Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Pimms Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

  • Puls
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen258
3,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. März 2012
Meine Erwartungen an einen Stephen King-Roman sind wenig und immer die Selben: Ich möchte während ich ein Buch von ihm lese, durch spannend geschriebene Texte gefesselt werden. Um das zu erreichen, sind für mich unterschiedliche Elemente brauchbar: Eine "zündende" Grundidee, die mich die Augenbrauen hoch ziehen und "Wow!" ausrufen lässt. Eine Geschichte, die so packend entwickelt wird, dass ich unbedingt wissen möchte, wie sie weiter geht - und endet. Schilderungen von Orten oder Situationen, quasi der "Kulisse", in der sich die Handlung entfaltet, die so plastisch sind, dass ich meine, vor Ort zu sein, obwohl ich eigentlich auf dem Sofa oder im Bus sitze, im Bett liege oder... na ja, wo ich eben sonst noch so zu lesen pflege.

Bei "Puls" sieht meine Checkliste so aus: Grundidee? Haken dran! Packende Erzählung? Haken dran! "Kulissen"? Mhm... Eher Modernes Theater als Hollywood-Blockbuster. Zum "Ausgleich" für die hier für mich spürbare Schwäche im Vergleich zu anderen Werken des Autors bleiben mir allerdings grobe Logik-Schnitzer oder gar zu hanebüchene dramaturgische Kniffe erspart, was dem Lesevergnügen wiederum zuträglich war. Und das Grauen hat diesmal wahrlich biblische Ausmaße...

Wie komme ich auf diese Einschätzung?

Die Grundidee ist ebenso einfach wie grandios: Man nehme diejenigen Wissenschaftler beim Wort, die menschliche Gehirne in ihrer Funktion (und hinsichtlich möglicher FunktionsSTÖRUNGEN) simpel mit einer Computer-Festplatte vergleichen. Und man nehme den "Puls", ein Signal, das, übertragen auf den Frequenzen der weltweiten (tatsächlich? Darüber sagt das Buch nämlich nix!) Handy-Netze eine solche STÖRUNG in den Gehirnen der Menschen auslöst, die handy-fonieren. Festplatte gelöscht - zack!

Es war für mich ein schaurig-schönes Vergnügen zu lesen, wie einige wenige überzeugte Handy-Verweigerer oder bis dato "arme Schlucker", die sich so'n Teil nicht leisten konnten, plötzlich die einzigen Menschen sind, die vom Wahnsinn, der durch die Löschung allen Wissens und gelernten Verhaltens entsteht, verschont bleiben. King beschreibt Szenen, die demjenigen, der sich darauf einlässt, schier unfassbar vorkommen müssen. Leute, die eben noch brav anstehen, um am Eis-Stand im Park eine kühle Erfrischung zu kaufen, fallen urplötzlich über einander her und beißen (!) sich zu Tode. Solche und ähnliche Vorkommnisse bringen ein Schaudern mit sich, das mich vereinzelt im Bus auf die anderen Fahrgäste blicken ließ, die gerade mit ihren Handys spielten oder hineinsprachen. Die berühmte "Was wäre, wenn..."-Frage, in so einer Alltagssituation gestellt, hat schon was Gruseliges.

Aber King legt den Finger auch an passender Stelle in eine andere Wunde: Wie verhalten sich "Normies", wie er sie nennt, wenn staatliche Ordnung und gesellschaftliche Struktur von einem Tag auf den anderen wie weggeblasen sind? Edle Menschen tauchen da ebenso auf, wie religiöse Spinner und gewaltbereite Lustmolche.

Der Roman kreist um die Schicksale der Protagonisten, allen voran Clay Riddell, einem leidenschaftlichen, aber bis zu jenem Tag, an dem der "Puls" alles löscht, was unsere Zivilisation ausmachte, erfolglosen Comic-Zeichner, dessen Frau sich von ihm getrennt und dessen Sohn ihn abgöttisch lieb hat. Das Grauen erwischt ihn in Boston, Massachussetts, ein ordentliches Stück von seinem (typisch King) Wohnort in Maine entfernt. Und dorthin zieht es ihn und er seine Schicksalsgefährten mit.

