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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandhorsts Meisterwerk
Rahil Tennerit erwacht, während gerade sein "Image" in einen neuen Körper zurückgespielt wird. Seine Erinnerungen sind bruckstückhaft - wichtig scheint ihm nur der Auftrag der "Ägide", deren Agent er ist, auf dem Planeten Heraklon das Geheimnis um das "Artefakt" zu lüften. Es beginnt eine formal wie inhaltlich gelungene Suche des...
Veröffentlicht am 8. März 2012 von V. Fremgen

versus
23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur was für Hardcore-SciFi-Fans!
Der Klappentext hörte sich interessant an und zwischendurch lese ich ganz gerne mal Science Fiction. Von Andreas Brandhorst hatte ich bisher noch nichts gelesen und mich auch nicht groß um die Rezensionen und Bewertungen seiner Vorgängerwerke geschert.

Allerdings bin ich leider sehr enttäuscht von "Das Artefakt". Die Story, die dem Buch...
Veröffentlicht am 11. Februar 2012 von Katharina L.


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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandhorsts Meisterwerk, 8. März 2012
Von 
V. Fremgen "SFWurm" (Hermersberg, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Kindle Edition)
Rahil Tennerit erwacht, während gerade sein "Image" in einen neuen Körper zurückgespielt wird. Seine Erinnerungen sind bruckstückhaft - wichtig scheint ihm nur der Auftrag der "Ägide", deren Agent er ist, auf dem Planeten Heraklon das Geheimnis um das "Artefakt" zu lüften. Es beginnt eine formal wie inhaltlich gelungene Suche des Protagonisten Rahil nach seinem Ziel (Heraklon & das Artefakt) sowie sich selbst.

WOW - nach einigen guten bis sehr guten Romanen (siehe den Kantaki-Zyklus und den ersten beiden Bände der "Graken"-Trilogie) kam von Andreas Brandhorst viel Durchwachsenes, aber - vielleicht ausser "Kinder der Ewigkeit" - nichts wirklich überzeugendes und mancher eher ärgerliche Roman, wie das enttäuschende "Feuerträume" (2008). Und jetzt dieses wirklich erwachsen wirkende, formal, inhaltlich und insgesamt vollkommen überzeugende Werk!

Der Roman besteht aus drei Teilen: Teil eins "Irrwege" beschreibt den Weg Rahils von der Wiederherstellung aus einem ein Jahr alten Image und seinen (Irr-)Weg Richtung Heraklon. Teil zwei "Interludium" berichtet von der Flucht des jungen Rahil Tennerit von seinem rückständigen Heimatplaneten und aus der Gewalt seines Vaters in den Schutz der "Ägide". Im dritten Teil "Heraklon" erreicht er schliesslich sein Ziel und beginnt auch endlich die Zusammenhänge seiner Suche und seiner Vita zu erkennen.

Die Welt der "Ägide" und "Bruch-Gemeinschaft" spielt in einer zukunftigen Galaxis, in der sich die Menschheit durch unnötige Kriege beinahe selbst um die eigene Zukunft gebracht hätte. Die Gemeinschaft der "Hohen Mächte" der Galaxis gibt den Menschen jedoch eine neue Chance, sich weiterzuentwickeln und in diese Gemeinschaft aufgenommen zu werden; dafür gibt es jedoch ein Zeitfenster und gegen Ende dieser "Bewährungszeit" taucht auf einem menschlichen Planeten das geheimnisvolle "Artefakt" auf... Die Technik wird größtenteils überzeugend geschildert, verschiedene der "Hohen Mächte" besitzen Möglichkeiten, von denen die Menschheit nur träumen kann. Der "Ägide"/"Bruch-Gemeinschaft" steht im Gegensatz zum Großteil der menschlichen Welten, die sich zurückentwickelt haben, einiges dieser Technik zur Verfügung. Diese tritt jedoch niemals in den Vordergrund. Hier steht fast immer der Protagonist und seine Suche. Sehr schön findet der Autor einen Bogen, der die Entwicklung der Hauptperson mit dem Inhalt seiner weltlichen Suche verbindet.

