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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen208
4,3 von 5 Sternen
Format: TaschenbuchÄndern
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am 7. November 2010
In den letzten Jahren wurde zum Thema Zombie viel Murks veröffentlicht. Diese Bücher konnte man nach dem Lesen eigentlich nur in die Recyclingtonne stopfen und fachgerecht entsorgen. Doch dieses Jahr sind mir gleich zwei gut geschriebene Zombieromane aufgefallen.

Nach Eden von Tony Monchinski ist jetzt ein weiterer guter Zombieroman erschienen - Tagebuch der Apokalypse von J.L. Bourne. Wie auch Eden ist dieser frei von Nervigen Übersinnlichen Beschreibungen. Es enthält nichts was einem das Lesen vermiesen könnte. Hier werden keine Experimente gemacht und das ist auch gut so. Die Zombies rennen auch nicht wie mit Energy-Drinks aufgeputscht durch die Gegend. Nein sie schlurfen so richtig schön old-school-mäßig, doch ungefährlicher sind sie deswegen keineswegs.
Dieses Buch ist wie der Name schon sagt ein Tagebuch, welches von einem Militärpiloten geschrieben wurde. Darin schildert er mit seinen eigenen Worten wie alles begann und wie das Chaos seinen Lauf nimmt. Nach Ausbruch der Seuche in Asien verbreitet sich der Virus rasend schnell. Die Regierenden und die Armee sind machtlos. Der Erzähler verbarrikadiert sich gut ausgerüstet in seinem Haus. Vorläufig sicher, beobachtet er wie die Untoten sich immer mehr ausbreiten. Die brennende Stadt erhellt den ansonsten dunklen Nachthimmel. Die Infrastruktur bricht zusammen, die letzte Verbindung zur Außenwelt ist das Internet. So erfährt er dass die Horden der Zombies das Land erobern. Selbst der verzweifelte Einsatz von Atomwaffen kann die Untoten nicht aufhalten. Im Gegenteil der Fallout macht alles nur schlimmer. Der Protagonist kann nicht ewig in seinem Versteck bleiben und das Tägliche Kämpfen ums Überleben beginnt.
Willkommen in der Zombiehölle.
Zusammen mit einem Nachbar und dessen Hund beginnt eine Odyssee durch das verwüstete Land.
Der Erzähler schildert wie die restlichen Menschen versuchen zu überleben.
Das alles ist sehr authentisch und überzeugend geschrieben und man kann sich gut vorstellen dass genauso das ganze ablaufen könnte. Diese Geschichte hat alles was man in so einen Buch lesen möchte. Unbedingter Überlebenswille, allgegenwärtige Zombies, gefährliche Situationen, viel Action und Spannung bis zur letzten Seite. Da man wissen will wie die Handlung ausgeht, wird man förmlich gezwungen weiter zu lesen und genau das ist es was ein gutes Buch ausmacht. Viel zu schnell ist man am Ende angelangt. Doch ein Trostpflaster gibt es, eine Fortsetzung ist geplant. Die Apokalypse geht weiter.

Tagebuch der Apokalypse hat mir sehr gut gefallen und daher 5 Punkte
1010 Kommentare124 von 132 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2011
Anfangs ist das Buch etwas emotionslos. Ein Soldat (deren Namen wohl nicht genannt wird) führt Tagebuch über den Ausbruch einer Krankheit bis zur Apokalypse die über die Menschheit hereinbricht. Infizierte Menschen die vorher von einem anderen infizierten Menschen gebissen werden, mutieren zu Zombies. Diese Zombies haben Hunger und wollen Menschen beissen.

Der Soldat kann nicht glaube was passiert ist. Jeden Tag muß er aufs Neue für sein Überleben kämpfen.

Absolut authentisch geschrieben!!! Genau SO könnte die Welt untergehen. Und alles was uns heute wichtig erscheint, kann morgen schon sehr unwichtig sein.

