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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Februar 2008
Hach, was soll ich sagen? Ich bin wirklich hin und hergerissen bei diesem Buch. Es bietet so viele gute Ideen und tolle spannende Ansätze, gleichzeitig macht der Autor aber auch so viel falsch, dass es einem das Lesen ganz schon vermiesen kann... Aber mal im Einzelnen:

Positiv ist auf jeden Fall die sehr frische und originelle Herangehensweise an das Thema. Hier werden ebenso bunt wie gekonnt Fantasy, Horror, Mytsery und was-weiß-ich-was-nicht-noch-alles miteinander vermischt. Heraus kommt eine sehr lebendige und glaubhafte Welt aus Magier, Vampiren, Untoten, Gestaltwandlern, und vieles mehr. Das habe ich bisher so noch nicht gesehen und bringt auf jeden Fall guten frischen Wind in das angestaubte Genre. Auffällig ist dabei, mit welcher Leichtfertigkeit und Rafinesse hier die Zutaten gemischt werden, es wirkt alles so ungezwungen und locker-leicht. Dadurch entsteht eine sehr realistische und glaubwürdige Welt, wenngleich es freilich den einen oder anderen Logik-Haken gibt, aber bei solche einem bunten Fantasy-Mix kann man da ruhig drüber hinwegsehen.

Die Handlung besteht im Wesentlichen aus drei einzelnen in sich abgeschlossenen "Kurzgeschichten", die zwar irgendwie schon zusammenhängen, aber letztlich doch einzeln und etwas abgetrennt und losgelöst stehen. Eine fortlaufende Storyline wäre hier angemessener gewesen, so wirken die drei Episoden an sich doch etwas steril und gegenstandslos. Die Handlung rund um den einigermaßen sympathischen Protagonisten im weitesten Sinne wird zwar auch über die drei Geschichten hinweg fortgeführt, wirkt dadurch aber irgendwie gestelzt und gezwungen. Die drei Stories an sich sind auch von sehr unterschiedlicher Qualität; während die erste eine dramatisches Tempo anschlägt und sich extrem spannend entwickelt, bremst die zweite das Tempo schon merklich ab. In der dritten erreicht der Spannungsbogen dann endgültig den Nullpunkt, wenn seitenlange extrem belanglose und sinnlose Dialoge beschrieben werden, die die Handlung (weder die äußeren noch die innere) in keinster Weise voranbringen - und auch bedenkenlos übersprungen werden können. Warum wird hier die Spannung und Dramatik aus der ersten Geschichte nicht fortgesetzt? Sind dem Autor die guten Ideen ausgegangen? Hatte er keine Lust mehr, zu schreiben? Musste er das Buch künstlich auf über 500 Seiten aufblähen?

Insgesamt wird einem der Einstieg in diese Fantasy-Welt aber doch eher schwer gemacht. Dabei bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das an dem sperrigen Schreibstil des Autors liegt oder einfach an der miesen Übersetzung, das kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall der ganze Sprachstil teilweise sehr umständlich, gestelzt und sogar verworren bis zerfahren. Manche Sätze muss man einfach dreimal lesen, um sie zu verstehen, ganze Sinnzusammenhänge erschließen sich einem erst 10 Seiten später oder manchmal auch gar nicht. Oftmals werden beim Leser Fakten vorausgesetzt, die erst 100 Seiten später gebracht werden, die einem aber für das Verständnis wichtig wären. Manche Sätze sind auch von der Satzkonstruktion her so sperrig, dass sie teilweise schlichtweg keinen Sinn ergeben. Dadurch gerät der Lesefluss zu oft ins Stocken und wird unterbrochen. Die ganze Zeit bleibt so ein Gefühl von "ist das hier womöglich schon der zweite Teil und habe ich was von der Handlung verpasst?" Das sorgt zu Beginn vielleicht auch etwas für Spannung und Aufregung (durchaus im positiven Sinne!), beginnt aber spätestens ab der Hälfte des Buches tierisch zu nerven und ist gegen Ende quasi unaushaltbar. Wie gesagt: Liegt's an der miesen Übersetzung oder pflegt der Autor so einen grauenhaften Erzählstil? Ich weiß es nicht...

