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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker der SF aus der Future History der Autoren
Achtung: Die Rezension enthält sehr ausführliche Inhaltsangaben; wer die Texte noch gar nicht kennt, sollte diese vielleicht zuerst lesen, um nicht zu viel Vorinformation zu bekommen!

Der vierte Band der Werksausgabe von Arkadi und Boris Strugatzki enthält den durch die Verfilmung bekannten Roman "Es ist schwer, ein Gott zu sein". Auch wenn die...
Veröffentlicht am 23. März 2012 von Gunther Barnewald

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rezension nur zur Kindle-Edition
Dieser 4. Band der gesammelten Werke ist in der Kindle-Edition leider etwas schlampig umgesetzt.
Es fehlt ein interaktives Inhaltsverzeichnis, man kann sich aber wenigstens mit den Pfeiltasten durchklicken um eigene Bookmarks zu setzen.
Auch scheint bei den Fußnoten und Anmerkungen etwas durcheinandergeraten zu sein. Ein Hinweis "Vgl. die Fußnote auf...
Veröffentlicht am 20. April 2012 von Amazon Customer


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker der SF aus der Future History der Autoren, 23. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Strugatzki Gesammelte Werke 4: Fünf Romane in einem Band: Es ist schwer, ein Gott zu sein; Die dritte Zivilisation; Der Junge aus der Hölle; Fluchtversuch; Unruhe (Taschenbuch)
Achtung: Die Rezension enthält sehr ausführliche Inhaltsangaben; wer die Texte noch gar nicht kennt, sollte diese vielleicht zuerst lesen, um nicht zu viel Vorinformation zu bekommen!

