Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel studentsignup Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More sommer2016 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen126
3,3 von 5 Sternen
Format: Broschiert|Ändern
Preis:14,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

VINE-PRODUKTTESTERam 26. Januar 2015
Worum es geht:
Ein Jahr ist vergangen, seit die Mutanten von der Öberfläche die Sicherheit der letzten Überlebenden in der Moskauer Metro bedroht haben. Ruhe ist eingekehrt, jedoch braut sich eine neue Bedrohung zusammen. Die abgelegene Sewastopolskaja wartet seit Tagen auf Nachricht aus dem Zentrum der Metro, alle Karawanen und Spähtrupps kehrten nie zurück. Der geheimnisvolle Brigardier Hunter macht sich zusammen mit dem alternden Schriftsteller Homer (wie Ilias, nicht wie Simpson) auf den Weg, um herauszufinden, was es mit dem Schweigen an der Tulskaja auf sich hat.
Unterwegs gabelt das ungewöhnlich Duo noch den verschlagenen Musiker Leonid und die Waise Sasha auf. Doch gibt es ein Gegenmittel gegen die Seuche an der Tulskaja? Und wird Hunter sich der Dunkelheit ergeben oder kann Sasha ihn wieder auf die Seite des Lichts holen?

Nun... das kommt mal wieder davon, wenn man den Hals nicht voll kriegt, obwohl der Autor sich geistig längst anderen Dingen gewidmet hat. Nicht, dass ich Glukhovsky persönlich kennen würde oder Gedanken durch Papier lesen kann. Jedoch kommt das Buch genauso rüber. Im Gegensatz zu Metro 2033, das nach wie vor zu meinen All-Time Favorits gehört und das mir auch nach dreimal lesen noch immer eine Gänsehaut und Alpträume beschehrt, plätschert 2034 nur so dahin. Bei 2033 habe ich Sätze immer sehr genau gelesen, um ja nichts zu verpassen, bei 2034 habe ich ganze Absätze nur überflogen.

Warum das Ganze? Metro 2033 hetzte den Leser durch dunkle Tunnel voller realer und eingebildetet Gefahren, man begleitete Artjom durch den Wahnsinn einer größenteils in die Steinzeit zurückgefallene Gesellschaft, vorbei an Sektitern und Wurmanbetern, man begleitete ihn zu den Türmen des Kremel, wo die Mitstreiter reihenweise einer geheimnisvollen Macht erlagen... Durch ein verbranntes und totes Moskau, voller Monster und Hinterhalte.
Metro 2034 führt den Leser hingegen durch saubere, beleuchtete Korridore, in denen das schlimmste Monster Homers geistige Ergüsse zur eigenen Sterblichkeit und Sashas Weltverbesserer Gehabe sind. Es passiert kaum etwas und wenn dann ist es ziemlich abwegig. Gigantische Zyklopen, die an Stationsdecken hängen und gleich darauf spurlos verschwunden sind?! Sasha, ein kleines Mädchen, kaum den Kinderschuhen entwachsen haut beleidigt an die Oberfläche ab und nachdem sie geschickt zwei, drei Monstern ausgewichen ist, spaziert sie über die Moskauer Autobahn, träumend vom Regen und von den bunten Kleidern der Menschen? Selbst Artjom, der einiges mehr drauf hatte, ist nur durch mehr Glück als Verstand heil wieder in die Metro gekommen.
Jeder Metro Fan wird sich nach dem letzten Absatz entsetzt den Kopf halten, ich wünschte, ich hätte das vorher gewusst, dann hätte ich mir das Geld sparen können. :-(

Es tut mir wirklich von Herzen leid um den Nachfolger von Metro 2033. Es ist eigentlich schon ein Unding, dass keins der ungelösten Geheimnisse aus 2033 gelöst wurde, Glukhovsky hätte wenigstens den Spannungsbogen an den Vorgänger angleichen können. Schade. Es tut mir wirklich richtig leid. Statt Grauen in der Dunkelheit, erleben wir das Geschmachte eines jungen Musikers, der so gerne in die Smaragdstadt will. Grausam. Ich bin richtig enttäuscht und richtigehend traurig.

