Kundenrezensionen


58 Rezensionen
5 Sterne:
 (38)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (6)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Ideen, toller Story, blasse Charaktere
In dieser Trilogie sind die drei frühesten Romane der epischen Foundation-Serie enthalten, entstanden zu Beginn der 1950er Jahre.
Die Ideen in der Geschichte sind faszinierend: Die Wissenschaft der Psychohistorik, von Asimov selbst erfunden, akzeptiert, dass die Handlungen eines einzelnen Menschen sich nicht vorhersagen lassen. Bei Menschenmassen hingegen ist...
Veröffentlicht am 11. Juni 2004 von schrottvogel

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für Neulinge
Im Vergleich zu allen vorherigen Büchern, ist dieses irgendwie anders geschrieben! Es wird wie im Zeitraffer durchgenommen, was zur Folge hat, das ständig wechselnde Hauptcharaktere agieren! Im ersten Anlauf habe ich das Buch nach 100 Seiten weggelegt. Erst als ich die "Vorgeschichte der Foundation-Trilogie" las, ergab dieses Buch und die darin beschrieben...
Vor 19 Monaten von Lars Kr. veröffentlicht


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Ideen, toller Story, blasse Charaktere, 11. Juni 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In dieser Trilogie sind die drei frühesten Romane der epischen Foundation-Serie enthalten, entstanden zu Beginn der 1950er Jahre.
Die Ideen in der Geschichte sind faszinierend: Die Wissenschaft der Psychohistorik, von Asimov selbst erfunden, akzeptiert, dass die Handlungen eines einzelnen Menschen sich nicht vorhersagen lassen. Bei Menschenmassen hingegen ist dies anders: Ähnlich wie bei Gasen, bei denen aus den unvorhersehbaren Verhalten von Myriaden Molekülen ein einheitlicher Druck und eine Temperatur entsteht, löschen sich die individuellen Handlungen in der Masse aus. Dadurch wird es möglich, die Handlungen von Menschenmassen auf viele Jahre vorherzusagen -- zumindest nach Asimov.
Im Buch wendet der Psychohistoriker Harri Seldon seine Wissenschaft an, um den baldigen Zusammenbruch des mächtigen Imperiums vorherzusagen. Er lässt nach seinen Berechnungen zwei "Foundations" gründen, die den Zusammebruch überleben sollen und den Keim eines neuen Imperiums werden sollen.
Die Bücher beschreiben die tatsächliche Geschichte der beiden Foundations. Die Geschicht bleibt ständig spannend, nicht zuletzt aufgrund der vielen überraschenden Wendungen.
Etwas enttäuschend aber, dass die Charaktere, wie so oft bei Asimov, etwas blass und schablonenhaft bleiben. Man hat den Eindruck, sie existieren nur, um die Geschichte voranzutreiben. Diese ist aber, wie gesagt, sehr gut.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Lesen dieses Werkes, trotz (oder gerade wegen?) der vielen Seiten, sehr viel Spass gemacht und mich sehr gut unterhalten habe. Trotz seiner kleinen Schwächen gehört dieses Buch ins Regal eines jeden Science-Fiction-Fans, der mehr will als nur Raumschlachten und neue Technologien, nämlich Ideen und Zukunftsvisionen. Und davon hat dieses Werk jede Menge!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


