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am 25. März 2011
"Blutsherrschaft" ist so ganz anders als die vorherigen "Juwelen"-Romane.

Der romantisch-erotische Aspekt wurde zurückgeschraubt, es gibt keinen echten Gegner, und auch keinen Spannungsbogen im eigentlichen Sinne.

Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Charaktere, auf dem Humor - und auf der Politik und den Konsequenzen, die das Handeln der Königinnen auf das Alltagsleben von Blutleuten und Landen hat. Dass Anne Bishop sich gerade mit diesem Aspekt so ausgiebig befasst hat, gefällt mir ausnehmend gut. Sie zeigt den Arbeitsalltag der Königinnen. Das ist eben nicht so nervenzerfetzend wie einen echten Bösen zu besiegen. Aber der Alltag ist es, in dem sich das Wesen der jeweiligen Königin am stärksten offenbart, wie hier an den Gegensätzen Cassidy und Kermilla glaubhaft vermittelt wird. Was sie auch tun und sagen - jedes Wort, jede Geste hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung, hat Konsequenzen und letztendlich seinen Preis, im Guten wie im Schlechten. Dass Anne Bishop so konsequent ist, sich auch des Königinnen-Alltags anzunehmen, hat bei mir einen großen Eindruck hinterlassen.

Sie konzentriert sich auf das Volk der Shalador und auf die Landen, was meiner Ansicht nach nur folgerichtig ist, nachdem sie sich in all den vorangegangenen Bänden mit den Blutleuten beschäftigt hat. So wird das Bild dieser drei Welten - Tereille, Kaeleer und Hölle - für mich runder und vielfältiger. Anne Bishop hat die Landen zunehmend einbezogen seit "Nacht", und ich rechne es ihr hoch an, dass sie nicht in dem Blickwinkel der Blutleute verharrt. Die Shalador erinnern mich mit ihrem Leben in den Reservaten, den Benachteiligungen, die sie dadurch erfahren haben und ihrer formellen Ausdrucksweise ("Mein herz ist voll") an die Problematik der Indianer in den USA, und ich empfinde diese Gegenüberstellung von Shalador- und Kaeleer-Königinnen als sehr aufschlußreich, denn letztendlich bewegen sie sehr ähnliche Ziele und ein vergleichbarer Ehrbegriff.

Die Handlung verlief oft in anderen Bahnen, als ich erwartet hatte, eben weil sich die Menschen - mit Ausnahme von Kermilla - der Folgen ihrer Handlungen bewusst sind. So kam letztendlich alles anders, als ich gedacht hatte. Es gab keinen Endkampf. Der Endgegner fehlte. Dass die Autorin ein Buch geschrieben hat, das in dieser Hinsicht völlig dem Klischee zuwiderläuft, empfinde ich gerade als wunderbar ausgearbeitet und die Problematik gut gelöst.

Vordergründig geht es in diesem Roman um den Kampf zweier Königinnen auf einem Territorium und der Blutsregel, sich nicht in die Interna eines anderen Reiches einzumischen. Hier zeigt Anne Bishop, welchen Preis dies für die Menschen hat, im Großen wie im Kleinen.

Mit diesem Roman lebt Anne Bishop den Leitsatz der "Juwelen" "Alles hat seinen Preis" sozusagen vor. Sie hat sich ganz und gar auf dieses Konzept, auf die Wahrheit hinter diesem Satz, eingelassen, und das macht dieses Buch in meinen Augen außergewöhnlich.
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am 19. August 2015
"Blutsherrschaft" schließt sich fast nahtlos an den ersten Teil „Blutskönigin“ an.
Wer aber geglaubt hat, dass Theran endlich seine Lektion gelernt hat, der sieht sich bitter enttäuscht. Was eigentlich schade ist, schien er doch gerade zur Vernunft gekommen zu sein.
Immerhin bietet das, wie schon im ersten Band, etwas Abwechslung von Anne Bishops üblichen Männern. Denn entweder passten sie ins Schema von Daemon, Lucivar und Saetan und waren somit den Guten zugehörig oder sie waren gleich abgrundtief schlecht.
Theran hingegen ist kein schlechter Mensch, allerdings so abgrundtief dumm, dass er einfach eine schmerzhafte Lektion verdient hat.
Denn Theran verliebt sich hier ausgerechnet in die Königin, die Cassidy schon einmal die Herrschaft gestohlen hat. Geblendet von ihrer Schönheit und dem Drang ihr zu dienen, verschließt er seine Augen vor ihrer Selbstsucht.