Fazit: Belassen Sie es lieber bei 2033, so bekommt dieses wunderbare Werk des Grauens keinen faden Beigeschmack.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2009
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich von Metro 2033 begeistert und von dem Szenario fasziniert war. Nach dem langen Warten auf den Nachfolgeband stellte sich dieser allerdings als Enttäuschung heraus, denn die Geschichte wird nicht weitererzählt. Die Handlungsfäden werden, abgesehen von ein paar Andeutungen auf die Ereignisse des Vorgängerbandes, fallen gelassen. Die Szenerie, die vorher so detailiert ausgestaltete Umgebung wird nicht weitergeknüpft, der Autor tritt auf der Stelle, indem er in das schon bestehende Umfeld ohne echten Zusammenhang eine Handlung setzt, die auch überall sonst spielen könnte, um seinen diffusen und philosophisch völlig wertlosen Gedankengängen Ausdruck zu verleihen.
Der Roman enthält um Platz zu machen für diese Sophisterei weniger Action, weniger Handlung, weniger Personen, weniger Beschreibungen und maximal ebenso viele Dialoge wie sein Vorgänger.
Ich bin mir bewusst, dass ich mich hier ereifere, dass das Buch auch durchaus spannende Stellen besitzt, dass mich zumindest die ersten Kapitel auch gefesselt haben, und dass auch die vorkommenden Personen und ihre individuellen Entwicklungen einen gewissen Erzählwert besitzen, aber es erschöpft sich alles schnell, das ganze wurde viel zu sehr aufgebläht, um ohne große Ideen Metro 2034 auf eine dem Vorgänger ähnliche Seitenzahl zu bringen.
Wäre ich in der Lage gewesen, das Buch völlig objektiv einzustufen, hätte ich auch 3 Sterne geben können, da der Autor aber seinen eigenen, einst so hoffnungsvollen Titel für schnelleren finanziellen Gewinn hinwirft und seine Fans verprellt, ziehe ich einen Punkt ab.
77 Kommentare|142 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2012
Hallo,
Ich habe das Buch soeben ausgelesen und fühle mich durch die zwiegespaltene Meinung der Rezensionen genötigt selber mal eine Rezension zu schreiben. Eines vorweg, wer eine nahtlose Anknüpfung an den ausgerollten Teppich aus Metro 2033 erwartet, der wird vermutlich mit dieser Fortsetzung unter Umständen nicht glücklich - aber dazu später mehr.

Die Handlung startet im Prinzip mit dem gleichen Setting wie 2033. Eine Station, diesmal am anderen Ende der Metro, sieht sich einer akuten Bedrohung ausgesetzt. Homer nimmt hier die Rolle von Artjom ein, er wird scheinbar zufällig in die sich entfaltende Geschichte hineingeworfen. Eine, ja man möchte in kaum zu vermeidender Anspielung sagen, 'Odyssee' folgt, in deren Verlauf wir den Charakteren durch die Metro folgen und der zügig auf ein in sich schlüssiges Ende zustrebt.

Am Anfang ist es durchaus ein wenig entäuschend, dass es keinen direkten Bezug zum Vorgänger gibt - doch meiner Meinung nach täuscht dieser Eindruck. Das große Thema von Metro 2033 ist in meinen Augen die Frage nach dem Schicksal. Gibt es eine Bestimmung? Wie kommt einer wie Artjom dazu, diese anzunehmen? Was ist seine Bedeutung als 'Botschafter'? Obwohl er diese ja viel zu spät begreift. Ist das Leben eine Aneinanderreihung von Zufällen, oder gibt es so etwas wie ein großen, unvermeidlichen Bogen der unsere Geschichte schreibt (die persönliche und die aller Menschen)? Und wenn ja, sehen wir den Wink des Schicksals?

Die Metro ist sogesehen nur ein guter Kniff, diese Fragen in ein Szenario einzubetten indem die Menschen scheinbar keine Zukunft haben. So ist der Mensch: In Existenzbedrohenden Situationen sieht er sich den existentiellen Fragen gegenüber - meiner Meinung nach ein fast klassisches russisches literarisches Thema. Die Metro ist letzlich ein abgeschlossener Raum wie unsere Erde auch. Wer zuviel gesehen hat, der kann nicht mehr auf Glück und Zufriedenheit hoffen.

Metro 2034 knüpft hier auf interessante Weise an indem es die Frage nach der Moral und Ethik in den Vordergrund rückt. Ist, egal unter welchen Umständen, es nicht das wichtigste menschlich zu bleiben, seine Seele zu retten? Was ist das, der Mensch? Wie gehen wir mit den Narben, die die Geschichte an und in uns hinterläßt, um? Und hier zeigen sich durch die Charaktere unterschiedliche Facetten. Hunter z.B., der sich in seinem seelischen Abgrund zunehmend selbst verliert.

