimm in teils sehr themenfremde Welten ab. Für Geschichtsinteressierte gibt es Exkurse in die Zeiten von König Friedrich dem Großen oder dem Pfalzgrafen Hermann, Naturfreunde werden an den schönen Thuner See in der Schweiz entführt und über 'merkwürdige Missbildungen an den Geschlechtsteilen' bei Fischen aufgeklärt, und Sportfans werden mit dem Korruptionsskandal im belgischen Fußball von 2006 konfrontiert. Auch die Kunsthistoriker kommen nicht zu kurz, natürlich finden auch die belgischen Meister wie Rubens und Bruegel Erwähnung. Und für alle, die schon immer wissen wollten, dass Karl Friedrich Louis Dobermann die nach ihm benannte Rasse aus Deutschen Doggen, Pinschern und Rottweilern züchtete, gibt es auch noch eine ausführliche Einführung in die Zuchtgeschichte der 'Kampfhunde' und den Einsatz von Kriegshunden im alten Griechenland. Dies sind nur einige der Episoden, die zwar unterhaltsam vorgebracht werden und sicher an anderer Stelle ihre Berechtigung haben, hier aber mit dem eigentlichen Thema herzlich wenig zu tun haben.

Doch die Nerven der Leser werden noch weiter strapaziert. Da stolpert man über aufgezwungene Alliterationen, wenn Grimm sich über die 'Spezialisten für die Seelen von Settern, Siamkatzen, Sittichen' lustig macht oder man ärgert sich über doppelt vorkommende Zitate. Und noch etwas stört den aufmerksamen Leser bereits ab dem zweiten Kapitel: Grimms zeitweilige Unfähigkeit, einen Sinnzusammenhang zwischen dem von ihm Erzählten und dem eigentlichen Thema herzustellen. Besonders unbeholfen wirkt seine verzweifelte Suche nach Kohärenz in Kapitel 6, wo er nach seitenlangen Ausführungen über Hundezucht offensichtlich merkt, dass er etwas zu weit abgeschweift ist und das Kapitel abrupt mit folgendem Satz beendet: Chemie im Futter und es freut sich das Tier?

Weiterhin fallen die großen Defizite des Autors im Bereich Hundeverhalten auf. So brillant er Fertigfutterzusammensetzungen und eigentlichen Bedarf von Hunden recherchiert hat, so wenig Ahnung hat er von den sonstigen Bedürfnissen der Vierbeiner. Wie sonst ist es zu erklären, dass er sich über Hundesportarten wie Dogdancing lächerlich macht und laut seine Verwunderung darüber, dass Hunde auch geistige Auslastung brauchen, kundtut? Das ein oder andere Mal vergreift er sich auch mächtig im Ton, wenn zum Beispiel das 'Pfötchenhotel' sein Fett wegkriegt oder er sich der 'Knochenfresserbewegung' annimmt und damit Rohfütterer meint.

Natürlich gibt es auch glanzvolle Höhepunkte in 'Katzen würden Mäuse kaufen'. So zum Beispiel wenn er von Aromastoffen mit Geschmacksrichtung 'Heu&Kraut' für Pferde berichtet oder den Einsatz von Waldmeister-Aromen zur 'Kaschierung von medizinischen, metallischen und chemischen Noten bei Mineralfuttermischungen' erläutert. Weiterhin wird der Zusammenhang zwischen der minderwertigen Ernährung der Haustiere und ihrem schlechten Gesundheitszustand hergeleitet und auch auf die Vermenschlichung der Vierbeiner geht er ausführlich ein. Er erzählt von Menschen, die bei ihrem Wocheneinkauf auf jeden Cent achten, für ihr Tier jedoch Unmengen ausgeben. Und er wundert sich: 'Fürs Schnitzel wollen sie nichts ausgeben, aber bei den Schlachtabfällen kennen sie keine Grenzen'.

