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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen185
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am 11. Juni 2014
Ein tolles Buch.
Durch einen Zufall bin ich über das Buch " Die Stadt der verschwundenen Kinder" gestolpert.
Da mein Lesevorrat zur neige ging habe ich es gleich mitgenommen. Und ich bin nicht Enttäuscht worden.
Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Ich hatte auf einen "Lückenfüller" für zwischendurch gehofft und ein tolles spannendes Buch bekommen.
Schon nach wenigen Seiten war mir klar: ich möchte mehr davon lesen.
Das Buch ist in einem schönen flüssigen Schreibstil geschrieben. Es gibt kaum Rechtschreibfehler und keine verschachtelten undurchsichtigen Sätze.

Die junge 16 jährige Hebamme Gaia lebt vor der Mauer und muss als Hebamme monatlich 3 Kinder vorbringen. Diesen Kindern soll es hinter der Mauer besser gehen. Sie werden von wohlhabenden Familien Adoptiert.
Solche Menschenopfer haben wir ja in vielen Top-Buch-Titeln schon gehabt.
Die Geschichte spielt im 24 Jahrhundert (Nachdem eine Klimakatastrophe die Menschheit fast Aussterben lies), allerdings hat man den Eindruck es ist eine Geschichte aus der Vergangenheit. Auf der einen Seite leben die Menschen so unzivilisiert und primitiv auf der anderen Seite sind sie hochentwickelt.
Die Menschen vor der Mauer leben für und mit dem nötigsten um zu Überleben. Das Leben hinter der Mauer ist dagegen ein Paradies. Oder?
Hier stellt sich mir eine Frage ;-)
Warum benötigt die Enklave so viele Kinder?
Niemand weiß genau was mit den Kindern geschieht. Keines wurde je wiedergesehen. Die Kinder haben das Recht nach ihrem 13 Geburtstag zu ihren Leiblichen Eltern zurück zu kehren. Aber das kam noch nie vor.
Als eines Abends die Eltern von Gaia zum verhör in die Enklave gebracht werden, beginnt ihr eigentliches "Abenteuer".

Der junge Soldat Leon Grey, Hauptmann der Wache, hat die Aufgabe Gaia zu verhören. Die Geheimen Aufzeichnungen ihrer Mutter werden von der Enklave dringend benötigt. Gaia weiß zu diesem Zeitpunkt nicht was das für Aufzeichnungen sein sollen.

In den nächsten Wochen geht Gaia ihren pflichten als Hebamme nach und übergibt, nach dem Gesetz, die ersten 3 Neugeborenen der Enklave. Immer wieder versucht sie herauszubekommen wo ihre Eltern sind, wie es ihnen geht. Leider vergebens. Bis ihr eines Tages eine Nachricht von ihrer Mutter zugesteckt wird.
Gaia fasst einen Plan.
Sie versucht mit allen Mitteln ihre Eltern zu retten. Sie bricht in die Enklave ein.

Der Titel des Buches passt nicht wirklich zur Geschichte. Es ist ein wenig verwirrend. Die Kinder verschwinden nicht wirklich. Sie leben hinter der Mauer in der Enklave bei Pflegefamilien.

Man merkt schon in der Mitte des Buches, das die Geschichte noch nicht zu ende erzählt ist. Es wird schnell klar das dies der Anfang einer Serie ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mir gleich alle drei Teile zugelegt. Das lange Pfingstwochenende habe ich zum Lesen genutzt und die ersten beiden Teile regelrecht verschlungen.
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am 8. Februar 2011
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"Birthmarked" lautet nämlich der Originaltitel, und im Gegensatz zum deutschen Titel hat er viel mit der Handlung zu tun. Was, das möchte ich hier noch nicht verraten, denn das wird erst langsam im Lauf der Geschichte klar.

Das Szenario ist nicht neu. Waren es früher Aliens, Meteoriten, Seuchen oder - besonders beliebt - Atomkriege, die die Erde verwüstet und nur wenige Menschen in einer feindlichen Umwelt zurückgelassen haben, so ist es heute der Klimawandel, der dafür verantwortlich ist. Science Fiction projeziert in die Zukunft, was die Menschen der Gegenwart beschäftigt.

Anders als der Einschlag einer Bombe oder eines großen Himmelskörpers geht der Klimawandel aber allmählich vor sich und lässt den Menschen Zeit, sich Lösungen auszudenken.