Unter diesen Gesichtspunkten habe ich Metro 2034 doch genossen, auch wenn es weniger dicht und immersiv ist als sein Vorgänger. Ich schätze es etwas schwächer als den Vorgänger ein und halte es trotzdem für eine gelungene Fortsetzung.
Ich denke, wer es in Ordnung findet, dass es hier mehr 'menschelt' und es weniger Mutanten-Schnick-Schnack gibt, der wird auch Metro 2034 etwas abgewinnen können.

Lg, Johannes
11 Kommentar|33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2010
Moskau anno 2034: Die ehemals pulsierende Metropole ist von einem verheerenden Atomkrieg verwüstet und die verstrahlte Oberfläche wird von Mutanten beherrscht. Lediglich unter Tag, im weit verzweigten Netz der Metro, konnten sich Reste der Zivilisation bewahren. Das bunkerartige U-Bahn-System bietet Schutz vor der radioaktiven Strahlung und wurde notgedrungen zur Heimat einiger zehntausend Überlebender umfunktioniert. Doch tief unter der Oberfläche der ehemals dicht bevölkerten Weltstadt ticken mehrere Zeitbomben...

Auf inhaltlicher Ebene enttäuscht zunächst der Umstand, dass der Autor die überraschende Entdeckung zum Schluss des Vorgängerromans umschifft und die Perspektive der Erzählung radikal wechselt. Die Handlung konzentriert sich nämlich auf eine verheerende Seuche, welche das gesamte Metro-Netz zu erfassen bedroht. Auch steht nicht weiter Artjom im Mittelpunkt der Geschehnisse, der Protagonist in "Metro 2033" wird im Sequel zur Nebenfigur degradiert.

Ist der erste Schock ob des doch gravierenden Richtungswechsels überwunden sowie der gemächliche Einstieg zu Beginn geschafft, gewinnt die Geschichte etwas an Fahrt, vermag jedoch das beständig hohe Tempo von "Metro 2033" nicht zu erreichen. Zwar werden die Leser auch diesmal durch unvorhergesehene und teils originelle Wendungen überrascht, dennoch keimt des öfteren das laue Gefühl auf, dass der Geschichte etwas fehlt. Möglicherweise tragen die durchwegs abgehalfterten, abgestumpften Figuren und deren teils zu abstrakte Ziele nicht genügend zur Identifikation bei.

So wirken der 60-jährige "Homer" und dessen Anspruch, die Geschichte der Metro in Form einer unvergänglichen Mythologie zu verewigen, und damit sich selbst zu Unsterblichkeit zu verhelfen, etwas weit hergeholt. Dagegen weckt die blutjunge Sascha, welche gemeinsam mit ihrem Vater ihr Leben in Verbannung verbringt, zu Beginn Hoffnungen auf eine vielschichtige Charakterentwicklung. Leider verlieren sich einige dieser gut gemeinten Ansätze mit fortwährender Handlungsdauer in konventionelle (Gender-)Klischees. Auch hätte es der Story sicherlich gut getan, wenn Artjom Schicksal nach seinem Kampf mit den Schwarzen an der Oberfläche - im Zusammenhang mit der völlig überraschenden Wendung in "Metro 2033" - etwas ausführlicher und vertiefender dargelegt worden wäre.

In Summe können der viel versprechende Auftakt und die Aussicht auf vielschichtige, mehr­dimensionale Handlungsverzweigungen als hinreichende Erklärung für das langsame Erzähltempo in den ersten Kapiteln gewertet werden. Leider erfüllt sich ein Gutteil der geweckten Erwartungen nur bedingt. Auch werden neue Erkenntnisse über das Leben in der Moskauer Metro schmerzlich vermisst. Trotz dieser Schattenseiten gibt es eine Reihe von Lichtblicken in "Metro 2034". In Summe gelingt es Glukhovsky erneut, eine überaus beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Hier schöpft der Autor aus dem Vollen seines vielfältigen Sci-Fi- und Horror-Kosmos: Ein lebendiger und düster inszenierter Schauplatz rund um das Moskauer U-Bahn-Netz, das zur Heimat der letzten Überlebenden eines nuklearen Holocausts geworden ist. Die letzte Zufluchtsstätte der Moskauer Bevölkerung, möglicherweise der Menschheit überhaupt, mit all ihren Sehnsüchten und Ängsten.