Im Grunde führen die Überlebenden mit dem Soldaten ein nicht mehr lebenswertes Leben. Sie müssen sich verstecken, müssen für Nahrung sorgen und ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen um an Nahrung zu kommen. Und diese Zombies wollen einfach nicht sterben, nur durch einen Kopfschuß. Selbst unter Wasser im Gewässer sind die Zombies lebensfähig.

Absolut spannend beschrieben war, dass die Zombies auf Lautstärke reagieren. Man hat regelrecht mit den Überlebenden mitgefiebert und ist selbst ganz ruhig+still geblieben, traute sich nicht laut zu atmen, die Zombies könnten einen hören... Das Buch hat einen einfach mitgezogen in die Situation die entstanden ist.

Wie soll das Leben des Soldaten nur weitergehen???? Mit Spannung erscheint Teil 2 im Juni 2011 bei amazon!

Hier noch zwei ähnliche Bücher: "Dying to Live" von Kim Paffenroth oder "Todeshunger" von David Moody. Bei diesen drei Bücher handelt es sich um die Apokalypse und wie überlebende Menschen versuchen sich ein neues Leben aufzubauen. Alle drei Bücher sind sehr empfehlenswert. Das "Tagebuch der Apokalypse" ist aber was ganz Besonderes, weil eben nur aus der Sicht des Soldaten beschrieben wird.

Kaufempfehlung!
0Kommentar7 von 7 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2010
Bourne hat meiner Meinung nach einen grandiosen postapokalyptischen Zombie-Roman geschrieben. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten halte ich das Buch für überaus einfaltsreich und spannend! Ich konnte es jedenfalls kaum zur Seite legen. Vielleicht bin ich da aber einfach auch nur schlichter "gestrickt" :-)

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und obwohl mir derartige Szenarien sonst nicht viel ausmachen, lief es mir an manchen Stellen wirklich kalt den Rücker runter. Ich lag sogar nachts etliche Stunden wach, weil mir manche Szenen immer und immer wieder durch den Kopf gingen (lt. meiner Freundin lag das aber eher daran, dass ich außer dem Buch zurzeit noch 'Fallout 3' spiele und mir die neue Serie 'The Walking Dead' angesehen habe; etwas weniger Apokalypse wäre also ganz gut für mich, meint sie'; *pfff* ist natürlich völliger Quatsch ;)).

So, aber jetzt mal zum eigentlich Buch. Eine höchst ansteckende Seuche, die normale Mitbürger zu Zombies mutieren lässt, verbreitet sich in Windeseile über die ganze Welt. Der Hauptdarsteller, ein Soldat, entschließt sich, die weitere Entwicklung lieber zunächst in seinen eigenen vier Wänden abzuwarten, als in seiner Einheit. Sehr authentisch wird nun geschildert, welche Maßnahmen er zu seinem Schutz ergreift und wie im Laufe der Wochen z.B. vorbeifahrende PKWs, Krankenwagen, Polizeiautos immer weniger werden, bis die Straßen irgendwann nur noch von den Untoten beherrscht werden. Dabei wird auch der Gefühlszustand des Protagonisten stets sehr anschaulich (und meiner Meinung nach realistisch beschrieben). So macht er sich natürlich Gedanken um seine Lebensmittel, um das Trinkwasser, die Munitionsvorräte, den Strom, aber auch darum, wie er zukünftig weitermachen soll. Was für Leute haben diese Apokalypse wohl überlebt? Soll man sich von solchen Personen eher fernhalten? Haben Gesetze noch Gültigkeit? Was ist mit der Regierung? Gibt es ein Gegenmittel? Was ist mit dem Rest der Welt? Gibt es noch Länder bzw. Regionen, in denen die alte Ordnung noch herrscht? Wenn ja, warum tun die nichts? usw.

Mal ehrlich: Ich hoffe, dass ich niemals in diese Verlegenheit kommen werde, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich mir genau diese Fragen in einem solchen Worst Case-Szenario auch stellen würde.