Allerdings seien alle gewarnt: Dieses Buch ist nicht spannend!
Ganz so dramatisch, wie in der Inhaltsangabe angekündigt, ist die Handlung nämlich bei weitem nicht.
Und es hat mich kein bisschen gestört.
Zugegeben: In der Problematik rund um Kermilla und den Kampf um die Herrschaft Dena Neheles steckte eigentlich einiges an Spannungspotential, dass Anna Bishop jedoch einfach verpuffen lässt. Insofern enttäuscht dieser Band besonders im Vergleich zur Ursprungstrilogie.
Aber ich habe mich dennoch auf den fast 600 Seiten nie gelangweilt.
Warum muss ein Buch auch immer in Kampf und Blut enden, wenn man einen Konflikt auch friedlich lösen kann?
Zugegebenermaßen bangt man irgendwie schon etwas mit der Frage, was genau passieren wird, wenn Theran den ersten Kreis sprengt und Kermilla als neue Königin etablieren möchte. Kermilla aber wiederum ist eine so selbstsüchtige und dämliche Person, dass man sie einfach nicht ernst nehmen kann. Und dadurch weder Therans Pläne, noch die Drohung zur Zerstörung Dena Neheles.

Für mich ist „Blutsherrschaft“ eben ein richtiges Wohlfühlbuch. Von der ersten Seite an, war es wie nach Hause kommen!
Hauptsächlich begeleiten wir Ranon und Gray mit Cassies Hof ins Exil und beobachten dabei, wie sie das Dorf neu aufbauen. Dabei gibt es etliche herzergreifende und auch lustige Szenen, die das Lesen des Buchs alleine schon rechtfertigen.
Natürlich gibt es auch immer wieder Einblicke in das Leben von Daemaon, Jaenelle, Lucivar, Saetan und Surreal. Als Fan kann man von den SaDiabolos schließlich gar nicht genug bekommen.

Fazit: Trotz nahezu fehlender Spannung für alle Fans der Schwarzen Juwelen ein wunderbares Buch.
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am 5. März 2011
Blutskönigin und BLUTSHERRSCHAFT bilden einen zusammenhängenden Handlungsbogen, der von den Nachwirkungen des Hexen Sturms und der Aufbauarbeit in Tereille erzählt. Im Zentrum der Geschichte steht die unglückliche Königin Cassidy, die ihren Thron an eine jüngere, hübschere Königin verloren hat und einen Neubeginn in Dena Nehelee wagt. Doch nicht alle Krieger Prinzen sind von ihr begeistert. In BLUTSHERRSCHAFT folgt ihr ihre alte Rivalin nach, um Cassidy auch diesen Thron streitig zu machen. Daneben kommt es immer wieder zu Gastauftritten der SaDiablo Familie.

Bei Blutskönigin war ich noch überzeugt, dass in dieser Geschichte Potential steckt. Zwischen der unsicheren Königin und dem verbitterten Krieger Prinzen Theran bestand echtes Konfliktpotential. Ich konnte sowohl Cassidys als auch Therans Position nachvollziehen - ihre Schmerzen und Unsicherheiten wirkten (beinahe) real. Da störte es mich kaum, dass der Handlungsbogen einfach war und oft in Melodrama und künstlicher Süße versank.
So ging ich mit Zuversicht, aber ohne überhöhte Erwartungen an BLUTSHERRSCHAFT heran. Es bot sich das übliche Bild. Die "guten" Frauen gärtnern, üben sich im gütig sein und kommandieren ihre Männer herum, während diese ihre Frauen in Watte einpacken wollen, dafür eines über den Schädel gezogen bekommen und dabei ziemlich verdutzt aus der Wäsche schauen. Natürlich verfallen die Männer immer wieder in Rage oder "raunen" gefährlich. Dazwischen hopsen ein paar niedliche Kindred herum, die alles besser wissen, als ihre menschlichen Gefährten.

