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Kundenrezensionen

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am 8. Januar 2008
Nachdem Band 1 und 2, für meinen Geschmack so seine Längen und Schwächen hatte, weil die Hauptfiguren zumeist völlig plan- und ahnungslos von einer Welt in die nächste taumelten, kommt die Handlung ab Band 3 endlich in Fahrt und gewinnt an Substanz. So langsam wird dem Leser/der Leserin und den Protagonisten klar, worum es eigentlich geht, Ziele und sich aufbauende Konflikte werden klarer und das gibt der Handlung endlich auch die richtige Spannung. Ohne an dieser Stelle auch nur den Versuch einer Inhaltsangabe machen zu wollen, sei positiv erwähnt, dass mir vor allem sehr gefiel, wie Williams die Geschichte der Figur Olga Pierofsky" weiterentwickelt und diesen Charakter von einer Randfigur in Band 1 und 2 im 4. Teil zu einer Hauptfigur macht und den für mich packensten und rührendsten Handlungsstrang entwickelt. Auch die Frage, wer Paul Jonas" eigentlich wirklich ist und wie er in das Netzwerk gelangte gehört zu den interessantesten Teilen des Buches.

Während Williams in Band 1 und 2 für meinen Geschmack viel zu viel bei diversen Klassikern und Werken der phantastischen Literatur (von Tolkien bis Simmons) klaut und abkupfert und die Handlung nur sehr zäh weiterentwickelt, besinnt er sich nun auf seine eigenen Stärken und Ideen und gestaltet seinen Plot abwechslungsreich, phantasievoll und spannend und vor allem (und darum bekommt er von mir für Teil 3 und 4 auch 5 Sterne) hat er nicht nur Renie und ihre Gefährten, sondern auch mich in Otherland eingefangen und nicht mehr losgelassen!

Ich hatte zwischen Band 3 und 4 eine Otherland-Pause" eingelegt und als ich nach ca. 2 Monaten Band 4 zur Hand nahm, hatte Williams mich direkt auf den ersten Seiten wieder eingefangen. Es war kein Problem wieder in die Handlung reinzukommen und in die Welt von Otherland einzutauchen. Sofort spürte ich wieder diese kaum zu beschreibende Grundstimmung", die das Buch durchzieht - und ein Autor, der das schafft, hat einfach 5 Sterne verdient.

Schließlich noch ein Kritikpunkt (die, die nicht wissen wollen, wie's ausgeht, sollten jetzt nicht weiterlesen):
Auch wenn Williams dem Ganzen einen durchaus würdigen Abschluss verpasst, ist mir das Ende einfach ein wenig zu glatt. Alles geht zu gut aus und löst sich in Friede, Freude und Eierkuchen auf. Alle werden stinkreich, Renie und !Xabbu werden natürlich ein glückliches Paar, Long Joseph entsagt dem Alkohol, Stephen erwacht aus dem Koma, Herr Sellars wird gottgleicher Herrscher über Otherland, Martine findet ihr Augenlicht und eine neue Bestimmung, die Polizistin überlebt den tödlichen Angriff von John Dread, der auf ewig in der virtuellen Hölle schmort und selbst die Totgeglaubten" Orlando Gardiner und Paul Jonas erwachen, wenn auch eingeschränkt" wieder zum Leben - naja, für meinen Geschmack bei so viel Gefahr, Risiko und mehreren tausend Seiten einfach zu happy end.
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am 27. Juni 2005
Auch im dritten Teil des Mammuthörspiels, OTHERLAND: Berg aus schwarzem Glas, bieten Walter Adler und sein Team wieder wundervolles Ohrenkino für Mitdenker und anspruchsvolle Hörer. Die Fülle an Details und die Klangteppiche, die Regisseur Walter Adler hier entwirft, verlangen Aufmerksamkeit und Konzentration. Dies ist nichts zum nebenbei hören oder im Hintergrund plätschern lassen, OTHERLAND ist ein Meisterwerk der Hörspielgeschichte. Dies sollte man sich nicht entgehen lassen!
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HALL OF FAMEam 6. Februar 2005
In feinster Williams-Manier geht es in die dritte Runde Otherland. In diesem Buch werden keine neuen Charaktere eingeführt, dafür die "alten" teilweise in neuem Licht gezeigt. zB wird zum ersten Mal aus Fredericks Sicht erzählt.
Darüber hinaus kann man sich freuen, da in diesem Buch endlich mal einige Dinge aufgedeckt werden und unsere Charaktere zumindest etwas mehr über die Gralbruderschaft erfahren. Verraten kann ich hier natürlich nichts ;)
Das Ende dieses Bandes ist wohl das aufregendste bis jetzt. Nicht nur passieren 1000 Sachen auf einmal, einige Charaktere durchlaufen eine gewaltige Veränderung, von welcher Art diese ist, sage ich hier ebenfalls nicht. Otherland ist halt eine Tetralogie, über deren Inhalt man vorher am besten gar nichts weiß, damit auch schön alle Überraschungen überraschend und alle Schocks schokierend sind. Aber keine Sorge, auch ohne vorher eine genaue Inhaltsangabe gelesen zu haben, werden Sie, wenn Sie schon bis Buch 3 gekommen sind, sicher nicht mehr aufhören wollen. Und wenn es Ihnen so geht wie mir, dann würden sie am liebsten gleich nochmal von ganz vorne anfangen!
Und der Erfolg des Autors spricht ja wohl für sich selbst. Denn 4000 Seiten für eine Geschichte ist schon gewaltig viel und trotzdem wird Otherland von Menschen auf der ganzen Welt verehrt und geliebt. Und der Autor gleich mit!
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HALL OF FAMEam 13. Januar 2003
Ich halte es jedoch für das bisher beste Buch aus der Otherland-Reihe. Dafür gibt aus meiner Sicht drei Gründe. Zum einen strebte dieses Buch zum erstenmal einem wirklichen Höhepunkt entgegen. Das Gefühl, wie bei den anderen Büchern, einen lauen Schluss erlebt zu haben, hat man hier nicht. Zum anderen verwebt Williams, wie bisher noch kein anderer Author Science Fiction mit anderen Genres. Das Zusammenfügen der Netzwelt und der äußerst detailliert beschriebenen Welt von Troja ist fast einzigartig in der fantastischen Literatur. Und zum dritten schafft es Williams verschiedene Handlungsstränge zu einem Ganzen zusammenzufügen, obwohl man am Anfang als Leser nicht den Eindruck hat, dass die jeweiligen Stränge etwas miteinander zu tun haben könnten. Dabei ist speziell das Verweben von Netzwelt und realer Welt sehr spannend.
Ich möchte aber an dieser Stelle noch ein paar Punkte loswerden, um das Buch für jeden Leser auch wirklich richtig einzuordnen. Das Buch von Tad Williams ist nicht einfach. Den Überblick über alle Handlungsstränge zu behalten schwierig. Diejenigen, den jeden Tag 5-10 Seiten Lesen ist von diesem Buch abzuraten. Auch diejenigen, die Bücher mal 3-4 Wochen liegen lassen, sollten dieses Buch nicht kaufen. Außerdem kann man diesem Buch vorwerfen es hat gewissen Längen - Ansichtssache. Ich glaube es handelt sich um eine sehr detailliert beschriebene Welt, die man auf sich wirken lassen sollte. Nichts desto weniger, sollten Leser, die eine dauerhafte Spannung zum Lesevergnügen benötigen, die Finger von diesem Buch lassen.
Für alle anderen kann hier nur eine wärmste Empfehlung ausgesprochen werden.
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Im dritten Band des umfangreichen Werkes gehen Renie und ihre im Netz gefangenen Freunde auf die Suche nach einem Schwarzen Berg aus Glas, von dem sie die Lösung aller Rätsel erhoffen. Darin vermuten sie das Betriebssystem des Netzes. Dabei geraten sie immer tiefer in das Geflecht aus Mythen und Märchen, aus denen das virtuelle Netzwerk gebaut zu sein scheint. So zieht es sie in eine Troja-Simulation, in der sie auf den verschiedenen Seiten Positionen einnehmen und die jeweiligen historischen Rollen spielen müssen. Dabei stoßen sie erstmals auch auf einen Mann namens Paul Jonas, der sich ebenso wie die Gefährten hilflos durch Otherland bewegt.

Während die virtuell Reisenden im realen Leben von Auftragskillern verfolgt und bedrängt werden, scheint das Netzwerk selbst immer instabiler zu werden. Simulationen geraten durcheinander und stürzen ein. Die Gruppe macht schließlich das Betriebssystem ausfindig. Die Freunde geraten mitten in die entscheidende Zeremonie, mit der sich die neun Kaiser der Netzwelt Unsterblichkeit verleihen wollen, indem sie ihren physischen Körper aufgeben, um künftig nur noch virtuell bis in alle Ewigkeit zu existieren. Inzwischen ist aber auch der vom Gottkaiser der Gralsherren angeheuerte Killer Dread in das System eingedrungen und übernimmt Teile des Betriebssystems.

Nach Dreads Einbruch stürzt Otherland zusammen. Den Gefährten bleibt keine andere Wahl, als sich mit dem Schöpfer und bisherigen Gott der geheimnisvollen Wunderwelt zusammen zu schließen, um gemeinsam einen Ausweg aus der immer realen werdenden Simulation zu suchen.

Nun gewinnt die Erzählung rasant an Fahrt und schlägt den Leser voll in Bann. Viele der losen Fäden, die in den ersten beiden Bänden scheinbar sinnlos ausgeworfen wurden, werden elegant verknüpft. Figuren gewinnen zunehmend an Kontur und werden auch biographisch ausgearbeitet.
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am 23. Februar 2005
Als erstes eine Klarstellung: Otherland ist nicht der neue „Der Herr der Ringe", sondern eine größtenteils in der Zukunft und Cyberwelten spielende Science Fiction-Story. Leider lernen die Herausgeber scheinbar nichts dazu und müssen bei jedem zweiten Buch, das eine fantastische Geschichte erzählt, diesen Vergleich heranziehen. Schade eigentlich: Man wirbt doch auch nicht für ein Deo indem man es mit einem Anti-Schuppen-Shampoo vergleicht.
Damit aber zu Otherland und dem Kernpunkt dieser Rezension. Die Story ist schwer zusammen zu fassen und deshalb will ich mich damit auch gar nicht aufhalten. Dies führt mich aber gleich zu einer Warnung: Es ist wegen der vielen Handlungsstränge nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Ich musste aus Zeitgründen die vier Bände über mehrere Monate hinweg lesen. Deshalb geriet ich ab und zu ins Stocken wenn die Handlungsebene mal wieder wechselte, weil ich nicht mehr genau wusste, was den Personen im aktuellen Erzählstrang zuletzt widerfahren war.
Zu den Bänden im Einzelnen:
Band 1(Meine Wertung 4 Sterne): Ein Einstieg, der Spaß macht. Die Figuren werden sehr ausführlich vorgestellt, erhalten eine glaubhafte Vorgeschichte und agieren jede mit sehr eigenem Charakter, was auch in den Folgebänden beibehalten wird. Der Band ist vom Anfang bis zum Schluss spannend und es stört auch kaum, dass am Ende so gut wie keines der bisher aufgebauten Rätsel gelöst wird, denn man weiß ja es gibt noch Folgebände.
Band 2 (Meine Wertung 2 Sterne): Die Charaktere sind vorgestellt, die wichtigsten von ihnen stecken in den Cyberwelten von Otherland fest und jetzt könnte die Geschichte in Fahrt kommen. Tut sie aber leider nicht in diesem insgesamt schwächsten Band der Reihe. Tad Williams führt noch ein paar zusätzliche Handlungsstränge und Personen ein (es wird noch ein wenig schwerer den Überblick zu behalten) und ansonsten kämpfen sich seine Protagonisten in kleine Gruppen getrennt durch die verschiedenen Welten von Otherland. Es passiert zwar einiges, aber die Handlung kommt nicht wirklich vorwärts und deshalb zieht sich das Buch stellenweise wie Kaugummi. Dem Band fehlt ein Spannungsbogen und folglich auch jeder Höhepunkt. Sorry, aber dieser Band ist einfach 400 Seiten zu lang und am Ende fragt man sich, ob man Band 3 überhaupt noch anfangen soll.
Band 3 (Meine Wertung 5 Sterne): Wenn man sich dazu durchringt weiter zu lesen, wird man in diesem Band glücklicherweise belohnt. Die Geschichte gewinnt wieder an Schwung und steuert einem großen Höhepunkt entgegen. Langsam lösen sich auch die ersten Rätsel. Insgesamt der beste Band der Reihe, der mit einem spannenden und intensiven Schluss aufwartet, den andere Autoren bestimmt genutzt hätten, um die Geschichte zu Ende zu bringen. Nicht so Tad Williams, und es bleibt am Ende die Frage, ob er sich in Band vier noch steigern kann.
Band 4 (Meine Wertung 3 Sterne): Kann er leider nicht. Zwar bleibt die Geschichte spannend und Williams schafft es auf unvergleichliche Art die Unzahl von Handlungsfäden zusammen zu führen, alle Rätsel zu lösen und zu einem befriedigenden Ende zu kommen, aber insgesamt hat man hier tausend Seiten vor sich, die nur sehr selten an Band 3 heranreichen. Zwar gibt es einige Glanzpunkte, aber Williams hat den Großteil seiner Munition verschossen. Völlig unspektakulär und ein wenig an den Haaren herbeigezogen erscheint dann auch der Abgang des Oberschurken „Dread" und als danach noch einmal fast 200 Seiten Ausklang mit Rätsellösungen und Erklärungen anstehen, kann der Leser nur zu gut mit den Protagonisten mitempfinden, die sich immer wieder über Verzögerungen und endlose Palaver aufregen.
Zusammenfassung: Williams hat eine tolle Idee für eine Cyber-Fantasy-Geschichte. Er entwirft zahllose Handlungsebenen, die er geschickt und ohne Widersprüche miteinander verknüpft und am Ende zusammenführt, und verliert dabei fast nie den Überblick. Seine Charaktere sind meisterlich konstruiert, sie erhalten eine glaubhafte Vorgeschichte, und sehr eigene und stringente Charaktereigenschaften und sind vielleicht ein klein wenig zu sehr in Gut und Böse unterteilt (Die einzige Ausnahme ist hierbei der undurchsichtige Kunohara.). So weit so gut. Aber Williams, der mit „Der Drachenbeinthron" gezeigt hat, dass er riesige Plots beherrscht, übernimmt sich dieses Mal. Zu oft kommt die Handlung ins Stocken und wird langatmig, um nicht zu sagen langweilig. Im zweiten Band wird einem der Spaß am Lesen genommen, im dritten wieder aufgebaut und der vierte Band dümpelt dann leider nur noch im Kielwasser von Band drei vor sich hin. Auch wenn ich dicke Schmöker mag, wäre hier weniger mehr gewesen, auf drei Bände gekürzt, hätte Otherland sicher richtig Spaß gemacht. So aber kann ich dem Gesamtwerk nur drei Sterne geben.
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Das Hörspiel zur Geschichte ist ein Superlativ - allein der jetzt vorliegende dritte Teil hat eine Laufzeit von über 330 min. Mehr als 250 Sprecherinnen und Sprecher wurden engagiert, darunter bekannte Namen wie Maria Schrader, Meret Becker, Sylvester Roth und Ulrich Noethen.
Hörspiele haben oft mit dem Problem zu kämpfen, weder zu theatralisch, noch zu spröde zu klingen und zugleich die zahlreichen Hintergrundgeräusche so zu platzieren, dass sie unterstützen, aber nicht überdecken. Regisseur Walter Adler hat diese Dinge meisterlich umgesetzt. Auch die Kürzungen, um die der Regisseur nicht herum kommen konnte, sind sinn- und liebevoll angesetzt.
Der einzige Makel: Wie die Bücher setzt auch das Hörspiel wieder direkt im Geschehen ein. Nur eine kurze Inhaltsangabe im Booklet schafft den Anschluss an die ersten beiden Teile. Wer die Geschichte gar nicht kennt, sollte mit dem 1. Teil „Otherland - die Stadt der goldenen Schatten" beginnen - es lohnt sich!
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am 13. November 2014
Dieses Werk ist wirklich die unterhaltsamste Lektüre seit "Herr der Ringe". Die Geschichte ist spannend, modern und in Zeiten von Internet und Comuterspielen irgendwie "nachvollziehbar". Denn wer weiß, was noch alles kommt?
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am 30. September 2000
Nach schier endlosem Warten auf das Erscheien von Berg aus schwarzem Glas erlöste mich ein kleines Päckchen von Amazon. Ganz und gar gegen meine Natur, ich verschlang den Inhalt wie ein ausgehungerter Wolf. Zum Inhalt: Ich sage nichts! Ich finde die Geschichte bezieht ihren Reiz zum Großteil aus ihren 'Cliffhanger' artigem Aufbau. Die in Band 1 & 2 locker geknüpften Handlungsfäden verdichten sich und man bekommt eine Ahnung vom Gesamtbild der Geschichte. Ich finde die Geschichte besticht durch Detailreichtum, liebevolle und lebendige Charaktere und einen ausgewogenen Spannungsbogen. Trotz der hohe Seitenzahl empfinde ich es keinesfalls als zu lang. Sie hat mich absolut Gefesselt und wie für die Helden gab es auch für mich keine Möglichkeit zu entkommen. Ich kann den Otherland Zyklus nur empfehlen. Nur wem kann ich nicht genau sagen. Man braucht eigentlich keine Computerkentnisse und muß nicht mal SciFi Fan sein. Auf alle Fälle hat mir der 3. Bd sehr gefallen und ich freue mich schon auf den Nächsten.
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Das zentrale Thema ist ein immer wieder kehrendes menschliches Bedürfnis, insbesondere von Vertretern der etwas reicheren Schicht: „Unsterblichkeit". Der älteste Mann der Welt (Herr Jongleur) hat sich mit Hilfe anderer reicher Menschen (die Gralsbruderschaft) ein virtuelles Netz erbaut, um dem Tod zu trotzen und ewig zu leben. Das Problem dabei ist nur, daß dieses System das Leben und die Kraft von vielen Kindern benötigt, um wenigen die Unsterblichkeit zu bringen. Im dritten Teil von „Otherland" von Tad Williams, kommen die Helden wieder Willen, endlich zum Kern des Systems.
Wie auch schon in Teil 1 & 2, muß man der Geschichte sehr aufmerksam folgen, da unterschiedliche Handlungsstränge und Ebenen kurz aufeinander folgen und eine Unaufmerksamkeit, zur Folge hat, daß man wichtige Details überhört.
Tad Williams hat mit „Otherland" eine außergewöhnliche Geschichte geschrieben, welche grandios mit über 250 Akteuren vertont wurde. Musik und Geräuschkulissen sind dem Thema gut angepasst und die Schauspieler geben sich alle Mühe, die Charaktere ehrlich und mit Gefühl dem Hörer herüber zu bringen.
Das System „Otherland" wirkt wie eine Weiterentwicklung des Internets, doch auf höherem Niveau und ich selbst bin persönlich der Ansicht, dass dies nicht lange eine Fiktion bleiben wird, wie es dann tatsächlich umgesetzt werden wird, ist aber eine andere Frage.
Die zentral handelnden Personen wie !Xabu, Paul Jones, Renie, Orlando und Fredericks, Martine und Sweet Williams und viele andere, werden zunehmend transparenter und vieles fügt sich zusammen, was möglicherweise in Teil 1 & 2 noch unklar war (zumindestens für mich).
Die Personen finden nunmehr auch zusammen und gestehen sich gegenseitig, daß sie nicht virtuell sind, sondern Menschen aus der wirklichen Welt. Dadurch erhalten die Simulationen der Gralsbruderschaft eine noch höhere Anmutung der Grausamkeit. Am Ende stecken alle in der Simulation des trojanischen Kriegs (nahe des Kerns) und müssen mit ansehen, wie die Griechen die Trojaner regelrecht abschlachten. Viele der Simulationen beschäftigen sich mit den Untiefen der menschlichen Seele und somit wird „Otherland" auch zu einem Spiegelbild der menschlichen Seele...
Der dritte Teil endet mit der Szene, wie die Gruppe vor dem zentralen Kern steht, welcher repräsentiert wird von einer abnorm riesigen und liegenden Gestalt, auf der viele weiß - gewandete kleine Gestalten hin und her laufen zu scheinen, doch der Grund entzieht sich noch der Gruppe. Sie sehen, an der großen Gestalt angekommen, wie sich im Innern des Kerns die Gralsbruderschaft vorbereitet den Ritus zu vollziehen, welcher ihnen die Unsterblichkeit sichert. Hier endet der dritte Teil von Tad Williams „Otherland".
Mittlere Teile haben es oftmals schwer sich gegenüber dem Anfang oder dem Ende zu behaupten, doch „Otherland" ist etwas für Insider, Internetjunkies und Fans der surrealen Welten von Tad Willliams. Dieses Gesamtwerk ist etwas herausragendes, nicht schon nur wegen der 250 Schauspieler, welches es gestaltet haben, sondern auch wegen der Thematik, welche auf die nahende Zukunft der Menschheit verweist und doch die menschliche Vergangenheit nicht aus den Augen lässt. Diese Form der „Kritik", ist Tad Williams perfekt mit „Otherland" gelungen. Ich warte mit Spannung auf den vierten und letzten Teil.
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