Insgesamt ist 'Katzen würden Mäuse kaufen' ein gut zu lesendes und amüsant geschriebenes, vor allem aber sehr informatives Buch, das seine Leser teils schockiert und teils zu einem Lächeln animiert. Insbesondere für Hundehalter, die an manchen Stellen dem Drang, das Buch an die Wand schmeißen zu wollen, widerstehen können, ist es ein durchaus empfehlenswertes Buch, das die alltäglichen und absolut legalen Schweinereien der Haustierfuttermittelhersteller mit viel Charme aufdeckt. Wer nicht vorher schon gebarft oder selbst für seinen Hund gekocht hat, wird dies nach der Lektüre nun ernsthaft in Betracht ziehen.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 10. März 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hier mein Fazit aus der Lektüre des als "Schwarzbuch Tierfutter" von Hans-Ulrich Grimm geschriebenen und zeitweilig von Masterfoods per einstweiliger Verfügung verhinderten Buchs "Katzen würden Mäuse kaufen":

Ohne jetzt die "Spannung" nehmen zu wollen... es gibt evtl. sogar ein Industrie-Hundefutter, welches Grimm wohl akzeptiert bzw. toleriert... und zwar das von Rinti! Kein Zusatz von Geschmacksstoffen bzw. Verstärkern, keine chemischen Zusätze. Aber das erfährt man erst auf der letzten Seite und auch nur zwischen den Zeilen.

Entweder das oder ... oh wunder... BARFen... oder beides!

Zusammenfassend kann ich sagen, daß es sehr kurzweilig und aufschlussreich war, was Grimm auf den knapp 200 Seiten zusammengetragen hat.

Die Futtermittelindustrie kommt erwartungsgemäß schlecht weg. Egal ob Heimtierfutter oder Agrartierfutter... wobei letzteres sich dann natürlich auch auf unseren Tellern niederschlägt.

Er beschreibt Methoden, wie eigentlich ungeniessbares wieder in den Nahrungskreislauf eingebracht wird und wie sich diese Aushebelung des natürlichen "Ekels" bzw. der damit verbundenen Schutzfunktion auf die Tiere und die Umwelt (und die Menschen) auswirkt.

Er vergisst dabei nicht darauf hinzuweisen, wer diese Entwicklung begünstigt: Der Mensch, der es sich bequem und billig macht, sein Tier zu füttern und auch der Mensch, der seine Nahrung möglichst billig einkaufen will.

Gleichzeitig zeigt er auf, daß wo "BIO" draufsteht, nicht unbedingt "biologisch" bzw. artgerecht gefüttert wird. Das z.B. eine Kuh zwar mit biologischem Futtermais gefüttert wird... aber eigentlich lieber Gras fressen sollte oder wollte... denn die Getreidefütterung sorgt für bakterielle Verseuchung der Tiere, deren natürliche Verdauung mit reinem Getreide nicht funktionieren kann.
Er zeigt Umweltprobleme mitten in Europa auf, wenn sich z.B. Fische in "sauberen" schweizer Seen zu Mutanten und Zwitterwesen entwickeln... und trotzdem von den Aufsichtsorganen als unbedenklich zum (menschlichen) Verzehr eingestuft werden.
Oder das sogenannte "Erdgasschnitzel" das einen "Fleischersatz" für Tierfutter darstellen soll... gewonnen aus Bakterien, die einer besonderen Erdgas-Mischung ausgesetzt und herangezüchtet werden.
Die Produktion von Tierfutter aus Klärschlamm... also den Resten aus unseren Klärwerken, geniessbar gemacht mit Geschmacksstoffen, ist da nur der trügerische Höhepunkt des Ekelfutters.

Das er dabei die Namen der Produzenten und Vertreiber nennt, ist nur konsequent. Und da er dies tut, wird er auch die Belege dafür vorweisen können.

Ich bin der Meinung, daß dieses Buch wichtig ist und das jeder Tierhalter aber auch jeder Konsument wissen sollte, wie es um die Wa(h)re hinter der schönen Werbung steht.