Eine davon, und ganz sicher keine perfekte, ist die Enklave in "Die Stadt der verschwundenen Kinder", in der die Kinder nur insofern verschwinden, als sie zwangsadoptiert werden. Warum das so ist, findet Gaia, die Hauptperson der Geschichte, nach und nach heraus.

Sicher gibt es eine Reihe von Unstimmigkeiten und oft wird nicht klar, warum die Personen so handeln, wie sie es tun. Wäre dies ein Roman für Erwachsene, würde ich höchstens drei Sterne vergeben. Aber wir haben es hier mit einem Buch für Teenager zu tun, die sich schon mit den Ungereimtheiten ihrer eigenen Welt herumschlagen müssen und sich daher gerne mal in eine andere Welt flüchten, ohne auch da gleich nach Logiklöchern zu suchen.

Obwohl die Geschichte über 300 Jahre in der Zukunft spielt, behandelt sie Themen, die Jugendliche zu allen Zeiten interessieren: erwachsen werden, abnabeln von den Eltern, Berufswahl, Freundschaft, erste Liebe, Schönheit (Gaias Gesicht ist durch eine Narbe verunstaltet), Abenteuer, Geburt und Tod. Einerseits wird die sechzehnjährige Gaia nach dem Verschwinden ihrer Eltern als Erwachsene akzeptiert und muss auch als solche handeln, andererseits wird sie von den Mächtigen der Enklave herumgestoßen wie ein Spielzeug, das nicht richtig funktioniert. Ein Gefühl, das Jugendliche nur zu gut kennen, auch wenn es bei ihnen selten um Leben und Tod geht.

Das Buch ist recht spannend (manchmal möchte man den handelnden Personen aber schon gerne einen Schubs geben), in einer gut verständlichen, aber nicht simplen Sprache geschrieben und mit ca. 460 Seiten ohnehin nur etwas für Viel- und Gernleser. Daher darf man ruhig eine gewisse Leseerfahrung voraussetzen.

Das offene Ende hätte mich früher füßescharrend auf eine Fortsetzung warten lassen. Heute stelle ich mir lieber selber vor, wie es weitergehen könnte.
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am 22. März 2011
Selten so einen spannenden Roman gelesen. Die Handlung ist abwechslungsreich, auch gibt es durch viele Kapitel immer wieder eine kleine Pause um kurz nachzudenken was man gelesen hat. Denn das ist wichtig. Man bekommt teilweise so viele Informationen, da muss auch zweimal der Satz gelesen werden. Doch ich finde das überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, so ist man gezwungen nachzudenken und nicht nur das Buch quer zu lesen.
Das Ende ist offen und doch wieder nicht. Denn das Buch ist abgeschlossen, doch lässt es auch eine kleine Möglichkeit mit einem neuen Buch anzuknüpfen. Mal sehen ...
Das Buch ist nicht nur für Jugendliche geeignet, sonder auch für Erwachsene.

Als erster Roman von ihr finde ich diesen sensationell!!!!

Auf jeden Fall lesen
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am 25. Mai 2016
Das Cover selber finde ich echt hübsch :) Die Punkte auf dem gesamten Cover sind auch überhaupt nicht störend. Sie machen das Cover meiner Meinung nach besonders. Finde aber, dass im Hinblick auf Gaia vielleicht ein Gesicht Narben hätte haben sollen. Allerdings hätte das vermutlich den "Ästhetik' Aspekt kaputt gemacht. Aber ich finde das Cover insgesamt sehr schön!

Das Cover selber kommt nicht mit in meine Wertung, weshalb ich mal zum Buch selber komme ;)

Im Buch selber gibt es zunächst mal eine Karte!! Das hat mich natürlich mega gefreut, da ich ein riesen Fan von Karten bin!! Mir hat es sehr geholfen eine Vorstellung von der Enklave und der Umgebung zu bekommen. Das ist für mich immer ein Pluspunkt!! :)

