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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach grandios!
Dieses Alterswerk von Gemmell und leider eines seiner letzten Bücher(Gemmell verstarb in diesem August nach einer OP im Alter von 57) ist wirklich - man kann es wirklich nicht anders sagen - ein Meisterwerk.

Gemmell hat als Grundlage für seine Geschichte sozusagen den Vorabend des Trojanischen Krieges aus Homers "Illias" gewählt. Die sog...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2006 von darcy

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Recht spannend, aber trotzdem sehr unerfreulich
Ich muss den meisten Rezensenten widersprechen: Gemmel schildert nicht den aus der Antike überlieferten Kampf um Troja! Er erzählt, durchaus spannend, von einem Krieg zwischen Mykene und Troja; dabei lässt er die homerischen Personen auftreten, stattet sie aber mit ganz eigenen, neuen Biographien aus.

Odysseus ist im Roman ein alter,...
Vor 4 Monaten von Chris veröffentlicht


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach grandios!, 8. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Dieses Alterswerk von Gemmell und leider eines seiner letzten Bücher(Gemmell verstarb in diesem August nach einer OP im Alter von 57) ist wirklich - man kann es wirklich nicht anders sagen - ein Meisterwerk.

Gemmell hat als Grundlage für seine Geschichte sozusagen den Vorabend des Trojanischen Krieges aus Homers "Illias" gewählt. Die sog. Schlacht um Troja findet hier jedoch noch nicht statt.

G. hat diesem mythologischen Thema 3 Bände gewidmet. Der zweite ist bereits im englischen Original erschienen. Der dritte war bei Gemmells Tod nur zu 70% fertiggestellt. Da G. die wesentlichen Ideen für den Abschluss des dritten Bandes bereits vorliegen hatte, ist geplant, diesen trotzdem herauszugeben. Wer jetzt abgeschreckt sein sollte, dem sei gesagt, daß die Bände problemlos als eigenständige, abgeschlossene Bücher gelesen werden können, wie schon Gemmells "Rigante-Zyklus".

Hauptfigur und "roter Faden" der Geschichte ist "Aeneas", eine mythologische Figur aus der Illias, der auch den Beinamen "Held von Troja" hat. Aeneas heißt in dem Buch auch offiziell so, wird aber hauptsächlich als Helikaon bezeichnet (Spitz-/Jugendname!?). Helikaon als Prinz eines zu/mit Troja beanchbarten und verbündeten Königreiches ist Krieger und verdient sozusagen sein Geld als Besitzer einer großen Handelsflotte.

Das Buch ist kein Fantasyroman im herkömmlichen Sinne. Die einzigen fantasymäßigen Dinge sind hier etwas hellseherische oder wahrsagerische Elemente. Dies ist hier auch nicht nötig und würde auch nicht zur Story passen. Wer jetzt meint: Och die trojanische Sage kenn ich doch schon oder is ja gar keine richtige Fantasy., kommt vorschnell zu einem falschen ersten Eindruck. David G. ist nämlich ein genialer Geschichtenerzähler, der in Anlehnung an die Trojasage eine völlig eigenständige, fast neue Geschichte erzählt. Gemmell schaft es z.B., eine eigentlich banale "Jungfernfahrt", inklusive Sturm, der von Helikaon in auftraggegebenen, jemals größten gebauten Gallere ungemein spannend und fesselnd zu beschreiben.

Nebenbei hat Gemmell den guten Odysseus vom mythologischen Roß heruntergeholt und die Figur herlich sowie für den Leser schmunzelnd neu interpretiert. Odysseus ist zwar immer noch König von Ithaka, aber auch ein altender und altersweiser Seebär und Handelsfahrer, der in der beschriebenen Welt als großer Geschichten- und Sagenerzähler bekannt ist, nämlich witzigerweiser der uns bekannten Odysseussagen, .

Sowieso sind Gemmells Figuren für Fantasyniveau regelmäßig recht komplexe und natürliche Charaktere, mit normalen menschlichen "hellen" und "dunklen" Seiten ihres Charakters. Es ist auch immer wieder erstaunlich, wie wenig Text Gemmell benötigt, um seine Figuren treffgenau in die Handlung, in Abhängigkeit ihrer Bedeutung für diese, einzuführen.

Abschließend muss auch nochmal lobend festgestellt werden, wie fast einzigartig Gemmell darin ist, Bände eines Zyklus als eigenständige Bücher mit erstmal abgeschlossener Story zu schreiben.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fantastisches Buch, 31. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Die Bücher von David Gemmell gefallen mir ohnehin sehr gut. Als ich davon hörte, dass Gemmell seine neueste Trilogie in den trojanischen Krieg eingebettet hatte, erwartete ich eine Geschichte, die sich an die Vorgaben von Homer halten und eben aus der Sicht Gemmells beschrieben ist.