Damit wären wir dann schon beim zentralen Dilämma dieses Werkes. Auf der einen Seite quillt es geradezu über von großartigen, spannenden Ideen und brillanten Einfällen, die das Fantasy-Mystery-Genre unheimlich bereichern und beleben. Die Welt an sich ist sehr lebendig und glaubhaft dargestellt, es bieten sich unendliche Möglichkeiten. Auf der anderen Seite haben wir aber einen etwas gewöhnungsbedürftigen Sprachstil (um es mal positiv auszudrücken), einen nur mäßig sympathischen Protagonisten und eine nur mäßig spannende Rahmenhandlung. Zwei der drei Kurzgeschichten" können gar nicht überzeugen - sowohl inhaltlich als auch formal. Die Erzählweise (in sich abgeschlossene einzelne Geschichten, durch eine mehr oder wenige übergreifende Rahmenhandlung zusammengehalten) ist unter Umständen auch etwas gewöhnungsbedürftig und spricht sicherlich nicht jeden an.

Für wen ist dieses Buch also eine Kaufempfehlung? Fantasy- und Mystery-Fans sollten auf alle Fälle mal einen Blick wagen. Die Fülle an tollen Ideen und innovativen Ansätzen macht auf jeden Fall viel Spaß und sicher auch Lust auf mehr. Wer mit der sperrigen Erzählweise zurechtkommt und auch lieber in sich abgeschlossene Kurzgeschichten gegenüber einem langen Roman bevorzugt, kommt zusätzlich auf seine Kosten. Solche Leser finden hier ihre neue hoffnungsvolle Fantasy-Offenbarung. Leser, die dieses Genre eher nicht mögen, aber durch den irrsinnigen PR-Wirbel (nicht zuletzt durch den Film!) auf das Buch aufmerksam geworden sind, sollten sich vorher genau überlegen, was sie erwarten und ggf. mal 3 oder 4 Seiten probelesen. Wer sich dann angesprochen fühlt, kann sicherlich mal den Versuch wagen. Allen anderen empfehle ich doch eher zu einem anderen Buch zu greifen. Die Enttäuschung über eine eher langweilige Geschichte in Kombination mit einem fast unlesbaren Sprachstil wäre dann doch zu groß.

Ich zähle mich am ehesten zu der zweiten Gruppe, und ich muss sagen, das Experiment ist zumindest bei mir nicht gelungen. Ich werde mir mit Sicherheit keinen weiteren Band der Reihe kaufen (zumal ich den Preis von 13 Euro auch eindeutig für zu hoch für ein Taschenbuch halte!!). Es war mal ganz nett, in Lukianenkos Welt reingeschnuppert zu haben, ich kann jetzt mitreden über das Thema, aber das reicht mir auch. Letztlich hat mich das Buch am Schluss dann doch mehr genervt als begeistert - aus den oben beschriebenen Gründen. Zusammenfassend also 2 1/2 Sterne, aufgrund des unverschämten Preises aber abgerundet auf 2.
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am 21. Mai 2007
Man nehme:

Die quietschig überdrehte Zauberwelt von J.K. Rowlings Harry Potter.

Die strahlende Zuversicht, den ehrenhaften Patriotismus von Clancys Jack Ryan.

Die schöne saubere Schwarz/Weiß Trennung klassischer Fantasy und Zauberbücher.

Man rühre das schön zusammen und drehe es dann sauber auf links.

"Wächter der Nacht" ist nämlich präzise das Gegenteil der westlichen positiven Kassenschlager. Wenn der Anführer der Moskauer "guten" Zauberwesen für seine Untergebenen oder die Menschheit etwas Gutes will, alle in Deckung, denn er ist damit immer noch zehn mal gefährlicher als ein Voldemort. Das ist kein Kinderbuch, das ist kein Heldenbuch, es ist ein Buch über eine verquere bürokratische in sich selbst verstrickte Welt, in der es die Zauberwesen auch nicht besser haben, als Du oder ich.

Ich würde ja sagen, das Moskau dieses Romans ist düster, bloß, das ist es gar nicht, es ist D Ü S T E R! Dieses Buch ist mir eher zufällig in die Hände gefallen. Es soll gerüchteweise mit dem Film nicht sonderlich viel gemein haben. Jedenfalls habe ich es ratz fatz gelesen, denn diese depressive Story ist sehr erfrischend und glaubwürdig verfasst. Was für ein Glück, dass ich da nicht leben muss.
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am 22. Juli 2014
Seit ewigen Zeiten leben die Anderen unentdeckt unter den Menschen. Sie sind nicht viele, dafür mächtig. Es sind Magier, Hexen, Vampire und Gestaltwandler, und sie teilen sich in zwei Lager auf: Die Nachtwache, die die Dunklen überwacht, und die Tagwache, die die Lichten überwacht. Sie sollen dafür sorgen, dass der Waffenstillstand, der im letzten großen Krieg geschlossen wurde, nicht verletzt und das empfindliche Gleichgewicht der Mächte nicht gestört wird.