Ohne zu viel zu verraten, kann ich hier vorwegnehmen, dass der Hauptdarsteller im Verlauf der Handlung natürlich auch auf andere Überlebende trifft. Auch erkennt er, nach einer Weile, dass er nur bestehen kann, wenn er sein Haus aufgibt und sich auf eine Reise begibt, deren Ziel er selber nicht genau nicht kennt' Aber wie geht man eine solche Reise an, wenn die Straßen verstopft sind, öffentliche Nahverkehrsmittel nicht mehr funktionieren, das GPS-System kurz vor dem Zusammenbruch steht, die Straßen von Zombies bevölkert werden, es so gut wie keine Safe Zones gibt, ja die ganze öffentliche Ordnung völlig zusammengebrochen ist?

Ich möchte noch kurz erwähnen (auch andere haben das hier schon angesprochen): Es handelt sich hier - Gott sei Dank - um die klassische Zombievariante, die über keine übersinnlichen Fähigkeiten verfügt. Im Gegensatz zu Filmen wie "Dawn of the Dead" (Remake) bewegen sich die Zombies hier auch eher langsam und beginnen nicht zu sprinten, sobald sie Menschen sehen.

Fazit: Ich kann nur eine ganz klare Kaufempfehlung geben und das Buch mit 5 Sternen bewerten! Es gibt eigentlich nur eine Sache, die mich beim Lesen gestört hat (wurde hier in den Rezensionen bereits erwähnt, daher an dieser Stelle spoilerfrei): Ich glaube, dass es im Ernstfall nicht zu einer nuklearen Zerstörung von Großstädten kommen würde, da es ' meiner Meinung nach - bessere Maßnahmen gäbe, der Zombiebedrohung Herr zu werden. Zumal Millionen von Zombies in den ländlichen Gebieten 'überleben' würden und das eigene Land auf lange Zeit radioaktiv verstrahlt wäre. Aber wie schon geschrieben, das ist letztlich meine Meinung und auf keinen Fall ein Grund, hier nur vier Sterne zu vergeben!
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Dezember 2010
Wir Zombiefans machen keine Kompromisse. Wenn es um Untote geht, dann hat es auch um Untote zu gehen. Wie es die Psyche der Überlebenden steht, darf auch mal kurz beschrieben werden. Aber zu 80 Prozent wollen wir bitteschön lesen, wie die verfaulenden, aggressiven Biester die armen Überlebenden jagen, ihnen nur kurze Pausen gönnen und miterleben, wie sich jede Zuflucht irgendwann als Falle erweist. Und trotzdem nie die Hoffnung aufgeben, dass es irgendwo noch einen Ort gibt, wo das Virus noch nicht... usw.
All das liefert das Tagebuch der Apokalypse. Kompromisslose, nur von den allernotwendigsten Innenschauen der Protagonisten unterbrochene Action. Da wird nicht viel Neues geboten, sicher, aber das Bewährte wird wirklich geradlinig erzählt und passabel serviert. Allerdings insgesamt dann vielleicht doch einen Hauch zu anspruchslos im Stil. Ganz so niveaulos ist der gebildete Zombiefan ja auch wieder nicht! Wenn man jedoch bedenkt, dass die mitunter simple Erzählweise des Autors zum Reflexionsniveau des Haupthelden passt (der war bis zum Outbreak schließlich ein ein braver Soldat der US-Army, der gut mit Waffen, aber eher schlecht mit Nietzsche kann), dann ist man als Leser doch wieder versöhnt.
Fazit: gute Unterhaltung fürs Geld, man bekommt genug Zombies je Seite, um abends im Bett noch ein Stündchen mehr Lesezeit dranzuhängen.
33 Kommentare51 von 57 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2010
Also ich habe das Buch vor ca. 2 Wochen gelesen und hoffe, dass ich nun den nötigen Abstand habe um es objektiv zu bewerten.