Doch weit gefehlt. Gemmell gelingt es, den Leser ständig zu überraschen. Charaktere werden vorgestellt, liebgewonnen - selbst den Gegnern stellt er in seiner typischen Art realistische und sympathische Züge zu. Wer also meint, dass das Buch langweilen könnte, weil er Homers Werke kennt, braucht sich schonmal keine Sorgen zu machen.

Der Spannungsbogen bleibt über den ganzen Roman erhalten und die letzten Kapitel kann man eigentlich nicht beiseite legen, bis man sie ausgelesen hat.

Mit grosser Spannung erwarte ich den zweiten Teil.

Ich hoffe auch, dass nach dem überraschenden Tod von David Gemmell der dritte Teil vorliegt.

Schon traurig genug, dass ein so begnadeter Fantasy-Autor so jung sterben musste und dass es keine Drenai-Saga-Bücher mehr geben wird.

Auf jeden Fall ist dieses Buch wie die allermeisten von David Gemmell sehr zu empfehlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TROJA - Prolog zum Krieg der Giganten!, 23. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
"Einschlafen heißt sterben!"

heißt es gleich zu Beginn, als ein Schiffbrüchiger einsam und verlassen durch die Wellen gleitet. Beim Lesen fühlte ich mich fast schon kameradschaftlich mit dem Seemann verbunden, denn Schlaf war genau das, was dieses herausragende Buch gerade nicht zugelassen hat: Ich war von Anfang an hin und weg.

Nunmehr lausche ich den Abenteuern von Helikaon dem Goldenen, dem als Äneas geborenen Prinz von Dardania, der mit seinem Todesschiff Xanthos Piraten und anderen Schurken das Fürchten lehrt. Er steht auf der Seite des mächtigen Trojas, das unter dem hartherzigen König Priamos in Konkurrenz zum mächtigen Mykene und seinem diabolischen König Agamemnon steht. Helikaon ist einer der Helden dieser fantastischen Geschichte, der trotz seiner goldenen Rüstung eine tiefe Dunkelheit in sich trägt. Er soll eine entscheidene Rolle im Aufbrechen des Konfliktes zwischen Troja u ganz Griechenland spielen und an seiner Seite werden zeitlos bekannte Helden wie der mächtige Hektor und der gewitzte Odysseus wandeln. Hier nimmt die Geschichte um den Fall Trojas ihren Anfang - nicht mit der Entführung Helenas, sondern in den Zwistigkeiten von Herrschern, denen Macht und Ruhm über alles geht. Aber noch ist längst nicht das letzte Wort um das ruhmreiche Troja gefallen...

Ich kenne die Geschichte um Troja nach der Ilias, habe Sagen dazu gelesen, zahlreiche Filme dazu gesehen - und doch erst hier ist der Fall von Troja wirklich in mich eingedrungen. David Gemmel hat es geschafft, die Antike sprach- und bildgewaltig auferstehen zu lassen - und das "nur" indem er die von Homer vorgegebene Grundstruktur aus der Ilias neu interpretiert und mit historischen Anleihen frei von Fantasyzutaten ausgefüllt hat. Wieder einmal treffen wir auf Menschen, die nicht durch die Macht ihres Schwertes zu Helden werden, sondern durch die Kraft ihrer Menschlichkeit und dem steten Mut wider ihren Ängsten für ihre Überzeugungen einzustehen. Wunderbar recherchiert taucht man schier atemlos in die damalige Zeit und ihre verzweigten Machtkonstellationen ein und findet nunmehr keine abstrakte Sage mehr vor - sondern eine Welt von Menschen, deren Handeln ihr Schicksal bestimmen soll.

Fazit:

Die Ilias und der legendäre Kampf um Troja im grimmigen Erwachen, eine Geschichte um unsterblichen Ruhm und weniger unsterbliches Verderben - eine sagenhafte Neuinterpretation um das mythische Troja, dass mich bis zur letzten Seite und dem Genuss zahlloser Kaffeetassen nicht mehr losgelassen hat. Ein Werk zum Begeistern, zum Träumen, zum Lesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubende Neuerzählung des Homerschen Epos!, 24. Juli 2006
Von 
Anja Meyer "Celtruaidh" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Trojanischen Krieges, und der Helden die in ihm gekämpft haben. Doch viele tun sich,wie ich,schwer damit das Original von Homer zu lesen. Dank David Gemmell gibt es jetzt endlich Abhilfe. Noch nie zuvor habe ich einen historischen Roman gelesen der mich so sehr gefesselt hat!!! Selbst Dan Simmons "Ilium" und "Olympos" reichen da nicht heran. (Wobei in Gemmells Buch keine Sf-Elemente vorkommen, insofern hinkt dieser Vergleich wohl etwas)