Das Buch erzählt drei Geschichten, die aufeinander aufbauen. Hauptfigur ist dabei immer Ich-Erzähler Anton Gorodetski, ein Magier dritten Grades der Moskauer Nachtwache. Anton wurde durch den Chef der Moskauer Nachtwache, Boris Ignatjewitsch, persönlich ausgebildet. Obwohl er kein besonders starker Magier ist, bekommt er wichtige Aufgaben zugeteilt – oder teilt sie sich selbst zu. Für ihn gibt es nicht Schwarz und Weiß, Gut und Böse, für ihn verwischen die Grenzen und er hinterfragt die Handlungen der Nachtwache und seines Chefs. Das finde ich sehr gut. Man merkt schon jetzt, dass er sich entwickelt und ich bin gespannt, was er in den folgenden Bänden noch erreichen kann.

Die Chefs der Wachen, der Lichte Boris Ignatjewitsch und der Dunkle Sebulon, haben mir besonders gut gefallen. Sie sind beide undurchschaubar und schmieden verwirrende Pläne, um ihre Interessen und die der Wachen durchzusetzen. Beide sind sehr alt und mächtig, und sich trotz ihrer völlig gegensätzlichen Einstellung sehr ähnlich.

Der Schreibstil ist nicht so meins, aber es ist eben eine Übersetzung. Deshalb möchte ich ihn hier nicht bewerten. Dafür müsste ich das Buch auf russisch lesen, und dafür erst mal russisch lernen.

Der Handlungsort Moskau gefällt mir ausgesprochen gut. Die Atmosphäre kommt gut rüber: der Dreck, das stickige Gefühl der Großstadt, die Enge – was sich noch intensiviert, wenn die Figuren ins Zwielicht eintreten, in die Welt der Anderen. Die Beschreibungen sind sehr genau, man sieht praktisch das Moos auf den Hauswänden wachsen und spürt den eisigen Wind über den Dächern.

Insgesamt ist Wächter der Nacht ein großartiger Reihenauftakt und ich hoffe sehr, dass die weiteren Bände dieses Niveau halten oder gar noch steigern.
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am 14. August 2005
Ich habe das Buch und die beiden nachfolgenden Bände auf russisch gelesen und kann nur ,die über das Internet verbreitete Meinung unterstützen - das Buch ist unglaublich gut.
Ich hoffe nur die deutsche Übesetzung behält den wirklich tollen Humor aus dem Original. Ich würde so weit gehen und behaupten ,"Wächter der Nacht" übertrifft "Harry Potter" um Längen. Auch im Gegensatz zu "Herr der Ringe" wird die Grenze zwischen Gut und Böse nicht wirklich scharf gezeichnet, so dass der Leser zu den Frage geführt wird, was das Gute von dem Bösen wirklich unterscheidet.Vor Allem in den Fortsetzungen wird auf diesen Punkt immer weiter eingegangen.
Kurz zur Handlung: Neben den normalen Menschen wird die Welt von den sg. "Anderen" bevölkert. Die Anderen teilen sich in die "Hellen" und die "Dunklen" auf. Jahrtausende lang bekriegten sich die scheinbar "Guten" und die "Bösen" bis sie gemerkt haben, dass es keinen Sieger geben wird und sie sich gegenseitig vernichten könnten. Daraufhin schlossen die beiden Seiten einen Packt um den Status Quo zu wahren. In der Nacht beobachten die hellen "Wächter der Nacht" die Taten der "Dunklen" während am Tage die "Hellen" von den dunklen "Wächtern des Tages" beobachten werden...
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am 5. Oktober 2007
Anton Gorodezki scheint äußerlich ein ganz normaler Kerl zu sein und wer ihm über den Weg läuft, würde nicht im Traum daran denken, dass Anton jede Nacht für das Wohl der Welt kämpft. Denn Anton arbeitet für die Nachtwache und ist jede Nacht aufs Neue dabei, die Kreaturen der anderen Seite davor zu bewahren, die Regeln zu brechen. Zudem kann er in das Zwielicht abtauchen, einer Art Zwischenwelt. Er selbst ist auf der Seite des Lichts, überwacht aber in der Nacht die Kreaturen der Dunkelheit: ob Vampire, Hexen oder sogar Werwölfe, die beispielsweise unerlaubt ihren Blutdurst an unschuldigen Passanten stillen wollen oder kriminell auffällig werden. Doch als Anton auf Swetlana trifft, schrillen auf der Nachtwache bald sämtliche Alarmglocken: über Swetlana thront ein für sie unsichtbarer Strudel, der sich allmählich vergrößert und Moskau in Gefahr bringt. Ob Anton mit der geheimnisvollen Eule aus dem Büro seines Chefs und gemeinsam mit seinen Kollegen das Unheil aufhalten kann?

