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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...bestialisches Abschlachten wäre auch ein passender Titel
Dem Titel "Das Hotel" hätte man auch getrost noch schnell zwei Wörter, in Form eines Untertitels, hinzufügen können, denn "bestialisches Abschlachten" würde zumindest punktgenau und explizierter darauf hinweisen, was die Leser in diesem Roman erwartet.

"Das Hotel" ist ein Horrorroman, der in Sachen Abartigkeit und Grausamkeit seines...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2011 von Elements-Of-Crime

versus
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3.0 von 5 Sternen Solider Horror
Das Hotel
Das Rushmore Inn, ein weit abgelegenes Gebäude, mitten in der Pampa, welches nur durch einen Waldweg zu erreichen ist und dessen Existenz scheinbar in der gesamten Zeit gut verborgen wurde. Dazu existiert in der Gegend kein Hinweis auf dieses Hotel, bis auf ein kleines Schild mitten im Wald. In Inneren beherrscht das Thema 'Amerikanische...
Vor 23 Monaten von Roman veröffentlicht


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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...bestialisches Abschlachten wäre auch ein passender Titel, 24. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Dem Titel "Das Hotel" hätte man auch getrost noch schnell zwei Wörter, in Form eines Untertitels, hinzufügen können, denn "bestialisches Abschlachten" würde zumindest punktgenau und explizierter darauf hinweisen, was die Leser in diesem Roman erwartet.

"Das Hotel" ist ein Horrorroman, der in Sachen Abartigkeit und Grausamkeit seines Gleichen sucht. Es ist der pure Splatter/Gore, bei dem einem die Fleischfetzen nur so um die Ohren fliegen, das Blut eimerweise aus allen aufgerissenen Körperöffnungen fließt und es alles um einen herum in einen tiefroten See des Todes verwandelt. Es wird geköpft, ausgeweidet, amputiert und zwischen stinkenden Leichenbergen hindurch gewartet, bei denen die Fliegen schon lange das Kommando inne haben. Einfach gesagt, es ist eine beispiellose Aneinanderreihung bestialischer Grausamkeiten. "Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte dieses Buch unter keinen Umständen lesen, denn der Mageninhalt fällt einem schneller aus dem Gesicht, wie er den Weg ins Innere gefunden hat." Im Vergleich dazu lesen sich Richard Laymons Romane wie Kinderbücher, die auch ohne Sorge bei einem Kaffeekränzchen im Seniorenstift vorgetragen werden können, ohne dass die Pumpe einen zusätzlichen Schlag macht, oder die Dritten im Stollen hängen bleiben.

Wer auf dieses relativ weit unten angesiedelte Niveau steht (natürlich möchte ich keinem Leser mit dieser Aussage zu nahe treten), der wird hier bestens bedient, denn Jack Kilborn weiß genau, was seine Leser wollen. Mit den kurzen Sätzen, der Einfachheit in seiner Sprache, lässt er die Story wie ein Hagelschauer auf einen herab prasseln - ein Dauerbeschuss ohne absehbares Ende. Erholungsphasen sind hier absolut Fehlanzeige, und das ist auch gut so - denn wer will schon Langeweile in einem Horrorschocker. Zeitgleich legt "Das Hotel" eine recht hohe Spannung und ein sehr hohes Tempo aufs Parkett, und das alles zusammen macht diesen Roman so einzigartig. Die Unterhaltung kommt auf eine bizarre, abartige Art und Weise jedenfalls nicht zu kurz, und man kann das Buch trotz allem nicht aus der Hand legen, pervers - aber leider wahr.

Auch wenn ich doch mehr der Fan des subtilen Horrors bin, meine persönliche Meinung aber mal ganz außen vor gelassen, ist "Das Hotel" eine Horrorroman, der die Horror-Fan-Herzen höher schlagen lässt, und den man sich unter keinen Umständen entgehen lassen darf. Dieser Roman gehört in die Regale derer, die süchtig nach derart extremer Unterhaltung sind.

Was mich doch wirklich wundert ist, dass dieser Roman so mir nichts dir nichts vom Heyne Verlag veröffentlicht wurde. Ich hätte darauf wetten können, dass er entweder über Heyne Hardcore läuft, oder er dem Verlag gänzlich zu hart wäre, und er ihn nicht auf den Markt gebracht hätte.

Zur Story: Der jährliche Ironwoman in West Virginia ist das Highlight schlechthin, das sich keine Leistungssportlerin entgehen lassen will. So auch Florenz, ihre Tochter Letti und dessen Großkind Kelly, und nicht zu vergessen Deb, die auf tragische Weise vor ein paar Jahren, nicht allzu weit entfernt, beim Klettern ihre beiden Beine verlor. Mit von der Partie ist auch Mal, ein Reporter, der einen Bericht über die Sportler schreiben soll. Unglücklicherweise ist ihr eigentlich angedachtes Hotel völlig überfüllt, und so werden sie - natürlich kostenlos - in ein anderes Hotel verfrachtet, in das "Rushmore Inn". Schon die Anreise gestaltet sich als schwierig, denn das Hotel ist auf keiner Karte eingezeichnet. Als nach und nach alle Umquartierten, mehr schlecht als recht das Hotel erreichen, beginnt auch schon das Grauen. Nicht nur der erbärmlich süße Gestank - der zu dem Hotel dazuzugehören scheint wie ein Schweißfuß nach einem Marathonlauf - erwartet die Gäste, sondern auch rein optisch wirkt es wie es riecht. Der eigentliche Alptraum beginnt aber erst als sie ihre Zimmer beziehen, und sie das Gefühl beschleicht, sie seien nicht allein in Ihren Räumen....doch niemand ist zu sehen, aber sie sind da und sehen alles.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The presidents of the USA, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Wer nach "Angst" zu "Das Hotel" von Jack Kilborn greift, weiß ganz genau, was ihn erwartet: Splatter, Gemetzel und richtig kranker Scheiß. Genau das habe ich mir vom neuen Buch erwartet und wurde nicht enttäuscht.

Der Plot ist schnell erzählt: Ein Wald, ein abgelegenes Hotel, ein Haufen kannibalische Mistgeburten und viel Blut. Was wie "schon 100 mal gelesen und gesehen" klingt, verwandelte sich zu einem richtig guten Lesegenuss.

Klar ist die Grundstory nicht neu, denn Leute, die viel in diese Richtung lesen und schauen kennen zuhauf solche Storys. Ich persönlich musste direkt an "Wrong turn" denken und "Das Hotel" könnte die literarische Grundlage für diesen Film durchaus gewesen sein.
Dennoch las es sich keineswegs "alt bekannt". Mich hat die Story gleich gepackt und Kilborns direkter und gleichzeitig einfach verständlicher Sprachstil verwandelte das Lesen in einen wahren Horrortrip. Besonders die Hintergründe der Familie, welche das Rushmore Inn leiten, haben mir gefallen, denn sie sind krank und gestört zu gleich. Sie haben die Idee abgerundet und all dies, was der Leser nach und nach erfährt passt total in die Story.
Geht man nach der Beschreibung von einem einzigen Handlungsstrang aus, wird man enttäuscht, denn hier finden sich drei bis vier Handlungsstränge wieder, welche nach und nach zusammen geführt werden.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mir vielen Namen meine Probleme habe, die Leute auseinander zu halten. Dies hat hier bei allerdings geklappt, obwohl wir viele Familienmitglieder und Opfer kennen lernen.
Das Augenmerk liegt hier ganz klar auf der Abschalterei, allerdings steckt ein interessanter Hintergrund dahinter, welcher das Altbekannte zu etwas Neuem werden ließ. Einfach lesen, denn verraten will ich da nichts.

Dass es ziemlich blutig, makaber und eklig zugeht, muss ich sicherlich nicht noch extra erwähnen. Wer wie ich "Angst" gelesen hat, weiß, wie Kilborn schreibt. Sein Stil ist keinesfalls niveaulos oder "einfach" die ein Laymon, sondern recht intellektuell und schockierend. Mein Kopfkino wurde sehr gut angeregt und ich habe den Film, der im Kopf ablief, sehr genossen.

Für mich war dieser neue Kilborn wieder einmal ein Highlight und zeigte mir erneut, dass er genau nach meinem Geschmack schreibt. Für Psychothriller- und Horrorliebhaber ein Must-read!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach nur zu gut!, 26. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
ich war ja schon von "angst" gefesselt aber der neue kilborn hats auch wieder geschafft mich nicht loszulassen.
ich hatte zwar keine albträume aber ich kam nicht zum schlafen weil ich ihn nicht weglegen konnte.
sehr gutes buch, für alle die es gerne blutig haben und deren gemüt nicht all zu schwach ist =)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein Hotel der besonderen Art, 1. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Kilborn hat sich hier eine nette markabere Geschichte um ein altes Hotel und seine Bewohner einfallen lassen. Wer sich in diesem Hotel seinen Zimmerschlüssel abholt muß für immer bleiben. Natürlich dürfen nur auserwählte Gäste übernachten, denn man hat mit ihnen etwas ganz besonderes vor. Allerdings haben die speziellen Bewohner des Hotels diesesmal nicht mit solch zähen und widerspenstigen Gästen gerechnet...
Es werden verschiedene Handlungsstränge und Personen miteinander verbunden, die letzten Endes alle im Rushmore Inn aufeinander treffen. Die Charaktere wurden sympathisch und glaubhaft beschrieben.
Kilborn hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und treibt die Geschichte in rasantem Tempo voran. Ich finde allerdings, daß es erst im letzten Drittel des Buches so richtig zur Sache geht. Dann beginnt jedoch ein fröhliches Gemetzel, welches manchem Leser möglicherweise auf den Magen schlägt.
Einen Punkt Abzug gibt es, weil mir etwas die Spannung fehlte und ich den größten Teil des Buches doch eher als harmlos empfand.
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3.0 von 5 Sternen Solider Horror, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Das Hotel
Das Rushmore Inn, ein weit abgelegenes Gebäude, mitten in der Pampa, welches nur durch einen Waldweg zu erreichen ist und dessen Existenz scheinbar in der gesamten Zeit gut verborgen wurde. Dazu existiert in der Gegend kein Hinweis auf dieses Hotel, bis auf ein kleines Schild mitten im Wald. In Inneren beherrscht das Thema 'Amerikanische Präsidenten' die Szene, da wirklich jeder Zentimeter des Gebäudes damit zugepflastert ist. Sollte man da nicht schon stutzig werden?

Die Besitzerin
Eine undurchschaubare älter Frau, die auf den ersten Blick freundlich wirkt, ihre Gäste mit den nötigen Respekt willkommen heißt, eine Vorliebe für amerikanische Präsident hat, weil sie scheinbar selber von einem abstammt. Dennoch hat sie etwas merkwürdiges an sich. Welches Spiel wird hier gespielt?

Die Protagonisten
Die Figuren wirken aufgesetzt und flach, sicherlich bekommen sie von Kilborn eine Lebensgeschichte und Eigenschaften verpasst, aber diese sind austauschbar und in diesem Buch auch eher nebensächlich, daher kann man das vernachlässigen.

Die Geschichte
Dünn! Aber was erwartet man auch, wenn man sich einen Kilborn mit nach Hause nimmt? Sicherlich keine tiefsinnige Story, sondern Action, Blut und Horror. Und genau das bekommt man hier auch!
In jedem Jahr findet der so genannte Ironwoman-Wettbewerb statt, so dass jede Menge Menschen in den Ort strömen. Schnell sind die Hotels in der Umgebung ausgebucht und die Leute müssen sich nach alternativen umschauen. Ein kleines Hotel, abseits aller Zivilisation, ist eine davon. Andere Teilnehmer bekommen bereits im Vorfeld eine Einladung zu einer kostenlosen Übernachtung, so dass hier immer dafür gesorgt ist, dass Leute zu diesem Hotel finden. Was allerdings keinem aufzufallen scheint ist die Tatsache, dass die Leute nicht mehr zurückkehren. Wie kann es sein, dass ca. 500 Menschen in diesem Ort spurlos verschwinden? Was hat die Besitzerin damit zu tun? Und welche Kreaturen lauern in dem Wald, welcher das Rushmore Inn umgibt?

Mehr möchte ich hier nicht verraten, sonst hätte ich die gesamte Geschichte bereits vollständig beschrieben.

Spannung/Horror
Es gibt einige sehr nette Momente in denen einem das Blut in den Adern gefriert. Da bleibt ein Auto mitten im Wald stecken, die Insassen, Oma, Mutter, Tochter, umgibt völlig Schwärze. Doch beim Blick aus dem Fenster stellen sie fest, dass dort draußen etwas ist. Das Gesicht an die Scheibe gepresst, versuchen sie mehr zu erkennen'man wartet in diesem Moment darauf, dass von außen etwas an die Scheibe springt'man hält den Atem an'den Rest müsst ihr selber lesen.

Fazit
Für einige Menschen beginnt ein Trip durch die Hölle, der Leser ist mitten drin und spürt die Qualen der Opfer, hört die Schreie und riecht Blut und andere körperliche Ausdünstungen. Einige Szenen sind hart an der Grenze, denn wenn z.B. einem Mann bei vollem Bewusstsein Köperteile amputiert werden oder Frauen eine Massenvergewaltigung erleben, dann ist das definitiv nichts für Zartbesaitete.
Für Freunde dieses Genres sicherlich eine Überlegung wert, Leute, die bei einem Film wie Wrong Turn schon ohnmächtig werden, sollten vielleicht lieber die Finger davon lassen. Dennoch ist es ein nettes Horrer/Slasher Buch für zwischendurch, auch wenn es in diesem Bereich noch extremere Sachen gibt.
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5.0 von 5 Sternen Ein Knaller vom ersten bis zum letzen Wort, 2. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Ich muss gestehen, dass ich zuerst Bedenken bei diesem Buch hatte. Das "Hinterwäldler- und Hotelthema" wurde ja bereits in zahlreichen Filmen eher schlecht als recht aufgegriffen und ich hatte die Sorge, dass dieses Buch nur eine Collage der alt bekannten Szenen sein würde. Doch zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt!
Dieses Buch ist einfach nur der Knaller. Man fängt nichts ahnend an zu lesen und BOOM. Es geht direkt ohne große Umschweife richtig zur Sache. Man wird vom ersten Wort an gefesselt und möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus den Händen legen, weil man sich ständig fragt, wie es weitergeht. Natürlich werden so allerlei Klischees bedient, aber der nach langer Zeit mal wieder grandiose, flüssige und fesselnde Schreibstil sorgt dafür, dass man alles andere vergisst und absolut in die Geschichte eintauchen kann.
"Das Hotel" ist zwar nichts für zarte Gemüter, aber für Fans der Horrorliteratur meiner Meinung nach ein absolutes Muss. Jack Kilborn sollte uns schleunigst mehr davon liefern!!!
Einfach nur großartig!
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5.0 von 5 Sternen Spannender Horror mit unaufhörbaren durchlesen !!, 22. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Kindle Edition)
Ich habe mir das Buch geholt, weil ich schon die spannenden Rezessionen der anderen Leser gut fande und sie haben mich nicht enttäuscht. Hab schon lange kein so gutes Buch mehr gelesen.. Ich hab es angefangen und konnte nicht mehr aufhören..
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3.0 von 5 Sternen Super-Granny versus Hillbillys - leicht verdauliche Genrekost, 19. Januar 2012
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Inmitten einer urwüchsigen Wildnis steht das Rushmore Inn, ein heruntergekommenes Hotel, das vor allem von Teilnehmerinnen des Ironwoman-Wettbewerbs genutzt wird. Vor einem Jahr verschwand dort die Sportlerin Maria spurlos. Alles was ihrem Verlobten Felix von ihr geblieben ist, ist eine SMS. Weil ihm Polizei und Privatdetektive nicht helfen können oder wollen, macht sich Felix allein auf die Suche nach Maria, nur unterstützt von ihrem psychisch labilen Bruder Cam. Und genau ein Jahr später, kurz vor dem nächsten Ironwoman-Wettbewerb, findet er die Spur zum Rushmore Inn. Dorthin ist auch Deborah Novachek unterwegs, die in Monk Creek kein Zimmer mehr bekommen hat. Der Sportreporter Mal Deiter begleitet sie, weil er zum einen ein Interview mit ihr führen will und Deborah zum anderen sehr attraktiv findet. Auch die Wettbewerbsteilnehmerin Letti Pillsbury, ihre zwölfjährige Tochter Kelly, ihre Mutter Florence und der Schäferhund JD haben sich das Rushmore Inn als Bleibe ausgesucht. Ein schwerer Fehler, denn kaum nähern sie sich dem Hotel, als plötzlich der Reifen platzt. Die Entscheidung, ob sie tatsächlich in dem heruntergekommenen Haus übernachten wollen wird ihnen somit abgenommen. Und Eleanor Roosevelt, die Besitzerin des Hotels, hat die Ankunft neuer Gäste schon sehnsüchtig erwartet. Was hinter den verschlossenen Türen des Rushmore Inn vor sich geht ist unaussprechlich und schon bald wird den Gästen klar, weshalb es in der Gegend eine so hohe Vermisstenrate gibt. Was jedoch niemand ahnt ist, dass kein Gast das Hotel jemals wieder verlassen hat ...

Hinter dem Pesudonym Jack Kilborn verbirgt sich der amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Joseph Andrew Konrath. Als Kilborn widmet er sich vorrangig dem Schreiben von zeitgenössischen Horror-Romanen. 'Das Hotel' ist sein zweites ins Deutsche übersetzte Werk und liest sich wie eine rasante Mischung aus 'The Texas Chainsaw Massacre' und 'The Hills have Eyes'. Auffallend ist der visuelle Stil, in dem Kilborn seine Story verfasst hat, und der die Lektüre äußerst kurzweilig gestaltet. Natürlich setzt die Geschichte in erster Linie auf plakative Schockeffekte und effektheischende Brutalität. Richtig in Gang kommt das Gemetzel jedoch erst in der zweiten Hälfte des Buchs. Die erste Hälfte beschäftigt sich mit der Einführung der unterschiedlichen Charaktere, die scheinbar direkt dem Storyboard eines Filmsets entsprungen zu sein scheinen. Tatsächlich bekommt man während des Lesens den Eindruck einen detailliert ausgearbeiteten Filmentwurf in Händen zu halten. Sozusagen das Buch zum noch nicht gedrehten Film. Die Protagonisten sind keine gewöhnlichen Personen, sondern bieten jede Menge Konfliktpotenzial, das jedoch nur selten glaubwürdig genutzt wird. Vielmehr bedient sich Kilborn bei allerhand Klischees und den Stereotypen des amerikanischen B-Movies. Die Spitzensportlerin Deborah Novachek, die bei einem Unfall in den Bergen beide Beine verlor, begegnet nicht nur einem attraktiven Sportjournalisten, der ihren inneren Schutzwall überwindet, sondern auch jenem Berglöwen, der zu ihrer geheimen Nemesis wurde. Dass die degenerierte Hillbilly-Familie sich aber ausgerechnet die Bestie als Schoßtier aussucht, die Deborah so übel zugerichtet hat, ist mehr als hanebüchen. Ebenfalls sehr bemüht wirkt das Familienkonstrukt der Pillsburys. Krebskranke Frau will sich mit ihrer erwachsenen Tochter versöhnen und schließt Freundschaft mit der Enkelin, indem sie ihr allerhand Karatetricks beibringt, welche die kleine Göre in Extremsituationen natürlich sogleich abrufen kann. Und auch die Super-Granny Florence darf zeigen was trotz ihrer 65 Lenze noch in ihr steckt. Heimlicher Star ist der Schäferhund JD, um den man tatsächlich bangen muss, und der eine ausgeprägte Antipathie gegen deformierte Hinterwäldler entwickelt. Der oben bereits erwähnte Film 'The Hills have Eyes' lässt grüßen. Einer der interessantesten Charaktere des Buchs ist unzweifelhaft Marias Bruder Cam, dessen Vorgehensweise absolut fragwürdig aber nichtsdestotrotz erfolgversprechend ist. Marias Martyrium wird sehr anschaulich und intensiv beschrieben, so dass das Buch wirklich nichts für schwache Nerven ist. Für den schwarzen, morbiden Humor sorgt indes Eleanor mit ihrer Brut, vor allem durch ihr Faible für US-Präsidenten. Bis auf die wirklich plastischen Splatterszenen ist der Roman jedoch sehr schematisch aufgebaut, und das äußerst kitschige Ende an den Haaren herbeigezogen. Immerhin kommt keiner der Protagonisten ohne Blessuren davon, und der Epilog lässt hoffen, dass eben doch nicht alles ganz so glimpflich abgelaufen ist wie befürchtet. Nichtsdestotrotz bleibt der Roman hinter den Erwartungen zurück. Die oberflächliche Charakterisierung der Hauptfiguren macht eine Identifikation mit den Protagonisten fast unmöglich. Die Operationsszene indes geht wirklich unter die Haut und entschuldigt zusammen mit den Leiden von Marias Verlobtem viele Schwächen des Romans.
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3.0 von 5 Sternen Blut spritzt, Gedärme fliegen, (manch ein) Leser freut sich!, 17. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Kindle Edition)
Wer einen Kilborn zur Hand nimmt, sollte wissen, worauf er sich einlässt. Jack Kilborn nimmt kein Blatt vor den Mund und ist vor keiner Beschreibung fies. Das Buch ist zumindest zu Beginn absolut spannend, keine Frage - ein Pageturner, auch wegen der zahlreichen Cliffhanger. Dennoch wären weniger Splatter und weniger mißgebildete Gestalten sogar etwas mehr (besser) gewesen. Leider wird die Handlung gerade zum Ende hin doch sehr übertrieben, ja geradezu grotesk. Für das Abfallen zum Ende hin und die unter dem Strich doch übertriebene Effekthascherei" insgesamt zwei Punkte Abzug und die ausdrückliche Warnung: Wem sich bei Laymon der Magen umdreht, der sollte die Finger von Kilborn lassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eben Kilborn..., 2. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel: Roman (Taschenbuch)
Nach "Angst" das 2. Highlight von Jack Kilborn.
Unbedingt lesenswert für Leute, die auf ungewöhnliche Literatur stehen!

Meiner Meinung nach sollte Kilborn in seinem nächsten Roman, den es hoffentlich bald geben wird,
aber unbedingt vermeiden, zu sehr Ketchum seinen Schreibstil zu benutzen.
Die Kunst, etwas Eigenes, Unverwechselbares mit seinem Namen zu verbinden...ist nicht jedem gegeben.
Das ist nur mein persönliches Empfinden, daß dem Genuß des Buches aber in keinster Weise im Wege stand;-)

Fazit: Kilborn... 5 Sterne!
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Das Hotel: Roman
Das Hotel: Roman von Jack Kilborn (Taschenbuch - 12. Dezember 2011)
EUR 8,99
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