62 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sic semper imperii, 29. August 2001
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein junger Isaac Asimov las vor vielen Jahren ein wahres historiographisches Meisterwerk.Edward Gibbons:"Decline and Fall of the Roman Empire".Dieses Buch scheint Asimov tief beeindruckt zu haben,denn seine Foundation Trilogie ist nichts anderes als eine Rekapitulation der Geschichte des spätrömischen Reiches im Westen,nun jedoch ins Weltall verlegt.
Die offensichtlichen Parallelen:hoher zivilisatorischer Lebensstandard,begleitet vom schleichenden moralischen und kulturellen Verfall.Eine meuterende Armee in den Randgebieten.Kindkaiser,die nur noch dem Namen nach herrschen.Kurz:eine Zivilistaion geht an der eigenen Dekadenz zu Grunde.
Doch auch Namen weisen darauf hin:Bel Riose erscheint als ein Zukunfts-Aetius,als der letzte aufrechte Soldat und Bürger. Cleos II. erinnert an die letzten Kaiser im Westen,wie Valentin III. (dieser richtete Aetius nach der für ihn siegreichen Schlacht auf den Katalaunischen Feldern hin,ähnlich wie Riose später exekutiert wird).
Doch was Asimov am Besten hinbekommen hat,neben den wundervoll herausgearbeiteten Charakteren,ist die Geschichte an sich.Sie berichtet im ersten Teil,wie ein einziger Mann den schleichenden Verfall des Imperiums bemerkt:der Psychohistoriker Hari Seldon (der,nebenbei bemerkt,KEIN Naturwissenschaftler ist,sondern ein Soziologe).Er erkennt auch,dass er gegen den drohenden Kollaps nichts unternehmen kann,sondern nur die Zeit der Barbarei mit Hilfe seiner Foundation verringern kann.Ein gewagter Plan...
Im zweiten Teil erwacht das Imperium aufs neue (eine Remiszenz aus Justinians Restauratio Imperii?),geführt vom "letzten Kaiserlichen" Bel Riose.Anschliessend berichtete das Buch vom Konflikt mit einem Kriegsherren namens "Maultier",der die Reste des Imperiums formiert hat.
Asimov schuf mit "Foundation" ein kleines Stück Literaturgeschichte.Sicherlich,der Zusammenbruch wurde schon oft literarisch beschrieben,aber Asimov schuf mit seinem Zukunftsepos etwas anderes:Nicht nur der Zusammenbruch wird beleuchtet,sondern besonders wird der menschliche Wunsch beleutet,die Zukunft zu verändern.Nicht durch Kriege oder Unterdrückung,sondern durch Logik und persönlichen Mut.
Der wunderbare Schreibstil Asimovs,seine Art,der Geschichte eine plötzliche Wendung zu geben,ist kaum erreicht.Jeder,der Asimov noch nie gelesen hat,oder auch sonst nichts mit SciFi zu tun hatmsollte hier zugreifen.Die Geschichte könnte auch in der nahen Zukunft auf unserer Welt spielen:die Zeichen der Dekadenz sind auch bei uns kaum verkennbar.Zugreifen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