Man kann bei diesem Buch schwer sagen "Es ist so ähnlich wie...", weil es eigentlich nichts Vergleichbares zu den Büchern von Sergej Lukianenko gibt. Der sehr ungewöhnliche Schreibstil erfordert am Anfang zwar ein wenig Gewöhnung, doch Spannung, Action und die Idee, die hinter dem ganzen Roman steckt, der uralte Kampf zwischen Licht und Dunkel, hat nicht umsonst auch hier in Deutschland seine Fans gefunden. Soviel sei zumindest gesagt: wer Fantasy mag, offen für Neues ist und auf Spannung steht, macht bei diesem Roman nichts falsch - und vielleicht sollte man einfach einmal den ersten Band lesen, um sich eine eigene Meinung darüber zu bilden, dranbleiben lohnt sich jedenfalls.
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am 24. April 2006
Aufmerksam bin ich über den Film auf das Buch geworden. Die Grundidee des Filmes gefiel mir sehr gut auch wenn der Film selbst etwas zu verwirrend mit den verschiedenen Handlungsstrengen war. Dann habe ich das Buch gelesen. Und ich muss sagen: Es ist komplett anders als der Film - positiv gemeint. Das Buch selbst beinhaltet drei Teile, nur der erste Teil wurde nicht ganz auf dem Buch basierend bisher verfilmt bzw. ist in Deutschland unter dem Namen Wächter der Nacht erschienen.

Teil Zwei und Drei wurden bereits verfilmt und liefen in Russland bereits an, auch wenn dieser Film komplett vom Buch abweicht. Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Was ich positiv finde:

-keine Person ist oberflächlich beschrieben, sie haben alle ihre Ziele und Absichten und Gefühle

-Der Protagonist Anton hat Schwächen und ist nicht Übermächtig

-Es ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern ein Kampf zwischen zwei Parteien, die den Sieg auf verschiedene Art erringen wollen.Also keine Schwarz-Weiß-Zeichnung.

Mit Wächter der Nacht tauchen Sie in eine Geschichte ein, die mit etwas Fantasie sehr lebendig erscheint.

Dem Autor gelingt es in seiner recht düsteren Geschichte, durch den trockenen Humor des Ich-Erzählers immer wieder dem Leser ein Schmunzeln zu entlocken.

Es wird auch niemals langweilig oder zäh, sondern bleib immer spannend.

Ich kann das Buch also nur empfehlen!!!

Ich persönlich habe an dem Buch nichts Negatives gefunden.
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am 3. September 2015
Zuerst muss ich sagen, dass ich den Film nie gesehen habe. Habe das Buch auf "Gut Glück" gekauft da mir das Cover
gefallen hat :-).