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet, was einen Großteil der Faszination dieses Buches ausmacht. Man leidet als Leser förmlich mit den Helden mit, und das ist wohl das beste was ein Buch bewirken kann! Ich freue mich schon sehr auf die beiden Folgebände, und auf ein Wiedersehen mit Helikaon und all den anderen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch Gemmell - wunderbare Neuinterpretation, 9. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Als die Neubearbeitung des trojanischen Krieges durch Gemmell bekannt wurde machte sich auf meiner Seite eher Skepsis breit, unter anderem vor dem Hintergrund, dass die Aufarbeitung von Alexander dem Großen eher wenig glaubwürdig erschien. Umso überraschter war ich von der Art und Weise der Darstellung der Helden und Vorgänge durch Gemmell. Das ist nun wirklich einmal eine neue Version, und es ist ein Genuss sie zu lesen. Die Veränderung der Charaktere durch den Autor und die Abkoppelung der Lyrik und Romantik, die der Ilias eigentlich anhaftet, entführt den Leser in eine völlig andere Welt.

Packend, realistisch, amüsant, einfach ein Erlebnis.

An dieser Stelle möchte ich mein Bedauern und meinen Respekt David Gemmell gegenüber ausdrücken, der am 28.Juli diesen Jahres nach einer Bypass- OP im Alter von 57 Jahren verstarb. Die Fangemeinde hatte sich noch viele Bücher erhofft, kein Autor der epischen Fantasy hat es bis jetzt geschafft, in diesem Stil die Leser in seine Welten zu entführen.

Ein besonderer Autorenstern am Fantasyhimmel ist erloschen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Anfänge von Trojas Untergang auf Gemmell Art, 19. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Um es ganz kurz zu machen: ich habe das Buch förmlich verschlungen.

Ein wundervoller Roman der in drei Bänden angelegt ist. Für weniger eingefleischte Gemmell-Leser kann dieses Buch aber auch als in sich abgeschlossen gesehen werden. Schon (fast) alle bekannten Personen haben einen Auftritt (Agamemnon,Hektor usw.) und auf seine unvergleichliche Weise strickt der Autor neue Charaktere ein, die einem ans Herz wachsen und mit denen man sofort mitleidet.

Ich warte mehr als sehnsüchtig auf Band zwei und hoffe, dass es nicht gar so lange dauert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Saga der Antike erwacht zu neuem Leben..., 19. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Obwohl man erwartet in einem "Troja"-Roman etwas über die Achilles und Hector (hier nur eine Nebenfigur) zu lesen,
dreht sich der erste Teil von Gemmells historischer Trilogie um den dardanischen Prinzen Helikaon alias Aeneas.
Von seinem königlichen Vater einst verschmäht und später vom legendärem Odysseus unter die Fittiche genommen,
segelt Helikaon, den man wegen seines sagenhaften Glücks und wirtschaftlichen Erfolgs auch "Goldener" nennt, als Händler zwischen den griechischen Inseln umher. Ein Dorn im Auge sind ihm die mykenischen Piratenschiffe des Agamemnon, die plündernd fremde Ländereien, wie auch seine Handelsschiffe überfallen.
Als während eines solchen Überfalls der Mykener Alektruon vom Goldenen getötet wird, sinnt der mykenische König Agamemnon auf Rache, zumal er durch die Prophezeiung eines Sehers in Helikaon eine ernste Gefahr für sich sieht.
Er beauftragt seinen Vertrauten Kolanos, einem gnadenlosen Schlächter, den Dardaner zur Strecke zu bringen.
Daraufhin kommt es zwischen Helikaon und seinen Leuten auf der einen Seite und den Mykenern auf der Anderen, zu immer blutigeren Auseinandersetzungen, in der auch viele Unschuldige ihr Leben verlieren.
Helikaon, der sich durch eine Reihe von tragischen Ereignissen, plötzlich in der nicht gewollten Rolle des Königs von Dardania sieht, gelangt im späteren Verlauf der Geschichte nach Troja, um an den Trauerfeierlichkeiten für den verschollenen und für tot erklärten Hector teilzunehmen.
Dort wird er in eine Palastrevolte gegen den trojanischen König Priamos hineingezogen und sieht sich plötzlich als Verteidiger des Königs mit nur Hundert Getreuen einer Übermacht von 1200 trakischen und mykenischen Kriegern gegenüber.
Ein beispielloses Gemetzel beginnt. Es ist die Zeit für Helden...