Mittlerweile erwarte ich mir das von den Schwarzen Juwelen und macht mir manchmal sogar Spaß. Doch kann man damit keinen 592 Seiten starken Roman füllen. Aber genau das versucht Bishop in BLUTSHERRSCHAFT. Die Handlung ist so dünn und banal, dass sie allenfalls für eine Kurzgeschichte geeignet wäre. Tatsächlich kamen mir Antagonistin und Handlung seltsam vertraut vor. Sie ähneln denen von "Kaeleers Herz" in der Kurzgeschichtensammlung Zwielicht. Hier wie dort versucht eine erschreckend selbstsüchtige und einfältige Hexe zwischen eine "gute" Hexe und ihrem Prinzen zu kommen. Erschreckend deshalb, weil die Antagonistinnen derart überzogen gezeichnet sind, dass ich sie nicht ernst nehmen konnte und die Bedrohung dadurch flach fiel. Ich hatte echte Probleme zu glauben, dass ein Gänschen wie Kermilla so große Probleme bereiten kann und dass die SaDiablo Familie (bzw. Jaenelle) das Wohlergehen eines Landes der Selbstfindung einer Hexe opfern würde.
Denn darum geht es. Cassidy soll sich beweisen und damit Selbstvertrauen finden. Mein Problem war, dass je weiter ich in BLUTSHERRSCHAFT vorankam, desto mehr musste ich mich Therans Meinung anschließen. Cassidy erschien mir immer weniger für ihren Job als Königin geeignet. Ihr Glück war es, dass sie einen äußerst kompetenten und devoten Ersten Zirkel hatte und ihre Gegnerin noch unfähiger war als sie.
Theran tat mir unendlich leid. In Blutskönigin war er einer meiner Lieblingscharaktere, weil er ein anständiger, aber fehlgeleiteter Charakter war und damit nicht so schwarz oder weiß wie die restlichen Charaktere. In BLUTSHERRSCHAFT opfert ihn Bishop ihrer gekünstelten Handlung. Er verspürt den Zug der Königin Kermilla so stark, dass ihn alle Vernunft verlässt und selbst mit ihren Gemeinheiten konfrontiert die Wahrheit verleugnet. Er wird zu einer Karikatur seiner selbst. Ich teile mit ihm die Überzeugung, dass Cassidy keine geeignete Königin ist. Sein Pech ist es an Kermilla zu geraten, die noch viel weniger geeignet ist.

Zum Glück konnte ich mir dieses Buch von einer Freundin ausborgen. Sonst wäre ich echt sauer. So bin ich einfach nur enttäuscht. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass Bishop einfach nur routinemäßig die Bewegungen durchläuft, aber an Tiefe und echten Gefühlen nicht interessiert ist. Symptomatisch steht dafür die Fehlgeburt, die ein lieb gewonnener Charakter erleidet. Sie geht im Melodrama unter - zu echten Gefühlen kann man nicht vordringen, weil es einfacher für Bishop ist, sich nicht damit auseinanderzusetzen.
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am 14. Januar 2013
"Blutsherrschaft" ist der zweite Teil von "Blutskönigin". Während es in "Blutskönigin" darum ging eine Kandidatin zu finden, die als neue Königin über Dena Nehele herrschen könnte, geht es im zweiten Teil um den Aufbau der Loyalität und Intensität der Beziehungen von Königin Cassidy und ihrem Hof. Es geht um Vertrauen zueinander einerseits und um das Erlernen der richtigen Weise mit seiner Königin umzugehen (manchmal auch gegen ihren Willen, wenn es für sie das Beste ist) andererseits.
Es entbrennt letztendlich ein Machtkampf zwischen zwei Königinnen: der sympathischen Lady Cassidy, die durch Jeanelle gestützt wird (wurde von Jeanelle für diesen Posten im ersten Teil ausgewählt) und ihrer alten Feindin Lady Kermilla, die Cassidy in ihrer Vergangenheit ihren ersten Hof abnehmen konnte.

Ich habe das Buch in wenigen Stunden (reiht man die Zeit, die ich leider auf Tage einteilen musste aneinander...;o)) durchgelesen. Es hat mich, wie immer komplett eintauchen lassen in diese komplexe Welt, die Anne Bishop geschaffen hat. Die Geschichte um Cassidy ist einfach zu lesen und schön beschrieben. Endlich erfährt der Leser etwas mehr über die Beziehung von Landen und Königinnen und den Alltag einer Königin. Ausserdem wurde die Entwicklung der einzelnen Charakteren sehr schön dargestellt.
Ich hatte das Gefühl Anne Bishop wollte auch die Unterschiede zweier komplett gegenteilig eingestellten Königinnen herausarbeiten, was ihr sicherlich gelungen ist.

Ich gebe allerdings nur 4 Punkte, weil mir ein wenig Spannung fehlte. Die beiden Teile kommen mit den erste 3 Büchern, in denen es um Jeanelle ging, bei Weitem nicht mit. Es fehlte mir dieser so bizarre Wechsel von Glücksmomenten oder Stellen, an denen ich herzhaft lachen musste und Stellen, in denen ich aufpassen musste, dass meine Tränen die Seite nicht auflösten sowie barbarische und gewalttätige Stellen, die sich in den ersten Bänden wie eine perfekt inszenierte Symphonie abwechselten und den Leser von Gefühl zu Gefühl taumeln ließen.
Trotzdem habe ich das Buch verschlungen, weil ich nach Futter aus der Welt der Schwarzen Juwelen lechze. ;o)

Auf jeden Fall ist dieser Zweiteiler wieder um Klassen besser als der Band "Nacht", in dem es um den Landen-Autor Jenkell ging, der Jeanelle (und Gefolge) in eine Falle locken wollte.
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am 12. März 2011
Hallo,

ich hatte das buch schon ewig und drei tage vobestellt und als es endlich veröffentlicht und geliefert wurde sofort mein buch welches ich gerade gelesen hatte unterbrochen und "blutsherrschaft" in einem rutsch verschlungen.

okay, der "biss" der reihe ist seit dem vierten band (also nach der "urtrilogie") verschwunden. diese erste trilogie war einfach unglaublich (gut, genial oder was auch immer). danach wurden die geschichten ruhiger, lustiger und vor allem wurde deutlich, dass die ständige tödliche bedrohung der hauptfiguren nicht mehr zu spüren ist. alles plätschert vor sich hin, aber ohne je daß jemand in gefahr läuft ersthaft in tödlicher gefahr steckt. die "bösewichter" wurden einfach blass, gesichtlos und austauschbar.

ABER mir machen die bücher immer noch unglaublich viel spaß und ich verschlinge sie nach wie vor. der unterschied ist jetzt halt nur noch, dass familienleben, respekt vor anderen lebewesen, toleranz und gutes benehmen in den fokus rücken. es werden geschichten erzählt die nicht wirklich spannend sind aber mich trotzdem berühren. nicht mehr in der art der urtilogie, aber dass muss ja auch nicht sein.

hauptsache ich werde gut unterhalten. und genau das hat auch dieses buch getan. die geschichte baut auf teil 7 auf und erzählt die geschichte von cassidy, ihres hofes und der bevölkerung weiter. die schwierigkeiten des kennelernenes, zusammenwachsen und sich vertrauens werden geschildert verpackt in eine nennen wir es mal rahmenhandlung.

FAZIT: für mich wieder einmal ein WOHLFÜHLBUCH welches ich empfehlen kann.
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am 20. Juli 2013
Wer die schwarzen Juwelen von Anfang an gelesen hat weiß, wie düster es beginnt und wie düster-heiter es weitergeht/-ging. Auch dieser Band ist keine Ausnahme, was den Humor aber auch die Dunkelheit angeht.
Ich kann es jedem Fan der Reihe wärmstens empfehlen und jedem, der herausfinden möchte, was es mit den Schwarzen Juwelen überhaupt auf sich hat, kann ich nur ersteinmal die ersten drei Bände ans Herz legen.
Denn ob man danach weiterliest, hängt sehr stark von den eigenen Präferenzen ab.

Ich mag diese Bücher sehr, daher fünf Sterne - für die gesamte bisherige Reihe.
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am 15. Juli 2013
Die Mega-Geile Buchreihe! Habe die Biss Romane geliebt, habe die "Das Lied von Eis und Feuer" verschlungen aber diese Buchreihe toppt alles gelesene! Von Anfang bis Ende spannend! Schön beschrieben, man kann alle Personen vor sich sehen und sehr sehr gut reinversetzten! Gelacht Geweint Gezittert! Wahnsinn!
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am 2. September 2013
Ich liebe diese Reihe habe sie sowohl auf Deutsch und auf Englisch mehrfach gelesen.

Eine fantastische Welt ich bin praktisch süchtig nach der Reihe nur schade das nach 9 Büchern nun Schluss ist.
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am 16. März 2011
Lady Cassidy scheint ihre Bestimmung in Dena Nehele gefunden zu haben und sie wird von ihrem Hof voll akzeptiert. Ihre Beziehung zu Gray entwickelt sich langsam aber sicher in eine positive Richtung und sie blüht richtiggehend auf. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Theran, der sich immer noch nicht mit der etwas hausbackenen Cassie als Königin abfinden kann. Als die schöne aber hinterhältige Kermilla nach Dena Nehele kommt, ist Theran von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme und davon besessen, sie zur Königin des Territoriums zu machen. Kermilla nutzt Therans Ergebenheit aus und die wackelige Einheit in Dena Nehele droht endgültig daran zu zerbrechen.

Die Handlung von BLUTSHERRSCHAFT hat mir im Grunde recht gut gefallen und ich war fast erstaunt, wie sehr mich die Geschehnisse teilweise mitgerissen haben. Das große Problem ist hierbei allerdings, dass die Handlung geradezu vor Kitsch und Melodramatik trieft. Ständig wird gefaucht, geknurrt, geflucht und aus jeder Mücke wird ein Elefant gemacht. Sämtliche Emotionen der Figuren werden viel zu überzogen und übertrieben dargestellt, was es fast unmöglich macht, sie ernst zu nehmen oder gar mit den Charakteren mitzufühlen. Das Melodrama erschlägt einfach alles und ich habe mich beim Lesen immer wieder an eine Seifenoper erinnert gefühlt. Anne Bishop übertreibt es auch eindeutig mit dem ganzen Kitsch. Ich habe nichts dagegen, wenn häusliche und "lustige" Szenen in die Handlung eingebaut werden, aber BLUTSHERRSCHAFT besteht praktisch nur aus der Aneinanderreihung dieser beinahe unerträglichen kitschigen, süßlichen und verniedlichten Momente. Von der ehemals erotischen Dark Fantasy ist mittlerweile überhaupt gar nichts mehr übrig.
Die Figuren in BLUTSHERRSCHAFT gefallen mir im Großen und Ganzen eigentlich recht gut. Cassie ist nach wie vor eine sympathische Hauptfigur, Gray macht eine interessante Entwicklung durch und auch die Nebenfiguren konnten mich überzeugen. Vor allem der Kriegerprinz Ranon ist mir irgendwie ans Herz gewachsen. Trotz des Kitsches hat mich auch das Wiedersehen mit Jaenelle, Daemon und Co. gefreut. Sehr schade finde ich dagegen, wie sehr Therans Charakter von Anne Bishop auseinander genommen wurde. In BLUTSKÖNIGIN war er mir zwar nur bedingt sympathisch, aber er hatte nachvollziehbare Motive, Gefühle und Gedanken. In BLUTSHERRSCHAFT ist er nur mehr eine Karikatur seiner selbst. Ich finde es höchst unglaubwürdig, dass ein ehrenvoller Mann wie Theran, dessen einziges Ziel es ist, Dena Nehele wieder auf die Beine zu bringen, einer Blenderin wie Kermilla einfach so auf den Leim geht und partout nicht erkennen kann, wie falsch sie ist. Liebe macht vielleicht blind, aber nicht blöd.
Alles in allem ist BLUTSHERRSCHAFT eine eher enttäuschende Lektüre. Hätte Anne Bishop die Melodramatik und den Kitsch zurückgeschraubt, hätte mir das Buch besser gefallen können. Leider nur bedingt empfehlenswert.
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am 20. Juni 2015
Mit viel Spass habe ich die Serie gelesen. Die Bücher sind spannend geschrieben, man will am Liebsten alle Bände hintereinander lesen. Die Fantasie kam auch nicht zu kurz! Aber, da ich etwas altmodisch bin, muss ich leider mitteilen, dass ich die Sexscenen überhaupt nicht mochte! Sie wirkten, als ob jemand der Autorin gesagt hat, es müssen unbedingt Sexscenen in den Büchern vorkommen. Schade!
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