Was mir gefallen hat, sind vor allem die detaillierten Beschreibungen der Situationen und der Örtlichkeiten. Ich finde gerade bei so einem Buch, ist es wichtig sich in die Situation hinein denken zu können. Weiter beschreibt der Autor auch sehr genau einzelne Waffen, Nachtsichtgeräte, Flugzeuge und anderes Technikspielzeug. Das finde ich klasse. Es macht das Tagebuch auch sehr authentisch, da man dem Soldaten glaubt, dass er sich eher mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften eines M16 Sturmgewehres als mit der Psyche seiner Mitstreiter auseinander setzen würde. Es macht spaß zu lesen, wie er die Tage erlebt, was er an den Tagen so vollbringt. Erst hatte ich Angst, dass bei einem Tagebuch nicht die nötige Spannung aufkommt, da ja alle Situationen reflektiert werden. Es besteht also nie ein Risiko für den Protagonisten, da er ja sonst schlecht hätte noch das Tagebuch schreiben können.
Dies ist aber nicht so, auch so hat mich das Buch gefesselt und ich habe es trotzdem als sehr spannend erfunden.

Weiter hat mir gefallen, dass der Protagonist für mich logisch und nachvollziehbar reagiert, die gesamte Zeit. Das ist nicht immer so. Nicht selten habe ich mich gefragt, warum alle Leute bei "Zombie Apokalypsen" und ähnlichen Situationen wie aufgeschlecktes Vieh auf der Straße laufen und sich in möglichst großen, aber gleichzeitig möglichst schlecht zu beschützenden Gruppen zusammen rotten. Hier ist das anders: Der Protagonist bunkert sich ein. Er verstärkt sein Haus, beschafft sich Vorräte und Munition. Er geht nicht raus, wenn es nicht sein muss. Das finde ich gut, denn es ist einfach logisch. Und auch der Moment und das Warum ist sehr gut gewählt, was den Protagonisten dann doch dazu treibt sein sicheres Heim zu verlassen.

Der Autor erfindet das Zombiegenre nicht neu. Es sind die selben Zombies mit den selben Eigenschaften wie man es gewohnt ist, ohne irgendwelche Besonderheiten. Langsam, dumm und in der Masse gefährlich. Natürlich geht auch von einzelnen aufgrund des Infektionsrisikos eine hohe Gefahr aus. Diese schafft der Autor auch zu vermitteln. Und obwohl die gesamten Nebendarsteller wirklich nur kurz beschrieben werden und man ansonsten recht wenig von ihnen mitbekommt, hat man trotzdem die gesamte Zeit die Sorge, dass einer von ihnen sterben oder sich infizieren könnte.

Was mir nicht gefallen hat ist eindeutig, dass alles auf einen zweiten Teil hinaus läuft und zwar vom ersten Augenblick an. Alles wird irgendwie angerissen und schlussendlich wenig bis gar nichts näher erklärt. Das Buch endet nicht mit einem totalem "Cliffhanger" aber auch nicht Rund. Alle Punkte sind irgendwie offen und man fragt sich: Wie geht es weiter / Wer waren die? usw.

:::Achtung Spoiler:::

Des Weiteren ist es schade, dass ich der Autor nicht traut an die Begleiter des Protagonisten heran zu gehen. Es wirkt fast so, als hätte der Autor große Mühe gehabt, die Charakter einzubringen und möchte nun nicht, dass ihnen etwas passiert. Oder er möchte genug Leute für den zweiten Teil zur Verfügung haben. Es ist schade, dass alles immer gut ausgeht. Für mich muss ein Buch nicht schlecht enden und ein Film mit einem Happy End ist auch nicht automatisch ein schlechter Film. Doch hier wirkt es irgendwie künstlich, da trotz größter Lebensgefahr niemand zu Schaden kommt. Und es hätte dem Buch einen großen Gefallen getan, wenn eine der Personen in diesem Buch infiziert worden wäre. Hier hätte man sich dann mit den Charakteren, den Reaktionen usw. auseinander setzen können. Schade.

::: Spoiler Ende:::

Ansonsten fand' ich den Tagebuchstil sehr erfrischen und gut zu lesen. Ich würde 3,5 Sterne geben, da das nicht geht, tendiere ich jedoch eher zu 4 für dieses Genre. Für Menschen die mit Zombies nichts anfangen können und einfach Unterhalten werden wollen, sind es eher 2,5 Sterne.
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Wie der Titel vermuten lässt, ist der Roman in der Form eines Tagebuchs aufgebaut. Man begleitet den Protagonisten bei seiner Suche nach einem sicheren Versteck vor den Zombiehorden. Damit er auch jemanden zum Plaudern hat, trifft er auf andere Überlebende und findet Freunde wie Feinde. Ob sie alle bis zum Ende durchhalten? Zumindest beim Protagonisten braucht man sich nicht zu sorgen, dass er in einen Untoten transformiert wird. Warum? Na, weil er das Tagebuch schreiben muss und Zombies bekanntermaßen durchgehend Analphabeten sind.

Dass der Autor hauptberuflich bei der U.S.-Marine dient, erklärt wohl das pathetische Vorwort zugunsten der "Brüder und Schwestern beim Militär der Vereinigten Staaten, die im globalen Krieg gegen den Terror im Irak und..." Zum Glück bleibt der Roman von derartigem US-Heldenepos weitgehend verschont.

Erstaunlich sachlich (für dieses Genre) fällt die Schilderung der Kämpfe mit den Zombies aus, das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Es ist geradezu erfrischend anders, wenn ein solcher Roman auch einmal ohne detaillierte Schilderungen von explodierenden Zombieschädeln und herausgerissenen Gedärmen auskommt. Peng und tot war das Ding, reicht schließlich auch.

Die Gefahr ist fast permanent zu spüren, und die Spannung hält. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine logischen Brüche in der Handlungsweise der Hauptfigur. Warum unser Held allerdings zuerst lang und breit in sein Tagebuch schreibt, dass es der sichere Tod wäre, ohne Partner=Rückendeckung an Land zu gehen, um den Ort zu durchkämmen, dann aber plötzlich William (seine Rückendeckung) mit dem Boot wegrudern lässt, um einen auf "einsamer Suizidwolf" zu machen, wird leider nicht sehr schlüssig erklärt.

Enttäuschend ist die Anzahl der Fehler, die in der 4. Auflage immer noch zu finden sind. Auch die Übersetzung hat Schwächen, die zum Stolpern einladen. So wechseln beispielsweise beim sehr häufig verwendeten Wort die/der Pier (Anlegestelle) ständig Geschlecht und Artikel. Das irritiert vor allem dann, wenn darauf Bezug genommen wird, und der Protagonist sich von "ihr" entfernt, obwohl er einen Satz zuvor von "ihm" abgelegt hat.
Das Typenemblem von einem Auto als Abziehbild zu bezeichnen, ist zuvor vermutlich auch noch keinem in den Sinn gekommen.

Fazit: Von einigen Schwächen abgesehen, ist das Werk gut und spannend zu lesen. Das Ende verspricht einen zweiten Teil, den ich mir nun bestelle.
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am 12. Juni 2012
Wer auf Amazon nach Postapokalyptischen Romanen und/oder Vertretern des Zombie-Genre sucht, stolpert früher oder später über J.L. Bournes "Tagebuch der Apokalypse" (eng.: Day by day Armageddon). Und siehe da: Das etwa 300 Seiten lange Werk gehört tatsächlich zu den besseren Vertretern dieser Genres!