Ich denke, daß Grimm mit diesem Buch genauso richtig liegt wie mit "Die Suppe lügt" oder "Aus Teufels Topf".

Wer kein Tier hat, der/die kann auch mal in die anderen Bücher von Hans-Ulrich Grimm reinschauen... denn was er im Schwarzbuch Tierfutter niederschreibt, scheint eine Essenz aus seinen Büchern über die menschliche Industrienahrung zu sein... vielleicht mal abgesehen vom Klärschlamm (hoffe ich als Konsument zumindest...)
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Willkommen im wirklichen (Haustier-)Leben, 20. Mai 2007
Von 
S. Bliesener (Cremlingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mit Spannung habe ich das Buch erwartet und mich sehr gefreut, dass die von Masterfoods eiligst angestrengte einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung dieses aroma- und zusatzmittelfreien Berichtes ein Erscheinen nicht lange verhindern konnte.

In gewohnt sarkastischer Spiegel-Manier zeigt Herr Grimm die ausgefeilten und raffiniert gestrickten Machenschaften der Futtermittelindustrie auf, auch noch aus dem letzten Dreck und Abfall der Lebensmittelindustrie Gold zu machen - und den zusammengepanschten Müll mit Hilfe der chemischen Wundertüte auch noch als solches verkaufen zu können. Ob nun Nutzvieh oder geliebtes Haustier auf dem Sofa - dank der unendlichen Gutgläubigkeit der Tierhalter und einer ordentlichen Portion Bequemlichkeit boomt die Branche nach oben hin offen.

Ich empfehle das Buch jedem, der Tiere zu füttern hat (und auch gern vielen anderen). Die Art und Weise, in der Herr Grimm dieses Buch geschrieben hat, mag nicht jedermann's Sache sein, meine ist es schon ;-) . In jedem Fall reicht es allemal aus, um auf nicht zuletzt unterhaltsame Weise untermauerte und recherchierte Fakten auf dem Ekeltablett serviert zu bekommen. Danke, Herr Grimm!

Noch entschlossener und überzeugter werde ich weiterhin das tun, was ich seit bald vier Jahren praktiziere: Meine jetzigen und auch zukünftigen Hunde mit frischen Zutaten in Eigenarbeit gesund und artgerecht ernähren. Da weiss ich, was drin ist und muss mich nicht für dumm und dümmer verkaufen lassen.

Guten Appetit!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein absolute MUSS für wirkliche Tierfreunde!, 25. Juli 2009
Von 
Es wurde einmal Zeit, daß sich endlich jemand an dieses Therma heranwagt.
Keine Katze dieser Welt würde sich mit einem Backofen auf dem Rücken aufmachen und Nahrung suchen, welche sie dann "totbacken" oder "totkochen" kann. Von Spritzmittelrückständen bis Lockstoffen, von Antikeimmitteln bis Anabolica und nicht zuletzt eingebackenen Schimmelpilzen finden wir in Trockenfutter, aber auch in herkömmlichem Dosenfutter jede Menge Dreck.
Im guten Glauben, unseren Tieren etwas Gutes zu tun, vergiften wir diese nach und nach. Eine Katze braucht Rohes und Vorverdautes, keine tote Masse in einer schön geschmückten Dose oder einem bebilderten Sack. Künstliche Vitamine fügen den Tieren mehr Schaden denn Nutzen zu.
Jeder Katzen- (aber auch Hunde)besitzer sollte sich mit dieser Lektüre beschäftigen!
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mir wurde es teilweise schlecht ..., 29. Juli 2008
Von 
Dieses Buch ist teilweise nichts für schwache Nerven. Mir wurde stellenweise schier schlecht, wenn ich mir vorstellte, was meine Tiere zu fressen bekommen. Hier gehts weniger um die Schlachtabfälle sondern eher in der Konsistenz und die Menge.

Ich habe selbst einen Hund und dieser wird gebarft. Ich verfüttere - biologisch artgerecht - Frischfleisch und Knochen, Hähncheninnereien. Mein Hund blüht auf.