Der Einstige in die Geschichte selber ist mir sehr leicht gefallen, wenn auch der Anfang sehr plötzlich kommt. Es geht direkt damit los, dass Gaia ein Baby entbindet. Trotzdem wurde mir durch Gaias Gedankengänge schnell wichtige Infos klar und ich konnte der Handlung gut folgen. Das verschwinden Gaias Eltern kommt ziemlich schnell und man wird sofort in den Strudel aus Verwirrung gesogen. Dennoch hatte ich zu Beginn das Gefühl, dass es danach erst sehr schleppend voran ging. Als Gaia sich dann auf den Weg macht, dass Geheimnis zu lüften, wird es deutlich spannender und ich hab gebannt das Buch gelesen und konnte es kaum weglegen.
Die Idee der Geschichte fand ich sehr interessant. Gerade das die Hebamme als Beruf so im Vordergrund steht finde ich sehr interessant und passt interessanterweise gut in eine Dystopie.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Gegenüberstellung der Enklave und der Sektoren. Auch wenn die Enklave eigentlich sehr "modern" sein soll, wirkte sie auch oft eher mittelalterlich auf mich. Glaube das lag einfach daran, dass die Sektoren keine technischen Mittel besitzen bzw. nur wenige und die Geschichte dort beginnt. Irgendwie habe ich mir alles so vorgestellt :D Dabei spielt es in der Zukunft. Trotzdem wurde der Unterschied zwischen Sektoren und Enklave deutlich.

Gaia selber finde ich einen sehr tollen Charakter. Sie ist keine typische Rebellin. Stark, hübsch und hat atemberaubende Fähigkeiten. Gaia ist zwar mutig und leistet oft Widerstand durch ihre Wortwahl, dennoch ist sie keine Standard Heldin. Ihr Gesicht ist durch ein Narbengewirr der puh rechten oder linken Gesichtshälfte gekennzeichnet und sie selber leidet sehr darunter. Doch ich finde gerade das unterscheidet sie von anderen Heldinnen die oftmals als hübsch beschrieben werden. Obwohl sie natürlich nicht hässlich ist nur durch eine Narbe! Dennoch ist das etwas, dass man nicht so häufig bei weiblichen Protagonisten sieht. Sie selber hat keine Kampferfahrungen oder eine andere Art sich zu verteidigen gelernt, sondern ist eine einfach Hebamme. Doch trotzdem überrascht sie immer wieder.
Auch Gaias Eltern waren mir unglaublich sympathisch und haben, wenn auch verhaftet, viel zur Geschichte beigetragen ;) Besonders ihren Vater!! Die Art wie er beschrieben wird, fand ich sehr schön.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Nicht besonders herausstechend aber gut zu lesen und flüssig. Der Leser kann sich gut in Gaia hineinversetzen - wie sie die für sich fremde Welt wahrnimmt und wie sie sich fühlen muss. Ein wenig hat es mir aber, so zu Beginn, an Emotionen gefehlt. mit der Zeit fand wurde dies jedoch immer stärker und ich hab richtig mitgefiebert.

Das Ende kam für mich sehr überraschend und bleibt offen. Ich muss auf jeden Fall Band 2 lesen!!!

Fazit:
Ein toller 1. Band einer ruhigen aber zugleich spannenden Dystopie. Ich fand den Aspekt der Geburten und Hebammen sehr interessant und finde, dass das Buch gerade durch Gaia und die Thematik hervorsticht. Ich finde, es lohnt sich das Buch zu lesen!
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am 22. Mai 2016
© everydayliz.de

Es beginnt und schon ist man mittendrin.
Gaia ist jung, entstellt und gerade eine Hebamme geworden, lebt mit Mutter und Vater ein dem Dorf außerhalb der Mauer. Die Enklave ist das, was sich innerhalb der Mauern befindet. Dorthin müssen die ersten drei Babys jeden Monats abgegeben werden, aus jedem Sektor. Später immer mehr, denn die Gene von außerhalb werden immer wertvoller…

Caragh O’Brien hat eine Zukunft aufgebaut, in der es kein Öl mehr gibt – durchaus denkbar.

Die Charaktere haben in meinen Augen Stück für Stück an Tiefe gewonnen, in Gaia konnte ich mich zum Schluss genauso gut hineinversetzen wie in ihren Vater oder eine Fast-Nebenfigur.

Ich weiß schon garnicht, was ich euch erzählen soll. Es ist, als hätte ich einen Film gesehen, so tief hat es mich in’s Buch gezogen.
Schreiben kann O’Brien allemal. Es ging nicht fließend, sondern strömend voran!

