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78 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluß
Mit Königsklingen (Last Argument of Kings (The First Law : Book Three)) legt Abercrombie den abschließenden Teil seiner Trilogie vor.
Schon äußerlich setzt Königsklingen noch einen oben drauf: mit 939 Seiten hat es fast schon Telefonbuchformat.
Schnell merkt man als Leser, dass auch inhaltlich eine deutliche Steigerung vorhanden ist...
Veröffentlicht am 7. September 2008 von Druss

versus
40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zynisch, Unterhaltsam, Endlos
Wer die anderen beiden Bücher der Triologie gelesen hat, weiß bereits worauf er sich einlässt, ich will hier daher nur auf die Dinge eingehen die mir im Gegensatz zu den Vorgängern weniger gefallen haben:

Es fällt schwer noch zu irgendeinem Charackter gegen Ende Sympathie zu empfinden. Sicher, Abercrombie hat - glücklicherweise -...
Veröffentlicht am 30. September 2008 von Melot


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78 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluß, 7. September 2008
Von 
Druss - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Mit Königsklingen (Last Argument of Kings (The First Law : Book Three)) legt Abercrombie den abschließenden Teil seiner Trilogie vor.
Schon äußerlich setzt Königsklingen noch einen oben drauf: mit 939 Seiten hat es fast schon Telefonbuchformat.
Schnell merkt man als Leser, dass auch inhaltlich eine deutliche Steigerung vorhanden ist. Das Warten auf Teil drei wird voll belohnt; Abercrombie zieht einen förmlich in seine Geschichte hinein. Ein echter Pageturner, den man nicht mehr weglegen mag.
Die Charaktere wirken nochmal ausgefeilter und vor allem wirkt die Story trotz der hohen Seitenzahl deutlich zielgerichteter als etwa in Feuerklingen.
Ohne zuviel verraten zu wollen, darf man sich auf das Zusammentreffen von Logan und der Gruppe Nordmänner um den Hundsmann freuen. Sand dan Glokta zwingt einen trotz vieler Grausamkeite und seines Zynismus zum Schmunzeln.
Bemerkenswert auch die schon in Band 2 begonnene Wandlung Jezal dan Luthars zum Volkshelden wider Willen. Einzig die Figur der Ferro gefällt mir persönlich nicht so gut. Sie erreicht zu keinem Zeitpunkt das Niveau der anderen Protagonisten.
Auch wenn der deutsche Titel wieder einmal eine ganz schwache Marketing-Idee ist, ist Königsklingen ein wahrlich krönender Abschluß der Trilogie.
Abercrombies kraftvolle Sprache und sein fesselnder Schreibstil unterscheiden sich wohltuend von der Schwemme an Sword&Sorcery-Fantasy, die momentan über den Markt schwappt.
Wer die ersten beiden Teile mochte, wird begeistert sein. Auch Neueinsteiger werden auf Ihre Kosten kommen, allerdings empfehle ich dennoch zunächst die Lektüre von Kriegsklingen und Feuerklingen.
Wer High Fantasy erwartet, sollte die Finger von dem Buch lassen. Abercrombie hat mit seiner düsteren, zynischen und bisweilen sehr brutalen Story eine ganz eigene Welt erschaffen, die sich m.E. nur sehr schwer vergleichen läßt.
Fazit: Ein klarer Kauf. Für Fans ein absolutes "Must Have".

