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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade, dass man "Birthmarked" nicht gut übersetzen kann
"Birthmarked" lautet nämlich der Originaltitel, und im Gegensatz zum deutschen Titel hat er viel mit der Handlung zu tun. Was, das möchte ich hier noch nicht verraten, denn das wird erst langsam im Lauf der Geschichte klar.

Das Szenario ist nicht neu. Waren es früher Aliens, Meteoriten, Seuchen oder - besonders beliebt - Atomkriege, die die Erde...
Veröffentlicht am 8. Februar 2011 von Bernauer

versus
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas langatmig
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" beginnt mit einem zunächst interessanten Setting - eine Gesellschaft mehrere Jahrhunderte in der Zukunft, in der bestimmte privilegierte Bürger in einer abgekapselten Stadt leben, während die Menschen im Umland der "Enklave" zu Diensten sind und sogar einen gewissen Anteil ihrer neugeborenen Kinder dort abgeben...
Veröffentlicht am 5. März 2011 von Johannsen, Regine


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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade, dass man "Birthmarked" nicht gut übersetzen kann, 8. Februar 2011
Von 
Bernauer (Loccum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
"Birthmarked" lautet nämlich der Originaltitel, und im Gegensatz zum deutschen Titel hat er viel mit der Handlung zu tun. Was, das möchte ich hier noch nicht verraten, denn das wird erst langsam im Lauf der Geschichte klar.

Das Szenario ist nicht neu. Waren es früher Aliens, Meteoriten, Seuchen oder - besonders beliebt - Atomkriege, die die Erde verwüstet und nur wenige Menschen in einer feindlichen Umwelt zurückgelassen haben, so ist es heute der Klimawandel, der dafür verantwortlich ist. Science Fiction projeziert in die Zukunft, was die Menschen der Gegenwart beschäftigt.

Anders als der Einschlag einer Bombe oder eines großen Himmelskörpers geht der Klimawandel aber allmählich vor sich und lässt den Menschen Zeit, sich Lösungen auszudenken.

Eine davon, und ganz sicher keine perfekte, ist die Enklave in "Die Stadt der verschwundenen Kinder", in der die Kinder nur insofern verschwinden, als sie zwangsadoptiert werden. Warum das so ist, findet Gaia, die Hauptperson der Geschichte, nach und nach heraus.

Sicher gibt es eine Reihe von Unstimmigkeiten und oft wird nicht klar, warum die Personen so handeln, wie sie es tun. Wäre dies ein Roman für Erwachsene, würde ich höchstens drei Sterne vergeben. Aber wir haben es hier mit einem Buch für Teenager zu tun, die sich schon mit den Ungereimtheiten ihrer eigenen Welt herumschlagen müssen und sich daher gerne mal in eine andere Welt flüchten, ohne auch da gleich nach Logiklöchern zu suchen.

Obwohl die Geschichte über 300 Jahre in der Zukunft spielt, behandelt sie Themen, die Jugendliche zu allen Zeiten interessieren: erwachsen werden, abnabeln von den Eltern, Berufswahl, Freundschaft, erste Liebe, Schönheit (Gaias Gesicht ist durch eine Narbe verunstaltet), Abenteuer, Geburt und Tod. Einerseits wird die sechzehnjährige Gaia nach dem Verschwinden ihrer Eltern als Erwachsene akzeptiert und muss auch als solche handeln, andererseits wird sie von den Mächtigen der Enklave herumgestoßen wie ein Spielzeug, das nicht richtig funktioniert. Ein Gefühl, das Jugendliche nur zu gut kennen, auch wenn es bei ihnen selten um Leben und Tod geht.

Das Buch ist recht spannend (manchmal möchte man den handelnden Personen aber schon gerne einen Schubs geben), in einer gut verständlichen, aber nicht simplen Sprache geschrieben und mit ca. 460 Seiten ohnehin nur etwas für Viel- und Gernleser. Daher darf man ruhig eine gewisse Leseerfahrung voraussetzen.