105 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asimovs Meisterwerk, 2. Juli 1999
Von Ein Kunde
Schade, das man nur 5 Sterne für dieses Buch vergeben kann. Es hätte bei weitem mehr verdient. Von amerikanischen SF-Lesern einst als der beste Zyklus im Genre gewählt. Und das völlig zurecht.
Erzählt wird die Geschichte der Menschheit in der nun wirklich fernen Zukunft. Die Erde ist nur noch eine verblassende Sage, regiert wird das Imperium der Menschheit vom Planeten Trantor aus. Je größer das Imperium wird, destomehr bröckelt auch der Glanz. Ein Mann, Hari Seldon, verkündet den Untergang des Imperiums und sagt voraus, das es mehrere Jahrtausende dauern wird, bis ein neues Imperium aus den Trümmern des alten entstehen wird. Mit Hilfe einer von ihm entwickelten Wissenschaft -der Psychohistorik- kann man das dunkle Zeitalter aber auf tausend Jahre beschränken. Nach dieser ketzerischen Rede wird er vom Kaiser, der all das nicht wahrhaben will, auf den Planeten Terminus in die Verbannung geschickt. Dort gründet er die Foundation. Eine Stiftung, die dazu bestimmt ist, nach seinem Plan den Keim des neuen Imperiums zu bilden. Die Zeit zeigt, das Seldon mit seiner Voraussage über den Niedergang des Imperiums Recht hatte. Es zerbricht und zerfällt in viele kleine Königreiche. Seldon stirbt, aber er hinterläßt seinen Nachfolgern einen Plan über die weitere Entwicklung der Zukunft, die er in aller Einzelheit richtig vorausgesagt hat. Immer wieder finden sich Männer in der Foundation, die in der Lage sind, die richtigen Maßnahmen zu unternehmen und Seldons Tausend-Jahres-Plan zu Ende zu führen. Aber dann passiert etwas, das selbst Seldon nicht voraussehen konnte. Ein Mutant, wegen seiner körperlichen Mißgestalt das Maultier genannt, taucht auf und gefährdet mit seiner unheimlichen Gabe Seldons Plan. Das Maultier erobert einen Planeten nach dem anderen. Seine größten und fanatischsten Gegner laufen mit fliegenden Fahnen zu ihm über und werden seine treuesten Untergebenen. Nichts und niemand kann das Maultier stoppen. Auch die Foundation unterliegt im Kampf gegen das Maultier und wird erobert. Der Tausend-Jahres-Plan ist gescheitert. Aber Hari Seldon (oder Isaac Asimov) hat noch einen Trumpf in der Hinterhand. Eine zweite Foundation. Niemand weiß, wo sie sich befindet. Auch das Maultier nicht. Das Geheimnis wurde von Seldon mit ins Grab genommen. Die zweite Foundation nimmt den Kampf gegen das Maultier auf. Ein Clown, ein Wissenschaftler und eine junge Frau (samt Ehemann) spielen dabei die alles entscheidende Rolle. Aber auch die zweite Foundation scheint dem Maultier nicht gewachsen zu sein.
Jeder der einen Asimov liest, muß damit rechnen, an der Nase herumgeführt zu werden. Kein Autor versteht es so wie er, unvorhersehbare Wendungen in seine Bücher einzubauen. Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Glaubt man, man hätte eine Geschichte durchschaut, wird man hinterher oft eines Besseren belehrt. Asimov ist der Meister der Täuschung und der Irreführung. Jeder der dieses Buch liest, sollte das im Hinterkopf behalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Science Fiction der Extraklasse, 24. Juni 2004
Der beruehmte rote Faden, der sich durch alle drei Romane zieht ist die von Asimov erdachte "Psychohistorie", eine Zukunftswissenschaft, die im Roman von Hari Seldon entwickelt wurde. Mit Hilfe komplexer mathematischer Funktionen kann er (und so wie es aussieht auch wirklich nur er) zukuenftige gesellschaftliche Ereignisse vorhersagen. Und was er da entdeckt, das gefaellt ihm ueberhaupt nicht: Die Menschheit und ihr Imperium zerbroeckelt schon zu seinen Lebzeiten und wird in eine 30.000 Jahre andauernde Barbarei versinken. Da er alleine die Menschheit nicht retten kann, gruendet er an zwei unterschiedlichen Orten in der Galaxis jeweils eine Kolonie, die vom Imperium relativ unabhaengig und isoliert existieren sollen. Damit will er der Menschheit am Ende der Barbarei die Mittel zum Wiederaufstieg in die Hand geben, ohne das sie sich wieder muehsam von alleine zu neuer Bluete entwickeln muss. Nun, es kommt wie es kommen musste: Es lies sich nicht alles vorherbestimmen und so sieht sich die eine Foundation einem immerwaehrenden Kampf gegen kriegerische Splittergruppen des ehemaligen Imperiums gegenueber, um schliesslich vor ihrem groessten Feind zu stehen. Im dritten Buch geht es schliesslich darum, die zweite Foundation zu finden, die bis dahin keine Rolle in der Story gespielt hat. Das Weiterbestehen der menschlichen Zivilisation haengt davon ab, ob die Mission erfolgreich ist oder nicht. Genial, eine Story, die ueber tausende von Jahren und hunderte von Generationen hinweg spielt. Man muss ganz schoen aufpassen, das man nicht die kleinen Hinweise zu