Das zentrale Thema des Buches ist die Frage, ob eine (technisch oder moralisch) überlegene Zivilisation einer unterlegenen helfen darf oder ob dies zu einem "Kulturschock" führt. Brandhorst liefert am Ende auch dafür eine plausible Antwort.

FAZIT: der bisher mit Abstand beste Roman von Andreas Brandhorst, der in jeder Beziehung überzeugen kann und spannend und stets überraschend bleibt bis zum Ende. Vielleicht der beste deutsche SF-Roman überhaupt...

Nachtrag: Der Roman erhielt - meines Erachtens völlig zu recht - den "Deutschen Science-Fiction-Preis" des Jahres 2013 (siehe [...]).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dicker Sci-Fi Wälzer nach meinem Geschmack!, 12. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist keine leichte Kost, was sich nicht nur durch die Seitenanzahl bemerkbar macht. Es handelt in einem komplexen Universum mit allerhand Spezies und Planeten. Hier hilft das Glossar am Ende des Buches ungemein den Überblick zu wahren.
Die Story (Sci-Fi mit einem Hauch Thriller) hat mir sehr gut gefallen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Titelheld Rahil wird auf einem Außenposten der Ägide (= High-Tech-Gemeinschaft von Menschen die eine Katastrophe überlebt haben) "wiedergeboren" , nachdem sein voriger Körper auf einer Mission unter ungeklärten Zuständen ums Leben kam. Nun soll er seine vorige Mission zu Ende bringen und die Erinnerungen bis zu seinem Tod finden. Und da beginnt auch schon die spannende Reise.

Ich persönlich habe selten so gute Sci-Fi gelesen und kann es wirklich nur allen empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction - so viel mehr als Technik., 4. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Was für ein Buch, was für eine Story, was für eine Welt: Andreas Brandhorst öffnet uns Lesern hier ein Fenster in eine Welt, die so vielfältig ist und so bunt beschrieben wird, wie in kaum einem anderen SF-Universum. Nicht große Raumschlachten, keine waffenstarrenden Riesenraumschiffe sondern die Suche nach dem selbst, das "Wer bin ich?" steht im Mittelpunkt - und die Suche nach der Wahrheit. Um dieser Frage nachzugehen, schafft A.B. nicht nur _eine_ Welt, nicht nur _eine_ Technik, nicht nur _eine_ Gesellschaft, sondern unzählige: Von der Dampflokomotive bis zu fast magisch anmutenden, Universen erschaffende und die Zeit biegende Maschinen ist alle Art von Technik dabei; von Gestaltwandlern bis zu Wesen, die zwischen den Sternen segeln reicht die Spanne der Geschöpfe, von Diktatur, bis zur moralisch reinen Gesellschaft, vom Matriarchat bis zu einem Volk, das Geschichte nach seinem Willen formt, sind alle Gesellschaftsformen vertreten...
Und doch stehen solche Form-Fragen nie dem eigentlichen Thema der Geschichte im Weg, sondern geben der Handlung nur den bunten Rahmen, sprühend vor Phantasie und voller Ideen.

So muss SF sein!

Einzig das Ende der Geschichte macht mich wundern: da hat der Protagonist so lange nach der Wahrheit gesucht - danach wer er ist und was die Welt bestimmt - er hat so viel über seine Grenzen und seine Unvollkommenheit gelernt. Und dann findet er sie! Es gibt eine Antwort: er - ganz der einsam strahlende Held - gestaltet die Zukunft selbst zum Guten - weil es ja sonst keiner tut.
In dieser Handlung trägt der einzelne Mensch am Ende doch das Potential in sich, aus sich selbst heraus 'gut' zu sein - er kann sich ''seinen Platz unter den 'höheren Wesen' selbst erarbeiten''. Ist nicht gerade das dann doch wieder Hybris?

Aber wen interessiert das schon, wenn es der Endpunkt eines derart spannenden, bunten, vielfältigen und intelligenten Romans ist.
Der Roman hat ein Ende, er muss eines haben, die Handlung ist determiniert. Aber in der Wirklichkeit ist die Frage offen.
Aber egal ob wir die Antwort je erfahren, ob wir wirklich 'gut' sein können oder nicht - A.B. erinnert uns in seiner Geschichte daran, daß wir es zumindest versuchen sollten.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaftes Weltraumepos, 15. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Das Artefakt ist ein Stück besonders hoch entwickelter Technik, das vor Millionen von Jahren - vermutlich aus der Zukunft stammend - auf dem Planeten Heraklon erschien und aus den verschiedensten Gründen bei unterschiedlichen Gruppen Interessen und Begehrlichkeiten hervorruft. In einem Kosmos mit hohen Mächten, gefallenen Welten und einer Organisation namens Ägide erleben die Leserinnen und Leser zu Beginn des Romans, wie der bei der Erforschung des Artefakts ermordete Beauftragte der Ägide, Rahil Tennerit, wiedererweckt wird. Dies ist mithilfe der entsprechenden Technik dann möglich, wenn der genetische Code der betreffenden Person und ein sogenanntes "Image" vorhanden sind. Ein "Image" ist eine Art Aufzeichnung der Erlebnisse, Erinnerungen und Bewusstseinsinhalte eines Lebewesens, die zu einem bestimmten Zeitpunkt angefertigt wird. Da das verwendete "Image" von Rahil Tennerit ein Jahr alt ist, fehlen ihm bei seiner Wiedererweckung entscheidende Erinnerungen im Zusammenhang mit der von ihm durchgeführten Erforschung des Artefakts und seiner Ermordung. So macht sich der wiedererweckte Protagonist erneut auf die Reise zum Planteten Heraklon, um seinen ursprünglichen Auftrag zu erfüllen und die verlorenen Erinnerungen wiederzufinden, von denen angeblich eine Aufzeichnung existiert. Eine Reise mit allerlei Hindernissen, Irrwegen, Rückschlägen, Offenbarungen menschlicher Schicksale und überraschenden Wendungen und Erkenntnissen.
"Wo lagen die Grenzen der Phantasie?" sinniert Rahil Tennerit im Roman. Bei Andreas Brandhorst sicherlich nicht. In einem Feuerwerk an faszinierenden Ideen entführt er die Leserinnen und Leser in ein vielschichtiges Universum voller exotischer Welten und Lebewesen, geheimnisvoller Konstrukte und Schauplätze und einer komplexen, durch Rückblenden verschachtelten, auf verschiedene Zeitebenen angelegten Handlung, in der vieles nicht das ist, was es zunächst zu sein scheint.
Die es aber in sich hat: Abenteuer im Weltraum und unter archaischen Bedingungen auf Planeten, eine tragische Familiengeschichte mit Generationenkonflikt, philosophische Betrachtungen zu (allzu menschlichen) Eigenschaften wie Lüge, Wahrheit und Machtgier, die auch unsere heutige Gesellschaft zur Genüge kennt, und dazu ein Schuss Kosmologie bis in die Anfänge des Universums. Dabei stehen diese Geschehnisse nicht für sich, sondern sind über zahlreiche Beziehungen und Verflechtungen miteinander verknüpft, die sich im Finale offenbaren.
Brandhorsts Technik gründet zwar auf naturwissenschaftlichen Gesetzen, soweit das in der SF möglich ist, verzichtet aber auf die detaillierte Beschreibungen der theoretisch-hypothetischen Grundlagen, ganz in der Tradition der Kantaki-Romane und Kinder der Ewigkeit und der sinngemäßen Aussage, dass eine höher stehende Technik den Lebewesen, die nicht den nötigen Wissensstand besitzen, wie Magie erscheinen muss. Das Artefakt ist meiner Meinung nach kein Hard-SF-Roman, vielmehr eine breit angelegte, epische Space Opera. Besonders überzeugend fand ich, dass die Charaktere, v. a. die "Bösen", nicht in ein starres Gut-Böse- bzw. Schwarz-Weiß-Schema gepresst werden, sondern in den verschiedensten Abstufungen von Grautönen erscheinen. Auch diesmal ist mir sehr positiv aufgefallen, dass die Beschreibung waffenstarrender Raumschlachten völlig fehlt.
Wie immer gefällt der flüssige, greifbar-bildhafte Schreibstil des Autors. Das liest sich spannend und mitreißend.
Natürlich ist Geschmack eine äußerst subjektive Angelegenheit, aber wem die bisherigen Romane des Autors gefallen haben, der wird auch an "Das Artefakt" seine helle Freude haben.
Deshalb: Von meiner Seite eine absolute Kaufempfehlung!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Science Fiction mit Thriller-Elementen, 12. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Mit über 600 Seiten ein nicht nur vom Umfang, sondern auch vom Reichtum der Ideen her umfangreiches Buch.
Brandhorst entwirft hier ein Universum weit in der Zukunft, in dem die Menschen kurz vor der Aufnahme in den Kreis der so genannten 'Hohen Mächte' stehen, mit der sie Zugang zu dem Wissen erhalten, welches diese Mächte im Laufe langer Zeiträume erworben haben. Bereits 600 Jahre vorher stand die Menschheit kurz davor, hat sich dann aber mit einem Krieg untereinander selbst diskreditiert und musste sich in eben diesen 600 Jahren bewähren, indem sie Frieden hielt. Nur dann kann die Aufnahme endgültig erfolgen. Die 600 Jahre sind fast um und da taucht auf dem Planeten Heraklon plötzlich ein Artefakt auf, um welches prompt Auseinandersetzungen entstehen, die die Aufnahme gefährden. An dieser Stelle setzt die Handlung ein, bei der ein Abgesandter der 'Ägide' (einer Organisation, die die Einhaltung des Friedens überwachen soll) namens Rahil Tennerit im Mittelpunkt steht.
Brandhorst gelingt es über die gesamte Handlung hinweg, die Spannung aufrecht zu erhalten, so dass das Buch kaum einmal langweilig wird. Ausnehmen würde ich hier nur den Mittelteil, in dem er aus der Kindheit bzw. Jugend des Rahil Tennerit berichtet. Dieser Teil ist doch etwas in die Länge gezogen, wenn auch für das Verständnis der Handlung nicht ganz unwichtig. Trotzdem hätte man hier kürzen können.
Die einzelnen Figuren sind gut gezeichnet, Rahil Tennerits Beziehung zu seinem Vater und seiner Schwester sind recht genau ausgearbeitet. Andere Figuren bleiben plakativ, gerade der Vater und die Darstellung von dessen Motiven wäre hier ein dankbares Unterfangen gewesen. So steht er als der große, böse Egozentriker und Gegenspieler Rahils doch reichlich unrealistisch dar.
Es ist beeindruckend, mit welchen Ideen Brandhorst bei seinem Weltentwurf spielt. Da ist eine Menge Kreativität im Spiel, wenn er auch teilweise über das Ziel hinausschießt, insbesondere bei den technischen Fähigkeiten, welche er den Hohen Mächten zuschreibt.
Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch, spannend, mit gut gezeichneten Charakteren und kreativen Einfällen. Brandhorst zeigt, dass Science Fiction nicht nur aus dem englischsprachigen Raum kommen muss um interessanten und anregenden Lesestoff zu liefern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücksgriff, 3. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch für den Urlaub gekauft (mehr oder
weniger nach dem Zufallsprinzip) und habe es nicht bereut.

Ich bin nur gelegentlicher Science-Fiction-Leser und mußte
mich erst einmal zwischen den vielen technischen Begriffen
zurecht finden. Das geht aber recht fix und die Geschichte
liest sich ratz fatz herunter.

Gute Geschichte, beeindruckende Einfälle und ein mir sehr
angenehmer Schreibstil - das alles spricht für ein (nach
meinem Geschmack) gutes Buch.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie viele Gedanken passen in einen Kopf, wie misst man ihre Größe? Wie schwer sind Wahrheit und Lüge?, 31. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Diese Fragen ziehen sich durch Andreas Brandhorsts Werk wie ein roter Faden. Manchmal gut versteckt, dann wiederum wie ein Schlag ins Gesicht.
Wie schwer sind Lüge und Wahrheit?
Wie erwartet versteht es Andreas Brandhorst auch in diesem Werk eine zentrale Frage zu stellen und sie bis zum Ende des Buches konsequent zu verfolgen.
Brandhorst fesselt den Leser von der ersten Seite an. Staunend betritt der Leser ein komplexes Universum, das Brandhorst durch die Hauptfigur und dessen Assistenten geradezu spielend erklärt.
Sechshundert Jahre sind vergangen, seit sich die Menschheit samt Kolonialplaneten kurz vor der Aufnahme in den Kreis der Superzivilisationen in die »Steinzeit« zurückgebombt hat. Auf einigen Planeten, die ihr altes Wissen bewahrt haben, hat sich die Ägide gebildet. Eine Organisation, die über die Menschen wacht, um sie so rasch wie möglich in den Kreis der Superzivilisationen zurückzuführen.
Die Menschen fühlen sich jedoch von der Ägide bevormundet und versuchen ihren Einfluss zu unterlaufen. Als ein Artefakt, das aus der Zukunft stammt, erwacht, mit dessen Hilfe sich die Menschheit in den Kreis der Hohen Mächte regelrecht zurück katapultieren ja sie sogar hinwegfegen könnte, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Mitten darin und zentrale Figur ist Rahil Tennerit, ein Missionar der Ägide.
Die Handlung beginnt mit seiner Wiederauferstehung. Sein Körper, der im Wettlauf um das Artefakt gestorben ist, wird geklont und er erhält sein ein Jahr zuvor konserviertes Bewusstsein. Gemeinsam mit seinem Assistenten muss er sich das Wissen um den Einsatz und die Geschehnisse rund um das Artefakt neu erarbeiten und erkämpften. Dabei stellt er rasch fest, dass es nicht nur um einen Auftrag geht, sondern dass er persönlich involviert ist. Und dass er schon einmal gescheitert ist. Nichts macht einen Helden sympathischer als wenn er ein zweites Mal gegen den übermächtigen Feind antritt.
Rahil entpuppt sich dabei als innerlich zerrissen. Obwohl er den Dienst für die Ägide und damit für die positive Entwicklung gut heißt, wäre sein Weg ein anderer. Ein aktiverer.
Um so mehr Gewicht hat seine Ernennung zum Exekutor. Er hat damit die Lizenz, sich über die Gesetze der Ägide zu erheben und eigenmächtig zu handeln.
Die Story gewinnt an Dynamik, als ein Auftragmörder auf ihn angesetzt wird und diese Jagd für ein Gespräch mit einem Mitglied der Hohen Mächten für hunderstel Sekunden unterbrochen wird. Der Eindruck, dass dort nicht alles rosig ist, wird sich im Laufe der Story noch verstärken.
Im zweiten Drittel des Buches erfährt der Leser die Vergangenheit des Helden. Diese Vergangenheit verleiht dem Helden etwas Tragisches und legt sogleich den Grundstein für seine Zerrissenheit in der Gegenwart. Dieser Abschnitt deutet bereits darauf hin, dass sich der Held noch mit dem Schatten der Vergangenheit herumschlagen wird müssen. Diese Andeutung wird auch sofort bei der Rückkehr in die Gegenwart konkret. Er steht einem mächtigen Mann aus seiner Vergangenheit gegenüber. Unterschiedliche Werte und Einstellung prallen im weiteren Verlauf der Handlung aufeinander und streben unaufhaltsam ihrem Höhepunkt zu. Er erhält die Geschehnisse zurück, die zu seinem Tod geführt haben und erfährt den Plan zur Eroberung genauso wie die wahren Hintergründe, der Bildung der Hohen Mächte.
Am Ende bleibt eine Frage zu beantworten: Bleibt Rahil seinem Weg und seinen Einstellung zur Entwicklung der Menschheit treu?
Fazit: Ein tolles Buch, in dem Andreas Brandhort wie bei seinen anderen Werken Fragen um das Leben stellt und sie zumindest für den Helden beantwortet. Absolut lesenswert und ein Pflichtbuch - wie alle Werke des Autors
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessant und spannend geschrieben, 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Kindle Edition)
Das Szenario erinnert an die Auseinandersetzungen der Götter im Olymp.
Auch hier soll die Menschheit (wer immer das auch ist) in den Kreis der "entwickelten Völker" aufgenommen werden und Zugang zu, bzw. Zugriff auf übermächtige(r) Technologie erhalten.
Nach den Irrungen und den Wirren mit denen sich der Autor im Verlaufe des Textes viel Mühe gegeben hat, wirkt das befreiende Ende eher simpel.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste SciFi in gewohnter High Quality, 26. Februar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Kindle Edition)
Das sind klare 5 Sterne. Brandhorst in bewährter Hochform. Deutlich besser als einige seiner letzten Bücher und nicht weit weg vom Kantaki-Zyklus.
Bitte weiter so :-)
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur was für Hardcore-SciFi-Fans!, 11. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Artefakt: Roman (Taschenbuch)
Der Klappentext hörte sich interessant an und zwischendurch lese ich ganz gerne mal Science Fiction. Von Andreas Brandhorst hatte ich bisher noch nichts gelesen und mich auch nicht groß um die Rezensionen und Bewertungen seiner Vorgängerwerke geschert.

Allerdings bin ich leider sehr enttäuscht von "Das Artefakt". Die Story, die dem Buch zugrunde liegt, ist eigentlich interessant, aber - aus meiner Sicht - nicht gut ausgearbeitet (oder eigentlich *zu gut*, siehe weiter unten). Das Schlimme ist, dass ich einige Passagen wirklich genossen habe und auch denke, dass Andreas Brandhorst Potenzial zu einem richtig, richtig tollen Roman hat - in "Das Artefakt" konnte er dieses Potenzial jedoch meiner Ansicht nach nicht umsetzen.

Zum Einen hat mir völlig die Identifikation mit dem Helden der Geschichte, mit Rahil, gefehlt. Ich stand ihm völlig gleichgültig gegenüber und das ist wirklich schon ein schlechter Startpunkt. Dadurch, dass seine "Femtomaschinen" seine Gefühle ständig unterdrücken, um ihn effektiver zu machen, und ihm dabei zu helfen, seine Mission zu erfüllen, kam ich an sein Gefühlsleben überhaupt nicht heran, hatte eher den Eindruck, er hätte gar keins. Da hat dann die Geschichte um seine Schwester Yazmine, an deren Tod er sich schuldig glaubt, auch nicht viel geholfen. Überhaupt blieben eigentlich sämtliche Charaktere im Buch farblos und blass, bis auf Rahils Ex-Freundin, die jedoch nur einen kurzen Gastauftritt hat.

Ein anderer und wichtiger Punkt, der mich total gestört hat, war die Überladenheit. Im Laufe des Buches fallen immer wieder Namen von irgendwelchen Spezies, Planeten, Maschinen usw., auf die aber im Grunde meistens gar nicht näher eingegangen wird. Einige Ansätze fand ich total gelungen und fand es schade, dass diese nicht ausgebaut wurden, aber im Großen und Ganzen hatte ich beim Lesen die ganze Zeit über das Gefühl: "way to much!" Zu viele Aliens, zu viele Maschinen oder technische Gerätschaften, zu viele SciFi-Begriffe allgemein (als wäre ein SciFi-Roman nur gut, wenn möglichst viele unbekannte Begriffe darin vorkommen), zu viele Mythen und kleine Geschichten, die noch nebenbei eingestreut wurden, obwohl der Haupt-Handlungsstrang an sich dem Leser schon einiges abverlangt. Hier wäre wirklich weniger mehr gewesen. Das merkt man schon daran, dass das Buch ein 16-seitiges Glossar hat ... Aber ich hatte auch keine Lust, beim Lesen alle zwei Sätze ins Glossar zu schauen. Durch diese Überladenheit kam auch die Story nicht recht in Gang und keine richtige Spannung auf. Im Grunde hätte ich das Buch auch beiseitelegen können und es hätte mir keine schlaflosen Nächte bereitet ;-)

Ich möchte nicht nur einen Stern vergeben, weil ich, wie gesagt, nicht alles an dem Buch schlecht fand und auch glaube, dass eingefleischte SciFi-Fans mehr Spaß an diesem Roman haben, als ich ihn hatte. Für Einsteiger in das Genre ist er definitiv nicht geeignet, man sollte schon etwas SciFi-Vorerfahrung haben, sozusagen. Wären die oben beschriebenen "Probleme" nicht gewesen und hätte das Buch ein paar Seiten weniger gehabt, hätte vielleicht ein top Roman draus werden können - aber so bleibt noch Luft nach oben, oder?
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Das Artefakt: Roman
Das Artefakt: Roman von Andreas Brandhorst (Taschenbuch - 9. Januar 2012)
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