Kein anderer Autor schreibt solche heroische Fantasy wie Gemmell, hat er doch das Genre praktisch ins Leben gerufen.
Seine Romanfiguren sind oft einsame Charaktere, die sich fast immer einer grenzenlosen Übermacht stellen müssen und doch, ,auch im Angesicht des sicheren Todes, nie zurückweichen.
Genau das liebt und erwartet der Fan von Gemmell-Büchern und wird auch hier nicht enttäuscht.
Die zahlreichen, beschriebenen Kämpfe sind packend, detailreich und realistisch.
Gemmell packt in seinen Roman große Gefühle. Liebe, Hass, Ehre, Mut, Aufopferung und Hoffnungslosigkeit...es ist alles dabei.
Die großen Namen der griechischen Antike und ihre Geschichten erstehen in seinem Roman in ansprechender und oft auch überraschender Weise neu und erfrischend anders. So zum Beispiel Odysseus, der hier als alternder Geschichtenerzähler beschrieben wird, der zwar viele Kämpfe bestanden, aber seine großen monströsen Abenteuer sich allesamt aus den Fingern gesogen hat. Ein Märchenerzähler also.

Negativ aufgefallen ist mir die Übersetzung des englischen Titels LORD OF THE SILVER BOW. Der Heyne-Verlag machte daraus DER SILBERNE BOGEN. Schade eigentlich, denn Gemmell hat sich bei der Titelgebung schon etwas gedacht.
Einen ähnliche Pleite leistete sich damals der Verlag Bastei-Lübbe, als sie aus Gemmells MIDNIGHT FALCON einfach
DIE NACHT DES FALKEN machten. Die Verantwortlichen hätten nur das Buch lesen müssen, um zu begreifen, was sie da eigentlich verbocken.
Die Covergestaltung wirkt edel und ansprechend, aber gegenüber der englischsprachigen Taschenbuchausgabe etwas dröge.
Die dortige Fotomontage macht optisch schon mehr her.

Aber, jeder Fan spannender, unterhaltsamer Abenteuer-Literatur kann hier bedenkenlos zugreifen. Er wird auf seine Kosten kommen. Garantiert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Recht spannend, aber trotzdem sehr unerfreulich, 24. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Ich muss den meisten Rezensenten widersprechen: Gemmel schildert nicht den aus der Antike überlieferten Kampf um Troja! Er erzählt, durchaus spannend, von einem Krieg zwischen Mykene und Troja; dabei lässt er die homerischen Personen auftreten, stattet sie aber mit ganz eigenen, neuen Biographien aus.

Odysseus ist im Roman ein alter, hässlicher, krummbeiniger Seefahrer und Händler. Seine Irrfahrten, die Homer in der Odyssee besingt, haben nie stattgefunden.
Die Schöne Helena, die dreitausend Jahre lang das Synonym für die jeweils schönste lebende Frau war, ist bei Gemmel ein reizloses Mädchen (Bd II, S. 224), ein paar Jahre später eine reizlose Frau mit einem fülligen Körper". - Was bin ich froh, dass Wolfgang Petersen für seinen Trojafilm Diane Kruger auswählte und nicht Trude Herr oder Cindy aus Marzahn.
Wie Agamemnon der Sage nach stirbt und welche großen Dramen der Weltliteratur sich darum ranken, weiß Gemmel nicht oder es interessiert ihn nicht; er erzählt eine ganz andere Geschichte.
Am übelsten spielt Gemmel dem trojanischen Helden Hektor mit: den lässt er schon als Jüngling entmannen.
Äneas kann aus Troja fliehen. Nach der Mythologie verschlägt es ihn nach Karthago, wo er eine Liebesbeziehung mit der Königin Dido erlebt, die durch die Götter tragisch beendet wird. - Nichts davon bei Gemmel; hier segelt der Held gleich zu seiner Siedlung auf den sieben Hügeln - und ich frage mich: Wie soll 450 Jahre später Äneas' Nachfahre Romulus dann noch Rom gründen?