schnell ueberliest, die alles zusammenhalten. Ansonsten merkt man der Geschichte nicht an, das sie in den 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts geschrieben wurde. Ich kann sie jedem SciFi-Fan nur ans Herz legen. In einem umfangreichen Anhang findet der Leser u.a. einen Artikel, indem Michael F. Flynn versucht, die "Psychohistorie" unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten auf ihre Anwendbarkeit in unserer Realitaet zu ueberpruefen. Dieser Roman ist in der exklusiven Klein-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" neu aufgelegt worden und enthaelt das in dieser Reihe obligatorische Vorwort eines grossen SciFi-Autors, diesmal von David Brin. Die Reihe, in der dieses Buch erschienen ist, zeichnet sich durch ein hochwertiges einheitliches Umschlagsdesign aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für Neulinge, 18. April 2013
Im Vergleich zu allen vorherigen Büchern, ist dieses irgendwie anders geschrieben! Es wird wie im Zeitraffer durchgenommen, was zur Folge hat, das ständig wechselnde Hauptcharaktere agieren! Im ersten Anlauf habe ich das Buch nach 100 Seiten weggelegt. Erst als ich die "Vorgeschichte der Foundation-Trilogie" las, ergab dieses Buch und die darin beschrieben Theorien für mich einen Sinn! Es sind im Grunde 3 kleinere Einzelgeschichten, die zu einem Band gebunden wurden und sich lediglich mit der selben Thematik beschäftigen. Im Vergleich zu früheren Büchern gibt es aber keine aktiven Charakteren Übergänge was bisschen mühsam ist dann.
Als Quereinstieg, ist dieses Buch nicht geeignet und die "Vorgeschichte der Foundation-Trilogie" ein absolutes muß! Noch besser ganz von Vorne mit "Stahlhöhlen" beginnen und sich von den Geschichten treiben lassen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asimov war ein echter Visionär, 17. Juni 2002
Zugegeben, die technologische Entwicklung, die uns gemäss Asimovs Vorstellung zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in den nächsten 12'000 Jahren beschert wird, ist nicht gerade berauschend. Abgesehen von der Miniaturisierung von Atomreaktoren und der Möglichkeit, durch den Hyperraum zu reisen, haben wir in nur sechzig Jahren einige seiner Visionen bei weitem übertroffen. Wenn man also einigen Kritikern Recht geben muss, dass Asimovs Universum in 12'000 Jahren bereits heute archaisch wirkt, so sollte man doch berücksichtigen, wie der damalige Wissens- und Entwicklungsstand war - ich jedenfalls war beeindruckt von Asimovs Erfindungsreichtum.
Das schöne an der Foundation-Trilogie ist allerdings, dass dieser Aspekt überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Die Geschichten leben vielmehr von der Intelligenz der Protagonisten, den vielen unerwarteten, aber dennoch schlüssigen Wendungen, und vor allem von den Dialogen. Mehr als einmal sah ich mich an Hercule Poirot erinnert, der seine Beobachtungen längst gemacht hat, aber im Verlauf der weiteren Handlung den Unwissenden mimt, die Subjekte seiner Nachforschungen in Sicherheit wiegt, um dann beim grossen Showdown dem staunenden Bösewicht (und dem ebenso staundenden Leser) die Beweisführung Stück für Stück aufzuzeigen.
Die Trilogie entstand als Serie über mehrere Jahre hinweg und schildert die Realisierung des Seldon-Planes über mehrere Generationen hinweg. Die einzelnen Hauptakteure treten relativ kurz in Erscheinung, vollbringen ihr grosses Werk und werden dann durch die nächste Generation abgelöst. Dies beschert dem Roman zwar eine ganze Reihe von Höhepunkten, hat aber leider zur Folge, dass man sich kaum mit den einzelnen Charakteren identifizieren kann. Es bleibt beim Lesen trotz aller Genialität eine gewisse Distanz zum Geschehen.
Für Liebhaber intelligenter SF-Literatur sind fünf Sterne angemessen. Leser, die gerne in die Welt des Autors eintauchen und mit den Akteuren mitfiebern und -leiden wollen, werden diese Bewertung aber wohl nicht teilen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Staubtrockener Klassiker der Science Fiction, 20. Juni 2011
Von 
Stefan T. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Die "Robotergeschichten" von Isaac Asimov habe ich mit großer Freude gelesen. Nachdem ich mit der Lektüre der "Foundation" begonnen hatte, konnte ich zunächst kaum glauben, dass ich es mit demselben Autor zu tun hatte. Der Unterschied in Aufbau und Erzählweise ist gravierend, wenn auch gewisse Ähnlichkeiten vorhanden sind. Generell merkt man dem Stil der "Foundation"-Romane die naturwissenschaftliche Herkunft des Autors wesentlich stärker an, als den wesentlich emotionaleren "Robotergeschichten". Wenn man sich daran gewöhnt hat, liest sich aber auch vorliegendes Werk recht schnell - von einigen Längen und zähen Stellen sollte man sich nicht abschrecken lassen.