Da wird unseren Tieren Futter verabreicht, dass biologisch überhaupt nicht artgerecht ist aber uns wird durch Blümchen-Werbung mit tollen Katzen und rennenden Hund suggeriert, dass es das Beste für das Tier ist. Nur dass das bekannte Futter teilweise zuviel Knochen und minderwertige Innereien statt Fleisch und Aromen zur "Aktzeptanzverbesserung" enthält, erkennt kaum einer. Die Katzen und Hunde gedeihen mit dem industriell hergestelltem Futter ja soooo gut.

Die Futtermengen sagen ja nun schon viel aus und dieses Buch war wohl das Ausschlaggebende, weshalb plötzlich die Biofuttereien aus dem Boden schießen. Whiskas und Co. machens vor. Bio ist in. Nur enthält es auch nichts anderes als das übliche Futter.

Jeder Tierhalter sollte freilich selbst wissen, was für sein Tier das Beste ist. Trocken- und Dosenfutter zählt aber definitiv nicht dazu.

Das Gleiche gilt für Kleintiere. Wie oft habe ich schon verfettete Meerschweinchen gesehen, Meerschweinchen, die nicht einmal Heu kannten. Der Hauptbestandteil des Futters eines Meerschweinchens. Sollte man jedenfalls meinen.

Fazit: ein perfektes Buch zur Aufklärung über die Tierfutterindustrie. Sollte jeder (zukünftige) Tierhalter gelesen haben.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein Wachrüttler!, 4. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter (Taschenbuch)
Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch!
Endlich erfährt auch "Ottonormalverbraucher" einmal, wie es in der (Tierfutter-)Industrie zugeht und wie dort auch noch aus "Dreck Geld gemacht" wird. Ein paar Fakten meint man vielleicht zu kennen, doch die Realität sieht oft bei Weitem schlimmer aus - was das Buch offen aufzeigt.
Meiner Meinung nach hat dieses Buch keinen "Ekelfaktor" oder gar "reißerische" Züge. Vielmehr werden Fakten geschildert, die - zugegebenermaßen - t.w. wirklich erschreckend/unbegreiflich sind. Da in "Katzen würden Mäuse kaufen" nicht nur die Risiken für Haus- und Nutztiere erwähnt werden, sondern auch solche für den Menschen (der letztendlich die Nutztiere auf dem Teller oder z. B. die Milch im Glas hat), würde ich dieses Buch auch nahrungsbewussten Menschen empfehlen. Für Tierhalter (übrigens sind nicht nur Katzenhalter - wie der Titel vielleicht vermuten lässt - angesprochen!!!) oder solche, die es noch werden wollen, ist dieses Buch für eine verantwortungsvolle Fütterung unabdingbar (allerdings würde ich empfehlen, gleich noch ein gutes Fütterungsbuch mit Rezepten, etc. mitzubestellen, da nach Lektüre dieses Buches Industriefutter sicher nicht mehr in Frage kommt!)
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal auf den Punkt gebracht !, 15. Mai 2007
lieber Herr Grimm,

ich möchte Ihnen herzlich danken, daß endlich einmal ein Buch auf den Markt kommen konnte, das die Machenschaften innerhalb des Industriefuttermarktes aufdeckt und dem Fertigfutter Kontra gibt.

Im Zuge naturheilkundlicher Arbeit darf ich seit Jahren erleben, wie begeistert die Tierhalter ihre Tiere "....einfach in der Handhabung" industriell "krank-füttern". Früher hat man nur gesagt "bitte keine gewürzten Speisen vom Tisch" - das wäre heute ja noch das geringere Übel ;-) Das Buch bringt so viele Faktoren ans Licht, daß man es unmöglich in einem Zug durch lesen kann. Ich brauchte dazu einige Tage! Ich bin so dankbar, daß das, was ich seit Jahren "predige" jetzt endlich auch mal schwarz-auf-weiß steht, denn man wird ja schön langsam unglaubwürdig, wenn man seine "Predigt" nicht auch mal belegen kann. Das lukrative 2.Standbein durch Industriefutterverkauf macht ja in der Tiermedizin immer mehr Schule, nun weiß man wenigstens, wo das seinen Ursprung hat. Wir Menschen ernähren uns normalerweise auch nicht täglich von Dosenravioli. Und wir wissen warum ;-).

Herr Grimm: Ich ziehe meinen Hut vor Ihrem Mut !
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider kein Märchen, 18. Januar 2008
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sein Name könnte ja bedeuten, dass es ein Märchen ist - Grimm. Doch das Leben schreibt, wie immer, die grausamsten Geschichten und er (der Herr Grimm eben) beschäftigt sich in ausgiebigem Maße mit unserem Essen (er hat noch einige weitere Bücher geschrieben) und hier in diesem Buch nun mit dem (Fr)Essen für unsere 2 beliebtesten Haustiere: Hund und Katze.

Inzwischen gibt es ja, genügend Hersteller hochwertigen Futters, von
BIO,
BARF (gängige Übersetzungen: Biologisch Angemessene/Artgerechte Rohfütterung, Bones and raw Food (Knochen und rohes Futter))
bis hin zu Gefrorenem ist alles Online erhältlich -
auch Trockenfutter und Snacks gibt es inzwischen in sehr guter hochwertiger Qualität).
Man braucht also nicht (immer) zeitaufwändig selbst kochen.
Begnügt man sich jedoch mit dem Laden um die Ecke und vertraut den Werbeversprechen (und leider auch manchen Tierärzten mit Ihrem Spezialfutter"), tut man seinem Tier garantiert nichts Gutes damit - leider im Gegenteil!!!

Es gibt sicher einige robuste Katzen, die solches Futter ein Leben lang "wegstecken" können aber in meiner Laufbahn (als Tiersitterin und Katzenpsychologin) sehe ich viele Katzen, die aufgrund Fehlernährung krank werden/sind/wurden.

Das können nur "Kleinigkeiten" sein, wie:
Schuppen, stumpfes Fell, ständiges Erbrechen, extremes Haaren, Durchfall, Zahnstein,...
aber auch diffizilere Sachen wie:
psychologische Auffälligkeiten (völlig überdreht, durch zu viel unnötige Energiezufuhr),
Aggression (auch gegen sich selbst gerichtete, durch z.B. kahl lecken), Zerstörungswut, Depression,
chronischer Hunger (vor allem durch minderwertiges Futter und spezielles" Diät-, Allergie-, und Nierenfutter) der den Stoffwechsel (zer)stört. Zu wenig Futter ist IMMER auch ein zu wenig an Nährstoffen/Vitaminen.

- Ich kenne KEINE Katze, die hochwertiges Futter bekommt und die auch nur einen Hauch von Übergewicht hat - selbst bequeme Salonlöwen" nicht!!! Bei gutem Futter, haben Tiere noch ein echtes kein-Hunger-mehr-Gefühl und fressen damit automatisch nur so viel wie Sie benötigen!!! - ,

Heißhungerattacken oder Mäkeligkeit, Harnmarkieren,...
und schwere Erkrankungen wie: (ständig(e) wiederkehrende) Blasenentzündungen, Nierengries/-steine, Nierenversagen, Unter-/Übergewicht,
Diabetes - Wissen Sie was das für Sie und Ihre Katze bedeutet? 2 x täglich um die gleiche Zeit spritzen zu müssen? Ständig Urinproben gewinnen zu müssen? - bei einer Katze, die womöglich noch Freigänger ist???!!! Wie sieht es da mit Ihrer Arbeit (sind Sie morgens und abends immer regelmäßig zum spritzen da?) und einer Urlaubsvertretung aus? Selbst ich als Tiersitterin kann so einen strengen Zeitplan NICHT anbieten!!!),
alle Arten von Stoffwechselstörungen,...