Wie sein Vorgänger lebt auch "Metro 2034" von der dichten und beklemmenden Atmosphäre Glukhovskys eindrucksvoller Endzeitvision: Die Moskauer-Metro als Parabel einer Menschheit, die an einer Sackgasse angelangt ist, sowie ein "Mensch-Sein", das einen dramatischen Wendepunkt erreicht hat. Leider funktioniert die Identifikation mit den Hauptfiguren nur bedingt und die Geschichte benötigt etwas länger um in Fahrt zu kommen. Trotz einiger Schwächen vermag der zweite Roman in Glukovskys "Metro"-Universum dank des stimmigen Endzeit-Feelings weiterhin zu fesseln.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 30. März 2011
Der Vorgänger Metro 2033 bot ein erstklassiges Szenario gepaart mit ordentlicher schriftstellerischer Arbeit. Aufgrund der nicht geringen Schwächen in der Umsetzung des Romans, hab ich dann aber lange gezögert, mir diesen zweiten Band zuzulegen - und im Verlauf von Metro 2034 wurde mir leider deutlich gemacht, dass diese Zweifel gut begründet waren.

Die Geschichte setzt 1 Jahr nach den ersten Ereignissen an, aber abgesehen vom Zustand des einstigen Hauptprotagonisten Hunter spielt das für die Geschichte absolut keine Rolle. Auch Artjom, die eigentliche Hauptperson des ersten Bands, ist nicht mehr als ein Nebencharakter - dazu noch ein reichlich unwichtiger. Die Story selbst handelt von einer potentiellen Epidemie, deren Ausbruch das Ende der Menschen unter Moskaus verwüsteten Ruinen bedeuten würde. Dies zu verhindern ist das Anliegen, dass drei völlig verschiedene Persönlichkeiten zu Weggefährten macht - ein Geschichtenerzähler, eine Ausgestoßene und besagten Hunter, mehr Killermaschine als Mann und augenscheinlich bar jeder Menschlichkeit.

Alles, was Dmitry Glukhovsky gutes in den Vorgänger hat einfließen lassen, fehlt dieses mal. Der Hintergrund verkommt zu einem statischen Rahmen, der selten bis nie Auswirkungen auf den Verlauf der Geschichte nimmt. Neue Informationen zu Moskaus Untergrundwelt finden sich gar nicht und eine Weiterentwicklung des Hintergrund findet nicht statt. Vermutlich ist dies dem offenen Hintergrund geschuldet, deren sich nun unterschiedliche Autoren bedienen sollen.
Die Nebenpersonen der Handlung sind so schwach konzipiert, dass sie teils unerträglich sind. Die einzelnen Stationen der Metro werden nur noch optisch beschrieben, während die Machtstrukturen, Eigenheiten und Menschen selbst wenn überhaupt nur noch am Rande beleuchtet werden. Wo Metro 2033 manches Mal vereinfachte, verzichtet der Nachfolger nun ganz auf jegliche Form eines auch nur ansatzweise vorhandenen Tiefgangs.
Die 3 Helden der Geschichten bleiben beliebig, die Beweggründe für den nuklearen Waffengang werden zwar angedeutet, bleiben aber so nebulös, dass ein Verzichten darauf besser gewesen wäre. Am schlimmsten aber ist die Art, wie dieses Buch geschrieben wurde. Statt einer Geschichte, die mitreißt, wirkt es wie ein von oben herab verfasstes, bemüht philosophisches Traktat. Man hat das Gefühl, ein vollkommen anderer Autor hätte diese Seiten zusammengestellt (der Übersetzer ist ja in beiden Fällen derselbe), um aus dem Erfolg des Ursprungswerks noch ein paar 100.000 Euro zu schlagen.

Metro 2034 hat alle meine Befürchtungen nicht nur bestätigt, sondern deutlich übertroffen. Auch die größten Freunde des Vorgängers dürften es schwer haben, für diesen Band Begeisterung zu entwickeln - ich kann nur anraten, Abstand von einem Erwerb zu nehmen.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juni 2010
Um es gleich auf dem Punkt zu bringen: ICh finde das Buch toll.

Über die Geschichte an sich möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, da gibt es genügend Rezessionen die das erledigen.