Prinzipiell verarbeitet Asimov in der "Foundation-Trilogie" sehr interessante Ansätze. Allein die große, das Gesamtwerk durchziehende Idee der Wissenschaft der "Psychohistorik" zeugt von immenser Kreativität und wird so überzeugend dargelegt, dass man sich fragt, wieso eine Umsetzung dieses Konzepts noch nicht gelungen ist. Der Autor schafft außerdem zu einem sehr frühen Zeitpunkt (Anfang der 1950er Jahre) Begriffe und Technologien, die die Science Fiction unserer Zeit deutlich geprägt haben - eine Leistung, die von allen Fans zu Recht hoch geschätzt wird. Auch das gigantische Imperium, das die gesamte Milchstraße umspannt und schließlich aufgrund der eigenen Dekadenz zerfällt, ist eine beeindruckende Vorstellung. Die Handlung abseits des "roten Fadens" des großen, psychohistorischen Plans, entspricht wiederum Asimovs Liebe zu Kriminalgeschichten. Die Episoden sind von vertrackten Fällen und völlig unerwarteten Wendungen durchzogen und bieten zum Teil echte Hochspannung.

Leider krankt die "Foundation" an einigen Störfaktoren, die das Lesevergnügen erheblich drücken. Das Werk deckt insgesamt einen Zeitrahmen von rund 400 Jahren ab, was zu vielen Vereinfachungen und oberflächlich geschilderten Ereignissen führt. Insgesamt ist die Trilogie dadurch nicht so anspruchsvoll, wie sie hätte sein können; es fehlen einfach die notwendigen Details. Das fällt vor allem in Band 1 ("Foundation") negativ ins Gewicht, in dem der Grundstein der wissenschaftlichen Stiftung, eben der "Foundation", gelegt wird. Dieses "historische" Ereignis wird ohne auf irgendwelche Einzelheiten einzugehen mit vielen, teilweise sehr langen, Dialogen abgehandelt. Auch ausgefeilte Charaktere, die den trockenen Stoff aufgewertet hätten, fehlen im ersten Teil nahezu völlig. Die Lücken betreffen nicht nur die Handlung selbst, sondern auch Beschreibungen von Technik und Umgebungen, die praktisch nicht vorhanden sind. Schade, dadurch bleibt ein befriedigendes Aha-Erlebnis nach Ende der Lektüre aus. In den Bänden 2 ("Foundation und Imperium") und 3 ("Zweite Foundation") macht der Autor in diesem Bereich einiges besser.

Nicht ganz nachvollziehbar ist für mich hingegen die Kritik, das Buch sei nicht mehr zeitgemäß. Einerseits ist das ein generelles Problem der Science Fiction, die oft von der Realität überholt wird, andererseits muss man die Visionen Asimovs aus der Sicht seiner Zeit betrachten. Dementsprechend sieht der Autor die Atomkraft auch 12.000 Jahre in der Zukunft als das Non-Plus-Ultra und den Grundstein jeglicher Zivilisation an - das mag aus heutiger Sicht überholt sein, ist aber kaum von zentraler Bedeutung für die Geschichte an sich.

Insgesamt beinhaltet "Die Foundation Trilogie" viele gute Einfälle, die meiner Ansicht nach nicht detailliert genug ausgearbeitet sind. Eine "dichte" Erzählung, wie ich sie nach der Produktbeschreibung erwartet habe, sieht anders aus - leider! Eine höhere Wertung ist mir damit nicht möglich, gelesen haben sollte man Asimov als Science-Fiction-Fan aber auf jeden Fall.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Science-Fiction-Klassiker - wenn auch angestaubt, 21. April 2006
Isaac Asimovs berühmte "Foundation-Trilogie": Ein Hoch-Klassiker der Science-Fiction, der in Sachen Handlung, Konzeption und Dramaturgie seinesgleichen sucht. Vieles ist bereits über dieses Werk und seine Bedeutung gesagt worden, in kurzen Worten: Eine vielschichtige, durchdachte Zukunfts-Saga, basierend auf dem eigens erdachten soziologisch-mathematischem Konzept der Psychohistorik und einigen weiteren bedeutenden Einfällen zur Macht von Gedankenkräften ab dem Mittelteil, die ich hier nicht weiter spoilern möchte. Die Saga umspannt mehrere hundert Jahre einer zukünftigen Menschheitsgeschichte, verbunden durch ein fein verwobenes Hintergrundkonstrukt.

