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129 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeistert
Ich kann mich der Meinung meiner Vorgänger nur anschließen, "Kriegsklingen" ist ein sehr sehr gelungenes Buch, bei dem man trotz einer Länge von fast 800 Seiten und 6 unterschiedlichen Erzählperspektiven nie den Überblick verliert, sondern vielmehr vor Spannung beinahe gezwungen wird weiterzulesen. Wie bereits angesprochen wurde, passiert von der...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von Bücherwurm

versus
47 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich ganz gut, aaaber...
... leider ist meine Meinung nach dem Fertiglesen des Buches doch eher zwiespältig. Ich stimme mit den meisten Rezesionen durchaus überein: interessante Charaktere, guter Schreibstil und die Ironie (und auch Selbstironie mancher Charaktere) ist herrlich. Dennoch fehlte für mich das gewisse Etwas, das einen so richtig in die Geschichte hineinsaugt...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2007 von Lilith


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129 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeistert, 9. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Ich kann mich der Meinung meiner Vorgänger nur anschließen, "Kriegsklingen" ist ein sehr sehr gelungenes Buch, bei dem man trotz einer Länge von fast 800 Seiten und 6 unterschiedlichen Erzählperspektiven nie den Überblick verliert, sondern vielmehr vor Spannung beinahe gezwungen wird weiterzulesen. Wie bereits angesprochen wurde, passiert von der Action her im Buch nicht unbedingt sehr viel. Wer also auf ellenlange Schlachtenbeschreibungen wartet, wird hier sicherlich enttäuscht. Das Buch lebt zu 90% von seinen Charakteren (Logan, dem Barbarenkrieger, der das Kämpfen gründlich satt hat, aber trotzdem immer wieder dazu gezwungen wird; dem arroganten, wichtigtuerischen Hauptmann Jezal dan Luthar, der sich als Adliger in eine "Bürgerliche" verliebt oder dem Inquisitor Glokta, bei dessen zynischen Gedankenkommentaren man sich das Lachen einfach nicht verkneifen kann). Genial ist wie Abercrombie seine Charaktere im Verlauf des Buches ausfeilt, sie sich entwickeln lässt. Es gibt kein statisches Gut oder Böse, jeder Charakter trägt von beiden Seiten etwas in sich. So mag es abstoßend sein, wenn beschrieben wird, auf welche brutale Weise sich Neunfinger-Logan seiner Feinde erwähren muss, aber es rührt andererseits, dass er den kranken Malacus Quai, der nach ihm gesucht hat, nicht einfach im Dreck liegen lässt, sondern ihm das Leben rettet. Bei den anderen Figuren ist es genauso, sie haben Tiefgang und Vergangenheit. Es sind keine Superheldenfiguren, die die Siege einfach so aus dem Ärmel schütteln.
Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung (Feuerklingen) gespannt. Schön wäre es gewesen, wenn es einleitend zur Geschichte noch eine Karte gegeben hätte, aber ob mit oder ohne, das Buch ist purer Lesegenuß und sein Geld auf jeden Fall wert.
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61 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Fantasy, 2. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Joe Abercrombies Roman Kriegsklingen bietet ungewöhnliche Charaktere in einer recht durchschnittlichen Fantasywelt. Viel geschieht nicht, dafür wird eine ganze Riege von Figuren eingeführt und zusammengebracht, die große Hoffnung auf den nächsten Band weckt.

Die Geschichte ist recht gradlinig. Ein generisches Königreich, das irgendwo zwischen Spätmittelalter und Renaissance steht, wird von mehreren Gefahren bedroht. Einerseits gibt es die Barbaren im Norden, die unter einem König geeint sind, andererseits das alte und grausame Imperium, das nach einem verlorenen Krieg nach Rache strebt. Doch dahinter scheint es eine weitere, größere Bedrohung zu geben, die sogar einen der legendären Magi wieder in das Reich führt. Er versammelt um sich herum Gefährten, die jedoch wenig mit den üblichen strahlenden Helden gemeinsam haben.

Diese Charaktere sind Abercrombies Glanzstück. Beschädigt an Seele und Körper, mit Vergangenheiten ausgestattet und realistisch widersprüchlich nehmen sie den Leser schnell für sich ein, auch wenn sie selten liebenswert oder auch nur positiv sind. Die Welt und die Geschichte selbst sind wenig innovativ, irgendwo hat man das alles schon einmal gelesen. Und da gibt es auch einen kleinen Kritikpunkt: im Brechen der gewöhnten Strukturen wird Abercrombie dann doch vorhersehbar. Gerade weil seine Figuren ungewöhnlich sind, fällt es schnell auf, dass sie in ihrer Ungewöhnlichkeit dann doch einfachen Mustern folgen. Dennoch, es ist der erste Band und dient offensichtlich dazu, diese Figuren einzuführen. Die notwendigen Veränderungen durch die Erfahrungen sollten in den folgenden Bänden kommen.

Fazit: Frisch und vor allem mit starken Charakteren besetzt, kann dieser Auftakt überzeugen. 4,5 Sterne, zugunsten des Autors und mit Blick auf die Folgebände auf 5 aufgerundet. Sehr empfehlenswert.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auftakt eines meisterhaften Helden-Fantasy-Epos, 3. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Bisher erschienen:

Die Trilogie The First Law":
01 Kriegsklingen
02 Feuerklingen
03 Königsklingen
und der bisher eigenständige Roman Racheklingen".

Logen Neunfinger, ein Barbar aus dem Norden, entkommt nur knapp seinem vorzeitigen Ende, doch seine Familie und Freunde scheinen nicht so viel Glück gehabt zu haben wie er. Er muss davon ausgehen, dass sie alle tot sind. Sein Weg führt ihn zum Magus Bayaz.
Zur selben Zeit ist Hauptmann Jezal dan Luthar damit beschäftigt seine Karriere bei den Königstreuen zu verfolgen, doch gestaltet sich dies recht schwierig, da Erzlektor Sult das Misstrauen unter der Bevölkerung schürt. Er befielt die Inquisition und damit auch Inquisitor Sand dan Glokta, welcher eine schwierige Vergangenheit als Gefangener durchgemacht hat und nun ist er entstellt und verkrüppelt. Noch spielt er nach Sults Regeln und führt Befragungen der besonderen Art aus.
Das Land wird vom Süden und Norden aus bedroht und Bayaz, der Magus aus alter Zeit kehrt zurück in die Hauptstadt. So sagt die Legende, dass er bei seiner Rückkehr das Königreich retten wird. Dies missfällt natürlich dem Erzlektor, was Logen bald selbst erfahren muss.

Ich habe absolut nichts erwartet von diesem Buch. Klappentext klingt recht interessant, das Cover ist nicht besonders und der Titel, wie so oft bei deutschen Übersetzungen, ziemlich nichtssagend.
Aber man darf sich nicht vom Äußeren täuschen lassen. Kriegsklingen" ist ein schlichtweg geniales Buch. Die Handlung kommt zwar bis zum Ende nicht wirklich in Gang, sondern wirkt mehr wie eine lange Vorbereitung, aber die Charaktere sind derart klasse, dass sie einen dafür vollkommen entschädigen. Logen, ein Barbar mit legendärem Ruf in seiner Heimat, hat das ewige Kämpfen endgültig satt, aber er kann ihm auch einfach nicht entkommen. Zudem birgt er ein dunkles Geheimnis und der Blutige Neuner, sein Feind und ständiger Begleiter, ist nicht mehr fern. Inquisitor Glokta machen sein kaputtes Bein und der malträtierte Rücken schwer zu schaffen. Er ist ein zynischer Krüppel, aber seine inneren Monologe sind einfach nur göttlich. Ich habe selten so gelacht, Glokta ist einer der besten Charaktere, die mir je untergekommen sind. Dann wäre da noch Jezal, der Hauptmann, der seine ganze Aufmerksamkeit vorzugsweise auf sich selbst richtet. Er ist anfangs noch recht unsympathisch, aber seine große Stunde kommt und er gerät in Ereignisse, die ihm so gar nicht gefallen. Zuletzt ist da noch Bayaz, der Magus aus alter Zeit, an den einige nicht recht glauben wollen. Er hat einen scheinbar Plan und wirkt dabei wie ein Puppenspieler, der seine Figuren in Position bringt.
Jeder Charakter hat ein sehr facettenreiches Wesen, sie besitzen Tiefgang und entwickeln sich im Verlauf der Geschehnisse. Man mag monieren, dass die Handlung in die zweite Reihe tritt, aber man sollte oder vielmehr muss diesen Roman als Charakter-Roman sehen. Die Bedrohung von außen wird meistens nur erwähnt, sie bleibt teilweise ungreifbar und auch die fehlende Karte, die schön gewesen wäre, leitet den Fokus deutlich auf die Figuren.
Nach fast 800 Seiten hat man sie alle in Herz geschlossen: Logen mit seinem schlichten Gemüt, Glokta und seinen Zynismus, Jezal, der sich selbst mehr zu lieben scheint als andere und selbst Bayaz, den überheblichen Magus.
Das Buch besticht vor allem durch seine Sprache. Sehr direkt, sehr breit gefächert, je nachdem welche Perspektive der Leser gerade erlebt. Durch die vielen Sichtweisen ist der Roman überaus abwechslungsreich geraten und ließe sich, wenn man genug Zeit mitbringt, in einem Zug durchlesen. Auch weil so eine unnachahmliche Spannung aufgebaut wird und man nach jedem Kapitelende einfach weiterlesen muss. Schließlich will man erfahren warum Glokta tut was tut und ob Logen noch am Leben ist.

Fazit: Kriegsklingen" ist eine echte Überraschung. Ich habe wirklich selten solch überragende Charaktere erlebt. Echte Helden-Fantasy vom Feinsten. Die Handlung bleibt zunächst ein wenig auf der Strecke, aber es sind große Vorbereitungen für den Folgeband getroffen worden, was die Spannung hoch hält. Zudem schreibt Abercrombie einfach überragend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Makabere Unterhaltung, 4. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Logen Neunfinger ist im ganzen Norden berühmt, dabei will er eigentlich nur noch seine Ruhe haben. Durch verschiedene Umstände begegnet er dem Magier Bayaz, und weil er nichts Besseres zu tun hat, schließt er sich diesem an.
Der nach jahrelanger Kriegsgefangenschaft verkrüppelte Inquisitor Glokta kämpft indes in Adua, der Hauptstadt der Union, gegen die Intrigen der Tuchhändlergilde an.
Der Union droht ein Krieg gegen die Nordmänner unter der Führung des skrupellosen Bethod, der fast alle Nordstämme unter seinem Banner vereint und die, welche ihm nicht folgen wollten, vernichtet hat.
Die Südländerin Ferro ist auf der Flucht vor und gleichzeitig auf einem Rachefeldzug gegen die Gurkhisen, als ihr der geheimnisvolle Yulwei begenet und sie überredet, mit ihm nach Adua zu gehen.
Dort hat der junge Hauptmann Luthar eigentlich nur eine Sorge: Er soll das Fechtturnier gewinnen, hat aber eigentlich gar keine Lust zu trainieren ...

Das Buch bietet alles, was ich mir schon lange gewünscht habe: Gut platziertes, nie erzwungen wirkendes Gemetzel, einen Schuss Magie, jede Menge Zynismus, Spannung, richtig tolle Charaktere und so gar keine Romantik.
Es hebt sich sehr deutlich von vielen anderen Fantasyromanen ab, in denen der strahlende Held in den Kampf zieht und am Ende noch strahlender dasteht.
Es gibt eigentlich gar keine Helden, kein Gut und Böse, nur Menschen, die unter unterschiedlichsten Umständen aufgewachsen sind und gelebt haben und entsprechend denken und handeln.
Ich bin sehr früh dem Schreibstil verfallen, der sehr sarkastisch und teilweise wirklich makaber ist.
Man darf nicht allzu zart besaitet sein, denn wie gesagt, rosa Fluff findet man hier keinen.
Im ersten Band passiert erst einmal nicht allzu viel, weil die vielen Hauptpersonen eingeführt werden müssen, man muss die Welt erst einmal kennenlernen und begreifen. Am Schluss laufen einige Fäden zusammen und man bekommt eine Idee, was die größeren Zusammenhänge sind.
Ich habe die Lektüre genossen, besonders wegen der Charaktere, die so unterschiedlich, aber auf ihre Art alle liebenswürdig sind - und sei es der Nordmann, der ohne zu zögern tötet, wenn es sein muss (wobei "Es muss sein" Auslegungssache ist). Jeder hat seine Fehler und Macken, eigentlich hat jeder auch gehörig einen an der Waffel, aber gerade das macht die Sache interessant und spritzig.

Das Buch ist der erste Band der Klingentrilogie, gefolgt von Feuerklingen und Königsklingen. Außerdem gibt es noch die unabhängigen Einzelbände Racheklingen und Heldenklingen, die in derselben Welt spielen, aber nicht direkt mit der Trilogie zu tun haben.
Die deutschen Titel der Trilogie sind [Achtung, Ironie] mal wieder eine Meisterleistung des Verlags, sie haben praktisch nichts mit der Handlung zu tun, ebenso wie die Cover, die aber immerhin an sich nicht schlecht aussehen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal etwas anderes - klasse Buch!, 19. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Als besonders positiv möchte ich zunächst die Charakterzeichnung hervorheben. Obwohl klassische Fantasyprotagonisten vorkommen (Barbar, Inquisitor, Magier) sind diese sehr detailreich und eben anders als sonst dargestellt. Wer Zynismus, Sarkasmus und Bissigkeit nicht mag, sollte von diesem Buch aber die Finger lassen. Mir hat es sehr gefallen. Die Sprache ist weniger blumig als in anderen Fantasywerken und auch unter den Charakteren "menschelt" es doch häufig, auf sehr angenehm lesbare Weise. Manche Szenen und Gedankengegänge, die gerade bei dem Inquisitor Glotka gut dargestellt sind, sind schon sehr fies und - wenn man schwarzen Humor mag - dadurch urkomisch.

Die starke Charakterzeichnung lässt die story im Hintergrund manchmal verblassen und sie baut sich langsam auf. Hier ist positiv zu vermerken, dass der Aufbau der Hintergrundwelt, bzw. die Erklärung derselben dem Leser gegenüber, recht gut in die story und die Szenen eingeflochten ist. In manchen Fantasybüchern hat man ja den Eindruck, man lese trockene Geschichts- oder Geographiebücher.

Die story ist aber - soweit man das für den ersten Teil als einzelnen beurteilen kann - schon sehr gut aufgebaut, es ist kein schnödes "Gut gegen Böse"-Gemetzel.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frei nach Schnauze, 20. Oktober 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin gelesen hatte bin ich in eine regelrechte "Lesekrise" gestolpert. Ich habe immer wieder Bücher angefangen und schon nach wenigen Seiten zur Seite gelegt, weil mir nach Martins Saga alles zu oberflächlich und zu gewöhnlich vorkam. Ein Bekannter gab mir dann aber zum Glück einen Tipp, für den ich ihm sehr dankbar bin: "Kriegsklingen" von Joe Abercrombie! Ich bin jetzt knapp vor dem Ende des ersten Bandes und inzwischen hat es mich gefangen genommen wie es seit "Eis und Feuer" keine Buchserie mehr konnte.

Der Weg dahin war allerdings etwas holprig, die ersten hundert oder zweihundert Seiten kam mir "Kriegsklingen" schon arg seltsam vor: die etwas ungewöhnlichen und anfangs sehr unsympathischen Hauptcharaktere, diese seltsame (gefühlte) Vermischung verschiedener Zeitepochen, keine rechte Orientierung wo sich wer gerade befindet und vor allem... die Sprache! Schon auf den ersten Seiten dachte ich mir des öfteren "Was soll das?", denn die Protagonisten in Abercrombies Buch reden frei nach Schnauze, zum Teil in einem recht modernen Stil der sich so gar nicht an die gängigen Fantasy-Klischees anpassen will. Aber erstaunlicherweise macht das nichts, denn man gewöhnt sich daran und mit der Zeit lernt man es sogar sehr zu schätzen. Ebenfalls sehr zu schätzen lernt man übrigens auch Abercrombies Humor, der immer wieder zwischen den Zeilen hervorblitzt. Ich glaube mich daran zu erinnern dass der Mann ein Engländer ist? Das merkt man.

Zur Geschichte selber will ich nicht viel erzählen, nur vielleicht einen wichtigen Punkt erwähnen: Ja, hier wird nicht alle 10 Seiten gekämpft, kein Feuerwerk an Action und Special Effects wird abgebrannt. "Der Weg ist das Ziel", wie man so schön sagt, denn die Geschichte entwickelt sich und es passiert immer wieder etwas das einem bei der Stange hält. Ich selber bin, wie oben schon erwähnt, knapp vorm Ende des ersten Buches und kann es nicht erwarten zu erfahren wie es weitergeht und was noch so alles in den Folgebänden passieren wird.

"Kriegsklingen" von Joe Abercrombie: Für mich eine klare Empfehlung. Kaufen, Lesen und mit Neunfinger-Logan und Co. auf Reise gehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolle Fantasy für Zyniker, 8. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Klassische Fantasy ist schwarz-weiß-Malerei, gute Fantasy hat viele Grautöne. Joe Abercrombies Fantasy ist schwarz bis dunkelschwarz. Im gesamten Zyklus gibt es wohl kaum einen Charakter der nicht seine Abgründe und Fehler hat. Protagonisten die man Anfangs noch für die "Guten" hält werden im Laufe der Serie (Kriegsklingen/Feuerklingen/Königsklingen/Racheklingen/Heldenklingen) als selbstsüchtigen Egoisten entlarvt oder entwickeln sich zu regelrechten Bestien. Zyniker werden ihre wahre Freude an den Bänden haben. Leser die einen strahlenden Helden bewundern wollen, sollten sich besser nach anderem Lesestoff umsehen.

Die Charaktere sind vielschichtig und sehr gut beschrieben. Sie sind in sich stimmig und ihre Entwicklung nachvollziehbar. Die Geschichte ist abwechslungsreich und fesselnd.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Geschichte, die einfach nicht weiterkommt., 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Man kan keinen Plan, wo alles endet. Ich fürchte, den hatte der Autor auch nicht beim Schreiben. ABER: trotzdem, dass nicht mal kleine Sidestorys zum Ende kommen und sich kaum entwickeln, macht es nach den ersten 100 Seiten Spaß, den Roman zu lesen. Der Witz entwickelt sich und wird zum vertrauten und gern gesehenen Begleiter dieses Buches. Ob die Geschichte tatsächlich erzählenswert war, wird man wohl erst am Ende der Buchreihe beurteilen können.
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47 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich ganz gut, aaaber..., 13. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
... leider ist meine Meinung nach dem Fertiglesen des Buches doch eher zwiespältig. Ich stimme mit den meisten Rezesionen durchaus überein: interessante Charaktere, guter Schreibstil und die Ironie (und auch Selbstironie mancher Charaktere) ist herrlich. Dennoch fehlte für mich das gewisse Etwas, das einen so richtig in die Geschichte hineinsaugt . Vielleicht liegt es nur daran, dass ich sehr viel Fantasy lese. An einigen Stellen, bei einigen Reaktionen der Charaktere oder bestimmten Situationen konnte ich mir ein gedankliches "Das war ja klar" einfach nicht verkneifen, weil ich das in derselben oder einer ähnlichen Form schon mal irgendwo gelesen habe - und worüber ich vielleicht auch gelacht oder geschmunzelt habe, aber wenn man sowas öfter liest, verliert es seinen Reiz.
Das heißt nicht, dass der Roman abgekupfert ist, nur, dass er, zumindest für mich, zu oft zu voraussehbar war. Aber wie schon zuvor erwähnt sind die großen Stärken des Romans die Charaktere an sich.
Ironischerweise gefällt mir ausgerechnet der Inquisitor Glokta mit seinen ausschweifenden ironischen Gedankenkommentaren am Besten, obwohl er alleine wegen seinem Beruf am Verabscheuungswürdigsten sein sollte...

Ausser der Vorhersehbarkeit kann ich aber nicht genau festmachen, was mir gefehlt hat, jedenfalls habe ich ein paar wenige Passagen nur flüchtig gelesen ohne das Gefühl zu haben, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Manchmal dachte ich mir, dass ich gerne mehr über die Charaktere wissen würde, über ihre Denkweise und ihre Beweggründe, ihre Vergangenheit. So wirklich viel erfährt man da eigentlich nicht oder zumindest nicht so viel, wie ich es gerne gehabt hätte oder gebraucht hätte, um mich wirklich mit den Charakteren zu identifizieren.

Vielleicht kommt das aber noch in den Folgebänden. Ob ich mir den nächsten Band kaufe, weiß ich aber noch nicht, das lasse ich mir nochmal durch den Kopf gehen.

Fazit: Ich bereue es nicht, das Buch gekauft zu haben, würde aber jedem, der die Gelegenheit hat, empfehlen erst mal Probe zu lesen, bevor er sich das Buch kauft. Und diejenigen, die bei komplizierten Geschichten mit verschlungenen Erzählsträngen und sehr, sehr viel Schlachtgetümmel ins Schwärmen geraten, sind hier vielleicht falsch beraten. Alle anderen können einen Blick riskieren.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!, 7. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Logen ist ein heruntergekommener Barbarenkrieger mit einer blutigen Vergangenheit. Am liebsten würde er unter einen Stein kriechen und sie vergessen. Unerfreulicherweise vergisst die Vergangenheit ihn nicht.
Jezal dan Luthar ist das Paradebeispiel eines talentierten Offiziers aus adeligem Hause: er säuft, er hurt, er spielt und ist viel cleverer, als gut für ihn wäre. Wenn er dieses Tunier gewinnen könnte, dann wäre seine Zukunft gemacht - aber wozu sollte er sich anstrengen?
Glotka ist ein äußerst effektiver Inquisitor, hat er die meisten Foltermethoden doch am eigenen Leib erfahren. Mit Bitterkeit denkt er an die Zeit zurück, als er das Paradebeispiel eines talentierten Offiziers aus adeligem Hause war, die durch Kriegsgefangenschaft zu einem jähen Ende kam. Nun begnügt er sich damit die Wahrheit (bzw. das, was er hören möchte) aus Steuerhinterziehern, Schmugglern und anderen Übeltätern herauszukitzeln.

3 Charaktere, die nur eines gemeinsam haben - sie sind ganz und gar nicht nett. Und trotzdem hat das Schicksal (bzw. ein alter Zauberer) sie dazu bestimmt die Welt zu retten. Ob sich das Schicksal da nicht etwas übernommen hat?

KRIEGSKLINGEN ist wahrer Lesegenuss! Weder Handlung noch die Rollen der Figuren (Barbar, Offizier, Inquisitor, Zauberer) sind Neuheiten, aber Abercrombies einzigartiger Stil verwandelt Gewöhnliches in wahrhaft Außergewöhnliches. Dabei spielt er mit gegensätzlichen Effekten, dass es eine Freude ist!
Wenn man genau nachdenkt, passiert in dem Buch nicht viel (Zusammentreffen von Schlüsselfiguren) und trotzdem gibt es keine Längen! Man kann gar nicht aufhören zu lesen, so sehr packen einen die unerwarteten Entwicklungen und das rasante Tempo. Die Perspektivenwechsel (es gibt 6 Perspektiven) fördern das Tempo anstatt es zu drosseln - sie leicht nachvollziehbar und geben gute Einblicke in das Innenleben der Hauptcharaktere. Als Rezesent verwendet man die Beschreibung "komplexe Charaktere" ja viel zu unüberlegt, aber Abercrombie verdient sie. Die Hauptfiguren sind unangenehme Gestalten und würden in jeder anderen Geschichte als Bösewichte fungieren. Dass sie dennoch sympathisch wirken, liegt an der Brillanz und dem Humor des Autors. Man lernt die Figuren zu verstehen, mit ihnen zu fühlen und sie zu lieben, auch wenn man ihre Handlungen und niederen Eigenschaften nicht befürworten kann. Zudem arbeitet Abercrombie mit Sarkasmus, Galgenhumor, Selbstironie und starken Bonmots, die über Düsternis, Grausamkeit und Brutalität hinwegtäuschen. KRIEGSKLINGEN ist witzig (man hält sich den Bauch vor lachen) und ist es nicht - ein Gegensatz, der wunderbar funktioniert.
Bis zum Schluss des Buches hat man keine Ahnung was passieren soll oder wie die Figuren zusammenarbeiten werden. Das Ende ist trotzdem befriedigend und verspricht einiges für die kommenden Bände. KRIEGSKLINGEN ist denn ist eines der kurzweiligsten und ungewöhnlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Schwungvoll, humorvoll, charakterorientiert und auf seine ganz besondere Weise genial!

Die Trilogie: KRIEGSKLINGEN, FEUERKLINGEN, KÖNIGSKLINGEN
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Kriegsklingen: Roman
Kriegsklingen: Roman von Joe Abercrombie (Taschenbuch - Januar 2007)
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