Lesen Sie hierzu auch das Buch von Dr. med. vet. Jutta Ziegler- Hunde würden länger leben, wenn ...: Schwarzbuch Tierarzt. Hier geht es um Hund und Katze (nicht nur Hund, wie der Titel vermuten lässt) beim Tierarzt, mit Schwerpunkt: vom Tierarzt empfohlenes Diät- oder Allergie- oder Nierenfutter!!!

Ich habe selber 4 Katzen, die ich nicht ständig krank sehen möchte - auch wenn es "nur" Zahnstein ist.

Teilweise habe ich etwas Distanz vermisst (man hätte vieles wertneutraler formulieren können), vor allem bei dem Kapitel, wie sich das Verhältnis vom Mensch zum Tier geändert hat. Das klang für mich doch schon sehr verächtlich. Ist Herr Grimm wohl eher der Katzen-Mäusefänger-Vertreter und nicht der Katzen-Kuscheltiger-Mitbewohner-Vertreter?

Tierpsychologen z.B. wollen meiner Meinung nach, nicht noch aus einem Thema Geld schlagen (bis auf die üblichen schwarzen Schafe, die es überall geben wird), sondern ein gesundes Mensch-Tier-Verhältnis fördern.

Teilweise wiederholen sich Themen bzw. werden mehrfach angesprochen und dann unterschiedlich lange ausgearbeitet (schon fast amerikanisch). Im Ganzen aber, viel und gründlich recherchiert: was alles im gängigen Tierfutter so drin ist (zermahlene ganze Tiere (z.B. könnte es ein ganzes Huhn mit Federn und allem sein - was ja noch OK wäre, fürs Futter nimmt man dann aber alles, AUßER dem teuren Fleisch), Fleischabfälle, Aromen, Zucker, Zusatzstoffe, billiges Getreidefüllsel,...), was (noch) nicht deklarationspflichtig ist (Futter ist ja kein Lebensmittel), wer es wie und wo verarbeitet (meist nicht Tierlieb sondern Profitorientiert), wie sich das auf die Tiere, aber auch auf den Menschen auswirken kann, ein bisschen was zum Mensch-Tier-Verhältnis und zur Geschichte davon (früher - heute), Literaturhinweise.

Ich sage nur: Schauen Sie sich die Inhaltsstoffe, des Futters (Fleisch- wie Trockenfutter und auch die Snacks), dass Sie gerade verfüttern mal genauer an. Wie viel % Fleisch ist da drin? Ich meine ECHTES Fleisch, keine Fleischnebenerzeugnisse oder Fleischmehl o.ä. marketingtechnisch geschickt Formuliertes.
Und dann rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass eine Katze durch und durch FLEISCHFRESSER ist.
Artgerecht ist z.B. eine Maus (95% Fleisch!!! etwas Blut, etwas Knochen) mit Mageninhalt (etwas Getreide, Obst, Gras, Kräuter,...).

Das Verhältnis von Fleisch zu Ballaststoffen" wird in den meisten Fällen wohl umgekehrt sein und darauf ist ein Katzen-Stoffwechsel NICHT ausgelegt!!!

Das wäre wie, wenn wir uns von, mit künstlichen Vitamin-& Mineralstoff aufgepeppten Käsebällchen, ernähren würden/müssten - und damit meine ich natürlich die, die nicht aus echtem Käse gemacht sind, sondern die aus Maisgrieß und Käsearoma!!! Die enthielten dann zwar auch alles was wichtig für uns ist" aber was unser Körper/Geist auf Dauer von so was halten würde", können Sie sich sicher ausdenken.

Nervig finde ich diesbezüglich z.B. auch immer Testzeitschriften, die genauso ein Futter dann auch noch für gut befinden. Futter welches alle wichtigen Nährstoffe enthält, ansonsten aber nur eine Kunst- oder Getreidepampe ist!!!
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Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter
Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter von Hans-Ulrich Grimm (Taschenbuch - 2. März 2009)
EUR 8,99
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