Das offene Ende hätte mich früher füßescharrend auf eine Fortsetzung warten lassen. Heute stelle ich mir lieber selber vor, wie es weitergehen könnte.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss, 22. März 2011
Selten so einen spannenden Roman gelesen. Die Handlung ist abwechslungsreich, auch gibt es durch viele Kapitel immer wieder eine kleine Pause um kurz nachzudenken was man gelesen hat. Denn das ist wichtig. Man bekommt teilweise so viele Informationen, da muss auch zweimal der Satz gelesen werden. Doch ich finde das überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, so ist man gezwungen nachzudenken und nicht nur das Buch quer zu lesen.
Das Ende ist offen und doch wieder nicht. Denn das Buch ist abgeschlossen, doch lässt es auch eine kleine Möglichkeit mit einem neuen Buch anzuknüpfen. Mal sehen ...
Das Buch ist nicht nur für Jugendliche geeignet, sonder auch für Erwachsene.

Als erster Roman von ihr finde ich diesen sensationell!!!!

Auf jeden Fall lesen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wo sind denn all die kinder?, 11. Juni 2014
Ein tolles Buch.
Durch einen Zufall bin ich über das Buch " Die Stadt der verschwundenen Kinder" gestolpert.
Da mein Lesevorrat zur neige ging habe ich es gleich mitgenommen. Und ich bin nicht Enttäuscht worden.
Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Ich hatte auf einen "Lückenfüller" für zwischendurch gehofft und ein tolles spannendes Buch bekommen.
Schon nach wenigen Seiten war mir klar: ich möchte mehr davon lesen.
Das Buch ist in einem schönen flüssigen Schreibstil geschrieben. Es gibt kaum Rechtschreibfehler und keine verschachtelten undurchsichtigen Sätze.

Die junge 16 jährige Hebamme Gaia lebt vor der Mauer und muss als Hebamme monatlich 3 Kinder vorbringen. Diesen Kindern soll es hinter der Mauer besser gehen. Sie werden von wohlhabenden Familien Adoptiert.
Solche Menschenopfer haben wir ja in vielen Top-Buch-Titeln schon gehabt.
Die Geschichte spielt im 24 Jahrhundert (Nachdem eine Klimakatastrope die Menschheit fast Aussterben liess), allerdings hat man den Eindruck es ist eine Geschichte aus der Vergangenheit. Auf der einen Seite leben die Menschen so unzivilisiert und primitiv auf der anderen Seite sind sie Hochentwicktelt.
Die Menschen vor der Mauer leben für und mit dem nötigsten um zu Überleben. Das Leben hinter der Mauer ist dagegen ein Paradies. Oder?
Hier stellen sich mir eine Fragen ;-)
Warum benötigt die Enklave so viele Kinder?
Niemand weiss genau was mit den Kindern geschieht. Keines wurde je wiedergesehen. Die Kinder haben das Recht nach ihrem 13 Geburtstag zu ihren Leiblichen Eltern zurück zu kehren. Aber das kam noch nie vor.
Als eines Abends die Eltern von Gaia zum verhör in die Enklave gebracht werden, beginnt ihr eigentliches "Abenteuer".

Der junge Soldat Leon Grey, Hauptmann der Wache, hat die Aufgabe Gaia zu verhören. Die Geheimen Aufzeichnungen ihrer Mutter werden von der Enklave dringend benötigt. Gaia weiss zu diesem Zeitpunkt nicht was das für Aufzeichnungen sein sollen.

In den nächsten Wochen geht Gaia ihren pflichten als Hebamme nach und übergibt, nach dem Gesetz, die ersten 3 neugeborenen der Enklave. Immer wieder versucht sie herauszubekommen wo ihre Eltern sind, wie es ihnen geht. Leider vergebens. Bis ihr eines Tages eine Nachricht von ihrer Mutter zugesteckt wird.
Gaia fasst einen Plan.
Sie versucht mit allen Mitteln ihre Eltern zu retten. Sie bricht in die Enklave ein.

Der Titel des Buches passt nicht wirklich zur Geschichte. Es ist ein wenig verwirrend. Die Kinder verschwinden nicht wirklich. Sie leben hinter der Mauer in der Enklave bei Pflegefamilien.

Man merkt schon in der Mitte des Buches, das die Geschichte noch nicht zu ende erzählt ist. Es wird schnell klar das dies der Anfang einer Serie ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mir gleich alle drei Teile zugelegt. Das lange Pfingstwochenende habe ich zum Lesen genutzt und die ersten beiden Teile regelrecht verschlungen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas langatmig, 5. März 2011
Von 
Johannsen, Regine "johannsen" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" beginnt mit einem zunächst interessanten Setting - eine Gesellschaft mehrere Jahrhunderte in der Zukunft, in der bestimmte privilegierte Bürger in einer abgekapselten Stadt leben, während die Menschen im Umland der "Enklave" zu Diensten sind und sogar einen gewissen Anteil ihrer neugeborenen Kinder dort abgeben müssen. Im Mittelpunkt der Handlung steht Gaia, eine sechzehnjährige Hebamme, die gerade beginnt, eigenverantwortlich ihrem Beruf nachzugehen, als ihre Eltern verschwinden und sie sich schließlich auf die Suche nach ihnen und damit in große Gefahr begibt.