Die Handlung ist für meinen Geschmack sehr abwechslungsreich und bringt ebenso viele nachdenkliche Momente wie handfeste Action mit sich. Die "Phoner", Opfer des Impulses, sind natürlich der Katalysator der steigenden Spannung, die eine erstaunliche Metamorphose von blutrünstigen Bestien über Zombie-artige Schwarmwesen bis zu einer neuen, fremdartigen Gesellschaftsform durchlaufen. Und so wird die Frage: Welche Gemeinschaft ist auf Dauer die stärkere? zum Zentralthema eines Wettlaufs um das Recht auf Leben.

Einige Rezensenten bemängeln farblose Beschreibungen. Ich applaudiere der Entscheidung Kings, die Erwartungen der Leser mal nicht 1:1 zu erfüllen, und statt epischer Schilderungen alltäglicher Momentaufnahmen lieber meisterliche Action abzuliefern. Manch Vorschreiber mosert darüber, das sei "alles schon mal da gewesen", und das zum Teil besser. Ich weise darauf hin, dass, wenn nur Werke, die absolutes Neuland betreten, ein Existenzrecht hätten, unser Planet verdammt leer wäre. Von jeder Sorte nur ein Baum, nur eine Handvoll Bücher (ein Krimi, eine Lovestory, ein Horror-Roman) und nicht mal genug Filme, um ein einziges Kino-Center zu betreiben.

Für mich war "Puls" eine anregende Variation des "Was wäre, wenn...". Der Grund für den "Weltuntergang" interessant und bedrohlich zeitgerecht, das Verhalten der Menschen "danach" nachvollziehbar und variantenreich und der Umgang mit dem Resultat dieses abrupten Wandels, also den "Phonern", so packend, dass ich das Buch am Ende einer Busfahrt oder eines Tages nur widerwillig aus der Hand legte und Bedauern empfand, als es vorbei war. 520 Seiten, noch dazu, wenn sie so, ähem... lesefreundlich bedruckt sind, waren da nicht wirklich viel.

Ich wurde jedenfalls in das Buch hineingesogen, wie das Licht in jenes stellare Phänomen aus der Überschrift dieser Rezension. Der Schluss war für mich im ersten Moment enttäuschend, weil er nicht alle Fragen beantwortet hat, aber jetzt denke ich, dass genau das dazu beiträgt, dass "Puls" nachwirkt. Was wäre, wenn... ?

Noch gruseliger: Was wäre, wenn Stephen King keine Bücher mehr schreiben würde?
11 Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 5. September 2012
Das Ereignis, das als »Der Puls« bekannt werden sollte, erlebt der Comic-Zeichner Clayton Riddell, als er sich in Boston ein leckeres Softeis spendieren will: Teenager fallen übereinander her und beißen sich die Kehle durch, Geschäftsleute werden zu blutrünstigen Bestien, Busfahrer jagen und überrollen Passanten; kurz: ein infernalisches Chaos, in dem jeder jedem ans Leben geht, beginnt.

Ohne lange Vorrede lässt King gleich zu Beginn seines von der ersten bis zur letzten Zeile atemberaubend spannenden Buches unfassbaren Horror über Land brausen, der von Handys ausgelöst wird, die einen unheimlichen Befehl aussenden.

Clayton denkt an seinen Sohn und hofft, dieser möge kein Handy benutzen und vor dem sich ausbreitenden Wahnsinn fliehen. Er zieht mit zwei Gefährten los, ihn zu suchen und stellt auf seiner Wanderung durch ein apokalyptisch verwüstetes Land fest, dass die Handy-Verrückten telepathische Fähigkeiten entwickeln und sich in die Gedanken der wenigen Nicht-Infizierten einloggen können. Diese sollen gezwungen werden, sich in einem angeblich funkstreckenfreien Gebiet zu sammeln. – Doch welches Grauen erwartet sie dort?
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. März 2006
Clayton Riddel kann sein Glück nicht fassen. Endlich hat er es geschafft, der Durchbruch als Comic-Zeichner ist in greifbarer Nähe, der lukrative Vertrag unter Dach und Fach. Es ist der 1. Oktober und er beschließt, an einem nahe gelegenen Eisstand ein selbiges zu kaufen. In der vor Schlange vor ihm telefonieren einige der wartenden mit Handys. Plötzlich, wie auf ein geheimes Zeichen, werden diese Mobiltelefonierer zu reißenden Bestien. Clayton muss mit ansehen, wie in der einen Sekunde noch völlig normale Menschen unvorstellbare Gewalttaten ausführen und auf grausamste Art und Weise morden, verstümmeln und zerfetzen. Gemeinsam mit wenigen weiteren Überlebenden flieht Clayton in ein nahe gelegenes Hotel. Hier sitzen diese nun fest. Doch wie soll man mit der Außenwelt kommunizieren, wenn der einzig uns bekannte Weg, nämlich das Telefon, unbrauchbar geworden ist? Clayton dreht selber fast durch beim Gedanken an seine Frau und seinen Sohn und durch seinen Kopf jagen die Möglichkeiten, wie er diese warnen soll. Doch die Zeit tickt, denn mit dem nächsten Anruf kann schon alles zu spät sein.
Der Horror in diesem Buch geht weniger von den grauenhaften Ergebnissen des „Puls“ aus, sondern von dem Mittel, dessen sich bedient wird und den daraus resultieren Konsequenzen. In Zeiten der Internet-, Festnetz- und Handy-Flatrate ist es unvorstellbar, statt anzurufen zum Nachbarn zu gehen, um diesen um einen Gefallen zu bitten, geschweige denn größere Wege zurück zu legen, um etwas abzuklären. Doch was wäre, wenn die latent vom Handy ausgehende Gefahr plötzlich zur Realität wird? Dies führt uns Stephen King standesgemäß gruselig vor und bettet sein Szenario in eine für Thriller schon fast als Standardsituation anzusehende Konstellation: Mann wird von Familie getrennt und will diese retten. Dabei unternimmt Clayton allerlei, um der Forderung des Autors nachzukommen und wirkt dabei manchmal gehetzt wie eine Ratte in einem experimentellen Labyrinth in einem Forschungslabor. Dabei bleibt zunächst unklar, wer die Fäden zieht, an denen Clayton hängt.
Stephen King ist ein souveräner Geschichtenerzähler und verbreitet Horror so lässig wie andere Langeweile und dies ist das einzige Manko des Romans. Er wirkt stellenweise etwas zu routiniert, so als ob King nur sein Pensum runterspult ohne gleich uninspiriert zu wirken. Was bleibt ist ein spannender Horror-Thriller, der einen atemlos ein oder zwei Nächte durchlesen lässt – und dann leider nur all zu schnell in der Wirkung verpufft.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 30. Januar 2016
Worum es geht:
Für Clay Riddell scheint es endlich wieder bergauf zu gehen. Nach der Trennung von seiner Frau ist er auf Geschäftsreise in Boston, wo er es tatsächlich endlich schafft, einen seiner geliebten Comics gegen einen saftigen Scheck einzutauschen. Beschwingt entschließt sich Clay, das mit einem Eis zu feiern, als um ihn herum der Wahnsinn ausbricht. Jeder, der gerade ein Handy am Ohr hatte, dreht durch. Bringt seine Mitmenschen um oder sich selbst. Greift alles an, was sich bewegt.
Zusammen mit zwei zufälligen Bekanntschaften macht Clay sich auf, um seine Frau und seinen Sohn zu finden. Doch auf dem Weg in seine Heimatstadt waren tausende Handy-Verrückte auf ihn und seine Mitstreiter. Als die Handy-Verrückten scheinbar auch noch anfangen, ein gemeinsames Bewusstsein zu entwickeln, gerät die Gruppe in ein Kreuzfeuer aus Überleben und Krieg...

Ich hatte das Buch von King schon öfter in der Hand und hab mich mit dem Kauf immer schwer getan. Ich bin offen gestanden nicht unbedingt ein King Fan, für mich gibt's bei ihm eigentlich nur Bücher, die mir den Schlaf rauben vor lauter Spannung (DIe Arena, Das Bild, Der Anschlag, haben mir zum Beispiel sehr gut gefallen), oder Bücher, durch die ich mich regelrecht durchquälen muss (Dieser Todeslauf, weiß nicht mehr wie es heißt, und - möge der S***storm beginnen - auch die "Dunkle Turm" Reihe).
Jetzt hab ich es mich doch gewagt und muss sagen, "Puls" ist das erste Buch von King, welches eben "nicht schlecht" ist (meiner Meinung nach).
Es geht ziemlich rasant los (nebenbei: was hat der Kerl nur gegen Haustiere? Irgendwie sterben die immer als erstes...) und ca. 100 Seiten lang bleibt es auch so. Leider lässt die Spannung dann auch ziemlich rasant nach und dümpelt auch bis zum Ende so vor sich hin.

Ich finde auch, dass die Protagonisten recht blass bleiben, was hauptsächlich daran liegt, dass man außer von Clay nicht viel erfährt. Tom hat eine Katze (die er ziemlich fies zurück lässt - pfui, die hätte man ja wohl auch mitnehmen können, "Apokalypse Z" macht es schließlich vor!), mehr weiß man von ihm nicht. Irgendwie klang bei mir durch, Tom wäre homosexuell, aber das wird nie thematisiert. Man weiß nicht mal, was der Kerl vor dem Puls so gemacht hat.

Wie auch immer. Blöd vor allem (es hat ja hier schon jemand verraten): Das Ende ist offen und der Puls wird überhaupt nicht erklärt. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Gruppe herausgefunden hätte, wo der Puls herkommt und ihn vielleicht hätte umprogrammieren können oder was auch immer. Mit Jordan hätten sie die besten Voraussetzungen dafür gehabt.

Insgesamt trifft "nicht schlecht" den Nagel wieder auf den Kopf und es gibt 3 Sterne.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juli 2012
Das Buch haette sicher mehr Sterne bekommen'. Bis zum Ende hin hielt ich es fuer gute Unterhaltung ' das Ende war naemlich der Knackpunkt. Ich hab nichts gegen ein offenes Ende ' wenn das Ende aber so offen ist, dass es viele wichtige Fragen nicht beantwortet bzw. das Schicksal von liebegwonnenen Figuren so ausser Acht laesst, enttaeuscht mich das einfach nur. Zudem sind im, sagen wir, Mittelteil.. teilweise solche Laengen, dass ich mich fuer diese "Durststrecken" immer nur ausreichend entlohnt fuehle, wenn ein zumindest annähernd, fulminantes Ende folgt'

Die Erzaehlperspektive ist gut gewaehlt und erspart einem viele unnoetige Erklaerungen aus dem Off. Man weiss soviel, wie die Romanfiguren wissen und ist gluecklich damit.

Ich wuerde es trotzdem weiterempfehlen und so beschreiben: Am Anfang entwickelts sich recht spannend, zwischendurch kommen wirklich strapazierende Laengen und es wird ein Stueck weit zaeh und mehr zum Ende hin, hat man wieder das Gefuehl: weiterlesen! Ich will wissen, wie's ausgeht.

Alles in Allem schon ein wuerdiges Buch fuer King ' allerdings hat mir das Ende eindeutig vermittelt: Er kennt sich mit Schrecken und Horror aus und glänzt, wie immer, in solchen Szenen, wie ein Diamant ' wenns aber um schluessige Erklaerungen geht, sollte man sich nicht sooo viel erhoffen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Mai 2014
Mein Umriss:

Boston, 1. Oktober ca. 15 Uhr. Die Welt ist in Ordnung.
Clayton Riddell hat ein Geschenk für seinen Sohn erstanden, das er nun fröhlich in einer Tüte an seiner Seite schwingt. Er kauft sich ein Eis an einem Eiswagen und beobachtet die Menschen in seiner Umgebung. Mehrere Handys klingeln. Clayton beobachtet eine junge Frau, wie sie sich meldet. Ihre Äußerung „Wer sind sie? Wer bin ich?“ bekommt Clayton mit, bevor die Frau los rennt und in vollem Lauf einen Masten rammt. Überall scheinen in diesem Moment Menschen durchzudrehen. Ein Mann beißt seinem Hund ein Ohr ab, andere metzeln sich gegenseitig regelrecht nieder, wieder andere springen ohne erkennbares Motiv aus Fenstern, oder stürzen sich vor Autos und Bahnen. Ein unvorstellbares Chaos bricht los.
Clayton flüchtet und kommt schließlich in einem Hotel an, wo er sich mit Alice, einem jungen Mädchen und dem einzigen noch anwesenden Hotelangestellten verschanzt. Inzwischen ist Tom zu der Gruppe gestoßen, die sich nun auf den Weg macht, um Claytons Sohn und seine Frau zu suchen. Von denen hofft er, dass sie dieses unvorstellbare Inferno an Gewalt überstehen werden, das seiner Meinung nach allein durch die Handys ausgelöst wurde.
In einem Randbezirk von Boston finden sie Unterschlupf in Toms Haus, wo sie von dessen Kater erwartet werden und ein paar Tage und Nächte verbringen.
Immer weiter steigert sich ihre Angst, als sie tagsüber beobachten, was in den Straßen passiert. Dass sie nicht bleiben können steht ausser Frage. Also machen sie sich auf den Weg in Richtung Norden, auf dem sie immer wieder in Lebensgefahr geraten.
Ihnen ist klar, dass irgendein Impuls der von den Handys abgegeben wurde, für den Zustand der meisten Menschen verantwortlich ist und hoffen nun, irgendwo in diesem Chaos ihre Angehörigen zu finden. Noch größer ist die Hoffnung, dass diese ihr Handy nicht in Händen hielten, als die meisten Menschen zu mörderischen Zombies wurden…..

Mein Eindruck:

Stephen King greift mit diesem Roman ein Phänomen der Zeit auf. Jeder hat ein Handy, jeder macht sich vom Handy abhängig und ohne Handy geht gar nichts mehr.
Er verwandelt einen Segen der Technologie in einen regelrechten Fluch und macht ihn zum Mordinstrument ferngesteuerter Menschen. King bediente sich hier wohl dem Phänomen der „Schläfer“ die aufgrund von Hypnose per Anruf zu Killern werden. Bei Schläfern im Agentenmilieu handelt es sich jedoch um Einzelpersonen, wobei King in Puls den Großteil der Bevölkerung durch einen per Handy gesendeten Impuls zu mordenden Bestien werden läßt.
An sich ist der Grundgedanke zu diesem Buch sehr gut, allerdings verlief sich King in teilweise sehr langatmige Passagen und vergißt darüber hinaus sogar das Rätsel zu lösen. Die Protagonisten spekulieren darüber, allerdings bleibt der Verursacher und der Grund des Ganzen leider unerwähnt.
Nach 70 Seiten wollte ich aufgeben, weil bis dahin nur sinnloses Gemetzel stattfand. Ich blieb jedoch dran und ließ mich von der Neugierde weiter treiben. Ich wollte wissen, ob Clayton seine Familie findet. Aber nicht nur das, ich wollte wissen, was wirklich geschah, wer der Urheber war und was dessen Motiv dafür war.
Leider bekam ich trotz Durchhaltens meine Fragen nicht geklärt und somit schloss ich das Buch äußerst unzufrieden ab.
Als sehr störend empfand ich auch die zahlreichen Rechtschreib- und Satzstellungsfehler, die ich nicht King, sondern eher dem Übersetzer und den Lektoren ankreide.
Ein King, sei er noch so schlecht, hat es nicht verdient wie ein Schnellschuß behandelt zu werden.

Fazit:

Durchhalten wird leider nicht belohnt – Bisher Kings schlechtestes Buch.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Handlung:

Von einem Moment auf den anderen bricht in Boston die Hölle aus. Denn jeder der mit einem Handy telefoniert wird plötzlich zur seelenlosen Mordmaschine. Und da der Grund hierfür natürlich erst einmal unbekannt ist, greifen immer mehr Leute, sei es um den Notruf zu wählen oder nur ein simples "Boah Ey" loszuwerden, zum geliebten Taschenkommunikator.

Einige Stunden später hat die Welt wie wir sie kennen aufgehört zu existieren. Die wenigen normal gebliebenen Menschen müssen sich vor den Handy-Verrückten verstecken oder werden grausam dahingemeuchelt.

Vor diesem Hintergrund macht Clay, der Hauptprotagonist, sich mit einer kleinen Gruppe auf, den Verbleib seiner in Maine (wo auch sonst) lebenden Familie zu klären. Unterwegs müssen sie feststellen, dass die Amokläufer ungeahnte Fähigkeiten entwickeln und beginnen die Handy-Verückten gnadenlos zu dezimieren.

In Maine dann wartet eine böse Überraschung auf die Reste des kleinen Zufallsteams.

State:

Nach dem Lesen des Klappentextes und einiger Kundenrezensionen hatte ich endlich mal wieder ein wirklich gutes Stephen King Buch erwartet, denn die Beschreibung "Apokalypse und wenige Überlebende auf dem Weg nach irgendwo" erinnern schon stark an "The Stand", einem der besten Romane des Horror (ist er das?) Autoren.

Doch leider wird diese Qualität bei Weitem nicht erreicht. Was sehr viel versprechend mit Spannung und Action beginnt, wandelt sich bereits nach etwa Zwei-Fünftel des Buches in ein überschaubares Allerlei, dass weder sonderliche Höhepunkte, noch die zumindest von mir bei King so geliebten detaillierten Charakterbeschreibungen bietet. So musste ich den Roman denn auch schnell zu Ende lesen, da sonst die Gefahr bestanden hätte, dass er im Regal der "Nicht zu Ende gelesenen Bücher" endet. Der Schluss dann versöhnt ein wenig, macht nachdenklich, ist überraschend und der Story würdig, dürfte aber vielen Lesern als unbefriedigend erscheinen.

Aber vielleicht ging es Stephen King bei diesem Roman ja auch eher um eine Allegorie.

Denn ihm - als bekennenden Handy-Hasser - platzte vielleicht irgendwann der Kragen, als er im Real Life wieder einmal ein besonders nerviges Exemplar der Gattung "Handy-Verrückt" (ein Begriff, der im Buch immer wieder süffisant genutzt wird) über den Weg lief.

M. E. ist sein Roman durchaus als Sinnbild auf das tägliche Leben gemeint. Auf der einen Seite die Handylosen Normalos, die nur in Ruhe und Frieden ihr Leben leben wollen. Auf der anderen - und wer kennt sie nicht - Mitmenschen, die alle Hinweise und Warnungen ignorierend z. B. auch im Krankenhaus, in der Nähe von Schwangeren, im Flugzeug, Kino, Konzert oder Bahn und Bus geradezu zwanghaft zum Handy greifen müssen, um zu demonstrieren wie ach so toll (wichtig?) sie und ihre Angelegenheiten doch sind. Das sie ihrer Umwelt dabei ordentlich auf den Senkel gehen, an bestimmten Orten sogar Gefahren auslösen können, ist einigen Vertretern dieser Spezies offensichtlich egal. Immerhin können zumindest Trickdiebe, Erpresser und Nötiger etwas mit den öfters schon mal vertraulichen Gesprächsinhalten anfangen.

So ist dieses Buch sicherlich auch als Denkanstoß in Hinblick auf das seltsame Verhalten einiger rücksichtsloser Zeitgenossen gegenüber ihren Mitmenschen zu sehen.

Fazit: Lesezeit für Vielleser etwa 6 Stunden, Gelegenheitsleser entsprechend länger.

Dieser Roman, obwohl nicht wirklich schlecht, bietet leider (wieder) nicht die Qualität, die man aus quasi allen älteren King Werken kennt. Trotz einiger Schwächen durchaus konsumierbar, wird bei "Puls" zumindest der erfahrene King Fan nicht den alten Thrill empfinden.

Tipp:

Wer noch nicht viel, oder sogar noch gar nichts von Stephen King gelesen hat sollte sich lieber erst einmal seine älteren Werken vornehmen. Romane wie z. B. "Shining", "The Stand", "Cujo", "Christine", "Es" und "Dead Zone" sowie alle Kurzgeschichtenbände sind bis heute unbedingt empfehlenswert und offenbaren, warum dieser Autor zu Weltruhm gelangte.
11 Kommentar|37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2009
Davor sollte ich wohl sagen das ich schon seit Jahren Stephen King lese und liebe. Ich habe seine gesamten alten Klassiker gelesen und geliebt, unter seinem Namen ebenso wie seine Bücher unter seinen "Decknamen". Ich liebe seine Bücher und seinen Schreibstil.
King hat normalerweise eine ARt an sich, wo ich das Buch nicht aus der Hand legen kann bevor ich es nicht zuende gelesen habe.
Weshalb ich selbstverständlich Puls haben musste als eingefleischter King-Fan.
Doch ich wurde bitter enttäuscht.
Ich fand die Idee nicht schlecht. Das Handys die Leute zu verrückten Monstern mutieren lässt die sich gegenseitig umbringen ohne Gewissen? Was gibt es besseres wenn man gerade mal wieder neben einem der überall vorhandenen Dauerschwätzer stehen musste, in irgendwelchen Schlangen oder der S-Bahn? Wo man sich nichts besseres vorstellen könnte, als das Handys diesesn Menschen wirklich etwas antun würden.
Doch die umsetzung ist auf einen FAll das übliche King standard. Ich musste mich regelrecht Durchkämpfen und habe an mehr als einer Stelle überlegt ob ich es lassen sollte, da es sogar für King komplett verrückt geworden ist, was dort geschrieben stand.
Noch dazu, als ich mich dann endlich durch die, wie es mir vorkam, unendlichen Seiten, mehr gezwungen als gelesen, hatte, war das Ende auch noch mehr als enttäuschend.
Für mich ist dieses Buch keineswegs ein Stephen King und sollte auch nicht als ein solches verkauft werden. Es fehlt alles was typisch ist für King und noch mehr.
Doch wer nicht auf King steht, kann dieses Buch versuchen. Den es entspricht keinem Buch von King was ich gelesen habe und müsste daher jedem gefallen der auf diese art Roman steht aber nicht auf King.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2006
Ich habe Puls mit großer Spannung angefangen zu lesen und wurde (fast) nicht enttäuscht. Bereits das erste Kapitel startet mit einem Knall, der Leser wird unmittelbar in das Geschehen eingeführt. Kings Talent, Situationen bis ins Kleinste zu beschreiben, sorgt für einen faszinierenden Sog und einen Spannungsbogen, dem man sich nur schwer entziehen kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, was nicht nur an der Storyline, sondern auch zum großen Teil an Kings Schreibstil liegt. Er packt einen einfach.

Natürlich hat mich das Buch aufgrund des apokalyptischen Grundtenors an den fantastischen Roman "The Stand" erinnert, doch -- und das ist einer der Kritikpunkte, die ich ansetzen muss -- löst sich in Puls zu wenig auf. Man würde doch gern mehr über die Urheber, Gründe und Ziele der ganzen Angelegenheit erfahren. Sicherlich würde man, wenn man tatsächlich Opfer eines solchen Anschlags werden würde, ebenso wenig über die Hintergründe erfahren wie die Darsteller im Buch, doch es hätte King zum Wohle des Lesers trotzdem gelingen müssen, etwas mehr Klarheit hineinzubringen.

Beeindruckt hat mich das offene Ende, das mich auf eine Fortsetzung hoffen lässt, die womöglich doch noch die gewünschten Vertiefungen liefert. Mein Fazit: Es ist nicht das schlechteste, aber auch nicht das beste Buch des Meisters, doch man sollte es gelesen haben. Wenn man dazu in der Lage ist, vielleicht auch in der Originalsprache -- dort erkennt man Kings Talent des Wortwitzes. Die Spielerei mit der Sprache ist wirklich genial.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Februar 2008
Und mit Grundstimmung meine ich; King konnte jene Stimmung in vielen seiner Werke aufbauen - doch bei PULS habe ich gewartet und gewartet - bis Seite 200, bis Seite 300 ... nichts war richtig passiert. Und dass er dieses Buch auch George Romero gewidmet hat, sagt doch schon alles; von vornerein war es auf ein Zombiegeschlachtmetzel ausgelegt. Das einzig Gute an diesem Buch, war der meist lustige Anfang.
Mehr war es nicht - King kann es besser! Das hat er jetzt mit seinem neuen Werk "Wahn" wieder bewiesen. Zum Glück ...
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

10,99 €
9,99 €
9,99 €
9,95 €