Schon ziemlich zu Beginn werden Gaias Eltern entführt und genau wie sie beginnt nun auch Gaia langsam das System zu hinterfragen. Sie sucht natürlich Wege hinein, was nicht ganz einfach ist. Denn im Gegensatz zu denen innerhalb der Mauer, dürfen die von außerhalb nicht einfach das Tor passieren. Man kann sich vorstellen, dass fast alles was drinnen rumläuft sich für etwas Besseres hält. Ziemlich bald sind nicht nur ihre Eltern, sondern auch sie selbst eingesperrt. Warum? Weil sie eine Hebamme durch und durch ist…

Immer mehr „Aahhh“s und „Ooohhh“s folgen während dem Lesen. Gemeinsam mit Gaia erfahren wir Dinge, die sich zu einem großen Ganzen fügen. Ich habe nahezu nichts vorhersehen können, das passiert nicht allzu oft in Büchern.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte und sogar geweint habe ich!

Es ist auch nicht so, als hätte mich nichts gestört. Es gibt ja immer etwas!
Hier war es ein bisschen von Gaia…
Ja, sie hat eine Narbe im Gesicht.
Ja, sie ist entstellt.
Ja, sie schaut nicht makellos schön aus.
Und ja, das darf sie auch sagen und stören.
DOCH BITTE NICHT BEI JEDER KLEINSTEN GELEGENHEIT!

Na, im Großen und Ganzen ist die Idee gut und die Umsetzung umso besser!

© everydayliz.de
review image
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TOP 1000 REZENSENTam 23. September 2011
Zum Inhalt
Wir schreiben das Jahr 2409
Die Welt wurde nach dem Klimawandel neu aufgebaut und ist seitdem gespalten. Auf der einen Seite gibt es die Enklave, in der die reichen Menschen geschützt hinter einer Mauer leben, und auf der anderen das verarmte Wharfton. In Wharfton lebt auch die sechzehnjährige Gaia, die gerade angefangen hat selbstständig in ihrem Beruf als Hebamme zu arbeiten.
Es gelten strenge Regeln für das arme Wharfton. Die Menschen dürfen die Enklave niemals betreten und die ersten drei Babys, die eine Hebamme im Monat mit auf die Welt bringt, müssen der Enklave vorgebracht werden. Verweigerungen werden mit dem Tode bestraft. Gaia die mit diesen Regeln aufgewachsen ist stellt diese, so schrecklich sie auch sein mögen, nicht in Frage. Bis zu dem Tag an dem ihre Eltern von der Enklave verhaftet werden.
Für Gaia bricht eine Welt zusammen, alles stürzt auf sie ein. Doch wie soll sie ihre Eltern aus der gesicherten Enklave befreien? Und was geschieht mit den Kindern die sie den leiblichen Eltern entreißt um sie der Enklave vorzubringen?
Sie begibt sich auf eine gefährliche Suche. Auf die Suche nach Antworten, die ihr Leben und das vieler Menschen grundlegend verändern wird.

Meine Meinung
Vorneweg möchte ich erst einmal sagen das dieses Buch eine Dystopie (trotz des lieblichen Covers) ist, die weit in der Zukunft spielt. Während des Lesens war mir das anfangs nicht klar. Denn in dem Sektor in dem Gaia lebt ist alles sehr mittelalterlich. Ihr Vater färbt Kleider in einem Bottich, es gibt keine Elektrizität oder gar fließendes Wasser. Als dann nämlich ein Solarpaneel beschrieben wurde, habe ich erst einmal gestutzt. Nur damit ihr Bescheid wisst ' die Geschichte spielt im Jahre 2409.
Als mir das endlich klar war, fand ich mich in Gaias zweigeteilter Welt doch sehr gut zurecht. (Vielleicht bin ich auch die Einzige die das so empfunden hat)

Der Schreibstil von Caragh O'Brien ist geklärt ruhig, aber trotzdem sehr ausdrucksstark und angenehm zu lesen. Sie hält sich nicht mit bildhaften Beschreibungen und gefühlsdusseligen Gedankengängen auf. Langatmige Abschnitte sucht man in diesem Buch vergebens. Caragh O'Brien nimmt den Leser locker an die Hand und führt ihn mit einer fantastischen Leichtigkeit durch Gaia's grausame Welt.

Die rasante Entwicklung Gaia's war schön zu beobachten. Anfangs ist sie noch ein naives und zurückhaltendes Mädchen, zum Ende hin eine unabhängige und sehr starke Frau, die sich nicht so einfach unterkriegen lässt.
Sie steht vor den Scherben ihres Lebens, ihre Eltern sind verhaftet worden, ihre Brüder leben nicht in der Familie da sie der Enklave vorgebracht werden mussten und sie ist plötzlich komplett auf sich alleine gestellt. Bis Sergeant Leon Grey in ihr Leben tritt. Lange Zeit sind seine Motive nicht klar und er wirkt sehr geheimnisvoll. Obwohl man sich als Leser denken kann in welche Richtung seine Motive gehen, bleibt er lange Zeit sehr nebulös. Ich habe ihn ganz besonders gemocht. Vorallem weil er Gaia, die im Gesicht schreckliche Verbrennungen hat und Zeit ihres Lebens entstellt sein wird, so sieht wie sie wirklich ist - eine wunderschöne und vor allem starke Frau!

Gaia's Eltern haben schon vor langer Zeit angefangen heimlich gegen die Regeln der Enklave zu verstoßen. Sie haben ein Band mit einem geheimen Code bestickt, der irgendwie mit den vorgebrachten Kindern zu tun hat. Um zu überleben muss Gaia den Code entschlüsseln.
Dank kleiner Bilder und Hinweisen die man in der Geschichte findet, kann der Leser selber versuchen den Code zu knacken. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Wie zu erwarten war, hat diese Buch leider ein offenes Ende. Am liebsten hätte ich direkt weitergelesen und das Geheimnis um den "Toten Wald" zu lösen ... Aber nunja, jetzt warte ich gebannt auf den Nachfolger der im Februar 2012 erscheinen soll!!!

Fazit
Diese Dystopie entführt den Leser in eine grausame Welt, mit einem gnadenlosen System. Wer bereit ist sich von Caragh O'Brien in diese Welt entführen zu lassen und ein Buch lesen will, welches voll Action, Hoffnung, Verzweiflung, Liebe und Rätseln ist, für den ist dieses Buch genau das richtige. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen!

Eine kleine Bemerkung noch am Rande:
Der Deutsche Titel ist meiner Meinung nach schlecht gewählt. Im Original heißt das Buch "Birthmarked". Gut, ich weiß gerade wirklich nicht wie man das auf Deutsch am besten übersetzen kann - meiner Meinung nach hätte es seinen ursprünglichen Titel behalten können. Wer das Buch gelesen hat, der versteht wahrscheinlich was ich meine.
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am 29. Juni 2014
Knappe 5 Sterne

Band 1 der Gaia Stone Trilogie

Zum Inhalt

Gaia ist 16 Jahre alt, als sie zum ersten Mal einer Frau alleine bei ihrer Geburt zur Seite steht. Sie tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter - diese ist Hebamme im dritten, westlichen Bezirk von Wharfton. Alles ist gut verlaufen und Gaia ist stolz auf sich. Die junge Mutter sieht glücklich aus mit ihrem Baby im Arm, doch Gaia weiß, das wird sie nicht lange bleiben.
Wie alle Hebammen in Wharfton ist auch Gaia verpflichtet, die ersten drei Neugeborenen jeden Monats "vorzubringen", sie abzuliefern an der Mauer, die die Stadt der Priviligierten umgibt.
Warum dieses alte, unbarmherzige Gesetz besteht, ist Gaia nicht wirklich bewusst, aber sie kennt es nicht anders und hat sich mit den Regeln der Enklave abgefunden.

Doch an diesem Abend ändert sich alles. Nicht nur, dass Gaia ihr erstes Baby pflichtgemäß am Wachturm abgibt - als sie heimkommt, findet sie ihr zuhause verlassen vor. Die Wachen der Enklave haben ihre Eltern verhaftet und nur die alte Meg scheint den Grund dafür zu wissen. Die Alte flüchtet allerdings lieber, als sich den Verhören auszuliefern und lässt Gaia mit nur wenigen Informationen zurück.
Alles, was die junge Gaia bisher für richtig gehalten hat, stellt sie jetzt in Frage - und Antworten kann sie nur an einem Ort finden: in der Enklave hinter der Mauer ...

Meine Meinung

Das Buch hat mich sofort auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Mich hat schon allein die Idee und was dahintersteckt interessiert und ich wurde nicht enttäuscht. Caragh O'Brien hat einen ruhigen, angenehmen Schreibstil, der sehr gut Situationen und Gefühle erfasst und bildhaft zum Ausdruck bringt.

Die Fiktion einer Gesellschaft, wie sie sich hier entwickelt hat, ist vorstellbar und gut durchdacht worden. Viele Fragen werden schon im ersten Teil geklärt und auch wenn mir manche Kleinigkeiten kurzzeitig fragwürdig waren, hat mich die Geschichte so gefesselt, dass ich diese kleinen Unstimmigkeiten gleich wieder vergessen habe :)

Die Protagonistin Gaia, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, ist eine sehr sympathische junge Frau, deren Leben von einem Tag auf den anderen aus der Bahn geworfen wird. Trotz ihrer Fügsamkeit in das harte, rationierte Leben eines unnachgiebigen Systems außerhalb der Enklave wirkt sie nicht (oder wenig) naiv. Am Anfang gibt es Rückblicke, die einen guten Einblick in Gaias Welt und ihre Sicht der Dinge geben.
Die Verhaftung ihrer Eltern und die Sorge um sie weckt ungeahnte Kräfte in der jungen Frau und sie hält an ihrem Ziel und ihrem Willen fest. Sie macht eine große Verwandlung durch und erkennt, wo ihre Prioritäten liegen.
Obwohl alle anderen Figuren ihre Rolle eher am Rande spielten, sind sie mir gut im Gedächtnis geblieben. Die Autorin hält sich bei ihrer Idee und ihren Figuren nicht an reine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern findet viele diffizile Merkmale, die Charakter, Erfahrung und Entwicklung vereinen.

Nachdem Klimakatastrophen die Menschen und die Fruchtbarkeit der Natur dezimiert haben, hat sich hier eine Gesellschaftsform entwickelt, deren System sich in ein immer negativeres Stadium entwickelt hat. Besonders gefesselt hat mich hier meine Ungewissheit, wohin das ganze führen wird. Das Schicksal der Menschen in Wharfton hängt ganz von den Gesetzen und der scheinbaren Willkür der Enklave ab, bzw. des Protektors, der über all die Vorgänge bestimmt.
Vertrauen, Sicherheit und Freiheit werden für die Menschen dieser Welt einer harten Prüfung unterzogen und das Abwägen über Leben und Zukunft kann hier schnell zum Tod führen.

Fazit

Ein faszinierender und erschreckender erster Teil einer Zukunftsversion, wie sie sich hoffentlich niemals ergeben wird. Eine junge, ungewöhnliche Heldin im Kampf gegen ein unbarmherziges System, das seinen Anfang, wie so oft, in einem gut gemeinten Beweggrund genommen hat. Ich bin sehr gespannt, welchen Weg die junge Gaia weitergehen wird und freu mich schon auf die Fortsetzung!

© Aleshanee
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am 10. April 2013
Schon lange habe ich ein so berührendes Buch nicht mehr gelesen .
Das Cover ist doch einfach mal traumhaft vorne drauf mit denn vielen kleinen Nadelstichen und dann mit denn Gesichtern , traumhaft , genau , wie das Buch ! Gaia hat uns in ihr Leben mit genommen und ihr Leben war doch eigentlich ganz schön , bis... an diesem einem Tag , an denn sich alles änderte . Gaia die Protagonistin ist ein sehr Ehrgeiziges Mädchen und hat ein klares Ziel vor Augen . So schnell lässt sie sich nicht etwas vor machen , sympathisch , humorvoll aber auch gefühlsvoll , Gaia zeigt uns so viele Seiten von sich . Mich hat das total beeindruckt , jeder Charaktere ist so verschieden . Leon , Boonie , Rita , und auch über die alte mehr erfahren wir viel auf wenig Seiten . Ich habe einen Charakter wie Gaia noch nie so sehr ins Herz geschlossen . So fürsorglich und doch noch so jung ! Ich musste auch gleich die extra Geschichte vom nächsten Band anfangen und bin schon richtig neugierig wie es weiter geht . Denn auch dieses Buch endet mit einem schönen Kliff Hänger .
Das Buch ist aus der Ich Perspektive geschrieben , so kommt einen das ganze noch viel realer vor . Der Schreibstil ist sehr flüssig und der Autor hat so , so schön geschrieben... Nur die Dinge beschrieben bei denen es grade nötig war und genau das geschrieben was man Lesen möchte . Dieses Buch gehört nun auch zu eines meiner Lieblingsbücher und auch dieses Buch klappte ich mit Tränen in denn Augen zu . Es hat länger gedauert bis ich mit diesem Buch fertig war aber , ich wollte einfach nicht das es zu Ende geht .

Fazit
Bald wird der zweite Teil dran kommen und AHH auch in dieses Buch und in die Charaktere bin ich verliebt . Schnell und locker zu lesen , ein flüssiger Schreibstil mit einer tollen Idee . Gaia ist immer in Action und gönnt sich keine Pause ...
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Zitat:
"Also boten sie an, Kinder zu sich zu nehmen, die gerade mal ein Jahr alt waren, und sie entschädigten die Familien auch für sie. Zuerst war alles freiwillig..."
(S. 145)

"Es gibt ein paar Dinge, die wir nicht mehr infrage stellen können, sobald wir sie getan haben, denn sonst könnten wir nicht weiterleben. Und wir müssen weiterleben, jeden einzelnen Tag."
(S. 151)

Inhalt:
Die Enklave erhält die ersten drei Kinder eines Monats. Jeder weiß darüber Bescheid, jeder akzeptiert es.
Gaia lebt in Wharfton, direkt vor den Mauern der Enklave. Von ihrer Mutter hat sie gelernt, was eine Hebamme zu tun hat. Nun ist es soweit. Ohne Hilfe schafft sie die erste Entbindung. Das Problem ist, dass das Kind vorgebracht, also bei der Enklave abgegeben werden muss. Gaia beginnt zu zweifeln, ob dieses traditionelle Vorgehen richtig sein kann...
Kurz darauf werden Gaias Eltern von Soldaten der Enklave verhaftet. Ohne erkennbaren Grund! Nun soll Gaia die neue Hebamme ihres Sektors werden. Wochenlang hört Gaia nichts über das Schicksal ihrer Eltern.
Doch dann erfährt Gaia, dass ihre Eltern von der Enklave zum Tode verurteilt wurden. Sie muss unbedingt zu ihnen! Aber wie kann sie die Mauern und die Kontrollen überwinden?

Sie hat es geschafft, in die Enklave zu gelangen! Doch gleich darauf wird sie Zeugin eines grausamen Schauspiels. Sie muss mit ansehen, wie eine Schwangere gehängt werden soll! Gaia schreitet ein. Doch den Tod der Schwangeren kann sie nicht verhindern...Aber Gaia rettet das Leben des Ungeborenen! Doch dafür wird sie verhaftet und eingesperrt...Und das ist erst der Anfang...

Meinung:
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" wartet mit einer wirklich hervorragenden Grundidee auf. Zwar sind die Umsetzung und die Handlung manchmal ein wenig uneben, dies hat meinen Lesefluß jedoch nicht merklich gestört.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Ein bisschen mehr Detailtiefe hätte ich mir an einigen Stellen schon gewünscht; letztendlich wurde dafür meiner Fantasie ein großer Raum gelassen.
Die Geschichte selbst ist spannend und man wird des öfteren von den beschriebenen Wendungen überrascht. Erzählt wird der Plot aus Gaias Sicht in der Vergangenheitsform.

Nicht wirklich überzeugt hat mich allerdings die Zuneigung der beiden Hauptprotagonisten zueinander. Gut, Gaia ist aufgrund ihrer Narbe im Gesicht entstellt und allein schon deshalb keine Schönheit. Erfahrung mit Jungs hat sie demzufolge auch nicht, außer dass diese sie bisher gehänselt haben. Und natürlich gönnt man ihr, dass sie ihren Traumprinzen trifft! Mir hat sich dann aber im Laufe der Geschichte die Frage gestellt, ob ich mich auch in jemanden verlieben würde, der an der Verhaftung meiner Eltern beteiligt war und deshalb auch an deren weiteren Schicksal mitschuldig ist. Dieser Part fühlte sich für mich deshalb ein wenig erzwungen an. Aber auch das ist ja wie immer reine Geschmackssache...

Die Protagonisten selbst werden vorstellbar und ausreichend beschrieben. Tiefere Eindrücke von ihrer Gefühlswelt werden uns auch hier selten gewährt.
Gaia selbst ist von Grund auf systemtreu, manchmal beginnt sie allerdings zu zweifeln. Im weiteren Verlauf zeigt sie enormen Mut und Ehrgeiz. Ihr Ziel verliert sie nie aus den Augen und arbeitet beständig darauf hin.

Leon ist von Anfang an ein undurchsichtiger Charakter, der mich allerdings oftmals überraschen konnte. Richtige Sympathie konnte ich allerdings nicht für ihn empfinden, weil ich irgendwie immer viel Abstand zu ihm hatte.

Meine kleinen Kritikpunkte haben dennoch einen schönen Lesegenuss nicht ausgeschlossen. Mein Eindruck ist eindeutig, dass das Buch aus dem Durchschnitt heraussticht. Ich habe beim Lesen auf jeden Fall auch viele Überraschungen erleben dürfen, die mir immer wieder Lust aufs Weiterlesen beschert haben.

Urteil:
Auch wenn mich das Buch nicht absolut überzeugen konnte, muss ich hier allein aufgrund der erstklassigen Grundidee 4 Bücher vergeben. Ich bin mir sicher, dass sich der Folgeband steigern und mich umhauen wird!
Für alle Fans spannender Dystopien, die unverhersehbare Wendungen lieben und Bücher mit einem Anteil eigener Fantasie genießen können...

Die Serie:
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
2. Das Land der verlorenen Träume
3. englischer Titel: Promised
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am 3. August 2012
Gaia Stone ist sechzehn Jahre alt und Hebamme. Sie wohnt in dem Ort Wharfton, wo das Leben mitunter beschwerlich und voller Entbehrungen ist, weil die Menschen hier abhängig von der Enklave sind. Dies ist ein Ort, umgeben von einer Mauer, wo die Menschen in wesentlich besseren Verhältnissen leben. Jeden Monat müssen alle Hebammen die ersten drei Kinder vorbringen", welche sie entbunden haben. Nach ihrer ersten eigenständigen Entbindung kehrt Gaia nach Hause zurück und muss feststellen, dass ihre Eltern von der Enklave verhaftet wurden. Nach vielen Tagen des Wartens beschließt sie, etwas Verbotenes zu tun: Sie will sich Zugang zur Enklave verschaffen, um ihre Eltern zu suchen...

Der Klapptext dieses Jugendromans hat mich sofort angesprochen. Endlich einmal ein neuer Plot, etwas das man noch nicht zehn Mal gelesen hat.

Die Enklave stellt sich zu Beginn des Buches als ein geheimnisvoller Ort dar. Niemand weiß genau, was sich hinter den Mauern verbirgt und was mit den vorgebrachten Kindern geschehen ist. Man fiebert regelrecht dem Moment entgegen, in dem man endlich herausfindet, was sich hinter der Mauer verbirgt.

Gaia ist eine sympathische Hauptfigur und wirkt meist wesentlich älter als ihre sechzehn Jahre. Richtig spannend wird die Geschichte, als sie heimlich in die Enklave geht, um ihre Eltern zu suchen. Empfehlen würde ich dieses Buch für junge Leser ab etwa 14 Jahren. Ein sehr gelungenes Jugendbuch, da es nicht nur Unterhaltung vom Feinsten liefert, sondern ebenso moralische Fragen aufwirft, über die sich der Leser bzw. die Leserin automatisch auch Gedanken macht. Die Autorin versteht es, viele Sachverhalte so darzustellen, dass man beide Perspektiven nachvollziehen kann, so dass die Grenzen zwischen Richtig und Falsch nicht immer klar zu erkennen sind.

Integriert in die Geschichte ist auch eine kleine Lovestory, die mir sehr gut gefallen hat. Die männliche Hauptfigur ist Leon, ein Soldat aus der Enklave, der zunächst geheimnisvoll wirkt, bei dem man aber schnell merkt, dass er es gut mit Gaia meint.

Die Autorin versteht ihr Handwerk, die Seiten fliegen nur so dahin. Da das Buch der erste Band einer Trilogie ist, kann ich schon mal so viel verraten: Wenn man am Ende der Geschichte angelangt ist, will man sofort mit dem zweiten Band - Das Land der verlorenen Träume" - weitermachen.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch, geeignet für Jugendliche und Erwachsene, mit Spannung, Herz und interessanten medizinischen Fakten. Absolut zu empfehlen!
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