Dass ich mich zunehmend durch den Roman zwingen musste, lag zum einen an der Langatmigkeit. Die Handlung kommt nicht recht von der Stelle und über viele Seiten passiert fast nichts. Zum anderen fand ich die geschilderte Gesellschaft insgesamt wenig stimmig, denn neben hochtechnisierten Überwachungsanlagen und weit fortgeschrittener Genforschung wird auf der anderen Seite noch im Holzofen gebacken und die Wachen sind mit Speeren bewaffnet, was eher ans Mittelalter erinnert.
Im übrigen war ich am Schluss sehr enttäuscht, mich durch das Buch gequält zu haben und letztendlich ein derart offenes Ende vorzufinden, so dass wesentliche Punkte ungelöst blieben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas irreführender Titel, 14. Januar 2011
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Gaia lebt mit ihrer Familie außerhalb der Enklave, einer reichen Stadt, in der es ständig sauberes Trinkwasser gibt, genug Nahrung für alle und sogar Elektrizität. Damit auch die Menschen in dem armen Außenbezirk außerhalb der Mauer darauf zurückgreifen können, wurde ein Abkommen geschlossen: Nahrung und sauberes Wasser gegen die ersten drei Kinder, die jeden Monat geboren werden.

Gaias Mutter ist Hebamme und daher ist es für sie keine Frage, diesen Beruf auch zu ergreifen. Von klein auf hat sie ihre Mutter begleitet, wenn diese die Kinder zur Enklavenmauer vorgebracht hat. So hat sie dieses Vorgehen bisher nie hinterfragt. Doch als ihre Eltern plötzlich von der Enklave gefangengenommen werden, beginnt Gaia am System zu zweifeln. Was haben ihre Eltern verbrochen? Und wozu braucht die Enklave unbedingt die Kinder der Außenbezirke?

Ich liebe dystopische Literatur, und so freue ich mich sehr darüber, dass dieses Genre nun auch die Jugendliteratur vermehrt erreicht. Gaias Geschichte spielt irgendwann im 24. Jahrhundert, nachdem eine Klimakatastrophe die Bevölkerung scheinbar stark dezimiert hat und Wasser eine Seltenheit ist. Was genau passiert ist, erfährt man (noch) nicht.
Man merkt jedoch, dass dieses Buch auch für jüngere Teenager gedacht ist, denn der Versuch einer Dystopie ist nicht vollständig gelungen. Einerseits scheint die Gesellschaft innerhalb der Enklave aus gefühllosen, kaltherzigen Menschen zu bestehen, die ohne Skrupel bei der Hinrichtung einer schwangeren Frau zusehen und es richtig finden, den Menschen außerhalb der Mauer jeden Monat 3 Kinder wegzunehmen. Andererseits begegnen Gaia aber fast nur Menschen, die es gut mit ihr meinen und ihr jederzeit bereitwillig helfen. Wirklich grausam verhält sich ihr gegenüber eigentlich keiner. Eingefleischten Dystopie-Fans dürfte die Geschichte daher zu seicht sein, ich finde sie für die angezielte Altersklasse jedoch sehr angemessen.

Auch hat mich der Titel und der Klappentext noch ein großes Mysterium erwarten lassen, was aber nicht der Fall war. Alles wird logisch erklärt und die Kinder sind eigentlich nicht "verschwunden", wachsen nur unter einem anderen Namen innerhalb der Enklave auf. Keine Sorge, das wird sehr bald am Anfang klar, daher nehme ich euch hier eigentlich nichts vorweg. Warum die Enklave die Kinder braucht, lasse ich euch aber selbst herausfinden :-) Daher finde ich den Titel zwar schön, aber auch etwas irreführend, da passt der englische Titel "Birthmarked" doch besser.

Trotz dieser kleinen Kritik konnte ich das Buch einfach nicht mehr weglegen, denn auch wenn der Schreibstil recht einfach gehalten ist, ist es doch sehr mitreißend und liebevoll geschrieben. Gaia ist von Anfang an sympathisch, aber auch naiv wie ein kleines Mädchen, trotz ihrer sechzehn Jahre. Sie erkennt die Grausamkeiten der Enklave erst, als sie auf sich allein gestellt ist. Und eher durch glückliche Zufälle findet sie heraus, was mit ihren Eltern geschehen ist. Doch gerade wegen ihrer unschuldigen Art gewinnt man sie sehr schnell lieb und leidet und hofft mit ihr.

Das Ende der Geschichte bleibt offen, aber man merkt schon in der Mitte des Buches, dass Gaias Geschichte noch nicht zuende erzählt ist. Ein Blick auf die Verlagsseite offenbart, dass dieses Buch der Beginn einer Serie ist. Darüber freue ich mich sehr und warte gespannt auf die Fortsetzung, denn Gaias Geschichte birgt viel Potenzial, auch außerhalb der Enklavenmauern. Ich empfehle dieses Kinder- und Jugendbuch vorbehaltlos weiter!
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5.0 von 5 Sternen Die Welt nach dem Klimawandel - Eine Jugend-Dystopie, 18. Januar 2011
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
O'Brien entwirft keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, wie unsere Welt in Zukunft aussieht, bietet aber ein interessantes und spannendes Szenario ... nicht nur für Jugendliche. Obwohl diese natürlich klar die Zielgruppe sind.

Die 16jährige Gaia hat das Hebammenhandwerk von ihrer Mutter gelernt und entbindet ihr erstes Kind, das sie entsprechend der Gesetze auch umgehend am Tor der Enklave abliefert. Die Enklave ist die Stadt, die sich vor den Menschen vor den Toren durch eine Mauer schützt. Vierhundert Jahre in die Zukunft herrschen in der Enklave paradiesische Zustände: Nahrung, Wasser, Bildung, Luxus. Die Menschen in Wharfton, vor der Mauer, dagegen müssen sehen, wie sie zurecht kommen. Der See ist lange ausgetrocknet, das Öl schon lange aufgebraucht und alles drumherum ist Einöde. Als Bezahlung für die drei ersten geborenen Kinder jedes Monats erhalten die Menschen in Wharfton Wasser, Nahrung und weitere Vergünstigungen. Die Enklave dürfen sie jedoch niemals betreten. Bislang hat Gaia diese Umstände und Gesetze nie hinterfragt. Bis plötzlich und scheinbar grundlos ihre Eltern verhaftet werden. Und auch Gaia findet sich plötzlich im Visier der Enklave. Nun gibt sie sich nicht mehr mit der Ehre zufrieden, der Enklave dienen zu dürfen, sondern beginnt, selbst nach Antworten zu suchen.

Die Welt in vierhundert Jahren ist trostlos, zumindest außerhalb der Enklave. Doch die Menschen haben ihre Kinder, die sie lieben. Wenn sie sie nicht an die Enklave abgeben müssen. Interessant und überzeugend ist, was hinter diesem Gesetz steht. Allerdings bleiben die Kinder nicht verschwunden und waren es auch nie, sondern den Bewohnern Wharftons ist eigentlich klar, was mit den Kindern geschieht. Der etwas irreleitende Titel hat mich zu eigenen, eher düstereren Szenarien inspiriert als das, was letztlich dahinter steht. Auch dass es sich um ein dystopisches Zukunftsszenario handelte, erschloss sich mir erst aus der Geschichte selbst, jedoch nicht konkret aus dem Klappentext. Das Cover an sich ist ein Eye-Catcher, hat bis auf die Punkte (Sternenbilder) jedoch wenig mit der Geschichte zu tun. Inhaltlich konnte dieses Buch jedoch überzeugen.
Das Szenario ist realistisch und thematisiert den Klimawandel und den Ressourcenmangel. Diese Themen haben meiner Meinung nach heutzutage noch nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten. Umso besser, dass sie Jugendlichen auf diese Art nahe gelegt werden. Gleichzeitig ist die Zukunft so fern, dass die Menschen bereits Alternativen entwickeln konnten, wobei sich beispielsweise die Solarzelle hartnäckig hält. Das Leben ist wieder einfacher geworden. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass innerhalb von 400 Jahren Menschheits- und Wissenschaftsgeschichte größere Fortschritte und Entwicklungen möglich sind, als die hier dargestellten. Auch der gesellschaftliche Wandel ist ein zentrales Thema dieser Geschichte. Schon früh bzw. bereits aus dieser Inhaltsangabe wird das Zweiklassensystem deutlich, das vorherrscht. Und doch ist es eine symbiotische Beziehung, wie im Laufe der Geschichte deutlich wird.

Der Sprachstil ist einfach, aber gut zu lesen; sehr passend für die Zielgruppe. Die Geschichte ist spannend und Gaia sympathisch. Das Repertoire an zentralen Charakteren ist begrenzt und verkompliziert die Geschichte dadurch nicht unnötig. Immer wieder werden Entscheidungen hinterfragt und vor allem die moralischen Aspekte thematisiert, wobei weder Protagonistin noch Autorin unangenehm deutlich moralisieren und Meinungen vorgeben. Zudem ist die Geschichte sehr spannend und legt ein hohes Tempo vor. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, einige sind jedoch auch vorhersehbar. Das Buch endet nicht in einem klassischen Cliffhanger, sondern ist in sich geschlossen, bietet jedoch genug lose Fäden um Fortsetzungen zu ermöglichen und zudem lesenwert erscheinen zu lassen.

Dass meine Rezension zu diesem Buch nun so unsagbar lang geworden ist, ist schon Ausdruck meines Fazits selbst: dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an, lässt einen auch Tage später noch nicht los, ist lesenswert, wertvoll, spannend und ein gelungenes Debüt. Es konnte mich überzeugen, obwohl ich wenig Jugendliteratur lese und ich freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4 Punkte verändern dein Leben, 3. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der verschwundenen Kinder: Roman (Heyne fliegt) (Taschenbuch)
Diesen Roman möchte ich gerne zwischen drei und vier Sternen ansiedeln.

Das Cover ist sehr schön gestaltet und auch der Titel, auch wenn der Originaltitel
"Birthmarked" natürlich besser passt, klingt hier dennoch vielversprechend und hat ebenso
mit der Handlung zu tun.

Gaia lebt mit ihren Eltern außerhalb der Enklave. Die Enklave ist der Ort, an dem die Reichen und Schönen
wohnen und die ein Leben in Saus und Braus leben können, während Gaia und alle anderen Bewohner außerhalb
in Armut ihr dasein fristen müssen.

Gaia soll den Beruf der Hebamme erlernen, und unterstützt ihre Mutter tatkräftig bei dieser Arbeit.
Die ersten drei Neugeborenen des Monats sollen als Tribut an die Enklave geliefert werden, denn es ist
ein unumgängliches Gesetz.
Alles geht seinen gewohnten Gang, bis zu dem Tag, an dem Gaias Eltern plötzlich von Soldaten verhaftet
und in die Enklave gebracht werden. Doch was haben sie verbrochen?

Gaia will dem auf die Spur kommen und macht sich, verkleidet und ahnungslos, auf den gefährlichen Weg
in die Enklave.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, doch stellenweise wurden mir die Erzählungen über Gene und Chromosomen
doch etwas zuviel und unausgereift. Streckenweise verlief die Handlung etwas zäh, und auch das Eintauchen
in die Geschichte war zu Beginn etwas schwierig, sodass ich erst nach den ersten 150 Seiten wirklich mitfiebern
konnte.
Trotz allem eine gute Idee, die noch ausgebaut werden kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannende Dystopie mit einer tollen Grundidee, 29. Oktober 2012
Von 
Zitat:
"Also boten sie an, Kinder zu sich zu nehmen, die gerade mal ein Jahr alt waren, und sie entschädigten die Familien auch für sie. Zuerst war alles freiwillig..."
(S. 145)

"Es gibt ein paar Dinge, die wir nicht mehr infrage stellen können, sobald wir sie getan haben, denn sonst könnten wir nicht weiterleben. Und wir müssen weiterleben, jeden einzelnen Tag."
(S. 151)

Inhalt:
Die Enklave erhält die ersten drei Kinder eines Monats. Jeder weiß darüber Bescheid, jeder akzeptiert es.
Gaia lebt in Wharfton, direkt vor den Mauern der Enklave. Von ihrer Mutter hat sie gelernt, was eine Hebamme zu tun hat. Nun ist es soweit. Ohne Hilfe schafft sie die erste Entbindung. Das Problem ist, dass das Kind vorgebracht, also bei der Enklave abgegeben werden muss. Gaia beginnt zu zweifeln, ob dieses traditionelle Vorgehen richtig sein kann...
Kurz darauf werden Gaias Eltern von Soldaten der Enklave verhaftet. Ohne erkennbaren Grund! Nun soll Gaia die neue Hebamme ihres Sektors werden. Wochenlang hört Gaia nichts über das Schicksal ihrer Eltern.
Doch dann erfährt Gaia, dass ihre Eltern von der Enklave zum Tode verurteilt wurden. Sie muss unbedingt zu ihnen! Aber wie kann sie die Mauern und die Kontrollen überwinden?

Sie hat es geschafft, in die Enklave zu gelangen! Doch gleich darauf wird sie Zeugin eines grausamen Schauspiels. Sie muss mit ansehen, wie eine Schwangere gehängt werden soll! Gaia schreitet ein. Doch den Tod der Schwangeren kann sie nicht verhindern...Aber Gaia rettet das Leben des Ungeborenen! Doch dafür wird sie verhaftet und eingesperrt...Und das ist erst der Anfang...

Meinung:
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" wartet mit einer wirklich hervorragenden Grundidee auf. Zwar sind die Umsetzung und die Handlung manchmal ein wenig uneben, dies hat meinen Lesefluß jedoch nicht merklich gestört.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Ein bisschen mehr Detailtiefe hätte ich mir an einigen Stellen schon gewünscht; letztendlich wurde dafür meiner Fantasie ein großer Raum gelassen.
Die Geschichte selbst ist spannend und man wird des öfteren von den beschriebenen Wendungen überrascht. Erzählt wird der Plot aus Gaias Sicht in der Vergangenheitsform.

Nicht wirklich überzeugt hat mich allerdings die Zuneigung der beiden Hauptprotagonisten zueinander. Gut, Gaia ist aufgrund ihrer Narbe im Gesicht entstellt und allein schon deshalb keine Schönheit. Erfahrung mit Jungs hat sie demzufolge auch nicht, außer dass diese sie bisher gehänselt haben. Und natürlich gönnt man ihr, dass sie ihren Traumprinzen trifft! Mir hat sich dann aber im Laufe der Geschichte die Frage gestellt, ob ich mich auch in jemanden verlieben würde, der an der Verhaftung meiner Eltern beteiligt war und deshalb auch an deren weiteren Schicksal mitschuldig ist. Dieser Part fühlte sich für mich deshalb ein wenig erzwungen an. Aber auch das ist ja wie immer reine Geschmackssache...

Die Protagonisten selbst werden vorstellbar und ausreichend beschrieben. Tiefere Eindrücke von ihrer Gefühlswelt werden uns auch hier selten gewährt.
Gaia selbst ist von Grund auf systemtreu, manchmal beginnt sie allerdings zu zweifeln. Im weiteren Verlauf zeigt sie enormen Mut und Ehrgeiz. Ihr Ziel verliert sie nie aus den Augen und arbeitet beständig darauf hin.

Leon ist von Anfang an ein undurchsichtiger Charakter, der mich allerdings oftmals überraschen konnte. Richtige Sympathie konnte ich allerdings nicht für ihn empfinden, weil ich irgendwie immer viel Abstand zu ihm hatte.

Meine kleinen Kritikpunkte haben dennoch einen schönen Lesegenuss nicht ausgeschlossen. Mein Eindruck ist eindeutig, dass das Buch aus dem Durchschnitt heraussticht. Ich habe beim Lesen auf jeden Fall auch viele Überraschungen erleben dürfen, die mir immer wieder Lust aufs Weiterlesen beschert haben.

Urteil:
Auch wenn mich das Buch nicht absolut überzeugen konnte, muss ich hier allein aufgrund der erstklassigen Grundidee 4 Bücher vergeben. Ich bin mir sicher, dass sich der Folgeband steigern und mich umhauen wird!
Für alle Fans spannender Dystopien, die unverhersehbare Wendungen lieben und Bücher mit einem Anteil eigener Fantasie genießen können...

Die Serie:
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
2. Das Land der verlorenen Träume
3. englischer Titel: Promised
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende und ergreifende Geschichte!, 27. September 2012
Die Stadt der verschwundenen Kinder hat mir sehr gut gefallen. Gaia ist kämpferisch und lässt sich nicht unterkriegen. Sie ist klug und versteht im Verlauf der Geschichte langsam was hinter der Mauer passiert und das dieses Leben stellenweise sehr unmoralisch ist. Die ganze Zeit über lässt sie sich nicht unterkriegen und kommt mit schweren Schicksalsschlägen zurecht. Leon hingegen ist zunächst etwas undurchsichtig, wächst dem Leser dann aber auch ans Hrz. Mit seiner ruhigen aber konsequenten Art und Weise passt er sehr gut in die Geschichte und ist Gaia letztendlich eine große Hilfe. Das Buch ist auch von Anfang an interessant und lässt sich bündig lesen. Der Leser kommt gut mit und alles ist ohne Probleme nachvollziehbar. Im letzten Drittel gibt es noch einmal eine Überaschung die die Geschichte noch interessanter macht.
Ich finde dieses Buch gut gelungen, es macht Spaß es zu lesen, ist auch eine leichte Lektüre und gibt aber auch mal wieder Grund zum Nachdenken wie anders unsere Gesellschaft aussehen könnte. Kann das Buch eigentlich nur empfehlen und freue mich auf den nächsten Teil.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin ich bereit, das Richtige zu tun?, 3. August 2012
Von 
Gaia Stone ist sechzehn Jahre alt und Hebamme. Sie wohnt in dem Ort Wharfton, wo das Leben mitunter beschwerlich und voller Entbehrungen ist, weil die Menschen hier abhängig von der Enklave sind. Dies ist ein Ort, umgeben von einer Mauer, wo die Menschen in wesentlich besseren Verhältnissen leben. Jeden Monat müssen alle Hebammen die ersten drei Kinder vorbringen", welche sie entbunden haben. Nach ihrer ersten eigenständigen Entbindung kehrt Gaia nach Hause zurück und muss feststellen, dass ihre Eltern von der Enklave verhaftet wurden. Nach vielen Tagen des Wartens beschließt sie, etwas Verbotenes zu tun: Sie will sich Zugang zur Enklave verschaffen, um ihre Eltern zu suchen...

Der Klapptext dieses Jugendromans hat mich sofort angesprochen. Endlich einmal ein neuer Plot, etwas das man noch nicht zehn Mal gelesen hat.

Die Enklave stellt sich zu Beginn des Buches als ein geheimnisvoller Ort dar. Niemand weiß genau, was sich hinter den Mauern verbirgt und was mit den vorgebrachten Kindern geschehen ist. Man fiebert regelrecht dem Moment entgegen, in dem man endlich herausfindet, was sich hinter der Mauer verbirgt.

Gaia ist eine sympathische Hauptfigur und wirkt meist wesentlich älter als ihre sechzehn Jahre. Richtig spannend wird die Geschichte, als sie heimlich in die Enklave geht, um ihre Eltern zu suchen. Empfehlen würde ich dieses Buch für junge Leser ab etwa 14 Jahren. Ein sehr gelungenes Jugendbuch, da es nicht nur Unterhaltung vom Feinsten liefert, sondern ebenso moralische Fragen aufwirft, über die sich der Leser bzw. die Leserin automatisch auch Gedanken macht. Die Autorin versteht es, viele Sachverhalte so darzustellen, dass man beide Perspektiven nachvollziehen kann, so dass die Grenzen zwischen Richtig und Falsch nicht immer klar zu erkennen sind.

Integriert in die Geschichte ist auch eine kleine Lovestory, die mir sehr gut gefallen hat. Die männliche Hauptfigur ist Leon, ein Soldat aus der Enklave, der zunächst geheimnisvoll wirkt, bei dem man aber schnell merkt, dass er es gut mit Gaia meint.

Die Autorin versteht ihr Handwerk, die Seiten fliegen nur so dahin. Da das Buch der erste Band einer Trilogie ist, kann ich schon mal so viel verraten: Wenn man am Ende der Geschichte angelangt ist, will man sofort mit dem zweiten Band - Das Land der verlorenen Träume" - weitermachen.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch, geeignet für Jugendliche und Erwachsene, mit Spannung, Herz und interessanten medizinischen Fakten. Absolut zu empfehlen!
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Die Stadt der verschwundenen Kinder: Roman (Heyne fliegt)
Die Stadt der verschwundenen Kinder: Roman (Heyne fliegt) von Caragh O'Brien (Taschenbuch - 11. März 2013)
EUR 8,99
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