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am 19. Mai 2010
Ich habe von dem Buch in einen Podcast gehört, also gekauft und ... mein zusammenfassendes Resultat, s.o. in der Überschrift. Mag sein dass das Konzept für eine absolute Minderheit geeignet ist. Aber ein Ansatz der das Internet allzu hochjubelt, ist m.E. völlig fehl am Platze.

Ich weiss wovon ich rede denn meine Arbeit ist zu über 95% Internet basiert. Da gibt es harte Deadlines, einen Verdrängungswettbewerb der mit äußerst harten Bandagen geführt wird und die zunehmende Tendenz einer Verrohung der Sitten inkl. Angebote die den Tatbestand der "Sklaverei" erfüllen würden sowie Zahlungsausfällen.

Das Ganze ach so "selbstbestimmte Tun" als "digitale Boheme" zu verniedlichen geht völlig am Thema "selbstbestimmtes Arbeiten mit Hilfe des Internets" vorbei. Das Buch hat mit der Realität derer die ihr Einkommen mit dem Internet generieren müssen und dabei nicht nur über den nächsten Milchcafe in irgendeinem angesagten Szenelokal nachdenken, sondern das Geld für Miete, Altersvorsorge, Lebensunterhalt usw. usf. verdienen müssen und sich um Nachfolgeaufträge kümmern muss, und ggf. auch eine Familie haben, nicht das Geringste zutun.

Wenn das Konzept irgend jemandem Einkommen generiert, dann den Autoren der neuen Heilslehre der "digitalen Boheme". Zusammenfassend sage ich "Spart Euch das Geld!!!". Wer das Buch dennoch haben will, bei mir nimmt es noch Platz im Regal ein, den ich besser nutzen kann. Kurze Mail genügt.
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am 4. März 2012
Friebes und Lobos Lobgesang auf die Marktwirtschaft. So könnte der Untertitel des Büchleins bzw. des Hörbuches eventuell auch lauten.
Es gibt hier ein bisschen Festanstellungs-Bashing, da ein bischen "Kreativwirtschaftscoolness" und ansonsten viel leeres Geschwätz, das dem upwardly mobilen "Kreativen" und jungspundigen Marketingfritzen sehr gefallen dürfte. Alles nach dem Motto: Mal so richtig schön der konsequenten Selbstausbeutung das Wort reden und es auch noch als Coolness verscherbeln. Das beeindruckt doch sehr.
Das Selbstprekarisierungs-Prinzip der beiden Herren ist schon erstaunlich aktuell und besticht durch sein mit leeren Phrasen aufgeladenem Gestus der "Rebellion" und des "Subversiven"; oder wie es Friebe und Lobo nennen: des "Intelligenten". Doch offenbar langte die Intelligenz dann doch nicht für die Reflektion auf die gesellschaftlichen Verhältnisse und welche Stellung eine Ideologie, wie sie in diesem Büchlein unterbreitet wird, in dieser einnimmt. Kritik am Bestehenden sucht man hier vergebens und war sicherlich auch nicht die Intention der beiden Herren. Intention dürfte wohl eher sein dem geneigten Leser den Vorschlag zu unterbreiten, statt sich dem Ausbeutungsverhältnis der Festanstellung auszusetzen, sich lieber selbst auszubeuten und das auch noch als irgendwie "subversiv" zu begreifen.
Schon bemerkenswert wie es Menschen doch immer wieder schaffen die eigene Entfremdung und das gesellschaftliche Ausbeutungsverhältnis mit ein paar einfachen Handgriffen in die Mottenkiste der Ideologieschulen zu glittern. Es ist schon ziemlich illusorisch zu glauben man könne in einer kapitalistischen Vergesellschaftungsform ein "selbstbestimmtes Leben" führen. Es läuft immer darauf hinaus, dass man gezwungen ist die eigene Arbeitskraft zu verkaufen. Ob man das nun in einer Festanstellung oder als Freelancer tut.
Das Buch ist schlicht und einfach pure Ideologie, die dazu dient sich die eigene prekäre Lage schön zu denken. Empfehlenswert wäre vielleicht statt dessen, die eigene Situation zu analysieren und eine entsprechende Kritik zu formulieren, statt sich mit den Verhältnissen via Identitätskonstruktionen gleich zu machen und damit zufrieden zu geben.
2 Punkte gibt's für den "interessanten" und durchaus aktuellen Einblick in die Gedankenstruktur der sich "frei" wähnenden Bohemians und solcher die es werden wollen. Ansonsten ist das Buch einfach unbrauchbar.
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am 17. Januar 2013
Man merkt sehr schnell, dass hier vielleicht Technik-Begeisterte, aber doch niemand aus dem Bereich Informatik schreibt. Man erfährt im gesamten Buch nichts über IT, was nicht eh jeder weiß, der zumindest jünger als 50 ist. Außerdem hat der Inhalt kaum etwas mit der Realität zu tun. Da wird im ersten Teil geschrieben, dass man natürlich dankend eine (äußerst gut bezahlte) Festanstellung ablehnt. Im spätern Part erfährt man aber immerhin, dass sich viele wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg überhaupt nicht mehr bewerben. Das dürfte eher der Realität der hier beschriebenen Spezies entsprechen. Dann komme völlig abstruse Beispiele aus fernen Ländern, wie man im Internet Geld verdienen kann, wie etwa in Asien lebende Menschen, die dafür bezahlen, dass andere Ihre eigenen Charaktere in Computerspielen besonders erfolgreich spielen. Woher stammen solche weit hergeholten Beispiele? Aus einer Billig-Reportage im Fernsehen? Weitblick fehlt ebenfalls. Das inzwischen längst wieder vergessene „Second Life“ wird bejubelt - und man bekommt den Eindruck, dass dessen Zeit erst begonnen hat. Tatsächlich stammen viele Beispiele von diesem Spiel. Inzwischen kräht kein Hahn mehr nach Second Life. Genauso wenig wie die Autoren den tatsächlich Werdegang des Spiels voraussahen, so sind sie auch in so ziemlich allen anderen Aspekten völlig realitätsfremd. Der wichtigste Part fehlt nämlich für die digitale Boheme: Die nächste Generation steht schon in den Startlöchern, und die Jungen kennen die neuen Techniken eben doch immer besser, als die langsam alt werdende (in diesem Fall die digitale Boheme) – oder zumindest die Gesellschaft glaubt das. Dann ist das, was ja am Ende des Buches durchaus durchkommt, unausweichlich: Harz IV, außer vielleicht für diejenigen, die sich selbst so vermarkten können wie die Autoren des Buches. Abgesehen von einem gewissen Belustigungswert für so unglaublich viel Naivität und gleichermaßen Arroganz, gibt es nichts Lesenswertes im Buch. Dieser Belustigungswert rechtfertigt aber den einen Stern. Abgesehen von den Autoren dürfte das Buch niemandem nützen.
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am 16. September 2010
Die Lektüre von Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin erinnerte ich mich daran, schon vor längerer Zeit "Wir nennen es Arbeit" rezensieren zu wollen, dieses Ansinnen aber offenbar jahrelang erfolgreich vor mir her prokrastiniert zu haben. Nun ist es aber soweit. Unter allen Lesern bin ich wahrscheinlich die absolute Ausnahme, denn ich war schon Gast im Oberholz, bevor ich dieses Buch kannte. Den Wald vor Bäumen nicht sehend, hatte ich nicht einmal bemerkt, dort von der sog. digitalen Bohème umgeben zu sein. Ja, ich kannte nicht einmal Sascha Lobo. Zwar wunderte ich mich über den dort gelegentlich aufkreuzenden, Anzug tragenden Punker; da es in Berlin aber eine Art Volkssport ist, sich öffentlich zum Löffel zu machen, schenkte ich diesem Phänomen keine weitere Beachtung. Dann brachte dieses Buch endlich Aufklärung. Danke dafür. Der Wert von "Wir nennen es Arbeit" liegt darin, zum Nachdenken über die Veränderung der Arbeitswelt als Folge der neuen Möglichkeiten des Web 2.0 anzuregen. Dabei werden vor allem die neuen Möglichkeiten internetbasierter, freiberuflicher Tätigkeiten analysiert. Das erinnert ein wenig an die von Richard Florida vertetene These vom Aufstieg der kreativen Klasse. Im Unterschied zu Florida engen Friebe und Lobo ihren Blick aber auf eine sehr spezielle Form von selbständigen Internetarbeitern ein, was zum ominösen Begriff der "digitalen Bohème" führt. Da wird dann ein Lebensstil propagiert, der weitgehend die ökonomische Realität ignoriert und bestenfalls in einer kleinen Nische umsetzbar ist. Das funktioniert wahrscheinlich nur, wenn man in der hinsichtlich der Lebenshaltungskosten billigsten Metropole Europas, sprich der deutschen Hauptstadt, lebt, weder alt noch krank ist und keinerlei finanzielle Verantwortung für andere Menschen (z.B. Kinder) trägt. Da dies selbst innerhalb der kreativen Klasse nur auf einen verschwindend kleinen Prozentsatz zutrifft, bleibt es letztlich bei interessanten Gedankenspielen. Diese sind aber rhetorisch nett vorgetragen und daher durchaus lesenswert. Die beiden Autoren können schreiben, was für den Fall, dass sie jemals erwachsen werden sollten, ernsthafte Werke erwarten lässt.
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am 28. November 2009
Aaaaalso,

zu Anfang denk man ja, toll endlich ein Buch in dem all die Dinge mal kurz und verständlich erklärt sind, die man sich schon immer nicht zu fragen traute. Dafür bin ich dankbar, denn auf schmalem Raum wurde hier wirklich viel übers Digitale Zeitalter fleißig zusammen getragen.
Holm Friebe und Sascha Lobo öffnen einen Vorhang auch für diejenigen, die mit der Welt von Google, Blogs, Podcasts, Machinima, MMPORG, youtube und überhaupt dem Leben im Netz vielleicht so gar nichts zu tun haben. Hier leistet das Buch einen guten Beitrag.
Heikler wird es dann an den Stellen, wo Zukunftsvisionen und Bewertungen stattfinden. Und dann begegnet er uns wieder, der Kardinalfehler, der allen gedanklichen Konstrukten scheinbar immanent ist. Auch Friebe & Lobo visionieren eine geänderte LebensFORM, der dann ein geänderter LebensINHALT folgt.
Es werden vielleicht neue Inhalte gefunden, aber der Mensch bleibt trotzdem was er ist. Gänzlich ausgeblendet wird nämlich der doch sehr große Bereich des ELENDEN, NIVEAULOSEN, MISSBRÄUCHLICHEN, DOOFEN im Netz, im virtuellen Raum eben genau so präsent wie im realen.
Und auch eine digitale "Boheme" bleibt was sie immer war, egal zu welchen Zeiten, eine Gruppe von Menschen, die die Zeit, das Geld und die Unterstützung hatte, nur das zu tun, was dem eigenen Wollen entspringt. Das Heer der Festangestellten erwirtschaftet nämlich die Steuern, von denen dann die diversen kulturellen "Projekte" finanziert werden können.
Alles in allem aber ein lesenswertes Buch, das dazu anregt, gleich mal das ein oder andere zu googeln.
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am 25. Februar 2013
Leider hat das Buch nicht ganz das gehalten, was es versprochen hat.

Arbeiten heute. Klingt spannend und sehr vielsprechend. Die Arbeit im Wandel. Es wírd uns eigentlich sehr leicht gemacht, ein anderes Arbeitsmodell auszuprobieren. Auf der anderen Seite doch. Der Wertewandel in der Gesellschaft, die Unsicherheit. Leider sind in Deutschland die Bedienungen nicht sehr innovationsfreudig, so dass nur eine Handvoll Menschen diesen Schritt wagen, einer Tätigkeit nachzugehen, um sich ein Stück auch selbstverwirklichen zu können.

Vielleicht hätte das Buch noch etwas fokussierter und konkreter sein können.
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am 23. September 2011
für mich ist das ein wirklich sehr hilfreiches Buch
gewesen. voller Inspirationen .
auch wenn die Autoren
manchmal scheinbar übertreiben; es ist dennoch ihre persönliche Wahrnehmung , und aus meiner Sicht verdeutlicht diese Form auch offensichtliche Mißstände.
die meisten Menschen nehmen diese einfach so hin ,
weil sie unvermeidbar erscheinen.
oder vielleicht wirklich nicht als (so) störend empfinden.
aus meiner Sicht sind Menschen wie Sascha Visionäre(habe sowohl ihn mal persönlich erlebt in einer Veranstaltung, und auch ähnlich "gepolte" Menschen kennengelernt).
Oberflächlich betrachtet sind sie Arbeitsverweigerer
weil sie mit dem gegenwärtigen System nicht klarkommen.
Bei genauerem Betrachten haben sich diese Menschen so intensiv mit dem Thema Arbeit beschäftigt, wie es kaum jemand "Gewöhnliches" zu seinen Lebzeiten tut.
man hält es einfach durch, und freut sich auf die Rente.
von wirklichem Engagement keine Spur.
soll das "sinnvolle Arbeit" sein ?!
immerhin verbringen wir ja 8 Stunden täglich (und tw. mehr) mit dieser Tätigkeit.

ich bin Sascha sehr dankbar für dieses Buch.
es ist eines der wenigen Bücher, die in Bezug auf das Thema Arbeit wirklich sinn- und hoffnungsvolle Perspektiven eröffnet.
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am 25. Oktober 2013
Ganz netter Vorschlag zum Geld verdienen in der Zukunft. Wie man solche Regeln aber auf 42 Millionen Beschäftigte übertragen kann, wird leider nicht beschrieben; es wäre ja auch die Sensation des Jahrhunderts.
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