P.S.: Der im redaktionellen Teil genannte Titel "Racheklingen" wird nichts mit der Trilogie zu tun haben. Es wird sich um eine eigenständige Söldnerstory handeln.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...wieder zu Schlamm geworden, 4. November 2008
Von 
Mathias Ahrens "Nachtfrost" (Bad Honnef) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Wieder zu Schlamm geworden?... Endlich habe ich jetzt auch Königsklingen ausgelesen und ich bin froh das Abercrombie es geschafft hat mich von meinem Trauma - nämlich - dem schlechten Ende von guten Büchern, zu befreien. Abercrombie schreibt so weiter, wie ich es mir erhofft habe. Schnörkellos und zielstrebig dem Ende zu. Hier werden nicht auf den letzten 100 Seiten Dinge an der Haaren herbeigezogen und die Geschichte noch irgendwie zu erklären oder die Handlung doch noch logisch erscheinen zu lassen. Was in diesem Fall auch gar nicht nötig war. Nein, hier machen die Akteure weiter ihr Ding, denn Sie konnen gar nicht anders. Die Chancen die sie gehabt haben, sind vertan oder ihnen genommen worden. Reagieren, nicht agieren bestimmt ihr Handeln. Ihre gelebtes Leben und den damit gewonnenen schmerzlichen Erfahrungen, lässt vielen überhaupt nicht mehr die Chance anders zu reagieren. Der blutige Neuner macht sein Ding weiter - auch wenn er manchmal hofft er könnte anders sein, Ferro kann Ihre Vergangenheit genauso wenig abstreifen wie viele andere. Die Story hat keine hellen oder freundlichen Momente mehr. Die Sympathien die man im Lauf der Geschichte für den einen oder anderen aufgebaut - werden in Königsklingen wieder in Frage gestellt. Ausser Jezal machen alle wieder einen Schritt "back to the roots" und das ist aus meiner Sicht auch gut so.
Ich habe niemals angenommen, dass The First Law ein Abendrot/Happyend bekommt, dazu hat Abercrombie seinen Protagonisten oft genug übel mitgespielt. Wirklich weitergekommen sind sie alle nicht wirklich, die alten Mechanismen greifen noch immer. Wie einprogrammierte Befehle, lösen bestimmte Umstände althergebrachte Verhaltungsmuster wieder aus. Nackte Gewalt, Intrigen, Hoffnungslosigkeit und Rache bestimnen das Handeln der Aktuere bis zum Schluss.

Abercrombie hat es meiner Meinung nach geschafft das Buch und die Handlung gut abzuschliessen. Das hat er vielen anderen voraus. Meiner Meinung nach schreit - das Buch nach keiner Fortsetzung. Es ist alles gesagt worden. Menschen ändern sich nur selten. Und noch seltener zu ihrem Vorteil. Zwar haben einige Akteure überlebt, aber ich glaube es kaum das wir ein Wiedersehen mit Ihnen haben werden. Der Zynismus der Bücher wird wohl kaum jemand überlesen haben. Und ich glaube auch das Abercrombie sich selber treu bleibt. das angekündigte Buch RACHEKLINGEN hat meiner Information nach nichts mit THE FIRST LAW zu tun, sondern soll sich um ein Söldnerdrama im Stile der BLACK COMPANY von Clenn Cook oder Erikson Brückenverbrennern handeln. Und da würde ich mich echt freuen, denn Abercrombie hat genau die Voraussetzungen dafür.

Fazit: THE FIRST LAW war eine hervoragendes Beispiel dafür, das es auch noch neue Pfade in der Fantasy gibt, die es sich lohnt zu erkunden. Mir haben die Bücher einen Höllenspass gemacht - und ich bin mir sicher das ich sie nicht wieder zu Schlamm werden lasse und sie bei neuer Gelegenheit wieder auferstehen lasse. Joh!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiger Schluss mit leicht fadem Beigeschmack, 9. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Bisher erschienen:

Die Trilogie The First Law":
01 Kriegsklingen
02 Feuerklingen
03 Königsklingen
und der bisher eigenständige Roman Racheklingen".
Für August 2011 ist der neue Roman von Joe Abercrombie mit dem Titel Heldenklingen" angekündigt.

