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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grotesk und bitterböse
Visionen vom nuklearen Ende der Zivilisation bzw. den Folgen eines nuklearen Atomkrieges gehören sicherlich mit zum Schrecklichsten, was es in der zeitgenössischen Science-Fiction bzw. modernen Unterhaltungsliteratur zu lesen gibt - nicht zuletzt auch deshalb, weil aus solchen "Fiktionen" sehr schnell Realität werden kann. Grund genug also auch für...
Veröffentlicht am 16. Januar 2005 von Torsten Scheib

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für mich zwiespältig...
In Nach der Bombe geht es um eine Gesellschaft die nach einem verheerenden Atomkrieg wohl irgendwie weiterexistiert.
So oder ähnlich steht es auf dem Einband.
Also das Buch hatt vielmehr Soap Opera wie Mad Max.Und ich finde auch das der Atomkrieg eigentlich nur als Aufhänger für ein Bild der Gesellschaft dient,denn eigentlich hatt sich nix...
Veröffentlicht am 23. Juni 2012 von Philipp Lebemann


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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grotesk und bitterböse, 16. Januar 2005
Von 
Torsten Scheib "torstenscheib" (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
Visionen vom nuklearen Ende der Zivilisation bzw. den Folgen eines nuklearen Atomkrieges gehören sicherlich mit zum Schrecklichsten, was es in der zeitgenössischen Science-Fiction bzw. modernen Unterhaltungsliteratur zu lesen gibt - nicht zuletzt auch deshalb, weil aus solchen "Fiktionen" sehr schnell Realität werden kann. Grund genug also auch für Philipp K. Dick, 1965 die Dinge einmal aus seiner Sicht anzugehen.
Herausgekommen ist mit "Nach der Bombe" einer der vielleicht besten und auf jeden Fall originellsten Texte, die den globalen Holocaust im Mittelpunkt stehen haben. Doch Dicks Roman behandelt das "Wie" oder das "Warum" eher nur kurz, dafür umso erschreckender. Dank seiner neutralen, nüchternen Erzählweise kommt das Grauen umso hässlicher und furchtbarer daher. Was danach - genauer gesagt sieben Jahre später - auf das Unvorstellbare folgt, sind zum einen die Folgen des radioaktiven Niederschlags (u.a. Mutationen und der Rückfall ist post-industrielle Zeitalter), zum anderen aber die typischen Dickschen Ansichten einer Zivilisation, die trotz aller Schrecken und Leiden noch immer die gleiche geblieben ist und im Grunde gar nichts aus ihren Fehlern gelernt hat. Mit dem für ihn ganz eigenen Gespür skizziert Dick Charaktere, die oberflächlich vielleicht verrückt und grotesk wirken mögen, sich bei genauerer Betrachtung allerdings als Reflexionen von niemand geringerem als uns selbst erweisen. Obwohl "Nach der Bombe" bereits in den 60er geschrieben worden war, hat der Roman nicht ein Fünkchen von seiner Faszination und Sogwirkung verloren, die bereits vor vier Jahrzehnten deutlich zu spüren war. Anders als so viele andere mehr oder weniger prominente Kollegen, ist Dick zweifellos das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der zwar in einem bestimmten Zeitabschnitt des 20. Jahrhunderts spielt, dessen Inhalt allerdings zeitlos ist, egal, auf welchen Aspekt des Buches man sich damit beziehen mag.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine satirische Dystopie, 23. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
"Nach der Bombe" spielt in der Zeit nach dem nuklearen Holocaust - eine klassische Dystopie sollte man meinen. Nun konnte ich aber auch herzlich Lachen bei der Lektüre dieses Buches. Das liegt zum einen an den schrulligen Charakteren die Dick in dieser Geschichte mit "herzlicher Distanz" beschreibt. Auf eine Weise sind es ganz normale Menschen - so "normal" wie Menschen nach einer so apokalyptischen Katastrophe sein können -, zum anderen an einer Menge absurder Ideen, wie etwa mutierte Ratten, die Nasenflöte spielen, aber wohl auch das Zeug zum Buchhalter hätten.
Zum Inhalt: Dick erzählt die Gesichte der Einwohner eines kleinen Dorfes nach dem Zusammenbruch der Gesellschaft. Für manche ist das Schicksal der gefallenen Bomben eine Last, aber viele ziehen sich ihren Vorteil daraus. So zum Beispiel der technisch Begabte Phokomelus - ein Schwerbehinderter, der plötzlich große Wichtigkeit für die Gesellschaft bekommt, oder der schwarze Aushilfsverkäufer, der nun Fallen für Mutantenratten vertreibt, und damit sehr gut verdient. Auch der Verursacher der Katastrophe lebt in dem Dorf - natürlich Incognito. Doch seine Tarnidentität hält nicht lange.
In seinem speziellen Genre ist dieses Buch einzigartig. Nicht nur aufgrund des Humors sondern es entzieht sich auf erfrischende Weise dem Action-Trend und jeglichem Weltuntergangspathos. Dick erzählt keine Geschichte von Helden, die die Welt retten, sondern einfach nur, dass das Leben weiter geht, und weiter, und weiter, und weiter...
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die radioaktive Idylle, 8. Oktober 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
So sieht nun also die Welt nach dem atomaren Holocaust aus: die nahezu perfekte Idylle eines kleinen Dorfes irgendwo in der Provinz. Man könnte sich an der liebevollen Schilderung des Landlebens erwärmen, wären da nicht die allgegenwärtigen Folgen der radioaktiven Verseuchung ...
So zum Beispiel die siebenjährige Edie, die ihren Zwillingsbruder Bill in sich trägt, den niemand außer ihr hören kann. Sein einziges Talent, die Stimmen von Toten nachzuahmen, ist allerdings ein schwacher Trost dafür, niemals das Licht der Welt erblicken zu können.
Sicherlich ist der Roman keins der Hauptwerke des Autors. Aber die Zeit der Entstehung (1963) läßt bereits ahnen, dass Dick sich auch hier von seiner besten Seite zeigt: weniger in Hinblick auf versponnen-paranoide Mutmaßungen über die Fragwürdigkeit des Realen als vielmehr im Sinne seiner ungezügelten Fabulierlust vor dem Hintergrund einer ernsthaften Bedrohung der Menschheit und Menschlichkeit.
Eine Satire zweifellos, und wie wohl jede gute Satire lebt auch dieses Buch von der Spannung zwischen unterschwelligem Zynismus und aufrichtigem Interesse der Darstellung. Dies gepaart mit dem Comic-haften Einfallsreichtum des visionären SF-Autors ergibt ein Bild des post-atomaren Lebens, das bei aller Komik verstörender wirkt, als es jeder Versuch einer realistischen Schilderung sein könnte.
Für Fans von Philip K. Dick ohnehin eine Pflichtlektüre. Für alle anderen ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Tiefgang.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Endzeitepos, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
Ich selber habe den Roman zweimal gelesen. Nach dem ersten Mal wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll, merkte aber im Laufe der Zeit, dass mir immer mal wieder Charaktere oder Szenen aus dem Buch ins Gedächtnis kamen (was mir übrigens bei einigen Büchern von Philip K. Dick so geht). Also habe ich ihn kürzlich ein weiteres Mal gelesen und erst da entdeckt, wie gut die Geschichte wirklich ist. Es ist ein leicht zu lesender und wenig actionreicher Roman über das Leben nach einem Atomkrieg, der aber nicht wie diverse andere eine düstere Endzeitstimmung heraufbeschwört, sondern einfach beschreibt, wie das Leben für die Menschen weitergeht. Menschen und Tiere mit Mutationen sind alltäglich, einige entwickeln sehr mächtige Fähigkeiten, andere drehen leicht durch und wieder andere bemühen sich, einfach ein normales Leben weiter zu leben. Teilweise ist das Ganze sehr abgedreht, ab und zu ein wenig traurig und insgesamt richtig gut. Und es gibt mal wieder so einige Ideen, die wohl nur Philip K. Dick haben konnte (ich sage nur "Bill").
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben geht irgendwie weiter - hoffentlich nicht so, 17. Januar 2012
Von 
e-frogman (Schwalbach Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte von den Stehauf-Menschen und deren Drang nach Normalität wurde gut erzält und ich konnte mir die beschriebenen Personen, wie auch deren Verhalten entsprechend vorstellen.Dennoch wurden einige, mental erzielten Ereignisse etwas zu naiv erzält. Obwohl ich beim Lesen (bis zum Ende) immer noch auf einen Durchbruch hoffte, sei es im Sinne von mehr Spannung, subtilem Humor, bissiger Satire etc. war ich dann doch nicht ganz zufrieden. Mehr als 4 Sterne waren aus meiner Sicht nicht drin.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckend aber nicht ausnahmslos überzeugend, 24. Februar 2010
Von 
chrisp (Hannover, manchmal auch Neuenhagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
West Marin, Kalifornien, ein kleiner Ort Anfang der Achtziger Jahre und ein knappes Jahrzehnt nach einer atomaren Katastrophe:
An die Verstrahlung und die mutierten Menschen, wie auch andere Lebewesen, hat sich die verbliebene Bevölkerung in der ländlichen Region schon fast gewöhnt.
Der ehemalige Psychiater, Dr. Stockstill, ist zum Allgemeinmediziner geworden, der Physiker Bruno Bluthgeld lebt unter falschem Namen etwas außerhalb West Marin's und der körperlich behinderte Hoppy Harrington ist als Techniker mit seinen "besonderen Fähigkeiten" gefragter als je zuvor.
Einige weitere Mitglieder der kleinen Gemeinde bemühen sich, ausgeglichene Verhältnisse zu schaffen und für alle aufrecht zu erhalten.
In großen Mengen werden schon wieder Zigaretten, "neuartige Speisen" und Wolle produziert und die immer wieder problematischen Mutationen in Form von Ratten und sich organisierenden Katzen sehr kreativ bekämpft.
Und dann ist da noch Walt Dangerfield - der einzige Überlebende, der letzten Weltraummission vor der Katastrophe, der inzwischen als Unterhaltungs- und Kommunikationszentrale der Erdbevölkerung fungiert und darauf hofft, das er bald aus der Umlaufbahn "geholt" wird.
Doch eine Person in der "neuen Idylle" hat geheime Pläne, die alles aufgebaute wieder gefährden könnte.

Wie schon bei "Zeit aus den Fugen" hat es mir, neben der vorrausschauenden Denkweise, besonders der Schreibstil des Autoren so richtig angetan. Man fliegt nur so über die lockeren Dialoge und die verständlichche Sprache, wobei erstere eigentlich den Mittelpunkt des Romans ausmachen. Denn im Grunde passiert nicht besonders viel in dem kleinen Nest. Was auf der einen Seite einer realistischen Erzählung natürlich zu Gute kommt, auf der anderen Seite jedoch ein wenig langweilt.
Mir fehlte immer wieder ein bisschen, der sich durch die Geschichte ziehende, rote Faden, während die zahlreichen Figuren, in kleinen Portionen, die Normalitäten und die veränderten Verhältnisse nach der atomaren Katastrophe diskutierten und beschrieben.

Aber davon abgesehen hat Philip K. Dick ein interessantes Szenario, vor nun schon einem halben Jahrhundert entworfen, welches vielleicht erstaunt (Fähigkeiten haben mehr Wert als Geld), sehr oft auch amüsiert (Edie und Bill Keller), manchmal sogar anwiedert ("Delikatessen wie, mit Reis gefüllte Hunde") aber defintiv einen nachdenkenlichen Eindruck hinterlässt, wie gut und/oder schnell wir Menschen wohl nach solch einem Desaster wieder auf die Beine kommen würden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beängstigend aber auch hoffnungsvoll, 28. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
Philip K. Dick schafft es in seinem Sci-Fi Roman "Nach der Bombe" den Leser in eine Post-Apokalyptische Welt, nach einem möglichen 3ten Weltkrieg, zu versetzen. Dabei legt er keinen so starken Wert auf die neu gegebenen Umstände in der sich die agierenden Personen befinden, als auf die Personen selbst.
Der Einschlag der Bombe wird sehr packend aus verschieden Blickrichtungen beschrieben, spiegelt aber aus jeder einzelnen die Fassunglosigkeit eines solchen Moments, den man einfach nicht warnehmen möchte.
Jeder der im Roman beschriebenen Personen versucht ihr Leben nach der Bombe entweder so gut wie möglich im alten Trott zu bestreiten oder die veränderte Situation zu nutzen, die sich aus der Katastrophe ergeben.
Ein vor der Bombe erniedrigter Charakter schwingt sich danach zum Halbgott ähnlichen Magier auf. Leute mit technischen Fähigkeiten oder erlerntem Handwerk werden in der neu geschaffenen Gesellschaft hoch angesehen, ja fast verehrt. Mutationen die entstanden sind werden neugierig beäugt aber als gegeben akzeptiert.
Das Ende des Buches gestaltet sich eher unspektakulär und überlässt die verheerte Welt sich selbst.
Wie im Nachwort geschrieben steht bedient sich Dick oft paradoxen Wendungen innerhalb der Geschicht, was seine Charaktere aber auch so glaubhaft erscheinen lässt. Denn der Mensch unterliegt der Situation und versucht sich stehts so gut wie möglich anzupassen.

Fazit:
Dem Autor gelingt es die grösste Furcht des 20. Jahrhunderts sehr beängstigend aber auch hoffnungsvoll in Worte zu fassen.

Copyright der Rezension 2005 by Coffinhunter für Bookola.de
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5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker!, 9. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
Tolles Buch, das immer wieder gerne gelesen wird.
Die Ausgabe ist sehr gut zum Lesen, da sie nicht all zu schwer ist.
Klare Kaufempfehlung!
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4.0 von 5 Sternen Fantastische Literatur, 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
... im wörtlichen Sinne.
Dieser Roman zeigt die überbordende Kreativität seines Autors besonders beispielhaft. Auch wenn man mit der alptraumhaften Story und den Charakteren sowie der Dramaturgie oder dem Stil nicht viel anfangen kann, sind literarisch alleine die wenigen Zeilen, die den Ausbruch des Atomkrieges beschreiben bzw. eigentlich eher nicht beschreiben (mehr soll nicht verraten werden) den Kauf dieses Buches wert.
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4.0 von 5 Sternen Sehr originell, 13. Januar 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Bombe. Roman (Taschenbuch)
Nach der Bombe ist bezüglich des Inhalts ein sehr originelles Buch. Viele der Ideen sind an und für sich schon einmalig, beispielsweise ein in einem Satellit feststeckender Mann der nach der Bombe di3e Kommunikation auf der Erde aufrechterhält und die Unterhaltung der Massen. In einem "Katastrophenbuch" würde man sie aber nie erwarten. Allein für diese vielen kleinen Ideen lohnt es sich, das Buch zu lesen.

Bezüglich des Inhalts kann man zusammenfassen, dass eine Reihe von Menschen vorgestellt wird, und diese Menschen dann nach dem Fall der Bombe(n) erneut in der Handlung auftauchen. Fortan geht es nun darum zu zeigen, wie sich deren Leben, deren Wünsche, etc verändert haben. Dabei merkt man jedoch recht schnell, dass sich innerlich gar nicht so viel verändert. Natürlich haben alle andere Berufe, meist hängen diese jedoch mit der Tätigkeit zusammen, die sie auch vor der Katastrophe hatten. Aber auch ihre Einsttellungen ändern sich kaum. Die Machtbesessenheit des "Phokomelus" bspw. ist am Anfang kaum spürbar, wird jedoch zunehmend stärker.
Die Ironie ist, dass der Phokomelus gerne Macht hätte, sie aber nicht hat und alles daran setzt, diese zu bekommen und zu missbrauchen. Hingegen hat der arme Mann im Satellit seine Frau verloren, kreist hilflos alleine um die Erde, hat Schmerzen, und dennoch setzt er die enorme Macht die er über die Menschen hat, nur zu ihrem Wohl ein. Wobei "Macht" vielleicht nicht der perfekte Ausdruckl ist. Der Phokomelus hat selbst enorme Kräfte und dadurch auch eine gewisse Macht. Aber was er sich wünscht, ist eben nicht nur die totale Kontrolle, sondern dass ihn alle bewundern, ihm überschwenglich für alles danken mit Statuen usw. Der Mann im Satellit hingegen macht das alles ohne wirkliche Gegenleistung und ist meines Erachtens der sympathischste Mensch der Geschichte aber auch die tragische Gestalt.
Negativ würde mir jetzt nur einfallen, dass eben doch einige utopische Vorstellungen dabei sind. Bspw. dass ein Kind, dem Arme und Beine fehlen (übrigens sehr deutlich geamcht, dass es sich hier um die tatsächlichen Folgen eines uns sicher allen bekannten Medikaments aus Deutschland handelt) über reine Gedankenkraft Dinge bewegen kann. Da sind mir technikgläubige Sci-Fi-Geschichten lieber, sowas kann man zumindest theoretisch nachvollziehen. Auch die Geschwindigkeit mit der Mutationen auftreten und ihre Art und die Auswirkungen sind sicherlich sehr weit hergeholt. Wahrscheinlicher sind da ganz andere Folgen, aber das mag daran liegen, dass ich es aus dem Blickwinkel eines Genetikers gelesen habe. Für den Laien dürfte dies kaum ins Gewicht fallen. Und einige der daraus entstehenden Ideen sind wiederum wunderbar skuril und abstrus, die möchte man nicht missen.
Die vielen Jahre, die der Roman mittlerweile auf dem Buckel hat, merkt man ihm kaum an, auch wenn die Gefahr eines Atomkriegs in unseren Tagen kaum noch schlaflose Nächte bereitet wie zur damaligen Zeit. Problematisch könnte höchstens sein, dass einige der jüngeren Lesen eben den zeitgeschichtlichen Hintergrund nicht kennen, und bspw. den beschriebenen Medikamentenskandal für Fiktion halten.
Letztlich bleibt am Ende alles wie es ist: Dicks Menschen halten noch immer eine Zivilisation aufrecht, sie haben nie aufgegeben und im Gegenteil, sie beginnen langsam sich weider von den Folgen zu erholen und zu ihren früheren Fehlern zurückzukehren (z.B. Vollautomatisierte Herstellung von Zigaretten und Alkohol, Aufbau eines Vertriebsnetzes, Kooperation unterschiedlicher Firmen.).
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Nach der Bombe. Roman
Nach der Bombe. Roman von Philip K. Dick (Taschenbuch - 1. November 2004)
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