Das Buch ist der Auftakt zu einer längeren, inhaltlich aufeinander aufbauenden Serie um den Protagonisten - den Autor dieses (natürlich) fiktiven Tagebuchs. Ebenso wie Autor J.L. Bourne ist unser (zunächst) namenloser Held ein Offizier der US-Streitkräfte und das ist nicht die einzige Stelle, an der man meint, semi-autobeiographische Elemente im Werk zu erkennen. Aber von vorne:

Eine rätselhafte Seuche aus Übersee verwandelt die Erdbevölkerung innerhalb weniger Wochen in eine Horde Untoter mit dem üblichen Appetit auf Menschenfleisch. Der Leser erlebt den schrittweisen Ausbruch der Seuche in den USA aus der Sicht eben jenes Protagonisten. Oder besser: Durch dessen Tagebucheinträge. Schon bald spitzt sich die Situation in der heimischen Festung zu und wir folgen dem Soldaten auf seiner abenteuerlichen und gefährlichen Reise durch die nun fast gänzlich durch Untote bevölkerten USA. Gibt es irgendwo eine sichere Zuflucht? Konnten andere Menschen die Katastrophe überleben? Welche Hoffnung gibt es für die Zukunft? Die für dieses Genre klassische Themenpalette begleitet uns auch hier.

Die Einteilung in Tagebuch-Einträge wird dabei konsequent aufrecht erhalten. Die Erzählung an sich hat jedoch eher Roman-Charakter: Ich glaube nicht, dass jemand allen ernstes in diesem literarisch-erzählerischen Ton ein Tagebuch schreiben würde. Wie selbst Kleinigkeiten des Tages nacherzählt werden, Gespräche mehr oder weniger wörtlich wiedergegeben werden - ist man mittendrin in einem Eintrag, könnte man genau so gut ein Buch mit konventionellerer Erzählperspektive vor sich haben. Das ist auch gut so: Es kommen inhaltlich dadurch sehr wenig Lücken und Unklarheiten auf, der Autor verschweigt nichts und setzt den Leser umfassend über seine Erlebnisse in's Bild. Gleichzeitig wird die Tagebuchstruktur aber geschickt für Cliffhanger/Spannungsaufbau verwendet. Um den erzählerischen Stil etwas zu kompensieren und den "Tagebuch"-Flair zu transportieren, finden sich auf einigen Seiten handschriftliche Illustrationen, eingeklebte Fotographien oder auch an gedeutete Blut-/Dreckspritzer. Atmosphärisch eine hübsche Idee.

Inhaltlich ist die Geschichte höchst konventionell: Die Zombies sind von der "guten alten" Schlurfer-Sorte, es gibt keinen übernatürlichen Hokuspokus oder Stilbrüche. Kann man gut oder schlecht finden, ich als "Traditionalist" finde es eher begrüßenswert. Zu den schwachen Seiten des Buches gehört die eher gewöhnliche Storyentwicklung, die wenig Überraschungen oder kreative Ideen bereithält. Viel eher wird Spannung über Atmosphäre generiert und auf ein realistisches Szenario gesetzt. Das wiederrum gelingt sehr gut: Die militärische Erfahrung von J.L. Bourne hilft ernorm dabei, das tägliche Überleben der Figur pfiffig und detailiert zu beschreiben. Was dabei passiert, vermittelt den Eindruck, wirklich so zu funktionieren und das Buch trägt in dieser Dimension schon leichte "Ratgeber"-Züge. Prima!
Hier und durchbricht das Buch trotzdem mit punktuell eingestreuten Pathos und doch ziemlich konstruiert wirkenden Maßnahmen dieses Bild der Realität. Airforce-Offizier hin oder her: Ich glaube nicht, das so eine Person beim ersten Anzeichen einer Epidemie sofort seine Wohnung zur Festung samt Abwehrzaun ausbauen würde. Unser Held scheint doch oft auf magische Weise zu ahnen, was ihm bevorsteht. Aber sei's drum: Der Rest der Geschichte ist sehr spannend und routiniert erzählt, da fällt das nicht so sehr in's Gewicht.

Unter dem Strich erhält der Leser hier einen kurzweiligen Zombie-Survival-Roman der alten Schule mit interessantem Erzählstil. Die ganz großen Innovationen bleiben aus, aber vielleicht das angesichts des soliden Restes eine handfeste Empfehlung für Fans des Genres. Diesen kann ich jedenfalls bedenkenlos zum Zugreifen raten. Wer mit dem Thema "Zombie" was anfangen kann, wird den Kauf von "Tagebuch der Apokalypse" sicherlich nicht bereuen. Besucher aus anderen Genres können durchaus einen Blick riskieren, sollten aber kein all zu zart besaitetes Gemüt mitbringen.
Zum Abschluss noch der Hinweis, dass das Buch keinen abgeschlossenen Rahmen bildet: Wer wissen will, wie es weitergeht, der muss schon die Nachfolgewerke kaufen. Dementsprechend liegt "Tagebuch der Apokalypse 2" schon auf meinem Nachttisch.

In diesem Sinne: Zombie-Fans zugreifen und viel Spaß beim Lesen!
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am 10. Dezember 2011
Ich habe in den letzten anderthalb Jahren ca. 15 Zombie-Romane gelesen. Und dieses Juwel ist zweifellos der Beste davon! 4,5 Sterne für allerbeste Unterhaltung! Zum Glück hatte ich bereits Band 2 auf dem Nachttisch liegen, mit dem ich nahtlos anschließen konnte.
J. L. Bourne gelingt es im "Tagebuch der Apokalypse" genau meinen Geschmack zu treffen: Schnörkellose Endzeitatmosphäre und echtes Survival-Mitfiebern auf der Flucht vor den Untoten. In einer Hinsicht ist der Autor besonders kompromisslos: Weite Teile der Vereinigten Staaten werden kurzerhand in eine nukleare Wüste verwandelt, um der Zombiebedrohung Herr zu werden. Das ist (natürlich) vergebens, fügt aber der letztlich altbekannten Geschichte einen neuen Gesichtspunkt und eine weitere Bedrohung hinzu. Bournes Schreibstil, dessen Splatterszenen ohne allzu viele blutige Details auskommen, ist außerdem geeignet, die verheerten Städte und die herumziehenden Zombiehorden plastisch und eindrücklich vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen.

Warum vergebe ich dennoch keine 5 Sterne? Das "Tagebuch der Apokalypse" ist wirklich ein Glanzstück unter den Zombiepublikationen. Kritikwürdiges muss man schon mit der Lupe suchen, damit man fündig wird:
Zum einen ist mir der Held des Buches ein klein wenig zu Mary-Sue-/Gary-Stu-mäßig geraten, also überidealisiert. Seine wenigen Schwächen sind etwas zu attitüdenhaft und demonstrativ auf "gebrochener Held" gemacht, um wie Phoenix aus der Asche noch edler und ritterlicher, noch moralischer und heldenhafter aufsteigen zu können.
Außerdem endet der Roman etwas abrupt und unvermittelt. Klar, war ja auch ursprünglich eine Fortsetzungsgeschichte im Internet und nicht als Buch konzipiert. Dennoch hätte man das Ende etwas harmonischer gestalten können.
Diese kleinen Kritikpunkte schaffen es aber nicht, einem den Spaß an dieser Lektüre zu verderben. Dazu ist der Roman einfach zu packend und spannend - Genrefans werden ihn kaum aus der Hand legen können, bevor sie durch sind.

Kleiner Warnhinweis: Wer mit "Tagebuch der Apokalypse" in das Zombieliteraturgenre einsteigt, der ist womöglich versaut für die Bücher von Keene, Moody, Wellington, Mochinski, Brooks, usw. - von denen viele nicht schlecht sind, aber an dieses nicht heranreichen.
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am 28. Oktober 2011
Tagebuch der Apokalypse ist ein klasse Buch mit guter Geschichte und toller Atmosphäre. Was hier passiert? Ganz einfach. Die Zombies erheben sich und ein Militärpilot berichtet in Tagebuchform, wie er den Alptraum überlebt hat. Im laufe der Geschichte trifft er noch auf andere Überlebende und versucht mit ihnen eine sicheren Ort zu finden. Allerdings finde ich den kerl auch ab und zu etwas seltsam, wie z.B. wenn er sagt, dass er nur noch 850 Kugeln habe. NUR? Ich wäre froh über so viel Munition. Aber bis auf solche Kleinigkeiten ist das Buch glaubhaft und vor allem plausible. Egal was der Protagonist macht, es gibt immer einen guten Grund warum, wieso und weshalb. Auch wenn die Leute zu einem neuen Versteck aufbrechen, man versteht immer warum. Kommen wir nun zu den Zombies. Die sind genauso, wie Zombies sein müssen: Dumm, langsam und hungrig, klasse! Nicht so blöde rennende Dinger, wie man sie neuerdings überall sieht.
So, dass waren die Plusseiten. Kommen wir nun zu den Punkten, die ich als Minus sehe:
1. Die Zombies entstehen wieder durch einen sche** Virus! Warum ist denn kein Mensch vernünftig genug und lässt die Zombies einfach wieder aus den Gräbern kommen. Nein, es muss ja immer ein Virus sein. Dazu kommen noch alle anderen Klischees. Zombies können nur durch Kopfschüsse umbgebracht werden... bla, bla, bla... wer gebissen wird wird selbst zum Zombie... bla, bla, bla. Kann man das nicht mal ändern?
2. Wie die Zombies sich verbreiten erfährt man gar nicht so richtig, da der Protagonist am Anfang nur zu Hause ist. Es ist leider nicht so, dass er in der Stadt ist und plötzlich von überall Zombies kommen.
3. Das Ende ist ziemlich abrupt und offen.
Trotz der negativ Punkte bleibt Tagebuch der Apokalypse ein super Buch für jeden Zombiefan, dessen Kauf sich wirklich lohnt.
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am 19. November 2012
Die Kurzbeschreibung zu dem Buch erzählt eigentlich schon den kompletten Inhalt. Erzählt werden die ersten 6 Monate nach dem Ausbruch eines Virus, der die Menschen in kürzester Zeit in wandelnde Leichen, sprich Zombies, verwandelt. Aber wie dies erzählt wird! Wie der Titel schon aussagt wird die komplette Geschichte als einzelne Tagebucheinträge erzählt. Mal kurz, mal kürzer und ab und zu auch mehrere Seiten am Stück. Dies war für mich ein Grund, auch mal wieder während einer kurzen Zugfahrt zu Lesen. Dabei findet der Protagonist mit der Zeit mehrere Überlebende, er ist zwangsläufig aber immer wieder (und immer zu ungeplanten Zeitpunkten) auf der Flucht. Der erzählende Charakter verhält sich dabei meiner Meinung nach sehr nachvollziehbar und menschlich.
Die Flecken, Skizzen und Fotos sollen den Eindruck eines Tagebuchs verstärken, aber seien wir ehrlich, ein gedrucktes Buch bleibt ein Buch. Trotzdem eine nette Idee.

Ich bin gespannt, ob die hohe Erzähldichte und gelungen aufgebaute Story im Fortsetzungsroman weitergeführt werden kann; den dortigen Rezensionen nach ist dies aber der Fall, weshalb der 2. Teil auch definitiv den Weg in mein Buchregal finden wird.

Hier und auch im Nachwort des Romans wird mehrfach erwähnt, dass dieses Buch auch Neulingen des Genres gefallen wird. Ob das Zombiegenre allerdings grundsätzlich so viel Zulauf von neuen Interessierten bekommt, bezweifel ich eigentlich. Zombiefans sollten dieses Buch allerdings auf jeden Fall durchlesen.
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