Der Krieg (Beginn Mitte des 2. Bandes) zwischen Mykene und Troja findet zunächst in der Ägäis statt - das ist plausibel und zulässiges Spielen" mit den antiken Mythen. Dann landen Agamemnon und seine Verbündeten vor Troja. Ein paar Monate später wird die Stadt überrannt. Es gibt kein Trojanisches Pferd! Ja, Sie lesen richtig. Dabei brauchen wir dieses Bild doch ständig im Alltag und bei jedem zweiten Gedanken an unsere Computer.
Also Gemmels Umgang mit dem antiken Stoff ist verdammt eigenwillig.
Mit dem wenig bekannten historischen Hintergrund der Zeit um 1200 v.Chr. geht Gemmel auch sehr frei um. So lässt er beispielsweise den Vulkan auf Thera im Roman ausbrechen; tatsächlich geschah das aber mehr als 400 Jahre früher.

Weiterer Mangel der drei Bände: Sie sind recht schlampig formuliert. Insbesondere tauchen immer wieder Anachronismen auf, Begriffe, die nicht in die Zeit des Romans passen: Pfeile werden nicht abgefeuert. Säbel sind keine Waffen der Zeit. Also kann auch kein Ohr abgesäbelt werden. Champion ist kein Titel der damaligen Zeit. Sensen wurden erst im Mittelalter erfunden (Sichel wäre möglich). General, Offizier, Kompanie, Regiment, Duell, Duellant, das Fort sind Begriffe der modernen Militärgeschichte. Renegat. Wagenlenker berechnen" ihren Wendepunkt nicht, Krebs (Bd II, 376 unten) war als Krankheit damals unbekannt. Chirurg. Student. Die Phalanx wird erst Jahrhunderte später entwickelt. Pergament wird erst Jahrhunderte später erfunden. Usw.

Was Gemmel geschrieben hat, möchte ich abschließend mit einem Vergleich erläutern: Hätte Gemmel einen Roman über Deutschland in der Gegenwart geschrieben, dann wäre Adenauer ein bedeutender Schriftsteller. Durch seine Vermittlung hätten der Bundespräsident und Erich Honecker in Bonn geheiratet. Durch diese eingetragene Partnerschaft wäre die Teilung Deutschlands überwunden worden. Honeckers Tochter Angela Merkel wird die erste Bundeskanzlerin des wiedervereinigten Deutschlands. Sie heiratet ihrerseits den französischen Präsidenten, womit die deutsch-französische Freundschaft beginnt. - Also wer daran Freude hat, dem wird auch Gemmels Trojaroman gefallen.

Ich habe mich mehr geärgert, als dass ich mich gut unterhalten fühlte.

Die homerischen Geschichten haben dreitausend Jahre überdauert. In Gemmels Roman ist keine einzige Episode, an die ich mich in sechs Monaten noch erinnern werde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich, 17. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Ein Geniestreich, ein Meisterwerk, ein Monument: David Gemmells Trilogie über den Trojanischen Krieg stellt alles in den Schatten, was bisher in dieser Form darüber geschrieben wurde. Und das Ganze in drei Bänden: Unterhaltung, Spannung, Staunen und Herzrasen bis zum Abwinken. Gemmells letztes Werk sieht ihn auf dem Zenit seines Könnens. Alles Bisherige aus seiner Feder hält dem Vergleich nicht stand. Eine buntere, vielschichtigere und realistischere Darstellung der Antike findet sich nicht. Jede der Figuren erweckt den Anschein, als habe sich alles genauso zugetragen, als lese man in der Tat das reale Geschehen, das Homer und andere dann zur fantastisch-mythischen Ausgestaltung motivierte. Der Kern der Sage gleichsam, so mitreißend erzählt, dass einem bisweilen die Spucke wegbleibt.
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5.0 von 5 Sternen wirkt nach, 11. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Bogen: Roman (Taschenbuch)
Der silberne Bogen ist der 1. Teil der Triologie einer Neuinterpretation der Ilias von Homer und auch der Beste der drei Romane. Jegliche Zauberei, alle Götter etc. werden weggelassen. Die Geschichte bekommt einen "historischen" Touch. Alle handelnden Personen sind sehr fein gezeichnet, auch jemand, der zwei Seiten später stirbt, bekommt einen Background. Gemmells Romane sind Erwachsenen-Fantasy: Es fließt viel Blut, es gibt Vergewaltigungen und Folter, die Bösen sind so abgrundtief böse, dass man gerne selbst zum Schwert greifen möchte, um sie niederzumachen. Wer mehrere Gemmels kennt, für den ist das nichts neues, auch die strauchelnden "Helden" kommen einem manchmal bekannt vor. Von seinen Werken gehört dieses aber zu seinen besten.
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Der silberne Bogen: Roman
Der silberne Bogen: Roman von David A. Gemmell (Taschenbuch - 3. Juli 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,73
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