Der vierte Band der Werksausgabe von Arkadi und Boris Strugatzki enthält den durch die Verfilmung bekannten Roman "Es ist schwer, ein Gott zu sein". Auch wenn die Verfilmung einige Wünsche übrig ließ, so dürfte, nach "Picknick am Wegesrand", dies noch immer das zweitbekannteste Buch der russischen Brüder sein. Neben dem bei Lesern extrem beliebten Roman "Die dritte Zivilisation" liegen im vorliegenden vierten Band somit zwei der wohl besten Geschichten des Duos vor.
Nach dem ersten Band der Werksausgabe, welcher die drei Abenteuer des Maxim Kammerer ("Die bewohnte Insel", "Ein Käfer im Ameisenhaufen" und "Die Wellen ersticken den Wind") enthielt, ist dies zudem der zweite Werksband, der Geschichten aus der Future History enthält, welche Arkadi und Boris im Laufe der Jahrzehnte erschaffen haben (nach dem Episodenroman "Mittag, 22. Jahrhundert" wird sie auch oft "Welt des Mittags" genannt).
Thema der vorliegenden fünf Geschichten ist eigentlich immer der Zusammenprall von Zivilisationen (oder von deren Repräsentanten), die auf stark unterschiedlichen technischen wie moralischen Entwicklungsstufen stehen.
In der ersten, nur knapp 140 Seiten dünnen Novelle "Fluchtversuch" entdeckt ein irdisches Expeditionsteam aus dem 22. Jahrhundert auf einem fremden Planeten eine primitive, barbarisch agierende Zivilisation, deren Ansiedlung vom Eingriff einer hoch entwickelten Zivilisation, welche die Menschheit schon kennt und von ihnen als "Die Wanderer" bezeichnet wird, tangiert wird. Die hoch entwickelten Fremden sind dabei auch der menschlichen Technik so weit voraus, dass eine Verständigung mit ihnen bisher unmöglich war. Wo ihre Technik einwirkt, scheint keine Rücksichtnahme möglich. So bewegen sich auf der primitiven Welt riesige Maschinen eine geschaffene Straße entlang wie eine Ameisenkolonne, um an deren Ende per "Nulltransport" wieder genauso mysteriös zu verschwinden, wie sie vorher an anderer Stelle aufgetaucht sind. Eine Ansiedlung der hiesigen Einwohner scheint von den Fremden zerstört worden zu sein. Doch der Verständigungsversuch der Erdenmenschen mit den einheimischen Barbaren schlägt ebenfalls fehl, denn diese sind zu sehr mit den Kämpfen untereinander beschäftigt bzw. versuchen, indem sie verurteilte Verbrecher opfern, an die riesigen Maschinen heran zu kommen. So erfahren die Protagonisten, unter denen sich ein mysteriöser angeblicher Historiker befindet, dass ein lokaler Diktator beschlossen hat, seine ehemalige reiche Oberschicht zu enteignen und diese der Zwangsarbeit zu unterwerfen, ebenso wie sämtliche Verbrecher, Revolutionäre oder sonstige ihm unangenehme Personen, die willkürlich verurteilt werden. Dabei geht man buchstäblich über Leichen. Entsetzt ziehen sich die irdischen Expeditionsteilnehmer wieder zurück, während sich der seltsame Historiker schlußendlich als Zeitreisender entpuppt, der wieder in seine Zeit zurückkehrt, nämlich in die besonders barbarische Zeit seiner Herkunft, also unsere Zeit (bzw. in diesem Fall den 2. Weltkrieg, also Zeiten, welche die Autoren noch selbst miterlebt haben)...
In "Es ist schwer, ein Gott zu sein" wird die Geschichte eines Beobachters von der Erde erzählt, der auf einem fremden Planeten als Adliger eine Tarnidentität angenommen hat. Hier herrscht finsterstes Mittelalter. Ein äußerst unfähiger Emporkömmling namens Don Reba versucht gerade, einen greisen und senilen Monarchen zu stürzen, während Don Rumata, so der hiesige Name des Erdenbürgers Anton aus dem 22. Jahrhundert, verzweifelt agiert, um einerseits nicht aufzufallen, andererseits aber einige einheimische Intellektuelle vor den antiakademischen Pogromen zu schützen. Denn sogar Einheimische, die des Lesens und Schreibens mächtig sind, werden in den Wirren vom "Volkszorn" einfach abgeschlachtet. Bald muss auch der Mensch erkennen, wie grausam das hilflose Zusehen ist, denn die Direktive des Entwicklungsdienstes ist es, nicht in die inneren Belange einer Welt einzugreifen. Haben frühere Versuche doch gezeigt, dass man Zivilisationen nicht künstlich auf höhere Stufen heben kann, so lange ihre Bewohner nicht von selbst dazu bereit sind. Denn diese Versuche haben nur zu noch blutigeren Exzessen geführt (Fans der Serie "Star Trek" werden sich nicht zufällig an die "Erste Direktive" der Sternenflotte erinnert fühlen, jedoch stammt das Werk der Strugatzkis aus dem Jahre 1964, also aus einer Zeit, als "Star Trek" noch nicht einmal konzipiert war). Doch gegen Ende schwindet auch Rumatas Widerstandskraft, vor allem, als die schlimmste aller Katastrophen für ihn eintritt...