Asimovs Konzeption und sein sachlicher, detailreicher und immer handlungs-, wirkungs- und zielgesteuerte, teils kriminalistisch exakt anmutende Erzählweise sind schon recht einzigartig in der Literatur, und es macht nach wie vor einfach Laune, den verzwickten einzelnen Geschichten innerhalb der großen Rahmenstory zu folgen. Nicht unter den Tisch zu kehren sind allerdings leider einige asimov'sche Eigenarten, die manche als Schwäche auslegen mögen: Die reine Funktionalität der meisten Charaktere ohne große Persönlichkeitsentwicklungen, die sture Konzentration auf die Logik der Handlung, die stets etwas unterschwellig nach Konstruiertheit schmeckt, das Fehlen durchgehend präsenter Identifikationsfiguren, die starke Angestaubtheit der beschriebenen Technik - aber alles in allem ist dies alles bewusster Bestandteil des Schreibtalents Asimovs, und dem Klassiker-Status des Werkes tun diese Makel keinerlei Abbruch.

Eine Anmerkung zum restlichen gleichnamigen Zyklus:

Hier liegt meines Erachtens die einzige große Schwäche in Asimovs Gesamtwerk. Die frühen Erzählungen sind unterhaltsam, die Foundation-Trilogie und die Roboter-Geschichten sind eine Klasse für sich, die Spät-Romane sind gewöhnungsbedürftig (und dem Mythos der Saga wenig zuträglich); doch durchweg negativ auf den Eindruck des asimov'schen Gesamtwerkes hat sich der Wille des alternden Autors ausgewirkt, all seine bedeutenden Geschichten (z. T. durch konstruierte Füll-Romane) in ein und dieselbe chronologische Saga zu quetschen, was sehr, sehr schade ist. Die Einzelbücher werden dadurch natürlich nicht schlechter - aber alles in allem schmälert es den Gesamteindruck überflüssigerweise, was sehr schade ist.

Dennoch: Asimov ist immer eine Leserunde wert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch heute noch empfehlenswert, 28. August 2001
Von Ein Kunde
Das das Buch vor so langer Zeit geschrieben wurde, merkt man zwar manchmal, es tut der Lesefreude aber keinen Abbruch. Asimov ist wohl der groesste SF-Autor aller Zeiten und dies ist sein Meisterwerk. Wahre Science-Fiction-Fans muessen es einfach lesen und werden vermutlich genauso gefesselt sein und hinterher ueber Berechenbarkeit nachdenken wie ich. Man kann sich nur wuenschen, dass mehr SF-Autoren es lesen und sich eine Scheibe hiervon abschneiden wuerden!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativer Ansatz, 8. Dezember 2006
Meiner Meinung nach der Roman ein Klassiker der Literatur überhaupt. Es geht hier ja nicht primär um Ausserirdische, fremde Welten, unbekannte Technik, etc. sondern es wird die Entwicklung einer ganzen Spezies über jahrtausende hinweg beschrieben und der Versuch unternommen, diese Spezies mittels den Techniken, die heute in den Arbeiten von Statistiker, Meinungs- Und Verhaltensforscher zu erkennen sind, über einen langenZeitraum zu steuern, um den Niedergang und den Fall in ein lang anhaltendes dunkles Zeitalter zu verhindern.
Ich finde, dass war ein wirklich innovativer Ansatz für einen Roman im Sci-Fi Genre.
Daher sollten ihn nicht nur Sci-Fi Fans lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Foundation-Trilogie: Foundation / Foundation und Imperium / Zweite Foundation
EUR 16,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen