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am 25. Juni 2008
Dass eine (Auto-)Biografie von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit mit dem inzwischen geflügelten Wort "... und das ist auch gut so" überschrieben ist, legt sich nahe. Der Untertitel "Mein Leben für die Politik" stößt dem kritischen Leser zunächst etwas unangenehm auf, lässt er doch ein unrealistisch-geschöntes Buch über einen scheinbar selbstlosen Politiker vermuten, der für sich und seine Partei Werbung machen will.

Beim Lesen des Buches dagegen ist man um so positiver überrascht, dass Wowereit auch die schwierigen Seiten seines Lebens (und auch seiner Partei, der SPD) offen anspricht: Probleme, Schwächen, Selbstzweifel. Er macht sich damit verletzbar und bietet Angriffsflächen für politische und homophobe Gegner. Es zeigt damit aber auch einen Politiker, der sich offen mit seinen eigenen Problemen konfrontiert und nicht aufgrund verdrängter, unbearbeiteter Erlebnisse und Persönlichkeitsanteile (z.B. unterdrückter Homosexualität) irrational handelt, was für den "regierten Bürger" beruhigend ist.

Diesen - für den oberflächlichen Betrachter - überraschenden Charakterzug des meist berlinisch selbstbewusst auftretenden Politikers sieht man bei seiner positiven Schilderung der Persönlichkeit der Bundeskanzlerin, einer politischen Gegnerin: Angela Merkel pflege "nicht die üblichen Eitelkeiten", sie habe "die Kraft, auch Fehler einzugestehen" (S.235).

Die ehrliche Darstellung der eigenen biografischen Brüche beginnt mit seiner Kindheit und der ersten Diskriminierungserfahrung als Kind einer alleinerziehenden Mutter. Entsprechend den unmenschlichen (Un-)Moralvorstellungen der 50er und 60er Jahre (Wowereit wurde am 1.10.1953 geboren.), ging man bei den sogenannten unehelichen Kindern von "unordentlichen Familienverhältnissen" (S.26) aus, und Wowereit ist sich seiner belastenden, kindlichen Gefühle noch erstaunlich bewusst: "um mir weh zu tun." (S.25)

Auch sonst spricht er sehr offen über die Armut seiner Südberliner (Lichtenrade) Kindheit: Die Mutter arbeitet als "Putzfrau" (S.29), der Garten wurde gedüngt mit "Mist ... von der Trabrennbahn Mariendorf" (S.31), die Familie würde nach heutigen soziologischen Kategorien dem "Prekariat" (S.35) zugeordnet werden, und aus diesem Grund soll Klaus trotz guter Leistungen für das Gymnasium nur auf die Realschule gehen (S.50)

Nachdenklich und selbstreflexiv beschreibt er sein Verhältnis zu seiner Mutter (der er das Buch gewidmet hat). So sehr er ihr Hochachtung entgegenbringt, redet er nicht die eigenen Grenzen schön, an die er geriet, als er die krebskranke Mutter (und einen queerschnittsgelähmten Bruder) aus Überzeugung ("ich möchte keinen Tag missen" (S.144)) - bis zum Tod zu Hause pflegte. Wowereit nimmt sich Auszeiten, fährt in den Urlaub trotz des Versuchs der Mutter, "ein schlechtes Gewissen zu erzeugen", kämpft mit dem Problem, "dieses schlechte Gewissen nicht wuchern zu lassen". "Aber man darf sein eigenes Leben nicht aufgeben," (S.111) biblisch würde man sagen, die Selbstliebe gegenüber der Nächstenliebe nicht vergessen.

Sucht man nach religiösen Aussagen, so sind sie in diesem Buch relativ selten. Der erstaunte Leser stellt aber fest, dass Klaus Wowereit, aufgewachsen im urevangelischen Berlin, katholisch ist, den Kommunionsunterrricht besuchte und an Gott glaubt (S.266). Entsprechend seines sehr bewussten Umgangs mit seinen Erinnerungen schildert er ein kindliches Theodizee-Problem, als sein Fahrrad ausgerechnet während des Kommunionunterrichtes gestohlen wird (S.43). Ein sozial tätiger Pfarrer seiner Kindheit ist ihm noch in bester Erinnerung.

Sein ethisches Grundaxiom, das er auch als Norm seiner politischen Arbeit beschreibt, ist die Gerechtigkeit (S.71), sicher auch aufgrund seiner Ausgrenzungserfahrungen wegen seiner sozialen Herkunft und seiner sexuellen Minderheitenorientierung.

Da Klaus Wowereit politikgeschichtlich der erste voll geoutete queere Spitzenpolitiker in Deutschland war (und der Buchtitel das erwartungsgemäß betont), ist man natürlich an diesem Teil seiner Persönlichkeit auch interessiert. Er schreibt von ersten homosexuellen Ahnungen in der Jugendzeit, hatte überraschenderweise "zwei langjährige Beziehungen zu Frauen" (S. 116), die ihn aber auch "ratlos" machten. So spricht er sehr offen davon, dass ihn mit 35 Jahren, etwa 1989, privat und beruflich eine "veritable Midlife-Crisis erwischt" (S.116). Er beschließt, sich auf die Suche nach einem schwulen Lebenspartner zu machen, scheitert dabei immer wieder. Er gibt nach einigen Jahren die Suche auf, um nicht immer wieder "in Verzweiflung und Selbstmittleid" (S.116) zu fallen. Genau dann aber trifft er 1993 in der Bar Centrale in der Yorkstraße seinen jetzigen Lebenspartner Jörn Kubicki. Aber trotz seiner Prominenz erlebt das Paar auch bei offiziellen Anlässen im Jahre 2007 Diskriminierung, wenn Partner Jörn manchmal "ignoriert" wird; "manche Leute drehen sich weg, wenn wir gemeinsam kommen, andere begrüßen ihn einfach nicht". (S.187) Auch deshalb verspricht er in seinem Buch, auch in Zukunft die schwul-lesbischen Events in Berlin persönlich zu unterstützen.

Parteipolitisch schildert er offen und kritisch die damals verknöcherten Verhältnisse in der SPD "seines" Bezirks Tempelhof und spricht vom "innerparteilichen Darwinismus" (S.82) beim Weg in Führungsämter. Der zweite Teil des Buches enthält Stationen des auch aus der Zeitung bekannten politischen Werdegangs von Klaus Wowereit, die dem politisch interessierten Leser nicht viele Neuigkeiten bieten, es sei denn Wowereit schildert seine subjektive Sicht und seine Gefühle bei bestimmten Ereignissen, zum Beispiel seiner im 1.Wahlgang gescheiterten Wiederwahl 2006 (S.241f). Zur interessanten Frage, wie stark er davon träumt, einmal Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland mit einer Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei zu werden (die ja auch jetzt im Jahr 2007 eine komfortable Mehrheit hätte), äußert er sich in den letzten Sätzen des Buches etwas verschlüsselt, was aber die Möglichkeit offen lässt, das Buch eines in Zukunft noch bedeutenderen Politikers in den Händen zu halten.

Insgesamt ein sehr empfehlenswertes und lesenswertes Buch, weil es einem mehr noch als den bekannten Politiker vor allem den hoch selbstreflexiven Menschen Klaus Wowereit nahe bringt.
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am 29. Januar 2008
Klaus Wowereit und ich sind bis auf wenige Tage gleichaltrig - und schwul. Es ist durchaus denkbar, dass wir gemeinsam als Kleinkinder bei der Fürsorge in Lichtenrade untersucht wurden, weil wir beide uneheliche Kinder sind. Obwohl unsere Wohnung keine 3 km von der Schillerstraße entfernt war, scheinen jedoch Welten zwischen den in diesem Buch geschilderten Vorgängen und den tatsächlichen Ereignissen zu liegen.Da hat jemand Berlin erlebt, so wie es die Fremdenverkehrszentrale in ihren Prospekten seit Jahrzehnten pflegt. Da fehlen eigentlich nur die "Drei Damen vom Grill", etwas Günther Pfitzmann mit einem Schuss Harald Juhnke. Fertig ist ein spießiges "Berliner Morgenpost-Gebräu", welches dem Touristen als "Herz mit Schnauze" zugemutet wird. Kein Wort über den fanatischen Antikommunismus der Berliner SPD-Betonköpfe, jenes: "denn jeh doch rüber in nen Osten, wenn et dir hier nich passt!" Verblödete Berliner Senatsangestellte, die unschuldige Passanten hetzen, weil jemand Rudi Dutschke gesehen zu haben glaubte, auf jener "Gegendemonstration", wo es dienstfrei gab und die BVG die Jubel-Berliner zum Rudolf-Wilde-Platz karrte.

Es fehlen die interessanten Facetten, Ruinen als Abenteuerspielplatz, die öden Stadtgebiete um den Görlitzer Bahnhof, ebenso wie das Märkische Viertel, welches die Zwiespältigkeit einer Nachkriegsgeneration zum Ausdruck brachte, die schlaganfallartige Durchtrennung des Organismus Großstadt am 13. August 1961. Dagegen nur Harmoniebedürfnis aus der Sicht des Eigenheim-Bourgeois.

Meine Güte, der peinliche Riebschläger, ein allzu typischer SPD-Bonze, wie es sie zu Hauf' in den Bezirken gab,und was war mit dem Steglitzer Kreisel? Einer Kressmann-Zschach und ihre Senatslover? Wo bleibt die Erwähnung des SPD-Innensenators Neubauer, der in Berlin Handgranaten gegen Demonstranten einsetzen wollte? Die "freiwillige Polizeireserve" als Karrieretritthocker zum Oberamtmann? Alles wird unter den Teppich gekehrt um summa summarum ein ermüdendes Rechtfertigungsbild schlechter Politik zu zeichnen.

Wowereit schreibt aus der beschränkten Sicht einer Party-Schwuppe, der das Pilotenspiel der wilden 80er Jahre näher liegt als die sowjetischen Piloten, die in dem Stößensee einen Tod fanden, den nur der kalte Krieg hervor bringen konnte. Einer psychologischen Kriegsführung, deren skurrilster Auswuchs in der "Freiheitsglöckchen-Aktion" gekrönt wurde. Die braven Sozialdemokraten wollten den Hinterbliebenen jedes in Vietnam gefallenen GI's eine Abbildung der Freiheitsglocke überreichen. Versehen mit der Umschrift: "Berlin trauert mit Ihnen um Ihren gefallenen Sohn." Denn so lautete die offizielle Regierungsmeinung: "West-Berlins Freiheit wird in Vietnam verteidigt." Ein Zitat, dass in letzter Zeit merkwürdig aktuell in einer leichten Abwandlung gepredigt wurde.

Doch davon findet sich nichts in diesem seichten und absolut überflüssigen Buche.
Ein wenig Schwulsein, Promi-Bilder, eine anspruchslose sprachliche Gestaltung, wobei der Ghostwriter wohl meinte, dass häufige Wiederholungen und reichliche Fütterung des Phrasen-Schweines dem unterbelichteten Leser wohl behilflich bei der Rezeption sein könnte. Daher mein Vorschlag zur Abrundung dieses Werkes wäre ein umfassenderer Titel:"Klaus Wowereit - Gute Zeiten, schlechte Zeiten; ich lese es mit Schmerz"
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am 31. Mai 2009
In schneller Folge, sprachlich recht flach, hechelt der Autor durch sein Leben. Persönliches und Politisches werden ohne jeden Tiefgang geschildert. Einzig Wowereits Bekenntnis nie Stratege, sondern immer nur Macher, gewesen zu sein, ist erhellend. Wirklich wichtige Diskussionen zur Zukunft der SPD wird man von ihm nicht erwarten können.
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am 2. Oktober 2007
das Zitat stammt von Konrad Adenauer, 05.01.1876 - 19.04.1967 dem 1. Bundeskanzler von Deutschland

"... und das ist auch gut so" ist die im Jahr 2007 erschienende Biographie des regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD). Er hat das Buch zusammen mit dem Journalisten Hajo Schumacher verfasst.

Der Titel des Buches bezieht sich auf eine Aussage von Klaus Wowereit (genannt Wowi) die er im Jahr 2001 auf einem Sonderparteitag der Berliner SPD bei seiner Nominierung zum Kandidaten für das Misstrauensvotum gegen Eberhard Diepgen (CDU) und für die bevorstehenden Neuwahlen des Berliner Senats gemacht hat.
Damit war Wowi der erste Prominente Poltiker der seine Homosexualität publik gemacht hat.

Man kann sich natürlich darüber streiten ob es nötig ist das ein immer noch aktiver Politiker seine Memoiren verfasst und veröffentlicht. Sicherlich spielte von Seiten Wowereits auch der Gedanke eine Rolle so das eigenen Image weiter zu verbessern. Eben typisch Politiker.

Klaus Wowereit beschreibt in seinem Buch seinen Weg bis ins Amt des regierenden Bürgermeisters von Berlin. Er erzählt dabei Erlebnisse aus seiner Kindheit in Lichtenrade sowie aus seiner Jugend in Berlin. Er erzählt dabei auch wie er seinen, nach einem Unfall, querschnittsgelähmten Bruder pflegte sowie seine krebskranke Mutter. Man nimmt ihm dabei schon ab das es ihm einfacher, als anderen Politikern, fällt sich in die Lebensverhältnisse von einfachen Bürgern zu versetzen. Es ist zu erfahren das er stark dadurch geprägt wurde das er, wie auch seine Geschwister, von seiner Mutter alleine aufgezogen wurden.
Klaus Wowereit geht zum Schluss des Buches auch auf seine aktuelle Politik ein. Er hat anscheinend den Eindruck sich zu verteidigen zu müssen, sehr wahrscheinlich aufgrund der in Berlin regierenden Koalition von SPD & PDS. So gibt er dem interessierten Leser auch einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Berlin und somit auch auf seine politischen Pläne für die Hauptstadt.

Klaus Wowereit hat mit seinem Buch keine der üblichen Biographien verfasst. Das ist natürlich auch dem Umstand geschuldet das Wowi ein immer noch regierender Politiker ist bei dem nicht absolut auszuschließen ist das weitere Karriere Sprünge zu erwarten sind. Das Buch liest sich flüssig. Man bekommt interessante Einblicke in das Leben und Hintergründe zu Entscheidungen des Menschen wie aber auch des Politikers Klaus Wowereit.
Klaus Wowereit war bei seinen Beschreibungen vergangener Ereignisse nicht so Detailgetreu wie es z.B. Bill Clinton bei seiner Biographie war. Dennoch bekommt man genug Einblicke um neues und interessantes zu erfahren.

Man muss Klaus Wowereit nicht unbedingt mögen um sein Buch lesen zu können. Natürlich kann immer wieder die politische Stimmung herauslesen und dennoch gibt es viele Ereignisse in denen die Politik in den Hintergrund tritt.
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am 25. Januar 2010
Die Biographie von Klaus Wowereit ist eine von zahlreichen Biographien, wie sie immer wieder auf den Markt kommen. Insofern erwartet der Leser- eigentlich- nicht viel Neues als das, was man ohnehin schon weiß oder/und, Hintergründe, die aus Sicht des jeweiligen Politikers Dinge und Hintergründe rechtfertigen. Ich habe dieses Buch quasi in einer Abfolge mit den (Auto)biographien von Joschka Fischer und Gerhard Schröder gelesen und war- entgegen meiner Erwartungen- positiv überrascht. Klaus Wowereit ist in diesem Werk sehr ehrlich und klagt nicht (großartig) an, was eben Politiker gerne nach ihrer Amtszeit tun, z.B. Gerhard Schröder. Er beschreibt nichts übermäßig arrogant, versucht sich nicht zu rechtfertigen, wie es z.B. in Joschka Fischers Autobiographie nachzulesen ist, sondern beschreibt Privates und Berufliches, sieht zurück und nach vorne, zumal er- im Gegensatz zu Fischer und Schröder- noch im politischen Geschehen steckt. Ein Schwerpunkt liegt dabei sicherlich auf dem Menschen Wowereit und private Seiten seines Lebens, seinen Werdegang und politischer Entwicklung und weniger auf Phrasen und Forderungen, die- in solchen Werken üblicherweise- im überhöhten Maße Selbstinszenierung sind, bei Wowereit jedoch eher bescheiden rüberkommen und somit eine viel nettere und persönlichere Seite zeigt als die des Regierenden Partymeisters". Sollte man ein Fan und Leser politischer Autobiographien sein, so gibt dieses Buch weniger politische Auskünfte, ist also nicht wirklich ein Muss. Will man jedoch zur Abwechslung eine unterhaltsame und persönliche (Auto)biographie eines Politikers lesen, so ist dieses Buch sehr gut gelungen.
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am 26. Oktober 2014
Wowi stellt sich gut dar, auch die Geschichte wie er zur Politik kam und auch bisschen privat zeigt dass er nicht nur Bürgermeister ist
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am 23. Februar 2008
Das Buch lässt sich einfach lesen, es beschreibt den politischen Werdegang Wowereits und lässt ein wenig in sein Privatleben blicken.
Es ist schön, dass das Buch auf dem Markt ist... ja, das ist gut so.
Kann es nur empfehlen.
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am 18. Januar 2013
Klaus Wowereit plaudert erfrischend über sein Leben und die Hintergründe von politischen Entscheidungen. Auch die Ränkespiele, die in allen politischen Parteien, in allen Vereinen, stattfinden, läßt er nicht aus. Ein Buch, das Mut macht zur politischen Einmischung, das zur Teilnahme am politischen Leben in einer Demokratie auffordert. Empfehlenswert!
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am 19. Mai 2008
Jeder, der Klaus Wowereit bis jetzt für einen hemmungslosen Partykönig des Berliner Nachtlebens gehalten hat, bekommt nun einen tieferen Einblick in sein Leben. Mit Witz, Ehrlichkeit und Gefühl wird hier der multi-kulti Politiker in ein ganz anderes Licht gerückt. Es ist ein Muss für Wowi- Fans und ein Geheimtipp für alle, die sich für Berlin und Politik interessieren.
Einfach ein superklasse Buch!
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am 27. Oktober 2007
Erstaunlich das auch dieses Buch nicht vom genannten Autor(Titel)Wowereit stammt sondern aus der Feder des Herrn Schumacher.
Nun gut,neugierig wie ich war habe ich als Leser erfahren wie Wowereit aus kleinen Verhältnissen eine ähnliche Story aus Jugend und Kindheit erfährt wie Hillary Clinton.Beschrieben werden Abendveranstaltungen im häuslichen Kreis,Plege der Mutter und familiäre Todesfälle.
Kurzum das was uns alle verbindet und uns zu Menschen macht.
Hier keimt das erste mal der Verdacht auf das Wowereit sich fast traumatisch in Kleinbürgerliche Minierlebnisse sozialer Natur stürzt um Normalität in seinem Leben zu praktizieren und nicht als Außenseiter erkannt zu werden was er zweifellos aufgrund seiner Neigungen Körperlicher Art zu dieser Zeit geworden wäre.
Nun kommt die Zeit des Jurastudiums und der Bekanntschaft von Willy Brandt,der er völlig erliegt und nun als einer aus der Mitte heraus beginnt, sich in der Partei zu etablieren.
Mit zunehmendem Anspruchsdenken von außen das durch das begleiten diverser Ämter zwangsweise einhergeht offenbart sich auch der geistige Pragmatismus des Beschriebenen bzw. das Fehlen von Visionen.
Klar das wird überspielt mit dem Stichwort Arbeit, das aber Blutleer daher kommt wenn man bedenkt das er als Akademiker bei einer traditionellen Arbeiterpartei das Bürgermeisteramt ausübt.
Insofern wirkt die Biographie wie eine Zwangsmetamorphose gegenüber seiner Abstammung die er Millieulich verlassen hat sich aber von deren teilweise phantasielosen Ideen nicht lösen kann.
Da wirkt es fast Arm wenn der Bürgermeister der Hauptstadt keine anderen Visionen einbringt als den trditionellen Sparkurs.
Sicher ist seine Messlatte nicht dieses Buch sondern was er aus dieser Hauptstadt macht, aber um auf Frau Clinton zurückzukommen die an früher Stelle ihres Lebens die sozialen Verpflichtungen erkennt die Wohlstand und Regierungsämter mit sich bringen und denen Ihr Leben widmet und Visionen des Änderns der Geselschaftlichen Verpflichtungen erkennt bzw.auch die Verantwortung des Kapitals, scheint hier Wowereit zumindest in seiner Biographie die visionäre Puste etwas auszugehen.
Er isst lieber das alte Brot das er von zuhause kennt, so mein Eindruck.
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