Logan Neunfinger muss abermals eine Entscheidung treffen, deren Fortwirken für die kommenden Ereignisse er unmöglich abschätzen kann und schließt sich letztlich seinen ehemaligen Gefährten, den Nordmännern an, um in die Schlacht zu ziehen.
Sand dan Glokta weiß derweil nicht mehr wem er noch trauen kann, denn zu viele Intrigen sind gesponnen und er muss sich vorsehen, wem er noch den Rücken zuwenden kann. Kann er abermals das Blatt zu seinen Gunsten wenden?
Die Gurkhisen nähern sich zur selben Zeit unaufhaltsam aus dem Süden, der König liegt im Sterben und Jezal dan Luthar kehrt von seiner Reise ans Ende der Welt zurück, doch statt der wohlverdienten Ruhe warten andere Aufgaben auf ihn, Aufgaben die er sich wahrlich nie im Leben hätte träumen lassen. Ganz unbeteiligt daran scheint auch Bayaz nicht zu sein, der nach wie vor im Hintergrund operiert und die Fäden zieht.
Die Spannung wird auch hier wieder konstant hoch gehalten. Es fällt wirklich noch schwerer, das Buch aus der Hand zu legen, da nun alles auf ein großes Finale zuläuft. Die wechselnden Perspektiven tragen ihr übriges dazu bei.
Die begonnene Umkehrung der Sympathien für die einzelnen Charaktere wird weitergeführt bzw. bestätigt. Jezal hat dabei wahrscheinlich die größte Wandlung durchlebt und hat gänzlich ungewollt eine große Lasst zu tragen. Mir hat er teilweise wirklich Leid getan. Bayaz hingegen ist richtig unsympathisch geworden: Selbstgefällig, arrogant und besserwisserisch. Kurioserweise alles Eigenschaften, die zuvor noch Jezal auszeichneten, der seine Einstellung komplett geändert hat.
Erwartungsgemäß trifft Logan wieder mit den Nordmännern zusammen und das Ausmaß seines Rufes wird erstmals in vollem Umfang deutlich. Er hat sich eine Menge Feinde geschaffen, da sein dunkler Bruder, der blutige Neuner, nichts von Regeln hält und weder Freund noch Feind kennt. Eine Tatsache die auch die kommenden Ereignisse stark beeinflusst.
Abercrombie scheut nicht davor zurück, den Tod zuschlagen zu lassen. Seine Sprache ist abermals schlicht und schnörkellos direkt. Das macht die gesamte Trilogie sehr gut lesbar und ist zudem auch absolut stimmig.
Der einzige Wehmutstropfen, der bleibt, ist das Ende. Abercrombie hat hier einen Spagat zwischen den Charakteren hingelegt, die sowohl eine Art Happy End bekommen, wenn man es denn so ausdrücken möchte, ein tragisches Ende und ein offenes. So ist die Trilogie zwar abgeschlossen, lässt aber durchaus Raum für eine Fortsetzung. Ob das jedoch vom Autor geplant ist, wage ich zu bezweifeln, da hierzu das Ende einfach zu passend ist. Im ersten Moment sehr unbefriedigend, aber rückblickend auch einfach richtig.

Fazit: Wem bereits die beiden Vorgänger gefallen haben, der wird auch diesen Band verschlingen. Der fade Beigeschmack am Ende mag manchem missfallen, passt aber doch gut ins Konzept. Königsklingen" ist der würdige Abschluss einer einzigartigen Fantasy-Trilogie, die ihresgleichen sucht.
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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zynisch, Unterhaltsam, Endlos, 30. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Wer die anderen beiden Bücher der Triologie gelesen hat, weiß bereits worauf er sich einlässt, ich will hier daher nur auf die Dinge eingehen die mir im Gegensatz zu den Vorgängern weniger gefallen haben:

Es fällt schwer noch zu irgendeinem Charackter gegen Ende Sympathie zu empfinden. Sicher, Abercrombie hat - glücklicherweise - nie die kitschigen und unrealistischen Gutmensch-Charaktere und die durch und durch bösen Widersacher beschrieben. Aber in den letzten zwei Büchern hatte man das Gefühl dass die Protagonisten doch weiterentwicklen und gewisse Sympathien aufbauten, während sie in den Königsklingen alles daran setzen diese wieder abzubauen oder ihr alternativ ihr Leben auszuhauchen. Die düstere Story die fast keine "postiven" Abschnitte hat trägt auch nicht zur verbesserung bei.
Klar, das mag das ganze realistisch machen, die Story glaubwürdiger und das Geschehen spannender, ich persöhnlich bevorzuge es trotzdem wenn es ab und an auch ein paar Lichtpunkte in einer düsteren Welt gibt.