Als mein Freund es dann sah meinte er nur mal, dass der Film dazu totaler Mist wäre. Nachdem ich angefangen habe zu lesen war ich total begeistert und habe sogleich die nächsten beiden Bände gekauft. Sogar mein Freund hat es dann gelesen und konnte gar nicht erwarten den nächsten Band zu bekommen.
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am 12. November 2008
Wächter der Nacht ist ein wirklich gutes Buch. In meinen Augen allerdings nicht das Meisterwerk, das viele scheinbar darin sehen.
Mein erster Kritikpunkt wäre, dass Lukianenko sich oft in den Monologen seines Hauptcharakters zu verlieren scheint und selber nicht mehr so richtig weiß, was er mit diesem Monolog eigentlich bewirken will. Dadurch hat man oft das Gefühl manche Dinge doppelt und dreifach zu lesen und die Handlung wird unnötig in die Länge gezogen. Außerdem bekommt man beim lesen des Buches immer wieder das Gefühl, Lukianenko möchte unbedingt Werbung für seine Lieblingsbands machen, da er immer wieder Texte verschiedener Lieder in seine Geschichten einbaut, ohne das diese etwas zum Gesamtbild beitragen würden. Sie sind einfach nur da. Des Weiteren bleibt ein Großteil der Charaktere ziemlich blass. Bis auf den Helden Anton und ein bis zwei Nebencharaktere wird eigentlich Niemand genauer beleuchtet.
Viele Leute schätzen die Wächter-Reihe dafür, dass die Grenzen zwischen "gut" und "böse" oft nicht vorhanden zu sein scheinen. Meiner Meinung nach versucht der Autor hiermit krampfhaft Klischees zu vermeiden, was ihm allerdings nur selten gelingt.
Des Weiteren bin ich auch der Meinung, dass die Geschichten zwar durchaus interessant sind, aber die Entwicklung an einigen Stellen doch sehr vorhersehbar sind und die Auflösungen oft ein wenig willkürlich wirken.
Das alles klingt allerdings viel schlimmer als es ist. Denn neben den von mir genannten Kritikpunkten hat das Buch auch sehr viele positive Seiten. So zählt die Charakterisierung Antons z.B. zum Besten, was ich jemals in einem Buch gelesen habe! Ich konnte mich schon lange nicht mehr so gut mit einem fiktiven Charakter identifizieren. Außerdem sind die Geschichten die meiste Zeit über recht spannend und Lukianenko hat sich hier eine wirklich tolle Fantasy-Welt erdacht, die jeden in ihren Bann ziehen dürfte.

Alles in allem ist Wächter der Nacht also trotz seiner Schwächen ein lesenswertes Buch, das den geneigten Leser 500 Seiten lang gut unterhalten dürfte.
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am 20. Juni 2006
Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen und dachte, nanu dass ist eigentlich nicht meine sonstige Leserichtung. Ich war aber doch gespannt, außerdem gebe ich grundsätzlich jedem Buch eine Chance.

Das Ergebnis war, dass ich das Buch regelrecht verschlungen haben und mich gleich auf den zweiten Teil gestürzt habe. Leider muss man auf den letzten Teil ja noch etwas warten.

Nun kurz zum Inhalt. Erzählt wird die Geschichte der ANDEREN, "Menschen" mit magischen Fähigkeiten, Vampiren, Tiermenschen, ... Sie alle leben unerkannt unter uns. Die Wachen sorgen dafür, dass der sogenannte Große Vertrag nicht gebrochen wird und dass das Gleichgewicht der Kräfte zwischen den Lichten ("Guten") und den Dunklen ("Bösen") gewart bleibt.

Das Buch erzählt in drei Geschichten - die nicht zwangsläufig zusammengehören, letztlich aber doch miteinander verknüpft sind - vorrangig aus der Sicht der Lichten und Ihrer Nachtwache. Im Laufe der Story zeigt sich, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Wie sagte Shrek: "Oger sind wie Zwiebeln, sie haben Schichten." Genau so geht es dem Haupcharakter. Wenn er eine Wahrheit entdeckt hat, verbirgt sich dahinter eine weitere.

Der versteckte Kampf der beiden Moskauer Wachenbosse gegeneinander, ist der rote Faden, der sich nicht nur durch den "Wächter der Nacht", sondern auch durch den "Wächter des Tages" zieht.

Fazit: Ich kann jedem das Buch nur empfehlen.

Als Bonus erfährt man, was wirklich hinter Russlands Oktoberrevolution steckt ;-)
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am 9. September 2006
Das Buch unterteilt sich in drei in sich abgeschlossene Geschichten, wobei die erste wirklich hervorragend ist. Der Beginn der Saga ist derart innovativ und spannend, wie ich nur wenig Vergleichbares im Fantasy-Genre (unter Horror würde ich die Geschichten nicht einreihen) gelesen habe. Ausserdem gelingt es dem Autor ausgezeichnet, auf das Gut/Böse-Klischee zu verzichten (im zweiten Teil ("Wächter des Tages") wird ja die Erzählweise gewechselt).

Einzige Kritikpunkte sind, dass das Ende der ersten Geschichte etwas "vermurkst" ist, man bekommt eine wichtige Information (wer Sveta denn nun mit dem Fluch belegt hat) irgendwie nur am Rande (das ist gleichzeitig das Einzige, was im Film besser rüberkommt), und dass die beiden Folgegeschichten das Niveau nicht halten können, am Ende wird's eher fad (Stichwort Datscha).

Trotzdem ein tolles Buch, für Fantasy-Fans ein Muss.

P.S.: Vom Film kann ich nur abraten, den haben die Russen leider verkorkst (aber vielleicht macht Hollywood ja den nächsten besser?)
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