Es gibt einige Leser die immer wieder bemängeln das es keine richtige Fortsetzung ist. Das Stimmt auch, aber das macht das Buch nicht schlechter!
Metro 2034 besitzt weniger Action und Grusel Elemente, stattdessen geht es mehr auf die Menschen und ihre Art zu leben ein. Viele finden diesen Ansatz für pseudophilosophisch, jedoch wird nicht in irgendeiner Weise be- oder geurteilt, sondern lediglich beschrieben aus der Sicht eines Bewohners.
Wie die Menschen dort unten genau leben hat mich schon bei Metro 2033 mitgerissen und wurde leider viel zu kurz und zu ungenau beschrieben. Hier bekommt man mehr Einblick. Auch die Geschichten und Legenden die man sich in der MEtro erzählt werden hier mehr aufgegriffen und geben einen kleinen Einblick, mal auch nur eine Vermutung, was sich damals zugetragen hat, wie es war und was davon bleibt.

Dimitry Gluskhovsky hat sich in dieser Hinsicht finde ich durchaus weiterentwickelt. Er haut nicht nur einfach immer feste drauf, stattdessen bekommen seine Protargonisten mehr persönlichkeit und bleiben nicht schwammig umrissen und tatenlos. Das Buch ist in vielerlei Hinsicht ein Kontrapunkt zu seinem Vorgänger.

Es ist schwer unvoreingenommen und ohne spezifische Erwartungen an eine Fortsetzung eines Buches ranzugehen. Ich selbst habe auch einige Zeit gebraucht, als ich es dann schlussendlich geschafft habe hat mich das Buch einfach mitgerissen.
Es wurde an vielen Stellen Neugier geweckt und es wurden wieder einige Fragen unbeantwortet gelassen die auf einen dritten Teil hoffen lassen (und auch hoffendlich auch auf Antworten, doch sicher auf neue weitere Fragen).

Obwohl Metro 2034 nun ein weiteres meiner Lieblingbücher ist, muss ich einen Punkt doch ebenso stark Kritisieren: Die Atmosphäre.
Wo Metro 2033 wirklich glänzte in den detailierten Beschreibungen der verschiedenster Dinge, sowie der momentanen Gefühlsstimmung der Menschen, so subtil wurde es in MEtro 2034 gehalten. So manches mal fand man sich schwer in der herrschenden Stimmung wieder. An anderer Stelle schafft es dann Dimitry Glukhovsky wie zuvor in die Welt der Metro mitzureissen und man vergisst für kurze Zeit das für uns noch die Sonne scheint.

Ich hoffe es wird einen weiteren Teil der Reihe geben.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2009
Das Buch ist nicht schlecht und liest sich flüssig, kommt aber bei weitem nicht an den ersten Teil heran. Die Passagen, bei denen man sich richtig gruselt und nicht weiß, woher die Gefahr kommt, sind vorhanden, aber sehr kurz. Alles in allem erscheint die Metro in diesem Roman weniger bedrohlich.

Was mir nicht gefällt, ist, dass der Autor versucht dem Buch einen poetischen Beiklang durch den Schriftsteller Homer zu geben. Auch die "Beziehung" zwischen Protagonist Hunter und Sascha wirkt fehl am Platze... Ich kann nur zustimmen, dass auch das Ende nicht wirklich der Knüller ist... Schade.
0Kommentar|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2009
Metro 2033 konnte in fast allen Dingen die einen guten SciFi Roman ausmachen punkten.
Die glaubhafte Welt, nachvollziehbare Charakterentscheidungen innerhalb dieser Welt,
die Charaktere selbst, Spannung Action und ein grandioses Ende. Das Einzige was Metro
2034 davon mitnimmt ist die glaubhafte Welt. Die Charaktere sind so unglaublich naiv
das es schon weh tut, das Ende ist mehr als mau , gute Action und Spannung gibts nur
im ersten drittel.

Es ist auch erschreckend wie offensichtlich der Autor Grundsteine für zukünftige Bücher
setzt, aber ich hoffe das der Autor mit diesen Büchern die Kurve kriegt sonst seh ich
den Zug entgleisen.
11 Kommentar|34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2010
Der Nachfolger des russischen Bestsellers "Metro 2033", der europaweit gefeiert wurde, handelt von den mysteriösen Ereignissen im Süden der Moskauer Metro einige Monate nach den Ereignissen des ersten Buchs. Seit geraumer Zeit kommen keine Boten und Trupps mehr an der Station Sewastopolskaja an, irgendetwas rührt sich in den Tiefen der Metro, und wer meldet sich freiwillig, nach der Ursache zu suchen? Der mysteriöse Hunter, der im ersten Band einer der Nebencharaktere war. Diesmal ist er eine der Hauptpersonen, erzählt wird die Geschichte jedoch aus den Augen des ältlichen Geschichtenerzählers Homer, welcher ihn begleitet. Der junge Artjom, Held des ersten Teils, nimmt dagegen eine Rolle ein, die man bestenfalls als Hauch von Nichts bezeichnen kann (Faszinierend allerdings, dass er trotzdem auch in diesem Buch enorm sympathisch erscheint). Im Verlauf der Geschichte treffen der gutmütige Homer und der mürrische, teils erschreckend erbarmungslose Hunter auch auf die ausgestoßene Sascha, die sich ihnen anschließt.