Das Ende des Buches, ist nur durch das ausbleiben weiterer Seiten gekennzeichnet und nicht etwa durch die Story, die so unabgeschlossen ist, dass sie praktisch an jeder Seite hätte aufhören können. Ich habe kein Problem damit wenn es kein Happy End gibt, das Ende wäre auch akzeptabel wenn es nicht das letzte Buch der Triologie gewesen wäre - aber Abschlüsse die sich so lesen als ob der Autor noch nicht ganz sicher ist ob er nochmal ein weiteres Buch schreibt zerstören für mich das gesamte Werk.

Alles in allen trotzdem ein unterhaltsames Buch und wer die ersten beide Teile schon gelesen hat, wird wohl auch mit diesem einige Zeit beschäftigt sein.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höhepunkt einer spannenden Trilogie, 25. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Wenn die Serie ein Manko hat, dann ist es der alberne deutsche Titel. Konsequenterweise wurden die Titel des Autors ignoriert und willkürlich Buchtitel vergeben, die vermutlich irgendeine Tippse kurz vor dem Nachhauseweg hingeworfen hat. Aber genug gemeckert.

Das Buch ist der Höhepunkt einer überaus spannenden und unterhaltsamen Trilogie. Wer bisher dachte (und es empfiehlt sich unbedingt die ersten beiden Bände vorab zu lesen), er wüsste alles über den blutigen Neuner, Glotka, Jezal oder den Magier Bayaz wird noch einmal eines Besseren belehrt. Noch mehr dunkle Geheimnisse werden gelüftet und noch mehr Schicksale werden miteinander verwoben.

Die große Stärke aber ist, dass es Abercrombie gelingt, seine Figuren tatsächlich noch bissiger und noch verlorener dazustellen, als bisher. Logan kehrt in den Norden zurück, um der Union gegen König Bethod beizustehen und schafft es, mit seiner schroffen Art und seinen blutigen Amokläufen auch noch seine letzten Freunde vor den Kopf zu stoßen. Glotka wird in seinen selbstmitleidigen Kommentaren und seinen Bemerkungen gegenüber anderen noch bissiger. Schließlich muss er die entgegen gesetzten Forderungen zwei unterschiedlicher Herren erfüllen. Wer mit so vielen Messern jonglieren muss, dem droht zwangsläufig, wie Glotka selbst sagen würde: "Wasserleiche im Kanal gefunden". Jezal wiederum muss zurück in der Heimat feststellen, dass er nicht der Widerling, aber auch nicht der Held ist, für den er sich hält, und dass Macht und Ruhm nicht alles sind. Und Bayaz kocht wie immer sein eigenes düsteres Süppchen und ist mehr denn je bereit, dafür über Leichen zu gehen. Und als wäre das noch nicht genug des Unheils, fallen bald die Gurkhisen im Kernland der Union ein und bedrohen die Hauptstadt Adua. Und dort versammeln sich alle Helden bzw. Antihelden zum großen Showdown.

Wow! Was für ein fesselndes, witziges, blutiges Buch. Der würdige Abschluss eine Trilogie - oder vermutlich doch nur der Auftakt für mehr? Immerhin, um auf meine Eingangsbemerkung zurück zu kommen, heißt die Trilogie im Original "The first law". Und wie man weiß, gibt es ja auch noch das zweite Gesetz. Und zum Ende des dritten Bandes bleiben auch eine Menge Fäden offen. Und - laut Heyne Verlag - ist noch ein Buch mit Namen "Racheklingen" geplant... Also bis bald, Logan?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neben guten Ansätzen existieren auch viele Mängel, 14. Februar 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Wie in vielen anderen Rezensionen hervorgehoben, sind eine der Stärken des Zyklus (First Law I-III) die Charaktere. Diese sind im Vergleich zu anderen Werken des Genres erfrischend anderes und im Gegensatz zu diesen legt der Autor auf deren Beschreibung einer seiner Schwerpunkte. Gefallen hat mir auch, dass der Autor durchaus den Versuch unternimmt, seine Figuren vielschichtig zu beschreiben, wodurch die Reihe an Komplexität gewinnt. Verstärkt wird dies durch einen ständigen Perspektivwechsel, der einem immer wieder einen neuen Blickwickel eröffnet und so zu einer gelungenen Reflexion der Charaktere führt.

Durchschnittlich sind die Handlung und deren Plots. So oder so ähnlich hat man das alles schon irgendwo anders gelesen oder gesehen. Bei meiner Bewertung fällt das aber nicht negativ ins Gewicht. Aufgrund der Fülle an Ideen, die bereits auf Papier gebracht wurden, ist es kaum möglich, etwas wiklich neues zu schreiben. Vielmehr geht es darum Ideen so zu verbinden und zu verpacken, dass dadurch das Bild einer orginären Geschichte entsteht. Letzteres gelingt Abercrombie gut. Die Story hat mich gut unterhalten.

Was tatsächlich zur Abwertung des Zyklus führt, ist die mangelhafte Ausdrucksweise des Autors. Stellenweise hatte ich den Eindruck gewonnen, dass nahezu alle Chraktere fast andauernd entweder an ihrem Zahnfleisch oder an ihren Zähnen lutschen. Bis zum Ende ist mir auch nicht ganz klar, was eigentlich Abercrombie damit ausdrücken möchte. Gefühle und Stimmungen der Figuren werden regelmäßig mit denselben Stilmitteln beschrieben, die leider doch eher mittelmäßig sind. Positiv ist dagegen die derbe und direkte Ausdrucksweise, die recht gut zur Handlung passt und der Welt von Abercrombie ein Stückweit eine eigene Seele gibt.

Ein Schwachpunkt liegt des Weiteren in der Entwicklung der Charaktere. Insoweit wirkt sich der ansich positive Ansatz der Fokussierung auf die Chraktere besonders negativ aus, da dadurch deutlich wird, dass im Ergebnis die Charaktere auf der Stelle treten. Besonders die Passagen zum Innenleben von Glokta konnte ich spätestens im dritten Band nicht mehr lesen, weil ich ständig das Gefühl hatte, das alles so oder so ähnlich schon einmal gelesen zu haben. Ähnlich verhält es sich inbesondere auch bei Logan, dessen Mutationen zum "Gleichmacher" einfach nahezu identisch beschrieben werden. Hier hätte der Autor weitere Facetten peu à peu aufzeigen können, wodurch die Entwicklung des Chrakters einfach an Spannung gewonnen hätte.

Im Ergebnis hat Abercrombie mit seinem eigenen, wenn auch nicht immer guten Stil eine besondere Welt geschaffen, dessen Handlung und Charaktere mich unterhalten haben. Dennoch gibt es aufgrund der oben beschriebenen Mängel vor allem gegen Ende der Reihe doch einige Längen, die das Lesevergnügen trüben. Fans des Genres empfehle ich die Reihe. Alle anderen sollten erst einemal probelesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn man eines von Neunfinger Logen sagen konnte..., 28. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
...dann war es dies: Er fehlt mir.

Auch wenn er mich zum Schluss vielleicht etwas gelangweilt hat und sein Versuch, "ein besserer Mensch zu werden", in Dauerfrust endete.

Was bleibt, ist eine der besten, charakterbasierten Fantasy-Serien, die wohl leider (oder zum Glück) niemals in einem Film oder einer Fernsehserie "enden wird". Warum? Nun, einfach darum, weil unter dem Strich gar nicht so viel passiert. Oder besser: Die entscheidenden Dinge geschehen hier in den Köpfen der Protagonisten. Würde man all das, was allein in den Köpfen von Glokta, Logen, Ferro oder Jezal abläuft, aus den Büchern entfernen, wäre der Rest vermutlich auf ein dünnes Büchlein komprimierbar und das wäre weder sonderlich originell, noch irgendwie spannend. Letztlich funktioniert dieses "In den Köpfen spazierengehen" in erster Linie deshalb, weil Abercrombie ein durchaus tüchtiger Handwerker ist. Gewiss kein großer Autor, aber einer von denen, die es verstehen, aus einer Vielzahl hinlänglich bekannter Versatzstücke und Klischees, etwas sehr eigenes zu entwickeln. Positiv ist mit Sicherheit sein Hang zu leicht schrägem (sehr britischem Humor), der teilweise sehr gut funktioniert. Ebenfalls gut: Seine Charaktere sind (zum großen Teil) echte Unikate, die man ihm tatsächlich "abkauft" und zu denen man als Leser eine Beziehung aufbaut. Negativ: Er hat einen Hang zu Wiederholungen und verfügt über ein großes Arsenal an Standardformulierungen, die er gnadenlos und in jeder Situation einsetzt - ob es nun gerade passt oder nicht.

Insgesamt sehr zu empfehlen. Über das "Ende" mag man streiten, aber letztlich ist das vermutlich unnütz, da es sich überhaupt nicht um ein Ende handelt. Wir erinnen uns ja, was beim ersten Mal geschah, als Logen ins vermeintlich Bodenlose stürzte. Zudem sind zu viele Fragen offen, um hier einen Schlussstrich auch nur in Erwägung zu ziehen. Es bleibt damit die Hoffnung, dass wir uns im "Geschlossenen Rat" wiedersehen - unter dem Vorsitz des größten Zynikers der jüngeren Fantasy-Geschichte, meines "Freundes" Sand Dan Glokta natürlich.

Denn wenn man eines von Joe Abercrombie sagen konnte, dann war es dies: Er hatte immer noch ein Ass im Ärmel. ;)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Abschluss, 5. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Der letzte Teil der Klingentrilogie ist der gelungene Abschluss einer der
besten Fantasygeschichten der letzten Jahre.
Der Autor kommt ohne die üblichen Fantasyklisches aus(Elben, Zwerge, diverse magische Artefakte, "das Gute" gegen "das ultimativ Böse"usw...)
Die Geschiche ist unverwechselbar und nicht mit(mir bekannten)anderen Büchern zu vergleichen. Besonders positiv finde ich die Darstellung der einzelnen Charaktere(Glokta ist mein Favorit), die allesamt sehr lebendig
beschrieben sind und nicht wie in anderen Büchern stereotyp daherkommen.
Freu mich schon auf Racheklingen!Sturmwelten - Unter schwarzen Segeln: RomanSturmwelten - Unter schwarzen Segeln: RomanMetro 2033Die Lügen des Locke Lamora
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die beste reihe die ich bis jetzt gelesen habe, 20. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
also ich hab jetzt alle drei bände dieser reihe hintereinander gelesen und muss sagen es haut mich schon vom hocker was joe abercrombie da auf 2500 seiten auf die beine stellt...

als ich das erste buch, Kriegsklingen, laß war ich echt erstaunt das mich ein buch in dem eigentlich nix weiter passiert, als das gewisse charaktäre aufeinander treffen und eine reise vorbereiten, so fesseln und begeistern kann. Abercrombie's werke glänzen nicht durch übermäßig viel schlachten, wobei es im dritten teil schon gut zur sache geht. Er überzeugt viel mehr durch tiefgang und entwicklung der protagonisten. Wahnsinn wie sehr man gewisse personen in den romanen zu schätzen lernt. Viele, die die werke gelesen haben bemängeln das ihnen z.b. logan im ersten und zweiten band so nahe kommt und im dritten teil als "monster" präsentiert wird, aber hallo..er ist was er ist..der blutige neuner...und dieser kommt halt in den ersten beiden büchern nur sehr selten zum vorschein und dann auch nicht in seiner vertrauten umgebung, erst im dritten teil zeigt sich wie neunfinger logan aka der blutige neuner wirklich ist. nämlich ein drecksack..aus tot gemacht..da muss man realistisch sein...er mag sich ja selbst nicht..warum sollte ihn dann der leser mögen wollen!?

im ersten teil dreht sich die geschichte ja mehr um logan und co, und glakta spielt mehr die nebenrolle...aber meine damen und herren...der mann macht sich, sodass ich ihn, jetzt nach dem ich den dritten und letzten band der geschichte beendete, richtiggehend vermissen werde. Abercrombie hat mit Glokta, so finde ich, eine der genialsten personen der fantasygeschichte erschaffen. Alleine wegen dieser Person lohnt es sich schon die drei bände zu lesen. wahnsinn.

und das ende? manch einer sagt, welches ende. und ich sage: richtig so. Oftmals endet die story in vielen fantasybüchern so, dass der Leser befriedigt ist. Die Bösewichte sind geschlagen, und der Held kam glücklich zu hause an und bekommt auch noch die braut die er will..so oder so ähnlich enden tausende von geschichten.

Abercrombie hingegen lässt dem leser so viel raum und platz sich selbst die geschichte so weiter zu spinnen wie es ihm beliebt. und gerade das ist das geniale. ich habe das letzte buch nun vor knapp fünf tagen letztmalig geschlossen und hänge heute noch gedanklich in der story fest. Überlebt dieser oder jener. was wird aus dem. was macht wohl der weil dieser...achja...herrlich

wer auf tiefgründige charaktäre steht die in einer welt leben, in der nichts ist wie es scheint und jeder sowohl gut als auch böse ist, ist mit dieser überdurschnittlichen bücherreihe bestens beraten
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaftes Ende der Triologie, 15. September 2008
Von 
M. Hettich (Wimsheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Königsklinge ist ein wahrhaft perfektes Ende der Triologie von Joe Abercrombie. Ich habe in den letzten Jahren wahrlich eine Unmenge von Fantasieromanen gelesen, aber die wenigsten kamen an die First-Law Triologie (anm. Englischer Titel der Triologie) heran. Joe Abercrombie schaft es abwechslungsreiche und gut gezeichnete Charaktere zu erwecken. Im Gegensatz zu anderen Autoren, sind diese Charaktere stimmig und haben alle eines gemeinsam: Sie sind nicht makellos. Jeder der Charaktere hat viele menschlichen Schwächen, was es dem Leser ermöglicht den Protagonisten nähere zu kommen und die Identifikationstiefe erhöht. Mir fällt spontan kein Autor ein, dem es ähnlich gut gelungen ist, die Grenzen zwischen Gut und Böse dermaßen zu verwischen. Vor allem der Anti-Held Neufinger Logan (Der Blutige Neuner) ist der perfekte Anti-Held. Diese Figur wird nur noch vom Charakter des Superior Glokta übertroffen, welcher im letzten Teil Königsklinge noch deutlich bissiger und ironischer wirkt, als in den letzten beiden Teilen. Mit Glokta hat Abercrombie einen einmaligen Charakter im Fantasieuniversum geschaffen.

Allgemein kann man sagen, dass Königsklinge, wie auch die gesamte Triologie ein Fantasie-Buch für Erwachsene ist. Abercrombie verzichtet auf all zu genau und ins Detail-gehende Beschreibungen der Landschaft, wie es z.B. Tolkien in seinen Werken tut, sondern konzentriert sich auf die Story, die Intrigen und die Action.

Ich persönlich würde jedem diese Buch empfehlen, dem actionreiche Fantasyromane gefallen und der eine Abwechslung sucht zu Bücher, welche vor "über-guten" und makellosen Elfen und Fabelwesen nur so strotzen.
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Königsklingen: Roman
Königsklingen: Roman von Joe Abercrombie (Taschenbuch - September 2008)
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