Die nur knapp 130 Seiten starke Novelle "Unruhe" ist sicherlich die schwächste Erzählung im vorliegenden Band. Die arg kryptische Geschichte ist die erste, stark abweichende Fassung eines der beiden Handlungsstränge des Romans "Die Schnecke am Hang", welchen die beiden Autoren 1966/68 veröffentlichten. Vorher schrieben sie 1965 ein Manuskript, welches sich nun hier findet. Wer den späteren Roman kennt, kann sich die Lektüre sicherlich ersparen, für alle Sammler ist die Novelle natürlich unentbehrlich, wirklich spannend oder hochklassig wird sie dadurch aber leider nicht.
Anders wieder "Die dritte Zivilisation", zu dem Boris Strugatzki in seinen Anmerkungen wohl zu recht notiert, dass es das apolitischste Werk der Brüder ist, was wohl dazu geführt hat, dass die Geschichte ein zeitloser Klassiker geworden ist, fernab aller hemmenden Zeitbezüge. Bei den Lesern erfreut sich dieses Buch nach wie vor großer Beliebtheit (m. E. völlig zu recht), obwohl die beiden Autoren mit dem Werk irgendwie unzufrieden waren, nachdem sie es beendet hatten, auch Kritiker an dem Buch herumnörgelten, so Boris Strugatzki.
Erzählt wird die Geschichte einer Weltraumexpedition, die einen scheinbar leeren, jedoch lebensfreundlichen Planeten entdeckt. Der Ich-Erzähler Stas Popov berichtet, dass die scheinbar leere Welt einerseits idyllisch wirkt, andererseits Befremden ob ihrer geisterhafte Leere auslöst. Dann findet man aber ein altes, abgestürztes Raumschiff von der Erde. In ihm starb offensichtlich ein Ehepaar. Doch wo ist das einjährige Baby der beiden geblieben, dessen Leiche sich nicht finden lässt? Schon vorher hatten alle Expeditionsteilnehmer verschiedenartige, meist (aber nicht nur) akustische Halluzinationen, die sich jedoch keiner eingestehen will (wer hält sich schon selbst gern für erkrankt an einer Schizophrenie!). Vor allem Popov, aus dessen Sicht erzählt wird, zweifelt an seinem Verstand, traut sich aber nicht, mit den anderen über die merkwürdigen Wahrnehmungen zu reden. Dann stellt sich heraus, dass sie von dem noch immer lebenden Kind stammen. Der Junge wurde von fremdartigen Wesen, die nur als eine Art Energie auf dem Planeten zu Hause zu sein scheinen, verändert und aufgezogen, ohne selbst deren Einfluss wahrzunehmen. Nachdem man die Fremden entdeckt hat, beschließt man den Planeten nicht zu besiedeln, versucht aber zu dem Jungen Kontakt aufzunehmen, da dies zu den Fremden unmöglich scheint. Der Junge ist jedoch recht fremdartig geraten, stellt mittlerweile eine Art dritte Zivilisation dar und man kann ihn und seine Weltsicht nur bedingt verstehen...
Die ebenfalls nur knapp 130 Seiten lange Novelle "Der Junge aus der Hölle" variiert das sattsam bekannte Thema der Strugatzkis nochmals. Ein junger, zur Tötungsmaschine erzogener, indoktrinierter und Gehorsam gewohnter Soldat eines fremden Planeten wird von einem irdischen Beobachter des 22. Jahrhunderts vor dem sicheren Tod bewahrt und zur Erde gebracht, wo er die Segnungen der modernen Technik, Kultur und Ethik kennen lernt. Doch eigentlich möchte der "Sturmkater" genannte Krieger nur zurück auf seine Welt, seinem Herren loyal dienen und weiter Blut vergießen, denn etwas anderes hat er nie gelernt in seinem jungen Leben (man denke hier an Andrej Tarkowskis Meisterwerk "Iwans Kindheit"). Schließlich darf der "Sturmkater" zurückkehren auf seine Welt, doch ob er etwas von der menschlichen Zivilisation gelernt hat oder sich weiter als Tötungsmaschine verdingen wird, bleibt offen...
Gerade anhand der letzten Novelle wird nochmals deutlich, wie sehr die Strugatzkis Kinder ihrer Zeit waren. Denn Arkadi, Jahrgang 1925, nahm noch am "großen vaterländischen Krieg" gegen die deutsche Armee teil, während sein Bruder, Jahrgang 1933, in der Heimat, eingeschlossen von den deutschen Feinden, fast verhungert wäre. Beide hat diese Zeit, dieser Krieg, das Blutvergießen und das Elend geprägt. Entsprechend lebendig sind ihre Beschreibungen der Gräueltaten und der Verrohung in barbarischen Zeiten.
Dass die beiden diese Erlebnisse kongenial in fesselnde und überaus intelligente Zukunftsvisionen übertrugen, dass ist alleine das Verdienst der Brüder.
Wie immer in den Werksausgabebänden gibt es auch hier editorische Anmerkungen von Boris Strugatzki, der vor allem in den 60er Jahren ein zunehmendes Klima des Misstrauens, der Bespitzelung und gegenseitiger Denunziation beschreibt.
Für die russischen Brüder wurde es immer schwerer, einen Absatzmarkt für ihre Werke zu finden. Nach einer Tauwetterzeit nach Stalins Tod begann in den 60er Jahren eine erneute Erstarrung in der Sowjetunion, welche Anfang der 70er noch schlimmer wurde. Die Strugatzkis erschienen zu kritisch, zu "judenfreundlich" (hier ein schönes Zitat von Seite 870 der vorliegenden Ausgabe vom Chef der staatlichen Filmkommission, geäußert gegenüber Andrej Tarkowski, dem berühmten Filmregisseur: "Denken sie daran, dass die Strugatzkis schwierige Leute sind... Ins Szenarium für den Kinderfilm "Der Kampfkater" habe sie die zionistische Idee eingeschmuggelt, dass alle Juden in ihre Heimat zurückkehren und für ihre Interessen kämpfen sollen"; der Film, der genau auf der hier vorliegenden Novelle basieren sollte, wurde deshalb erst gar nicht realisiert), zu pessimistisch, zu unwissenschaftlich, fanden ihrerseits immer weniger Publikationsmöglichkeiten.
Besonders interessant ist einer der Abschnitte, in dem aus einem Bericht Arkadis zitiert wird über eine Schriftstellerkonferenz russische SF-Autoren in den 60er Jahren, in denen die üblichen Verdächtigen ihrer Kleingeistigkeit freien Lauf lassen nach dem Motto: "Was über meinen flachen Tellerrand von Horizont hinaus geht, kann nur bedrohlicher Schmutz sein!". Zwar kam es dann doch zu keinen Verhaftungen und Denunziationen, aber interessant sind diese Interna schon und sehr eindrücklich, was das damalige Klima anbetrifft.
Gleiches gilt für die Anmerkung von Boris Strugatzki, dass der böse Don Reba aus "Es ist schwer, ein Gott zu sein" eigentlich Don Rebija hätte heißen sollen, dass dieses durchsichtige Anagramm für Stalins Geheimdienstchef Berija jedoch zu offensichtlich schien, weshalb der befreundete Schriftsteller Iwan A. Jefremov den beiden vorschlug, den Namen zu ändern. So entstand Don Reba, sozusagen als Abkürzung.
Wer sich nochmals ungekürzt und ausführlich erklärt mit dem wunderbaren Werk der Strugatzkis auseinander setzen will (oder diese phantastische Welt gar erstmals entdecken darf), der kommt gerade am vierten Band der Werksausgabe voll auf seine Kosten.
Auch wenn "Unruhe" wahrlich kein Highlight ist, so stehen die anderen vier hier veröffentlichten Texte doch mit für das Beste, was die beiden Russen jemals erschaffen haben; und damit für das Beste, was die SF-Literatur jemals hervor gebracht hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rezension nur zur Kindle-Edition, 20. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser 4. Band der gesammelten Werke ist in der Kindle-Edition leider etwas schlampig umgesetzt.
Es fehlt ein interaktives Inhaltsverzeichnis, man kann sich aber wenigstens mit den Pfeiltasten durchklicken um eigene Bookmarks zu setzen.
Auch scheint bei den Fußnoten und Anmerkungen etwas durcheinandergeraten zu sein. Ein Hinweis "Vgl. die Fußnote auf Seite 868" ist wenig hilfreich, wenn dort keine Fußnote ist. Genauso sind die Anmerkungen nicht im Text referenziert und in den Anmerkungen nicht angegeben, auf welche Seite sie sich beziehen. Man kann allerdings von den Anmerkungen zur entsprechenden Textstelle springen. Dadurch ist es mühselig der Aufforderung "Vgl. die Anmerkung zu Seite 500." zu folgen, da man sich erst durch die Anmerkungen arbeiten muß, um die richtige zu finden.
Wahrscheinlich wäre mir das gar nicht so aufgestoßen, wenn das in den ersten drei Bänden nicht besser gelöst wäre. In den ersten beiden Bänden sind zu den Anmerkungen die Seitenzahlen angegeben, im dritten Band sind die Anmerkungen im Text referenziert.
Daher für die Kindle-Edition nur 3 Sterne, dafür daß es sie überhaupt gibt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der beispielhaften Ausgabe der 4. Band, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Strugatzki Gesammelte Werke 4: Fünf Romane in einem Band: Es ist schwer, ein Gott zu sein; Die dritte Zivilisation; Der Junge aus der Hölle; Fluchtversuch; Unruhe (Taschenbuch)
In der Werkausgabe der Brüder Strugatzki ist dies der vierte Band. Er versammelt Texte, die für den Leser herkömmlicher Science Fiction vielleicht noch am leichtesten verdaulich sind, und kann für Leute, die sich an die beiden genialen russischen Autoren heranwagen möchten, vielleicht ein guter Einsteig sein.

!. "Fluchtversuch" - Das ist ein Kurzroman oder eine längere Erzählung (im Russischen gibt es dafür den Begriff "Powest") aus der Welt des Mittags, zuerst 1962 erschienen. Der Text bildete 1976 den Kern der Anthologie "Fluchtversuch. Phantastische Erzählungen" im Verlag Volk und Welt. Hier wird es gelegentlich schon recht finster, wenn die heitere, zukunftsgewisse Zivilisation der "Mittags"-Geschichten auf einen seltsamen Gefängnisplaneten trifft.

2. "Es ist schwer, ein Gott zu sein" - Vielleicht einer der bekanntesten Romane der Gebrüder, auf deutsch auch als "Es ist nicht leicht ein Gott zu sein" erschienen und 1989 mit großem Aufwand von Peter Fleischmann verfilmt. Hier gerät der Held wie schon in "Fluchtversuch" auf einen Planeten, dessen Verhältnisse alles andere als hinnehmbar sind. Aber als er beschließt, einzugreifen, macht er alles nur noch schlimmer... Trotz des ernsten Themas wieder viel russischer Humor.

3. "Unruhe" - Hierbei handelt es sich um eine Vorstufe des Romanes "Die Schnecke am Hang" (der in Band 3 der Werkausgabe erschienen ist). Genauer gesagt, ist es eine frühe Fassung von einem der beiden Handlungsstränge darin, und hat nicht sehr viel mit dem späteren Text zu tun. Eigentlich gar nichts. - Sehr interessant zu sehen, wie die beiden Schriftsteller einen ihrer eigenen Texte so stark umgekrempelt haben, daß man ihn kaum wiedererkennen kann.

4. "Die dritte Zivilisation" - Dieser Roman erschien auf Deutsch auch als "Der Knirps". Rührende Story um ein Kind, das von Aliens gerettet und aufgezogen worden ist. Leider ist es äußerst schwierig, mit ihm zu kommunizieren - er ist so eine Art Zwischending, nicht ganz Mensch, nicht ganz Außerirdischer. Eben die dritte Zivilisation, bestehend aus einem einzigen Individuum.

5. "Der Junge aus der Hölle" - Eine beklemmende Geschichte von einem Rettungsversuch der guten Irdischen, einen Jugendlichen von einem kriegszerrissenen Planeten zum Wahren und Guten zu bekehren. Aber der kennt ja nur den Krieg, und mit allen Mitteln strebt er zurück in das Chaos, das sein Zuhause ist.

Erstmals kann man die Romane so lesen, wie sie ursprünglich gedacht waren. Die Zensur hatte erst in der Sowjetunion zugeschlagen, und dann bei der deutschen Ausgabe nochmal, diesmal die in der DDR. Erik Simon (Sternbilder) hat sich die Mühe gemacht, die ungekürzten und unzensierten Originalfassungen durchzusehen und alles wieder einzufügen, was irgendwelche selbsternannten Weltverbesserer und Zensurapostel verändert hatten. Diese Eingriffe reichen von "entlarvend" über "strohdumm" bis zu "lächerlich". Nun sind alle gestrichenen Stellen neu übersetzt worden und an den richtigen Plätzen wieder eingefügt. Außerdem gibt es das gewohnt informative Nachwort und die Anmerkungen zu rätselhaften Textstellen (wer weiß in Deutschland schon, was die Butterwoche ist?).
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Band Vier der gelungenen Gesamtausgabe, 10. März 2012
Von 
Maxim - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Strugatzki Gesammelte Werke 4: Fünf Romane in einem Band: Es ist schwer, ein Gott zu sein; Die dritte Zivilisation; Der Junge aus der Hölle; Fluchtversuch; Unruhe (Taschenbuch)
Im vierten Band der Strugatzki Gesamtausgabe sind einige Romane enthalten in denen sich die Autoren mit der Arbeit von Progressoren beschäftigen. Mit diesem Thema setzt sich auch die Maxim Kammerer Trilogie auseinander welche im Ersten Band der Gesamtausgabe enthalten ist. Die Aufgabe der irdischen Agenten (Progressoren) besteht darin, den Fortschritt (oder das was sie dafür halten) bei unterentwickelten Zivilisationen voranzutreiben. Sie sind keine Entwicklungshelfer im herkömmlichen Sinne. Sie sind Undercover Agenten, darauf achtend dass ihre Tätigkeit im Verborgenen bleibt. Die einheimische Bevölkerung darf nicht erfahren dass es Einmischung von außen gibt. Das ist wahrlich kein einfacher Weg und die Gutgemeinden Aktionen können durchaus auch ein tragisches Ende nehmen, so wie in dem Roman Ein Gott zu sein ist schwer. Generell stellt sich die Frage, einmischen und helfen oder lieber den normalen Verlauf der geschichtlichen Entwicklung abwarten.

- Fluchtversuch
In einen noch unerforschten Weltraumsektor wird ein Planet gefunden, welcher nicht unbewohnt ist. Dort gibt es ein Arbeitslager in dem Gefangene Maschinen wieder zum funktionieren bringen müssen. Das ist nicht ungefährlich und öfters sterben die zum Einsatz gezwungenen. Ein Aufseher berichtet in einem Verhör das die Maschinen von Außerirdischen. Zurück gelassen wurden. Der Versuch den Gefangenen zu helfen scheitert und die Menschen verlassen den Planeten.

- Ein Gott zu sein ist schwer
Wurde auch unter den Titel - Es ist nicht leicht ein Gott zu sein, verfilmt.
Auf einen mittelalterlichen Planeten arbeitet Anton als Progressor. Getarnt in der Rolle eines Adligen (Don Rumata) soll er als Beobachter agieren. Ein Eingriff in die Entwicklung der bestehenden Verhältnisse ist nicht vorgesehen. Immer wieder kommen ihm Zweifel über den Sinn seiner Aufgabe. So versucht er zum Tode verurteilte Intellektuelle zu retten. Bei einem Umsturz wird er verhaftet und seine Freundin von den Schergen des Heiligen Ordens getötet. Daraufhin will Anton Rache an den Herrschenden üben.

- Unruhe Deutsche Erstveröffentlichung!
Diese Geschichte erscheint erstmalig auf Deutsch. Unruhe war eigentlich für das Buch "Die Schnecke am Hang" vorgesehen. Der Text wurde von den Strugatzkis geändert und als die Wald Kapitel veröffentlicht. Die vorliegende Version der Geschichte spielt auf dem Planeten Pandora, wo es ein Wiedersehen mit einen ihrer Haupthelden, Gorbowski gibt.

- Die Dritte Zivilisation
Ein Planet der unbewohnt scheint soll für eine Umsiedlung urbar gemacht werden. Da wird von den Wissenschaftlern ein Kind entdeckt. Der Junge hat menschliche Vorfahren wurde aber von Außerirdischen aufgezogen. Ein Kontakt gestaltet sich äußert schwierig.

- Der Junge aus der Hölle
Auf dem Planeten Giganda gibt es heftige Kämpfe zwischen zwei verfeindeten Staaten. Ein verwundeter Jugendlicher wird gerettet und auf die Erde gebracht. Er traut den Progressoren aber nicht und versucht mit allen Mitteln wieder zurück auf seinen Heimatplaneten zu kommen. Das Kämpfen ist sein Lebensinhalt und so kann ihn nichts und niemand aufhalten.

Fluchtversuch und Es ist schwer ein Gott zu sein, wurden anhand der unzensierten Originalversionen von Erik Simon ergänzt. Im Anhang kommentiert Boris Strugatzki, sehr interessant und informativ, die Entstehungsgeschichte der hier enthaltenen Werke.
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zur Kindle Edition, 23. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schlampig gemacht, lieblos. An die 1000 Seiten und kein Inhaltsverzeichnis, keine übergreifenden Sektionsunterteilungen oder Überschriften. Habe ich noch nicht erlebt. Sollte man zurückgeben - und kann man ja auch!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnt sehr gut, 13. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Strugatzki Gesammelte Werke 4: Fünf Romane in einem Band: Es ist schwer, ein Gott zu sein; Die dritte Zivilisation; Der Junge aus der Hölle; Fluchtversuch; Unruhe (Taschenbuch)
Es ist zu einfach in Amazon eine negative Rezension zu schreiben, deswegen muss ich um ungerechten Rezensionen entgegenzustemmen hier betonen, dass dieses Buch eine Empfehlung wert ist.
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