Auch in Metro 2034 fängt Dimitry Glukhovsky wieder jene Stimmung ein, die seinen Erstling in Russland und ganz Europa zum Instant-Classic machte. Überhaupt spielt der Autor wie im ersten Buch gekonnt mit der Angst des Lesers. Neben der generell düsteren Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht, schafft Glukhovsky es immer wieder, dem Leser richtig das Fürchten zu lehren. Denn wie Kenner des ersten Buches wissen, ist selbstverständlich nicht jedes Lebewesen in der Moskauer Metro menschlich, oder ist es nicht mehr. Schade, dass es im zweiten Roman der Saga dennoch weniger richtig unheimliche Passagen gibt als im ersten. Ich persönlich hätte mir jedenfalls noch mehr gruselige Begegnungen gewünscht. Grandios das Kapitel, in welchem Hunter, Homer und eine dritte unglückliche Seele durch eine aufgegebene Station kommen, die von unsagbar schrecklichen Untieren bevölkert wird, Untieren, die ihre Beute mit solcher Selbstverständlichkeit, ja geradezu Langweile jagen, erlegen und bis zum letzten Haar auffressen, dass es einem bei der bloßen Vorstellung kalt den Rücken hinunterläuft. Eine andere Passage des Buches, in der sich die Helden zusammen mit Sascha durch einen Tunnel schlagen, der mit gigantischen Spinnennetzen gefüllt ist, hätte für Leser mit Spinnenangst das ultimative Horrorelebnis geboten. Stattdessen wird diese Möglichkeit nicht (beziehungsweise kaum ;-) )ausgebaut. Schade!

Alles in allem ist "2034" ein größtenteils würdiger zweite Teil der Metro-Saga geworden, der aber leider teilweise unfertig wirkt. Besonders schade ist, dass - wie oben erwähnt - für einen düsteren Endzeitthriller zu wenig Horror eingebaut wurde. Die Charaktere sind (bis auf einen vollkommen unnötigen vierten Hauptcharakter im letzten Drittel des Buches) zwar sympathisch, aber so naiv, dass es teilweise schwerfällt, nicht die Augen zu verdrehen. Wer mit dem fantastischen ersten Teil aber angefangen hat, sollte auf jeden Fall auch "2034" lesen. Schließlich arbeitet Glukhovsky schon am dritten Buch. Das dann hoffentlich wieder so perfekt wird wie "2033".
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2012
Metro 2034 ist der zweite Roman von Dmitry Glukhovsky, der in der postapokalyptischen Welt des Moskauer U-Bahnsystems spielt. In dieser losen Fortsetzung macht sich ein alter Mythensammler, Homer, von der Peripherie des Tunnelsystems auf zu dessen Zentrum. Begleitet wird er vom aggressiven Einzelkämpfer Hunter, der bereits in Metro 2033 eine Rolle gespielt hatte, und dem Mädchen Sascha. Noch immer dient das U-Bahnsystem als Refugium für alle, die den Atomkrieg überlebt haben. Noch immer bedrängen Mutanten und andere Monster die Bewohner der Stationen.

Da die Station des Erzählers Homer vom Rest der U-Bahn-Welt getrennt wurde, muss das Trio (und später Quartett) zahlreiche Umwege und Monsterköpfe einschlagen, bevor es in die zivilisierteren Bereiche vordringen kann. Homer bemüht sich, seinem Namen alle Ehre zu machen und seine Reise schriftlich festzuhalten. Lange ist unklar, weshalb der Gewaltfanatiker Hunter den schlaffen Frührentner überhaupt mitnimmt.

Leider scheitert der Roman an sämtlichen Messlatten, die sein Vorgänger anbringen konnte. Wo der erste Teil noch mit vielen unterschiedlichen Entwicklungen der Menschen unter der Erde aufwarten konnte, wird die Handlung im zweiten viel zu esoterisch. Auch die Überraschungen und Wendungen von Metro 2033 bleiben aus. Die wenigen gelungenen Actionszenen entschädigen nicht für die Längen des Romans. Die Protagonisten sind langweilig. Lustig wird es an keiner Stelle.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden